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Der Vulkan: Roman unter Emigranten
Format: TaschenbuchÄndern
Preis:11,99 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. November 2006
Der Vulkan von Klaus Mann erzählt vom Schicksal sehr unterschiedlicher deutscher Emigranten auf eine sehr persönliche, unmittelbare Weise, dass man als Leser sich nicht distanziert verhalten kann. Es ist ein fast schauerliches Auf und Ab der Gefühle beim Lesen. Entsetzen, Angst, stellenweise wieder Hoffnung, Mitleid, Bestürzung, Mitleid. Und selbst in den dunkelsten Passagen kann man nicht aufhören zu lesen, auch wenn man sich nur noch schlecht und fertig fühlt, so groß ist die Spannung, die in der Geschichte aufgebaut wird. Das ist erstaunlich, da man die wahre Geschichte kennt und weiß, dass der Vulkan ausbrechen wird. - Das Buch erschien im Jahre 1939 und wurde kaum beachtet auf Grund des Ausbruchs des 2. Weltkriegs. Trotzdem hielt Klaus diesen Roman für seinen Besten (ich auch!) und erhielt endlich die lang ersehnte Anerkennung von seinem Vater: "Ein Buch, dessen die deutsche Emigration sich auch unter dem Gesichtspunkt der Würde, der Kraft und des Kampfes nicht zu schämen hat, sondern zu dem sie sich, wenn sie nicht neidisch ist, froh und dankbar bekennen kann." Wer Klaus Mann wirklich schätzen will, sollte unbedingt diesen Roman lesen. Er gefällt mir noch besser als Mephisto und ich finde, dass letzteres Buch zu unrecht bekannter ist. Der Vulkan zeigt das Leben in all seiner Schmerzlichkeit und Tiefe - davon ist auch jeder heutige Leser noch betroffen.
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. November 2004
Klaus Mann war ein Emigrant von vielen, aber ein Schriftsteller wie wenige. Die Emigration hat sein Leben verändert, verschlechtert und wohl letzten Endes vernichtet. Ein jeder, der sich vorgenommen hat dieses Buch zu lesen, muss sich dies immer wieder vor Augen führen, um den Verlauf dieses Romans nachzuvollziehen.
"Der Vulkan" spielt in den Emigrantenzentren früherer Tage: Zürich, Prag, New York und vor allem Paris. Mann beschreibt auf phantastische Weise die Schauplätze und ihre Atmosphäre. Die Geschichte wird aus der Sicht mehrerer Personen erzählt, die sich z.T. begegnen und kennen. Welche Wege die Personen nehmen, welche Tore sich für sie öffnen und welche Auswüchse die Belastung durch die Emigration annimmt, das ist so verschieden wie die Protagonisten es selbst sind. Schauspieler, Professoren, Bohemien, Studenten... und dennoch haben alle eine Gemeinsamkeit: Sie alle laufen einen Abgrund entlang, am Krater eines Vulkans.
Der Versuch, dem Leser die Emigration aus möglichst vielen Blickwinkeln und in allen Facetten nahe zu bringen, kann diesem Anspruch natürlich nicht gerecht werden. Dennoch gelingt es diesem Buch zu fesseln, zu rühren und betroffen zu machen.
Es wäre töricht zu behaupten, dass dieser Roman die heutigen Leser, die die damalige Zeit nicht selbst gekannt haben, die Emigration miterleben lässt. Und doch sind die Reaktionen während und nach dem Lesen diesselben: Bestürzung, Trauer, auch Freude, alles überschattet von der Last der Fremde; der Leser empfindet am Ende des Buches eine Art Erleichterung, Erlösung, und ist dennoch dankbar für diese Erfahrung.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. August 1999
Unumstritten gehört Klaus Manns Roman Der Vulkan zu den wichtigsten literarischen Zeugnissen der Exilzeit während der nationalsozialistischen Diktatur. 1939 erschienen spiegelt er den Alltag der ersten Exiljahre wieder.
Im Mittelpunkt des Romans steht Paris als Exilzentrum. Ausgehend davon erzählt Mann die verschiedenen Wege und Erlebnisse deutscher Exilanten. Sehr deutlich wird die anfängliche Hoffnung, daß diese Emigration nur ein kurzes Zwischenspiel sein wird und man bald nach Deutschland zurückkehren kann. Zunehmend aber richten sich die Figuren in ihrem Exil ein. Andere Figuren geben die Hoffnung auf, ersticken in ihrer Hilflosigkeit, bringen sich um oder verfallen der Drogensucht.
Klaus Mann gelingt es, das weite Spektrum der Exilanten darzustellen ohne sich in Oberflächlichkeiten zu verlieren. Er schildert die Politisierung der Emigranten, ihren Kampf um Deutschland und das ewige Gefühl des Wartens auf den großen Tag. Auch wenn keiner weiß, was das für ein Tag ist - der Tag der Befreiung oder der Tag der Rückkehr? Sie müssen erkennen, daß sich Deutschland verändert hat, daß sie nicht einfach so wieder zurückkehren werden können. Am Ende des Buches klingen auch die ersten Zweifel am Wunsch einer Heimkehr nach Deutschland an und das ist noch vor dem Krieg ... Die Angst vor einem Krieg wird immer beherrschender, die Exilanten spüren, daß sie sich am Rand eines Vulkanes befinden, der im Begriff ist auszubrechen.
Ein spannend geschriebenes, sehr ehrliches Buch. Befremdlich wirken manchmal seine Anwandlungen besonders künstlerisch schreiben zu wollen bzw. einige phantastische Sequenzen erscheinen etwas deplaziert. Abgesehen von diesen kurzen Phasen ein Buch, was einem das Lebensgefühl einer Epoche auf einfühlsame Art eindrucksvoll nahe bringt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Juli 2015
Darf ich es wagen, ein solches Monument der Exilliteratur zu bewerten?
Vielleicht am hilfreichsten, wenn ich mich wirklich auf die Eindrücke konzentriere, die mir nach der Lektüre in Erinnerung geblieben sind. Und das sind eher die gemischten Gefühle. Klaus Mann schreibt aus eigener Erfahrung über die Schicksale verschiedener Emigranten"typen" - den Heimatlosen, den Hoffenden, den Verzweifelten, den Anti-Faschisten, den Arrivierten, den Lebenskünstlern, den Stehaufmännchen und den Selbsthassern. Die Empathie mit der er das tut, hat mich immer wieder in den Sog der Einzelgeschichten gezogen. Grandios vor allem, wenn er darüber berichtet, wie die Droge die Kontrolle über einen Süchtigen übernimmt. Sie bringt Liebende auseinander und treibt den Konsumenten in die Asozialität. Mann beschreibt das nüchtern, ohne moralischen Zeigefinger. In diesem Sinne ist das Buch sogar ein Anti-Drogen-Pamphlet mit der Bewertung absolut lesenswert.
Das große ABER kommt wegen der Abwechslung des Fein-Ziselierten mit dem Holzschnittartigen. Manche Typen füllen sich nicht mit Leben und die einzelnen Geschichten wären besser für sich geblieben, statt in einem Roman zusammengemixt. Klaus Manns Sprache liest sich gut, aber auch hier bemerkt man seine (zu) großen literarischen Ambitionen. Völlig unlesbar sind für mich seine esoterischen Deutungsversuche. Sie wirken seltsam für einen politisch so aufgeklärten Zeitgenossen, aber vielleicht sind auch sie Zeitzeugnisse. Man sollte das Buch nach meiner Meinung am besten als das was es ist lesen: ein Zeitdokument, das besonders interessant ist, weil es einer Momentaufnahme gleicht. Die Geschichte der aus Deutschland Vertriebenen war 1939 noch lange nicht vorbei.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. November 2012
Klaus Mann beschreibt anhand zahlreicher Fallbeispiele die Lage der deutschen Emigranten, die vor dem Nationalsozialismus geflohen sind. Alle Protagonisten sind hin- und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach der verlorenen Heimat und dem Entsetzen vor den Naziverbrechen. Die Umstände lassen sie oftmals den Halt verlieren, und stürzen sie in Situationen von ungewoehnlicher und unverdienter Tragik.
Man merkt sehr deutlich bei der Lektüre, dass die beschriebenen Ereignisse vom Autor selbst erlitten wurden. Vielleicht ist dieser fehlende Abstand zum Thema der Grund dafür, dass sich der Roman eher wie ein Dokumentarbericht liest. Die dargestellten Charaktere sind nicht psychologisch abgerundet. Der Handlungsstrang im eigentlichen Sinn fehlt, denn: das Buch verfolgt in erster Linie den Zweck, die Schwierigkeiten der deutschen Emigranten zu beleuchten. In dieser Hinsicht scheint es mir ein wichtiges Werk, das ich in solchem Kontext absolut empfehlenswert finde.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Oktober 2012
Sehr geehrte Damen und Herren, dieser Roman, hat mich in die Geschichte meiner Eltern, Zeit 1920 - 1990, blicken lassen. Welche für mich zu frühzeitig verstorben sind und keine Einblicke über ihr Leben in der Zeit mir gegeben haben. Ich danke für dieses Buch, ich kann sie heute besser verstehen. B. John
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