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Kundenrezensionen

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am 19. Juli 2005
»Täuschungen« ist ein unglaublicher Roman, in Skizzen aus Gesprächen aufgebaut. Fast jedes Wort ist wörtliche Rede, ohne irgendwelche Rahmentexte. Ort des Geschehens und die handelnden - besser sprechenden - Personen müssen aus dem gesprochenen geschlossen werden, so, als ob man einen Kinofilm hören würde. Nur kann man beim lesen nicht die Stimmen wieder erkennen.
Philip Roth baut mit den Skizzen eine Liebesgeschichte auf. Zwei Liebende, jeweils anderweitig gebunden, treffen sich und reden über sich, ihre Partner und ihre Situationen. Dies alles wird niedergeschrieben, in einem Notizbuch des männlichen Partners, eines Schriftstellers. Ob das jetzt wirklich passiert ist oder nur Fiktion, wer weiß. Die beiden letzten skizzierten Gespräche finden mit anderen Partnern statt, der Ehefrau des Autors und einer 4. Person, auch hier spielt Philip Roth mit den verschiedenen Wirklichkeitsebenen. Die Ehefrau hat das Notizbuch gefunden und gelesen, das darf ich hier verraten, das steht auch im Klappentext. 'Philip', so heißt auch die Figur im Buch, erzählt ihr, das es sich um Fiktion handelt, um seine Arbeit als Schriftsteller. Wie weit dieses Gespräch und das folgende autobiographisch authentisch oder fiktiv sind, aus Sicht der erzählten und erzählenden Person 'Philip' oder aus sicht des Autors, das zu entscheiden, bleibt dem Leser überlassen.
Ich habe »das ganze Ding gelesen«, wie die Frau von Philip, in einem durch, eine längere Zugfahrt und ein paar Minuten im Bahnhof, ich konnte nicht aufhören. Ein ungewöhnliches Buch, auf jeden Fall eine Kaufempfehlung.
Mit der Auswahl eines Zitates für die Überschrift habe ich mich diesmal besonders schwer getan, am besten gefallen hatte mir er Satz »Mein Gott, was für eine prätentiöse ...(*)!« den Philips Frau sagt, den ich aber auf keinen Fall als Titel für die Rezension eines so wundervollen Buches verwenden wollte. Deshalb dieses hier, aus dem letzten aufgezeichneten Gespräch: »Ja. Da hast du das Leben. Immer ein bißchen an der Fiktion vorbei.«
(*Das Wort darf man hier wohl nicht schreiben, fängt mit 'Sch' an und geht mit 'ei' und so weiter)
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am 1. März 2008
Seitensprünge werden zumeist im Gespräch gestanden, überwunden oder führen zur Trennungen. So verwundert es nicht, dass Philip Roth in seinem Roman Täuschung den Dialogroman wiederbelebt. Allerdings hat die Ehefrau es, als sie den Beweis findet, mit einem Schriftsteller zu tun und der flüchtet sich in das Argument, alles sei nur ausgedacht, Stoff seiner Fantasie. Ob der Betrug dabei nur vorgestellt ist, wahrhaftig stattgefunden hat oder stattfindet, ist ein Spiel, dem sich Philip im Roman leidenschaftlich hingibt. Den Vorwürfen, denen er sich ausgesetzt sieht, begegnet er mit Lügen. Ein allseits bewährtes Mittel, sich Zeit zu verschaffen, die erste Welle an Empörung zu überstehen. Und so verschwimmen nach und nach die Grenzen. Dass Schriftsteller sich oft der Tatsache ausgesetzt sehen, nicht mehr zu wissen, was real, was nur erdacht ist, kommt einer Berufskrankheit gleich, für die es weder eine Krankschreibung, noch das passende Medikament gibt. Philip Roth macht das Beste daraus. Er schreibt eine furiose Geschichte, die es schwermacht, sich auf eine Seite zu stellen, und bei der so etwas wie Moral fehl am Platze ist.
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am 27. Juni 2009
Der Zugang zu diesem Roman ist wahrlich nicht leicht. Deswegen gleich vorweg an jeden der Appell: Lesen Sie dieses Buch auf jeden Fall zu Ende, nur dann wird der Sinn sich erschließen. Hauptproblem ist nämlich, dass Philip Roth hier ausnahmslos Dialoge verwendet. Es gibt keinerlei näheren Erläuterungen zu irgendwelchen Figuren und man weiss als Leser zu Beginn nicht wer da gerade spricht, da vieles erst im Verlauf erwähnt wird und wann genau das Erzählte stattfindet. Jedenfalls tauchen mehrere Personen auf, das ist noch an den Namensnennungen erkennbar, darunter eine junge Polin, die viel über ihr Leben erzählt und ein Freund aus Prag, der eine gescheiterte Ehe hinter sich hat. Am meisten kommen aber der Erzähler selbst und seine englische Geliebte zu Wort. Nachdem sie Sex hatten. Irgendwann muss Philip, der Erzähler, sich vor seiner Frau rechtfertigen, da sie Notizen über die Dialoge fand und ihn nun des Ehebruchs beschuldigt. Er behauptet, dass es sich doch nur um fiktive Dialoge handele, die er für ein neues Buch brauche... Dann folgt noch ein "klärendes" Telefonat, das sämtliche Klarheiten beseitigt! :-)
Es ist großartig und vor allem gegen Ende hin auch recht unterhaltsam wie Philip Roth hier mit Fiktion und Realität spielt, am Ende weiss man gar nicht mehr, was nun echt ist und was nicht. Und wie so oft hat Roth wieder die Themen Sex, Ehe und Judentum in dieses Verwirrspiel eingeflochten. Wobei "eingeflochten" beim Thema Sex untertrieben wäre, immerhin ist das ja der ganze Aufhänger des Buches.
Wie erwähnt ist es anfangs nicht ganz leicht nachzuvollziehen was Philip Roth dem Leser eigentlich mitteilen möchte, aber wenn man am Ball bleibt wird sich das ändern. Ein weiteres Buch von Philip Roth und ich bin wieder begeistert. Volle Punktzahl.
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am 29. April 2014
Ich habe mit Begeisterung Philipp Roths "Amerikanisches Idyll" gelesen. Doch dieser Roman warf mich etwas aus der Bahn. Wie viele Rezensenten berichten, ist es auch für mich schwierig gewesen, immer wieder zu erkennen, wer denn in all den Dialogen gerade spricht. Ich konnte nur an ganz bestimmten Worten erkennen, ob Frau oder Mann und wer und was und warum. Wenn Philip Roth den Leser komplett verwirren wollte, bei mir hat er es erreicht. Doch beim Weiterlesen schien es mir gar nicht mehr so wichtig zu sein. Ich ließ mich allein auf Satzaussagen, Inhalte und den Wortduellen bzw. Wortspielen ein. Formell und inhaltlich sicher sehr gelungen, sehr "künst-lich". Am Ende blieb aber ein "ent-täuschendes" Gefühl, nicht wirklich etwas beim Lesen mitgenommen zu haben. Trotzdem, ich lese Philip Roth sehr gerne und er beweist mit "Täuschungen", dass er "täuschend" vielseitig ist.
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TOP 500 REZENSENTam 9. März 2003
Mitunter sind Bücher wie Kuchen - hat man den ersten Bissen genossen, schlingt man den Rest im Rausch herunter. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall: nach dem ersten Geschmackstest verzichtet man dankend auf jeglichen weiteren Konsum. Wozu gehört das vorliegende Buch? Zu keiner der beiden Kategorien - es ist ein Buch, das einem Kuchen gleicht, der am Anfang ganz vorzüglich mundet, um am Ende immer fader zu werden, bis man schließlich den Verzehr beendet. Das liegt sicher auch an der schwierigen formalen Präsentation des Romans. Denn das ganze Buch über muss sich der Leser durch Dialoge arbeiten, ohne immer zu wissen, wer gerade spricht. Da überhaupt keine klassische Erzählung geboten wird, dauert es immer seine Zeit, bis man versteht, mit welcher Figur der Schriftsteller ( im Buch als "Philip" angesprochen ) gerade debattiert - ist es seine prätentiöse verheiratete Geliebte, sind es diverse Osteuropäerinnen, die dem Schriftsteller das Herz ausschütten oder ist es der eine oder andere gehörnte Ehemann? In Ordnung, denkt man sich. Aber wovon handelt dieses Buch? Was ist sein Plot? Wenn der Klappentext nicht wäre, hätte man mit der Beantwortung dieser Frage allerdings seine Schwierigkeiten. Der Klappentext spricht von einem doppelten Ehebuch, einer Täuschungsaktion, womit ein Spannungsbogen suggeriert wird, den der Roman überhaupt nicht besitzt. In Wahrheit unterhalten sich die Protagonisten, deren Konturen das ganze Buch über recht unscharf bleiben, mit dem Schriftsteller im wesentlichen über dreierlei: über die Ehe im Allgemeinen, über das Judentum im Besonderen und über die Probleme des Romanciers, Fiktionalität in Literatur zu überführen. Was die ersten beiden Themen - die Ehe und das Judentum betrifft - zeigt sich Roth auf der Höhe seines Könnens. Jedem seien die funkelnden Aperçus auf den Seiten 66-70 und 101 - 110 empfohlen. In ihnen steckt mehr Geist und Weisheit als in den meisten Büchern, die es heute zu kaufen gibt. Mit seinem dritten Thema jedoch - der Überführung der Fiktionalität in Literatur - fährt der Autor das Buch an die Wand. Man traut es sich bei einem Meister wie Roth kaum zu sagen: aber die kaugummiartig- uninspirierten Gespräche zu diesem Problemkomplex kommen dem Leser so vor, als würde er über die Feinheiten eines Fahrzeugmotors informiert, wo er doch viel lieber mit dem Cabrio bei offenen Verdeck über Land fahren würde.
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Roth, Philip, Täuschung - Ein Roman, 1990 (dtv)

Dies ist das Buch eines der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller, das aber für sich genommen schwer zu verstehen ist und erst auf den letzten 20 der 157 Seiten anfängt, im Zusammenhang verständlich zu werden, was für den Leser eine ganz schöne Zumutung ist.

Der Erzähler, der mit dem Autor identisch ist, legt in diesem Buch, das er im Titel ausdrücklich einen "Roman" nennt, im Grunde so etwas wie ein Notizbuch vor, in dem er Dialoge mit verschiedenen Personen, in erster Linie mit seiner Geliebten, aber auch mit anderen Frauen oder mit seinem Freund Ivan oder mit einer Gerichtsversammlung wiedergibt. Es geht um Sex, um Täuschung der Ehepartner, um Politik, um Jüdischsein und vieles andere. Die Lektüre und das Verständnis sind insofern schwierig, als man manchmal nur mühsam erschließen kann, mit wem er gerade worüber redet. Ein Beispiel: Einmal redet er mit seiner Geliebten (?) über ein schriftstellerisches Problem, er, also Philip Roth, arbeite gerade an einem Roman, in dem seine Hauptfigur, Zuckerman, stirbt. Der Biograph Zuckermans, der auch eine Biographie über I.E.Lonoff geschrieben hat, hat nun Schwierigkeiten, mit dieser Biographie zurechtzukommen und er sucht das Gespräch darüber mit - Philip Roth. - Was man jetzt eigentlich wissen muss: Zuckerman ist das alter ego von Philip Roth in einigen Romanen, und Lonoff ist die Gestalt, die den großen Vorläufer der amerikanisch-jüdischen Literatur von Philip Roth darstellt, nämlich Bernard Malamud. Alles klar?
Wie immer, die Auffassung Zuckermans und damit wohl auch von Philip Roth von der Aufgabe des Schriftstellers ist folgende: "Die Nase am Saum der Unterwäsche - das ist das Wesen des Schriftstellers. Unreinheit" (77). Anders ausgedrückt: Der Schriftsteller soll nicht ausgewogen, anständig, gemäßigt schreiben, sondern rücksichtslos die Abgründe seiner Figuren erforschen, die er auch immer in sich selbst hat.
Entsprechend intim und rücksichtslos sind dann auch die Dialoge. Gegen Ende des "Romans" stellt sich heraus, dass Roths Frau dieses Tagebuch gelesen hat, und ihr gegenüber behauptet er und gibt plausible Erklärungen dafür, dass alle verfänglichen Dialoge nur imaginiert seien, sie stellten lediglich Vorarbeiten für einen Roman dar. Es gebe keine Geliebte, es stimme z.B. auch nicht, was sein Freund Ivan ihm in den Notizen vorwirft, nämlich mit seiner Frau Olina geschlafen zu haben. Roths Frau kann all dies nur schwer goutieren und kaum glauben, am Ende dieses Disputes beharrt der Schriftsteller aber ärgerlich auf seiner Freiheit als Schriftsteller, alles auf die Weise zu schreiben, die er für richtig hält.
Nachdem der Leser also jetzt eine einigermaßen realistische Zuordnung vornehmen kann, folgt noch ein letzter Dialog, der erst die endgültige Wahrheit zu enthüllen scheint: Philip Roth telefoniert mit seiner ehemaligen Geliebten und berichtet ihr von dem Gespräch mit seiner Frau und sie sprechen darüber, wie er sie, die Geliebte, in seinem Roman dargestellt hat. Der Leser mag sich aber nach so vielen Finten und Täuschungsmanövern nicht zufrieden geben: Ist das vielleicht auch nur wieder imaginiert?
Aber es geht für den Leser ja auch nicht darum, Enthüllungen zu betreiben, das mag für die Ehefrau relevant gewesen sein. Der Leser kann, wenn er sich denn durch die Dialogbruchstücke hindurchackert, in den Sog der dort oft frivol, witzig und triftig behandelten Themen geraten, auch wenn er mit dem realistischen Kontext Schwierigkeiten hat. Philip Roth selbst sagt dazu wenig Tröstliches: "Es hat etwas für sich, wenn man das ganze Fett der Exposition weglässt, aber ich habe das noch nicht einmal ansatzweise richtig durchdacht. Ich weiß wirklich nicht, was ich da überhaupt habe. Ein Porträt wovon?" (142f.). Von daher bekommt die Bezeichnung "Ein Roman" im Titel etwas sehr Ironisches.
Vielleicht ist das Problem von Schein und Sein für den Schriftsteller noch relevanter als für den Leser, denn Ivan wirft Philip einmal vor: "Und du hörst zu und hast nichts Eiligeres zu tun, als es niederzuschreiben, und dabei ruinierst du (das Leben) mit deiner verdorbenen Fiktionalisierung." (71). Das zeigt sich ja auch in der Beziehung zu seiner Frau, er gefährdet seine Beziehung zu ihr, indem er seinen Fantasien nachhängt, was er mit der Behauptung verteidigt, alle Männer täten dies: "Der Unterschied ist der, dass ich mich gedrängt fühle, meine unreinen Phantasien zu entwickeln und niederzuschreiben. Ein mildernder Umstand: meine Arbeit, mein Lebensunterhalt." (140). Immerhin: mit diesem Eiertanz um Sein und Schein zwingt der Schriftsteller den Leser darüber nachzudenken, wie stark er selbst in der Wirklichkeit oder in der Fiktion lebt.
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am 8. September 1999
Roth macht auch hier, was er am besten kann: er seziert die harte Realität existierender und gelebter Beziehungen mit einer Offenheit, die man wahrscheinlich erst schätzen kann, wenn man selbst Illusionen zu Grabe getragen hat. Nichts für junge Leser, denke ich, denn die Präzision der einfachen Sätze hat wenig Aufregendes, die Handlung verschwimmt, wird gedehnt, geleugnet. Aber gerade deshalb: Ein kleines, feines Meisterwerk.
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am 1. August 2007
Eine Frau und ein Mann unterhalten sich über ihre Äffäre und alles, was so dazugehört: Die Partner der beiden, Liebschaften in der Vergangenheit usw. Aber das Ganze ist nur der Text eines Schriftstellers. Vielleicht aber auch nicht? Oder was?

Das Buch ist komplett in Dialogen geschrieben. Die Wortwechsel fand ich dabei so aufregend wie ein Therapiegespräch und so sind sie auch geschrieben. Ich hatte eher eine Frau vor Augen, die auf der Couch liegt, und einen Herrn mit Pfeife, der mäßig gelangweilt aus dem Fenster schaut, als ein Paar, das sich jeden Moment bespringt. Dabei verwenden beide genau dieselbe lapidare, fast lakonische Sprache - für mich etwas, das in einem Dialogroman gar nicht geht. Gut, es gibt die eine oder andere Wendung, aber wirklich überrascht hat mich nichts in diesem Buch. So wie es geschrieben ist, fand ich es doch recht belanglos.
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am 19. März 2010
Ich möchte mich ganz kurz halten, denn in dem Roth-Werk gibt es schon genug Geschwafel. Es kommt nicht oft vor, dass ich ein Buch nicht vollständig lese - hier war es zugegebenermaßen so. Etwa bei Seite 80 habe ich mich einfach danach gesehnt, mich etwas Sinnvollerem zuzuwenden. Ich habe dann nur noch die letzten 10 Seiten (ab 147) gelesen, und entschied mich, doch 2 statt 1 Stern zu werten. Die Abschlusspassage ist leidlich gelungen, wie auch vereinzelte Abschnitte zuvor. Wer "Ehepaare" von Updike noch nicht gelesen hat, sollte bitte, bitte diesen vorziehen.
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am 10. März 2003
Dieses Buch besteht ausschließlich aus Dialogen. Und man muss aufpassen, wer spricht, denn es steht nie dabei: A sagt, oder: B antwortet. Das ist wahnsinnig virtuos. Über dieses Werk wurde ich zum Philip Roth-Fan und das, wo ich während meines Amerikanistikstudiums vor gut zehn Jahren noch keine Zugang zu diesem Autor fand und ein Roth-De Lillo-Seminar hinschmiss. Der Beziehungsbetrug und die Selbst-Täuschung, die hier eloquent verhandelt werden, ohne je langweilig zu werden, erfordern Reife des Lesers.
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