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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Biographisch, individuell, witzig und dramatisch...
Nach Rocko Schamoni's Buch "Risiko des Ruhms", folgt mit "Dorfpunks" nun eine Reise zurück in seine Kindheit, Jugend und den wahnwitzig-grotesken Erlebnissen auf dem Weg des "erwachsen werden's" (in diesem Falle "beendet" mit der erfolgreichen Abschließung seiner Lehrzeit).
Angefangen von ganz frühen Erinnerungen, als er mit seiner Familie in das...
Veröffentlicht am 21. September 2005 von Alex

versus
30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Opa erzählt wieder vom Krieg...
Kinder, wie die Zeit vergeht… Die Punks sind alt geworden und erzählen von früher: Saufgelage, Stress mit Poppern und Faschos, viel Musik und manchmal auch Frauen. Man kennt das ja. So eine Bilanz kann sehr schnell peinlich werden, wenn die nötige Distanz fehlt. Rocko Schamoni schaffte es in diesem unterhaltsamen Buch aber gut, den Leser in die...
Veröffentlicht am 27. Februar 2006 von Nice2829


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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Opa erzählt wieder vom Krieg..., 27. Februar 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Dorfpunks (Taschenbuch)
Kinder, wie die Zeit vergeht… Die Punks sind alt geworden und erzählen von früher: Saufgelage, Stress mit Poppern und Faschos, viel Musik und manchmal auch Frauen. Man kennt das ja. So eine Bilanz kann sehr schnell peinlich werden, wenn die nötige Distanz fehlt. Rocko Schamoni schaffte es in diesem unterhaltsamen Buch aber gut, den Leser in die späten Siebziger/frühen Achtziger in der schleswig-holsteinische Provinz zu führen. Das ist alles sehr vorhersehbar und ohne großartigen Erkenntnisgewinn, aber auch…unterhaltsam.
Eben weil der alternde Ex-Dorfpunk seine Vergangenheit nicht allzu ernst nimmt, zieht sich ein angenehm entspannter Ton durch das Buch. Das Aufeinandertreffen von Punkszene und Dorfleben schafft einige lustige Momente. Und Schamoni hat auf jeden Fall (Achtung: schreckliches Wort…) street credibility.
Viel länger dürfte das Buch allerdings nicht sein, und am Ende freut der Leser sich mit dem Autor, dass dieser die tragisch-komische Provinz hinter sich lassen durfte. Ein bisschen erinnert das Buch an Heinz Strunks „Fleisch ist mein Gemüse“, erreicht aber nicht ganz dessen unglaublich witzige Höhen und todtraurige Tiefen. Dennoch: Unterhaltung und Erinnern mit einem Augenzwinkern – nicht mehr, aber auch nicht weniger bietet „Dorfpunks“.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Biographisch, individuell, witzig und dramatisch..., 21. September 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dorfpunks (Taschenbuch)
Nach Rocko Schamoni's Buch "Risiko des Ruhms", folgt mit "Dorfpunks" nun eine Reise zurück in seine Kindheit, Jugend und den wahnwitzig-grotesken Erlebnissen auf dem Weg des "erwachsen werden's" (in diesem Falle "beendet" mit der erfolgreichen Abschließung seiner Lehrzeit).
Angefangen von ganz frühen Erinnerungen, als er mit seiner Familie in das kleine Dorf Schmalenstedt (in Schleswig-Holstein) zog, und sich erstmals bei der dortigen Dorfjugend mit etlichen Mutproben behaupten musste, um überhaupt akzeptiert und respektiert zu werden.
Gefolgt von den Jahren, als der Hard-Rock und Heavy Metall (vor allem die Kultband AC/DC) das höchste der Gefühle war und man unbedingt genauso "hart und cool" sein wollte, wie die ganzen "Lederklamottenträger".
Allzu lange hielt diese Lebensdoptrine allerdings nicht an, denn dann kam Anfang der 80er Jahre auch der "Punk" nach Schmalenstedt... und Rocko war einer der ersten von ihnen (auch wenn er zu anfangs nichts wusste WAS "Punk" nun eigentlich sein sollte bzw. wofür er nun eigentlich stehen mag *gg*).
Ab hier beginnt der bisher wohl längste und aufregendste Abschnitt in Rocko's Leben... schliesslich wollte man ein "richtiger" Punk sein und dies heisst vor für ihn (und seine doch immer grösser werdende Truppe und Freunden von Punks): "Anit-sein, Saufen, viel und laute Musik, Schmutz & Dreck, Feiern und "Null-Bock auf alles erwachsene und spießige"
Das so ein Leben nicht immer ganz einfach ist, das zeigen die vielen allgemeinen und täglichen Probleme, mit denen zu Kämpfen war, wie z.B. Auseinandersetzungen und Prügeleien mit Nazis und Skins, Probleme in der Schule und den Eltern (bzw. mit Vorgesetzten allgemein), Fehleinschätzungen von den Wirkungen des Alkohols und der anderen Drogen (wie z.B. LSD)... und letztendlich auch die Lehrzeit (in diesem Falle als Töpfer), welche ihn innerlich m.u. am meisten zu schaffen machte und in den geschriebenen Zeilen diese ganze "innere Zerrissenheit" sehr authentisch und nachvollziehbar rüber kommt, welche zumeist zwischen "Agonie, Frust, Wut und Hilflosigkeit (Verschiebung der persönlichen Ideale und (Wert-)Vorstellungen)" schwankte.
Natürlich darf auch die Liebe (und deren Enttäuschungen) in diesem 200 seitigen Buch nicht fehlen... Sie ist schliesslich etwas, das jedem von uns begegnet und vor allem in der frühen Jugend (und bekanntlich nicht nur da! *gg*) zu so machen "Turbulenzen" führen kann (wie u.a. auch hier nachzulesen ist). ;)
Auch wird zu Ende hin, immer deutlicher welchen weiteren Weg Rocko später einmal einschlagen und gehen würde... denn die "Musik", zieht sich wie ein feiner, roter Faden durch das gesamte Buch und lässt einen bei so machen, frühen Liedtexten doch ein sehr breites Grinsen im Gesicht entstehen. :)
Fazit:
Obwohl es m.u. doch hier und da mal kleinere "Durchhänger" in den einzelnen Erzählungen gibt (insgesamt ist das Buch bei 200 Seiten in 48 "Unterrubriken" aufgeteilt), kann das Buch "Dorfpunks" wirklich als sehr gelungen bezeichnet werden, das wahrlich nicht nur Fans von Rocko Schamoni fesseln und begeistern wird!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für immer Punk möchte ich sein, für immer Punk!, 20. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Dorfpunks (Taschenbuch)
Alleine die Tatsache, dass ich für das 201 Seiten starke Buch von Rocko Schamoni "nur" wenige Tage benötigt habe, lässt auf die Qualität der Lektüre rückschliessen. (Ja für mich ist das ganz zügig!)

Es war eine sehr kurzweilige und unterhaltsame Lektüre, über eine Jugend auf dem Dorf Schmalenstedt in Schleswig-Holstein, bei der die Punk-Werdung nahezu die logische Konsequenz sein musste. Schamoni beschreibt sein Aufwachsen in dem kleinen Dorf, in das eines Tages die ersten Wellen der Punkbewegung schlagen. Wie er das Punk-Sein als sein Schicksal anerkennt und sich durch die jugendlichen Jahre voller Auflehnung und meist stillen Protest gegen Selbstbestimmung durch Eltern und Schule quält. Wie er Alkohol, Drogen und phasenweise Selbstzerstörung als Zeitvertreib und Wege zum Andersein wählt. Und wie er letzlich, nach erstem Unverständnis über frühere Punkkumpel, die der Bewegung durch die Liebe und das Erwachsenwerden verloren gehen, selber der ersten großen Liebe erliegt und ein möglicherweise anderes, selbstbestimmtes und freieres Leben nach einer dreijährigen Töpferlehre ausserhalb des Dorfes beginnt.

Bei mir hat Dorfpunks eine gewisse Sehnsucht nach früheren Zeiten und nach Jugend hervorgerufen. Ähnlich wie es mir bei Liegen lernen von Frank Goosen vor längerer schon ergangen war.

Und das ist, wenn überhaupt, mein einziger Kritikpunkt an dem Buch. Es ist nichts neues, sondern einfach nur ein weiteres, wenn auch wirklich gutes Buch, über das Erwachsenwerden und die 70er bzw. 80er Jahre.

Mir hat es gefallen und daher verdient Dorfpunks gute vier Sterne.

****

Ich konnte Rocko Schamoni auf der LitCologne in diesem Jahr hören, wo er aus seinem neuen Buch Sternstunden der Bedeutungslosigkeit, das im Mai erscheint, vorgelesen hat. Auch dieses erscheint mir empfehlenswert, auch wenn mein Urteil dadurch stark beeinflusst worden sein könnte, das Schamoni einfach eine sehr sympathische und lustige Erscheinung ist!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Saufende Dorfjugend, 24. April 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dorfpunks (Taschenbuch)
Die Sauforgien und Pubertätserfahrungen der SH-Jugendlichen unterschieden sich in nix von denen am Niederrhein.
Leider haben die Erfahrungen gar nichts mit Punk zu tun. Genauso lief/läuft auch der Wochen(-end)-Alltag von z.B. den Jugendlichen in der Freiwilligen Feuerwehr und im Schützenverein ab.
Das Prägende von Punk und das was dazu führt, dass man auch mit über 40 Jahren noch von der Denke her ein Punk sein kann, kommt leider viel zu kurz.
"Ein Blödmann sieht auch in einer Lederjacke wie ein Blödmann aus. Ein Punk bleibt auch im Anzug ein Punk." (sehr, sehr frei nach Peter Hein)
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Memories, 6. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Dorfpunks (Taschenbuch)
Aaach du süße Jugendzeit... Ein Entwicklungsroman, gelesen als Blaupause für die Erinnerungen der Jahrgänge 61 - 66. Für alle die *nicht* in dieser Szene (mehr oder weniger) aktiv waren: Hier wird euch schlussendlich erklärt, wie manche eurer Klassenkameraden 'getickt' haben, als sie mit 16 ohne Abschluss die Schule verliessen...

Und allen, die damals Clash den Vorzug vor Barclay James Harvest gaben -- hier darf man nochmal nachvollziehen, warum es sich

1. gelohnt hat, dass "Erwachsenwerden" um ein paar Jahr hinauszuschieben, 2. warum aus dem damaligen revolutionären Infragestellen eines langweiligen und heuchlerisch gewordenen Pop-Kulturkanons ("nur Dylan und Zappa zählen") wiederum ein langweiliger und dummer Pop-Kulturbegriff geworden ist ("alles geht")

Nein wirklich, das Büchlein liest sich ratzfatz weg. Es sind nicht "Wilhelm Meisters Lehrjahre" - aber es ist auch keineswegs so miserabel formuliert, wie es manche meiner Vorredner hier implizieren. Und es ist recht gut recherchiert (erinnert) - soweit ich das beurteilen kann (Immerhin hatte ich selbst mit einigen realen Protagonisten dieser "semi-Autobiographie" zu tun).

Give it a try
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sex, musik, prügelei und drogen!, 12. Juli 2006
Von 
Tabea Häcker (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dorfpunks (Taschenbuch)
ich bin im park/ich steh hier schmiere,/die andern sprühn/und ich sauf die biere./was ist denn das/hinter dem stein?/das können ja nur/200 bullen sein

(auszug aus dem "sauflied" der "dos amigos")

das sind die frühe 80er, yeah!

schamoni beschreibt in seinem buch "dorfpunks" auf witzige, amüsante, erfrischende und aufrichtige art und weise, wie roddy dangerblood (sein alter ego), geboren in einem 5000-seelen-dorf an der ostsee, vom dorfjungen zum dorfpunk wurde.

selten habe ich ein buch mit so viel freude gelesen, selten musste ich so lachen... schamoni schafft besonders eines in seinem buch: er legt dar, was wir alle schon lange befürchtet hatten, nämlich dass das gro der punkbewegung in deutschland (in großbritannien zu jener zeit schon lange wieder out) nicht aus politischer motivation entstand... nein - es ging nur darum, aufzufallen, zu provozieren, zu schocken und darum, anders als alle anderen zu sein, anders als die eltern, die spießigen geschwister, die hippies und die ökos, auszubrechen aus einer gesellschaft, die langweilte. es ging darum, rum zu prolen, zu saufen, party zu machen... schamoni skizziert, mit welcher kreativität und mit welchem enthusiasmus diese jugendlichen ihre neue existenz in die tat umsetzten und durchsetzten und wie andere auf sie reagierten (bei ablehnender haltung kann schamoni aus heutiger sicht sogar ein gewisses verständins aufbringen).

der roman "dorfpunks" versucht, ein bisschen 70er und 80er widerzuspiegeln und gibt uns einen einblick in die kleinstädtische punkbewegung... kurzum: es geht um sex, musik, prügelei und drogen! nicht mehr, nicht weniger!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Muss man erlebt haben, 2. September 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dorfpunks (Taschenbuch)
ist ansonsten alles nicht immer nachvollziehbar.
Rocko Schamoni beschreibt sein Leben als junger Mann in einem Kaff in Schleswig Holstein. Ist eigentlich nichts besonderes in dem Buch, außer dass der Eine oder Andere wissend nickt wenn er sich an seine Jugend erinnert. Erfrischend ist, dass er sich selber nicht ernst nimmt und das Buch ist teilweise eine Aufzählung witziger Anekdoten und durchweg gut geschrieben.

Wer die Zeit ähnlich miterlebt hat sollte sich das Buch kaufen, ansonsten kann die breite Masse ohne Bezug zu Punkrock mit dem Buch nicht viel anfangen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ausbruch aus Enge und Langeweile, 13. August 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Dorfpunks (Taschenbuch)
Seine Kindheit und Jugend als »OH-Sub«, ein »Ost-Holstein-Punk«, beschreibt Rocko Schamoni in seinem autobiographischen Roman »Dorfpunks«. In lakonisch unbehauenem Stil und uninteressiert an filigraner Sprache erzählt der 1966 geborene Autor von der Trostlosigkeit und tödlichen Langeweile des 5000-Seelen-Ortes Schmalenstedt an der Ostsee, die seinen Hang zur Suff und Gewalt förderte. Dort erhält er die ideale Grundausbildung für seine Punkwerdung, die sich im Bemühen um Anderssein und ein schmutziges und zerfetztes Äußeres zeigt. Zusammen gehalten aus einem Kitt von Alkohol, Drogen, Nikotin, Video und Gewalt gründet Schamoni »Die Amigos«, eine Zwei-Mann-Truppe, die sich mit Schlagern und Saufliedern interessant macht und meist den Auftakt für eine vollständige Zerstörung der Saaleinrichtung liefert. Daneben bestimmen Schulstress, Liebeskummer, der Traum von der großen Stadt und eine Töpferlehre das Leben des jungen Mannes, der sich heute als »Musiker, Lebemann und Autor« bezeichnet, verschiedene Alben veröffentlichte und Musiksendungen moderierte.

Die Lektüre von „Dorfpunks“ hinterlässt einen seltsamen Geschmack. Im Text wächst keine Persönlichkeit, die ein künstlerisches Ziel vor Augen hat und intensiv daran arbeitet. Es geht ausschließlich darum, aus Enge und Langeweile auszubrechen, um nach Hamburg oder Berlin zu kommen, wo ein selbst bestimmtes Leben lockt. Gleichwohl ist es ein einfühlsamer Rückblick mit Sinn für Komik und Tragik.

»Entschuldigung, es ging nicht anders«, schreibt der Autor zu seinem ungeschminkten Bericht und erklärt damit seine Punk-Haltung mit einer gewissen Zwangsläufigkeit.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Autobiographische Punkgeschichten........, 2. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Dorfpunks (Taschenbuch)
Schamoni beschreibt sein Leben als Punk in einer schleswig-holsteinischen Kleinstadt.
Ganz nett zu lesen, mehr aber auch nicht.
Als zur fast gleichen Zeit am nahe entfernten Ort Aufgewachsener kommen natürlich einige Erinnerungen hoch, auch wenn die Punkbewegung an mir gänzlich vorbeigegangen ist.
Der Roman ist eher eine Aneinanderreihung von Kurzgeschichten als ein komplexes Werk.
Fans der Punkszene werden vielleicht auf ihre Kosten kommen, das Buch bleibt jedoch nicht nachhaltig im Gedächtnis.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Landjugend, die andere Seite, 16. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Dorfpunks (Taschenbuch)
Man muß gar kein Punk gewesen sein, um sich in diesem Buch wiederzufinden, nicht einmal zwingend in Schleswig-Holstein aufgewachsen; als Stadtkind jedoch wird man so seine Schwierigkeiten haben. Wie war das noch, damals, in den Achtzigern, als man der dörflichen Ödnis und der elterlichen Obsorge zu entfliehen versuchte, indem man genau das tat, was verpönt war? Saufen, heimlich nachts in die nächste Dorfdisco trampen, in der Ortsmitte herumlungern und pöbeln, sich eine komische Frisur zulegen, mit den coolen Versagern abhängen, Punkrock (oder sonst was Wildes) hören - und sich doch den gesellschaftlichen Zwängen nicht entziehen können.
Selbst, wenn Schamoni nicht wirklich all diese Episoden selbst erlebte, hat er sie doch sinnvoll zu einem nachvollziehbaren Stück Jugend zusammengefügt. Er verzichtet gottlob darauf, sich selbst (also die Ich-Figur) zu einem Helden zu machen, was die Identifikation vereinfacht. Da fällt es am Ende sogar leicht, mit ihm erwachsen zu werden - kein Wunder, wenn man weiß, dass er tatsächlich Musiker wurde.
Der damals sogar in der Bravo erwähnte Schamoni, damals noch "King" Rocko, hat also tatsächlich Karriere gemacht, wenn auch nur im Untergrund, und ist derzeit auch noch Mitglied der anarchischen Telefonterrorgruppe "Studio Braun". Sein Gruppenkollege Jürgen Dose hat unter dem Alias Heinz Strunk ein ähnliches Buch veröffentlicht ("Fleisch ist mein Gemüse"), über eine Jugend in Harburg, nur ohne Sex und Drogen.
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Dorfpunks
Dorfpunks von Rocko Schamoni (Taschenbuch - 1. November 2005)
EUR 8,99
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