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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltbewegend
Es handelt sich hierbei um ein Buch, das man nach dem Lesen entweder völlig angewiedert oder völlig begeistert in den Bücherschrank stellen wird.
Inhaltlich geht es um Malodoror, einen Mann, der voller Hass gegen Gott ist und diesen für die Erschaffung der Menschheit strafen will.
Maldoror hasst aber nicht nur Gott und die Menschen, sondern...
Veröffentlicht am 13. Februar 2008 von Vanessa S.

versus
8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rachephantasien eines Verachteten
Zwar gilt dies Buch als ein "Klassiker der schwarzen Romantik", doch empfinde ich es eher als unausgereifte Klagepoesie denn als lustvolle Sadistenliteratur. Lautréamont sucht, das Übel der Welt zu vergolden (= "Maldoror"), nicht aber die Qual als Mittel der Lustgewinnung einzusetzen. Eigentlich würde er gern lieben, aber er kann es angesichts des...
Veröffentlicht am 20. Juli 2011 von Basileus Bibliophilos


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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltbewegend, 13. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Gesänge des Maldoror (Taschenbuch)
Es handelt sich hierbei um ein Buch, das man nach dem Lesen entweder völlig angewiedert oder völlig begeistert in den Bücherschrank stellen wird.
Inhaltlich geht es um Malodoror, einen Mann, der voller Hass gegen Gott ist und diesen für die Erschaffung der Menschheit strafen will.
Maldoror hasst aber nicht nur Gott und die Menschen, sondern auch sich selbst, was er auf sado-masochistische Weise auslebt.
Lautréamont erzählt in "Die Gesänge des Maldoror" die Geschichte dieser außergewöhnlichen Person auf der einen Seite auf sehr grausame und ekelhafte Weise und auf der anderen Seite wiederum mit sehr viel Ästhetik.
Wie bereits angedeutet, handelt es sich bei diesem Werk um ein Buch, das wirklich polarisiert. Ich persönlich gehöre zu den großen Bewunderern dieser tollkühnen Schrift und empfehle jedem, sich sein eigenes Urteil darüber zu verschaffen.

Eine weitere Anmerkung möchte ich noch zum Buch selbst machen: Es ist wirklich eine ausgesprochene Frechheit, dass im Text einige Fußnoten sind, diese aber NIRGENDS ausgeführt werden!! Es tauchen kleine Zahlen über gewissen Wörtern auf, haben dann aber im Endeffekt keine Erläuterung.

Abgesehen von diesem kleinen Malheur, möchte ich das Buch mit den Worten Leon Bloys jedem ans Herze legen, der es 1890 als das Werk eines Verrückten, aber auch als das eines wirklich großen Dichters bezeichnete.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die surreale Sonne des Bösen, 14. Juli 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Gesänge des Maldoror (Taschenbuch)
Lautréamont hat uns mit seinem Maldoror - der nicht zufällig in sechs Gesängen, die wiederum in sechs Abschnitte untergliedert sind, das Böse schlechthin besingt - einen Antihelden beschert, der ebenso viele Menschen polarisierte wie inspirierte: Amedeo Modigliani, italienischer Maler und Bildhauer, pflegte dieses Buch, quasi als Bibel, mit sich herumzutragen und laut daraus zu rezitieren; die surrealistische Bewegung zeigte sich Jahre nach der Erstveröffentlichung begeistert von der bizarren Bildgewalt des Buches; andere wiederum legten das Werk angewidert aus der Hand.

Maldoror ist die Sonne des Bösen, "Aurore du Mal", und zieht all jene an, die "das Böse" an sich suchen. Doch wer eine Metzelorgie a la "Die 120 Tage von Sodom" oder ähnliche Leckereien aus der de Sade'schen Ecke erwartet, wird hier eher enttäuscht. Es folgt keine Greueltat nach der anderen, obwohl einige Szenen von Blut triefen und an Ekelhaftigkeit kaum noch zu übertreffen sind, es steht noch etwas anderes im Mittelpunkt: Der Selbsthass, die Selbstverzweiflung, die Verneinung Gottes als sein Widersacher. Lautréamont erschafft mit Maldoror ein völlig neues Bild des Satans: Kein Blender, kein geschickter Verführer steht vor uns, auch nicht der tragische Held vom Format eines Luzifer aus Miltons "Paradise Lost" - sondern ein Wesen, das andere im vollen Bewusstsein seiner selbst quält und wieder gequält werden will, trotz seiner Bösartigkeit auch der positiven Betrachtung der Dinge fähig ist, die es bewundert. Er hat sie in die Bildsprache seiner Welt umgedeutet, umformuliert. Und gibt ihnen damit ein neues, verzerrtes Gesicht, das nicht immer verstanden werden kann.

"Die Gesänge des Maldoror" ist kein Buch für kurzweilige Stunden, es beansprucht die ganze Aufmerksamkeit des Lesers.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von unsagbarer sprachlicher Schönheit, 3. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Gesänge des Maldoror (Taschenbuch)
ist dieses Werk mir bis heute (5 Jahre nachdem ich es tatsächlich gelesen habe) noch immer in Erinnerung. Lautreamont bedient sich einer geballten Metaphorik die in ihrer Art und Weise niemals tatsächlich zu interpretieren sein wird. Was dieser Mensch im zarten Alter von Anfang 20 zu Papier brachte lässt sicher mehr über ihn selbst als über das eigentliche Werk mutmaßen. Die wunderschön ekelhafte Geschichte eines Menschen dem weitaus weniger vergönnt war als wir, die heute über diese Schrift urteilen, uns jemals erdenken könnten. Nicht mehr und nicht weniger. Dieses Buch ist sicherlich Geschmackssache und in seiner spezifischen Ästhetik nicht jedermann zugänglich. Wer sich jedoch mit der Bösartigkeit Maldorors anfreunden kann wird dieses Buch (auf sadomasochistische Art & Weise) lesen und lieben lernen.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sadistische Poesie, 24. Januar 2008
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Gesänge des Maldoror (Taschenbuch)
Ich hatte keine Ahnung, was ich von diesem Buch erwarten sollte, doch es hat mich tief beeindruckt. Es ist schockierend ehrlich, offeherzig grausam, zeitlos und wiederlich schön. Die Gesänge bezaubern immer auf's Neue und die unschuldige Bosheit die Maldoror, diesem offensichtlich unwürdigen Gott zukommen lässt, ist erfrischend und belustigend. Obwohl nicht ganz einfach zu lesen, kann man das Buch nicht zuschlagen, ohnen einen angefangenen Gesang bis zum Ende zu lesen. Besonders für Zweifler, E.A Poe-Fans und Sadisten wird dieses Buch ein Genuss.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rachephantasien eines Verachteten, 20. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Gesänge des Maldoror (Taschenbuch)
Zwar gilt dies Buch als ein "Klassiker der schwarzen Romantik", doch empfinde ich es eher als unausgereifte Klagepoesie denn als lustvolle Sadistenliteratur. Lautréamont sucht, das Übel der Welt zu vergolden (= "Maldoror"), nicht aber die Qual als Mittel der Lustgewinnung einzusetzen. Eigentlich würde er gern lieben, aber er kann es angesichts des allgegenwärtigen Unguten nicht: "Gott, (...), dich rufe ich an: zeige mir einen Menschen, der gut ist!" Aber Gott zeigt ihm keinen solchen Menschen. So würde er wenigstens viel lieber der Welt vergeben, ist aber dazu noch nicht reif.
Zu ihm kommt nachts auf einem Friedhofe ein schönes nacktes Weib und legt sich zu seinen Füßen nieder. Die Stimme des Glühwurms Moral gebietet ihm, einen Stein zu nehmen und das weibliche Wesen zu töten, denn dessen Name sei: Prostitution. Aber statt zu gehorchen, nimmt er mit rasendem Zorn im Herzen den Stein und zerschmettert den Glühwurm. "Wehe,", rief das schöne nackte Weib. "Was hast du getan?" Er antwortet: "Ich ziehe dich ihm vor, weil ich Erbarmen mit den Unglücklichen habe. Es ist nicht deine Schuld, wenn die ewige Gerechtigkeit dich geschaffen hat." Spricht sie: "Nur du und die gräßlichen Ungeheuer (...) verachten mich nicht. Du bist gut. Adieu, du, der du mich geliebt hast!" Er: "Adieu! Ich werde dich immer lieben! ... Von heute an gebe ich die Tugend auf."
Liest sich dies nicht wie eine Paraphrase der nicht statt gefundenen Steinigung der in flagranti ertappten Ehebrecherin (Joh 8, 2-11)? Auch der Maldoror steinigt nicht die "Hure", sondern erbarmt sich ihrer und erklärt ihr seine Liebe. Aber statt dies einem "Pharisäer" oder dem "Glühwurm" zu erklären, steinigt er ihn. Die unvollständige Vergebung kämpft noch gegen die Stimmen der wenn auch heuchlerischen Moral: statt auch ihr zu vergeben, entsagt er der angeblichen Tugend, die doch nur ein öffentliches Phantom ist. Dieser Kampf aber ist das Schwarze der bunten "Romantik" dieses Buches.
Leider starb Isidore-Lucien Ducasse (so Lautréamonts eigentlicher Name) nach diesem Erstlingsroman, ohne die Vergebung oder die Liebe zu finden.
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12 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bilderrausch und Fieberwahn, 17. September 2000
Rezension bezieht sich auf: Die Gesänge des Maldoror (Taschenbuch)
Selbst heute noch ein verstörendes Buch. Zum Teil erweckt es den Anschein ganz dem Unterbewußtsein entsprungen zu sein - ohne korrigierende Eingriffe des Autors. Die stark symbolhafte Sprache und die durchgängige Verwendung skurriler - teils grausamer - Metaphern und Gewaltphantasien machen es nicht unbedingt zu einem leicht lesbares Werk. Ein bemerkenswertes Buch. Auch von hohem literaturhistorischem Wert.
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2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schreie der Welt, 20. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Gesänge des Maldoror (Taschenbuch)
Das Kind kommt auf die Erde,es wird erwachsen,bekommt wiederum Kinder und stirbt dann.
In der Zeit in der es auf dieser Kapitalismusverseuchten Erde die nur den Egomanen formt nimmt es sich was es kriegen kann.
Kein positive Licht des Schöpfers scheint in die Welt zu dringen,Krankheiten,Todesfälle usw.kommentiert der Autor in einer Ode des Weltschmerzes.Teilweise realistisch dargestellt,jedoch sehr traurig das seine Hauptfigur nie die Möglihkeit des wenn auch durch den Tod der am Endes des Lebens steht fatalistischen Daseins nie die Möglichkeit erkennt gutes zu tun.
Wie auch immer,eine fantastische Ode an die dunkle Seite die zum Nachdenken in userer Gesellschaft anregt.
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0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Puhhh.............., 5. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Gesänge des Maldoror (Taschenbuch)
Das vorliegende Werk erscheint mir als etwas dröge und konstruiert. Oft kann ich den Gedankensprüngen des Autors gar nicht folgen oder frage mich, was nun damit gemeint ist. Ich habe es nicht zuende gelesen. Nicht mein Ding.
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ARRAY(0xa206f294)

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Die Gesänge des Maldoror
Die Gesänge des Maldoror von Lautréamont (Taschenbuch - 2. Februar 2004)
EUR 9,99
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