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am 5. August 2013
Sheldon Horowitz, einen durch und durch patriotischen Amerikaner mit jüdischem Hintergrund, verschlägt es im Alter von 82 Jahren nach dem Tod seiner Frau zu seiner Enkelin Rhea und deren Ehemann Lars nach Norwegen.
In Norwegen fühlt Sheldon sich fremd. Er kennt weder das Land, noch spricht er dessen Sprache.
Sheldon lebt dadurch mehr in der Vergangenheit als im Jetzt, was seine Tochter befürchten lässt, ihr Großvater könnte an Demenz leiden. Tatsächlich dürfte es wohl eine gehörige Portion Altersstarrsinn sein, die Sheldon zu seinen, zugegebenermaßen oftmals etwas skurrilen, Handlungen treibt.
So auch, als es in der Wohnung über ihm zu einem ausgewachsenen Streit kommt. Als kurz darauf eine Frau mit ihrem kleinen Jungen vor der Tür steht, hilft er den beiden und öffnet ihnen die Tür. Doch die Frau wird von ihrem Verfolger in Sheldons Wohnung ermordet. Für Sheldon und den kleinen Jungen, die sich gerade noch rechtzeitig verstecken konnten, beginnt ab hier eine abenteuerliche Flucht durch Norwegen...
Obwohl es in dem Roman vordergründig um Sheldons Flucht mit dem kleinen Jungen geht, werden, zumeist in gedanklichen Rückblenden des Protagonisten, doch auch viele ernste Themen wie der Korea-Krieg, der Vietnam-Krieg, die Kriegsverbrechen im Kosovo, die Asylpolitik Europas, Schuld und Sühne und Verlust und Schmerz angesprochen.
Diese ernsten Themen sind dabei strikt mit der Geschichte um Sheldon verbunden, beeinflussen dadurch auch seine Entscheidungen und sein Handeln und trüben die durchwegs positive Grundstimmung des gesamten Romans in keinem Fall.
Ein unterhaltsames Buch mit reichlich witzigen Anekdoten, viel schwarzem Humor, tiefgründigen Lebensweisheiten und einem liebenswerten Hauptdarsteller, das unbedingt lesenswert ist!
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am 20. Januar 2014
Dieses Buch hat mich sehr bewegt, allerdings ist es schwer zu beschreiben und einzusortieren. Es wird teilweise als Krimi oder gar Thriller eingestuft, was meines Erachtens falsche Erwartungen weckt. Am ehesten kann ich mich dem Urteil des Focus anschließen: „ Ein warmherziger Roman über Schuld und Verantwortung“.
Das besondere an diesem Roman ist seine Hauptfigur, der 82-jährige Jude und Ex-Marine Sheldon Horowitz, der nach dem Tod seiner Frau widerwillig seiner Enkelin und ihrem norwegischen Ehemann von New York nach Olso folgt. Sheldon wird von seiner Familie als unbequem und senil eingestuft, er beweißt jedoch in dieser Geschichte eine ausgesprochene Gewitztheit. Der Ex-Marine spricht oft mit den Geistern seiner Vergangenheit , den Freunden, die er im Pazifik verloren hat und seinem Sohn Saul, der ihm in die US Army folgte und schließlich zu seinem Tod in Vietnam.
Als Sheldon in der Wohnung seiner Enkelin Zeuge des Mordes an einer Frau wird, rettet er ihren sechs Jahre alten Sohn und beschließt mit ihm zu fliehen. Verfolgt von der Balkan Bande, die für den Mord verantwortlich ist, und von der norwegischen Polizei, muss er sich auf die Ausbildung von mehr als einem halben Jahrhundert vor verlassen, um zu versuchen den Jungen schützen. Sie bilden ein seltsames Paar in dieser für Sheldon fremden Landschaft, und obwohl sie nicht einmal die gleiche Sprache sprechen, entwickeln sich zarte Bande zwischen ihnen.
Sheldon springt in seinen Erinnerungen immer wieder zwischen verschiedenen Zeitebenen, so dass der Leser sich konzentrieren muss, um ihm zu folgen. Sheldon ist ein eigenwilliger und schwieriger Charakter aber dennoch auf seine Art sympathisch. Es ist anrührend, wie er sich um den Jungen kümmert und dabei versucht, seine Geschichte und alte Schuld aufzuarbeiten.
Der Roman bietet eine faszinierende Mischung aus komischen Szenen mit viel Wortwitz und schonungslosen Einblicken in die Brutalität des Krieges, ein Roman, der zumindest bei mir tiefen Eindruck hinterlassen hat.
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am 11. November 2013
Kurze Zusammenfassung des Inhalts:
Sheldon Horowitz ist Amerikaner jüdischer Abstammung und lebt in New York. Bis er mit 82 Jahren nach dem Tod seiner Frau Mabel mit seiner Enkelin Rhea und deren Mann Lars nach Norwegen umsiedelt. Sehr widerwillig übrigends und mit großen Schwierigkeiten, was das Einleben im neuen Land angeht.

Bis eines Tages die Mieterin aus dem Stock über Sheldon nach einem heftigen Streit (der im ganzen Haus zu hören ist) aus der Wohnung flieht. Kurzerhand macht Sheldon die Türe zu seiner Wohnung auf und gewährt der Frau mit ihrem ca. 7-8jährigen Sohn Zuflucht. Leider sprechen weder Frau noch Kind Englisch und bevor Irgendetwas geklärt werden kann, bricht der Verfolger auch schon die Türe auf. Die Frau wird ermordet, Sheldon und der Junge können fliehen.
Ab hier beginnt eine sehr kuriose Flucht...

Fazit:
Auf den ersten 30 Seiten habe ich mich mit Sheldon und dessen Eigenarten etwas schwer getan. Aber spätestens ab dem Zeitpunkt, als der alte Mann mit dem Jungen aus der Wohnung flieht, nimmt die Geschichte Fahrt auf. Man erfährt in Rückblicken Sheldons Geschichte als Soldat im Korea Krieg und seinen Schuldgefühlen seinem Sohn gegenüber, der im Vietnamkrieg gefallen ist.

Auch die Geschichte der Frau und des Jungen wird nach und nach erzählt. Aber nur häppchenweise; das macht natürlich gleich noch neugieriger. Man möchte wissen, warum die Frau überhaupt ermordet und der Junge verfolgt wird. Sehr spannend, sehr tragisch, sehr lesenswert!

Beeindruckt hat mich die Art, wie der Autor Derek B. Miller Sheldons Rückblicke erzählt, der Galgenhumor (jüdischer Witz?) in Situationen, die eigentlich eher zum Weinen sind und - wie einer der Vorrezensenten schon geschieben hat - die erfrischend politisch-unkorrekte Sichtweise auf andere Länder/Nationen.

Uneingeschränkt empfehlenswert und nur ein Pünktchen - oder, wenn das ginge einen halben Punkt - Abzug für das sehr offene Ende (aber das ist Geschmackssache)!
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TOP 500 REZENSENTam 31. Mai 2013
Zunächst möchte ich ganz deutlich erwähnen, dass dieses Buch KEIN Thriller ist und auch nicht den Anspruch erhebt. Es ist deutlich als ROMAN gekennzeichnet und ist das auch. Deshalb ist er auch unter "Literatur" eingeordnet. Ein Mord allein macht noch lange keinen Krimi oder Thriller! Wer also einen Thriller oder Krimi lesen möchte, der sollte von diesem Buch deutlich Abstand nehmen!

Zum Buch: Sheldon Horowitz, 82 Jahre alt und Witwer, zieht zu seiner Enkelin nach Oslo. Sein Sohn Saul ist in Vietnam gefallen und Sheldon macht sich dafür verantwortlich, denn er hat einen "Kriegskomplex": noch immer hat er den Holocaust nicht verwunden. Das ist natürlich verständlich, aber Sheldon wählt den falschen Weg, um Gerechtigkeit zu finden. Er war in Korea im Einsatz. Seiner Familie hat er erzählt, er war in der Schreibstube, doch die Wahrheit ist eine andere. Als er endlich davon erzählen möchte, tut es seine Familie als Angeberei bzw. Symptom seiner Demenz ab. Auch seinen Sohn hatte er nicht davon abgehalten, in Vietnam zu kämpfen. Sogar einen zweiten Einsatz Sauls dort lässt er zu. Dieser endet tödlich.

Körperlich vom Krieg unversehrt, aber selisch gebrochen, agiert Sheldon dermaßen unverständlich für andere, dass seine Frau irgendwann der Überzeugung war, das müsse Altersdemenz sein. Doch ist es das wirklich? Im Buch wird sehr schnell deutlich, dass Sheldon sehr wohl weiß, was real und was imaginär ist. Er spricht mit Bill, einem Freund aus früheren Tagen, als Sheldon noch sein Uhrengeschäft hatte. Doch dieser lebt nicht mehr und Sheldon weiß das auch. Sheldon weiß ebenfalls, dass Bill für ihn nur ein "Ersatz" für Gott ist, mit dem er abgeschlossen hat, weil dieser es zuließ, dass sein Sohn Saul in Vietnam gefallen ist. Sheldon ist verbittert und erwartet von Gott sowohl eine Erklärung als auch eine Widergutmachung für all das Leid, das er zulässt.

Als nun ausgerechnet vor seiner Tür ein Drama beginnt, in dessen Verlauf Sheldon einen kleinen Jungen rettet, aber nicht die Ermordung dessen Mutter verhindern kann, macht er sich auf den Weg. Er weiß, er muss diesen Jungen in Sicherheit bringen. Sheldons Enkelin, die gerade eine Fehlgeburt hatte, und deren Freund Lars machen sich ebenso auf die Suche nach Sheldon, wie die Polizisten Sigrid und Petter. Die Geschichte von Rhea, Lars, Sigrid und Petter wird nur am Rande erwähnt, quasi nur so viel (oder wenig), wie unbedingt nötig ist, um den Sinn zu verstehen. Die eigentliche Story ist Sheldons Weg zu seinem inneren Frieden. Den versucht er dadurch zu finden, indem er all seine eigenen Fehler widergutmacht durch die Rettung des kleinen Jungen, dessen Sprache er nicht spricht und der die ganze Zeit über stumm bleibt. Er nennt ihn "Paul" – in Anlehnung an seinen Sohn Saul. Sheldon weiß, dass er Saul nicht retten kann, aber Paul sehr wohl. Es kann auch sehr gut sein, dass der Autor dem Leser damit die Geschichte von Saulus und Paulus ins Gedächtnis rufen wollte.

Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt. Es beginnt mit "Der 59. Breitengrad". Auf diesem liegt Oslo (neben Stockholm, Helsinki und Sankt Petersburg), hierher hat es Sheldon, der in Kampfsituationen immer "Donny" ist (ein Relikt aus seiner Zeit als Soldat in Korea) mit seiner Enkelin, die nach dem Tod ihres Vaters bei Sheldon und seiner Frau gelandet ist, weil ihre leibliche Mutter unfähig war, sie großzuziehen, verschlagen. Rhea nennt ihn "Papa".

Der zweite Abschnitt ist betitelt mit "Flussratten". Das bezieht sich auf Sheldons Mitteilung an Rhea, in der er ihr versteckt mitteilt, wo er hinzugehen gedenkt. Es ist ein Zitat von Mark Twain (Huckleberry Finn).

Der dritte Teil heißt "New River". Dieser ist ein Zusammenschluss vom North Fork New River und dem South Fork New River. Für mich der Inbegriff dafür, dass Sheldon mit sich ins Reine kommt und "Nord und Süd", also Gut und Böse, Krieg und Frieden, Hass und Liebe usw. einen gemeinsamen Nenner finden und gemeinsam existieren können und sogar müssen.

Fazit: Das Buch ist keine lockerflockige Lektüre. Es strengt den Leser teilweise extrem an, es fordert ihn und es belastet ihn. Wer trotzdem durchhält und sich für die Story öffnet, der wird durch das Buch sogar sehr bereichert. Das geht aber nur, wenn man meinen anfangs erwähnten Punkt beachtet: es ist KEIN Krimi/Thriller! Es ist anspruchsvolle Literatur, die politisch und philosophisch geprägt ist. Das Titelbild ist wunderschön gestaltet, obwohl es recht schlicht ist. Aber es trifft den Kern der Sache, es passt zum Buchinhalt und es lässt Raum für die eigene Phantasie. Für einen Erstlingsroman ein extrem beeindruckendes Werk!
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am 28. Mai 2013
Sheldon Horowitz ist ein ungewöhnlicher Held: Nach dem Tod seiner Frau zieht er mit 82 Jahren von New York zu seiner Enkelin Rhea und deren Mann nach Oslo. Eines Tages steht eine südländisch aussehende Frau mit einem kleinen Jungen vor seiner Tür. Anscheinend wird sie verfolgt. Kurz darauf wird die Tür eingetreten und die Frau getötet...

Sheldon ist ein amerikanischer Jude, an erster Stelle stand für ihn immer sein Land, erst dann kam die Religion. Und so hatte er sich freiwillig für den Korea-Krieg gemeldet, nachdem er für einen Einsatz im 2. Weltkrieg zu jung war. In diesem Sinne hat er auch seinen Sohn erzogen, fühlt sich jedoch schuldig an dessen Tod, seitdem Saul in Vietnam gefallen ist.

Paradoxerweise gerät er nun in Norwegen zwischen die Fronten eines ganz anderen Krieges und hat plötzlich mit der Folgen der Gräueltaten des Kosovo-Konflikts zwischen Albanern und Serben zu tun. Unverhofft erhält Sheldon die Chance auf Vergebung, als er mit dem Sohn der Frau fliehen kann. Doch was wollen die Verfolger überhaupt von dem Jungen?

Derek B. Miller hat seine Hauptfigur wunderbar gezeichnet: ein bisschen skurril, altersstarrsinnig und kriegsgeschädigt, aber geistig noch recht rege. Auf der Flucht driften Sheldons Gedanken immer wieder ab in die Vergangenheit zu den vielen Freunden und Verwandten, die er alle überlebt hat. Ein ehemaliger US-Marine, der sich auf seiner letzten und wichtigsten Mission befindet.

"Ein seltsamer Ort zum Sterben" ist eine spannende Geschichte, mit subtilem Humor. Wie Sheldon mit dem fremden Kind umgeht, das ihn an seinen verstorbenen Sohn erinnert, ist einfach köstlich. Herrlich auch, wie politisch inkorrekt er von den Bewohnern des ehemaligen Jugoslawien spricht. Das wahrscheinlich unterhaltsamste Buch über Demenz und das Älterwerden.

Fazit: Ein außergewöhnliches Debüt, mit einem liebenswerten Protagonisten. Ein Roman, der Herz und Seele berührt. Sehr zu empfehlen!
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am 26. Juni 2016
meine Meinung:
Eine Geschichte die zu viel sein möchte: Roadmovie, Familiengeschichte, Krimi, … Leider geht dabei der rote Faden verloren und man bekommt kaum emotionalen Zugang zu den beteiligten Personen. Der Junge bleibt namenlos, spricht nicht und ist leider nur eine Randfigur, der durch die Handlung gezogen wird. Sheldon selbst ist zwar sympathisch und seine Handlungen aus seiner Sicht auch nachzuvollziehen, trotzdem bin ich mit ihm nicht so richtig warm geworden. Er schwankt für mich viel zu sehr von einem Extrem ins nächste. Mal ist er alt und tatterig, dann wieder reaktiviert er seine Scharfschützen-Vergangenheit und ist völlig klar und fit.
Sheldons Enkelin und ihr Mann sind sympathisch. Sie holen den Alten zu sich nach Norwegen, um sich um ihn zu kümmern. Leider wird die Geschichte der Enkelin, die ihre eigenen Eltern nie kennengelernt hat, auch nicht vertieft. So bleibt auch sie recht blass in der Geschichte.
Gerne hätte ich mehr über die Vergangenheit des Jungen und seiner Mutter erfahren. Schließlich war sie aus dem Kosovo nach Norwegen geflohen und hat sicherlich ebenfalls eine interessante Lebensgeschichte. Schade!
Der Erzählstil ist flüssig und gut zu lesen. Jedoch machen einem die abrupten Zeit- und Gedankensprünge Sheldons den Zugang zur Geschichte schwer. Auch das plötzliche Auftauchen von imaginären früheren Weggefährten Sheldons (mit denen er teilweise lange Gespräche führt) ist sehr gewöhnungsbedürftig. Er arbeitet so zwar seine Kriegserfahrungen im Korea-Krieg und den Verlust seines Sohnes im Vietnam-Krieg auf, aber trotzdem fand ich das zu viel des Guten und sehr unübersichtlich. Auch diese Aufarbeitung der Kriegsvergangenheit war für mich zu sehr vordergründig. So werden der Korea-Krieg, der Vietnam-Krieg, der 2. Weltkrieg und auch noch der Kosovo-Konflikt thematisiert. Für mich definitiv zu viel des Guten. Evtl. wollte hier der amerikanische Autor die kriegerischen Aktivitäten seines Landes in den letzten Jahrzehnten gleich komplett aufarbeiten?! Auch die Tatsache, dass Sheldon Jude ist, wird für mich viel zu sehr in den Vordergrund gerückt und hat mit der eigentlichen Geschichte nur bedingt etwas zu tun.
Auch hätte ich mir gewünscht, dass die eigentliche Flucht der beiden Hauptakteure mehr vordergründig wäre. Der Alte und der Junge als Team unterwegs durch Norwegen. Davon hätte ich gerne mehr gelesen.

Bewertung:
Eine Geschichte, die im Klappentext viel verspricht, aber nicht alles davon hält.
Dazu sind einige doch sehr brutale Szenen enthalten, mit denen ich nicht unbedingt gerechnet habe.
Norwegen und die Norweger sind gut beschrieben, kommen aber leider auch etwas kurz weg.
Auch das Ende erfolgt sehr abrupt und es bleibt sehr vieles offen. Leider!
Trotzdem vergebe ich dafür, dass es ein Erstling ist und mir Sheldon größtenteils doch recht sympathisch war, noch 3 Sterne.
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am 30. Mai 2016
Ein 82 Jahre alter amerikanischer Kriegsveteran muss seiner Enkelin nach Norwegen folgen. Dort ist er unzufrieden mit der norwegischen Lathargie gegenüber des Holocausts und findet auch sonst wenig schönes und sinnstiftendes in seinem Leben.

Bis er eines Tages die Bekanntschaft eines kleinen Jungen macht, der von üblen Gesellen verfolgt wird. So gehen die Beiden auf die Reise und versuchen die Haut des Jungen zu retten. Dabei schwebt der Veteran emotional, psychisch und auch kräftemäßig immer zwischen Himmel und Hölle. Manche Einfälle sind so abstrus, dass sie komisch erscheinen, aber das wird dem Ernst der Lage nicht gerecht. Denn er arbeitet auch sein eigenes Schicksal auf, ja es kommt einem vor wie eine Läuterung.

Ein tolles Buch über eine Zufallsfreundschaft, die Grausamkeiten des Krieges auch in den Jahren danach und dem Versuch schlicht das Richtige zu tun.

4 Sterne.
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am 4. Dezember 2013
Zum Inhalt nur ganz kurz, da er hier ja schon oft zusammengefasst wurde.
Der 82-jährige amerikanische Jude Sheldon versucht einen kleinen serbischen Jungen in Norwegen vor den Mördern seiner Mutter in Sicherheit zu bringen. Sheldon und der Junge fliehen einige Tage lang ohne norwegische Sprachkenntnisse und ohne Geld. Das ist amüsant zu lesen.
Unterdessen erinnert sich Sheldon immer wieder an seinen Einsatz im Koreakrieg und stellt sich auch immer wieder den Einsatz seines gefallenen Sohnes in Vietnam vor. Dazu führt er noch fiktive Dialoge mit einem verstorbenen Nachbarn und Freund. Das ist oft - besonders zu Beginn- verwirrend und trägt zum Handlungsverlauf kaum bei, zum Verständnis von Sheldons Beweggründen nur wenig.
Immer wieder erzählt Miller Details einer Szene: so charakterisiert er die ermittelnde Kommissarin Sigrid ausführlich, die eigentlich nur eine Nebenrolle spielt. Oder er beschreibt den Eindruck, den die Kommissarin von Sheldons Wohnung hat. Das lässt erwarten, dass diese Details irgendwann noch einmal wichtig werden, werden sie aber nicht. Der Held, Sheldon erscheint sympathisch, aber sein Handeln ist nicht nachvollziehbar. Ihn hätte ich gerne besser kennengelernt, ebenso Paul und seinen Vater...
Das Buch endet mit einem großen sinnlosen Gemetzel.
Fazit: Nicht jeder Krimi, der in Skandinavien spielt, ist lesenswert. Dieser hat viele Längen und Schwächen.
Zwei Sterne für den sympathischen Helden.
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am 26. Mai 2014
Der Anfang des Buches ist etwas seltsam und gewöhnungsbedürftig. Aber mit der Flucht des kleinen Jungen wird es dann unglaublich interessant und spannend.
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am 15. Juni 2013
Sheldon Horowitz ist inzwischen 82 Jahre alt. Nach dem Tod seiner Frau ist er zu seiner Enkelin Rhea und ihrem Ehemann Lars nach Norwegen gezogen. Der Sohn Saul ist im Krieg gefallen und Sheldon fühlt sich schuldig an seinem Tod, weil er ihn bestärkt hatte zum Militär zu gehen. Obwohl Sheldon Jude ist, fühlt er sich als patriotischer Amerikaner.
In Norwegen lebt er noch mehr in der Vergangenheit, weil er sich fremd fühlt. Deshalb hegt seine Enkelin den Verdacht, dass er ein wenig dement ist.
In der Wohnung über ihm kommt es immer wieder zum Streit. Als die Frau mit dem kleinen Jungen verzweifelt vor der Wohnungstür steht, zögert Sheldon keinen Moment und hilft den beiden. Doch die Verfolger treten die Tür ein. Sheldon versteckt sich mit dem Jungen in einem Schrank. Die Frau wird ermordet. Nachdem Ruhe eingekehrt ist, flüchtet Sheldon mit dem Jungen. Er versteckt sich in einem großen Hotel und ist beim Check-in recht gewieft.
Im Verlaufe der ganzen Geschichte zeigt Sheldon einerseits Bauernschläue, andererseits hat er eine ziemlich einfache Weltanschauung, die durch seine Senilität besonders zum Vorschein kommt. Er ist ein liebenswert skurriler Typ. Aber er übernimmt Verantwortung, wo andere wegschauen würden.
Während des ganzen Romas sind Sheldons Gedanken immer wieder in der Vergangenheit. Sein Erlebtes beeinflusst seine Entscheidungen.
Ein unterhaltsames Buch, kein Krimi trotz kriminalistischer Handlung. Ein liebenswerter, etwas seltsamer Protagonist.
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