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am 15. Februar 2010
Erika Manns Buch erschien zunächst auf Englisch in Amerika, später dann auf Deutsch in den Niederlanden. Aber es erschien 1938, also noch vor dem, was uns alle im Nachhinein stark geprägt hat, nämlich noch vor dem 2. Weltkrieg (aber eben schon während der Nazizeit). Und dies macht das Buch so spannend zu lesen. Erika Mann skizziert anhand der ihr vorliegenden Literatur und Gesprächen mit Menschen aus Deutschland die Veränderungen im Leben der Kinder, welche im Dritten Reich aufwachsen und eben keine andere Perspektive kennen, als die Ideologie dieses verarmten Reiches, welches noch zum Krieg hinführen möchte. Sehr anschaulich wird dabei der Keil aufgezeigt, welcher sich zwischen die Generation derjenigen, die noch eine nazifreie Ideologie denken können (Elterngeneration), und derjenigen, die nur diese Ideologie kennt (Kinder), quasi von selbst eintreibt. Meist steht man sich mit Unverständnis gegenüber, was zu Mißverständnissen führt und dann lebensgefährlich ausarten kann: Für die Eltern, weil sie als Verräter betrachtet werden können; und für die Kinder, weil sie sich für wertlose Ideen aufopfern mögen. - Daß es Erika Mann gut gelingt, in dieses feine Spiel der privaten Lebens-Weg-Findung (geprägt durch eine unverständliche Ideologie) hinein zu führen, ist für mich das wertvollste an diesem Buch. Und auch ein wichtiger Punkt, weil er bis in unsere heutige Zeit seine Schatten wirft.
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am 8. März 2011
School for Barbarians", so hieß dieses Buch in den Vereinigten Staaten. Erika Mann (1912-1969), Tochter Thomas Manns, Kabarettistin, Schriftstellerin und Journalistin, veröffentlichte es 1938. Das Buch gehört in eine kleine Reihe von Schriften über Nazideutschland, die Autoren im Exil schrieben. Im Dritten Reich waren die Bücher weitgehend unbekannt. Doch für Menschen in Deutschland war dieses Buch auch nicht geschrieben worden. Erika Mann wollte die Weltöffentlichkeit aufrütteln. Sie zeigt, wie die Nazis seit 1933 auf Familie und Schule Einfluss nahmen, mit dem Ziel, die Jugend für sich zu gewinnen. Dies belegt sie mit Zitaten aus Büchern und Zeitschriften sowie mit Aussagen von Beobachtern. Dem Leser offenbart sich ein System, das seine Kinder nur auf eins trainiert: Auf den kommenden Krieg. Auch wenn zu der Zeit, als Erika Mann dieses Buch schrieb, das Ende der NS-Zeit noch nicht abzusehen war, gewinnt man durch das Lesen den Eindruck, das alles auf ein blutiges Ende zusteuern wird. Nur in einem Punkt irrte die Autorin damals: In der Hoffnung, die Kinder mögen den Drill, das Kriegsgeschrei, die Angst eines Tages satt haben. Hier ist ein Zeitdokument entstanden, das auch heute noch den Leser gefangen nimmt, das Entsetzen und Ekel hervorruft.
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am 22. Januar 2012
Das Vorwort von Thomas Mann hat mich tief berührt. Ja, so kann ein Vater die Arbeit seiner Tochter "treffend" wertschätzen.
Das Buch ist für all diejenigen von uns ganz besonders interessant, deren Eltern oder Großeltern in den Jahren des Nationalsozialismus aufgewachsen sind und die einen Erziehungsauftrag an uns zu erfüllen hatten, denn sie waren Ziel einer gigantischen Familienpolitik, die noch heute tiefe Spuren in unseren Familiensystemen hinterlässt.
Wenn ich bedenke, daß Erika Mann dieses Buch "schon" 1938 herausgebracht hat wird mir schwindlig, denn wenn ich an die Märchen denke, die mir als Jugendlicher erzählt wurden als ich fragte: " Warum habt ihr denn da mitgemacht? Warum habt ihr denn einen Hitler zugelassen?" Jaa, der Hitler habe es ja gut gemeint, ..ursprünglich, aber später sei ihm dann die Macht zu Kopf gestiegen.... oder: naja, der hat ja die Autobahnen gebaut und die Arbeitslosen von der Straße geholt und derlei mehr anscheinend "Gutes". Ausserdem habe man das ja alles nicht gewusst... usw und so fort. Man erfuhr nichts! Millionenfach nichts. Kollektive Amnesie. Das tut ja nicht weh, erstmal.

Erika Mann hat das Regime schon vor 1938 ganz eindeutig als ein Terror- Regime anhand sehr erschütternder Beispiele beschrieben und analysiert.

Ich habe in Deutschland überwiegend von Menschen gehört, die im Widerstand waren oder nichts gewusst haben (wollen).
Falls sie ähnliche "Informationen" haben: lesen sie einfach dieses Buch. Es ist ja nicht dick - äusserlich.
Die Menschen jener Zeit haben eine Erziehung "genossen", die wir uns unbedingt mal anschauen sollten, denn die alten Nazi-Verhaltensmuster sind teilweise heute noch gängig und das mehr als uns bewusst und lieb ist. Das Buch kann helfen so manche absurden Verhaltensmuster von Hitlers Kindern zu entschlüsseln.
Erika Mann ist, ganz wie ihr Vater Thomas, sehr der Sprache (und des logischen denkens) mächtig. Sie beschreibt die Zeit des Nationalsozialismus sehr gut verständlich, warm und schockierend zugleich. Aber Thomas Mann hat es im Vorwort, wie gesagt, sehr viel treffender beschrieben, was seine Tochter da Wichtiges auf den Weg gebracht hat.
Ein unverzichtbares Zeugnis jener Zeit, wenn man analysieren möchte, was das alles heute noch mit uns und unserer Familie zu tun hat.
Es tut gut jene Zeit mit den Augen einer intelligenten und sehr wahrhaftigen Frau zu sehen, die in dieser Zeit gelebt UND geschrieben hat!
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am 2. Dezember 2014
Freiheit ist die Freiheit zu sagen, dass 2 plus 2 gleich 4 ist. Kommt das bekannt vor? Dieser Satz stammt aus "Zehn Millionen Kinder". Gilt dieses Buch in der Sekundärliteratur neben Samjatins "Wir" als Vorbild für 1984? Falls nicht, wurde es leider übersehen. Die Strategien zur Zurichtung zum blinden Gehorsam und die zwangsgesteuerte und damit nicht mehr vorhandene Freizeit zur Ausrichtung eines ganzen Volkes auf politische und dogmatische Zwecke werden hier sehr gut beschrieben. Keine freie Zeit = keine Zeit zum Nachdenken. Arbeit um des Arbeiten willens. Kommt das bekannt vor?
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am 4. März 2014
Sehr detailgenau und sehr berührend, wie Erika Mann die Erziehung im Dritten Reich beschreibt.
Ich habe mir das Buch für meine Facharbeit gekauft und war sehr beeindruckt, wie viel in diesem Buch über die Erziehung steht und wie viele Sachen ich noch nicht wusste.
Großes Lob!
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am 23. Januar 2016
Erika Mann schreibt dieses Buch im Exil bereits 1938.
Das Buch ist sehr lehrreich - auch für jene, die schon viel Literatur aus und über diese Zeit gelesen haben - und äußerst beklemmend.
Ich möchte es mit mehr als 5 Sternen ans Herz legen!

Aus der Sicht eines Kindes / Jugendlichen beschreibt E. Mann die komplette Unentrinnbarkeit aus den Fängen des Totalitarismus.
Kindheit, Schule, Freizeit, alles ist geregelt und gesteuert im Sinne der Machthaber.
Welche katastrophalen Folgen das für die Seele und Familienverhältnisse hat, macht sie gut deutlich anhand von inneren "Dialogen" (das Kind mit sich selbst).

Das eigentlich Beklemmende ist die Erkenntnis, daß unsere Eltern genau diesem "Erziehungsprogramm" ausgesetzt waren...
und zum ersten Mal (nach ca. 100 Büchern zu diesem Thema) scheint mir, habe ich vielleicht VERSTANDEN, daß diese Generation der ca. um 1930 Geborenen wirklich auch Opfer waren. (Bisher hätte ich diese Aussage eher abgelehnt.)
Dabei bewegt sich E. Mann auf einer subtileren Ebene als der der sonst üblichen Argumentation...
Es geht hier um die Tatsache der gezielten Gehirnwäsche mangels Vergleichbarkeit.

Das Buch sollte Pflichtlektüre in Schulen sein!
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Erika Manns Buch über die allumfassende Erziehung im 3. Reich ist äußerst unterhaltsam zu lesen; einer der großen Vorteile dieses Werkes. Erika Mann erzählt in sehr subjektiver Form, zitiert aus zahlreichen Quellen der damaligen Zeit - und versteht es natürlich, die Leser über die knapp 200 Seiten hinweg zu fesseln. Vor allem musss man beachten, dass dieses Buch zum ersten mal 1938 erschienen ist (und eben nicht mit dem Wissen der Nachkriegsjahre geschrieben wurde!). Es war damals ein großer Erfolg in Amerika und Amsterdam (Querido), was im Nachwort der Herausgeberin nachzulesen ist.

Thomas Mann hat das Vorwort dazu geschrieben.
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am 14. Dezember 2010
Der Tochter von Thomas Mann haben wir dieses bereits 1938 während ihrer Emigration im Ausland erschienene unschätzbare Büchlein zu verdanken, das sowohl kurzweilig als auch plakativ den Alltag und die Erziehung von Kindern im Dritten Reich beschreibt- kurz: das, was uns unsere Großeltern oder Ur-Großeltern nicht erzählten (oder erzählen konnten)... erfahrbare Zeitgeschichte!

Erzähl dein Leben!: Meine Wege zur Dialogarbeit und politischen Verständigung
Die Last des Schweigens: Gespräche mit Kindern von NS-Tätern
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am 15. Januar 2013
Die Beschreibung von Erika Mann, wie es damals zur Zeit der Nationalsozialisten aussah, ist sehr gut zu lesen und informativ.
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am 14. März 2013
Gering im Umfang, viel zu wenig Informationen. Zum Einlesen in das Thema zu dünn geschrieben. Leider war das Buch sowohl stilistisch als auch inhaltlich zu wenig
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