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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Wohltat für jeden Krimifan
Vor drei Jahren verirrte ich mich in den Semesterferien in eine kleine, romantische Tante Emma Buchhandlung. Dort fiel mein Blick sofort auf eine Buchauslage, die mich besonders wegen der liebevoll gestalteten Einbände faszinierte. Obwohl ich die Bücher einmal Bücher sein lassen wollte, konnte ich mich nicht gegen den Drang wehren, eines dieser kleinen...
Am 4. Juli 1999 veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Guter Beginn der Reihe ...
Dieser Krimi ist etwas für die die Leser, die gerne mit verschrobenen Menschen zu tun haben und den manchmal eben typisch "britischen" Humor zu schätzen wissen.

Ansonsten gilt, dass dieser Krimi manchmal den Eindruck erweckt, dass gar keine Verbrechen vorliegen, sondern nur so getan wird als ob. Die notwendige Kriminal-Arbeit wird nur als...
Vor 15 Monaten von Dr. Pixberg veröffentlicht


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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Wohltat für jeden Krimifan, 4. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Inspektor Jury schläft außer Haus (Taschenbuch)
Vor drei Jahren verirrte ich mich in den Semesterferien in eine kleine, romantische Tante Emma Buchhandlung. Dort fiel mein Blick sofort auf eine Buchauslage, die mich besonders wegen der liebevoll gestalteten Einbände faszinierte. Obwohl ich die Bücher einmal Bücher sein lassen wollte, konnte ich mich nicht gegen den Drang wehren, eines dieser kleinen Kunstwerke zu erstehen. Wenn mich der Inhalt enttäuschen sollte, dachte ich, kann ich es wenigstens als Blickfang im Bücherregal nutzen.
Am folgenden Abend wurde ich jedoch angenehm überrascht. Die Lektüre von Martha Grimes Krimidebüt fesselte mich derart, daß ich bis in die frühen Morgenstunden daran kleben blieb. Der Roman beinhaltet wirklich alles, was das eingefleischte Krimiherz begehrt: eine verschneite, weihnachtliche Landhausidylle, zwei skurrile, angsteinflößende Morde und ein wunderbares Repertoire unterschiedlichster Charaktere.
Dennoch wirkt die Erzählung keinesfalls stereotyp. Auf wunderbare Weise gelingt es der Autorin, einen mitreißenden individuellen Stil auszubilden, der selbst den belesensten Krimikenner immer wieder in Erstaunen versetzt.
Die Handlung der Geschichte spielt in Long Piddelton, einer fiktiven Ortschaft im englischen Norden. Mitte Dezember finden die Dorfbewohner auf einem schweren Holzbalken über ihrem Stammlokal eine bizarr drapierte männliche Leiche. Da sich die (etwas trottelige) örtliche Polizei nicht zu helfen weiß, rufen sie Inspektor Richard Jury von Scotland Yard auf den Plan, der nun vor der schwierigen Aufgabe steht, unter den reichlich absonderlichen Dorfbewohnern einen ziemlich eigenwilligen Mörder aufzuspüren. Zur Auswahl stehen ihm unter anderem der standesabtrünnige Graf Melrose Plant mit seiner überdrehten amerikanischen Tante Agatha, ein scheinbar vertrottelter Pfarrer, ein Krimiautor von zweifelhaftem Ruf und ein reichlich unmännlicher Antiquitätenhändler.
Des Rätsels Lösung werde ich natürlich nicht verraten, doch ein kleiner Tip für alle, die nach der Lektüre nach Mehr verlangen sei gestattet: Viele der hier so wunderbar geschilderten Figuren tauchen auch in den späteren Romanen der Autorin wieder auf. Schließlich kann es nur einen (Mörder) geben! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen da war Jury noch grandios!, 29. Dezember 2009
Von 
Stefan Erlemann (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Inspektor Jury schläft außer Haus (Taschenbuch)
Kurz vor Weihnachten werden in Long Piddleton zwei Leichen gefunden. Die Ermordeten sind jedoch keine Einheimischen und die Art und Weise ihres Auffindens ruft Scotland Yard auf den Plan. Inspektor Jury wird mit dem Fall betraut. Der melancholische, einsame Mann macht sich in die ländliche Idylle auf. Schnell steht für ihn fest, dass einer der Einwohner des Ortes der Mörder ist. Als eine zweite entstellte und grausam zugerichtete Leiche aufgefunden wird, stellt sich die Frage, ob ein Serienmörder in Long Piddleton agiert.
In Melrose Plant, dem arroganten, versnobt wirkenden ehemaligen Grafen von Coverness, findet Jury einen regen, logisch denkenden Geist, der ihn bei den Ermittlungen nach Kräften unterstützt. Doch erst nach drei weiteren Morden engt Inspektor Jury den Kreis der Verdächtigen auf wenige Personen ein. Aber ob ein mittelmäßiger Schriftsteller, dessen Sekretärin, der Antiquitätenhändler des Ortes, der sexuell etwas zu aktive Gastwirt des Dorfes oder eine von zwei Halbschwestern, die sich verdächtig machen, diese schrecklichen Morde begangen hat, scheint im Dunkeln zu bleiben. Nur Jurys unerbittliche Suche und die Hilfe von Melrose Plant führen schließlich zu einer heißen Spur.

Eine Amerikanerin schreibt englische Kriminalromane? Richtig altmodische, ruhige, stilvolle Kriminalromane? Funktioniert das?
Ja, im Fall der Pittsburgherin Martha Grimes funktioniert es. Ihr Debütroman "The Man With A Load Of Mischief?, erschienen 1981, ist der beste Beweis dafür. Der Aufbau ist gemächlich, die Landschaftsschilderungen so treffend wie anschaulich, die Charakterzeichnung der zahlreichen Personen ist brillant, facettenreich und wirkt lebensecht. Die markanten Figuren werden nur noch übertroffen von einer sehr pointierten, fast genüsslich zelebrierten, gelegentlich aber auch ausufernd beschriebenen Kriminalhandlung.

Immer hat man beim Lesen dieses Buches das Gefühl, in einer wirklichen Landschaft zu sein, echten Personen zu lauschen und einen realen Fall als Hintergrund der Geschichte zu erleben. Nicht nur der vielschichtig charakterisierte Inspektor - dessen Vergangenheit in unzähligen kleinen und kleinsten Randbemerkungen deutlich wird -, auch die Unzahl an skurrilen Nebenfiguren fasziniert. Ob Melrose Plant, Tante Agatha, Vivian Rivington, Marshall Trueblood, Chiefinspektor Racer, dessen Sekretärin oder die Bürokatze - das Panoptikum an interessanten Figuren ist groß.

Der Autorin gelingt es zwar nicht immer, plausibel zu machen, warum sie sich gerade mit dieser oder jener Person so ausführlich und tiefgehend beschäftigt, aber kurzweilig und unterhaltsam sind ihre Zeilen immer.
Die Professorin für Literatur und Kreatives Schreiben mit Lehrstuhl an der Johns Hopkins Universität und am Montgomery College in Tahoma Park, Maryland, hat mit der Figur des Jury ihren Stil, ihr Sujet gefunden. Die lange Reihe der Kriminalromane, in denen der sympathische, oft melancholische Inspektor ermittelt, und der anhaltende Erfolg ihrer Bücher geben ihr recht. Wer diesem Ermittler eine Chance geben will, sollte unbedingt mit diesem Buch beginnen. Nicht nur, dass hier alle wichtigen Figuren sämtlicher Bücher der Serie ihren ersten Auftritt haben, die Beziehungen zwischen den Protagonisten nehmen hier auch ihren Anfang.
Neben "Inspektor Jury spielt Domino", "Inspektor Jury sucht den Kennington-Smaragd" und "Inspektor Jury bricht das Eis" ist der erste Band sicherlich einer der besten und lesenswertesten überhaupt.

Ein besonderes Lob muss man den Umschlagillustrationen dieses Buches zollen. Sie sind sehr gelungen und absolut passend für Stil und Inhalt des Romans.

Stefan Erlemann
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Fälle des Inspektor Jury beginnen HIER!, 27. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Inspektor Jury schläft außer Haus (Taschenbuch)
"...schläft außer Haus" ist der erste Roman von Martha Grimes Krimiabenteuern rund um ihren Helden Inspektor Jury und seinen adeligen Freund Melrose Plant.
Allerdings sind sich die beiden hier noch nicht bekannt, es bedingt schon eines mehrfachen Mordes in dem kleinen Dorf Long Piddleton, um die beiden zu vereinen.
Grimes öffnet hier ihr Panoptikum an Haupt- und Nebenfiguren, die bis zum heutigen Tag in über 15 Büchern immer wieder aufgetreten sind, angefangen von den Protagonisten über den hilfreichen Sergeant Wiggins, die nervige Tante Agatha, die ewig und nie so richtig angebetete Vivian Rivington, den paradiesvogelhaften Marshall Trueblood und viele andere mehr.
Grimes, selbst Amerikanerin, bemüht sich in ihren Jury-Romanen um den klassisch britischen Polizei- bzw. Detektivroman, den sie mit Abstand, ein paar Klischees und reichlich Augenzwinkern rüberbringt. Ihre Stärken sind meistens ihre Figuren, egal aus welchem sozialen Umfeld sie stammen und nicht selten sind diese stärker als die Krimiplots selbst.
In Falle des ersten Romans ist dies aber noch nicht der Fall. Das 300 Seiten starke Buch läuft fast über vor Figuren und Verdächtigen in insgesamt vier Todesfällen und führt seine beiden Hauptfiguren mit ganz besonderem Vergnügen ein. Selten war Grimes später so witzig und direkt, selten waren Plant und Jury weniger nachdenklich - hier steht die Bekanntmachung und der Fall noch im Vordergrund.
Für Realismus und Naturalismusfreaks ist das hier nichts, denn gerade dieser Fall ist so auffällig gesponnen (und gewürzt mit u.a. einem Theatermord der filmischen Sorte), daß hier nichts als Unterhaltung erzeugt werden soll. Und das funktioniert prächtig, denn selten war ein Jury so bunt und so unroutiniert geschrieben.
Die Auflösung an sich ist etwas konstruiert und das Finale in einer dunklen Kirche hat seine Einflüsse sicher aus bekannten (Film-)Vorlagen, aber dennoch sollte man sich das Vergnügen nicht verderben lassen, wenn man auf die britische Tour steht.
Kein wichtiges Buch, aber ein durch und durch Unterhaltsames - das gibt volle Punktzahl.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioser Start der gradiosen Jury-Serie, 7. Januar 2004
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Inspektor Jury schläft außer Haus (Taschenbuch)
In seinem ersten Fall erschüttert eine mysteriöse Mordserie das englische Dorf Longpiddleton. Während der Weihnachtszeit werden immer wieder Fremde tot aufgefunden, ihre Leichen sind auf bizarre Weise zur Schau gestellt. Inspector Jury von Scotland Yard kommt aus London und ermittelt, unterstützt von Hobby-Detektiv Melrose Plant. Es wird sehr spannend und in einigen Situationen auch richtig witzig.
Wir lernen in Fall 1 den Freundeskreis um Jury kennen, der in allen Fällen erhalten bleibt: das sind zum einen Melrose Plant, ein Adliger, dessen einstiger Titel so lang ist, dass er den Rahmen dieser Rezension wohl sprengen würde. Und doch er hat diesen Titel aus Überzeugung abgelegt. Jetzt ist er von Beruf reich und betätigt sich wie gesagt als Hobby-Detektiv. Dann gibt es da Melrose angeheiratete schrille amerikanische Tante Lady Agatha Ardry, die als eine Art Running Gag immer wieder nervig dazwischenfunkt. Dazu kommen Marshall Trueblood, ein schwuler Antiquitätenhändler, und Vivian Rivington, eine hübsche, junge, schüchterne Millionen-Erbin - die natürlich Inspector Jurys heimliche Liebe wird. Um eventuellen Hoffnungen direkt entgegenzuwirken: Jury und Vivian kommen nie zusammen, und doch zieht sich ihr Spiel um Sehnsucht und Trennung ebenfalls wie ein Running Gag durch alle Fälle.
Inspector Jury ist klassischer englischer Krimi der feinsten Sorte. Jury selbst ist ein attraktiver Single um die 40. Die Oberklasse, also auch noch adlig, jünger und reicher, ist Inspector Lynley von Elisabeth George, doch in Punkto Sprachwitz sind mindestens die frühen Jurys bei Martha Grimes unübertroffen. Später werden noch halbe Thriller daraus, darunter als einer der Besten „Die Treppe zum Meer", der im Stil ganz anders wird - düster, fast grausam. Hier spielt auch Melrose die Hauptrolle. Das Schöne ist: über all die Fälle und ca. 20 Jahre altern die Figuren nicht. Inspector Jury und seine Freunde bleiben uns lange erhalten - und ihre Bekanntschaft lohnt sich unbedingt!
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41 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Krimis von Martha Grimes, 8. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Inspektor Jury schläft außer Haus (Taschenbuch)
Traurig wie Blues, grotesk wie ein Maskenball, ironisch wie das Schicksal
Er heißt Richard Jury, hat schöne Augen, liebt Schnee und Regen, ist depressiv - wozu er auch allen Grund hat, denn die Frauen, in die er sich verliebt, entpuppen sich ein paar Seiten später als Mordopfer, als unschuldig Verdächtigte oder am Ende als Mörderin. Es wären wahrlich deprimierende Geschichten, wenn es um Jury herum nicht eine ganze Bande prachtvoller Freunde gäbe.
Wiggins zum Beispiel, seinen Assistenten, der Pillen und Tropfen liebt und gesunde Ernährung. Er hat auch für andere immer ein Taschentuch oder einen Hustenbonbon einstecken, ob nun für die Angehörigen der Opfer oder auch für die Verdächtigen. Dann Cyrill, den Kater, der in Scotland Yard wohnt und ein Superheld ist, wie er im Buche steht. Der einzige übrigens. Und der einzige, der es wirklich mit Chief Superintendent Racer (einem miesen Typen und Jurys Chef) aufnehmen kann.
Mit Jury im Haus wohnen die alte, unter Verfolgungswahn leidende Mrs. Wassermann und die junge Carole-ann, das schönste Mädchen Londons, elternlos wie Jury, die quasi seine Familie bilden und von ihm beschützt werden, obwohl reichlich unklar ist, wer eigentlich wen betreut.
Dann gibt es in dem kleinen Dorf Long Piddleton den abtrünnigen Adligen Melrose Plant, seine nervtötende Tante Agatha, den versnobten Antiquitätenhändler Trueblood (lila Seidenhemd und rosa Zigaretten) und Vivian, die ewig Verlobte, die in jedem Roman nach Venedig fährt, um ihren italienischen Grafen zu heiraten, und immer wieder zurückkommt, vermutlich weil sie eigentlich einen aus der Jury-Bande liebt - oder auch alle. Sie haben Jury beim Lösen der ersten Mordfälle geholfen und stehen ihm seitdem treu zur Seite, wann immer er Hilfe braucht - das heißt, in jedem neuen Mordfall.
Dann gibt es noch die Cripps, eine Familie Asozialer aus East End mit einer unübersehbaren Herde frecher Kinder, die entweder in der Küche voller fettstarrender Pfannen Kartoffelbrei mit Ketchup in sich hineinschlingen oder vor dem Haus ihr Unwesen treiben.
Sie alle, die sich in jedem neuen Buch um einige vermehren, werden zur Lösung von Jurys Fällen herangezogen, und ohne sie hätte er wohl keinen einzigen seiner Morde aufgeklärt und wäre außerdem auf Nimmerwiedersehn in seiner Traurigkeit versunken.
Die Kriminalfälle selbst sind eigentlich nur dazu da, um die Dinge in Bewegung zu halten. Um die Helden von einem Ort an den anderen zu versetzen: in eine Konzerthalle etwa, in der ein Mordversuch stattfinden wird, ein Schuß über den vollen, berauschten Saal hinweg; Jurys gesamte Bande ist natürlich anwesend, um das Schlimmste zu verhindern - was ihnen gelingt, einigermaßen wenigstens. Oder auf die Straße zum »Jerusalem Inn«, auf der inmitten von Schneehügeln der Sieger im Lauchzüchterwettbewerb marschiert, seinen prämiierten Lauch unterm Arm. Die Kneipe selbst voll mit spießigem Weihnachtskram, ein Krippenspiel mit leerer Krippe, weil das Kind die Puppe wieder entwendet hat, die seit einer Wirtshauskeilerei das Christkind ersetzen muß und die manchmal ein Mädchen ist und Alice heißt und manchmal ein Junge namens Jesus. Natürlich tragen beide, das Kind und seine Puppe, am Ende wesentlich zur Lösung des Rätsels bei. Überhaupt spielen Kinder eine herausragende Rolle in den Romanen; gottverlassen und auf all die unzulänglichen Erwachsenen um sie herum herabblickend, meistern sie lässig das Leben.
Die Grimes-Crimes leben von der ewigen Wiederholung des immer Alten, immer Neuen. Immer die gleiche Mischung. Wie das Getränk in der Stammkneipe, das der Wirt schon serviert, kaum daß man sich gesetzt hat, weil er schon weiß, wie man es gern hat. Die Geschichten sind traurig wie Blues, grotesk wie ein Maskenball, ironisch wie das Schicksal, die Figuren so abwegig und unglaubhaft wie die Menschen neben uns. Mit einem Unterschied: Sie sind immer da, wenn man sie braucht. Sie sind verläßlich, abkömmlich, wenn Jury Hilfe und der Leser eine Grimes-Story braucht. Selbst die blöden Kühe und fiesen Typen vermißt man direkt, wenn sie in einem Band nur kurz am Rande vorkommen.
Glücklicherweise ist Martha Grimes eine der noch lebenden Autorinnen und schreibt immer mal wieder ein neues Buch. Unglücklicherweise schreibt sie wesentlich langsamer, als ich lese. Aber das nächste Buch wird hoffentlich bald erscheinen. Ich werde es aufschlagen. Und sie werden da sein. Alle.
Ute Gelfert
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorsicht: Suchtgefahr, 15. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Inspektor Jury schläft außer Haus (Taschenbuch)
Allein der Titelbeginn "Inspector Jury..." bürgt für Krimigenuß der feinsten englischen Art. Liebevoll gezeichnete Charaktere, die man gerne in den weiteren Jury-Romanen von Martha Grimes wiedertrifft, und Kriminalfälle, die nicht mit plumper Gewalt, sondern mit Verstand, Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen gelöst werden, sorgen dafür, daß man diesen Roman nicht aus der Hand legt, bevor die letzte Seite gelesen ist. Und am liebsten würde man dann gleich mit dem nächsten beginnen...
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Serienmord im Dorf Long Piddleton, 2. Mai 2006
Von 
Krimi-Vielfraß "N.F." (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Inspektor Jury schläft außer Haus (Taschenbuch)
In einem englischen Dorf finden mehrere Personen, unter teilweise grotesken Umständen, einen gewaltsamen Tod. Zur Klärung der Verbrechen schickt New Scotland Yard Chiefinspektor Richard Jury in das verschlafene Nest. Hier trifft er, neben vielen anderen dubiosen Dorfbewohnern, auf seinen späteren Freund Melrose Plant.

Der amerikanischen Schriftstellerin Martha Grimes gelingt es auf faszinierende Weise ihren Kriminalroman in die Idylle eines englischen Dorfes einzubetten und durch großes erzählerisches Können eine unvergleichliche Aura zu schaffen. Auch wenn am Schluß einige Handlungsstränge der Kriminalhandlung doch etwas stark konstruiert erscheinen kommt man nicht umhin, den hier vorliegenden ersten Band der Inspektor-Jury-Serie zu mögen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Martha Grimes - eine würdige Nachfolgerin Agatha Christies, 5. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Inspektor Jury schläft außer Haus (Taschenbuch)
An sich bin ich großer Fan von historischen Romanen und ich bin begeisterter Fan von Krimis und Thriller und noch mehr mag ich historische Krimis.

Man mag sich fragen, was hat das mit Martha Grimes und diesem Buch zu tun.

Nun, obwohl das Buch in der Neuzeit spielt, schafft es die Autorin eine Atmosphäre zu schaffen, die man sonst von Agatha Christie, Edgar Wallace oder auch (ganz mutig) Arthur Conan Doyle gewöhnt ist. Obwohl Amerikanerin reiht sich Martha Grimes in die ehrwürdige Reihe englischer Kriminlaromane ein, ähnlich ihrer Landsfrau Elizabetz George.

Das Buch ist spannend, unterhaltsam und auch der englische Humor fehlt nicht. Ich hatte das Buch noch nicht durch, da habe ich bereits das nächste Buch aus der Inspector Jury-Reihe bestellt.

Für alle Freunde englischer Kriminalromane ein absolutes Muss.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöne Lektüre, 8. August 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Inspektor Jury schläft außer Haus (Taschenbuch)
Habe dieses Buch im Urlaub gelesen und es hat einfach nur Spass gemacht. Das erste Buch der Jury-Reihe und das macht es doppelt interessant. Alle Hauptfiguren, die sich durch die gesamte Reihe ziehen, werden vorgestellt. Nebenbei auch noch ein ganz amüsanter Fall mit einem ironischen aber trotzdem spannenden Ende.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist immer viel zu schade, wenn das Buch zu Ende ist..., 9. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Inspektor Jury schläft außer Haus (Taschenbuch)
Das war das erste Buch in der Reihe der Inspektor-Jury-Stories, das ich von einer Freundin geschenkt bekommen hatte. Sie hatte damit mein Interesse an Kriminalgeschichten geweckt. Damals kannte ich die Namen Martha Grimes, Elizabeth George und Minette Walters noch nicht. Wenn auch jede ihren eigenen Stil hat, gehören sie doch alle in eine Richtung: Krimi.
Inspektor Jury ist ein Kriminalbeamter, den man von Buch zu Buch näher kennenlernen wird. Seine persönliche Vergangenheit in den Kriegswirren des Zweiten Weltkrieges kommt hin und wieder zum Vorschein, aber auf eine Art, die weder aufdringlich noch störend ist. Im Gegenteil; sie bringt ihn dem Leser näher.
Als ich das dritte oder vierte Buch aus der Reihe gelesen hatte und erst dann festgestellt hatte, daß Martha Grimes trotz ihres fundierten Wissens über Großbritannien nicht Engländerin sondern Amerikanerin ist, war ich wirklich überrascht. Aber vielleicht ist das eine Erklärung dafür, warum sich ihre Geschichten häufig im Kreise von Lords und Ladies abspielen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Inspektor Jury schläft außer Haus
Inspektor Jury schläft außer Haus von Martha Grimes (Taschenbuch - 4. Juni 1987)
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