Kundenrezensionen

994
4,2 von 5 Sternen
Die Chemie des Todes: David Hunters 1. Fall
Format: TaschenbuchÄndern
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61 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. April 2006
Eigentlich wollte ich putzen - lautete der Titel einer der anderen Rezensionen. Ich selbst wollte eigentlich gerade frühstücken. Allerdings lag neben mir zufällig dieses am Vortag gekaufte Buch. Ich wollte nur die erste Seite lesen, um zu sehen, ob es sich lohnen würde, das ganze Buch zu lesen, denn ich hatte an diesem Tag eigentlich überhaupt keine Zeit zum lesen. Keine 24 Stunden später wußte ich es. Selten habe ich 430 Seiten in so kurzer Zeit verschlungen. Wenn ich mich richtig erinnere, eigentlich nie zuvor. Obwohl der Titel des Buches und auch dessen auffälliger Einband, keinen Krimi sondern vielmehr eine Dokumentation über spannende forensische Arbeit erwarten ließen, also eher irreführend sind, geriet diese sich nicht erfüllende Erwartungshaltung, ob des flüssigen Schreibtstils und der bedrückend spannenden Handlung schnell in Vergessenheit. Denn über forensische Zusammenhänge und die Chemie des Todes lernt man nicht viel mehr als die Chronologie des Fliegen- und Maden-Aufmarsches bei verwesenden Leichen. Wer sich also durch den Buchtitel hierzu mehr versprochen oder etwas ganz anderes erwartet hat, wird wohl enttäuscht sein. Wettgemacht wird das Ganze durch ein ungewöhnliches Thriller-Szenario mit sehr dichtem Handlungsrahmen sowie der Möglichkeit für den Leser aufgrund beiläufig gestreuter Aussagen an diversen Stellen des Buches den Täter selbst entlarven zu können. Auch die ideal passende, und nahezu sensorisch wahrnehmbare englische "Dorfidylle" erhöht die Eindringlichkeit der Geschichte. Das für geviewte Krimikenner nicht unbedingt verblüffende Ende gleicht allerdings eher einem kitschigen Trivialroman und steht den 400 vorausgehenden Seiten nicht sehr gut zu Gesicht. Die Mehrzahl der Leser wird das Ende aber dennoch zufrieden stimmen.
Wer an einem verregneten Herbsttag also nicht weiß, wie er den Tag rumbringen soll, wird sich mit der Chemie des Todes bestens unterhalten fühlen.
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80 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
David Hunter hat sich als Allgemeinmediziner ins Landleben zurückgezogen. In einem kleinen Ort in Devonshire versucht er seiner Vergangenheit zu entkommen. Frau und Kind hat er verloren, seine Karriere als einer der bedeutendsten Rechtsmediziner im Bereich der Forensic an den Nagel gehängt. Hunter will nur seine Ruhe und die Vergangenheit vergessen. Als in dem kleinen Ort ein Mord passiert und eine entstellte Frauenleiche gefunden wird, kann Hunter seine Vergangenheit nicht verleugnen. Seine Forensic-Kenntnisse, vor allem im Bereich der Entomologie machen ihn zu einem wertvollen Helfer von Inspektor McKenzie. Weder Hunter noch McKenzie ahnen, dass eine grauenvolle Mordserie auf sie zukommt. Dabei wird Hunter nicht nur als Ermittler sondern sehr schnell auch als Betroffener in den Bann des Geschehens gezogen.

Chemie des Todes ist genretechnisch gesehen keine Überraschung. Es gibt Hunderte von Romanen, die in diesem Bereich arbeiten. Das macht die Story jedoch weder banal noch langweilig. Im Gegenteil. Chemie des Todes bietet eine perfekte Spannungsspirale und lässt einen an der Geschichte kleben, weil man wissen will, wie es weiter geht. Dabei ist der Stoff geradezu fürs Hörbuch gemacht. Wie Johannes Steck die Rollen spricht, ihnen einen ganz individuellen Charakter einhaucht, das ist ganz große Klasse. Von diesen Momenten lebt das Hörbuch. Also rein damit in den Player und zuhören. Johannes Steck wird auch sie begeistern. Chemie des Todes ist schlicht und einfach ein sehr gut gemachtes Hörbuch.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Juli 2010
Nachdem ich eher zufällig mit dem "Modebuch", das überall empfohlen wird, angefangen habe und ohne richtige Lust an das Lesen ging, wurde ich absolut überrascht.
Ich habe das Buch verschlungen wie schon lange keines mehr und musste mir sofort den 2. Teil der Reihe besorgen, weil ich einfach nur begeistert von Schreibstil und Geschichte war.
David Hunter lässt sich als Landarzt in einem kleinen Dorf nieder, nachdem seine Familie bei einem tragischen Unfall gestorben ist. Vollkommen Durcheinander flüchtete er von London dort hin um alles zu vergessen. Doch seine Vergangenheit als forensischer Anthropologe holt ihn ein, als eine Leiche gefunden und um seine Hilfe gebeten wird.
Das ganze Buch ist durchgehend unheimlich spannend geschrieben, es passieren immer wieder unvorhersehbare Dinge, die den Leser erschaudern lassen. Dabei geht es nicht wie in anderen Büchern um ein sinnloses Abschlachten möglichst vieler Menschen, sondern um einen systematisch vorgehenden Killer, der sich nur ausgewählte Opfer vornimmt.
Simon Beckett schafft es seine Charaktere so zu zeichnen, dass mit den Figuren mitfiebert werden kann und das Ende einfach nicht mehr abzuwarten ist. Außerdem sind dem Leser sehr schnell alle wichtigen Charaktere bekannt, sodass das Rätseln um den psychopathischen Mörder auch dem Leser überlassen wird. Noch nie hat ein Autor es geschafft mich am Ende eines Buches noch einmal so sehr zu überraschen wie dieser. Die Aufklärung des Falls wird zum Sahnehäubchen des Buches.

Ich werde die David Hunter Reihe weiterlesen und freue mich auf die nachfolgenden Bücher. "Die Chemie des Todes" kann ich jedem empfehlen der sich für Thriller interessiert und Lust auf ein wirklich gutes Buch hat.

Könnte ich mehr als 5 Sterne vergeben, würde ich es tun. Einfach Klasse!
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116 von 130 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Es ist Simon Beckett zweifelsfrei gelungen, mit seinem Thriller ein hochgradig spannendes Buch zu präsentieren, das man kaum aus der Hand legen kann. Dabei bedient sich der Autor jedoch lediglich klassischer Spannungstechniken. Der Einbruch des Grauens in eine scheinbar heile Welt, die Verwandlung von sympathischen Charakteren in stinkende Leichen und letztlich auch das private Schicksal des introvertierten Arztes treiben den Leser von Seite zu Seite. Auch die Erzähltechnik aus der Rückschau heraus steigert die Spannung weiter, da David Hunter im Gegensatz zum Leser die Momente kennt und benennt, in denen jemand falsche Entscheidungen trifft, aber nicht den Grund dafür benennt. Etwas konstruiert wirkt einerseits die angehäufte Zahl äußerst drastischer Schicksalsschläge, die die einzelnen Hauptpersonen schon vor dem Einsetzen der Handlung erleiden mussten; andererseits fördert dies die Empathie bei uns Lesern und lässt uns mitfiebern.
Wer also einmal unausgeschlafen an seinem Arbeitsplatz erscheinen möchte, weil er / sie ein Buch nicht aus der Hand legen konnte, dem / der sei Simon Becketts "Die Chemie des Todes" unbedingt empfohlen. Es ist wirklich spannend bis zur letzten Seite!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Februar 2008
Den Thriller Die Chemie des Todes" habe ich zu meinem letzten Geburtstag bekommen. Als erstes fiel mir das Cover auf. Es erschien mir ziemlich schlicht und es erinnerte mich dadurch, dass es in weiß mit einem schwarzen Trauerrand gestaltet war, an eine Traueranzeige, was schon beängstigte, mich aber nicht abschreckte. Mich faszinierte das Layout, ebenso, wie der Klappentext, sodass ich das Buch lesen wollte. Dies war auch kein Fehler...
Der ehemalige forensische Anthropologe (Rechtsmediziner) David Hunter möchte nach dem Tod seiner Frau und seiner Tochter nichts mehr mit seinem früheren Beruf zu tun haben. Deshalb zieht der Ich-Erzähler" aus der Großstadt London als jetzt normaler" Arzt in das kleine Dörfchen Manham. Dort lebt er in Ruhe, muss aber gegen die Vorbehalte der Einheimischen gegenüber allen Fremden ankämpfen. Als aber Kinder in dem Dörfchen eine Frauenleiche mit einem Paar Schwanenflügeln finden, verschwindet die Ruhe und Hunter wird von der Polizei gebeten zu helfen. Gerade als er seine Arbeit, wobei er herausgefunden hat, dass die Tote gefoltert wurde, beendet hatte, verschwindet eine Einheimische und in dem Dörfchen herrscht Angst und Misstrauen, da klar ist, dass der Täter von dort kommt. Nun ist den Ermittlern, denen jetzt auch Hunter ungewollt angehört, klar, dass ihnen nur wenig Zeit bleibt, einen weiteren Mord zu verhindern...
Der Autor Simon Beckett führt den Leser mit einer detaillierten Schilderung des Verwesungsprozesses des menschlichen Körpers zu einer Leiche.
Simon Beckett, der 1968 geboren wurde, recherchierte auf der berühmten Body Farm" des FBI in Tennessee, um dieses detailliertes Wissen über die Gerichtsmedizin, Forensik und Tatortanalyse zu bekommen. Die Polizeiarbeit, die in dem Thriller genau erzählt wird, lernte er als Journalist bei verschiedenen Reportagen richtig kennen. Bevor er sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete er als Hausmeister, Englisch- und Spanischlehrer und war Schlagzeuger in mehreren Bands.
Das Buch wurde von Andree Hesse, der in Celle groß wurde, aus dem englischen übersetzt. Es erschien in noch vielen anderen Sprachen. Die Chemie des Todes" war Becketts erstes erfolgreiches Buch, welches auch zurzeit auf Platz 1 der Spiegel Belletristik Taschenbücherbestsellerliste steht und der Beginn einer David-Hunter-Reihe ist. Diese setzte er dieses Jahr mit Kalte Asche" fort. Vor Die Chemie des Todes" schrieb Beckett noch vier andere Bücher, die er auf seiner Homepage aber nicht erwähnt. Wahrscheinlich möchte er seine Schriftstellerkarriere" erst mit dem erfolgreichen Werk beginnen lassen.
Die schon oft gehörte Geschichte eines Serienmörders wird mit diesen genauen Beschreibungen der Chemie des Todes" verbunden. Zu Beginn der David-Hunter-Reihe charakterisiert Beckett den Gerichtsmediziner erst langsam, indem er ihn langsam in ein normales" Leben zurückführt, zu dem auch das Herantasten an eine Frau gehört. Der Autor schreibt sehr scharfsinnig, benutzt einen sehr guten sprachlichen Rhythmus und baut mit der Zeit eine Spannung auf, was bei mir, wie auch bei vielen anderen, bewirkt, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Beim Lesen des Buches macht man sich andauernd auf die Suche nach Verdächtigen (so ging es mir auf jeden Fall). Nach dem Beginn des Buches unterscheidet sich die Sprache aber nicht viel von der Sprache anderer Krimis. Der Stil des Buches gefällt mir auch sehr gut, da Beckett nüchtern und sachlich schreibt. Der Autor schweift allerdings im Verlauf des Buches nicht noch öfters aus (so wie auf der ersten Seite). Man merkt, dass er super recherchiert und viel Ahnung von den recherchierten Dingen (z.B. von der Forensik) hat.
Ich habe den Vergleich zu CSI, da bei CSI (z.B. Miami) auch die Leichen genau untersucht werden und die Polizei dadurch zum Mörder geführt wird.
Der Name David Hunter" ist wahrscheinlich sehr bedacht ausgewählt. Ich denke mir, dass der Vorname David etwas mit David und Goliath zu tun hat. Goliath ist das Dörfchen, das Vorbehalte gegenüber Fremden hat. (-> Hunter wird nicht aufgenommen). Der Nachname Hunter ist englisch und heißt auf Deutsch übersetzt Jäger. Er verdächtigt im Laufe der Geschichte, wie der Leser, auch einige Leute aus dem Dorf und er versucht der Polizei zu helfen.
Der Inhalt an einigen Stellen kann genauso wie das Cover beängstigen, da Maden, Käfer, Fliegen, Blut, Knochen und jede Menge toter Tiere vorkommen. Dennoch halte ich es für lesbar, da der Autor eine Grenze einhält.
Im Ganzen ist Die Chemie des Todes" ein sehr guter Thriller, durch den man auch etwas über die Gerichtsmedizin, Tatortanalyse und Forensik lernt, wobei der Inhalt auch glaubhaft ist.
Von anderen Rezensenten wurde das Buch nach der Herausgabe sehr kritisch betrachtet, da es von dem Verlag sehr hoch gelobt wurde (Die Wiedergeburt des Thrillers"), wobei Simon Beckett gar nichts dafür konnte.
Einige Rezensenten finden, dass sich dieses Werk nicht von anderen Krimis abhebt und Beckett nicht der große Wurf im Sinn einer absoluten Novität" gelang. Zum größten Teil aber wird das Buch sehr positiv bewertet.
Schlagworte anderer Rezensionen:
- Herbe Enttäuschung
- Alles vorhersehbar
- Allerweltskrimi
- Thriller, der den Namen verdient
- Beckett zaubert" von der ersten Seite an
- hervorragend recherchiert
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97 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. März 2008
Das im Stil eines Ich-Erzählers vertonte Buch braucht nicht lange um den Höhrer in seinen Bann zu ziehen. Die Einführung in die Geschichte um den ehemaligen Forensiker David ist schön kurz und kompakt und hält nicht unnötig mit ellenlangen Vorgeschichten auf. Der Einstieg in die eigentliche Story gelingt ebenso mühelos. Es ist eine Geschichte ohne viel Schnick-Schnack und verwirrende Exkursionen drumherum, mit einer herrlich klischeehaften Figur des Dorf-Pfarrers. Das kleine englische Dorf und die Charaktere bekommen alle einen sehr eigenen Charme verpasst, der sich auch über den gesamten Verlauf der Story nicht ändert oder unglaubwürdig wird. Enttäuschen muss ich die, die hoffen im Verlauf der Geschichte schon erahnen zu können wer der Täter ist; den ganzen Ausgang der Story zu erahnen ist nicht möglich, wer gut ist, wird aber die ein oder andere Ahnung am Ende bestätigt finden :-)
Abzuraten ist jedoch jedem, der ein Problem mit einer genaueren Beschreibung von Leichen hat. Mit fast schon ekliger Liebe zum Detail schildert der Sprecher den Zustand der gefundenen Leichen, nichts für eine blühende Fantasie die einen im Schlaf verfolgt. Ich persönlich fand es noch erträglich, da fallen mir spontan ein, zwei Höhrbücher ein die schlimmer sind, wobei ich zugeben muss nicht so empfindlich zu sein auf diesem Gebiet.
Trotz all dem Positiven gibt es nur vier Sterne: Die Geschichte startet und verläuft in einem Stil der mir gut gefallen hat, das Ende leider erinnert ein bisschen an einen Hollywood-Streifen. Es scheint fast so, als hätte der Autor am Ende Stoff gesucht um noch ein paar Seiten zu füllen (gemeint ist dabei aber nicht der Epilog)
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88 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Mai 2011
Zum Inhalt des Buches ist nahezu alles gesagt. Meine Rezension bezieht sich daher nicht auf den Inhalt, sondern auf die miserable Übersetzungsleistung, die sich der Rowohlt-Verlag hier anzukreiden hat. Wüsste man es nicht besser, man wäre fast zu unterstellen geneigt, es handle sich beim angegebenen Übersetzer um eine Übersetzungsmaschine.
Das gesamte Buch wimmelt nur so von sprachlichen Unzulänglichkeiten und seelenloser Übersetzungsqualität: fast jeder fünfte Satz besteht aus einem "hatte gehabt" oder "war gewesen". (Selbst umgangssprachlich wäre so etwas schwer erträglich; aber hier haben wir es nun in Druckform).
"... zum Wert eines Kunstwerks gehört auch die Perfektion seines Funktionierens", lehrt uns Umberto Eco [Quasi dasselbe in anderen Worten, S. 24]. Aber gerade dieses Funktionieren, das reibungslose Lesen, versagt vollends, wenn der Leser es mit Konstruktionen zu tun hat, die ihn stocken und grübeln lassen, ob man derartiges überhaupt in der eigenen Sprache "gelten lassen" kann.
Eine Kostprobe: In einer Szene des Romans werden zwei Hochzeichtskleider miteinander verglichen. Der englische Text (381)lautet: But the design, with its ornate panel of lace fleurs-de-lis on the front, was too distinctive to mistake. They were identical." Die deutsche Übersetzung (391): "Doch das Design mit den Lilien aus Spitze vorne war zu auffällig, um sich zu täuschen. Sie waren ganz gleich." Wahrlich, da wird einem alles ganz gleich.
Solche Übersetzungsleistungen sollte man einem Elfklässler um die Ohren hauen... Zudem ist es nicht nur eine maßlose Schweinerei dem Käufer, sondern auch eine Ungerechtigkeit dem Autor gegenüber.
So wie ein Kunde das Recht auf ein einwandfreies, also fachlich geprüftes Produkt hat, wenn er eine Stereoanlage oder einen Fernseher kauft, sollte man auch bei einem Buch das Recht haben, etwas als Altpapier zu deklarieren, wenn es als Produkt nicht "funktioniert". So wie eine Stereoanlage knacken und rauschen kann, so hat dieser Text in Übersetzung seltsame Hintergrundgeräusche, die einem den Spaß am Lesen und folglich am Gesamtwerk des Autoren versalzen. Der Rowohlt-Verlag sollte eine weitere, nun revidierte Fassung in Auftrag geben. Dem Kunden gegenüber wäre es nur gerecht.
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50 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Jawoll, endlich mal wieder ein Hörbuch, das mich voll und ganz gefesselt hat. Hier stimmt wirklich alles. Die Geschichte ist unheimlich spannend und gut erzählt, gewisse Sequenzen sind vor Spannung nur schwer zu ertragen ;-) Die Charaktere wirken lebendig, ihre Handlungen sind nachvollziehbar, das ganze Ambiente wirkt sehr authentisch, man kann sich wirklich sehr gut in die Geschichte "hineinfühlen".

Auch der Leser, Johannes Steck, ist hier in absoluter Höchstform, die Geschichte wird von ihm hervorragend und sehr lebendig umgesetzt, es macht Spaß, ihm zuzuhören. Da kann man dann auch die eine oder andere logische Ungereimtheit verkraften. Wie auch immer, der Gesamteindruck stimmt 100%ig, absolute Kaufempfehlung. Hier sind nur 5 Sterne möglich!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. August 2007
Wer die Gerichtsmediziner-Thriller der letzten Jahre verfolgt, dem fällt auf, daß sie sich zunehmend im Beschreiben des Schreckens zu überbieten suchen. Frei nach Motto: Was ekelt, wird gelesen. In Simon Becketts Roman steht mit David Hunter zwar auch ein Forensiker, aber Beckett teilt uns nur das Notwendige mit. Er verläßt sich auf die psychologische Beschreibung zunehmenden Mißtrauens und Angst in einem Dorf, das ihm dem Zugezogenen, der vor einem persönlichen Schicksalsschlag in die Anonymität geflüchteten Koryphäe seines Fachs mit der Enthüllung seines Geheimnisses zum Kreis der Verdächtigen zählt.

Die Verknüpfung von privater Flucht und dem Zwang, sich einem Psychopathen stellen zu müssen, ist gelungen und spannend erzählt. Wenn auch das Ende sehr dramatisch und in seiner scheinbaren Zufälligkeit konstruiert erscheint.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. August 2010
Als Dr. David Hunter seine Frau und seine kleine Tochter bei einem Unfall verliert, bricht für ihn eine Welt zusammen. Er gibt seine Arbeit als forensischer Anthropologe auf und zieht in das kleine Städtchen Manham, wo er als Hausarzt zunächst als Vertretung anfängt und sich einige Zeit später komplett in der Stadt niederlässt.

Inzwischen sind gut drei Jahre vergangen, seitdem er sich dort niedergelassen hat, als in einem Waldgebiet bei Manham eine schrecklich verstümmelte Frauenleiche gefunden wird. Ziemlich schnell wird klar, dass es nicht bei einem Opfer bleiben wird. Anfangs gegen seinen Willen, wird Dr. Hunter zusehens in die Ermittlungen hineingezogen. Dieser Fall fordert allerdings Hunters ganzes Fachwissen auf dem Feld der Anthropologie, so dass er bald mitten in den Ermittlungen steckt auf der Suche nach Hinweisen auf den Täter. Während Hunter noch nach eindeutigen Spuren sucht, verschwindet plötzlich eine zweite Frau...

Simon Beckett hat für seinen Roman "Die Chemie des Todes" extra die "Body Farm" in Texas besucht. Dieses abgesperrte und überwachte Gelände dient dazu, meist unbekannte Tote, unterschiedlichen Umwelteinflüssen auszusetzen und anhand der Verwesungsformen Rückschlüsse auf bspw. den möglichen Tötungszeitpunkt und -ort zu bekommen. Das auf der "Body Farm" erworbene Wissen hat Beckett umgehend in seinen Roman "Die Chemie des Todes" umgesetzt und so geht es schon von der ersten Seite an recht unappetitlich los. Was sicherlich den einen oder anderen Leser etwas verschrecken kann. Diese gewisse "Detailverliebtheit" zieht sich dann in regelmäßigen Abständen durch den Roman.

In Form seiner Romanfigur Dr. Hunter - schon fast traditionell eine vom Leben gezeichnete Persönlichkeit - lässt Beckett seinem "(Fach)wissen" in der Geschichte regelmäßig freien Lauf. Er verzichtet dabei stellenweise auf unnötige Umwege oder Nebenschauplätze. Ziemlich geradlinig lässt er seine Leser mit der Hauptfigur mitfiebern und bringt deren Eindrücke und Empfindungen näher. Beckett versucht den Leser dabei in die Gedankenwelt seines Protagonisten zu entführen. Was im größtenteils auch zurfiedenstellend gelingt, einen gewissen Hauch von Oberflächlichkeit bei der Figuren- und Charakterzeichnung durchzieht die Geschichte aber trotzdem. Spannend bleibt die Handlung sicherlich. Auch verzichtet Beckett sogar bis zum letzten Drittel auf unnötige Nebenschauplätze und weitesgehend auch auf Desinformationen. So dass er sich sprichwörtlich bis zur letzen Seite (fast) alle Überraschungen aufbewahrt und diese erst dann von der Leine lässt.

Aber unterm Strich fiel es mir auf den über 300 Seiten etwas schwer mit der Hauptfigur zu fühlen und gänzlich von der Geschichte gefesselt zu sein. Beckett versucht zwar, Dr. Hunter so etwas wie ein Seelenleben zu geben, es kommt aber meiner Meinung nach etwas unausgegoren herüber. Auch die Geschichte an sich - stehts spannend durch die wissenschaftliche Erkenntnisse - fehlt es abseits davon immer wieder an der gewissen Zugkraft. Es ist sicherlich Kritik auf hohem Niveau, aber abschließend reicht es für "Die Chemie des Todes" nur zu guten 4 Sternen.
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