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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen27
4,3 von 5 Sternen
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am 4. Juni 2007
Eines der Bücher, für die 5 Sterne kaum ausreichen. Ich habe »Der leere Spiegel« ungelogen schon mindestens 5x gelesen und darin jedes einzelne Mal wieder Neues entdeckt.

Zunächst ist es der völlig unprätentiöse Schreibstil van de Weterings, der sich ungemein wohltuend von so manchen geradezu missionarisch anmutenden Lebenshilfe-Büchlein vermeintlich Erleuchteter abhebt. Willem van de Wetering beschreibt, wie er sich abmüht, die Lehren des Zen aufzunehmen ohne sich dabei selbst zum Guru zu stilisieren, ganz im Gegenteil beschreibt er all zu menschlich wie er während der Meditationszeiten an verflossene Liebesbeziehungen oder sonstwas denkt, vom langen Sitzen Hämorrhoiden bekommt, wie überheblich er sich gegenüber den vermeintlich so dummen Jesuiten verhält und schließlich sein Sinnsuche-Projekt nach anderthalb Jahren frustriert abbricht. Eigentlich die Geschichte eines Scheiterns, doch an vielen Stellen im Buch wird klar, dass van de Wetering keineswegs gescheitert ist sondern lediglich einen unbequemen Lernprozess begonnen hat, an dem der Leser teilhaben kann. Nein, das ist kein Buch von einem »authentischen Zenmönch« sondern »nur« von einen ganz normalen Menschen, der sich in einem fremden Kloster so abmüht, wie es jeder von uns tun würde. Keine »ready-to-use« Weisheiten vom weisen Meister sondern eine mühsame Sinnsuche. Trotzdem steckt in dem Buch enorm viel drin. Wer in »Der leere Spiegel« lediglich sowas wie eine drollige Autobiografie sieht, verschenkt den besten Teil des Buches. Gerade weil van de Wetering nicht von oben herab predigt sondern seine Erfahrungen auf selber Augenhöhe dem Leser vermittelt, kann man sich in vielen beschriebenen Situationen selbst entdecken und profitiert so indirekt vom Lernprozes des Autors. Ich habe während meines Japanologie-Studiums und während meiner Studienzeit in Japan viel über Zen gelesen, aber dieses Buch ist nach wie vor mein Lieblingsbuch über Zen. Ohne irgend eine Einschränkung zu empfehlen.
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am 12. Juni 2002
Beim Lesen dieses Buches fielen mir mehrere Sachen auf. Das eine, wie hart und streng es doch in einem Zen-Kloster zugeht. Ist es doch für unser europäisches Grandiositäten-Ich unvorstellbar, uns in eine geistige Disziplin zu begeben: Für anderthalb Jahre (wie es Wetering in der Praxis getan hat) uns zu verpflichten morgens um drei Uhr aufzustehen, um 23.00 Uhr ins Bett zu gehen, zwischendurch, wie Wetering schreibt, 88 Zurückweisungen am Tag zu erhalten, und dafür keinen Pfennig Geld zu sehen. Wehe dem, der da ein großes Grandiositäten-Ich hat.
Ich finde das Buch eine sehr große Hilfe und sehr spannend erzählt. Wenn wir, die Leser, uns die Mühe machen, uns selbst anstelle von Wetering in dem Zen-Kloster zu sehen, anstatt in einem gut temperierten Raum, bei einem Glas Wein das Buch nur zu lesen, gewinnen wir zumindest einen Eindruck von Zen. So gesehen ist das Buch von Wetering exzellent geschrieben, damit wir uns später vielleicht selber einmal in einem Zen-Kloster wiederfinden. Spätestens dort jedoch ist es mit der lustigen und schön erzählten Geschichte vorbei. Denn hier wird das Ganze zu einer erlebten Zen-Praxis.
Van de Wetering erzählt detailliert von der Praxis, so dass uns immer die Möglichkeit bleibt, vor der Praxis davonzulaufen. Lesen ersetzt jedoch keine Praxis.
Wenn Lesen Mut machen soll auf die Zen-Praxis, ist das Lesen dieses Buches ein Muss für jeden Zen-Interessierten.
-Bodhi-
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am 2. Juli 2004
Janwillen van de Wetering ist mit diesem Erfahrungsbericht der eineinhalb Jahre, die er in einem japanischen Zenkloster verbracht hat ein äußerst Lesenswertes und praxisnahes Buch gelungen. In diesem Buch wird der Kontrast zwischen der östlichen Lebensphilosophie Zen, was soviel wie Weg bedeutet, und den westlichen Lebenseinstellungen sehr gut hervorgehoben. van Wetering besticht durch seinen sehr angenehmen Schreibstil. Das Buch besticht außerdem durch zahlreiche kleine Anekdoten, die van Wetering von Mönchen erzählt bekommen hat. Besonders sympathisch wirkt die Ehrlichkeit mit der diese Buch geschrieben ist.
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am 6. Dezember 2002
Dieses Buch ist heilsam für alle "Zenthusiasten", deren Gedanken nach übermäßiger Lektüre von Suzuki/Herriegel/Enomiya-Lasalle nur noch um die Natur des (Nicht-)Seins kreisen.
J.v.W. beschreibt, wie er als naiver Jüngling Ende der 50er Jahre von ebensolchen Gedanken beseelt in ein japanisches Zen-Kloster ging.
Nachdem er sich anfangs wie ein Elefant im Porzellanladen benimmt und seinen Meistern dämliche Fragen stellt, holt in die Härte des Klosterlebens schnell aus seinem Wolkenkuckucksheim auf den Boden der Realität zurück.
Auf vergnügliche Weise schildert er den Alltag, zeigt nebenbei, daß auch Zen-Mönche nur Menschen sind und enthüllt z.B.den tieferen Sinn des Lotos-Sitzes: Wenn man einschläft, knallt man nicht gleich mit der Stirn auf den Fußboden.
Als er das Kloster nach 18 Monaten verläßt, hat er das "Klassenziel Erleuchtung" nicht erreicht. (Aber es wird einen weiteren Versuch geben -> "Ein Blick ins Nichts".)
Aber eine wesentliche Erkenntnis prägt sich dem Leser ein: sooo wichtig ist die spirituelle Sinnsuche auch nicht - das Leben ist nicht weniger wertvoll, wenn man kein Koan gelöst hat.
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am 2. Juli 2004
Dieses Buch ist ein absoluter muss für alle die sich mit Zen-Buddhismus beschäftigen oder dies zumindest noch Vorhaben. van Wetering hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Das Buch hat überzeugt durch zahlreiche Anekdoten ,die dem Plot anbei gefügt sind. Außerdem besticht van Wetering durch äußerste Ehrlichkeit gegenüber sich selbst.
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am 27. Juli 2008
Van de Wetering beschreibt in diesem Buch auf humorvolle Weise sein Scheitern bei der Suche nach der endgültigen Wahrheit, die er in der Lehre des Zen-Buddhismus zu finden hofft.
In jungen Jahren macht der umtriebige, sinnentleerte IchErzähler eine Erbschaft, die ihn für eine Weile finanziell unabhängig stellt. Das Geld reicht für drei Jahre, vielleicht auch etwas länger und so macht er sich auf die Suche nach Satori, der göttlichen Erleuchtung, wie sie der achtfache Weg der buddhistischen Heilslehre verspricht.
Van de Wetering begibt sich nach Kioto, dem geistigen und mystischen Zentrum Japans und begehrt Einlass in ein Zen-Kloster. Er wird als Laienschüler aufgenommen und unterwirft sich 18 Monate lang (mehr oder weniger) der strengen Disziplin der Sinnsuchenden.
Der Klosteralltag beginnt bereits um 3 Uhr morgens mit der ersten Meditation, wer dabei einschläft, erhält mit einem Stock derbe Schläge auf den Rücken. Es folgen Gartenarbeit, Küchendienst, Latrinen säubern, und wieder Meditation und Meditation und Meditation. Der lange Tag endet um 23 Uhr, erst dann dürfen die Schüler vier Stunden schlafen.
Vom Zen-Meister wird ihm sein persönliches Koan aufgegeben, das den Mittelpunkt jeder seiner Meditationen bildet. Täglich wird er vom Meister dazu befragt, aber wie sehr er sich auch müht, er findet keine Antwort. Schon bald stellt der junge Schüler fest, dass sein Geist ruhelos ist, wie ein Äffchen im Walde. Auch nach monatelangem Bemühen kommt er der Lösung seiner meditativen Aufgabe keineswegs näher, immer schwieriger fällt es ihm, den weltlichen Verlockungen zu widerstehen. Seine Beine schmerzen auch nach Monaten noch, wenn er sie in den Lotussitz zwingt, die Knie brennen vom langen Knien vor dem Zen-Meister, die schmale Klosterkost schlägt ihm schlecht an, vom langen Sitzen bekommt er Hämorrhoiden. Erste Zweifel keimen, langsam wird ihm klar, dass dies nicht sein Weg ist, zuletzt verlässt er das Kloster, desillusioniert, aber ohne jede Bitterkeit.
Das Buch liest sich leicht und locker, man kann es spielend in wenigen Stunden bewältigen. Van de Wetering beschreibt darin nicht nur den streng normierten Klosteralltag, sondern, auf recht lustige Weise, auch die geheimen Schwächen und Vergnügungen der Mönche, abseits aller Ordens-Regeln. Fast nebenbei erhält der Leser tiefe Einblicke in das Wesen des Zen-Buddhismus, seiner geschichtlichen Entwicklung sowie den spirituellen Zielen, die nur über den achtfachen Weg Buddhas zu erreichen sind.
Ich fand das Buch unterhaltsam und informativ und habe es sehr gerne gelesen. Wer sich für Zen ohne beweihräuchernde Stimmungsmache interessiert, dem sei es empfohlen.
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am 19. Juli 2006
Van de Wetering beschreibt in diesem Buch seine Erfahrung in einem japanischen Zenkloster. Besonders hat mich dieses Buch durch seine persönliche Schreibweise beeindruckt. Die Frage nach dem Lebenssinn führte Ihn in diese harte Schule das "Ich"

völlig aufzulösen. Aber auch die immer wiederkehrenden Zweifel ob der Zenweg der richtige Weg für Ihn ist stellt er immer wieder heraus. Auch die Menschen im Kloster vom einfachen Mönch über den Klostervorsteher bis hin zum Meister werden hintergündig und sehr persönlich beschrieben.

Ein sehr ehrliches Buch!.
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am 7. Dezember 1999
Das Buch über die Erfahrungen des Autors in einem japanischen Zen-Kloster ist spannend und witzig geschrieben. Auf die Erleuchtung wartet er vergeblich, dafür lernt er in monatelanger Qual im Lotussitz zu sitzen und warum man sich nicht beim Pinkeln rasieren sollte. Auch beim dritten Mal macht das Lesen noch Spaß!
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am 30. April 2013
Der vor allen Dingen in den Niederlanden recht bekannte Krimiautor Janwillem van de Wetering besuchte als junger Mann vor jeglicher Zen-"Hype" in Japan ein buddhistisches Zen-Kloster auf der Suche nach Erleuchtung.

Wer hier einen der eher esoterisch angehauchten Zen-Ratgeber sucht ist mit dem Buch völlig falsch beraten. Der Autor schreibt aus der Distanz mit ironisch-selbstironischer Betrachtung über seine Erfahrungen als Europäer im Zen-Kloster, vom Zen-Meister, der gar nicht so distanziert ist und auch schon mal gern ins Kino geht, von nicht immer ganz so disziplinierten Zen-Mönchen - sozusagen von der nicht esoterischen Kloster-Realität.

Eingebettet ist die Erzählung einerseits in seine eigenen Erfahrungen mit Zen-Meditation und der Suche nach der Erleuchtung und andererseits in seine eigene sich veränderte Sichtweise auf das westliche Leben.

Wer eine manchmal humorige und immer interessante Erzählung sucht, wie es einem Europäer in einem Zen-Kloster gehen kann und wie der Klosteralltag aussieht ist mit dem Buch gut bedient und wird am Lesen Vergnügen finden. Wer hingegen einen Esoterik-Ratgeber sucht der kann dieses Buch nur als abschreckende kalte Dusche verwenden - was ja auch manchmal gut tut.
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am 10. März 2014
Aber Alles hat einmal ein Ende, so auch dieses Buch, dass mich ein paar Wochen begleitet hat und auch wenn es immer wieder Gleichmut gefordert hat, ist mein Fazit, schade, dass ich das letzte Wort schon lesen musste, ich werde über viele Passagen noch lange nachdenken und endgültig im Regal verschwinden wird es wohl nie. Das letzte Stück, das mir sagt, das Interesse wurde so geweckt, dass es nie wieder gehen wird, mich immer begleitet, ist genau DAS was auch ich zu sagen vermag, der Buddhismus, die Lebensweise, das Denken, wird mich soweit ich es heute beurteilen kann, mein restliches Leben in irgendeiner Art begleiten und ich freue mich auf jeden Tag, in dem ich es vermag so zu Leben. Also gib nicht nur Dein Bestes, sondern nimm Abstand von Dem was du zu erreichen versuchst. Ist es der Weg oder jener,... ? Auch wenn ich gehe, bleib ich doch immer hier, bei meinen Gedanken, bei meinem ich, bei meinem Sein,... Soweit es ein "ich" wirklich gibt.
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