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am 9. Februar 2004
Es ist nicht möglich dieses Buch, oder besser dieses Fragment eines Buches, zu klassifizieren und einzuordnen, denn bereits nach der Lektüre der ersten Seiten wird bewusst wie anders es ist und welche Einmaligkeit es besitzt.
Eine Einteilung in Kapitel gibt es nicht, dieses Werk gleicht eher einem gigantischen Brainstorming. Und doch lassen sich zwei Hauptbestandteile unterscheiden: der einfache Bericht, in dem Erlebnisse und Erfahrungen aus der Kindheit beschrieben sind und die eigentlichen Erzählungen aus seinem Leben. Das Buch ist geschrieben wie ein Tagebuch, in welchem Gedanken und Assoziationen des Autors verewigt werden, oftmals ohne Bezug zu Vorhergehendem. Für den Leser ist es schwer sich darin zurechtzufinden, eine genaue Kenntnis der Zeit und Problematiken ist von Nöten um zu verstehen und zu interpretieren. Doch gerade durch diese Fetzen und Gedankenblitze erhält das Buch eine erschreckende Authentizität, die es zweifelsohne besitzt. Die einzelnen Stücke und Fragmente verdeutlichen noch genauer die Konfusion und die Suche nach der eigenen Identität im Hinblick auf die Vergangenheit, welche sich im Kopf des Autors abspielen. Dieses Erzählen und Analysieren erfolgt unter dem steten Einfluss von Drogen, was das ganze noch verwirrender macht und dazu führt, dass Bilder sowie Erkenntnisse auf ihren Realitätsgrad untersucht werden müssen. Aber jedes noch so verzerrte Bild steht in direktem Zusammenhang mit den Empfindungen Vespers, denn die Drogen verwirren ihn nicht sondern intensivieren bereits bestehende Gefühle.
Auch die Beschreibungen seiner Kindheit, die vielleicht manchem banal erscheinen müssen, lassen Rückschlüsse auf die psychische Disposition Vespers zu, der sich ja in einer Nervenklinik das Leben nahm. Die Dominanz des Vaters, ein ehemaliger Nazi- Dichter und streng Nationaler, und die problematische Beziehung zwischen Vater und Sohn, gekennzeichnet durch Macht, Hass aber auch aufopfernde Liebe, wird dem Leser vor Augen geführt. Immer wieder, auch während Erlebnisse seines Erwachsenenlebens geschildert werden, tauchen Floskeln und Rückblicke aus der Kindheit auf, die ihn nicht loslässt. Bernward Vesper findet seinen Platz in der Gesellschaft, selbst in seinem eigenen, vermeintlich unabhängigem, Leben, nicht, da er seine eigene Identität immer an anderen misst und über andere definiert. Eine Vergangenheit, die ihn stets belastet, eine Zukunft, die ungewiss ist und die Gegenwart mittendrin mit allen Problemen, Eindrücken und Strömungen der damaligen Zeit, mit dieser Reizüberflutung und Belastung für die Psyche wird Vesper, der auch Gudrun Ensslins Ex- Lebenspartner und Vater des gemeinsamen Sohns Felix ist, nicht fertig. Beklemmend ist es zu lesen, welche seelischen Qualen er erleidet und welchen falschen Götzen und Irrwegen er sich hingibt auf der Suche nach der eigenen Individualität, wohl wissend, dass man längst nicht mehr Außenstehender, sondern Teilnehmer geworden ist, da auch die Geschichte jedes einzelnen miterzählt wird. In eine Gesellschaft hineingeboren, die einem nichts gibt, unfähig feste Bindungen einzugehen und der Zwiespalt um den Verbleib des Sohnes, Dinge die in Vesper zusammenkommen und ihn, salopp gesagt, zu einem „kaputten Typen" machen, der aber die Dinge klarer und ohne Beschönigungen sieht, als viele andere. Vielleicht ist er auch nur einer der wenigen, der gesagt hat, was sich niemand auszusprechen wagte?
Das Buch spricht über Probleme der Selbstfindung, oder besser vom Unvermögen zu dieser, und zeichnet auch ein Bild der Unmöglichkeit sich selbst zu entkommen, unabhängig von gesellschaftlichen Eindrücken. Um zu verstehen, ein Bild zu erhalten, was sich in den Köpfen dieser verzweifelt revoltierenden jungen Erwachsenen abspielte, aber auch um zu erkennen, was vielleicht auch heute noch so manifestiert ist, muss dieses Buch gelesen werden...
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am 4. September 2015
...selbstgerecht und stellenweise kaum zu lesen. Allenfalls für denjegen von Interesse, der 'erster Hand' studieren will, wie ein krankhafter Narzissmus seinem Subjekt eine ideologisierte und verkürzte Sicht der Welt aufzwingt. Literarisch gesehen schlicht Mist.
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am 31. Dezember 2012
Bernward Vesper: Die Reise: Habe viel verstanden über die "guten Deutschen" nach Hitler und deren Kinder, die sich von ihren Eltern aus guten Gründen abgrenzten, "Drogenesser" wurden und/oder gegen ihre Eltern/den bundesdeutschen Staat der 60iger Jahre kämpften. Tragisches Ende.
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am 8. Juli 2001
Vesper zeigt in diesem Buch wie verkorkst die gesamte Gesellschaft doch ist und ich persönlich finde mit sehr viel Überzeugung zeigt er die Missstände unserer Existenz auf. Er schafft es zugleich assoziativ zu schreiben, auch unter Drogen, und doch verständlich zu bleiben. Hart und mitreissend, sollte aber jeder interessierte und offene Mensch schon gelesen haben!!
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