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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk mit erzählerischer Wucht und Überzeugungskraft
Bevor Ken Kesey dieser große schriftstellerische Durchbruch gelang, jobbte er auf einer Psychiatrischen Station, wo ihm die Idee zu „Kuckucksnest" kam. Er hielt dort Nachtwachen ab und unterhielt sich stundenlang mit den Insassen, machte Aufzeichnungen und fertigte Zeichnungen an. Unter dem Einfluss von Drogen kam ihm schließlich die Idee, den Roman aus...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2002 von Der Kritiker

versus
1 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jack Nicholson
Das Buch ist gut. Ich habe es mir geholt nachdem ich den Film gesehen habe.
Der Film hat mich wirklich überzeugt.
Das Buch ebenso.
Veröffentlicht am 22. Mai 2012 von fly-Girl


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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk mit erzählerischer Wucht und Überzeugungskraft, 15. Oktober 2002
Von 
Der Kritiker (Kassel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Einer flog über das Kuckucksnest (Taschenbuch)
Bevor Ken Kesey dieser große schriftstellerische Durchbruch gelang, jobbte er auf einer Psychiatrischen Station, wo ihm die Idee zu „Kuckucksnest" kam. Er hielt dort Nachtwachen ab und unterhielt sich stundenlang mit den Insassen, machte Aufzeichnungen und fertigte Zeichnungen an. Unter dem Einfluss von Drogen kam ihm schließlich die Idee, den Roman aus der Sicht von Häuptling Bromden zu schreiben, der alles durch eine schizophreniebedingte Nebelwand registriert und beschreibt. Bromden leidet unter Verfolgungswahn und zieht sich völlig in sich selbst zurück bis er irgendwann gänzlich stumm wurde. So ist die Sicht auf die Psychiatrie in diesem Roman nicht objektiv, sondern surreal. Im Mittelpunkt steht R.P. McMurphy, Rebell und Spielernatur, aufsässig und fast ohne jede Regel. McMurphy ist der Einzelkämpfer, der sich gegen das System stellt. Seine Gegenspielerin ist Schwester Ratched, die mit ihrem sterilen Perfektionismus und ihren menschenfeindlichen Manipulationen vor allem während der analytischen Sitzungen eine subtile Unterdrückung auf die Patienten ausübt. Kesey erschafft dabei äußerst lebhafte Bilder durch ausdrucksvolles, authentisches und vor allem humorvolles Schreiben. Das Buch wurde nicht zuletzt deshalb ein Welterfolg (über 7 Millionen verkaufte Exemplare), weil es Kritik an intoleranten repressiven Gesellschaften übt, womit sich die rebellierende Jugend der sechziger Jahre identifizieren konnte. Denn die beschriebene Irrenanstalt ist ein perfekt organisiertes System, eine Gesellschaft im Kleinen, in der die Insassen Manipulationen und Repressionen hilflos ausgeliefert sind. So verwundert es nicht, dass der Roman erheblichen Anteil an der Reformierung der Psychiatrie in den USA hatte.
Kesey rebellierte selbst gegen autoritäre Strukturen und bürgerliche Normen. Er gründete die erste psychedelische Kommune der 60er, reiste mit einem bunt bemalten Schulbus durch Amerika, hörte Rockmusik (Grateful Dead), bezog Stellung gegen den Vietnamkrieg, stand fast ständig unter Drogen (Orangensaft mit LSD) und fuhr zur Weltausstellung nach New York. Der intensive Neil Cassidy fuhr den Bus, der auch mit Jack Kerouac - dem Idol der Beat Generation - befreundet war und der Held aus „On The Road" ist - ebenfalls ein epochemachender Roman. Nach Auskunft Keseys ist er auch Vorbild für die Figur des McMurphy gewesen. Kesey blieb sich zwar bis heute treu, schrieb aber nie wieder einen auch nur annähernd so bedeutenden Roman. Aber „Einer flog über das Kuckucksnest" ist mehr als ein großartiges Buch, es ist genial und zählt zu den besten der amerikanischen Gegenwartsliteratur.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinn!, 4. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Einer flog über das Kuckucksnest (Taschenbuch)
Zumindest von dem Film wird wohl jeder einmal etwas gehört haben. Jack Nicholson und fünf Oscars und so. Das Buch ist besser!!! Es ist vielschichtiger, sensibler und gefühlvoller.
Aus der Perspektive eines Indianers, der sich taub und stumm stellt, wird die Geschichte von McMurphy erzählt. Eigentlich Häftling,läßt er sich in eine Anstalt einliefern, um der harten Feldarbeit zu entgehen. Mit seiner Anwesenheit verändert er die gesamte Atmosphäre des Krankenhauses. Ihm gelingt es, sehr zum Mißfallen der Oberschwester, die Insassen aus ihrer Lethargie herauszulösen und sie zur Lebensbejahung zu ermuntern.
In dieser Geschichte geht es darum, wie ein Mensch versucht, sich gegen ein System aus Bürokratie und dem Machtwillen Einzelner aufzulehnen. Nach und nach muß McMurphy begreifen, daß er in der Falle sitzt - ausgeliefert dem Gutachten anderer, die schon lange auf eine Gelegenheit gewartet haben, ihm seine Grenzen zu zeigen. Es ist aber auch die Geschichte von der Annäherung zwischen Menschen. Mit viel Gespür für die verschiedenen Figuren und ihre Motivationen erzählt Kesey von menschlichen Beziehungen. Ein wunderbares Buch! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 26. November 2001
Rezension bezieht sich auf: Einer flog über das Kuckucksnest (Taschenbuch)
Eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Ein Buch voller Anspruch. Ken Kesey schildert den Kampf dern Insassen einer Irrenanstalt gegen die ständige Bevormundung durch die Oberschwester. Doch anders als der recht gelungene Film schildert er noch weitaus mehr. Nach und nach wird deutlich, dass die Irrenanstalt nur eine Metapher für die ganze Gesellschaft ist, die sich immer mehr entmündigen lässt. Ken Kesey schildert uns auch, anders als der Film, WARUM diese Leute so wurden. Wenn Häuptling Bromden uns von seinen Lachsabenteuern erzählt, dann fragt man sich, wer hier mehr verrückt ist. Der Häuptling oder der weisse Mann, der Natur gegen Geld eintauscht, der einem Volk das Recht zu leben nimmt. Eine brennende Anklage an die Gesellschaft, ein Meilenstein der Geschichte!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen überzeugend durch Perspektivität, 9. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Einer flog über das Kuckucksnest (Taschenbuch)
Mir gegenüber entfaltete das Werk seine authentische Wirkung und Überzeugungskraft durch die Wahl der Erzählperspektive. Hätte Kesey die Umstände durch ein Mitglied des Personals erzählen lassen, hätten die Insassen schnell als bloße Objekte der Anstaltsorganisation erscheinen können. Wäre er dagegen auf die Idee gekommen einen neutralen, übergeordneten Erzähler zu benutzen, hätten die Insassen vermutlich den Status von anonymen Opfern angenommen. Durch den Patienten als Erzähler identifiziert sich der Leser mit den Insassen und nimmt automatische ihre Wahrnehmung der Anstaltsordnung an. Dadurch erscheinen die Gegebenheiten in einem neuen Licht, das Kesey die Möglichkeit gibt, die erwähnten Missstände deutlich zu machen, ohne in egoistischer Selbstanklage oder heuchlerischem Mitleid zu verfallen. Für mich besteht daher die Kernaussage des Buches in der Schlussfolgerung, dass die Ursache für derartige totale Institutionen weder der in den gescheiterten Normalitätsvorstellungen der Gesellschaft, noch in den psychischen Erkrankungen der ‚Verrückten' alleine zu finden sind. Paradoxerweise erschafft erst die Existenz derartiger Anstalten die einseitigen Regeln und die dazu passenden Krankheitsbilder. Wer sich aus welchem Grund diesen Regeln unterzuordnen hat und ein Krankheitsbild zugesprochen bekommt, ist die heikle Frage, die das Buch aufwirft. Kesey verarbeitet dies in einem Dialog zwischen McMurphy und einem Mitinsassen:
„«Obwohl ich einmal vor einigen Jahren, meinen Rollkragenjahren, dachte die Ächtung der Gesellschaft sei die einzige Macht, die einen zur Verrücktheit treibt, [...] haben [Sie] mich dazu gebracht, meine Theorie zu überdenken. Es gibt noch etwas, das Leute, starke Leute wie Sie, mein Freund, auf die Straße der Verrückten drängt.»
«So? Nicht, dass ich zugeben würde, dass ich auf dieser Straße bin, doch was ist dieses Etwas?»
«Wir.» Er beschrieb mit seiner Hand einen weichen, weiten Kreis und wiederholte: «Wir.»
McMurphy brummte ein halbherziges «Bockmist» [...]".
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufwühlend und sehr, sehr spannend, 13. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Einer flog über das Kuckucksnest (Taschenbuch)
"Einer flog über das Kuckucksnest" ist ein Buch, das in einer psychiatrischen Anstalt in Amerika spielt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht eines der Insassen, eines Indianers, der von allen nur der Häuptling genannt wird. Ken Kesey fühlt sich hier auf wundervolle Art in seine Hauptperson ein, mit einem Schreibstil, von dem man, ehe man es selbst merkt, mitgerissen wird und nicht mehr aufhören kann zu lesen.

Der Häuptling lebt bereits einige Jahre in der Anstalt, auf einer Station die von der "Großen Schwester" regiert wird. Eine Krankenschwester, die ihre Patienten tyrannisisert und schickaniert, wo sie nur kann. Alles um der Ordnung und des Anstandes Willen, selbstverständlich.

Als eines Tages ein Mann namens Mc Murphy in die Station eingewiesen wird, ändert sich alles. Mc Murphy, eine lebensfrohe Spielernatur, versucht die eingeschüchterten Patienten aus der Reserve zu locken. Zum Beispiel schließt er mit ihnen Wetten ab, wie lange er braucht, um die Große Schwester in Rage zu bringen.

"Einer flog über das Kuckucksnest" ist die Geschichte einer kleinen Gruppe, die sich gegen die unterdrückende Obrigkeit auflehnt und versucht, ihre Würde zurückzubekommen.

Das Buch ist sehr mitreißend geschrieben, als Leser freut man sich über jeden Teilsieg, den Mc Murphy und sein Gefolge erzielen. Man leidet aber gleichermaßen mit jedem Rückschlag.

Am Ende (am sehr traurigen Ende) hofft man als Leser nur eines: Dass es solche Vorkommnisse nicht in der realen Welt gibt.

Auch wenn von dem Buch ein trauriger Nachgeschmack bleibt: Man muss es einfach gelesen haben!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebendig begraben, 13. Mai 2004
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Einer flog über das Kuckucksnest (Taschenbuch)
Dieses Buch aus dem Jahr 1962 ist eines der besten Bücher, das ich bislang gelesen habe. In Handlung und Psychologie brillant geschrieben, kann man die Tiefe an dieser Stelle leider nur ansatzweise darstellen. Zum Inhalt: der Kleinkriminelle McMurphy lässt sich völlig gesund in eine Nervenheilanstalt liefern, um der Zwangsarbeit im Straflager zu entgehen. Er erkennt schnell, dass viele Insassen durchaus normale Menschen sind, die jedoch bevormundet und unterdrückt werden. McMurphy nimmt den Kampf gegen das System aus Psychologen und Ärzten auf, vertreten insbesondere durch die "Große Schwester", und es kommt zu einer abartigen Eskalation. Das System zeigt sein wahres Gesicht: es geht nicht um Heilung, sondern um Macht. Widerstand wird mit Gewalt gebrochen, McMurphy wird nicht entlassen, sondern zerstört. Man fragt sich zuletzt, wer in dieser Anstalt eigentlich die Kranken sind.
Obwohl der Hintergrund sehr traurig ist, macht es Spaß, über McMurphy zu lesen. Kesey ist es hervorragend gelungen, dessen starke, etwas proletische Persönlichkeit darzustellen. Auch die anderen Charaktere, die verängstigten Insassen, die selbstherrliche Schwester, und die feinen Nuancen in der Atmosphäre, die sich auf der Station langsam ändert, sind fantastisch erfasst. Geschickt gewählt ist die Perspektive aus der Sicht von Mr.Bromden, Halbindianer und der längste Insasse der Station. Hin und wieder verabschiedet der sich mit einem Halo-Trip in absurde Tagträume, wenn die Zwangs-Medikamente wirken. Erst auf dem zweiten Blick werden einige seiner Aussagen erschreckend klar, wenn er z.B. die Ärzte als Maschinen mit fest programmierten Abläufen sieht, die auch bei völliger Sinnlosigkeit weiterarbeiten wie im Fall von McMurphy. In seinen wiederholten Rückblenden in die Jugend, in denen er von der Bevormundung seines Stammes durch die amerikanische Regierung erzählt, findet sich handfeste Gesellschaftskritik: die kleine, scheinheilige "Demokratie", die laut Propaganda in der Anstalt gelebt wird und die die große Welt abbilden soll, ist für die Indianer in der großen Wirklichkeit USA auch nur scheinheilig. So gesehen sind die ungerechten Zustände in der Anstalt paradoxerweise durchaus ein realistisches Abbild der Außenwelt.
Die Tatsache, dass immer wieder gesunde Menschen aus dubiosen Gründen durch einige wenige "Psychologen" für unmündig erklärt und auf unbestimmte Zeit in Heilanstalten abgeschoben werden, ist auch heute noch ein Tabu-Thema. Da mir ein solcher Fall persönlich bekannt ist, hat mich das Buch sehr berührt. Es dauert Jahre, um per Gegengutachten einen Menschen aus diesem System vielleicht zu befreien, oft gelingt es nicht. "Einer flog über das Kuckucksnest" wurde zu Recht zu einem absoluten Bestseller, die Prämierung der Verfilmung mit 5 Oskars ist verdient. Wenngleich ebenfalls älter, möchte ich an dieser Stelle noch auf das Buch "Lebendig begraben" von Robert Lowry hinweisen, das diese Ohnmacht weniger amüsant erzählt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Hörbuch, 9. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Einer flog über das Kuckucksnest (Audio CD)
Die Geschichte vom geistig gesunden McMurphy, der quasi freiwillig in eine Anstalt geht und dort alles aufmischt, ist nicht umsonst eine der großen des letzten Jahrhunderts. Eine Geschichte einer Revolution im Kleinen. Die ist humorvoll, manchmal sprachgewaltig, und manchmal auch Kind ihrer Zeit. So manche leicht psychedelische Beschreibung aus Bromdens Mund wirkt heute übertrieben, manche sind allerdings auch großartig. Ansonsten passt alles zusammen, eine packende Geschichte.

Aber die muss ja auch erst mal erzählt werden. Dominic Raacke macht das meisterlich, etwas rau manchmal, aber immer mit großer Klasse. Klares Schauspiel, kein Overacting und alle Pointen sind an der richtigen Stelle. Es braucht nicht lange, bis diese Geschichte, dieses Hörbuch die Ohren gefesselt hat. Neben der Stimme Raackes taucht hier und da auch der eine oder andere Akkord zur Untermalung auf, sehr schmal gehalten, sehr sporadisch, aber auch wirklich eine Unterstützung.

Das passt alles sehr gut zusammen, gut zum Entdecken und Wiederentdecken einer großen Geschichte. Tolles Hörbuch.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Revolutionär, 24. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Einer flog über das Kuckucksnest (Taschenbuch)
Der Beat Autor Ken Kesey zeichnet das Bild eines Mannes, der sich in das rigide System einer Anstalt für psychisch Kranke einweisen läßt. Er wird zum Revolutionär, zum Protagonisten des Aufruhrs.
Der Autor zeichnet absolut glaubhafte Handlungsabläufe, er schafft berühmte Charaktäre, er erzählt fesselnd, leise, auf engstem Raum und dann wird die Parabel deutlich: Ist McMurphy Jesus? Wer ist der Halbblutindianer Bromden?
Wunderschöne Handlungsstränge, wunderbar erzählt -ein Beat-Kultbuch, wie Jahre vorher das erste Kultbuch eines Beat Autors: Jack Kerouac mit seinem Buch "Unterwegs".
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Welch' ein Flug!, 10. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Einer flog über das Kuckucksnest (Audio CD)
"Einer flog über das Kuckucksnest" - Bei diesem Titel dachte ich seit 30 Jahren vor allem an Jack Nicholson, Louise Fletcher & Co., sprich, an den Film. Den Film finde ich nach wie vor top, auch nach Lektüre des Buches. Aber ich möchte gar nicht vergleichen. Jedes für sich hat seinen ganz eigenen Reiz, und ich bin froh, dass ich, nachdem ich den Film ca. 7mal gesehen hab, doch noch das Buch zur Hand genommen habe. Über die Handlung werde ich nicht mehr gross referieren. Das haben andere zur Genüge getan.

Und hiermit zum Buch: Das Szenario ist natürlich dasselbe wie im Film, aber wir erleben es ganz anders, nämlich durch die Augen, das Denken und Fühlen von Chief Bromden, dem "taubstummen", "besenschwingenden" Indianer. Mit ihm unternehmen wir einige surreale, alptraumhafte Reisen in seine ganz eigene, abgedrehte Welt, welche die "normale" Welt, sprich die Psychiatrie, mit dem Etikett "paranoide Schizoprenie" versehen hat. Diese Erkrankung hindert Chief Bromden aber nicht, aufschlussreiche und interessante Informationen über die Vergangenheit der Station und vor allem über das diktatorisch-manipulative Regime Schwester Ratcheds zu geben.

Mehr als einmal darf sich der Leser fragen, wo eigentlich die Grenzen zwischen Normal und Abnormal sein sollen und wer diese mit welchem Recht definiert. Im Buch wie in der Realität definiert die Gesellschaft Regeln und Normen, welche als normal gelten. Wer gegen diese verstösst, gerät schnell in Gefahr, als ab-Norm etikettiert und dementsprechend behandelt zu werden. Die Ab-Normen im Buch haben alle auf eine oder andere Art gegen gesellschaftliche Regeln und Normen verstossen und geraten dadurch ins System der Psychiatrie und hier vor allem in die Hände von Oberschwester Ratched, welche ihnen diese, ihre Ab-Normalität durch Unterdrückung abgewöhnen will. Eine Figur wie der aufmüpfige McMurphy stört dabei nur und wird schliesslich ruhig gestellt - und das für immer.

"Einer flog über das Kuckucksnest" ist ein tragisch-komisches Buch. So dramatisch die Geschichte ist, so hat sie doch auch ihre äusserst komischen Momente. Facettenreich und sehr bildhaft geschrieben, ausgestattet mit vielen, differenziert ausgearbeiteten Figuren, welche sich in einem unfreiwilligen Tanz, schneller und immer schneller umeinander drehen, einem Tanz welcher in einer Katastrophe enden muss und eben auch in einer solchen endet, schlug mich die niedergeschriebene Geschichte ganz schnell in ihren Bann. Die Ordnung im System wird schliesslich wieder hergestellt, und wenn man dafür über Leichen gehen muss.... Und noch einmal darf man sich fragen, wer hier eigentlich wahnsinnig und krank ist. Das müssen nicht zwangsläufig die Leute sein, welche die Macht haben.

Das Buch ist eine beissende Anklage gegen die Unterdrückung von Menschen, welche nicht den gängigen Normen und Regeln entsprechen (können/wollen). Ken Kesey, und sein iterarisches Alter Ego McMurphy, fordern dazu auf, Schwache und Unterdrückte in ihrem Selbstbewusstsein zu fördern und sie zu unterstützen, sich gegen ein herzloses System aufzulehnen und für sich selbst einstehen zu lernen.

1962 ist das Buch erschienen. In seiner Thematik ist es jedoch zeitlos. Ein starkes Buch, ein packendes Leseerlebnis!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Meisterwerk einer Generation, 27. August 2000
Rezension bezieht sich auf: Einer flog über das Kuckucksnest (Taschenbuch)
Einer flog über das Kuckuksnest ist eines der besten Bücher aller Zeiten! Voll skurillem Humor und dramatischen Szenen schildert uns der Autor eine "ganz normale Irrenanstalt". Psychologisch meisterhaft geschildert, spannend erzählt und mit einem tiefen Anspruch versehen. Meisterhaft!
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Einer flog über das Kuckucksnest
Einer flog über das Kuckucksnest von Ken Kesey (Taschenbuch - 2. Dezember 1982)
EUR 9,99
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