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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön und rührend!
Ich bekenne: die Liste meiner Lieblingsbücher hat sich um eines erweitert. "Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung" ging mir unter die Haut und hat mir zugleich wunderbare Lesestunden beschert!!

Für mich ist es ein Buch, dass ich nicht vergessen werde. Wo soll ich anfangen? Die Geschichte ist grob umrissen folgende: ein alter Mann, als einzige seiner...
Veröffentlicht am 27. Mai 2006 von Christine

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Rätselhaft...
Nach den "Grauen Seelen" und "Brodecks Bericht", aber auch ohne die Kenntnis dieser Bücher ist "Monsieur Linh" nur schwer erträglich: Eine simple Geschichte mit einer vorhersehbaren Pointe, eine derart simple Sprache, dass die Lektüre spätestens ab der Hälfte des ohnedies schmalen Bändchens zur Qual wird, und eine...
Vor 3 Monaten von Christoph Janacs veröffentlicht


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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön und rührend!, 27. Mai 2006
Ich bekenne: die Liste meiner Lieblingsbücher hat sich um eines erweitert. "Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung" ging mir unter die Haut und hat mir zugleich wunderbare Lesestunden beschert!!

Für mich ist es ein Buch, dass ich nicht vergessen werde. Wo soll ich anfangen? Die Geschichte ist grob umrissen folgende: ein alter Mann, als einzige seiner Familie haben er und seine noch kleine Enkeltochter die gewalttätigen Auseinandersetzungen überlebt, wandert per Schiff nach Europa aus. Im Gepäck hat er ein wenig heimatliche Erde und ein verblasstes Foto. Nach Wochen der Überfahrt kommen die Emigranten schließlich im kalten, nebligen Europa an und werden dort zunächst in einem Heim für Emigranten untergebracht. Alles ist fremd für den Neuankömmling: die Gerüche, die Landschaft, die Mentalität der Menschen, einfach alles...oftmals denkt er wehmütig zurück an sein Leben daheim, er ist nur glücklich, dass er seine kleine Enkeltochter bei sich hat. Sie gibt ihm die Kraft weiterzuleben da er für sie sorgen muss.

Im Laufe der Zeit traut er sich auch allmählich auf Entdeckungstour. Er geht also spazieren mit seiner Enkelin. Eines Tages macht er die Bekanntschaft eines Mannes bei einem seiner Spaziergänge im Park. Beide verbindet Einsamkeit und der Verlust liebgewonnener Menschen. Und obwohl der eine nicht die Sprache des anderen spricht entsteht ein stummes Einvernehmen und Vertrauen zueinander. Sie erfreuen sich an der Gesellschaft des anderen und Monsieur Linh lauscht den Erzählungen seines neuen Freundes. Obwohl er die Worte nicht versteht, so begreift er doch anhand der Intonation, dass dieser auch Kummer erlebt hat. Und so entsteht eine kostbare und wunderbare Freundschaft zwischen den beiden, die nicht befriedigender sein könnte selbst wenn sie verstehen könnten was der andere sagt. Doch das Glück einen Freund gefunden zu haben wird getrübt als Monsieur Linh erfährt, dass er aus dem Heim für Emigranten in ein Altenheim übersiedeln soll. Es zwingt ihm eine erneute Umstellung auf. Als er dort wohnt wird ihm klargemacht, dass er das Heim nicht mehr einfach verlassen darf. Er macht sich Sorgen wie er es anstellen soll jemals seinen Freund wieder zu treffen...

Das Ende ist ebenso überraschend wie erschütternd, obwohl mir schon manchmal etwas dämmerte.... Eine Geschichte geschrieben mit so viel Gefühl und Liebe für die Hauptfiguren!! Wer eher die leisen Töne liebt und auf Action verzichten kann wird dieses Buch sicher ebenso lieben! Wirklich wunderschön!!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Subtilität hoch drei, 27. August 2006
Von 
M. A. Burgauer (8126 zumikon Switzerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ein grosses Buch mit kleinem Umfang.
Sie werden diesen Roman, der nur 127 Seiten umfasst, nicht mehr weglegen können. Das Schicksal des Monsieur Linh ist unglaublich tiefgründig und ergreifend, so dass manch ein Leserauge nach erfolgter Lektüre feucht sein dürfte. Obwohl der Hintergrund des Buches aus historischer Sicht einige Jahrzehnte zurückliegt, sind durch Kriege verursachte Tragödien einzelner Menschen Schicksale absolut aktuell. Die Subtilität der Darstellung von Herrn Linhs unsinniger Entwurzelung von seiner geliebten Heimat infolge Kriegsgelüsten fremder Mächgte, ist meisterlich. Der Autor verdient höchste Anerkennung.
Wenn Sie dieses Buch zur Hand nehmen, riskieren Sie ein Abendessen oder einen anstehenden Termin zu verpassen, denn Sie werden sich nicht leicht von der einmal begonnenen Lektüre trennen können.

Marcel Burgauer, Zumikon, Schweiz
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine bewegende Lektüre, die nachdenklich macht und lange im Inneren arbeitet, 9. August 2007
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Philippe Claudel ist, nachdem ihm im vergangenen Jahr mit dem Roman "Die grauen Seelen" der literarische Durchbruch gelungen ist, mit seinem neuen Roman "Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung" nicht weniger geglückt als ein kleines Kunstwerk. In der Art und im Umfang erinnert es zeitweise an die Romane von Eric-Emmanuel Schmitt, jedenfalls transportiert es ähnlich viel Lebenskraft und Hoffnungsstärke.

Das Buch beginnt mit der Schilderung einer Szene auf einem Schiff. Es ist eines der zahllosen Flüchtlingsschiffe aus Vietnam und Indochina, die in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts nach Jahrzehnten fürchterlicher Kriege und unbeschreiblicher Verwüstungen und Zerstörungen Tausende und Abertausende von sogenannten boat-people" in den asiatischen Meeren aufgriffen und ihnen in den Ländern Westeuropas und in den USA eine neuen Heimat zu geben suchten.

Monsieur Linh ist einer von ihnen. Er ist ein alter Mann, der bei einem fürchterlichen Napalm-Angriff nicht nur sein Dorf und seine Heimat, sondern seine ganze Familie verloren hat. Nur seine kleine Enkeltochter Sang-diu ist ihm geblieben. Sie hat er gerettet und hält sie nun an der Reling des Schiffes stehend im Arm, das sie nach Frankreich bringen wird.

Dort lebt er zusammen mit anderen Flüchtlingsfamilien zunächst in einem kleinen Heim, wird mehr schlecht als recht versorgt, und wagt sich nach einiger Zeit nach draußen, wo er auf einer Parkbank einen Franzosen kennen lernt.

Monsieur Bark, ein ebenfalls schon in die Jahre gekommener, traurig aussehender Mann setzt sich neben ihn, beginnt ein Gespräch über das Wetter und stellt sich mit seinem Namen vor. Linh, der fremden Sprache nicht mächtig, antwortet den Traditionen seines Landes entsprechend, indem er dem anderen einen guten Tag wünscht. "Tao-lai." Monsieur Bark hält das für dessen Namen und redet ihn fortan damit an, was Linh zu dem Gedanken veranlaßt, daß das aber ein höfliches Land sei, in dem man sich andauernd einen guten Tag wünscht.

Sie kommen sich näher. Monsieur Bark fragt auch nach seiner Enkeltochter: "Ein hübsches kleines Püppchen haben Sie da. Wie heißt sie denn ?"
Monsieur Linh fühlt sich zum ersten Mal in dem neuen Land wahrgenommen und taut sichtlich auf. Er zeigt dem anderen ein verwaschenes Bild mit seiner Frau, aufgenommen lange bevor der Krieg seine Familie auslöschte. Und Monsieur Bark, beginnt einfühlsam zu verstehen. Er erzählt Linh von seiner verstorbenen Frau, die ein Karussell betrieb und ziehet ebenfalls ein altes Bild aus seiner Tasche. Aus seinem Tonfall und seiner Mimik kann Linh irgendwann den richtigen Schluß ziehen, daß Monsieur Bark ebenso seine Frau verloren hat wie er.

Die Schilderung dieser Gespräche ist Claudel auf das einfühlsamste gelungen. Es scheint etwas auf, ein kleiner Hoffnungsschimmer, wie es gehen könnte mit den Menschen und ihrem Fremdsein, wie es anfangen könnte, das gegenseitige Verständnis und die Anerkennung, dessen was anders ist.

Monsieur Bark spürt das, und etwas, was lange in ihm vergraben war, bricht auf, eine alte Schuld muß ausgesprochen werden. Als er an einem schönen Tag Monsieur Linh ans Meer führt und dieser sich an seine Heimat erinnert, spürt das auch Bark und beginnt zu reden. Und Erschütterndes kommt heraus.

Monsieur Linh weiß nicht, wovon der andere redet, aber er spürt, daß es ihm unendlich wichtig ist. Vielleicht trauert er genauso um seine Frau wie ich, denkt er. Sie besuchen auf Barks Einladung ein Restaurant. Sie sind einfach glücklich zusammen, und nehmen sich so wie sie sind.

Doch das Unglück lauert schon. Monsieur Linh wird von der provisorischen Unterkunft in eine andere gebracht, ein Schloß mit hohen Mauern, in dem viele alte Menschen leben, die nur so vor sich hinstarren. Linh versucht sich auch hier zu arrangieren, doch er vermisst seinen Freund. Nach einem fehlgeschlagenen Versuch, das Schloß zu verlassen, gelingt es ihm beim zweiten Mal. Und ein auch dem Leser lange verborgenes Geheimnis wird gelüftet ...

Philippe Claudels neues Buch ist eine bewegende Lektüre, die nachdenklich macht und noch lange im Inneren arbeitet. Es ist schon große Kunst, in einer solchen Kürze und Dichte schreiben zu können.

Ich jedenfalls warte schon jetzt mit Spannung auf Claudels nächstes Buch.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zerbrechliches Glück, 18. August 2006
Von 
Eine ganz stille und subtile Erzählung zweier alter einsamer Männer, die sich anfreunden, obwohl sie die Sprache des anderen nicht verstehen. Täglich wartet einer auf den anderen auf derselben Bank. Kaum dass sie sich gefunden haben, werden sie jedoch voneinander getrennt. Für immer?

Mit seinem ganz klaren einfachen und bestechend eindringlichen Stil erzeugt Philippe Claudel eine fesselnde melancholische Stimmung. Es bleibt einem kaum eine andere Wahl als das Buch in einem Atemzug durch zu lesen. Und am Ende ist man glücklich und traurig zugleich.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen '. denn die Hoffnung stirbt zuletzt......, 9. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung (Taschenbuch)
Eines der schönsten, bewegenden und märchenhaftesten Bücher über die Thematik 'Exil'.
Gelesen habe ich es in weniger als vier Stunden, einerseits weil es in Großdruck veröffentlicht wurde aber andererseits auch und vor allem weil es unvergleichlich toll war.

Es geht um Monsieur Linh der von seinen Landsleuten im Flüchtlingslager scherzhaft nur 'Der Onkel' genannt wird und um seine schöne, kleine Enkeltochter Sang diu. Sie verlieren nach einem Bombenangriff all ihr Hab und Gut, ihre Familie & Freunde, die Erinnerung an eine ferne, glückliche und friedliche Zeit.

Nach einer Schiffsreise kommen sie nun endlich ins Exil an, fremdartige Menschen die einem nie in die Augen schauen und sich äußerst zielstrebig auf den Straßen bewegen, eine fremde Sprache und vor allem riecht es nach Nichts in dieser Stadt bis Monsieur Linh eines Tages bei einem Spaziergang den dicklichen, liebenswürdigen und warmherzigen Monsieur Bark begegnet.

Obwohl die zwei sich in der gesprochenen Sprache nicht verständigen können, passiert das unvorstellbare sie verständigen sich über die gefühlte Sprache, die weder Worte noch Sätze bedarf. Sie bedarf lediglich eines weit geöffneten Herzens für unsere Mitmenschen vor allem für diese die erstmals Fremde sind.

Da ich ebenfalls die Erfahrung einer Emigrantin gemacht habe empfand ich dieses kleine, unscheinbare Büchlein als sehr, sehr bewegend. Die Begegnung der beiden ist nicht nur für sie selbst Hoffnung spendend und tröstlich sondern auch und vor allem für andere Emigranten.

Die Sprache in welcher Phillipe Claudel sich hier Gehör verschafft ist unkompliziert und gleichzeitig wunderschön, somit unbedingt auch etwas für Leserinnen und Leser die erst seit kurzem deutsch sprechen und lesen können.

Lassen sie sich in die Welt der 'Fremden', der 'Anderen' entführen und sie werden beim nächsten Mal garantiert ein 'Grüß Gott'oder ein 'Guten Tag' für sie übrig haben und wer weiß vielleicht könnte das der Beginn einer wunderbaren Bekanntschaft oder gar Freundschaft werden.

Lassen sie sich nicht von der Fremdartigkeit einer Sprache oder eines Liedes abschrecken sondern seien sie neugierig und aufgeschlossen, schließlich ist die Welt ein großer, bunt gewebter Teppich, welcher um einiges trister aussehen würde, wären da ein paar Nuancen nicht existent.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hoffnung vs. Realität: und am Ende siegt...., 15. November 2010
Von 
Michael Richter (Münster, Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung (Taschenbuch)
Eine kurze Geschichte über Hoffnung, Kraft und Zähigkeit am Leben zu sein bzw. bleiben zu müssen.

Am Ende überraschend und brutale Erkenntnis, dass Hoffnung alleine vielleicht doch nicht reicht.

Störend allein ist jedoch die Verwendung des Wortes "Monsieur", welches als einziges französisches Wort in einer Geschichte, die augenscheinlich nichts mit Frankreich zu tun hat durchaus als Fremdkörper bezeichnet werden muss.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein leises, poetisches und gefühlvolles Meisterwerk ohne Gefühlsduselei, 3. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung (Taschenbuch)
Dieses Buch bewegt! Die beiden Hauptdarsteller sind so gut gezeichnet, dass man sie klar vor sich sieht und kennenlernt. Die skurrile Geschichte - ein fast täglicher Dialog zwischen zwei Menschen, die einander sprachlich nicht verstehen - ist dermassen intensiv dargestellt, dass man ewig weiterlesen möchte. Ein intelligentes Buch über die Menschenliebe, Heimat und Familie - aber kein Kitsch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rührend, herzzerreißend, traurig, 27. Juni 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung (Taschenbuch)
Claudels kleines Büchlein über die Leiden eines alten Herrn, der sich nur mit ein paar Kleinigkeiten und seiner Tochter bepackt, aus seiner Heimat verabschieden muss, ist hoch lesenswert.
Nicht einen Moment lang, gibt Monsiseur Linh auf, an das Gute in den Menschen und in der Welt zu denken, er ist immer bereit, neuen Mut zu schöpfen. Auch, als es vermeintlich nicht weitergeht. Ja, ich muss meinem Vorrezensenten recht geben - es ist Kitsch! Aber er ist angebracht und gut in einer verträumten Fabel verpackt. Nach dem Lesen war ich nur um eines traurig: Das Buch war einfach zu kurz.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berührt sehr!!! Unbedingt lesen!, 12. April 2008
Von 
Daniela Möhrke (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
"Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung" von Philippe Claudel ist ein sehr feinfühliges, leises Buch und doch musste ich auch oft schmunzeln. Es ist wirklich liebevoll geschrieben und man schließt die Personen gleich ins Herz.
Außerdem bleibt es bis zum Ende überraschend.
Zur Handlung muss man gar nicht so viel sagen, denn die Sprache und die Gefühle, die in diesem Buch vermittelt werden, sind für mich das besondere daran.
Also nur kurz zum Inhalt:
Monsieur Linh und seine Enkelin sind die einzigen Überlebenden aus ihrem Dorf nach einem Bombenanschlag. Sie müssen ihre Heimat verlassen und Monsieur Linh klammert sich an das einzige, was er noch hat: seine Enkelin Sang Diu!
Monsieur Linh fühl sich fern von seiner Heimat unwohl und würde am liebsten gar nicht mehr rausgehen, tut es aber für seine Enkelin.
Dann trifft er einer Tages Monsieur Bark - sie verstehen beide die Sprache des anderen nicht und doch werden diese Treffen ein tägliches Ritual. Über Gesten können sie sich aber verständigen und fühlen, was der andere denkt oder fühlt. Leider gibt es dann eine unerwartete Wende...

Wirklich ein beeindruckendes Buch, das zu Tränen rührt!
Ich kann es nur weiterempfehlen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer kehrt das Licht zurück., 29. Februar 2008
Eine schmerzlich anrührende Geschichte. Monsieur Linh, ein alter Mann, ist gezwungen, seine Heimat zu verlassen. Dort herrscht Krieg. Seine Frau ist seit langem tot und sein Sohn und seine Schwiegertochter sind bei Kämpfen auf den Reisfeldern zerfetzt worden. Nur seine kleine, sechs Wochen alte Enkeltochter hat das Massaker überlebt. Sein Dorf ist zerstört. Wo soll er hin? Seine Enkelin soll in Frieden aufwachsen, so entschließt er sich zu fliehen, schafft es bis zur Küste und gelangt auf ein Flüchtlingsboot.

Die Flüchtlinge werden gerettet und nach langer Reise in ein fernes fremdes Land gebracht. Monsieur Linh kümmert sich rührend um seine innig geliebte Enkelin. Sie ist das Wertvollste was ihm geblieben ist. Im Gepäck hat er nur noch einen alten Koffer, etwas Erde seines zerstörten Dorfes, eine verblichene Fotographie sowie seine Träume, seine Erinnerungen und seine Sehnsucht nach seiner Heimat.

Auf einer Bank vor dem Eingang eines Parks, nicht weit entfernt von seiner Flüchtlingsunterkunft, lernt er den einheimischen Monsieur Bark kennen. Er ist ebenso einsam wie Monsieur Linh, seine Frau ist vor kurzem gestorben. Ohne die Sprache des jeweils anderen zu sprechen, verstehen sich die beiden Männer, werden Freunde. Ihnen ist eines gemeinsam, jeder von ihnen hat ein Geheimnis.

Claudel ist ein Meister des Beschreibens großer Gefühle mit kleinen Gesten. Einfühlsam und mit minimalen Mitteln versteht er es Spannung, Neugier und Mitgefühl beim Leser zu wecken. Mit genauem Blick für Details, lässt er lebendige Bilder entstehen. Wie ein roter Faden zieht sich die Hoffnung, der positive Blick auf eine bessere Zukunft, an die man trotz aller Beschwernisse, Widerstände und Schicksalsschläge nicht aufhören sollte zu glauben durch das gesamte Buch.

Ein schönes kleines Buch mit einer wunderbaren Geschichte.
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Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung
Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung von Philippe Claudel (Taschenbuch - 1. September 2007)
EUR 7,99
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