Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Sony Learn More madamet Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Prime Photos Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen57
4,3 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 22. April 2001
Du wirst es nicht glauben, aber wenn du "Silentium" von Wolf Haas gelesen hast, wirst du anfangen so zu reden und zu denken, wie er schreibt. Du wirst in so eine Art gedanklicher Hypnose oder Trance kommen und zweitens der Rhythmus und dass Zeitworte nicht mehr unbedingt nötig, du weißt schon. Thomas Bernhard, na ja, was die haarsträubend genaue Beschreibung Salzburgs betrifft und so, schon, aber sonst schon gar nicht.
Wenn du dann noch selber hinein und hinausgegangen, die Kirchen hinein und hinaus, so wie ich, Jungschar und Ministrant, dann Gnade Gott, da rinnts dir schon kalt den Rücken hinunter, als würdest du jetzt auch gleich vorkommen. Wie du schon bemerkt haben wirst, Anrede in der zweiten Person, sozusagen ein genialer Kunstgriff.
Nimm dir genug zum Essen und Trinken mit, wenn du anfängst mit dem Buch, weil Pausen so gut wie keine möglich. Und deine Freundin neben dir, wirst du auch aufwecken mit deinem Lachen mitten in der Nacht.Und das, obwohl die Geschichte reichlich verworren und skuril, aber die ist eben gar nicht so wichtig, weil viel wichtiger Sophie und so Dings eingeflochten an fast jeder Stelle. Das Kopfweh vom Brenner und der Föhn, dass dir selber der Schädel anfängt zum Brummen.
Bleibt also nur zu hoffen, dass dir das nicht bleibt, du weißt schon, weil dann wäre es so wie mit den Melodien und den dazugehörigen Texten vom Brenner und dass die was zu bedeuten haben, aber was nur?
11 Kommentar|57 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 19. Januar 2016
Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen. Von der Thematik klang es recht aktuell (Kirche und Kinder und deren Ausnutzung), obwohl das Buch bereits 1999 erschienen ist. Außerdem war ich öfter in Salzburg und fand es interessant einen Roman zu lesen, der da auch spielt. Die Handlung ist schon recht abstrus und obwohl der Roman als Krimi beworben wird, macht er als whodunit keine so gute Figur. Er bekam 2000 sogar den Deutschen Krimipreis.

Was den Roman von anderen unterscheidet ist der ungewöhnliche Sprachgebrauch. Es gibt einen Ich-Erzähler, über den man aber nichts erfährt, aber der aus der Sicht eines unbeteiligten Dritten die Erlebnisse mit und um den Privatdetektiv Brenner kommentiert und dem geneigten Leser näherbringt. Das macht er auf durchaus gelungene und unterhaltsame Weise.

Deutschlehrern werden wohl die Haare zu Berge stehen, aber der Stil mit eigenwilliger Syntax ist durchaus amüsant zu lesen. Die Handlung ist fast nebensächlich und auch nicht ganz ernst zu nehmen. Es geht um die Umtriebe von Geistlichen mit den Zöglingen in einem Internat, gleichzeitig werden auch die Salzburger Festspiele durchaus kritisch gesehen. Es wird alles durch den Kakao gezogen.

Den eigenwilligen Sprachstil muss man akzeptieren ' was mir schon bei Seite 4 gelang ' und auch den etwas langsamen Detektiv Brenner mit seiner durchaus eigenwilligen Persönlichkeit muss man so annehmen, wie er ist.

Übersetzungen in andere Sprachen schließen sich wohl aus. Der Stil lässt sich kaum in andere Sprachen übertragen ' und die reine Handlung rettet den Roman nicht. Aber für deutsche Muttersprachler ist dieser Roman durchaus zu empfehlen.
11 Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. April 2011
Die Krimis des österreichischen Erfolgsautors Wolf Haas leben kaum vom Suspense, sondern fast ausschließlich von ihrer Kunst-Sprache. Und diese eigenwillige Sprache muß man mögen, sonst braucht man seine Werke gar nicht zu lesen. Denn auch bei seinem vierten Buch 'Silentium!' stellt sich beim Lesen nicht der Thrill ein, weswegen man sich bei den meisten seiner Kolleg(inn)en eine Nacht um die Ohren schlägt, nur um zu wissen, wer welches fiktive Verbrechen warum begangen hat. 'Silentium!' kann man beinahe jederzeit aus der Hand legen. Auch bei diesem Haas-Krimi muß einen gar nicht so sehr interessieren, ob der Exzögling eines katholischen Knabeninternats ermordet wird, weil er angeblich von einem Anwärter aufs Bischofsamt seinerzeit sexuell belästigt worden ist ' oder aus einem ganz anderen Grund. Auch bei 'Silentium!' kann man sich mit den knappen Beschreibungen der meistens klischeehaften Personen zufriedengeben oder nicht.

Das alles ist nebensächlich, bei Haas muß man Sätze wie den folgenden lesen wollen: 'Aber für einen Detektiv natürlich immer interessant, wenn er die gleiche Geschichte von zwei Seiten hört, praktisch Widersprüche.' Haas schreibt in einer künstlichen direkten Rede, quasi direkt an den Leser gewandt, und läßt gerne die Verben aus. Das gemahnt zuweilen an den Sprachstil in Georg Büchners Dramen, nur sind Haas' Sätze selten vieldeutig, dafür oft von humoresker Phantasie: '' und dem Brenner ist vorgekommen, als wäre durch das fehlende Nein ein richtiges Loch in die Luft gerissen worden, und momentane Wahnvorstellung, daß es ihn in dieses Luftloch hineinreißt, praktisch Horrorfilm.'

Zu diesem unüblichen Stil kommt ein ungewöhnlicher Detektiv: Der ehemalige Polizist Brenner ist korpulent und träge, er geht niemals direkt an eine Sache heran, interessiert sich meistens für Nebensächliches, ist mit den Gedanken nie ganz bei der Sache, hat also viel von einem Tagträumer an sich ' und löst seine Fälle folgerichtig auch intuitiv.

Nun könnte es duchaus sein, daß sich die vier Haas-Krimis gar nicht mit logischem Denken und folgerichtiger Vorgangsweise lösen ließen. Aber ' kommt es darauf wirklich an? Und kommt es Haas darauf an? Nimmt er das Krimi-Genre ernst oder macht er sich einfach einen Spaß daraus, die sonderbare Aufklärung von kuriosen Verbrechen verquer zu bechreiben? ' Dies ist das Rätsel, daß es Haas-Krimi für Haas-Krimi stets aufs neue zu lösen gilt. Allerdings nur, wenn man amouröse Abenteuer so beschrieben haben möchte: 'Und dann hat die Notapothekerin nichts mehr gesagt. Und dann hat sie sich auf ihn gestürzt. Hyäne nichts dagegen.'
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Juni 2005
Mit 'Silentium' legt der in Salzburg geborene und in Wien lebende Autor seinen vierten Brenner-Roman vor. Wolf Haas ist ein Autor der extrem polarisiert. Sein Schreibstil ist einzigartig; er schreibt sehr nahe am Dialekt. Diese Wirkung erzielt er vor allem dadurch, dass er die Vergangenheit statt der Mitvergangenheit wählt, grammatischen Nonsens des Österreichischen verwendet (z.B. "wegen dem Geld") und den Leser permanent mit "du" anredet. Häufig hat man den Eindruck man sitzt in einer Kleinkunstbühne und erlebt einen Kabarettisten der Extraklasse der ein Kriminalstück spielt. Genau dieser Stil ist es aber der die Meinungen spaltet.
Dieses Mal ist der als Privatdetektiv arbeitende - weil als Polizist ausrangierte - Brenner in Salzburg. Dort soll er herausfinden, was an den Gerüchten dran ist, dass der als Bischofskandidat gehandelte Schorn, ein Kinderschänder sei. Ein ehemaliger Schüler erzählte seinem Therapeuten, dass er mit Schorn damals gemeinsam in der Dusche gewesen wäre. Brenner will sich also zunächst mal den ehemaligen Klosterschüler vornehmen und befragen. Doch dazu kommt es nicht - denn der taucht, in viele Einzelteile zerlegt, in einem Tischfussballtisch auf. Und wie bei Wolf Haas üblich ist am Ende alles ganz anders.
Insgesamt finde ich auch diesen Roman wiederum sehr gelungen. Der trockene, bissige Humor von Wolf Haas treibt einem immer wieder Tränen in die Augen. Wenn Sie Wolf Haas kennen, dann werden Sie dieses Buch genauso mögen oder hassen, wie alle anderen. Wenn Sie Haas noch nicht kennen, ist eine Empfehlung sehr schwierig - als Richtschnur können Sie sich vielleicht danach richten ob Sie sich mit einem Buch unterhalten wollen, das keinen anderen Anspruch erhebt als lustig zu sein und auch wirklich kritische Themen letztlich nicht ernst angreift.
0Kommentar|16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Januar 2006
wie alle Rezensenten automatisch in Haas-Sprache verfallen.
Entweder, die macht einen süchtig, oder man kommt gar nicht mit ihr klar. Aber das merkt man ja auf der ersten Seite.
Über den Abschnitt mit dem Selbstmord-Tourismus habe ich mich halb totgelacht.
Auch wieder eine Methode...
Habe auch grade (ich lebe normalerweise in England) eine Verfilmung im Fernsehen gesehen, da hat selbst meine recht humorlose deutsche Mutter sehr oft laut rausgelacht, obwohl die mit dem Buch, was ich ihr zur Heimreise aus England mitgegeben hatte, nicht viel anfing.
Also Hass oder Liebe, dazwischen geht wohl nichts.
Und schreib mehr, Wolf! Aber hey presto! Weil ich bin mit allen Brenners jetzt durch.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Dezember 2011
Wie Wolf Haas erzählt, das ist einzigartig. Er hat eine eigene Sprache erfunden, die sehr nach gesprochener, direkter Rede klingt. Der Erzähler spart Wörter ein, verdreht Sätze im Sinne einer direkten Rede, bringt Österreichisches zu Ohren. Das macht den Text spannend. Gleichzeitig führt dies dazu, dass man den Roman nicht völlig reibungslos lesen kann. Er ist eigenwillig und alles andere als geschmeidig oder weichspülerhaft. Wer sich nach einem Roman sehnt, der knorrig widerwurzig ist wie ein struppiger Hund, der ist hier richtig gut aufgehoben. Die Geschichte erschließt sich erst so nach und nach. Klassische Krimispannung kommt nicht auf, wobei dies nicht schadet. Denn die menschlichen Beobachtungen, die Wolf Haas anstellt, sind so bösartig wie witzig und zutreffend. Menschliches, Sprachliches werden scharf beobachtet und genau wiedergegeben. Ich habe dieses Buch nicht verschlungen, aber genossen. Es ist ein Buch für jemanden, der Sprache schätzt und der sich beim Lesen gerne einmal verstören lässt. Wolf Haas ist ein besonderer Schriftsteller, der Respekt verdient.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. September 2012
Wolf Haas kreuzte erstmals mit seinem Roman "Das Wetter vor 15 Jahren" meinen Weg. Dieses Buch hatte mir sehr gefallen, woraufhin ich mir mal einen der Brenner-Romane vornehmen wollte, auch wenn viele Leser vor der sonderlichen Sprache warnen. Und was soll ich sagen, es hat sich gelohnt.

Wolf Haas, 1960 geboren, ist Österreicher, wuchs in Maria Alm auf und studierte u.a. Linguistik und Germanistik. Über Umwege als Werbetexter und Lektor kam er zu einem Leben als freier Schriftsteller. Seine Romane um den Privatdetektiv Simon Brenner bescherten ihm den großen Erfolg. Und der ist ihm zu gönnen. Als einer der wenigen deutschsprachigen Schriftsteller versteht er es, mit Sprache zu experimentieren und seine Leser dabei nicht zu verlieren.

Zum Buch:

Bei "Silentium" handelt es sich um den vierten Brenner-Roman, aber mein erster. Der Privatdetektiv Simon Brenner wird vom Leiter eines kirchlich geprägten Knabeninternats beauftragt, die Gerüchte um Kindesmissbrauch zu untersuchen, der angeblich vom zukünftigen Bischofskandidaten ausgegangen sein soll. Meller, ein ehemaliger Schüler des Internats hat diese Erinnerung angeblich bei einer psychiatrischen Behandlung ausgegraben.

Im Laufe der Handlung bekommt es Brenner mit mehreren Opfern zu tun. So wird Meller tot aufgefunden und auch ein Obdachloser wird zum Opfer. Oder Täter? Weitere Spuren führen den Brenner über Mellers Psychiater in die gehobenen Kreise rund um die Salzburger Festspiele. Und was dabei zutage tritt, lässt auch den Brenner nicht mehr ganz kalt.

Die Handlung ist insgesamt eher schwer zu fassen, ja manchmal kann man ihr im Buch sogar nur schwer zu folgen. Das liegt an der gewählten Sprache, die etwas Besonderes ist. Sie arbeitet mit einigen Auslassungen, teil einem schnodderigen Ton und mit vielen Anspielungen. Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, als Autor so einen Roman selbst schreiben zu wollen, vergessen sie das. Kein Verlag wird Ihnen den abnehmen. Nur dem Haas. Es ist also kein Roman für zwischendurch, sondern eher für ein Wochenende.

Hinzu kommt eine Hauptperson, die nicht nach einem bestimmten Muster ermittelt. Denn so funktioniert der Brenner nicht. Die Figur des Simon Brenner ist schon etwas Besonderes. Seine „Verhörmethoden“ bestehen hauptsächlich aus dem Zuhören und dem Verbinden einzelner Fäden. Gedanken kreisen tagelang in seinem Kopf, bis sich die Puzzleteile auch vor den Augen des Lesers zusammensetzen. Brenner kann viele Informationen zunächst noch nicht werten und lässt sich von seinem Dickschädel und seiner Intuition leiten. Er denkt viel nach, braucht dafür aber manchmal tagelang.

Was in den Büchern außerdem zutage tritt, ist ein teils schon subversiver und politisch nicht immer korrekter Humor. Gut so. Ich mag das. Da spielen Brenners Gedanken schon in einer anderen Liga, gerade auch wegen seiner zahlreichen Abschweifungen. Großartig.

Die Brenner-Romane polarisieren. Zu Recht. Aber Sie sollten es wenigstens einmal versuchen. Die Empfehlung von mir haben Sie.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Juni 2008
Im vierten Roman der Brenner-Serie (deren Teile allerdings nicht zusammenhängen und damit auch einzeln ohne Probleme gelesen werden können) packt Wolf Haas ein interessantes, aktuelles und natürlich auch nicht unumstrittenes Thema an. Diesmal lässt er Detektiv Simon Brenner im Umfeld eines katholischen Knabeninternats ermitteln, an dem zukünftige Priester und Bischöfe ausgebildet werden. Es geht aber nicht nur um den dortigen "Hygieneunterricht", sondern auch ein österreichisches Nationalheiligtum, die Salzburger Festspiele, werden gekonnt als nicht ganz astrein entlarvt. Haas-typisch ist natürlich auch dieses Buch weniger als Krimi als vielmehr als überspitzte (?) Milieubeschreibung zu sehen, wobei wie schon in "Komm, süßer Tod" die eigentliche (abstruse und skurrile) Handlung von spannenden Wendungen durchzogen ist.

Der Stil, den der Autor in seinen bisherigen Romanen so kunstvoll entwickelte, ändert sich erwartungsgemäß auch in diesem Buch nicht. Dass es sich hierbei um eine spezifische Stärke von Wolf Haas handelt, die nicht einfach so kopiert werden kann, merkt man an mehreren hier zu lesenden Kritiken. Es ist nicht nötig, zu versuchen, eine komplette Rezension im Stil von Haas zu schreiben - solche Experimente sind zum Scheitern verurteilt und halten womöglich noch potentielle Leser davon ab, ein geistreiches und vor schwarzem Humor strotzendes Werk zu lesen.

Was allerdings auch für "Silentium!" gilt: man muss sich schon auf die Sprache und den eigenartigen, bissigen Humor von Wolf Haas einlassen, ebenso auf die betont "langsame" Hauptfigur Brenner. Wer das nicht schaffen kann oder will, wird dieses Werk ebenso verdammen wie seine Vorgänger und Nachfolger.
0Kommentar|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Februar 2003
Wer einmal ein Buch von Haas gelesen hat, läuft Gefahr, dass er von diesen Krimis nicht mehr genug bekommt (der Autor sammelt zu Recht einen Krimi-Preis nach dem anderen ein). Egal, mit welchem seiner Romane über den sympathischen, sehr umständlichen Detektiv Brenner man beginnt, zunächst muss man sich aber als nicht-österreichischer Leser an den Stil von Wolf Haas gewöhnen. Mitten im Text fängt der plötzlich an, einen als Leser persönlich anzusprechen ("Jetzt pass auf:"). Das ist schon spassig. Wie er aber seinen österreichischen Zeitgenossen den Spiegel vorhält, das kommt mit einer so selbstverständlichen Frechheit und manchmal richtig tückisch daher, dass es eine Freude ist. In Silentium wird das Innenleben eines katholischen Internates geschildert. Dieses Internat befindet sich in Salzburg, was Wolf Haas Gelegenheit gibt, auch noch die Festspiele aufs Korn zu nehmen.
Zunächst soll der grüblerische und Migräne-geplagte Detektiv Brenner nur einen Missbrauchsverdacht aufklären -- nicht lange jedoch und es passiert ein Mord. Der auch nicht der letzte in diesem Buch bleibt. Wie immer beschreitet Brenner etliche Umwege bei seinen Ermittlungen, die ihn aber letztlich dann doch zum Ziel führen.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Januar 2010
Jetzt ist schon wieder was passiert.
So beginnen fast alle Brenner-Krimis. Und was dann alles passiert im Marianum, einem Salzburger Internat für den Priesternachwuchs, in der Felsenreitschule und in einem bayrischen Dorf namens Petting. Mit seiner ganz eigenen Art löst der Brenner natürlich auch diesen Fall.
Doch noch besser als die nachtschwarze Geschichte ist der Erzähler: 223 Seiten lang sitzt man mit ihm bei zwei, drei Bier und lässt sich die Geschichte erzählen. Auf eine so unnachahmliche Art, wie sie nur ein Wolf Haas zustande bringt. Staubtrocken werden irgendwelche Unappetitlichkeiten in Nebensätzen erwähnt, Absätze lang wird philosophiert und man möchte sein Gegenüber schütteln, damit es endlich die angekündigte Katze aus dem Sack lässt. Und eigentlich wird sowieso nur in halben Sätzen gesprochen.
Und man kann kaum umhin, das ganze Buch auf österreichisch zu lesen, daher (für Nicht-Österreicher) besonders für den Österreich-Urlaub zu empfehlen, da hat man den Dialekt gleich im Ohr.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden