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TOP 500 REZENSENTam 22. November 2013
Es geht abwärts. Jedenfalls aus der engen Sicht des Etablierten. Beschreibt Camus den bedauernswerten menschlichen und gesellschaftlichen Abstieg des erfolgreichen und wohlsituierten Rechtsanwaltes Johannes Clamans? Nur scheinbar, in Wirklichkeit führt Camus uns die nackte, kalte Wahrheit eines Menschen vor Augen, der ohne Illusion und ohne Hoffnung lebt und dem nichts wirklich heilig und wichtig ist im Leben. Ein Leben ohne Verantwortung und Sinn, und ein Mensch, der dies alles klar erkennt.

Äußerlich lebt Clamans wie die meisten von uns. Wir alle wollen ein sauberes Leben; Geld, einen guten Beruf, eine Familie, Freizeit. Es beruhigt und genügt den meisten, wenn sie auf der richtigen Seite stehen. Die Genugtuung etwas erreicht zu haben, das Hochgefühl der Selbstachtung sind mächtige Triebfedern, die uns Haltung geben und vorwärtsbringen. Warum nachdenken, wenn ich in der Sonne stehe?

Clamans genießt sein Leben und den beruflichen Erfolg in vollen Zügen. Er sonnt sich im Gefühl, stets das Richtige zu tun und überhaupt ein hervorragender und glücklicher Mensch zu sein, dem es an nichts fehlt.
Doch urplötzlich vernimmt er inmitten seines prallen und warmen Lebens jedoch ein Lachen, woher auch immer. Ein Lachen, das - immer öfter wiederkehrend - wie die Zähne am Fleisch weiter und weiter an seiner heilen Welt nagt, bis davon nichts mehr übrig bleibt. Diesen Zweifel am Sinn seines Tuns wird Clamans nun nicht mehr los. Was passiert, wenn ich mein Tun nicht mehr als sinnvoll erlebe und mich auch nicht mit den äußeren Surrogaten wie Erfolg, Macht, Geld oder allem möglichen Genuss zufrieden geben und beruhigen kann?

Clamans verlernt nach und nach, was er so gut konnte, nämlich in vollen Zügen zu leben. Sein Gott, das eigene Ego, ist verloren gegangen. Ihm dämmert, dass er sich immer nur an der Oberfläche des Lebens bewegt hatte und dass er mit seinem Tun und Lassen nur die Langeweile und Sinnlosigkeit überdeckt hat. Ihm war nie etwas anderes als er selbst wichtig. Ich, Ich, Ich - das war das Einzige, was zählte.

Vorher eingetaucht in der satten Selbstzufriedenheit, erkennt er nun aus der Distanz, dass ihn nichts wirklich befriedigte. Jede Freude weckte sogleich das Verlangen nach einer anderen. Ein Fest folgte dem anderen. Sich selbst genießen, jeden einzelnen Erfolg auskosten, das war Sinn und Ziel des Lebens. Was vorher Erfolg war, wird nun für Clamans Wichtigtuerei und die Sucht nach Überlegenheit. Alles was vorher seinem Ego schmeichelte, erscheint nun sinnlos und leer.

Nicht das er einen Weltekel empfunden hätte. Nein, er liebte ja das Leben, er liebte sich selbst weiterhin. Der Mensch kann nicht leben, ohne sich selbst zu lieben. Aber für denjenigen, der keinen Gott und keinen Meister kennt, ist die Last der Tage fürchterlich. Was macht ein Mensch, der die große Sinnlosigkeit seines Tuns im Nebel sieht, aber dieser traurigen Wahrheit nicht ins Auge sehen will? Er flüchtet sich in den Alkohol oder sexuelle Abenteuer. Beide gewähren Clamans die einzige Erleichterung. Die Ausschweifung befreit, weil sie keinerlei Verpflichtung schafft. Darum ist sie die bevorzugte Beschäftigung derjenigen, die nur in sich selbst verliebt sind.

Im ausschweifenden Genuss des Hier und Jetzt kann er eine Weile die ganze Sinnlosigkeit vergessen. Vergessen bis zum nächsten Morgen. Schließlich steigt er ganz aus, wirft sein bisheriges Leben endlich weg, wie der Schmetterling den Kokon und landet als Buß-Prediger im Hafenviertel von Amsterdam. Als solcher redet er unablässig nur von sich, hierin sein voriges Leben büßend und übergleitend zum "Wir", zur Predigt. Camus redet von uns allen - wir rudern alle auf derselben Galeere.

Clamans schließlich findet vielleicht doch noch im Amsterdamer Hafen- und Kneipenviertel das ihm gemäße Leben, das Glück und Behagen, das er zuvor vermisst hatte. Nein, er hat nicht die Liebe seines Lebens gefunden, die ihn auf den rechten Pfad zurück führt. Diesen Plott gibt es nur in schlechten Romanen. Vielmehr hat er gelernt, jetzt nur noch das zu tun, was er tun muss. Er lebt im Eigenschwung seines Lebens, eigenbestimmt und in Einklang mit seinem inneren Wesen. Sicher, er fährt fort, nur sich selbst zu lieben. Er hat aber auch begriffen, dass seine Erfahrung der Leere jeden betreffen kann, dass es sich um eine existenzielle Erfahrung handelt. Jetzt kann er sein Leben, wenigstens in lichten Phasen, als sinnvoll empfinden. Er hat seinen Gott gefunden: durch die Geschichte seines Lebens anderen die Augen zu öffnen. Diese selbst empfundene Sinnhaftigkeit ist das alles Entscheidende. Das einzige Wesentliche ist es, sich alles erlauben zu dürfen, ohne dass der Ruf des eigenen Zweifels ertönt.

Der tiefe Fall des Clamans ist kein Fall für den Psychiater, keine Krankengeschichte. Es ist der schwierige Weg, dem eigenen Handeln uneingeschränkt zustimmen zu können, sinnhaft zu leben - ohne sich mit den schlechten Kompromissen und gesellschaftlichen Surrogaten abzufinden.

Der Roman wirkt traurig und hoffnungslos, weil uns Camus die wärmende Decke der Selbstsicherheit und Geborgenheit wegreißt. Clamans ist allein auf sich gestellt, weil er, der Selbstverliebte, unfähig ist und bleibt, sich Anderem, Großem, einer Liebe oder einer Leidenschaft hinzugeben. Camus lässt seine Hauptfigur sagen, dass bei ihm nicht gesegnet und keine Absolution erteilt wird. Es wird ganz einfach die Rechnung präsentiert. Finde für dich einen Sinn des Lebens, ja, aber der Weg dorthin kann weit und dornig sein. Jedenfalls dann, wenn es dir nur immer um die Befriedigung des eigenen Ego geht. Wer sich nicht damit abfindet, dass der Sinn des Lebens darin bestehen soll, alles, was möglich und erreichbar ist, auch an sich zu raffen und das Leben vollzusaugen mit allerlei Zerstreuungen und Möglichkeiten der Zeitvernichtung, die sich uns heute eröffnen, und wer keinen Gott mehr hat, der muss sich schon selbst auf den schwierigen Weg der Sinnfindung machen.
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am 25. November 1999
Ich habe "den Fall" von Camus bereits viermal gelesen und halte ihn für eines der größten Bücher, die je geschrieben wurden. Die Lebensbeichte des Clamens, der in Amsterdam den Beruf eines "Bußerichters" ausübt, ist psychologisch schlüssig und zeichnet sich durch eine Logik und Analyse der menschlichen Existenz aus, die einerseits genial, andererseits aber auch unheimlich kalt ist. Wenn es je ein Buch geschafft hat "Hoffungslosigkeit" und "das unausweichliche Auf-sich-Laden von Schuld" analytisch herzuleiten, dann dieses. Gleichzeitig ist es packend und regt an so maches zu überdenken. Die zentrale Frage im "Der Fall" (wenn auch nie explizit geäußert) ist die folgende: Tu ich nur dann Gutes, wenn ich dabei keine Genugtuung empfinde (da sonst Opportunismus und Egoismus) oder darf ich es auch gerne tun. Clamens schließt sich ersterem am, schafft es aber nicht sich von seiner Ego-orientiertheit zu lösen und gerät somit in eine negative (logische) Abwärtsspirale, die schlielich in die Hoffnungslosigkeit mündet. Was ihm schließlich bleibt ist seine Fähigkeit die anderen von ihrer "Mitschuld" zu überzeugen, um zumindest sein Gefühl der Hoffnungslosigkeit mit anderen "teilen" zu können. Was dem Buch allerdings fehlt (muß es auch, da es seine makellose Logik zerstören würde) ist der menschliche Humor.
Fazit: Grandios aber auch unendlich kalt.
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am 28. Januar 2001
Ich war überwältigt von diesem Buch ... ich habe es in einem Stück durchgelesen und bin danach nur noch völlig entrückt umhergewandelt. Niemand beherrscht den konstruktiven Exsistenzialismus so wie Camus, in diesem Buch ist ihm ein Meisterwerk gelungen. Man lebt anders, wenn man dises Buch gelesen hat. Menschen erschienen mir anders, und man denkt über sein Handeln nach... aber vor allem über den Selbstbetrug. Es war mir danach nicht mehr möglich Dinge vor mir selbst zu verbergen , Camus lenkt den Blick auf uns selbst, unsere dunklen Seiten und zwingt uns sich ihnen zu stellen! Ich habe seither aufgehört andere Menschen zu bewerten. Es ist mir nicht mehr möglich, denn solange ich nicht den Mut aufbringe über mich selbst Gericht zu sitzen, kann ich nicht andere verurteilen. Unbedingt lesenswert!
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"Ein einziger Satz wird ihnen zur Beschreibung des modernen Menschen genügen: Er hurte und las Zeitungen" (8). Ja, so denkt er, dieser wunderbar zynische Ich-Erzähler aus Albert Camus' Roman “Der Fall”, der, der die Café-Szene Amsterdams tingelnd, sein Handeln und Wirken als Pariser Anwalt reflektiert. Gebannt verfolgt der Leser, mal mit Bewunderung, mal fasziniert, mal voller Verachtung, wie der Erzähler Rechenschaft ablegt über die Heuchelei seiner Existenz, wie er mit Lug, Betrug und der ihm eigenen Fähigkeit, seine Mitmenschen zu manipulieren, zu einem angesehenen Mitglied der Gesellschaft aufgestiegen ist. An einer der bekanntesten Stellen des Romans versucht er sich an einer Selbstcharakterisierung, die auch heute noch das Denken und Handeln einiger Zeitgenossen treffend umschreiben dürfte: "Ich war vertraulich zur rechten Zeit, schweigsam, wenn es nottat, der heiteren Ungezwungenheit ebenso fähig wie der würdigen Förmlichkeit, und traf immer den richtigen Ton. […] [I]ch brachte es fertig, gleichzeitig die Frauen und die Gerechtigkeit zu lieben, was gar nicht einfach ist, ich betrieb Sport und war den schönen Künsten zugetan, kurzum, ich will nicht weiterfahren, sonst könnten Sie mich am Ende der Selbstgefälligkeit zeihen" (25).

"Der Fall" nimmt in Camus' Gesamtwerk in vielerlei Hinsicht eine Sonderstellung ein. Es war dieser Roman, für den er 1957 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. Es entbehrt dabei nicht einer gewissen Ironie, dass Camus, der so großartige schweigsame Charaktere wie den Meursault in "Der Fremde" oder den Doktor Rieux aus der "Pest" geschaffen und der in all seinen Schriften darauf geachtet hat, dass jeder Satz, jedes Wort, jedes Satzzeichen seine Funktion im Rahmen des gesamten Textes erfüllt, für einen Roman ausgezeichnet worden ist, dessen Erzähler ein eitler und selbstgerechter Schwätzer ist, der seine Sprache benutzt um zu verschleiern und zu manipulieren.

Fazit: Auch wenn der Roman recht fidel daherkommt, verbirgt sich unter der Oberfläche doch Wut und Enttäuschung über eine Welt, die Schein mehr schätzt als das authentische Sein. „Der Fall“ ist ein Schlüsselwerk zum Verständnis des späten Camus, der der Pariser Scheinwelt der Sartres und de Bouvoirs enttäuscht und verletzt den Rücken gekehrt hat, um auf dem Land seinen Frieden zu finden.
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Der ehemalige Staranwalt Clamence lebt anders als früher, dadurch, dass viele (Vor)fälle sein Leben betrübt und ihn nachdenklich gestimmt haben. Eine junge Frau platscht beim Pont Royal auf das Wasser und Clamence hat diesen Selbstmord nicht verhindert, wofür er sein eigenes Leben hätte in Gefahr setzen müssen. Diese Sache beschäftigt ihn noch Jahre und weiter lebt er als eitler Mensch in Ausschweifungen, der Freunde nicht unbedingt schätzt, da sie seiner Meinung nach nur Heuchler sind, die einem nur ihre Freundschaft vorgaukeln und einen sogar zum Selbstmord ermutigen würden, anstatt ihn zu verhindern. Er sieht sich letztendlich selbst als Bußrichter, der über sich selbst urteilt, indem er ein Bild stiehlt, um für seine Fehler in der Vergangenheit zu büßen, da die Gesellschaft ihm keine Strafe auferlegt und er somit als Dieb büßen will.

Das Werk kann ich empfehlen, Camus' Stil spricht den Leser direkt an und so kann man auch mit seinem eigenen Leben vergleichen und entdeckt oft Parallelen zum Roman. Die Fragen nach Schuld und Unschuld, Freiheit und Einengung werden in diesem Buch gut psychologisch geschildert und überzeugen durch die Einzigartigkeit des Banns, in den Camus den Betrachter zieht. Es gibt kein Buch, das den Leser mehr anspricht und zum Nachdenken über das eigene Leben anregt, Camus hat den Nobelpreis somit nicht grundlos errungen.

~Bücher-Liebhaberin~
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am 2. November 2010
"La Chute" wurde 1956 veröffentlicht. 1957 folgte der Nobelpreis für Albert Camus.

Camus schildert ein selbstgefälliges Doppelleben, bei dem tatsächliches Tun und wahre Überzeugung auseinanderfallen. Die Lüge liegt in der Diskrepanz zwischen rollengemäßen, öffentlichen Bekundungen und tatsächlichen, inneren Empfindungen. Das Gewissen hält diesen Zwiespalt schließlich nicht mehr aus: Das den fortgesetzten Selbstbetrug erkennende Individuum wird aus seiner angestammten Bahn geworfen.

Das Komödiantisch-Ironische des Romans wurzelt in der Philosophie Camus`: Alles Ernsthafte erscheint dem Autor absurd. Nur im Spielerischen könne Unschuld liegen, weil nur das Spielerische ohne verdeckte, hintergründige Intentionen agiere.
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am 20. Dezember 2004
Weniger der Name "Albert Camus", als vielmehr der Name "Ulrich Matthes" hat mich ursprünglich zum Kauf dieses Hörbuches bewogen. Zusätzlich hatte ich die Hoffnung mittels dieser CD endlich einen Zugang zur Philosophie des Existentialismus zu finden, ohne mich dafür allzu sehr anzustrengen zu müssen. Nach dem ersten Mal anhören hatte ich mir eine Meinung gebildet. Ich war begeistert. Ulrich Matthes geht mit der schwierigen Sprache Camus so locker und unbefangen um, als wäre es die Sprache des "einfachen Mannes". Er "spielt" das Hörbuch, ohne es dabei zu übertreiben und damit unglaubwürdig zu wirken. Die Stimme Matthes gibt dem Text die nötige Präsenz, Durchsetzungskraft und vor allem Lebendigkeit, die er braucht, um in seiner Schwierigkeit nicht überhört zu werden. Damit wären wir schon bei einem weiteren wichtigen Punkt. Es ist notwendig, dem Text seine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn man der Ansicht ist, man hätte verstanden, worauf Camus mit dem "Fall" hinauswollte, dann sollte man sich das Hörbuch gleich nochmal anhören. So kommt man Stück für Stück der Bedeutung des Werks und der existentialistischen Weltsicht insgesamt auf die Spur. So stellte ich nach mehrmaligem Durchhören fest, dass Camus mit dem "Fall" nicht nur einen spannenden und unterhaltsamen Text geschrieben hat, sondern auch eine Deutung der menschlichen Natur anbietet, die vielen Prüfungen standhält und den Leser (bzw. Hörer) noch lange beschäftigen wird, wenn er sich darauf einlässt. Für Freunde von Ulrich Matthes, Albert Camus, wunderbarer Sprache und großen Erkenntnissen eine uneingeschränkte Empfehlung.
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am 15. August 2007
"Der Fall" ist dem "Fremden" von Camus auf jeden Fall ebenbürtig, allerdings bei weitem nicht so leicht zugänglich. In Camus Werken geht es letztlich fast immer um das Verhältnis von Indifferenz und Absurdität. Ein tragischer (Zwischen)fall verändert für immer das Leben eines erfolgreichen Juristen, der eines Abends Zeuge wird, als sich ein Mensch von einer Brücke in den Tod stürzt. Der Vorfall, angesichts dessen er reglos und untätig bleibt, setzt bei diesem Mann eine Metamorphose in Gang, die seinen eigenen langsamen (Ver)fall in den Abgrund herbeiführt. Ein erschütterndes Psychogramm, in dem auf dramatische Weise die Grundfragen von Schuld, Reue und Verantwortung im Leben entwickelt werden. Vielleicht keine Bettlektüre, aber ein ausgezeichneter Spiegel des Denkens des späteren Camus der Revolte und der "Solidarität der Kette".
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am 5. Juli 2000
This is the first book I've read by Camus. I picked it up out of curiosity and was immiediately intrigued by the unique 2nd person narrative. I hadn't read anything in this perspective before. It was a decent read. Although I didn't find it exciting or much entertaining, when I was finished with it, I was glad I read it and could think about it's messages. I'd recommend it to anyone looking for an intro to an easy philosophical read: it's short (I read it in 2 days) and at times it can be entertaining (I liked the narraters nod to the Greeks as he mentions the men holding hands in the streets). Overall, I was glad I read it. Afterwards, I thought of people I've encountered who seem flawless in everyway, but I can look at them differently now. No one is perfect!
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am 10. Oktober 1999
The least memorable Camus novel that I have read. The other books are more interesting as pieces of literary art, I think; by the time I got around to reading this novel, I'd already been through the whole "morality as empty formality" thing a number of times. And as I remember it (it's been a while), the brunt of the book is simply building up to and expounding on this idea. None of this is to say that it is a bad book; it is worth reading. Some may find it extremely rewarding. But I can't say it's a personal favorite.
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