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Kundenrezensionen

30
4,5 von 5 Sternen
Zeit zu sterben (Kommissarin Maria Kallio)
Format: TaschenbuchÄndern
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Februar 2011
Säde ist fast 36 Jahre alt, unverheiratet, klein, unauffällig und piepsig und findet, dass sie einen zu dicken Hintern hat.
Was sollte also der 1,90 große, verflixt gutaussehende Nachbar Kalle an Säde finden? Warum interessiert er sich für die unattraktive Sozialarbeiterin, die in einem Frauenhaus arbeitet?
Säde hat im Laufe ihrer Kariere gelernt, misstrauisch zu sein, erst recht, als sie merkt, dass Kalle ein Strafentlassener ist. Sein Vergehen: Totschlag!
Im Frauenhaus hat Säde jahrelang Frauen Zuflucht vor häuslicher Gewalt geboten. Der Leiter Pauli steht hinter dem Grundsatz, dass jede Familie eine Chance haben muss, neu anzufangen. Deswegen hält man dort nicht viel von Anzeigen bei der Polizei, aber viel von Therapien und Gesprächen.
Säde aber spürt, dass ihr die Zeit davon läuft. Als schließlich eine der Frauen zu Tode geprügelt wird, beschließt sie, ihre Hilfe für die Frauen etwas konkreter werden zu lassen. Sie verändert sich, wird forscher, mutiger, klarer. Dann beginnt sie zu handeln.
Mal löst sie die heimlich Isolierung eines Rasierapparates ab, mal lässt zeigt sie einen betrunkenen Mann an, der bei Verfolgungsjagd durch die Polizei schließlich die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert, mal lockt sie einen gewalttätigen Mann auf einen vereisten Aussichtsturm. Sie mordet nicht direkt, aber beschleunigt ein paar Entscheidungen des Schicksals und schafft verwirrte, aber glückliche Witwen und Waisen.
Bei ihrem letzten Einsatz aber bringt sie Kalle ungewollt in Schwierigkeiten, denn der Mann, der ständig seine eigene Mutter zusammengeschlagen hat und nun tot unter einem Sendemast liegt, war Kalles Bruder. Kalle wird des erneuten Totschlags verdächtigt.
Und Säde spürt, dass die Zeit gekommen ist, nun auch ihrem eigenen Schicksal einen kleinen Stups zu geben.
Schließlich muss jede einmal sterben. Davor aber sollte sie wenigstens gelebt haben.
Ein köstlicher Roman!
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
HALL OF FAMEam 8. Juni 2002
"Zeit zu sterben" ist der erste auf deutsch erschienene Roman der finnischen Autorin Leena Lehtolainen. Erstmals tritt in einem Buch von ihr auch Säde Vasara auf, eine Sozialarbeiterin, die in einem Frauenhaus tätig ist und dort mit einer Fülle familiärer Gewalt befaßt ist. Nur eine Nebenrolle hat Kommissarin Maria Kallio vom Gewaltdezernat der örtliche Polizei, die ansonsten im Mittelpunkt der Romane von Leena Lehtolainen steht. Säde Vasara ist sowohl was sie selbst betrifft als auch was ihre Arbeit im Frauenhaus betrifft an einem Scheideweg angelangt. Wie sie sich in beiden Fällen entscheidet - von der duldenden "grauen Maus" zur selbstbewußten Frau/von der mitleidenden Sozialarbeiterin zur engagierten "Problemlöserin" - und mit welchen Folgen ist spannend erzählt. Man ist nach diesem Buch auf weitere Bücher von Leena Lehtolainen gespannt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. August 2002
Wie sind finnische Krimis? Jetzt wissen wir es! Zeit zu sterben ist für mich ein wirklich außergewöhnlicher Krimi. Säde ist Sozialarbeiterin, die beschließt, nicht mehr "brav" zu sein, sondern Männern und dem Leben die Stirn zu bietet. Sie ist eine wunderbare Heldin, die viel Identifikationsmöglichkeiten in ihrem täglichen Lebenskampf bietet. Das Buch baut Spannung auf, die es auch halten kann, was ja nicht unbedingt selbstverständlich ist. Für mich als Vielleserin eine ungewöhnliche Entdeckung!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. August 2005
Alle Bücher über Maria Kallio habe ich gelesen. Mit Begeisterung! Doch hier ist Maria Kallio eine Randfigur, was aber das Interesse am Buch und die Spannung nicht schmälert. Diesmal aus der Sicht der Sozialarbeiterin Säde, die in einem Frauenhaus arbeitet, in das unter Gewalt leidende Frauen flüchten können. "Säde" im Finnischen bedeutet "Strahl", daher auch der Originaltitel "Tödlicher Strahl".
Meiner Meinung nach das spannendste Buch Leena Lentolainens. Für mich voller Wendungen.
Phantastischer Krimi!!!
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am 10. März 2012
Whow, was für ein buch, ich kenne ja nun einige aus der Kallio-Reihe, aber das hat mir mit Abstand am besten gefallen, Säde, die "Mörderin" erzählt ihre geschichte und Kallio und Co. erscheinen immer nur am rande, aber klasse erzählt, warum Säde diese Menschen alle ermordet . Unbedingt lesen, man glaubt sogar wieder ein bisschen an Gerechtigkeit , wenn man dieses Buch zu Ende gelesen hat.
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am 1. Oktober 2009
Das Buch von Leena Lehtolainen stellt eine fesselnde Mischung aus Kriminalroman und einer sowohl realistischen als auch emotioanal packenden Darstellung der Situation von Frauen dar, die zu Opfern von Männergewalt werden. Die Schilderung aus der Sicht der engagierten Mitarbeiterin eines eher Gewalt duldenden Frauenhauses ist sowohl vom Verstand als auch vom Gefühl gut nachvollziehbar und zeigt die Verquickung professionell helfender Frauen mit der Situation der Opfer. Wie leicht man von einer Helfenden zu einer Täterin werden kann, ist eine gute Darstellung der Gefahr, als helfende Professionelle in die Dynamik der Täter und der Opfer verwickelt zu werden. Leena Lehtolainen hat einen sprachlich packenden Stil, diese explosive Mischung von Emotionen so darzustellen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Nach diesem ersten Werk von ihr habe ich gleich das nächste bestellt...
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am 2. Oktober 2011
Habe diese Autorin - nachdem ich alles von anderen Krimitautorinnen, die ich mag, durchhatte - erst vor Kurzem entdeckt. Dieser Roman ist nicht aus Perspektive der Polizistin Maria Kallio erzählt, wie die anderen Romane, die ich gerade dabei bin, einen nach dem anderen zu lesen, sondern aus der Perspektive der Mitarbeiterin eines Frauenhauses. Sie erlebt täglich, wie wenig wirklich gegen häusliche Gewalt gegen Frauen unternommen werden kann. Und beginnt damit, der Bestrafung der Täter nachzuhelfen. Das passiert, wie soll ich sagen, voll durchkomponierter innerer Logik, dass man rasend gespannt weiterliest ... und dann ein ziemlich überraschendes Ende!
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am 9. März 2009
Zeit zu sterben von Leena Lehtolainen hat mich sehr nachdenklich und traurig gestimmt. So widerspigelt die Geschichte leider die stillgeschwiegene dunkle Realität der häuslichen Gewalt, die leider immer noch existiert. Das Buch ist flüssig und in einfacher Sprache geschrieben. Es ist leicht zu lesen. Trotzdem konnte ich für mich eine Spannung entdecken die mich das Buch ziemlich schnell zu Ende lesen lies. Ich fand auch die unterschiedlichen Persönlichkeiten und Charaktere der Täter und Opfer gut. Denn dies verdeutlichte auch dass sowohl Täter und Opfer aus allen Schichten kommen können. Ein sehr gutes Buch zum Nachdenken. Empfehlenswert!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Dezember 2003
Wieder habe ich beim Lesen den Zeitpunkt befürchtet, an dem das Buch tatsächlich ausgelesen ist. Wir lernen Säde als unscheinbare graue Maus kennen, die sich nach dem Tod einer Klientin verändert und richtig selbstbewusst wird. Dieser Prozess wird so witzig und zugleich anrührend beschrieben, dass sie mir richtig sympathisch wurde. Und dann mischt sie sich in das Leben der ihr anvertrauten Frauen ein und obwohl ihr Verhalten natürlich falsch ist, verliert sich dieses positive Gefühl ihr gegenüber nicht mehr.
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am 26. Juli 2010
Nein, das ist kein typischer Maria Kallio-Fall. Eigentlich geht es hier auch nicht um polizeiliche Ermittlungsarbeit. Wenn man es genau nimmt, ist dieses Buch vielleicht nicht mal wirklich ein Krimi. Nichtsdestotrotz ist dieser Roman aus der Ich-Perspektive einer Mörderin einfach spannend, glaubwürdig und irgendwie sehr persönlich. Man taucht regelrecht ein in das trostlose Leben von Säde und hat fast Verständnis für ihre Taten. Sehr gut geschrieben und die perfekte Lektüre für einen kalten Winterabend. Mit oder ohne Maria Kallio.
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