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TOP 500 REZENSENTam 12. September 2015
In diesem frühen Roman, der im Jahre 1926 in einem Emigrantenverlag erschienen ist, erkennt der Leser bereits den reifen Nabokov, heißt es in einem Kommentar zu diesem Buch. Ist das nun ein Kompliment oder eine Kritik? Hat sich der Autor seinen Jugendtagen nicht mehr weiterentwickelt oder war er schon in seinen jungen Jahren ein Genie?
Wie dem auch sei, das vorliegende Buch ist tatsächlich eine echter Nabokov - fabulierend, sprachmächtig, in Details verliebt, die mit herrlichen Wendungen zu anschaulichen Panoramen verdichtet werden, wenngleich ' der Nabokov Kenner wird mir zustimmen, wenn er ehrlich ist - wie immer mit einer etwas zählen Handlung befrachtet.
Trotzdem habe ich das Buch mit großer Freude gelesen, es war ein sprachlicher Genuss zu lesen, wie der junge Meister die Schweizer Berge, das Berlin der zwanziger Jahre oder die akademische Atmosphäre von Cambridge beschrieb. Inhaltlich dreht sich die Romanhandlung um eine großbürgerliche russische Familie aus Sankt Petersburg, die in der Frühphase des russischen Bürgerkrieges über die Krim nach Westeuropa flieht. Russland versinkt in einem Meer von Blut und die Emigranten reisen, essen, trinken, spielen Tennis oder debattieren, wenngleich ohne sonderlichen Ernst mit dem resignativen Einsicht, dass ihre Zeit vorüber ist. Martin, die Hauptfigur des vorliegenden Romans, studiert, von seinem reichen Onkel und Stiefvater unterstützt, in Cambridge, verliebt sich erfolglos in die prätentiöse Sonja und beschließt, nach 'Soorland', d.h. in den Machtbereich des bolschewistischen Terrors zurückzukehren. Am Ende des Buches macht er genau das, überschreitet irgendwo in Lettland die Grenze und verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Das wars.
Eine merkwürdige Handlung. Und auch der Titel des Buches habt sich mir nicht wirklich erschlossen. Soll etwa der Marsch ins kommunistische Blutland die 'Mutprobe' sein? Keine Ahnung. Das Buch besticht durch andere Qualitäten. Fast hat man das Gefühl, dass die bewusst herausgekehrte Idylle, die das Buch beschwört, ein bewusster Kontrast sein soll zur Agonie des klassischen Russland, das in diesen Jahren unter den Hammerschlägen einer gottlosen Kommunistenbrut untergeht. Nur an einer Stelle kommt der Autor auf die Verhältnisse in Russland etwas genauer zu sprechen. 'Die bolschewistische Revolution war für ihn etwas unzweifelhaft Endgültiges', lässt der Autor einen Professor ausführen. 'Russland sei abgeschlossen und unwiederholbar. Man könne es wie eine prachtvolle Amphore in die Arme nehmen und hinter Glas stellen.' (S.85) Eine melancholische Sentenz die mich bewegte und bei der ich mich fragte, ob das auch für das Deutschland unserer Tage gilt.
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am 24. Juli 2002
Ein sehr einfacher, schlüssiger Text: der Held Martin Edelweiss, ein junger Mann "ohne Eigenschaften" - d.h. einer, der seine Eigenschaften noch sucht - verbringt seine Studienzeit in Cambridge, gerät in einer Dreiecksgeschichte und verschwindet am Ende quasi von selbst.
Nein, damit ist nicht die Pointe vorweggenommen. Denn auch ein Leser, der von diesem Ende weiss, wird verblüfft sein, wie es Nabokov gelingt, scheinbar ganz nebensächlich seinen Protagonisten am Ende der Erzählung aus dem Verkehr zu ziehen.
Im Gegenteil, mit diesem Vorwissen ist der Leser zur Spurensuche aufgefordert: der Text birgt so manchen unscheinbaren Hinweis auf das, was kommt.
Der englische Titel des Buchs lautet "Glory". <Glory> mit <Mutprobe> zu übersetzen ist hier zwar nicht falsch, schränkt aber doch die Interpretations des Geschehens ein. Die Faszination geht von der Einfachheit aus, von dieser unspektakulären Art, eine Geschichte zu erzählen. Die Mutprobe schließlich, die dieser Geschichte den Namen gibt, habe ich eigentlich als eine Art von "act gratuit" aufgefaßt, begangen aus einem Ennui des Helden heraus, der den Weg seines Lebens nicht finden kann: so verirrt er sich schließlich nach "draußen".
Ein Buch, das es verdient langsam und vielleicht sogar mehrmals gelesen zu werden, gerade weil es so simpel erscheint.
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