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117 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Neu übersetzt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
"The Catcher in the Rye" aus dem Jahr 1951 ist ein absolutes Kultbuch. Das hat nicht nur mit dem Buch selbst zu tun, sondern auch mit J. D. Salinger, der um seine Person ein grosses Geheimnis macht und folglich ein grosser Unbekannter ist. Auch ist sein Werk äusserst schmal. Der Fänger im Roggen war lange in der Übersetzung von Muelon/Böll (1954/62) bekannt, die auf einer entschärften englischen Fassung beruhte. Die Neuübersetzung von Eike Schönfeld beruht nun auf der rekonstruierten Originalfassung, die 1995 erschienen ist. Die beiden deutschen Übersetzungen unterscheiden sich wie Tag und Nacht. Die erste Übersetzung entschärfte das Original völlig und kommt in einem gepflegten Deutsch daher. Die Neuübersetzung ist viel authentischer, da der Text wortwörtlicher übersetzt ist und nicht der Versuch unternommen wird, die Umgangssprache in eine gehobene Schriftsprache zu übertragen. Zudem ist der Wortschatz viel moderner und deftige Worte werden nicht abgeschwächt, sondern behalten ihre Direktheit und Prägnanz. Durch die Neuübersetzung ist mir erst bewusst geworden, dass Holden Caulfield eigentlich ein nerviger Schwätzer ist. In der englischen Fassung kommt ständig die Füllfloskel "and all" vor, die Schönfeld mit "und so" übersetzt, während dessen Muelon/Böll diesen Begriff durchgehend gestrichen haben.Der Ich-Erzähler Holden Caulfield, 17, ist gerade wieder mal von einer edlen Privatschule geflogen, da er dort absolut nichts gemacht hat, ausser aus jugendlichem Trotz zu rebellieren. Er verlässt das Internat schon ein paar Tage früher und hängt dann in New York herum, da seine Eltern nicht frühzeitig von seinem Abflug erfahren sollen. Er irrt ziellos herum und Einsamkeit breitet sich aus. Dabei trifft auf er verschiedenste uninteressante Menschen, die ihn nur nerven. Eigentlich will er nur seine Ruhe, um nachdenken zu können, auf der Suche nach dem ganz eigenen Ich. Dabei ist es unendlich schwierig, seine Rolle in dieser komplizierten Erwachsenenwelt zu definieren. Die Frage nach dem Sinn des Lebens drückt sich auch in der schönen Metapher aus, als Holden einen Taxifahrer fragt, wo die Enten im Central Park eigentlich überwintern, wenn der See zugefroren ist. Der Taxifahrer weiss auf diese "blöde" Frage keine Antwort. Schliesslich muss jeder selbst die Frage nach dem Sinn des Lebens beantworten. Aber da hat Holden ein Problem, so dass er schliesslich auf die Hilfe seiner kleinen und von ihm vergötterten Schwester Phoebe angewiesen ist, die ihn engelhaft auf den richtigen Pfad zurück bringt. Salingers Buch hatte im Übrigen auch einen grossen Einfluss auf spätere Autoren. Christian Krachts "Faserland" ist eigentlich eine Variante des Fängers im Roggen. Auch Silvio Huonders "Übungsheft der Liebe" geht in eine ähnliche Richtung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
61 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Balsam für junge Seelen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
Es ist ein Buch für Heranwachsende, daran führt kein Weg vorbei. Man sollte es lesen, solange man sich in der Pubertät befindet, sonst ist es nur noch halb so schön. Zweifellos gehört es zur Weltliteratur und ist zeitlos. Den wirklichen Reiz, das Geniale des Romans versteht der Leser wahrscheinlich am besten, wenn er das Buch als junger Mensch liest, ähnlich wie bei Goethes Werther. Als Erwachsenem ist einem manches peinlich und unangenehm, was man als Jugendlicher dachte und fühlte. Holden Caulfield ist DER Jugendliche schlechthin. Nie zuvor und bislang kein zweites Mal hat es ein Buch geschafft, mich vollständig in den Kopf einer fiktiven Figur hineinzuversetzen. Es ist gerade so, als ob man selbst die Hauptfigur wäre. Der Grund dafür ist wahrscheinlich, daß jeder Jugendliche ähnliches erlebt, gefühlt und gedacht hat, wie Holden Caulfield. Das erinnert den Leser zum einen daran, daß alle Menschen einerseits sehr ähnlich sind, was wohl eher ernüchternd ist, weil es uns bewußt macht, das wir austauschbar sind und nicht das Zentrum der Welt. Viel stärker wirkt aber das Gefühl der Liebe! Die Liebe für Holden Caulfield und die Menschen, die er auf seiner, eigentlich belanglosen Reise durch New York City trifft und letztlich die Liebe zu uns selbst und den Menschen um uns herum. Das mag nach Geschwafel klingen, verstehen kann man es wohl nur, wenn man das Buch selbst gelesen hat.Am besten liest man es als Jugendlicher, ohne zu viel Hintergrundwissen und auf Englisch! Für alle Leser, deren Leben sich durch den Fänger im Roggen positiv verändert hat und die nun hungrig auf mehr von J.D. Salinger sind, empfehle ich keine weitere Werke des Autors anzurühren. Zum einen sind es nicht viele und deren Qualität ist leider bei weitem nicht so phänomenal wie dieser Klassiker. Das mag bedauerlich sein, aber dieser eine Roman ist mehr wert, als die Tausenden Seiten, die manch anderer Schriftsteller in seinem Leben produziert hat! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Innenwelt eines Schülers im deftigen Stil,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
Warum gehört dieses Buch schon seit ewigen zeiten zur Pflichlektüre des gymnasialen Englischunterrichts? Vor allem aus zwei Gründen: zunächst die umgangssprachliche Einfachheit des Textes, der in der Fremdsprache sicher einfacher zu lesen sein wird als Shakespeare oder James - dann die Story, denn das ganze Buch beschreibt eigentlich nichts anderes als die Innenwelt und die Erlebnisse von Holden Cauwfield, einem pubertierenden Schülers, der einige Tage vor Weihnachten von der Schule geflogen ist und sich nun nicht recht heimtraut und seine Zeit mit Rumhängen, Rendevouz und Saufen vertrödelt. Der alterstypische Lebensüberdruss, der schnelle Wechsel von Euphorie und Depression, die Beliebigkeit der Urteile und die Bekanntschaft mit der rätselhaften Spezies der jungen Mädchen - das ganze emotionale Inventar des Frühadoleszenten bildet dabei das Unterfutter für die durch und durch witzigen Dialoge, der immerhin eines Gott sei Dank völlig abgeht, was die Entwicklungsliteratur sonst oft so schwer erträglich macht: Larmoyanz und Wehleidigkeit. Alles in allem eine Schullektüre, eine Trainingseinheit zur Vorbereitung auf die wirklichen Lektüren und Lektionen des Lebens. Das ist doch auch schon etwas.
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36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
DIE EMPATHIE DES LESENS.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
Jeronime D. Salingers Geschichte, die bei der Publikation im Jahr 1951 heftige Kontroversen auslöste, figuriert heute auf zahlreichen Hitlisten des 20. Jahrhunderts und steht als Prototyp des Adoleszenzromans auf jeder Matura-Buchliste. Etwas verspätet hab ich nun dieses Kultbuch mit seiner phänomenalen Wirkung auf die rebellische 68-Jugend ebenfalls gelesen. Seit damals hab ich mich leicht verändert, die Verlogenheit unserer spiessbürgerlichen Gesellschaft indessen ist die gleiche geblieben! Hermann Hesse sagte dazu: "Ob man diesen Roman als Individualgeschichte eines halberwachsenen schwierigen Knaben, ob man ihn als Sinnbild für ein ganzes Land und Volk lese, man wird vom Dichter den schönen Weg von der Befremdung zum Verstehen, vom Ekel zur Liebe geführt. In einer problematischen Welt und Zeit kann Dichtung nichts Höheres erreichen."Die Handlung umfasst ein Wochenende des 16-jährigen hochsensiblen, aber psychisch labilen Querschlägers Holden Caulfield, der so gerne cool auftritt, seine Verletzlichkeit aber nicht verbergen kann. Nach dem vierten Schul-Rauswurf irrt er durch New York, wo er mit der gesellschaftlichen Heuchelei konfrontiert wird. Wie mancher gute Jugendliche ist er auf dem besten Weg zur Weltflucht und Selbstzerstörung, getrieben von einer Welt, die er nicht versteht und die auch ihn nicht versteht. Sein nur scheinbar arroganter Hass auf diese völlig verwickelte Welt mit ihren Spielregeln ist fast universell, doch er ist kein Rebell, sucht er doch bloss seine Identität. Dabei gilt seine Suche dem Schönen, der einzigen gegen die ideologischen Manipulationszwänge unabhängigen Domäne. Die wahre Schönheit ist ihm wichtig, welche sich dem Menschen offenbart, d.h. in ihm die Fähigkeit eines uneigennützigen Umgangs mit dem Leben weckt und ihn mit dem Leid, Unglück und Dreck der Existenz versöhnt. Holden ist alles andere als eine ungebildete Niete und der Feigling, für den er sich hält, denn in Wahrheit denkt er nie ans Aufgeben und wird dank der Liebe seiner kleinen Schwester und Freundin zum Gewinner. Freunde sind Menschen, die in jeder Situation zu einem halten - im Gegensatz zu Feiglingen, welche psychischem Druck nachgeben und deshalb zu den ewigen Verlierern zählen! Das Sprichwort "Der Gescheitere gibt nach" untermauert nur die Herrschaft der Idioten. In einem Spiel zu unterliegen, ist keine Schande, wohl aber, nicht mehr mitspielen zu können, weil man nicht mehr will. Das ist "Spielverweigerung" und deshalb Feigheit. Feiglinge sind ständig auf der Suche nach sich selbst, werden sich aber nie finden, weil sie sich - obwohl sie sich Realisten nennen - vor der Realität ihres wahren Ichs und ihrer Gefühle fürchten, denn eingezäunt ist ihre Welt. Der Widerspruch zwischen drop-out und Initiation hält sich durch den ganzen Roman, doch nur bei seiner Schwester findet Holden vorerst das Paradies der Kindheit - diesen Zustand der Unschuld und der Kunst, die Wirklichkeit zu lesen -, etwas, was die Erwachsenen längst verspielt haben. Parallelen dazu findet man auch bei Günter Grass' Blechtrommel. In prägnanter Einfachheit und Intensität springen einem die Sätze entgegen. Der direkte, aggressive Stil pendelt zwischen traurig-witzig und deprimierend-vulgär. Der provozierende Slang wirkt jedoch als sicherer Träger dieser ungekünstelt kunstvoll komponierten Story und verbalisiert Holdens Ekel über die verlogenen Ideale der Erwachsenen aufs Treffendste. Es ist die Poesie eines von der Umwelt vergewaltigten Teenagers auf der Verliererstrasse. Catching - but not for conformists! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
... und so,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
"Der Fänger im Roggen" - im Original "The Catcher in the Rye" - von Jerome D. Salinger ist ein sehr bemerkenswertes Buch.Zunächst zu meiner persönlichen Lesegeschichte: Ich habe das Buch in den letzten 30 Jahren dreimal gelesen, jeweils im Abstand von 10 Jahren. Die ersten beiden Male in der Übersetzung von Heinrich Böll (immerhin Literaturnobelpreisträger) und zuletzt in der neuen Übersetzung von Eike Schönfeld. Übrigens: die letzte ist die beste. Dieses "alte" Buch aus dem Jahre 1951 ist vor allem wieder in dieser neuen Übersetzung aktuell und springt einem - wie es nur sehr gute Literatur leisten kann - in den Kopf und will dort nicht mehr raus. Dies ist um so erstaunlicher, als Salinger seinen 16-jährigen Protagonisten eine sehr krude, saloppe, manchmal belanglose Sprache verwenden lässt - aber dahinter verbirgt sich die berührende Geschichte eines Heranwachsenden, der von der Schule fliegt und einige Tage ziellos durch New York streunt. Doch hinter dieser einfachen Handlung lauert ein vielschichtig komplexer Prozess verschiedener Themen, die einen Heranwachsenden beschäftigen, der nicht mehr Kind und noch nicht Erwachsener ist. Seit seinem Erscheinen hat das Buch mehrere Generationen beschäftigt und gefesselt und es scheint mir auch heute noch sehr aktuell und lesenswert. Die neue Übersetzung ist meiner Meinung nach die bessere - wer es nicht glaubt, kann ja beide lesen und sollte dann das amerikanische Original nachschieben - viel Vergnügen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
nur etwas für Pubertierende?,
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
Jerome David Salingers einziger Roman "Der Fänger im Roggen" wurde zur Pflichtlektüre in vielen Schulen. Und Pflichtleküren sind meist öde. Trifft das auch auf den "Fänger im Roggen" zu? Obwohl Salinger nur diesen einen Roman nebst 35 eher faden Kurzgeschichten veröffentlicht hat (und dann mehr als 50 Jahren gar nichts mehr), gilt Salinger als einer der einflussreichsten US-Schriftsteller im 20. Jahrhundert, und zwar dadurch, dass er drei Tage aus dem Leben des fiktiven 17-jährigen Schulabbrechers Holden Caulfield schildert. Man sagt, er habe damit einer ganzen Generation von rebellischen Jugendlichen in den USA der Nachkriegszeit eine Stimme gegeben. Caulfield fasst den Entschluss, aus New York zu fliehen und seine Phantastereien von einem Leben als Taubstummer in einer einsamen Hütte zu verwirklichen. Doch seine Schwester Phoebe macht ihm einen Strich durch die Rechnung: Sie will mitkommen. Hemingway hatte einst "Huckleberry Finn" als das konstitutive Werk der amerikanischen Literatur bezeichnet, und William Faulkner bezeichnete 1958 Salingers Roman als "bestes Werk der gegenwärtigen Schriftstellergeneration". So verwundert es kaum, dass "Catcher in the Rye" unzählige Nachahmer gefunden hat und nebenher zum Begründer einer neuen Jugendbuchtradition ("Problemroman für Pubertierende") geworden ist. Ich habe das Buch nun während der Feiertage ein zweites Mal gelesen gehabt, und war diesmal eher enttäuscht, obwohl es mir früher, mit 16 Jahren, sehr gefallen hat. Mag sein, dass das weniger am Autor selbst liegt, sondern eher daran, dass der Stil des Fängers inzwischen so oft nachgeahmt und wiedergekaut wurde, dass die wiederholte Lektüre eher ermüdet als - wie jedenfalls mich selbst früher - aufhorchen lässt. So ändern sich die Zeiten. Vorgenommen habe ich mir aber, das Buch irgendwann auf jeden Fall wieder zu lesen, vielleicht kommt dann das alte Flair wieder, das dem Buch innewohnt (oder innewohnte?).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Hoher Anspruch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
Gut ist nur, wer selbstlos hilft. Schlecht ist die grosse Mehrheit, die egozentrisch und verlogen ein fehlerhaftes, verachtenswertes Ideal verfolgt. So einen entschiedenen, existentiellen, separierenden und hohen Anspruch hält nur ein Jugendlicher in seiner Revolte durch. Erst ganz am Schluss entdeckt der Protagonist, dass es befriedigend ist, nachzugeben, sich um eine Beziehung zu bemühen.Kann es interessant sein, einem Halbwüchsigen drei Tage und Nächte zu folgen? Nicht a priori, aber bei Salinger schon. Natürlich erleichtert die Lektüre, dass wir alle, zumindest alle, die das Geschlecht des Protagonisten teilen, diese Lebensphase mit diesen Aspekten kennen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geniales Buch, veraltete Übersetzung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
In kaum einem anderen Buch fällt die Identifikation mit dem Protagonisten so leicht wie in diesem. Kein Wunder, haben wir es hier doch mit der Spezies Mensch zu tun, die nicht in ein vorgefertigtes Schema gepresst werden will. Ein Mensch der fühlt, der denkt und vor allem ein Mensch, der sich nicht durch die Konventionen anderer gezwungen fühlt, wie ein Lemming zu handeln, denn Holden ist ein verstörter Idealist, schnurstracks auf dem Weg zur Selbstzerstörung, aber seine Motive dafür sind allemal überzeugend. Was uns aber wirklich bindet, ist vor allem seine Unsicherheit, die uns nur allzu bekannt erscheint, und sein Mut Neuland zu betreten...Genau darum ist dieses Werk seit über 50 Jahren noch immer aktuell und wird es wohl noch lange bleiben, solange es Leute geben wird, die zu Bücher greifen. Bleibt nur eines noch zu sagen: Die Böll-Übersetzung lässt sehr zu wünschen übrig. Mein Tipp also, entweder zum englischen Original greifen oder die Schönfeld-Übersetzung kaufen Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein absolutes Muß für Liebhaber guter Werke,immer wieder!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen. (Sondereinband)
Der Fänger im Roggen...So gut wie jeder an meiner Schule mußte dieses Buch lesen. Ich kam mir fast schon verdamt vor, da keiner meiner Lehrer MICH dazu aufforderte. War das gut? Der Titel klang zumindest strange. Nachdem mir aber sogar Literatur-Hasser versicherten, daß es "gar nicht mal so schlecht", ja fast als gut zu bezeichnen war, war mein Interesse ernsthaft geweckt! Um so mehr freute ich mich als irgendwann doch einmal der Tag kam, an dem uns unsere ENG.-LK- Lehrerin eröffnete, daß das unsere neue Lektüre werden würde. Voller Eifer machte ich mich ans Werk und wurde nicht enttäuscht! Au contraire... Trotzdem mein Englisch nicht besonders war, verschlang ich dieses gute Stück geradezu und verliebte mich auf Anhieb in Holden! Die Art und Weise wie Salinger ihn beschreibt, die Sprache die er dazu benutzt ( und daß obwohl der Roman ja schon einige Jahre auf dem Buckel hat), sowie Holdens Art mit Menschen, seien sie ihm nun verhasst oder nicht,umzugehen, hat mir so manche Träne ins Auge gedrückt. Holden ist mein Seelenfreund, ich kann ihm so gut nachfühlen: seine imense Faulheit, Wortgewandheit, (fast) krankafte Phantasie- eine meiner Lieblingsstellen ist die, in der er "angeschossen" durch's Hotel tigert- seine Art wie er Leute betitelt: " mein Prinz", wie er sie beschreibt, ihnen begegnet, daß kommt mir alles sehr bekannt vor,... Trotz der oberflächlich- witzig erscheinenden Handlung, liegt doch ein tiefer Sinn in seinem Tun und Handeln. Er befindet sich an der Schwelle zum Erwachsenwerden und wehrt sich anfänglich. Aber die Art und Weise wie er damit umgeht und sich auseinandersetzt- sein Traumjob ist: ein "Fänger im Roggen" zu sein- machen ihn so sympathisch, daß man gar nicht anders kann, als ihn zu lieben. Ich wünschte mir von ganzen Herzen, einen Holden Caulfield zu kennen, der mir die Welt durch seine Augen erklärt und muß gestehen, daß er für mich, auch noch x Jahre nachdem ich ihn zum ersten Mal "kennengelernt" habe- denn mittlerweile habe ich das Meisterstück diverse Male gelesen- immer noch MEIN PRINZ ist! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ja was jetzt, Meisterwerk oder nur ein weiterer Roman?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen. (Gebundene Ausgabe)
Aus Anlaß des Todes von J.D.Salinger hatte ich mir das Taschenbuch in der Übersetzung von Eike Schönfeld aus 2004 zugelegt, hatte es im Englisch Unterricht in der Oberstufe vor gut 30 Jahren erstmals gelesen oder so.Zum Inhalt gibt es nichts weiter zu sagen, das ist überreichlich beschrieben und diskutiert. Deshalb meine persönliche Einschätzung. 1. Damals in der 11. Klasse hatte das Buch Relevanz und Bedeutung, wir konnten uns mit Holden identifizieren. Kann man 5 Sterne geben. 2. Ich selber war im Jahre 2010 ab dem 6-7. Kapitel ziemlich angenervt, und habe das Buch nur aus verlogenem Interesse weitergelesen oder so. Jedenfalls hat es mich ziemlich deprimiert. Leider nur 2 Sterne, das Buch stammt aus den 50er Jahren, dort gehört es auch hin. Altersgemäße Relevanz hat es jetzt auch kaum mehr. Aber ich will nicht so ein, es gibt auch ein paar nette Szenen, z.B. immer wenn Holden von seiner Schwester redet. 3. Der ein oder andere Schüler der heutigen Generation wäre vermutlich auch eher genervt. Hey, von Schulen fliegen ist doch nicht besonders cool. Und das pubertäre Geflenne bei angeblich 1.85 Größe und gefühltem Alter von 18, genauso uncool. 4. Zur Übersetzung: leider nur 2 Sterne. Warum? Hey, die Übersetzung stammt aus dem Jahr 2004. - "Und so" hätte man mindestens in der Hälfte der Fälle weglassen können - phoney d.h. z.B. verlogen hätte in einer Fußnote Erläuterung finden müssen, als zentrales Thema des Buches - das Wort "piefig" nervt ab der dritten Verwendung, ist noch nicht so schwer, einfach mal spießig zu verwenden - ein Pimp ist halt mal ein Zuhälter, gibt es irgendjemanden der das Wort Lude verwendet, oder gar ludenartig? - gibt noch viele andere Beispiele, wie "Goddam" oder "f..k". Das macht mich ziemlich fertig. Zitat "In der alten Übersetzung wird gepflegtes Hochdeutsch kurz vor der Pensionsgrenze benutzt, in der neuen prasseln die Sätze der Gegenwart in maximaler Kürze und Intensität aufs Papier" (Paul Ingendaay in der FAZ vom 26.02.2003). Nein, das sind keine Sätze der Gegenwart. Und Bohlen und so ist nicht der Maßstab. 5. Zur Ausgabe: auch nur 1 Stern. Warum? Hey, das Buch ist oder soll Weltliteratur sein. Da kann sich der Verlag, Übersetzer oder Lektor doch bemühen ein kleines Vorwort zur literaturgeschichtlichen Einordnung zu schreiben. Und bitte an die Übersetzung wissenschaftlich herangehen, z.B. mit Fußnoten, wo die Übersetzung z.B. auch in Abweichung der älternen Versionen erklärt wird (eben das Wort "phoney"). Also, damals vor 30 Jahren in der engl. Version, 5 Sterne. Heute in der deutschen Version, knappe 2 Sterne. Im gewichteten Mittel 3 Sterne. Meiner Meinung nach überschätzt, hat seine Bedeutung verloren. Kein Buch für eine einsame Insel, wenn man nur 100 mitnehmen darf oder so. Und ja, ihr dürft es ruhig weiter erzählen, die Gefahr den unreifen Holden oder den pickligen Ashley zu vermissen hält sich dann doch in Grenzen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Der Fänger im Roggen von J. D. Salinger (Taschenbuch - 2. Januar 2004)
EUR 8,99
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