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Kundenrezensionen

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am 14. April 2003
"Wie das Gesetz es vorschrieb , wurde Cincinnatus C. das Todesurteil im Flüsterton mitgeteilt." Er wird zurück in seine Zelle gebracht ,wo er der unbekannten Stunde seiner Enthauptung entgegenfürchtet.(das ist eigentlich die ganze Handlung )
Verurteilt hat ihn eine Gesellschaft ,die eigentlich eine Farce ist : zusammengehalten von sinnlosen Gesetzen (" das Gesetz schrieb vor , dass Verteidiger und Ankläger Halbbrüder mütterlicherseits sein mussten..." ) die genauso absurd befolgt werden ("..aber solche waren nicht immer verfügbar, und so wurde mit Schminke nachgeholfen ").
Seine Mitglieder sind uniform , ihre gemeinsame zentrale eigenschaft ist die "Transparenz ". Sie sind durchsichtig , weil sie keinen Inhalt haben : keine wirklichen Gefühle , sondern verordnete Sentimentalität ; keine Gedanken , sondern nur Floskeln .
Alles in der Welt um Cincinnatus ist kitschig, pathetisch , unecht. Sogar die hinteren Zusschauerreihen bei seiner (geplanten) Enthauptung sind nur aufgemalt .
Das Verbrechen des Cincinnatus besteht nun nicht in einer kriminellen Handlung ,sondern allein in seinem Wesen .Ihm wird seine "opaleszenz" vorgeworfen und nachgewiesen: er ist komplex , er denkt , reflektiert und fühlt sich als Mensch , von Gespenstern umgeben .Er verachtet zwar seine Umgebung , aber er leidet an seiner Andersartigkeit.
Dreissig Jahre hat sich verstellen und verstecken können.
Jetzt wartet er auf die Strafe ,auf den Tod .

Cincinnatus ist verzweifelt , er hat Angst , er quält sich , er hofft auf Rettung , er schreibt seine "kriminellen "( weil menschlichen) Gedanken auf . Doch es kann und will ihm keiner helfen...schon liegt er auf dem schafott und hält seinen kopf- seinen schmalen Hals - hin...als er endlich seine Augen aufmacht . Er sieht ein , dass er selber gerade durch seine Verzweiflung und seine Angst der Gesellschaft und den Menschen (?) um ihn Realität , Gültigkeit und Macht gewährt. "Unterwerfung ist die Ursache , Macht ist die Folge "( Humberto Maturana )....doch will ich den grandiosen Schluss nicht verraten .
Nabokov hat den Entwurf für das Buch - entgegen seinen Gewohnheiten - innerhalb zwei Wochen niedergeschrieben :Ein Spannbogen von ersten zum letzten Satz ;intensiv, grotesk ,überraschend .Nabokov selber sagte in einer Interview, er hege die grösste Zeneigung für "lolita" ,die grösste Wertschätzung für "einladung zur Enthauptung ".
Mein liebstes Nabokov.
Lesen!
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am 4. Mai 2013
Vladimir Nabokov schreibt Sätze die man sich eigentlich alle unterstreichen möchte. Sätze die jeder für sich so wundervoll und phantasievoll sind, dass man dieses Buch laut vorlesen möchte, weil es fast zu schade ist es still zu lesen. Eines der besten Bücher, was ich je gelesen habe. Absolut uneingeschränkt empfehlenswert. Ein Künstler, der mit Worten ganze Welten in den Köpfen seiner Leser zeichnet.
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am 30. Mai 2001
Wer nicht alle Bücher dieser Gesamtausgabe erwerben will, sollte nicht ausgerechnet auf diesen Roman verzichten. Vladimir Nabokov ist einer meiner Lieblingsautoren, und "Einladung zur Enthauptung" ist der Roman von Nabokov, den ich am häufigsten gelesen und an Freunde und Bekannte weiterempfohlen habe. Niemand von ihnen war enttäuscht. Nabokov selbst soll gesagt haben, für diesen Roman hege er die "größte Wertschätzung". Auch wenn Nabokov eine geistige Verbindung zu Kafka bestreitet, erinnert dieses Werk mich an "Das Schloß". Cincinnatus C., der Protagonist in "Einladung zur Enthauptung", sieht sich der Willkür eines merkwürdigen Systems ausgesetzt. Selbst den Grund für seine Verurteilung zum Tode begreifen er und auch der Leser nicht. Die Gestalten, die Cincinnatus umgeben - Gefängnisdirektor, Wärter, Bibliothekar, Mithäftling, Verwandtschaft -, treten auf und ab und erzeugen in ihrer Mischung aus Fiktion und Wirklichkeit ein Gefühl des Irrationalen, dem lediglich die Angst des verurteilten Cinncinatus vor der Hinrichtung als Realität entgegensteht. Doch selbst dieses Gefühl löst sich immer wieder auf. Hin und her gerissen zwischen der Hoffnung auf Entrinnnen und den immer neuen Wendungen und Überraschungen, die Nabokov bereit hält, verwickelt sich der Leser in Spannung und Vergnügen. Auch der Sprachstil, den Nabokov pflegt, fesselt und vergnügt. Selbst nach mehrmaligem Lesen fiebere ich immer wieder mit, und ich stoße jedesmal auf Details, die mir bei den vorherigen Besuchen bei Cincinnatus in seiner Zelle entgangen sind. Wer diesen Roman gelesen hat, wird nicht verstehen, warum Nabokov oft noch immer auf sein Werk "Lolita" reduziert wird - ohne den Wert dieses Romans schmälern zu wollen.
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am 14. Dezember 2005
"Draussen wurde ein einfach, aber geschmackvoll inszeniertes Sommergewitter aufgeführt,..." heisst es einmal. Inszeniert um ihn herum, um den Verurteilten Cincinatus, ist alles und alle täuschen ihn. Er empfindet vieles dieser Inszenierung richtig und er wehrt sich dagegen durch Unfreundlichkeit und Widerborstigkeit. Zur Inszenierung gehört auch seine notorisch untreue Frau Marthe. Etwas vom Vergnüglichsten ist ein Besuch des falschen Mitgefangenen M'sieur Pierre in seiner Zelle, wo er in einem Monolog das konkrete Schachspiel mit Cincinatus kommentiert und dazwischengeflochten über Frauen und erotische Themen referiert. Cincinatus sagt dazu wie üblich nichts. Später stellt sich heraus, dass Pierre der Scharfrichter ist.

Die paar Wochen bis zur Hinrichtung sind eine einzige Qual, auch weil man ihm beharrlich den Termin verschweigt. Er bemüht sich indessen, die richtige, schöne, wahre Welt wenigstens zu erschreiben. Aber die flashartigen Gedankenblitze entziehen sich der Formulierung.

Der Roman spielt in einem totalitären System. Das wird schon dadurch klar, dass Cincinatus nichts Handfestes vorgeworfen worden ist. Wahrscheinlich bestand sein Verbrechen aus einer kleinen Abweichung, die in Diktaturen bis heute scharf bestraft werden.

Die Spannung bezieht der Roman natürlich aus der vordergründigen Lage und dem Schicksal des Protagonisten. Zum Vergnügen trägt aber auch der elegante, schöne, metaphernreiche, fantasievolle und dennoch präzise Stil nabokovscher Art bei.

Das Komplexe am Roman entsteht durch die Verquickung der individuellen Fragen von Cincinatus, der condition humaine des eingesperrten oder anderswie beschränkten Daseins und der gesellschaftlichen Relevanz, denn wir kommen nicht umhin, uns ein politisch-gesellschaftliches Umfeld dazu zu denken.

Noch von keinem anderen Autor habe ich drei Romane gelesen, zwei von Stendal, zwei von Conrad, zwei von Thomas Mann, zwei von Peter Stamm, zwei von Markus Werner, zwei von Robert Walser zum Beispiel. Bei Nabokov sehe ich noch kein Ende. Auch dieser Roman bekräftigt mich darin, in Nabokov einen ganz Grossen zu sehen, in der Liga der Goethe, Dante, Dostojewski. Ein Genie!
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am 9. April 2008
In "Einladung zur Enthauptung" von Vladimir Nabokov wird die Geschichte des Angeklagten Cincinnatus C. geschildert, der von einem in sich sinnlosen System im Flüsterton (so schreibt es das Gesetz vor), zum Tode verurteilt wird.
Sein Verbrechen? Er ist nicht transparent so wie die ganzen anderen Menschen, er ist leicht verschlossen und wirkt somit auf seine Mitmenschen wie eine Bedrohung, wie ein Monster und soll deshalb auf dem Schafott sterben.
Ihm begegnen in seiner "Leidenszeit" im Gefängnis etliche irreale und fast schon lächerliche Personen, sei es der Direktor, der rothaarige Wärter (mit dem Cincinnatus in seiner Fantasie auch gerne mal tanzt), das kleine Mädchen oder einzig sonstige Häftling der riesigen Festung und all dies mündet in das überraschende Ende, welches ich hier nicht vorwegnehmen will.

Meiner Meinung nach ist Vladimir Nabokov zu Unrecht immer nur auf das eine Buch Lolita festgelegt, denn dieses Buch übersteigt Lolite meiner Ansicht nach um einiges.
Es ist packend geschrieben, fast schon komisch und an manchen Stellen leidet man wirklich mit dem Protagonisten mit und fragt sich wie eine solche Behandlung zustande kommen kann.
Natürlich werden dem geneigten Lesen sofort parallelen zu "Der Prozeß" von Franz Kafka auffallen und diese Tatsache wird viele auch spalten, jedoch kommt es auf den Geschmack des Erzähl und Schreibstils an, welches dieser beiden Meisterwerke man bevorzugt.
Ich kann jedem "Einladung zur Enthauptung" nur ans Herz legen, allein schon aufgrund der erfrischenden Erzählweise von Nabokov, der beschreiben kann, dass man fast schon die Charaktere des Buches vor sich sieht.

Ich muss auch erwähnen, dass das Buch einen hohen wiederlese Wert hat, denn von Mal zu Mal fällen einem mehr und mehr Hinweise auf, die Nabokov in die Geschichte einfließen ließ und auch mehr Kritik zum Beispiel am Nazionalsozialismus oder am Kommunismus wird einem klar. (Nabokov war ein Exilrusse, was diesen Kritikpunkt auch etwas stärker werdeb lässt, desweiteren lebte und schreibte er dieses Buch in Deutschland kurz bevor die Nazis die Macht übernahmen.)

Alles in allem ein perfektes Buch, wenn nicht wieder das Laster des kleinen Mädchens wäre, was den kennenden Lesen sehr stark an Lolita erinnern dürfte.
Aber dieses Motiv zieht sich, genauso wie das "Tam Tam Tam" Motiv durch viele seiner Bücher. (Das "Tam Tam Tam" Motiv ist im Nachtrag des Buches erklärt!)

Eine klare Kaufempfehlung eines großen Nabokov Fans.
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am 24. Juni 2014
Vladimir Nabokov führt den Leser auf ironische Art und Weise und mit vielen Doppeldeutungen in eine Welt, die es, wenn sie im Buch auch sehr abstrakt erscheint, in diesem Sinne leider gibt. An vielen Stellen muss man Tränen lachen, obwohl es doch eigentlich nicht lustig ist. Aber dies ist ja auch Sinn von "Einladung zur Enthauptung".
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am 9. August 1999
Nabokov beschreibt in diesem Buch die Leiden des Cincinnatus C., der zum Tode verurteilt auf seine Enthauptung wartet. Alle Menschen um ihn herum erscheinen seltsam plump und völlig gefühlskalt. Cincinnatus ist der einzig menschliche Mensch in der Geschichte und weigert sich, sich den anderen zu fügen. Nabokovs Stil ist nicht leicht, er macht viele Anspielungen, von denen man viele wohl nicht versteht. Nach einigem Lesen war ich jedoch von der kunstvollen Konstruktion sehr angetan. Empfehlenswert!
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am 19. Juli 2014
Alles super! Lalala lala la la la =) *words left so bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla*
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. April 2006
Der Held des Romans sitzt in der Todeszelle. Sein Verbrechen: Opazität, in einer Welt in der jeder und alles völlig offen und durchschaubar ist, will er sich seine Individualität bewahren. Die Tage zwischen Urteilsverkündung und Vollstreckung sind Gegenstand des Romans. Die Idee für den Roman finde ich ausgezeichnet, nur die Umsetzung nicht gerade gelungen.
Die Angst und die Verwirrung des Helden werden zwar glaubhaft geschildert. Es ist auch klar, dass er ein einsamer Kämpfer gegen ein grausames Regime sein soll, nachvollziehbar wird es aber deshalb noch lange nicht.
Der Verurteilte beschreibt seine Mitmenschen als leere, seelenlose Hülsen, aber aufgrund der Beschreibung dieser, erscheint dieser Vorwurf wenig gerecht - genauso könnten die Vorwürfe nur Hirngespinste des Verurteilten sein.
Der Roman soll wohl eine Kritik an totalitären, „gleichmacherischen" Regimen sein (Sozialismus?) und ein Hoch auf die Individualität. Er erscheint mir darin aber kaum überzeugender als so manche amerikanische Fernsehserie.
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