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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen17
3,7 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 1. Mai 2001
Nein, Baker ist nichts für Menschen, deren erotischer Horizont beim Pornoverleih um die Ecke endet. Baker setzt eigenes Nachdenken voraus. Nur so kann es einem gelingen, den beiden Charakteren während ihres Telefonats zu folgen. Man fühlt sehr schnell mit, erlebt mit und wenn man das nötige Quentchen Phantasie besitzt, so erstehen die Gedankenwelten vor den eigenen Augen auf. Man muß kein eingefleischter Erotik-Literatur-Fan sein, um dieses Buch zu mögen. Man muß sich nur bewußt machen, auf was man sich einläßt. Baker wird NIE obszön, nimmt jedoch auch kein Blatt vor den Mund. Doch man fühlt sich nicht provoziert, sondern in den Gedanken und Geschichten der Handelnden involviert. Lesen Sie, wenn es geht, das Buch abends wenn es halbwegs dunkel ist. Nehmen Sie sich Zeit. Lassen Sie sich auf dieses Buch ein. Wenn Sie das tun, so offenbart sich Ihnen eines der phantastischsten Bücher dieser Literaturgattung.
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am 28. April 2000
Eines sollte man gleich vorweg schicken: Diese Geschichte ist nichts für Leute, denen der bloße Gedanke an ein menschliches Geschlecht die Schamesröte ins Gesicht treibt (leider verpassen diese Leute dann aber auch den unverkennbaren Stil von Nicholson Baker mit seinem herrlichen Blick auf die Details des Lebens, an denen manch anderer vorbeigeht, ohne sie eines Blickes zu würdigen). Nun, wenn man so will handelt es sich bei dieser Geschichte um Telefonsex, aber Nicholson Baker wäre nicht Nicholson Baker, wenn er nicht auch dieses Thema aus seinem ganz eigenen Blickwinkel betrachten würde. Wie gesagt ist dieser Blick ein Blick, der sich auf die Details des Lebens stürzt und gerade wenn es um Erotik geht gibt es viele Details, die es zu betrachten gibt und die in dieser Geschichte auch betrachtet werden. Er nennt die Dinge beim Namen und ist auch nicht verlegen darum den Dingen neue, passende und schöne Namen zu geben (so kreiert er zum Beispiel im englischen Original das Wort "Femalia" für das Ensemble des weiblichen Geschlechts - schöner als alles Bekannte aus der Umgangssprache oder dem offiziellen "medizinischen" Sprachgebrauch). Wie auch bei anderen seiner Geschichten besteht die Handlung nicht aus ausgeklügelten verworrenen Plots sondern beschränkt sich auf das Telefonat eines Mannes mit einer Frau. Im wesentlichen gibt er nur deren Dialog wieder. Das ganze besitzt in gewisser Hinsicht eine Analogie zum Liebesspiel der Geschlechter: Ein vorsichtiges Herantasten von beiden Seiten - abwechselnd spielen sie mit erotischen Träumen, erzählen sich ihre Erlebnisse der besonderen Art - anfangs noch eher harmloser Natur, unterbrochen von gleichermaßen "leicht philosophischen" wie auch belanglosen Intermezzi; später ein Schwelgen in schon recht expliziten sexuellen Phantasien. Das ganze endet dann in einem gemeinsamen Höhepunkt - einer gemeinsamen Geschichte, mit der sie sich gegenseitig bis zu ebenjenem erregen. Ein zwar dünnes, dafür aber umso prickelnderes, erotischeres und schöneres Buch.
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am 14. Oktober 2000
Zuerst war ich etwas skeptisch bei dem Umschlagtext des Buches. Doch dann habe ich es in einem Zug verschlungen. Erotik pur, dennoch amüsant zu lesen und die Sprache ist so gehalten, dass man sich die beschriebenen Szenen sehr gut vorstellen kann, aber noch genügend Freiraum für die eigene Phantasie bleibt. Wer erotische Geschichten mag, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Ebenso kann ich "Die Fermate", ebenfalls von Baker, jedem ans Herz legen, dem auch "Vox" gefallen hat.
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am 28. Januar 2007
Tja, wieso lese ich ein Buch über Telefonsex? Warum besitze ich es überhaupt? Damals, als ich es kaufte, machte es mich einfach neugierig, auch wenn ich mit Telefonsex selber wirklich nicht viel anfangen kann. Und der Grund, warum ich es jetzt gelesen hab, ist in erster Linie, dass ich mich noch nicht wieder an ein dickes Buch rangetraut habe.

Und Vox von Nicholson Baker ist tatsächlich ein sehr gut zu lesendes, weil flüssig geschriebenes Buch. Es handelt von einem einzigen, sich über die gesamten 190 Seiten streckendes Telefongespräch. Abby und Jim lernen sich zufällig in einem Telefonsexforum kennen und ziehen sich zu einem privateren Zweiergespräch zurück. Beide berichten über intime Gedanken, Träume und Wünsche und erzählen sich von Vorstellungen, die sie beim Masturbieren haben. Zudem schildern sie sich zwischendurch gegenseitig, was sie in diesem Moment am anderen Ende der Leitung anstellen. Das Telefonat beschreibt einen angehmen, sich stetig steigernden Spannungsbogen, der durch die fulminante und trotzdem nicht ins platt Lüsternde abdriftende Sprache von Nicholson Baker geschickt aufgebaut wird.

Gesamturteil

Ein auf angenehme Weise anregendes kleines Buch, das man nicht mit der Erwartung lesen sollte, alle zehn Seiten mit plumper Pornographie versorgt zu werden.

Empfehlenswert!
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am 23. Oktober 2008
In Zeiten der Chatrooms, der Mails mag ein Gespräch über eine Telefonleitung etwas antiquiert erscheinen. Die Grundlage für freimütige Geständnisse, die nur auf Grund von Anonymität Zustande kommen, ist weiter verfeinert worden, zu einem gesellschaftlichen Phänomen geworden. Bei Baker stellt ein erotischer Kontaktservice die Verbindung zwischen Jim und Abby her. In unseren Zeiten streunen im Netz Nicknames auf der Suche nach Gleichgesinnten umher. Ist die Verbindung erst hergestellt, wachsen die verklemmte wie offene Erotik, der folgenlose Flirt wie die Entblößung, das Geständnis wie die Lüge schnell heran. Niemand kann sich sicher sein, dass der andere die Wahrheit über sich preisgibt. Was einen Reiz ausmacht, herauszufinden, wie weit jemand geht, sich in Widersprüche verstrickt, Vertrauen aufzubauen beginnt. Was bei Baker als Konzert zweier Stimmen beginnt, verschmilzt im Verlauf zum Abbild einer Gesellschaft, die sich weiterhin versteckt, wenn sie sich aus dem Dickicht des Alltags hervortraut. Bakers Anfang der neunziger Jahre erschienener Roman behält auch unter veränderten Vorzeichen den Finger am Puls der Zeit. In ihm geht es um zutiefst menschliche Anliegen: Was darf ich mich trauen, was darf ich nicht, darf ich es vor allem aussprechen, mir selbst eingestehen, indem ich es jemand anderem anvertraue. Das Gefühl einsam zu sein, sich selbst als fremd zu empfinden, weht durch Bakers Geschichte trotz aller marktschreierischer Eingeständnisse. Dass der Autor dies allem mit Humor beizukommen versucht, gehört zu den Stärken seiner verlorenen Stimmen.
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am 9. März 2001
Man muss immer wissen was man will ... Dieses Buch regt die erotische Fantasie dermaßen an, dass ich echt verwundert war! Dahingehend hat es mich gefesselt und das ist es, was ein Buch ausmachen soll, oder?! Wer das Thema nicht scheut, sollte es wirklich lesen. Es erweitert den "Horizont"!
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TOP 500 REZENSENTam 3. Dezember 2011
"Und überhaupt wollte ich darüber auch gar nicht reden. Ich meine bloß, ich saß hier nach dem Abendessen in meiner wunderbar ordentlichen Wohnung, und ich sah diesen großen Witz von einer Anlage, und ich schaltete sie an, und der Himmel wurde dunkler, und die ganzen roten und grünen Lichtchen auf dem Receiver waren wie Bojen im Meer oder so was, und allmählich kriegte ich so ein Gefühl, wie es ja zu erwarten steht, traurig, glücklich, resigniert, geil, eine Kombination aus allem, und plötzlich fand ich, dass ich jetzt lange genug tugendhaft gewesen war und eigentlich doch mastubieren sollte, und ich dachte, halt, Abby, nicht bloß so eine kurzatmige Masturbationssession, heute machen wir ein bisschen was Besonderes, um einen besonderen Tag zu krönen, ja?"

Nicholson Baker gehört zu jener Art großartiger, amerikanischer Autoren, die seit jeher unter dem Schatten ihrer großen Virtuosen (wie Jonathan Franzen, John Irving, Philip Roth oder Norman Mailer oder Gore Vidal, Pynchon oder Don Delillo) gelitten haben, obwohl sie eigentlich sehr schöne (kleine) Bücher schreiben, die, wenn es ihnen auch an Breite und Hoheit mangelt, meist sehr viel menschlicher, einfühlsamer und unterhaltsamer sind. Neben Baker sollten hier, dieser Kategorie ebenfalls lose zugehörig, noch Charles Simmons (Salzwasser oder Geständnisse eines ungeübten Sünders) und Denis Johnson (Train Dreams) erwähnt werden.

Bei Vox stimmt alles, die Idee, das Feeling, die Authentizität der Wednungen und vor allem die Figuren.
Das ganze Buch ist ein einziger Dialog, ein Telefongespräch, mit einigen wenigen erzählerischen Anmerkungen. Ein Telefongespräch, dass, begonnen aus dem Verlangen nach Lust, schnell zu einem Gespräch über die Verirrungen und Verwirrungen und Schönheiten der körperlichen Anziehung und den geheimen Fantasien der Lust und Liebe wird.

Es steckt viel Wahrheit in diesem Buch; auch viel an Allgemeinplätzen, auch ein bisschen Scham, aber das ganze umweht ein irgendwie mysteriöser Ton von Glück.
Bei dem Zusammenspiel der beiden Charaktere fühlte ich mich ein wenig an Gut gegen Nordwind erinnert; wenn die Themen auch ungleich frivoler sind, liegt doch auch hier, genau wie bei Glattauer, beiden Charakteren eine unverhohlene, ehrliche Sympathie zu Grunde - und Baker schafft es diese auch noch unglaublich menschlich darzustellen. Wer gegen diese Sympathie immun ist, für den, glaube ich, ist das ganze Buch ein Reinfall. Aber wer sie für sich gewinnen kann, sich einlässt, der wird ein sehr schönes, erotisches, liebevolles Intermezzo genießen können, ein Spiel, wie es das Leben selbst oft ist: geheimnisvoll der Gesprächspartner, tief das Gefühl, bleibend die Bilder, unzerstörbar der Wille, frivol das Erleben, sinnlich das Wesen.
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am 22. November 2015
Die oben genannten Wörter sind eigentlich schon Programm!

Das Buch ist wirklich sehr originell gestaltet.
Das Unterbringen einer Geschichte auf 160 Seiten, welche sich ausschließlich in einem Telefongespräch abspielt, habe ich noch nie gelesen!

Verstörend, jedoch auf meist positive Art und Weise finde ich einige Abschnitte im Text -> Ein großer Block des Gesprächs handelt von Sex und diversen Ableitungen davon.

Die Schreibweise des Autors ist frech, fordernd und cool!

Es ist wirklich ein Erlebnis und wer gerne exotische Literatur ließt, ist mit diesem Buch gut bedient!

Die Überetzung ist meines Erachtens sehr gelungen bzw. sind einige Plattdeutsche Ausdrücke dabei, welche im eher südlichen Deutsch, weniger Verbreitet sind!

Cheers
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am 19. Februar 2016
Schnell, zuverlässig und in einwandfreiem Zustand, herzlichen Dank!

Ein höchst interessanter Autor ... Die Thematik des Romans ist erotisch anspruchsvoll, spricht Frauen und Männer an ...
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am 1. April 2003
Es klang vielversprechend, spannend, endete jedoch in einem mäßigen Lesegenuss, gespickt mit wenigen Pointen und zu vielen Insidern aus der U.S. Wirtschaft (wer kennt denn hier Deliques Intimates oder ein Levelor-Rollo?) Das Problem des Buches ist hauptsächlich die Übersetzung. An vielen Stellen brechen unpassend komische Wörter wie "leck, leck, leck" (die auf Englisch natürlich viel besser kommen) eine erzähltechisch schöne Spannungskurve auf und lassen das anscheined heisse Telefongespräch der beiden Protagonisten abrupt lächerlich erscheinen. Abschrummeln ist das Synonym fürs Masturbieren, Brüste werden zu Nannies? Ist das erotisch? Einfallsreich jedoch Baker's Idee, das Buch aus einem reinen Telfondialog bestehen zu lassen. Eine Minute kostet dabei 1,90 Euro. Dafür bekommt man einige Phantasieanregungen. Wenn man sie aber unter dem Aspekt betrachtet, dass das Buch schon von 1992 ist, klingt vieles gleichzeitig auch etwas veraltet, langweilig und hinterwälderisch. Also, kein Klassiker. Am besten dem oder der Ex schenken nachdem man es selbst gelesen hat. Und nichts bereuen.
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