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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen22
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am 18. Juli 2003
Es sind 114 Fragen und noch 3 Stunden bis zu ihrer Hinrichtung: Margie Standiford muss sich beeilen. Und da er ihr eine stattliche Summe überwiesen hat, spricht sie nun für ihn ihre Lebensgeschichte auf Band. Er, das ist Stephen King, der Margies Geschichte zu einem Roman verarbeiten will. Und in der tat ist ihr Leben zum Gruseln: Scheinbar idyllische Kindheit, erste Drogenerfahrungen, Aushilfsjobs, ungewollte Schwangerschaft, und schließlich mit ihrer großen Liebe Lamont und Natalie (ihre - und seine - Geliebte) ein achtfacher Mord im Drive-In, dessen Details sie übrigens genau schildert.
Dennoch ist dieser Roman keine Vorlage für ein b-Movie, wie man zunächst vermutet. Es geht viel mehr um die Frage "was ist gut - was ist böse" und die erschreckende Tatsache, dass es aus der Spirale der Gewalt und Kriminalität kein Entkommen gibt. O'Nans These ist, dass Verbrechen nicht aus heiterem Himmel von irgendwelchen Irren verübt werden, sondern dass sie ein Resultat eines verkorksten Lebens darstellen und das deren Verursacher Menschen wie du und ich sind - ohne dass der Roman auch nur mit einem Wort um Betroffenheit oder Mitleid buhlt.
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am 1. September 1999
Die Geschichte von Majorie, einer "typischen" jungen Frau aus dem weiten Südwesten von Amerika, die Ihre Geschichte erzählt, und zwar aus der Todeszelle, wenige Stunden vor Ihrer Hinrichtung, ist grandios. Sie ist von beeindruckender Intensität und Detaillierung, die den Leser miterleben und mitfühlen läßt. Die Charaktere dieser Geschichte sind, neben der Ich-Erzählerin und Hauptperson Majorie, Ihr Freund Lamont und Ihre Freundin Natalie, allesamt wahnsinng interessant und toll beschrieben. Sie passen wunderbar in die Atmosphäre dieser Geschichte. Aus vermeintlich kleinen Entscheidungen, Fehlern und Zufällen entwickelt sich eine irgenwann nicht mehr aufzuhaltene Story, der es an fast nichts fehlt. Sie spielt in der einsamen und komischen "Sub"welt amerikanischer Kleinstädte im Südwesten der USA. Die genaue und teils sehr gut und authentisch nachzuvollziehende Beschreibung auch kleinster Verhaltens- und Denkweisen der amerikanischen "Unter- bzw. Mittelschicht" ist sehr gelungen und trägt sehr zum Lesegenuß bei. Lediglich die meines Erachtens etwas langatmig erzählte Entwicklung zum Höhepunkt hin, finde ich manchmal nicht so gelungen. Sonst ist es aber ein rundherum guter und spannend, wie tragischer Roman, der besonders den Lesern zu empfehlen ist, die ein Faible für sogenannte "road-novels" haben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 22. Juni 2000
Die Idee, eine Todeskandidatin ihr Leben und ihren Weg in die Todeszelle in 114 Antworten auf Fragen des King (Stephen, nicht Elvis) erzählen zu lassen, ist genial und genauso ist die Umsetzung von Stewart O'Nan. Obwohl man die Fragen nie erfährt, kann man sie durch die Antworten doch erahnen. Wobei die Antworten gegen Schluß (des Buchs und Margies Leben) immer kürzer werden, da Margie immer weniger Zeit bleibt. So entsteht aus Puzzleteilen das Bild einer zum White Trash zählenden Frau, die eigentlich nie eine echte Chance hatte. Bleibt nur die Frage: Welchen Roman hätte Stephen King aus diesen Fragmenten eines Lebens gemacht?
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am 21. Januar 2008
Endet die Sucht nach Freiheit immer so? Die Vorliebe für Drogen oft genug. Margie Stanford, den Tod im Rücken, resümiert ihr Leben und findet dabei zu jener verklärenden Selbstbetrachtung, die die letzten Tage ausmachen. Aus der Rückblende fügt sich ein Schritt in den nächsten, wirkt das Leben aus ihrer Sicht wie vorbestimmt. Es ist eine Geschichte, die wie eine Party, eine endlose Autofahrt anfängt, bei der man nur anzuhalten braucht, um aufzutanken, und die im freien Fall endet. Stewart O'Nan beschreibt sie temporeich und rücksichtslos in eindrucksvollen Bildern, nutzt geschickt die Konstruktion, dass Margie ihre Version der Geschichte gegen das Buch einer ehemaligen Zellengenossin setzt, die sich Margie und ihrem Mann angeschlossen hat, nachdem sie wieder in Freiheit sind. Ist es so wichtig, wer die Wahrheit sagt, wenn am Ende dieses Leben dabei herauskommt? Nach allem, was geschehen ist, den Tod vor Augen, erscheint es Margie wichtig, die Geschichte mit ihren Worten zu erzählen. Eine schöne Idee des Autors, dass selbst jenen, die über alle Grenzen hinweg fliegen und sich am Ende zwischen Gesetzen wieder finden, es belangreich finden, klarzustellen, was man über sie denken soll. Spannend und erschütternd zugleich.
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am 2. Februar 2000
Stewart ONan gelingt mit "Die Speed Queen" ein wahres Meisterwerk. Schnell und mitreißend blickt eine Gefangene in der Todeszelle auf ihr Leben zurück. Als Brief an Stephen King, der hernach eine Story aus ihrem Leben machen soll, beschreibt sie jene schicksalsträchtigen Begebenheiten, die sie in diese Lage gebracht haben, betont dabei aber immer ihre Unschuld. ONan weiß das Leben der Frau sowohl interessant aber gleichzeitig auch realitätsnah abzubilden. Das Gefühl, diese Erzählung stamme wirklich von der Gefängnisinsassin drängt sich nahezu ständig auf. ONan wandert dabei perfekt auf dem schmalen Grat zwischen interessanten Fantasien und langweiliger Realität, er schafft eine interessante Realität. Er überläßt es dem Leser über Schuld oder Unschuld der Todeskandidatin zu urteilen und regt somit die Fantasie an, die Geschichte weiterzuführen. Das Schwanken zwischen Schuldüberzeugung und Verständnis für das Handeln der Hauptperson begleitet den Leser ständig. Stewart ONan hat damit zweifellos ein eingängiges Buch abgeliefert, welches sicher viele Freunde finden dürfte.
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am 29. April 2008
...welches zu lesen einen ebensolchen Reiz entwickelt, wie die Bücher von Nick Hornby, Truman Capote oder Dean Koontz!
Margie Standiford erzählt ihre Lebensgeschichte: eine normal ausgeflippte junge Frau aus durchschnittlich zerrüttenden Verhältnissen trifft die Liebe ihres Lebens und findet sich schließlich auf dem Highway wieder – Leichen hinter sich lassend, verfolgt von der Polizei.
Margie Standiford sitzt in der Todeszelle. Sie spricht ihre Geschichte auf Band. Am folgenden Tag wird sie hingerichtet werden.
Eigentlich hat man keine Zeit zum Atmen und unterbricht nur sehr ungern das Lesen...

Absolutes Topbuch!
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am 18. Oktober 2005
Ich habe schon lange kein so spannendes und zugleich ausgezeichnet geschriebenes Buch mehr gelesen!
Anfangs meinte ich, das würde langweilig werden, mit den über 100 Fragen, aber es ist das Gegenteil eingetreten. Marjorie spricht, wie ihr der Schnabel gewachsen ist und genau dadurch zeigt sich, wie ein Leben aus dem Ruder laufen kann und vor allem, wie schnell das gehen kann!
Meine Empfehlung: unbedingt lesen!
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am 4. Januar 2009
wer ein paar sachen von stewart onan gelesen hat, merkt, dass er jedem buch einen anderen touch verpasst. das ist wunderbar. besonders hat mir gefallen, dass es eine art frage und antwort story ist, wobei man die fragen nur erahnen kann. die zeit rennt und dies spürt der leser immer mehr zum ende des buches. besser hätte er es meiner meinung nicht schreiben können.
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am 30. April 2013
Gleich mal vornweg: Der Titel charakterisiert das Buch wirklich sehr gut.Die Story ist rasant,cool, atemlos, schockierend und verstörend. Nur erotisch fand ich persönlich das Buch nun wirklich nicht.Das was ich an Erotik schätze, können solche Protagonisten wie sie in diesem Buch dargestellt werden, wohl gar nicht mehr empfinden.

Die Lebensgeschichte der Speed Queen, die sich bis zum Schluß als unschuldig bezeichnet. Jeder kriegt was er verdient, so auch sie- und sie trägt es mit Fassung.Ist doch im Grunde ne aufregende, tolle Sache so ne Hinrichtung, oder? Obwohl natürlich ein elektrischer Stuhl viel cooler wäre, als so ne blöde Spritze. Oder erschießen! Das wär doch mal was! Ja, sie kriegt was sie verdient.Dummerweise haben ein Haufen Leute auch einiges bekommen, was sie gar nicht verdient hatten.Darüber wird hinweggelächelt.War doch ein toller Tag, lass uns einfach noch einen Schuß setzen und in der Gegend rumfahren
Und diese Schönfärberei regt mich auf,lässt mir die Protagonistin immer unsympathischer und abstoßender erscheinen.
Und keine Frage: Das Ergebnis ist gewollt. Das Buch wollte sicher poralisieren, zum Nachdenken anregen und vielleicht auch provozieren. Das ist alles geglückt.
Jetzt wollen wir nur noch hoffen, das sich niemand findet,der die Lebensgeschichte der Protagonistin so cool findet, dass er nachmachen möchte.
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am 5. Mai 2013
Selten ein derart mitreißendes Buch am Stück an einem Gewitternachmittag weggezogen! Dabei hat es die Story echt in sich – es handelt sich um die Lebensbeichte einer jungen Frau in der Todeszelle. Dort beantwortet sie Fragen von niemand Geringerem als Stephen King himself, der Ihre Geschichte gekauft hat und sie quasi als ihr Ghostwriter vermarkten soll.
Die Geschichte um Drogen, Dealerei und dem daraus resultierenden persönlichen Absturz nimmt rasant an Fahrt auf. Wie bei O’Nan nicht anders gewohnt, beschreibt er mit einfachen, sehr präzisen Sätzen. Der besondere Reiz liegt darin, dass die authentische Ich-Erzählerin des Buches manchmal durch Naivität einiges über sich verrät, ohne es zu wollen, womit das „zwischen-den-Zeilen-lesen“ zwar besonders simpel, aber auch besonders faszinierend ist.
Tragisch ist diese Geschichte, letztendlich todtraurig, makaber, brutal, kaltblütig, düster, spannend, aber auch sanft und einfühlsam. Perfekte Charakterstudien. Ursache – Wirkung, ohne jegliche Verurteilung, sodass sich der Leser selbst ein Urteil über die Personen und ihr Handeln machen kann. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Und dass Stephen King (der tatsächliche) mit dem Buch seine helle Freude hatte, ist logisch!
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