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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anspruchsvoller Roman von Peter Nadas
Die Geschichte erzählt von einem Jungen namens Peter Simon. Er wächst bei seinen Grosseltern in Ungarn während der 50er Jahre auf. Seine Mutter ist verstorben, sein Vater ist Parteioffizier und kommt nur selten zu Besuch. Zum lesen ist die Geschichte sehr verwirrend, da sie nicht chronologisch geordnet ist und gewisse Ereignisse, wie z.B. der Tod des...
Am 9. April 2001 veröffentlicht

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas abschreckend
Dieses Buch ist etwas besonderes. Die Sprache des Autors ist wunderbar und nicht schwer oder gar hölzern. Schwierig gestaltete sich für mich eher der Zugang zum Plot und auch mein mangelndes Interesse an dem Thema, die die vorigen Rezensenten schon ansprachen. Sowas hat man natürlich öfter, es gibt so viele Bücher für deren Thema man sich...
Veröffentlicht am 6. April 2012 von Glabowski


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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anspruchsvoller Roman von Peter Nadas, 9. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ende eines Familienromans (Taschenbuch)
Die Geschichte erzählt von einem Jungen namens Peter Simon. Er wächst bei seinen Grosseltern in Ungarn während der 50er Jahre auf. Seine Mutter ist verstorben, sein Vater ist Parteioffizier und kommt nur selten zu Besuch. Zum lesen ist die Geschichte sehr verwirrend, da sie nicht chronologisch geordnet ist und gewisse Ereignisse, wie z.B. der Tod des Grossvaters, der Grossmutter und seines Hundes, mehrmals geschildert werden. Der Junge beschreibt auch seine Träume, was zum lesen äusserst anstrengend ist, da es sehr abstrakte Situationen sind. Ausserdem ist der Text nicht in Abschnitte gegliedert und somit sind Themenwechsel nur sehr schwer ersichtlich. Der Schreibstil ist darauf zurückzuführen, dass die Geschichte aus der Sicht eines kleinen Jungen erzählt wird. Leider stimmt die Sprache nicht damit überein, da sie für ein Kind oft zu philosophisch und intelektuell gewählt ist. Ein zentrales Thema des Buches ist die Geschichte des Judentums. Wie es die Tradition verlangt, erzählt der Grossvater die Ueberlieferungen seiner Vorfahren seinem Enkel Peter. Die verschiedenen Generationen sind in sieben Kreise eingeteilt, Peter Simon befindet sich im siebten Kreis. Im Judentum ist die Zahl sieben eine vollkommene und heilige Zahl. Diese Tatsache, der unklare Schluss und das Motiv "Tod", das sich durch das ganze Buch zieht, lassen uns daraus schliessen, dass der Junge am Ende des Buches stirbt. Wir fanden das Buch sehr mühsam zu lesen, eben wegen dieser Verworrenheit und der vielen Unklarheiten, die bis zum Schluss nicht gelöst werden. Was geschieht mit Peters Vater und was ist genau dessen Beruf? Was bedeuten Peters Träume und die Geschichten, die er und seine Freunde erzählen? Viele Fragen bleiben offen, aber wer bereit ist, Zeit in dieses anspruchsvolle Buch zu investieren, der wird es sicher nicht bereuen. Man gewinnt einen interessanten Einblick in die ungarische Geschichte während des totalitären Regimes und in die des Judentums - einmal auf eine ganz andere Art!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas abschreckend, 6. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Ende eines Familienromans (Taschenbuch)
Dieses Buch ist etwas besonderes. Die Sprache des Autors ist wunderbar und nicht schwer oder gar hölzern. Schwierig gestaltete sich für mich eher der Zugang zum Plot und auch mein mangelndes Interesse an dem Thema, die die vorigen Rezensenten schon ansprachen. Sowas hat man natürlich öfter, es gibt so viele Bücher für deren Thema man sich erst nicht brennend interessiert sondern erst überhaupt einmal etwas vom Autor lesen will. Bei guten Büchern wird dann auch das Interesse automatisch geweckt indem der Leser die Erzählung liest und die Figuren sehr mag oder hasst, jedenfalls entwickeln sich Gefühle. Hier ist es mir nicht passiert, leider. Denn ich versprach mir sehr viel von diesem Buch. Einzelne Geschichten die hier erzählt werden sind wirklich blendend, einfach nur groß (z.B. wo der Junge von seiner Eva spricht oder den Großeltern), andere dann eher nicht (z.B. wo der Großvater dem Enkel erklärt warum er Simon heiße, was das bedeute im Zusammenhang mit dem Judentum usw.). Nicht dass ich mich für so etwas nicht begeistern kann, mir erscheint gerade jene Schilderung als äußerst verrückt und stößt mich ab, da der Großvater hier wohl aauch in seinen letzten Lebenszügen ist und nicht mehr ganz bei Sinnen ist. Der Stalinismus spielt auch eine große Rolle hier, jedoch ist durch die eigenwillige Umsetzung der Plot nicht greifbar, denn er verschwindet förmlich in den Geschichten zwischen den Geschichten. Teilweise gibt es auch traumsequenzhafte Erzählungen des Jungen, der der Hauptprotagonist hier ist, mir haben auch sie nicht gefallen, auch wenn die Sprache sehr angenehm ist und vielschichtig dabei bleibt. Auch wenn ich sehr konzentriert lese, springt der Funke nicht über, zumal Nadas manchmal mit einem Satz von Zeitebene zur anderen huscht, sowas kann mitunter frustrieren aber wirkt auch innovativ in der Form. Bei Uwe Johnson fand ich so etwas aber besser gelöst oder bei Faulkner. Dadurch dass auch keinerlei Absätze in dem Buch existieren wird es dem Leser noch schwerer gemacht dran zu bleiben. Ich lese wirklich gerne auch anspruchsvolle Literatur die sich gerne auch in Traumprosa verliert (Wolfgang Hilbigs Alte Abdeckerei) hier finde ich aber keinen Zugang oder wenn, dann nur für ein paar Seiten. Sehr schade, denn eigentlich wollte ich die Parallelgeschichten von Nadas lesen, dieses Buch hier galt als Appetithäppchen. Nun traue ich mir größere Werke von Peter Nadas nicht mehr wirklich zu.
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Ende eines Familienromans
Ende eines Familienromans von Péter Nádas (Taschenbuch - 1. Oktober 1999)
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