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109 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erlebnisse, die unter die Haut gehen
Katharina Elliger, Jahrgang 1929, stammt aus einer kleinen Stadt im Südosten des alten Oberschlesien. In ihrem Buch schreibt sie von ihrem Kinderalltag im Krieg, vom Tod des Vaters, vom Näherrücken der Front, von Flucht und Vertreibung, von russischer und polnischer Besatzung, schwerster Arbeit, Hunger, Hass, Gewalt, Demütigung und qualvollem...
Am 11. November 2004 veröffentlicht

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschichte greifbar, aber zu einseitig
Ich habe mir das Buch bestellt, weil sowohl mein Großvater als auch meine Großmutter aus ihrer schlesischen Heimat vertrieben wurden - ich wollte mehr darüber erfahren. Katharina Elliger ist in ihren Beschreibungen sehr detailliert, sie lässt einen teilhaben an ihren Erfahrungen. Allerdings habe ich beim Lesen "die andere Seite" vermisst, mir...
Vor 4 Monaten von Christina spill veröffentlicht


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109 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erlebnisse, die unter die Haut gehen, 11. November 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Und tief in der Seele das Ferne: Die Geschichte einer Vertreibung aus Schlesien (Taschenbuch)
Katharina Elliger, Jahrgang 1929, stammt aus einer kleinen Stadt im Südosten des alten Oberschlesien. In ihrem Buch schreibt sie von ihrem Kinderalltag im Krieg, vom Tod des Vaters, vom Näherrücken der Front, von Flucht und Vertreibung, von russischer und polnischer Besatzung, schwerster Arbeit, Hunger, Hass, Gewalt, Demütigung und qualvollem Lagerleben. „Noch heute atme ich den süßlich strengen Geruch des Todes."
Katharina überlebt, in Deutschland gelingt ein Neuanfang. Über ihre Erlebnisse spricht sie bald nicht mehr. „Es hatte so viel Unverständnis, so viel Missverständnisse darüber gegeben, dass ich es vorzog, über meine Vergangenheit, für die sich sowieso niemand interessierte, nicht mehr zu reden." Erst als Jahrzehnte später die mittlerweile erwachsenen Kinder Fragen nach Herkunft und Vergangenheit der Mutter stellen, befasst sie sich wieder mit ihrer Geschichte. Sie schreibt sie auf, für ihre Kinder, aber auch „für die nach mir Kommenden, in deren Verantwortung ich sie lege, damit sie sich nicht wiederhole".
Deutsche als Opfer des Zweiten Weltkrieges - das entspricht nach wie vor nicht der political correctness, auch oder gerade in Deutschland. Das weiß Katharina Elliger, aber das ist ihr egal. Sie will ihre Geschichte erzählen, so wie sie von ihr erlebt wurde, in klaren, einfachen Worten, ganz aus ihrer Sicht, aber ohne jede Wertung und Kommentierung. Und genau deswegen nehmen ihre Schilderungen gefangen, gehen sie unmittelbar unter die Haut. Eine politische Einordnung versucht Katharina Elliger nicht. Nur einmal äußert sie verhalten: „Manchmal wünschte ich mir jemanden, der mir bestätigt, dass alles wirklich so war, und anerkennt, wie schlimm es war." Was ein Pfarrer in einem deutschen Gottesdienst in Schlesien in seiner Predigt über Kain und Abel sagt, das ist wohl auch ihre Meinung: Wenn Deutsche und Polen Unrecht als Unrecht benennen würden, wenn sie darüber reden, ihre Positionen gegenseitig anerkennen und akzeptieren könnten, dann wäre Versöhnung möglich. Ein mutiges und ein notwendiges Buch!
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51 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Arme Schlesier, arme Flüchtlinge, 20. April 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Und tief in der Seele das Ferne: Die Geschichte einer Vertreibung aus Schlesien (Taschenbuch)
Da auch meine Familie aus Schlesien fliehen musste, war dieses Buch wie für mich geschrieben. Ich konnte mich in das unaussprechliche Leid dieser Menschen eindenken. Die Autorin beschreibt all die Grausamkeiten, ohne Schuldzuweisung oder Sensationslust. Ich habe das Buch nun schon 2x gelesen. Es ist absotut empfehlenswert, auch und besonders für schlesische Nachkommen. Erst jetzt weiß ich, was auch meine Eltern für furchtbares Leid erfahren haben. Sie konnten nie darüber sprechen und nun ist es zu spät. Ein Dank an die Autorin für ihren Mut die Orte der Grausamkeiten auch nach dem Krieg aufzusuchen und den Leser daran teilhaben zu lassen.
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111 von 119 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Opfer als solche anerkennen, 27. Dezember 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Und tief in der Seele das Ferne: Die Geschichte einer Vertreibung aus Schlesien (Taschenbuch)
Ich gehöre zur Enkelgeneration einer aus dem früheren Schlesien vertriebenen Familie. Mich haben die Geschichten der "Vertriebenen" früher nie sonderlich interessiert. Wenn ich von Schlesiertreffen hörte, stellte ich mir langweilige Folkloreveranstaltungen vor - garniert mit einigen Revanchistenreden irgendwelcher Funktionäre.
Erst seitdem ich selbst eine Tour durch Polen gemacht habe und die Kindheitsschauplätze und schönen Städte wie Breslau selbst vor Ort gesehen habe, habe ich eine Beziehung zu Schlesien entwickelt und plötzlich interessiert mich die Vertriebenengeschichte brennend. Ich habe einen neuen Zugang bekommen, weil ich alles Politische beiseite wische - da reden mir zu viele rein, nicht wissen (wollen), wovon sie reden. Sowohl die Überlieferungen aus der eigenen Familie als auch viel Recherchiertes und Gelesenes helfen dagegen, sich die persönlichen Erlebnisse, die Schocks, wie der Terror über dörfliche Idyllen hereinbricht, die brutale Gewalt der Soldateska, die Entbehrungen, Todesängste, Verluste und gefühlsmäßige Abstumpfung ein wenig nachzuvollziehen. Und danach der schnelle Umbruch, Frieden und Freiheit in einer neuen Welt im Westen - wo man als Eindringling empfangen wird und wieder ganz bei Null anfangen muss. Kaum zu glauben, dass Westdeutsche die Vertriebenen mit Desinteresse und Hochmut empfangen hatten. Wie ungleich doch die Schicksale waren: Sowohl, was die verschiedenen Gesellschaftsschichten anging als auch die zufällige Region, in die man geboren wurde.
Frau Elligers Buch ist das persönlichste, verständlichste, was ich bis jetzt zum Thema gelesen habe. Sie schreibt in einfachen Worten und Sätzen und so plastisch.
Meine Erkenntnis daraus: Echte Versöhnung kann nur stufenweise erfolgen. Die erste Stufe ist, ein Opfer -gleich auf welcher Seite- als Opfer anzuerkennen. Das würde ich sogar als Menschenrecht bezeichnen. Die Vergeltungsrhetorik der Alt68er erweist sich als so menschenverachtend, weil sie über institionelle, große Politik einen Saldo bildet - und überhaupt nicht berücksichtigt, dass einige immer nur Opfer und einige immer nur Täter gewesen sind. Einige waren während der Nazidikatur an den Hebeln und nach dem Krieg schnell wieder im Wohlstand. Während die unteren Schichten sowohl als Arbeiter, als Soldat als auch in Gefangenschaft, als Vertriebene und später in der neuen BRD oder DDR wieder ganz unten sich wieder fanden.
Es gibt noch eine Menge zu verstehen in unserem Land. Wenn wir die ersten Schritte im persönlichen nicht machen, dann brauchen wir für die Großwetterpolitik überhaupt keine Pläne zu entwickeln. Dann geht das neue Europa haarscharf an den Empfindungen und Geschichten seiner Bürger vorbei.
Und wie gesagt: Das halte ich für ein zutiefst menschliches Bedürfnis, einander seine Geschichten zu erzählen und als Opfer anerkannt zu werden. Das hat nichts mit Revanchismus zu tun und sollte Revanchisten auch nicht überlassen werden. Das ist im ersten Schritt Privatangelegenheit.
Danke für dieses Buch, das ich wirklich weiter empfehlen kann.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und tief in der Seele das Ferne:Die Geschichte einer Vertreibung aus Schlesien, 10. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Und tief in der Seele das Ferne: Die Geschichte einer Vertreibung aus Schlesien (Taschenbuch)
Diese Geschichte der Vertreibung der Katharina Elliger hat mich von Anfang bis Ende gefesselt.Wer selbst nicht,wie millionen Anderer,seine Heimat unter widrigsten Umständen verlassen musste,bekommt hier beim Lesen des Buches das Gefühl hautnah dabei gewesen zu sein.Einziger Negativpunkt:Leider nur 248 Seiten.Man hätte gern länger daran gelesen.Mein bestes Taschenbuch seit Langem.Einfach eine großartige Autorin. Klaus-H.Pohl
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Buch, 1. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Und tief in der Seele das Ferne: Die Geschichte einer Vertreibung aus Schlesien (Taschenbuch)
Als Nachkomme einer aus Schlesien geflohenen Familie, muss ich sagen, dass dieses Buch mir einen völlig neuen Eindruck gewährt hat. Es gibt soviele Dinge, von denen mir auch meine Uroma nichts erzählt hat und es wahrscheinlich auch nicht wollte...
Sehr empfehlenswert!
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44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Apokalyptische Zeit für alle, die's miterlebten, 9. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Und tief in der Seele das Ferne: Die Geschichte einer Vertreibung aus Schlesien (Taschenbuch)
Es geht um die letzten Monate des zweiten Weltkrieges, um die Flucht der Deutschen aus Schlesien angesichts der anrückenden Roten Armee.

Elliger schildert ihr eigenen bitteren Erfahrungen, das Schicksal ihrer Familie und der Menschen, die zu ihrem engeren Umkreis gehören.

Es ist der Winter des beginnenden Jahres 1945, der Zusammenbruch der Ostfront kündigt sich an, immer wieder tauchen auf der Straße Fremde auf, manche werden für kurze Zeit aufgenommen. Sie selbst verschließen die Augen vor der drohenden Gefahr. Sich auf den Weg machen, ja, das sollte man eigentlich. Aber andererseits ... Erst spät entschließen sie sich zur Flucht. Fast zu spät.

In der Massentragödie gehen Einzelschicksale unter. Den Zusammenbruch, in dem alle menschlichen Werte verloren gehen, zeichnet Elliger in einfachen, erträglichen Sätzen nach. Es scheint, als wolle sie den Leser schonen. Fast möchte man ihr dafür danken.

Ein Buch, das einen nachdenklich und verlegen macht - angesichts der eigenen unbeschwerten Kindheit und des überbordenden Konsumangebots.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch für die Erinnerung, 23. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Und tief in der Seele das Ferne: Die Geschichte einer Vertreibung aus Schlesien (Taschenbuch)
Dieses Buch hatte ich mal meiner Mutti geschenkt. Sie war aus Schlesien und im Januar 1945 auf der Flucht, da war sie 15 Jahre alt. Sehr oft erzählte sie mir davon. Nie konnte sie sich damit abfinden und ich konnte ihr am Anfang nur zuhören und später waren wir gemeinsam zweimal in ihrer "alten Heimat".Und trotzdem das sie zweimal wieder da war konnte sie dies nicht wirklich verarbeiten, so schlimm muss es wohl gewesen sein. Dann fand ich dieses Buch und dachte hier wird beschrieben was auch ihr passiert war, vielleicht kann sie sich somit mit "jemanden unterhalten" dem gleiches geschehen war. Als sie beim Lesen des Buches war, lies sie mich wissen, das es ein sehr eindringliches Buch ist und das es sehr unter die Haut geht aber auch das sie noch vieles so in Erinnerung hatte.
Sie las das Buch zweimal. Danach liesen ihre Erzählungen nach, sie konnte wohl nun mit der schlimmen Erinnerung abschließen.
Sie würde es sicherlich sehr empfehlen.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen aufwühlend, erschütternd ....., 4. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Und tief in der Seele das Ferne: Die Geschichte einer Vertreibung aus Schlesien (Taschenbuch)
Meine Großeltern stammen aus Großwartemberg, in der Nähe von Schlesien und als ich den Titel des Buches las, hielt ich es fast für meine Pflicht mir dieses Buch zu kaufen. Es geht wirklich sehr unter die Haut und man mag sich nicht wirklich vorstellen zu welchen Taten "Menschen" wirklich fähig sind.
Es hat mich sehr aufgewühlt aber ich empfehle wirklich jedem sich damit auseinanderzusetzen auch oder gerade weil wir solche schrecklichen Sachen nicht erlebt haben.
Man wird demütiger und dankbarer dass man eine behütete Kindheit erleben durfte.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, doch das letzte Kapitel als sie viele Jahre später nochmal in ihre Heimat zurückreist, auch um vieles aufzuarbeiten, war mir zu lang und ausgeprägt.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar geschriebenes Buch, 12. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Und tief in der Seele das Ferne: Die Geschichte einer Vertreibung aus Schlesien (Taschenbuch)
Ein sehr gut geschriebenes Buch mit erschütternden Erlebnissen, die keinesfalls verbittert aber authentisch beschrieben sind. Es hat mich sehr berührt!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich selber war 8 JÄHRIG., 30. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Und tief in der Seele das Ferne: Die Geschichte einer Vertreibung aus Schlesien (Taschenbuch)
Wenn man die II. Weltkrieg erlebt hat, ist das Buch doppelt interessant.
Unerträgliche Belastung ist einfach da: Ausgeliefert dem Schicksal.
Erwachsene töten einander und mich fragt niemand, was ich für wünsche
habe! Ich muss zufrieden sein,wenn meine Mutter nicht vergewaltigt wird.
Jüngere Generation solche Dimensionen können kaum vorstellen.
Ich sollte meine Erinnerungen in 2-3 Bänder auch schreiben.
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Und tief in der Seele das Ferne: Die Geschichte einer Vertreibung aus Schlesien
Und tief in der Seele das Ferne: Die Geschichte einer Vertreibung aus Schlesien von Katharina Elliger (Taschenbuch - 1. September 2004)
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