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Kundenrezensionen

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am 11. September 1999
Die sechzehnjährige Deborah Blau wird nach einem dilettantischen Selbstmordversuch in die Psychiatrie eingeliefert. Diagnose: Schizophrenie. Für ihre Eltern bricht eine Welt zusammen.
Deborah hat sich ihre eigene Welt, Yr, geschaffen, und sie spricht eine eigene mystische Sprache. Dort findet sie Zuflucht vor den Spannungen innerhalb der Familie, den hohen Erwartungen, die in sie als begabtes Kind gesetzt werden, der Rivalität zur Schwester. Dort ist sie nicht die Außenseiterin, das Kind reicher jüdischer Eltern, der die Mitschülerinnen unverhohlenen Antisemitismus zeigen, und die ihr das jährliche Sommerlager zur Hölle machen. Die Krankheit ist für Deborah Flucht aus einer unerträglichen Wirklichkeit - Flucht vor den allgegenwärtigen Lügen des Alltags.
In der Klinik hat sie das Glück, daß die Ärztin Dr. Fried sich ihrer annimmt. Sie hilft ihr, sich mit all diesen Ursachen für die Krankheit auseinanderzusetzen und ohne die Welt Yrs auszukommen. Aber oft werfen Rückschläge Deborah wieder zurück an den Anfang - und bringen sie in die Isolierstation. Und oft ist Deborah nahe daran, aufzugeben und sich mit ihrer Krankheit abzufinden.
„Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen" ist die Geschichte eines mühsamen Kampfes um Heilung. Deborah ist erst gesund, als sie wieder bereit ist, den Herausforderungen der Realität standzuhalten.
Es war zu einen sehr aufschlußreich, einen Blick in die Alptraumwelt psychotischen Fühlens, die Beziehungen unter Kranken zu werfen. Diese autobiographische Geschichte Hannah Greens zeigt aber auch, daß der Mut und die Energie, sich nicht der Krankheit zu ergeben, lohnt.
PS: auch die Mehrausgabe für die gebundene Version lohnt sich ... Man wird das Buch nämlich mehr als einmal zur Hand nehmen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 16. Juli 2000
Hannah Green beschreibt in ihrem autobiographischen Roman, wie sie als 16-Jährige in die Psychatrie eingeliefert wird. Sie gibt uns einen Blick auf das Innenleben einer psychisch kranken Person. Durch die Beziehung zu ihrer Ärztin, die äußerst geduldig, einfühlsam, aber auch aufdeckend und realitätsorientiert ist, wird ein Heilungsprozess in Gang gesetzt.Die Heilung besteht darin, die reale Welt auch dann zu aktzeptieren, wenn sie kein "Rosengarten" ist. Hannah Greens Leben ist kein "Bilderbuch-Roman". Sie erzählt von ihrem schweren Weg zur Gesundung, der auch mit vielen Rückschlägen gepflastert ist. So kommt es z.B. als ihre Therapeutin, für zwei Monate verreist, zu einer schweren Krise. Ambivalent sind auch die fragmentarischen Beziehungen zu den anderen Kranken, die zeitweise von Solidarität, aber zeitweise auch von Eifersucht und Hass geprägt sind. Ebenfalls nicht einfach fällt es ihr einen Schulabschluß zu machen, der aber notwendig ist um ins Berufsleben einzutreten. Wieder auf die High-School zu gehen, ist ihr wegen ihrer Alters von bereits 19 Jahren und vor allem wegen ihrer früheren negativen Erfahrungen mit den Mitschülerinnnen nicht mehr möglich. Nur durch einen Sonderschulkurs kann sie den Abschluß nachholen. Am Ende des Romans ist sie in der Lage auf ihre psychotische Traumwelt zu verzichten und wieder ins Leben zu gehen. Hannah Green beweist mit ihrem Roman dass Schizophrenie auf pschologischem Wege heilbar ist und gibt daher Anlaß zur Hoffnung. Die Ursachen für ihre Erkrankung werden teilweise offengelegt, obwohl diese noch kein vollständige Erklärung für ihre Psychose abgeben. Die Hauptqualität des Romans liegt wohl aber darin, dass er auch einem normalen Menschen ermöglicht, sich in die Situation eines schizophrenen Menschen zu versetzen.
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am 19. August 2003
"Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen" gehört zu den Büchern, die durch ihre schlichte Art des Erzählens den Leser so wahnsinnig fesseln und beeindrucken, daß man das Buch garnicht weglegen kann.
Wer sich etwas für die Thematik Psychiatrie bzw. psychische Erkrankungen interessiert sollte dieses Buch unbedingt lesen. Gerade für ärztliches oder pflegerisches Personal empfiehlt es sich um mal die eigenen Tätigkeiten zu reflektieren und zu erfahren was denn nun in einem Patienten vorgehen könnte. Andererseits schafft es das Buch trotz der teils heftigen Schilderungen die Thematik der Psychiatrie etwas zu enttabuisieren.
"Ganz nebenbei" ist es der Autorin gelungen eine interressante Geschichte zu erzählen. Obwohl ein "Krankenbericht" bleibt die Story flüssig und fesselnd wie bei einem gutem Krimi. Die Schreibweise ist schlicht brilliant.
Dieses Buch hat mich schwer beeindruckt.....
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am 5. April 2011
Ich habe dieses Buch im Alter von 14 Jahren gelesen und seither hat es mich nicht mehr losgelassen. Es hat den Anstoß dazu gegeben, dass ich heute als Psychologin und Therapeutin arbeite.
Es ist ein Erfahrungsbericht eines jungen Mädchens in dem Spannungsfeld aus "Erwachsen werden", Umfeld/-welt und elterlichen Erwartungen!
Einen Einblick in die uns "Normalsterblichen" in ein bedrohliches "Innenleben" !
Als junges Mädchen fühlte ich mit der Hauptperson die durch Dinge - die wir alle mehr oder weniger kennen - und durch verschiedenste Umstände zu einer Form des "umgehens" gekommen ist, die sie letzten Endes in eine Krankheit getrieben hat.
Heute, wenn ich aus sentimentalen Gründen ein paar Zeilen der abgenutzten Seiten lese, lasse ich mich von der Therapeuten-Patienten-Beziehung die sich mit viel Respekt einem gemeinsamen Kampf für ein eigenständiges Leben einsetzt, inspirieren bzw. erneut begeistern. Die Rückschläge und kleinen sowie großen Erfolge skizziert !
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am 20. September 2012
Die sechszehnjährige Deborah Blau wird nach einem Selbstmordversuch mit der Diagnose Schizophrenie in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Die Krankheit ist für Deborah Flucht vor den hohen Erwartungen, die ihre Eltern in sie als die älteste Tochter setzen, Flucht vor der Rivalität mit ihrer jüngeren Schwester, Flucht vor den antisemitischen Anfeindungen, denen seitens ihrer Mitschülern ausgesetzt ist und die ihr das jährliche Sommerlager zur Hölle machen.

Das mystische Reich Yr, das Deborah in ihrer Phantasie erschafft, bietet ihr für kurze Phasen eine Pause vor der als unerträglich empfundenen Realität. Mit den Göttern Yrs taucht sie ein in eine heile und glückliche Traumwelt, fliegt mit Anterrabae, dessen Haare Feuer sind, über die weiten grünen Ebenen und lässt sich den Wind um die Nase wehen. Als auch diese strahlende Welt sich allmählich mit Terror, Raserei und unsäglichen Peinigungen füllt, kann Deborah ihren Ruf nach Hilfe nur in Form eines Selbstmordversuchs zum Ausdruck bringen.

Ihre Eltern sehen keinen anderen Weg, als ihre Tochter in einer psychiatrischen Klinik stationär aufnehmen zu lassen. Was sich für die Blaus wie die Aufgabe ihrer einst vielsprechenden Tochter anfühlt, stellt sich im Lauf der Zeit als Rettung des Mädchens heraus. In ihrer Ärztin Dr. Fried findet Deborah eine fähige und mutige Kämpferin, die das Mädchen in dem jahrelangen und verzweifelten Ringen begleitet, einen Weg zurück in die Welt und zurück zu ihrer Familie zu finden.

Hannah Green hat das Schicksal Deborahs selbst erlebt. Das gibt ihrem Roman über eine Heilung eine bestürzende Authentizität. Green schont den Leser nicht und schildert den Alltag in einer psychiatrischen Klinik in den fünfziger und sechziger Jahren ungeschönt in allen Einzelheiten. Die intensive Darstellung der sich selbst und andere verletzenden Patienten wirft den Leser in ein Wechselbad der Gefühle zwischen Mitleid und Abscheu. Ausführlich beschreibt Green die Wirkung von Insulintherapien und Elektroschocks oder dem Ruhigstellen in der Isolierstation, in der tobende Patienten in nasse Tücher eingewickelt werden und stundenlang bewegungslos ausharren müssen.

Aber es gibt auch schöne Szenen in der Klinik. Deborah wagt sich nach und nach heraus aus ihrer abgeschotteten Welt und knüpft Kontakte zu den anderen Patientinnen. Sie findet auf der Station Freundinnen, die ihr über viele Rückfälle und Phasen der Verzweiflung hinweghelfen. Neben der Arbeit mit ihrer Ärztin Dr. Fried sind es diese Freundschaften, die Deborah den Weg zurück in die Realität finden lassen.

Nicht nur die Protagonistin Deborah, sondern auch der Leser macht während der Lektüre dieses berührenden und aufwühlenden Romans so etwas wie eine Wandlung oder Heilung durch. Er verliert etwas von seiner Angst und seinem Ekel vor der Krankheit Schizophrenie. Da er mit Deborah in die fremde und faszinierende Welt ihrer Wahnvorstellungen eintaucht, kann er ein Verständnis für psychisch Kranke entwickeln, das er so vorher nicht aufbrachte. Denn auch die Insassen der psychiatrischen Klinik sind Menschen und in ihrem Wunsch, anderen nahe zu kommen sowie zu lieben und geliebt zu werden, genauso normal wie der Leser selbst
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am 7. Juni 2010
Ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Trotz ernstem Thema und Autobiographie ist es wahnsinnig packend und fesselnd geschrieben.
Man taucht ein in das Denken und Fühlen von Deborah, und dies ist so gut beschrieben, dass sie einem nicht mehr ominös "krank" vorkommt, sondern man lernt ihre Welt und die Logik der Psychose zu verstehen. Sehr großen Eindruck auf mich haben die so unglaublich fließend verlaufenden Grenzen zwischen "krank" und gesund", und wie scharf die Patienten Situationen wahrnehmen gemacht.
Der Einblick in das Leben auf "Station D" der Psychiatrie wird sehr gut beschrieben, der Heilungsweg ist sehr authentisch und nachvollziehbar, Deborahs innerer Kampf lässt niemanden unberührt. Mir liefen beim Lesen bei mancher Situation Schauer über den Rücken, bis mich das Buch am Ende sogar zu Tränen rührte.
Das Ende ist nicht "total happy", aber hoffnungsvoll und in die Zukunft weisend.
Man hat an diesem Buch danach wohl noch eine Weile zu knabbern, aber es lohnt sich absolut! Schon allein wegen der fantastischen Schreibweise.
Ich kann es nur jedem empfehlen! Deshalb von mir 5 Sterne.
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am 26. Oktober 2004
Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen behandelt den Leidens- und Heilungsweg von Deborah, einem jungen Mädchen, das an Schitzophrenie erkrankt ist.
Das Buch ist unheimlich gut geschrieben und extrem einfühlsam. Man bekommt als Leser hautnah mit, wie sich Deborah ihre eigene Welt schafft und versucht, in der realen Welt, die ihr soviel Leid hat zukommen lassen zurecht zu kommen. Die Welt von Deborah und ihre Gedanken werden einem in abgehackten Versatzstücken präsentiert, wodurch man eine Ahnung davon bekommt, wie es sein muß an dieser Krankheit zu leiden. Man wird einfach in diese Welt gezogen und von ihrer beklemmenden Enge beim Lesen beinahe erdrückt. Da das Buch autobipographische Züge hat gelingt es der Autorin auch, die Krankheit absolut überzeugend darzustellen.
Wenn man schließlich das Buch am Ende zuklappt, dann tut man dies mit gemischten Gefühlen. Denn so froh wie man darüber ist, dass dieser Alptraumtrip durch die Welt dieser Krankheit endlich vorbei ist, so schade ist es, dass dieses Meisterwerk ein Ende gefunden hat.
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am 4. Juli 2002
Hannah Green ist ein wahrer, ernster, aber trotzdem stellenweise lustiger Roman gelungen, der auch Laien diese unfassbare Krankheit Schizophrenie näher bringt. Da Hannah Green selbst erkrankt war, kann man annehmen, dass es sich hierbei um überwiegend realitätsnahe Berichte handelt. Auf jeden Fall wusste ich am Ende des Buches erstaunlich viel über die Krankheit, die mir nie richtig bewusst war und von der ich nicht wusste, wie sie komplett verläuft. Es hat mich ziemlich mitgenommen, also vielleicht nicht für die obligatorische "Urlaubslektüre" geeignet, aber trotzallerdem sehr lesenswert.
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am 5. November 2005
Vor mehr als 30 Jahren habe ich das Buch zum ersten Mal gelesen. Auch jetzt hat mich die autobiographische Schilderung der Schizophrenie wieder sehr fasziniert, besonders auch die Auseinandersetzungen mit den anderen Kranken und die einfühlsame Ärztin. Schön, dass es am Ende Hoffnung für die Kranke gibt, wenn auch keine vollständige Heilung. Was mich heute allerdings stört ist die Tatsache, dass sich seit dem Entstehen des Buches sehr viel in der Psychiatrie geändert hat, insbesondere auch die zur Verfügung stehenden Medikamente. Das Buch muss man deswegen leider als veraltet bezeichnet, so faszinierend es auch immer noch sein mag. Vielleicht hat das der Rowohlt Verlag auch erkannt, als er seinem eigenen Buch mit der nicht minder ergreifenden und spannenden „Schattenseite des Mondes“ selbst Konkurrenz gemacht hat. Auch hier eröffnet sich, vielleicht noch deutlicher und erschütternder als im „Rosengarten“, ein Blick in Wahrnehmungs- und Gedankenwelt einer an Schizophrenie Erkrankten.
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am 5. April 2010
Das ist das erste und beste Buch was ich zum verständnis von Schizophrenie gelesen habe. Es beschreibt wie Deborah die Welt wahrnimmt und wie ihr Umfeld damit umgeht sehr ehrlich und nichts wird verschönt. Es geht um die Angst der Eltern vor der Psychiatrie, die Ausflüchte was Bekannten erzählt wird, das itleiden der kleinen Schwester, die Ängste von Deborah, die ehrliche Ärztin die sich Zeit nimmt die
Psychose zu verstehen und aufzudecken woher sie kommen könnte.
Die Geschichte ist sehr schön erzählt und sehr empfehlenswert für Menschen die sich für diese Krankheit und wie sie verlaufen kann interessieren. Auch für Betroffene die sich nicht allein in ihrer irren Welt vorkommen möchten geschrieben.
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