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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melodie mit Sog
Geh'n wir Tauben vergiften im Park? Oder Hunde? Na, ein spannender Krimi kann aus so einer Hundevergiftung kaum werden, denkst du. Aber interessant! Kaum hast du ein paar Seiten gelesen, nimmt dich dieser eigenartigen Stil gefangen. Quasi Ohrwurm. Das ist nicht anders als bei Simon Brenner, der als Privatdetektiv durch die Wolf Haas-Romane stolpert. Der Brenner hat auch...
Veröffentlicht am 2. Oktober 2002 von k.kowalski@gmx.ch

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung in und um den Wiener Augarten...
"Wie die Tiere" war mein erster Wolf Haas, gelesen an einem Nachmittag und ein Buch, das bei mir einen doch zwiespältigen Eindruck hinterlassen hat.

Einerseits ist mir das "Wienerische", bzw. das "Österreichische", also der Ausgangspunkt von Wolf Haas, sehr vertraut und teilweise auch sehr sympathisch. Auch der etwas morbide, schwarze und zynische...
Veröffentlicht am 7. Mai 2009 von Roland F.


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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melodie mit Sog, 2. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Wie die Tiere (Gebundene Ausgabe)
Geh'n wir Tauben vergiften im Park? Oder Hunde? Na, ein spannender Krimi kann aus so einer Hundevergiftung kaum werden, denkst du. Aber interessant! Kaum hast du ein paar Seiten gelesen, nimmt dich dieser eigenartigen Stil gefangen. Quasi Ohrwurm. Das ist nicht anders als bei Simon Brenner, der als Privatdetektiv durch die Wolf Haas-Romane stolpert. Der Brenner hat auch immer eine Melodie im Kopf und weiß nicht warum. Aber dann, wenn's fast schon zu spät ist, fällt's ihm doch ein. Und diese Melodie ist das Geheimnis und enthält die Lösung. So, und jetzt paß auf! Das ist bei Wolf Haas genauso. Nur dass es eben die Schreibmelodie ist, und die, wenn du sie magst, entwickelt so einen Sog, dass du nicht mehr mit dem Lesen aufhören kannst. Dann liest Du auch noch "Der Knochenmann" und "Komm, süßer Tod". Und ob du's glaubst oder nicht: Du wirst es nicht bereuen!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungener Nachfolger in der Brenner Serie, 21. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Wie die Tiere (Gebundene Ausgabe)
Das neueste Buch von Wolf Haas zeigt für mich auf, daß Haas seinen Schriftstil verfeinert.
Das Buch wirkt runder als die vorigen Bücher (ich habe alle Simon Brenner Bücher von Haas gelesen, sowie auch "das Buch zur Formel 1"), die Sprache ist die Selbe geblieben, aber der Inhalt dafür komplexer, zusammenhängender. Prinzipiell ist das ein gutes Zeichen, gleichzeitig deutet es aber auch das Ende eines Phänomens an, das Haas meiner Meinung nach mit "Auferstehung der Toten" noch voll im Griff hatte: ich habe noch nie einen Schriftstil wie den von Haas gelesen, er ist ganz anders!
Wie gesagt, die Sprache ist die selbe geblieben, aber ich befürchte daß sich Haas jetzt mehr und mehr dem Mainstream anpasst. Das wäre äußerst schade.
Fazit: ein gutes Buch, vor allem für Haas-Fans ein Muss! Allerdings: wenn jemand noch kein Haas buch gelesen hat, würde ich die Bücher in der Reihenfolge der Erscheinung empfehlen, ansonsten verliehrt man sicherlich einiges an Magie, die Haas mit seiner innovativen Schreibweise vermittelt.
Auch bei diesem Buch gilt im Prinzip: wenn man nicht gewillt ist den Schriftstil als einen eigenen hin zu nehmen, und als das Medium der Erzählung zu akzeptieren, sollte die Finger von Haas' Büchern lassen. Immer wieder lese ich Rezessionen wo sich der Verfasser über die "proletische Ausdrucksweise" beschwert. Das ist Teil von Haas' Magie, und wer das nicht versteht verschwendet seine Zeit mit diesen literarischen Juwelen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brenner in Hochform, 17. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Wie die Tiere (Taschenbuch)
Es gibt nur wenige Bücher, mit denen man dieses Buch vergleichen kann. Genau genommen nur fünf. Nämlich die fünf anderen Brenner-Krimis.

Das Besondere an diesem Brenner: 1. Es ist eine von zwei Brenner-Geschichten, die in Wien spielen. 2. Diesmal erlebt man Wien aus einer anderen Perspektive als aus dem wüsten Krankenwagenfahrer-Kollektiv von "Komm süßer Tod". 3. Hundehalter werden nicht offen gehasst, sondern mit wunderbar leisen Untertönen sanft in die Kritik genommen.

Der Erzählstil, ist wie immer, eine Klasse für sich.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eigentlich schon dings..., 25. September 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wie die Tiere (Taschenbuch)
"Wie die Tiere" war nach "Auferstehung der Toten" mein zweites Buch von Wolf Haas. Und sicher auch nicht das letzte.
Obwohl Krimi, ich muss sagen, dass die gesamte Spannung des Krimis nur die Frage "Wer wars denn nun eigentlich?" ist. Sonst gibt es kaum wirklich spannende Passagen.
Jetz aber warum 5 Sterne?
Einfach wegen dem Stil. Für mich als Steirer einfach wunderbar.
Obwohl ich mich ein bisschen vor dem Wienerischen in diesem Buch gefürchtet habe, aber das ist so gut wie nicht vorhanden.
Wolf Haas' Parodien sind einfach toll zu lesen. Und für einen Österreicher wahrscheinlich besser zu verstehen als z.B. für einen Deutschen.
Was mir noch sehr gefällt: In den Filmen "Silentium" und "Komm, süßer Tod" spielt ja der Josef Hader den Simon Brenner. Weil ich auch ein bisschen ein Hader-Fan bin, kann ich mir immer wieder vorstellen wie er da durch den Augarten spaziert. Obwohl spazieren ist ja nur der nervöse Bruder vom Herumsitzen.
Freu mich schona auf meinen nächsten Brenner!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Frauenfälle immer wahnsinnig kompliziert, 31. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Wie die Tiere (Taschenbuch)
Der schwächste der sechs alten Brenner-Krimis. Halbwelt, Tierschutz und besorgte Mütter im Augarten von Wien. Frauenfall. Zitat: "Weil du darfst eines nicht vergessen. Frauenfälle immer wahnsinnig kompliziert. Männerfälle im Prinzip einfach, da hast du einen schönen Mord und dann musst du als Detektiv den Burschen eben finden." Obwohl: Wenn Du den Haas-Sound liebst, hast Du hier sozusagen Höchstleistung. Du musst wissen, es kommt bei Haas gar nicht so sehr auf die Story an, denn die ist hier ein bisschen dünn. Dafür bietet er Wortverdreher, Sprachverballhornungen und Kalauer in rauen Mengen. So dass Du denkst: Macht nix, dass die Geschichte trotz massig Action und Hubschrauberflug nicht richtig voran gehen will. Dafür hast Du nämlich Haas-Sound pur.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste Brenner!, 15. Februar 2007
Von 
O. Behrendt (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wie die Tiere (Taschenbuch)
Die geteilten Reaktionen auf die Krimis von Wolf Haas erinnern mich an dieses Lied "Du wählst CDU, und darum mach' ich Schluss" - wer Brenner nicht mag, kann kein Freund von mir sein. Manche Österreicher sind einfach sagenhaft cool. Kruder & Dorfmeister, Grissemann & Steermann, und eben der Haas. Der schreibt nämlich die witzigsten Krimis der Welt, und "Wie die Tiere" ist für mich der witzigste der Reihe. Spannung, naja, auch, jetzt nicht Gänsehaut-mäßig, aber darum geht's auch nicht. Die Szenen im Bordell, Brenners Begegnung mit dem Hund (Summer!) und seine etwas unglücklichen Dialoge mit den Kampfmüttern (hier wird der Brenner völlig missverstanden, was seine Einstellung zu Ohrfeigen betrifft) sind für mich die zwerchfellerschütterndsten Höhepunkte der ganzen Brenner-Reihe. Ich habe Tränen gelacht! Und dieses wunderschöne Ende, so makaber, so romantisch, so - österreichisch! Kaufen, lesen und nochmal lesen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "HUNDEBESITZER gegen KINDERBESITZER", 23. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Wie die Tiere (Gebundene Ausgabe)
Jetzt ist schon wieder was passiert.
So und nicht anders beginnt der neue Haas, in dem es Privatdetektiv Brenner nach Wien verschlägt.
Eigentlich wollte er nur seinen Antrag auf Frühpensionierung durchbringen, dazu braucht man aber einen Wohnsitz in Wien. Dass das wiederrum geht, braucht man einen Auftrag. Und den hat er. Brenner soll nämlich denjenigen fassen, der im Wiener Augarten mit Stecknadeln präparierte Hundekekse auslegt, was die Tiere einen qualvollen Tod erleiden läßt.
Der Auftraggeber ist übrigens Besitzer eines Lokals namens White Dog, welches in der Branche Swingerclub beheimatet ist.
Im Augarten herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände. Die beiden Parteien "Hundebesitzer gegen Kinderbesitzer" bekämpfen sich ständig.
Und dann wird auch noch Brenner auf frischer Tat, von einer Meute wildgewordener Menschen, großteils Type Pensionist, Gattung Hausmeister i.R., hopsgenommen.
Dabei ist er gar nicht vom Tatort weggelaufen, sondern dem Täter nach.
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Der Sprachstil ist wie aus dem Leben gegriffen. Zum Großteil wird das wienerisch ins hochdeutsche verändert. Aber eben so angewandt wie man es im umgangssprachlichen gebraucht.
"WIE DIE TIERE"- eine Abwechslung zu den meist trockenen, humorlosen Krimis und Thrillern, wie man es von Wolf Haas gewohnt ist.
Etwas köstlich amüsantes, bei dem aber der Schuß Gesellschaftskritik nie fehlt.UND DAS IST GUT SO.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lädt zum Augarten-Spaziergang ein, 12. Juni 2008
Von 
Stefan T. (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wie die Tiere (Taschenbuch)
Wenn man sich die Entwicklung, die Wolf Haas' Romane über den Detektiv Simon Brenner nehmen, ansieht, ist "Wie die Tiere" im Vergleich zu seinen beiden unmittelbaren Vorgängern "Komm, süßer Tod" und "Silentium!" ein kleiner Rückschritt. Nachdem sich diese beiden Bücher aber auf sehr hohem Niveau bewegen, ist ein kleiner Rückfall nicht weiter schlimm.

Wiederum brillant ist die Charakter- und Milieustudie gelungen, in der diesmal Pensionisten mit Hunden, Bordellbesitzer und alleinerziehende Mütter nicht ganz unschuldig zum Handkuss kommen. Schauplatz ist wie in "Komm, süßer Tod" die Stadt Wien (diesmal liegt das Hauptaugenmerk auf dem Augarten), was ein Übriges zur Bildung von Klischees, die herrlich ironisch aufs Korn genommen werden, beiträgt. Was nicht ganz so stark gelungen ist, ist die Handlung selbst. Diese fällt dadurch aus dem Rahmen, dass sie nicht so skurril und überzogen ist, wie man es aus den Brenner-Büchern gewohnt ist. Am Spaß, den man als Fan des Autors beim Lesen dieses Werkes wie immer hat, ändert das freilich nicht viel.

Eine Kaufempfehlung ist für Haas-Fans auf jeden Fall auszusprechen - wer mit ihm bisher nichts anfangen konnte, wird auch mit diesem Buch keines besseren belehrt werden. Die Kritik an Wolf Haas richtet sich ohnehin eher selten auf die Kernhandlung seiner Krimis als vielmehr auf seinen typischen Stil, der sich natürlich auch in diesem Buch nicht ändert.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pass auf: bissiger Wolf Haas, 13. August 2001
Rezension bezieht sich auf: Wie die Tiere (Gebundene Ausgabe)
Eine Mords-Geschichte. Das Thema ist aktuell und dessen Behandlung erfreut nicht nur Mütter, die sich ständig von Besitzern von nicht an der Leine geführten Hunden anschnauzen lassen müssen: "Er tut eh nix. Er will nur spielen." Hunde dürfen ja bekanntlich in Wien mehr als Kinder. Die Charaktere sind köstlich gezeichnet (z.B. die rein fiktionale Figur des Treuhunds Hojac, der solariumgebräunt und enterbt entfernt an einen nicht ganz unbekannten österreichischen Politiker erinnert). Vom Manager über Teenager bis zum Pensionisten bleibt kein Typ der Wiener Gesellschaft von Haas' Bissigkeit verschont. Aber interessant: Es ist nicht so sehr der Inhalt als viel mehr die Sprache, die besticht. Im mündlichen Erzählstil rollt uns ein Erzähler (und eigéntlich ist er -obwohl am Geschehen unbeteiligt- die Hauptfigur) die Story auf. Details des Alltags (zum Schreien die Beschreibung des Zehennägellackierens) genauso wie die grauslichsten Sachen werden mit einer nüchternen Selbstverständlichkeit und Treffsicherheit berichtet, die an Komik kaum zu überbieten sind. Der Privatdetektiv Brenner selbst ist dabei mindestens so interessant wie die Hunds- und anderen Morde. Die Morde sind quasi nur Tarnung für den Krimi. Pass auf, dieses Buch quasi wirklich eins a, ob du's glaubst oder nicht.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wiener Schmäh, 29. Mai 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wie die Tiere (Taschenbuch)
In Wien geht ein Hundemörder um. Er verstreut in Parks Hundekekse, die mit Nadeln gespickt sind. Ein paar Hunde sind diesen bereits zum Opfer gefallen. Die Hundebesitzer beginnen sich bereits zu organisieren und patrouillieren durch den Park in dem der Hundemörder sein Unwesen treibt. Höchst verdächtig ist ein Elternverein, der in der Nähe dieses Parks sein Clublokal besitzt und vehement gegen den Hundekot mobil macht. Nun geschieht es, dass eine junge Frau von einem Kampfhund ermordet wird.
Vor diesem Hintergrund wird der alternde Expolizist Brenner von einem Zuhälter engagiert den Menschenmord sowie die Hundemorde aufzuklären. Er gerät immer weiter in den Strudel der Ereignisse und wird sogar selbst zum Verdächtigen.
Wolf Haas ist einer der aufstrebenden österreichischen Autoren der Gegenwart. Er schreibt im launigen Tonfall eines Wiener Proleten und verzichtet dabei absichtlich auf korrekte Grammatik. Sätze werden in der Mitte unterbrochen und Gedankensprüngen gleich, aneinandergereiht. Diese eigenwillige Technik erzielt den Effekt, dass sich der Leser in die Gedankenwelt des Erzählers versetzt fühlt. Auf der anderen Seite ist sie sehr gewöhnungsbedürftig und wird vor allem Nicht-Österreichern anfangs leichte Schwierigkeiten bereiten. Wenn man sich jedoch eingelesen hat, bemerkt man die charmante Wirkung dieser eigenartigen Sprachkonstrukte.
Wolf Haas nimmt sich in seinen Büchern jedoch nicht nur der Eigenarten des Wiener Dialekts an. Er greift auch typisch Österreichische Klischees auf um sie dem (österreichischen) Leser parodistisch als Spiegel vor zu halten.
Die Handlung ist schnörkellos und bietet relativ wenige Spannungselemente. Dennoch ist das Buch ein solider Krimi nach guter alter Detektivroman Manier. Es geht weniger um die Auflösung des Mordes, sondern vielmehr um die beteiligten Charaktere. Allen voran um die Hauptperson, den kauzigen Detektiv Brenner. Er hat eine Beamtenkarriere hinter sich. Nachdem er diese nicht mehr ausgehalten hatte und sich als Selbständiger mehr schlecht als Recht verdingt, will er in Frühpension gehen. Die Themenwahl des Autors trifft eines der Reizthemen des Durchschnitts Österreichers. Hunde polarisieren die Nation wie kaum ein anderes Thema und sind immer für eine Auseinandersetzung gut. Ganz nebenbei lernt der Leser ein eigenartiges Wahrzeichen Wiens kennen: Einen der 4 Flacktürme aus dem 2. Weltkrieg, die so solide gebaut sind, dass man sie nach dem Krieg nicht mehr abreissen konnte.
Fazit: Ein Buch, das kurzweilig unterhält und eine gelungene Wiederbelebung des Detektivromans ist. Empfehlenswert!
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Wie die Tiere
Wie die Tiere von Wolf Haas (Taschenbuch - 2. Dezember 2002)
EUR 8,99
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