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259 von 275 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Aufstieg und Niedergang der menschlichen Zivilisation
In seinen bisherigen Romanen zelebriert der 1969 geborene David Mitchell seine Vorliebe für kunstvoll konstruierte Episodenromane. Spätestens seit "Wolkenatlas", seinem dritten Roman, feiern ihn die Feuilletons als einen der besten jungen englischen Schriftsteller seiner Generation.

"Wolkenatlas" ist geschickt aus sechs in sich geschlossenen...
Veröffentlicht am 8. Februar 2008 von e.f.

versus
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auf den ersten Blick interessant
Auf den ersten Blick ist David Mitchells "Wolkenatlas" interessant: verschiedene Schreibstile und Rechtschreibungen entsprechend der beschriebenen Zeit, Geschichten, die plötzlich aufhören und erst nach weiteren halben Geschichten fortgesetzt werden. Kann mich nicht erinnern, einen so aufgebauten Roman schon einmal gelesen zu haben.

Auf den zweiten...
Vor 16 Monaten von Andreas Thieme veröffentlicht


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259 von 275 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Aufstieg und Niedergang der menschlichen Zivilisation, 8. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Wolkenatlas (Taschenbuch)
In seinen bisherigen Romanen zelebriert der 1969 geborene David Mitchell seine Vorliebe für kunstvoll konstruierte Episodenromane. Spätestens seit "Wolkenatlas", seinem dritten Roman, feiern ihn die Feuilletons als einen der besten jungen englischen Schriftsteller seiner Generation.

"Wolkenatlas" ist geschickt aus sechs in sich geschlossenen Erzählungen aufgebaut, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. In der ersten Geschichte, dem "Pacifiktagebuch des Adam Ewing", begibt sich ein amerikanischer Notar im Jahr 1850 auf eine Südseereise. Auf den neuseeländischen Chathaminseln erlebt er, wie die Maori von den Kolonialherren drangsaliert werden. Mitten im Satz bricht die Erzählung ab und der Leser begegnet im Jahr 1931 dem verkrachten britischen Komponisten Robert Frobisher, der auf der Flucht vor seinen Gläubigern Zuflucht bei seinem alternden Komponisten-Idol in Belgien findet. In einer Anzahl von Briefen berichtet er einem Freund, wie er dem misanthropen Genie zu einem neuen musikalischen Schaffensrausch verhilft und nebenher auch dessen mannstolle Ehefrau beglückt. Auch Frobishers Briefe brechen ab und ebenso der grishameske Thriller "Halbwertszeiten - Luisa Reys erster Fall" in dem eine junge Journalistin im Amerika der 70er-Jahre einen Skandal im Milieu der Atomindustrie aufdeckt. In den weiteren Geschichten wird der extravagante Schundverleger Cavendish von seinem gehörnten Bruder in ein Sanatorium gesperrt, kämpft eine Klonarbeiterin im Korea des 21. Jahrhunderts um ihr Recht, ein Mensch zu sein, und wird ein Ziegenhirte in einem postapokalyptischen Hawaii Zeuge des Untergangs der letzten Überreste menschlicher Hochzivilisation.

Die letzte Geschichte fungiert als Wendepunkt des Romans, denn nun werden die vorhergehenden Gesichten in umgekehrter Reihenfolge eine nach der anderen zu Ende erzählt. Dabei ist jede der Geschichten wiederum in der vorhergehenden enthalten. So findet der klamme Frobisher in der Bibliothek seines Gastgebers eine Hälfte des gedruckten "Pacifiktagebuchs" und bittet seinen Brieffreund Sixsmith darum, einen Käufer für das Stück zu finden. Sixsmith ist vierzig Jahre später eine Schlüsselfigur in dem Atomskandal, den Luisa Rey in ihrem ersten Fall aufdeckt. Das Manuskript der "Halbwertszeiten" landet wiederum auf dem Tisch des Verlegers Cavendish, dessen verfilmte Memoiren schließlich in der Geschichte um den Klon Somni eine Rolle spielen.

Es ist eine wahre Freude, dem Uhrwerk des Romans beim Funktionieren zuzusehen. Aber die auf den ersten Blick durchsichtige Konstruktion hat ihre Tücken. Auf den zweiten Blick zeigt sich nämlich, dass Mitchell keineswegs vorhat, es dem Leser zu leicht zu machen. Was er dem Leser vorenthält ist die Instanz des allwissenden, zuverlässigen Erzählers. Die Protagonisten machen sich zwar ihre eigenen Gedanken über die Zusammenhänge, doch ihre Deutungen widersprechen sich. Der Leser kann ihnen nicht trauen.

Da ist zum Beispiel das kometenähnliche Muttermal, das alle Hauptfiguren gemeinsam haben. Die einen sehen darin ein Zeichen der Reinkarnation, die anderen tun diese Deutung als Unsinn ab. Indem der Roman seine Hauptfiguren gegenseitig zu ihren eigenen Rezipienten macht, verwischt der Autor Mitchell in bewährt postmoderner Manier konsequent seine Spuren und die klare Trennung von Realität und Fiktion.

Auch sonst bietet Mitchell alles, was das postmoderne Herz höher schlagen lässt. Der Roman sprüht vor intertextuellen Bezügen und Anspielungen. Im Gang durch 4 Jahrhunderte Menschheitsgeschichte findet Mitchell die für jede Epoche typische Gattung, vom naiv Reisetagebuch des amerikanischen Notars über das orwellsche Verhörprotokoll bis zur Rückkehr zur oralen Überlieferung einer postzivilisatorischen Kultur. Auch an launisch ironischer Selbstbezüglichkeit herrscht kein Mangel. So nimmt Frobishers revolutionäres (oder doch nur effekthascheriges?) Wolkenatlas-Sextett die Form des Romans vorweg. Der Schundverleger Cavendish wiederum stellt kategorisch fest: "Als erfahrener Lektor lehne ich Rückblenden, vorausgreifende Andeutungen und raffinierte Kunstgriffe ab, sie gehören wie Examensarbeiten über Postmoderne und Chaostheorie in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts."

Doch hinter Mitchells souveräner Formspielerei verbirgt sich ein ernsthaftes Anliegen. Und auch dieses wird im Roman angesprochen. Eine von Mitchells Figuren entwirft ein eigenes Zeitmodell, das sich von bekannten linearen oder äonalen Zeitbegriffen unterscheidet. Nach dem Modell der russischen Matrjoschka-Puppen werde jede Gegenwart von einer früheren Gegenwart umschlossen. Neben dem augenscheinlichen Hinweis auf die Struktur des Romans, verbirgt sich hinter diesem Gedankenexperiment die Vorstellung, dass der Niedergang einer Zivilisation in ihrem Aufstieg schon angelegt ist. Und von genau diesem Verfall erzählt Mitchell. Die Perversitäten die in der Antiutopie um den Klon Somni ausgeführt werden sind alle in der Gegenwart bereits angelegt. Die Euthanasien beispielsweise, in denen die "Konsumenten" (Neusprech für Bürger bzw. Menschen) ab einem gewissen Alter entsorgt werden, sind schon angelegt in Sanatorien wie dem, in dem sich Cavendish wiederfindet. Das Thema, das jede der Erzählungen in ihrer Weise intoniert, ist das vom Untergang einer Kultur durch dieselben Kräfte, die ihren Aufstieg ermöglichen. Immer geht es um Gier, Ausbeutung und Expansionsstreben. Nicht umsonst verkommt Edward Gibbons immer wieder auftretende "Geschichte vom Aufstieg und Niedergang des römischen Reiches" in der Abfolge der einzelnen Erzählungen schließlich zur Toilettenlektüre eines Schundverlegers.
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163 von 174 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationell - das beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe!, 28. August 2009
Von 
dingdong (Nähe Augsburg, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Wolkenatlas (Taschenbuch)
Sensationell - das ist das einzige Wort, das mir zu diesem Buch einfällt. Das Beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe! Schade, dass ich keine sechs Sterne vergeben kann, eigentlich müsste ich jetzt das meiste von dem, was ich in den letzten Jahren rezensiert habe, um einen Stern herabsetzen, um diesem Buch gerecht zu werden.

Selten habe ich erlebt, dass jemand zwei Qualitäten so in einem Buch vereint:
* das zu schreiben, was ich "große Literatur" nennen möchte und
* dennoch das abzuliefern, was neudeutsch "Pageturner" heißt, also ein Buch, das einen nicht mit dem Lesen aufhören lässt, weil man immer noch wissen will, wie es wohl auf der nächsten Seite weitergeht.

Zur Handlung fasse ich mich kurz, denn dazu ist hier bei Amazon an anderer Stelle schon etliches gesagt: der Autor erzählt sechs Kurzgeschichten in einem Band. Soweit wäre das nicht ungewöhnlich. Spannender wird es schon dadurch, dass alle Geschichten miteinander verwoben sind - mal mehr, mal weniger. So ein bisschen in der Art von Pulp Fiction, vielleicht ist Mitchell ja Tarantino-Fan?

Hier ein Kurzabriss über die sechs Geschichten:
* Das Pacifiktagebuch des Adam Ewing
ein bisschen wie die Abenteuergeschichten von Jack London oder Karl May, spielt auch in etwa zu dieser Zeit und ist in Tagebuchform erzählt

* Briefe aus Zedelghem
1931 schreibt der Komponist Robert Frobisher an seinen besten Freund etliche Briefe aus dem belgischen Exil - nicht nur über seine erotischen Wirrungen.

* Luisa Reys erster Fall
Ein Thriller rund um die Atomlobby und die Anti-AKW-Bewegung der USA in den 1970ern

* Das grausige Martyrium des Timothy Cavendish
Eine Mischung aus Thriller und Schelmenroman, dargeboten als Ich-Erzählung und angesiedelt irgendwann in unseren Tagen. Von der Handlung her ein bisschen wie "Einer flog über das Kuckucksnest".

* Sonmis Oratio
Ein (wie ich finde genialer) Science Fiction. Eine Jahreszahl wird nicht genannt, aber man könnte so ungefähr das Jahr 2150 vermuten. Die Konzerne haben die Herrschaft über die Welt. Es gibt keine Regierungen mehr, sondern einen "Vorstand". Klone sind die modernen Sklaven. Ein weiblicher Klon begehrt auf. Erzählt in der Form eines Verhörs dieses Klons nach seiner Verhaftung.

* Sloosha's Crossin' un wies weiterging
Spielt noch deutlich weiter in der Zukunft. Die Zivilisation ist so gut wie untergegangen. Wilde, unzivilisierte Stämme kämpfen gegen die, die sich einen Rest Zivilisation bewahrt haben. Das Ganze erzählt in einer wilden, unzivilisierten Sprache, wie es der Titel schon erahnen lässt.

Und dann das Ganze wieder zurück. Alle sechs Geschichten werden an einem bestimmten Punkt durch die nächste Geschichte unterbrochen und dann wird der Faden rückwärts wieder aufgewickelt, so dass das Buch wieder mit dem "Pacifiktagebuch" endet.

Allein schon diese Form des Erzählens finde ich einzigartig. Robert Frobisher komponiert in "Briefe aus Zedelghem" am Werk seines Lebens, dem "Wolkenatlassextett". Er beschreibt es so:

"'Sextett für einander überschneidende Solostimmen' (...). Klavier, Klarinette, Cello, Flöte, Oboe, Violine, jedes Instrument mit einer ganz eigenen Sprache aus Tonart, Melodik und Klangfarbe. Im 1. Satz wird jedes Solo vom nachfolgenden unterbrochen, im 2. setzen sich die unterbrochenen Soli in umgekehrter Reihenfolge fort."

Besser kann man die Struktur des Buches nicht umschreiben. Und Mitchell nimmt sich gleich selbst auf den Arm, indem er Frobisher die Frage stellen lässt: "Revolutionär oder effekthascherisch? Werde das erst erfahren, wenn es fertig ist, und dann ist es zu spät (..)" .

Ein Grundthema aller sechs Erzählungen ist die Freiheit. Ob es nun im "Pacifiktagebuch" um den unterdrückten Pazifikstamm der Moriori geht, in den "Briefen" um die fehlende materielle Freiheit des Küstlers, die Dominanz der Konzerne bei "Luisa Rey" und "Sonmis Oratio", die dort auch dargestellte Unterdrückung der Klone oder die der sanfteren, zivilierteren Völker durch die brutaleren in "Sloosha's Crossin'".

So endet das Buch auch (ich glaube nicht, dass das was jetzt kommt ein Spoiler ist, aber man muss ja an dieser Stelle nicht weiterlesen, wenn man nicht will) mit dem Entschluss des jungen Notars Ewing, sich den Abolitonisten (also der Antisklavenbewegung) anzuschließen und für die Freiheit zu kämpfen. Wissend, dass man ihm entgegenhalten wird, "dass dein Leben nicht mehr gewesen ist als ein Tropfen in einem grenzenlosen Ocean!" "denn was aber ist ein Ocean anderes als eine Vielzahl von Tropfen?"

Also ein hoffnungsvolles Ende, ein Appell, Verantwortung für den Tropfen zu übernehmen, den man selbst beisteuert.

Fazit:
Das Buch befasst sich mit wichtigen und interessanten Themenstellungen. Der Autor legt eine berauschende Sprachgewalt und Experimentierfreudigkeit an den Tag. Und er zieht den Leser in eine spannende Handlung hinein - was will man mehr?
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berührungen und Analogien über Jahrhunderte - noch besser als "Chaos", 15. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Wolkenatlas (Taschenbuch)
Hatte mich schon Mitchells Roman "Chaos" in seinen Bann gezogen, so finde ich, dass der "Wolkenatlas" qualitativ noch einmal darüber hinaus geht. Tatsächlich kann man ihn lesen als Sammlung einzelner, lose miteinander verwobener Geschichten. Und jede ist für sich genommen "ein guter kleiner Roman". Doch das macht noch nicht die eigentliche Faszination aus. Vielmehr passiert in dem Werk Folgendes: es wird Zeit aufgefaltet und wieder zugefaltet, von der Vergangenheit (Anfang 19. Jahrhundert) bis in die Zukunft (ca. 24. Jahrhundert) und wieder zurück. Auf dem Höhepunkt des Romans wird dies von einer der Romanfiguren (einem Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts) auch selbst reflektiert: er spricht dort über das Entfalten der Zeit "in Form eines V".

Der Zusammenhang zwischen den einzelnen zeitlichen Episoden ist kein logischer. Das heißt, es gibt keine durchgängige Handlungslogik, wie man das meist in Romanen kennt. Und doch sind die Zusammenhänge zwischen den einzelnen "Teilromanen" deutlich mehr als nur ein willkürlicher Zufall. Die Menschen in ihnen haben über die Jahrhunderte hinweg miteinander zu tun, auch wenn sie nichts voneinander wissen oder manchmal von ihren Vorgängern nur noch deren verbliebenen Symbole antreffen (das Schiff "Princess", welches auch im 20. Jahrhundert noch im Hafen von Buenas Yerbas liegt, die im 22. Jahrhundert als Klon entstandene junge Frau Somni, deren Legende sie 200 Jahre später zur Göttin der kleinen überlebende Zivilisation auf Hawaii gemacht hat). Und so weit die Schere der Zeit auch auseinanderklafft, da ist das gemeinsame Thema der menschlichen Gier, die Frage "Welche Kräfte setzen sich langfristig durch, und warum tun sie es?". Und dicht daran angeschlossen ist da immer wieder die Schilderung, wie Menschen andere Menschen abhängig machen und für ihre Zwecke ausnutzen.

In allen Romanteilen vorhanden ist die Frage: "Wie entsteht und wirkt Abhängigkeit, Sklaverei, Unterdrückung?" Scheinbar ist die Sklaverei im 20. Jahrhundert überwunden: es herrscht die Wirtschaft, Konzerne erzeugen neue Abhängigkeiten. Doch durch die Entwicklung der Gentechnologie entstehen dann die "gezüchteten Sklaven", die Klone. Und nach dem Untergang der Zivilisation findet selbst in den kleinen Überlebendengruppen erneute Sklaverei statt. Allerdings gespiegelt: denn jetzt sind es die "Wilden", welche die "Zivilisierten" versklaven. Im Kern aber ist dann auch diese Sklaverei der längst vergangenen gleich geblieben. Neben diesen "großen" Abhängigkeiten, geht es immer wieder auch um die individuellen Abhängigkeiten: eines Notars von seinem falschen Arzt, eines enterbten Komponisten von seinem reichen Vater und ebenso reichen Brotgebers, eines Sicherheitsangestellten von seinem Arbeitgeber, eines alten Mannes von den herrischen Pflegekräften zum Beispiel.

Das Symbol, welches alle Episoden am offensichtlichsten miteinander verbindet ist unscheinbar: ein kometenförmiges Muttermal, welches selbst bei dem Klon bzw. der Klonin nicht "weggenomiert" werden konnte. Und es sind die Träger dieses Symbols, welche sich in ihrer je eigenen Umgebung über die scheint's unüberwindlichen Gegebenheiten von Abhängigkeit und Unterdrückung hinwegsetzen: "Tropfen in einem Ozean voller Tropfen", so heißt es am Ende.

Zusammen mit der sehr gelungenen, fantasievollen, oft auch humorvollen Sprache halte ich das Buch für einen hervorragenden Roman.
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97 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Richtigstellung: Wolkenatlas Rechtschreibfehler, 14. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Wolkenatlas (Kindle Edition)
Weil hier immer wieder über die angeblichen Rechtschreibfehler in "Wolkenatlas" gesprochen wird.
Das sind keine Rechtschreibfehler, das ist Absicht. Es handelt sich dabei lediglich um eine altertümliche Orthographie, ein stilistisches Mittel, um der Zeit, in der der betreffende Text vermeintlich geschrieben wurde, gerecht zu werden
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wort- und bildgewaltige Erzählkunst vom Feinsten, 20. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Wolkenatlas (Taschenbuch)
unabhängig vom Sujet...

kleines Beispiel :"Zuweilen flitzt das flauschige Kaninchen Fassungslosigkeit so rasant um die Kurve, dass der Windhund Sprache perplex in der Startbox sitzen bleibt"

Ganz ganz große Literatur! Ideenreich, verspielt, bissig ironisch, voller herrlicher Wortneuschöpfungen, zum Nachdenken anregend, spannend, voller zeitgeschichtlicher Anspielungen... Nach der "Somni"-Episode mag man gar nicht mehr zu Mc Donalds gehen, ohne ein leichtes Grausen...

Chapeau Mr. Mitchell

PS: Und manche Rezensenten hier sollten erst mal ihr Gehirn einschalten oder das Buch aufmerksam lesen, bevor sie RECHTSCHREIPFEELER bemängeln ))
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Wert des Menschseins, 4. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Wolkenatlas (Taschenbuch)
Was ist es, was den Menschen zum Menschen macht? Diese philosophische Frage stellt sich David Mitchell und sucht in seinem fantasievollen Roman eine literarische Antwort. Am Beispiel von sechs Schicksalen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schildert er, wie sich die Idee wahrer Menschlichkeit wie ein Funke durch die Jahrhunderte trägt, immer wieder aufflackert, nie ganz erlischt. Mitchell erzählt beispielhaft, worin sich Menschlichkeit zeigt. Seine Helden müssen sich in ganz verschiedenen Situationen gegen Gewalt, Herrschsucht und Unbarmherzigkeit stellen, müssen sich als Menschen behaupten. Und wenn die Macht zur Übermacht wird, bleibt Ihnen manchmal nur die Flucht oder der Tod, um den kostbaren Funken zu bewahren.

Das poetische Bild vom Wolkenatlas löst beim Leser sofort Assoziationen aus: ein blauer Himmel, vor dem sich Wolkenberge türmen, mal sanft segelnd, dann wieder auseinander strebend, sich überlappend oder gar einander verschlingend. Wie ein Patchwork-Teppich mutet das an. Genauso hat David Mitchell seine Geschichten aufgebaut: zwar ist jeder Handlungsstrang in sich abgeschlossen, jedoch tauchen immer wieder Verweise auf die anderen Geschichten auf. Das vernetzt den Roman in sich, versinnbildlicht aber auch, dass unser Heute etwas mit dem Gestern und dem Morgen zu tun hat.

Das Patchwork-Prinzip findet sich auch als stilistisches Mittel des Romans: Da steht der bürgerliche Bildungsroman in Form eines Reisetagebuchs neben der klassischen Liebestragödie in Briefen, der spannende Umweltkrimi neben der aberwitzigen Pensionärskomödie, die technokratische Sciencefiction-Vision neben dem apokalyptischen Endzeitdrama. Mitchell schreckt auch nicht davor zurück, die Orthographie eines Textes der Sprache seines Helden anzugleichen. Das liest sich anfangs ungewöhnlich, ist aber wirkungsvoll. Ein weiterer dramaturgischer Einfall ist der Aufbau des Buches. Die Mehrzahl der Geschichten wird in zwei Teilen erzählt, was dem Leser ermöglicht, Motive der anderen Geschichten in der laufenden Erzählung zu entdecken und das Mit-einander-verwoben-sein der Schicksale zu erkennen.

Man kann darüber streiten, ob die Seelenverwandtschaft der Helden durch ein gemeinsames Mal hätte symbolisiert werden müssen, welches einen Eindruck von Reinkarnation vermittelt. Bemerkenswert dagegen ist, dass bei Mitchell nicht nur integre Charaktere zu Trägern der Menschlichkeit auserkoren sind. Jedem Mitglied unserer Gattung kommt die Aufgabe zu, das Wesen des Menschseins zu behaupten. Wohin die Menschheit abdriften könnte, wenn sie sich zur Schöpferspezies erhebt, zeigt Mitchell in seinen Zukunftsschilderungen. Aber auch dort bleibt noch ein Hoffnungsschimmer, solange sich Menschen noch einen Funken Humanität bewahren.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großer Zivilisations-Roman, 4. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Wolkenatlas (Taschenbuch)
Es beginnt mit Adam Ewing, einem Notar, der Mitte des 19. Jahrhunderts aus geschäftlichen Gründen per Schiff den Pazifik überquert. Eifrig hält er seine Erlebnisse und Beobachtungen auf See und an Land in seinem Tagebuch fest, trifft auf Kolonialisten und "Wilde" – bis die Aufzeichnungen abrupt abbrechen. Stattdessen beginnt ein neuer Teil des Romans, mit "Briefe aus Zedelghem" übertitelt, aus den 1930ern, und dem Leser dämmert langsam, dass dieses Buch sich wohl nicht an die klassischen Erzählstrukturen halten wird ...
In der Tat ist "Der Wolkenatlas" konstruiert wie eine Matroschka-Puppe: In jeder Zeitebene steckt eine darin verborgene Zukunft, und jede Zeitebene ist umgeben von einer Vergangenheit, die wiederum von ihrer Vergangenheit eingeschlossen ist. Insgesamt sechs Erzählstränge ergeben sich dadurch, sie reichen zeitlich vom besagten Ewing bis in eine post-apokalyptische Zukunftsvision, die nicht näher datiert ist. Jede Zeit hat ihren eigenen Protagonisten – und ihre eigene Erzählform: Vom Briefroman über den modernen Thriller bis hin zur klassischen Erzählung ist alles vertreten und stets auf die Thematik des jeweiligen Handlungsstrangs abgestimmt. Die Kunstfertigkeit, mit der David Mitchell die verschiedenen Formen meistert und einem im 50-Seiten-Takt neue Zeitebenen öffnet, ist schlicht beeindruckend.
Und doch ist "Der Wolkenatlas" nicht einfach nur ein Konzeptroman, der einen urgewaltigen Abriss der modernen Zivilisation bietet. Er ist auch eine geschickte Verflechtung von teilweise bewegenden, teilweise schlicht unterhaltsamen Einzelschicksalen; denn jeder Protagonist bekommt die Geschichte seines "Vorgängers" in die Hände. So liest beispielsweise der Komponist Robert Frobisher in den 1930ern besagtes "Pacifik-Tagebuch" und schreibt darüber in seinen Briefen, welche wiederum in den 1970ern einer jungen Journalistin in die Hände fallen usw. Was in einer Rezension verkopft klingen mag, verleiht dem Roman seinen endgültigen Schliff.

Geniales Konzept, beeindruckende Umsetzung, großartige Geschichte(n). Vermutlich der beste Roman, den ich je gelesen habe.

Und auch wenn es schon in anderen Rezis erwähnt worden ist: Nein, das Buch ist nicht voller Rechtschreibfehler. Im "Pacifik-Tagebuch" zu Beginn wird lediglich der Stil des 19. Jahrhunderts inklusive antiquierter Rechtschreibung bemüht, um den Abschnitt authentischer zu gestalten. Wie man das nicht kapieren kann, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.
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48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Raffiniert verwobenes Meisterwerk, 1. Januar 2007
Von 
Gilbert Schwartmann (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Wolkenatlas (Gebundene Ausgabe)
David Mitchells "Wolkenatlas" ist ein faszinierendes Stück Literatur. Und nicht nur das: Sie erhalten hier sogar sechs Geschichten in einem Roman. Diese Erzählstränge könnten bei Handlung, Zeit und Textstil kaum unterschiedlicher sein. Dennoch hat es David Mitchell geschafft, diese so unterschiedlichen Teile fein und raffiniert miteinander zu verweben. Selten findet man einen so vielschichtigen Roman, der so federleicht die großen Fragen unserer Zivilisation und Entwicklung anreißt.

Was hat eine koreanische Klon-"Duplikantin" mit einer jungen Journalistin aus dem Amerika der sechziger Jahre zu tun, die gerade einen Atomskandal aufdeckt? Oder was verbindet einen Naturforscher des 18. Jahrhunderts mit Robert Frobisher, einem moralisch manchmal fragwürdigen jungen Musiker, der in den 30er Jahren als Assistent eines verschrobenen belgischen Komponisten arbeitet? Seite für Seite erarbeitet der Autor hier mit dem Leser die Verbindungen - Charaktere, Reinkarnationen von Körpermerkmalen, gegenseitige Verweise... Es ist herrlich, wie sich die Fäden der Geschichten im Kopf zusammenfügen - und manchmal dann doch ganz anders wieder aufgewickelt werden.

David Mitchell setzt dieser genial-größenwahnsinnigen Verbindung von sechs Erzählsträngen mit einem formalen Kniff noch eins drauf: Durch eine von mir so bisher nie gesehene "Spiegelstruktur" der Geschichten im Buch, die nicht nur die Spannung steigern, sondern auch noch einige Extra-Volten in der Handlung erlauben. Denken Sie also nicht auf Seite 57, dass Ihr Buchexemplar ein Fehldruck sei (so ging es mir) - das ist so gewollt!

Einen Großteil seiner Faszination enthält das Buch durch die Übersetzung von Volker Oldenburg. Er hat den Witz und den eigenen Klang jeder Erzählung wunderbar ins Deutsche übertragen - selbst die groteske Sprache unserer heruntergekommenen Nachkommen in der Zukunft scheint ohne größeren Verluste ins Deutsche übermittelt worden zu sein.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auf den ersten Blick interessant, 8. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Wolkenatlas (Taschenbuch)
Auf den ersten Blick ist David Mitchells "Wolkenatlas" interessant: verschiedene Schreibstile und Rechtschreibungen entsprechend der beschriebenen Zeit, Geschichten, die plötzlich aufhören und erst nach weiteren halben Geschichten fortgesetzt werden. Kann mich nicht erinnern, einen so aufgebauten Roman schon einmal gelesen zu haben.

Auf den zweiten Blick ist "Wolkenatlas" jedoch nichts Halbes und nichts Ganzes: Schreibstile und Rechtschreibungen als Spiegel der jeweiligen Zeit überzeugen wenig, was vielleicht an der Übersetzung ins Deutsche liegt.

Wer Bücher gelesen hat, die Mitte des 19. Jahrhunderts erschienen und gedruckt sind, weiß was ich meine. Die 1970er Jahre waren nicht so, wie in "Halbwertszeiten" beschrieben, es ist nur die Vorstellung des 1969 geborenen Autors. Am meisten enttäuscht hat mich aber der Stil von "Sloosba's Crossin'".

Ich kann mir nicht vorstellen, daß, wenn es keine gesellschaftliche Ordnung im heutigen Sinne mehr gibt, "Akademiker" nicht mehr den "Ungebildeten" Vorschriften machen, die Schrift-Sprache weiterhin zwischen "das" und "daß" unterscheidet, Sprechende den Wem-Fall pflegen (statt "ich komme ausm Wald" wird man "ich komme ausn Wald" sagen), und vermutlich wird wieder "mus" geschrieben und statt "mußte" oder "musste" wieder "muste".

Diese Kritikpunkte wiegen jedoch nicht schwer. Hätte ich nur das zu beanstanden, würde ich mindestens vier Sterne vergeben.

Mit nur drei Sternen bewerten läßt mich die nicht wirklich vorhandene Verknüpfung der Geschichten sowie die fehlende Raffinesse.

Stellt man sich den Roman als sechs (nicht geteilte) Geschichten im gleichen Schreibstil vor, was passiert, wenn man sich auf den jeweiligen Stil eingestellt hat, verliert er viel von seiner Faszination, erzählt nicht selten derart, daß meine Augen im Text keinen Halt mehr fanden, meine Gedanken abschweifte. Oft fühlte ich mich wie in einem Gespräch, bei dem man dem anderen aus Höflichkeit zuhört. Aber zu einem Buch muß man nicht höflich sein.

Trotzdem möchte ich die Zeit mit "Wolkenatlas" nicht wissen. Aber wie oft auch im wirklichen Leben ist das Kennenlernen das Schönste gewesen. War eine unterhaltsame und angenehme Zeit, aber zusammen alt werden möchte man nicht.

Trotzdem (2) bin ich weit entfernt, "Wolkenatlas" nicht zu empfehlen. Meine kindliche Seele hat viel Freude gehabt: Endlich mal was Neues, nicht immer dieselbe Suppe der Alten! Der reife Leser, der ich aber auch bin, ist jedoch weit entfernt, den Roman als "Weltliteratur" bezeichnen. Zu wenig klingt er in mir nach.

Mit fünf Sternen hätte ich ausgezeichnet:
a) wenn die Geschichten länger gewesen wären (nach rund 55 Seiten mich immer wieder umzustellen, hat mir nicht gefallen; eine Kurzgeschichte muß man nicht noch halbieren) und
b) wenn ich das Wandern der Seelen durch die Zeit nachverfolgen und hätte spüren können, als würde ich mich an mein Leben vor 150 Jahren erinnern und fühlen wie es in hunderten Jahren sein wird.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sprachliches Genie - Thomas Pynchon in lesbar, 20. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Wolkenatlas (Taschenbuch)
In Zusammenhang mit diesem Buch bzw. dem Autor hört man Wörter wie "sensationell", "ein Meisterwerk" und "bester englischer Autor seiner Generation". Das ist für ein aktuelles Werk und einen noch lebenden Autor ungewöhnlich. Nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich das aber nur bestätigen.

Im Roman sind einige einzelne Geschichten kunstvoll miteinander verwoben. Das ist zwar unrealistisch, tut der Faszination des Stoffes aber keinen Abbruch. Die Zeitspanne erstreckt sich dabei von den 1850ern bis mehrere hundert Jahre in die Zukunft. Man beginnt also quasi in einem historischen Roman und liest irgendwann Sciene Fiction. Der Stil ist anspruchsvoll, aber wie ich finde immer erstaunlich flüssig zu lesen, zumal das Buch sehr fesselt.

Noch nie habe ich in einem einzelnen Buch ein derartige Bandbreite an Zeiten und Erzählstilen erlebt, z.B. gibt es auch einen Thriller und eine derbe Komödie. Er beweist ein gutes Gespür für Humor.

Die Unterbrechungen einer Geschichte sind meist sehr plötzlich, teilweise unverschämt. Ich kann nur allen raten trotzdem weiter zu lesen, man wird später dafür belohnt. Da nie direkt geschrieben wird wann eine Geschichte spielt, muss man sich mit den anfangs dünnen Hinweisen die Zeit herleiten, was enorm spannend ist.

Mitchell ist ein sprachliches Genie, für mich Thomas Pynchon in lesbar. Interessanter Weise ist der am schwersten zu lesende Teil des Romans von einem recht dummen Protagonisten in einer sehr simplen Sprache geschrieben. Allen die nicht nur die ganz leichte Kost lieben kann ich das Buch nur ans Herz legen. Es wird bestimmt nicht das letzte Buch des Autor sein was ich gelesen habe.

Hinweis für alle Filmfans
Der Wolkenatlas wird verfilmt von Tom Tykwer (Lola rennt, Das Parfüm) und den Wachowski Brüdern (Matrix). Als deutsche Produktion wird es mit einem Budget von ca. 100 Millionen der mit Abstand teuerste Film aus Deutschland werden. Verpflichtete Schauspieler: Tom Hanks, Halle Berry, Susan Sarandon, Ben Wishaw und angeblich auch Hugh Grant.
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Der Wolkenatlas
Der Wolkenatlas von David Mitchell (Taschenbuch - 1. November 2007)
EUR 9,99
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