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Die Brust
Format: TaschenbuchÄndern
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am 7. März 2003
Der Protagonist, seines Zeichens Literarturprofessor, verwandelt sich in diesem tragikomischen Werk in eine weibliche Brust mit den Ausmaßen eines erwachsenen Menschen. Es wäre jedoch kein echter Roth, würde uns da nicht eine gehörige Portion Sex, in Form von Kopfkino des Leidtragenden, erwarten. Der Autor gibt unter anderem auch zu verstehen, dass viele Personen mehr Probleme mit einer Behinderung, respektive einer Mutation wie in diesem Falle, haben, denn der Behinderte, respektive der Mutant, selbst.
Nicht schlecht, aber sehr kurz...
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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. April 1999
Philip Roth beweist einmal mehr sein Zeug zu einem großen Psychologen. Seine Vorbilder scheinen Dostojewksi, Gogol, Kafka und andere literarische Größen dieses Jahrhunderts zu sein. Roth hat sich in der "Brust" nicht weniger erfolgreich an einem Verwandlungsthema versucht. Schon äußerst komisch, wenn sich ein MANN, dessen Objekt der Begierde doch die weibliche Brust ist, sich eines Tages in eine ebensolche verwandelt sieht. Der Umwelt, wie Verwandten, Freunden und Pflegepersonal macht diese Verwandlung offenbar mehr zu schaffen als dem Verwandelten selbst. Süffisant, äußerst komisch und psychologisch nicht weniger tiefgründig als Gogols Nase oder Kafkas Verwandlung. Ein echter Lesespaß.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Es begann merkwürdig. Aber, wie auch immer der Beginn war, hätte es anders beginnen können? Natürlich heißt es, dass alles unter der Sonne merkwürdig beginnt und merkwürdig endet und merkwürdig ist: eine vollkommene Rose ist merkwürdig, wie auch eine weniger vollkommene, wie auch die ganz gewöhnliche rosafarbene Rose im Garten Ihres Nachbarn. Ich weiß Bescheid über den Blickwinkel, unter dem alles irgendwie furchteinflößend und geheimnisvoll erscheint."

So - weniger kafkaesk denn Edgar-Allen-Poe mäßig - beginnt Philip Roth kontrovers angehauchte Novelle über einen Literaturprofessor in den Dreißigern, der sich über Nacht in eine einzelne große weibliche Brust verwandelt sieht. Die praktischen Probleme lassen sich schnell beheben, der Fall wird als einfache "Krankheit" eingestuft, dem Patienten gut zugeredet. Aber es gibt natürlich existenzielle Probleme, die sich nicht so einfach unter den Tisch kehren lassen'

Ähnlich wie die im Buch erwähnten Vorbilder Kafka und Gogol beginnt Roth damit, dass er den Leser vor vollendete Tatsachen stellt, allerdings etwas langsamer, vielleicht im Versuch subtiler zu sein (aber auch mit abgeschwächter Wirkung; die Unmittelbarkeit und Phantastik der Metamorphose erreicht Roth damit nicht, was er vielleicht ja auch nicht wollte). Auch wenn Erklärungsversuche am Rande angedeutet werden und die rein physischen Problematiken auf Abstand gehalten werden, ist das Buch in einem realistischen Ton gehalten - darin liegt die Brillanz und gleichsam die Schwierigkeit des Buches. Gewiss, die Novelle ist nicht schlecht, hat wieder viele kleine Geschichten aus dem Leben des Protagonisten und viele Dialogismen und Ausflüge ins Reich der Erotik zu bieten (und ähnelt daher der etwas längeren Novelle, übrigens mit demselben Hauptcharakter, Das sterbende Tier). Aber was fehlt, oder eher, zu stark vorhanden ist, ist die Souveränität des Erzählers Roth. Viel zu konzentriert auf das Gelingen der Nachbildung der Gefühle eines Mannes der in eine Brust verwandelt wurde, übersieht Roth genau die Möglichkeiten, die Kafka und Gogol in solchen Texten vollbracht haben ' und bringt seine Idee somit unter das trockene Dach seiner im Hauptwerk immer beschworenen Ideen. Vielleicht ging es nicht anders.

Die Erzählung gerät aber somit zu einem ganz gewöhnlichen Roth Buch der ersten Phase seines Schaffens, in einer Kategorie mit Portnoys Beschwerden oder Mein Leben als Mann: Ein Ich-Erzähler lässt sich in einem Mittelweg aus Monolog und Darstellung über sich selbst, seine Existenz aus. Bis zum Kern der Problematik kommt das Buch nicht, Angesprochenes versiegt.

Trotzdem ist es kein schlechtes Werk, es ist ein weiterer Baustein im Werke Philip Roths; vielleicht sollte man einfach keine filigrane Meisterleistung erwarten. Es ist halt ein Short-Cut. Nicht mehr und nicht weniger.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Februar 2011
Da wacht also ein Mann eines Tages auf und ist eine knapp zwei Meter große weibliche Brust, die hören, sprechen - und vor allem fühlen - kann. Der Roth ist schon ein ziemlicher Schweinigel, aber das ändert nichts an dem Lesevergnügen. Es sind natürlich typische Männerphantasien, die er hier offenbart, und dennoch: Das Buch hat was. Es ist kurz, das ja. Aber ich denke, mehr hat dieser Stoff einfach nicht hergegeben. Für mich ein erheiterndes, schnell lesbares und daher empfehlenswertes Buch.
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