Kundenrezensionen


37 Rezensionen
5 Sterne:
 (23)
4 Sterne:
 (6)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:
 (4)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Virtuoses Spiel mit Gefühlen anonymer Großstadt-Isolation
Dieser hochgerühmte Autor hat wirklich seinen besonderen Schreibstil. Virtuos spielt er auf der Klaviatur mit der Auslegung von falschen Ködern, mit unseren Erwartungen, mit Verwirrung von Hauptperson, seiner eigenen Autorenperson, einer Ich-Figur und dem Leser und am Ende befindet sich der Leser ungeahnt allein (beim zweiten Roman weiß man allerdings...
Veröffentlicht am 15. Februar 2005 von dibegup

versus
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nichts für rational denkende Menschen.
Ich habe die erste Geschichte des Buches gelesen. Jetzt warte ich seit zwei Tagen vergeblich, dass sich etwas wie Erkenntnis bei mir zeigt.
Aufgrund der Kritiken hatte ich keinen Krimi erwartet, sondern etwas Besonderes. Und das ist es auch:
Die Geschichte fängt äußerst realistisch und spannend an - wie ein psychologisch gut durchdachter Krimi...
Veröffentlicht am 5. April 2010 von Jane


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Virtuoses Spiel mit Gefühlen anonymer Großstadt-Isolation, 15. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Die New York-Trilogie: Stadt aus Glas / Schlagschatten / Hinter verschlossenen Türen (Taschenbuch)
Dieser hochgerühmte Autor hat wirklich seinen besonderen Schreibstil. Virtuos spielt er auf der Klaviatur mit der Auslegung von falschen Ködern, mit unseren Erwartungen, mit Verwirrung von Hauptperson, seiner eigenen Autorenperson, einer Ich-Figur und dem Leser und am Ende befindet sich der Leser ungeahnt allein (beim zweiten Roman weiß man allerdings schon, daß es so sein wird). Die Auflösungen der Geschichten sind immer unvollständig und hinterlassen einen einsamen Nachgeschmack. Genau das ist Austers Ziel. Städtische Verlorenheit wird so spürbar, und erlebbar. Die Geschichten sind nie zu Ende. Das ist zugleich Stärke und Schwäche dieser drei kurzen Romane Stadt aus Glas, Schlagschatten und Hinter verschlossenen Türen, die als New York-Trilogie zusammengefaßt werden.
Paul Auster scheint Kriminalgeschichten zu mögen, eine Anziehung zu Bettlern und für völlig ins Abseits rutschende Gestalten zu haben. Warum dies den handelnden Personen letztlich widerfährt, bleibt eigentlich rätselhaft. Ist es Zufall? Liegt es im Charakter der Personen bereits begründet? Vermutlich beides. Die Personen haben von Anfang an etwas morbides, selbstzerstörerisches, das ihnen im Laufe der drei Romane zum Verhängnis wird. Es gibt keine Figur in den Romanen, die ein "normales" Leben hat. Es gibt höchsten so etwas wie einen Zustand, der zu Beginn der Geschichte als "Normalität" gelebt wird. Aber im Grunde sind alle Ausgangssituationen von Anfang an verrückt und tragen den Keim der Selbstzerstörung schon in sich. Es sind also drei absurde Romane, die als scheinbare Dedektivgeschichten daher kommen.
- Im ersten Roman wird ein Kriminalautor durch eine Verwechslung, die er bewußt akzeptiert, ungewollt zum Penner und ist am Ende ungeklärt verschwunden.
- Im zweiten Roman wird ein Privatdedektiv auf einen Mann angesetzt, von dem er am Ende erfährt, daß es sein Auftraggeber ist und dieser ihn gleichzeitig beobachtet.
- Im dritten Roman - dem für mich stärksten - veröffentlicht ein Mann die Romane, Gedichte und Theaterstücke seines verschollenen Jugendfreundes und erhält dann überraschend einen Brief von dem vermeintlich Gestorbenen. Daraufhin gerät sein Leben aus den Fugen und er kann es nur unter großer Mühe wieder einigermaßen ins Lot bringen.
Paul Auster hat es sich in diesem Buch (ich kenne kein anderes) zur Aufgabe gemacht, die Zerbrechlichkeit durch äußere scheinbare Nichtigkeiten eines vorher funktionierenden Lebens aufzuzeigen. Die Zerstörung des Lebens findet allmählich statt, kaum merklich wie ein Gleiswechsel, bis die Figur plötzich erkennt, daß sie auf der falschen Schiene in die falsche Richtung läuft. Dann ist es jedoch zu spät. Wie Auster das macht, ist äußerst geschickt, stilistisch interessant und gekonnt. Häufig nimmt er das Endergebnis einer Situation schon vorweg ("Später wußte ich, das war ein Fehler..."). Trotzdem bleibt die Handlung und die Erzählweise sehr spannend. Die Einflechtung einer Beobachterperson am Ende des ersten Romans, die dann als Ich schreibt, ist schon verrückt.
Zugleich ist diese Beobachterhaltung, die auch die Romanfiguren selbst schon haben, mein Kritikpunkt, da sie eine kühle Distanz auf alle Geschichten aufrecht erhält.Als Leser läßt man sich wenig auf Austers Figuren ein, man bleibt immer ein wenig außen vor. Im dritten Roman ist das etwas anders. Als Leser empfindet man stark mit dem Mann mit, der das Leben seines Jugendfreundes zu rekonstruieren versucht. Deshalb finde ich Hinter verschlossenen Türen auch den besten Teil.
Andererseits vermittelt Auster durch diese Kühle etwas von der Großstadtanonymität und der sozialen Kälte, die Menschen dort erfahren können. Das ist interessant, äußerst interessant sogar. Aber ich persönlich möchte berührt werden. Für mich soll ein Buch irgendwo ans Herz greifen. Deshalb finde ich die Erfahrung mit Paul Auster sehr, sehr lesenswert, aber am Ende ein wenig zu kühl.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Literarischer Grenzgang zwischen dem Selbst und dem Anderen, 15. Januar 2009
Von 
Axel Krämer (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die New York-Trilogie: Stadt aus Glas / Schlagschatten / Hinter verschlossenen Türen (Taschenbuch)
Zugegeben, beim ersten Versuch vor ein paar Jahren, mir das Buch vorzunehmen, war ich gescheitert. Auch beim zweiten Anlauf überwog anfangs die Skepsis. "Das Buch ist irgendwie komisch", hatte mich eine Freundin gewarnt. Komisch, ja. Das trifft zu. Denn die drei Geschichten kommen zunächst als ganz normale Krimis daher. Doch dann konfrontieren sie den Leser plötzlich mit literaturtheoretischen Überlegungen zur Urheberschaft von Don Quijote und anderen Themen der Weltliteratur (mit denen man sich allerdings nicht zuvor auseinandergesetzt haben muss). Und dann, ja, dann gibt es noch nicht mal eine klassische Auflösung! Verwirrend ist vor allem, dass sich mitunter die Identitäten der Protagonisten vermischen, und am Ende jeder Geschichte scheint alles verworrener zu sein als zuvor.
Tatsächlich kommt man in diesem Werk mit der bewährten Herangehensweise an einen Kriminalroman nicht weit. Mit der "New York-Trilogie" nimmt Auster die klassische Detektivgeschichte auseinander und entledigt sich ihrer zwingenden Logik, dem traditionellen Grundgerüst des Genres, um es auf das Wesentliche und Atmosphärische zu reduzieren: mysteriöse Anrufe, das Beschatten und Beobachten eines unbekannten Anderen, in eine andere Identität schlüpfen, auf ein Motiv spekulieren.
Was dabei übrig bleibt, ist ein literarischer Grenzgang zwischen dem Selbst und dem Anderen. Unheimlich, entlarvend, erkenntnisreich.
Was passiert beim obessiven Blick auf den Anderen? Man gerät so sehr ins Spekulieren und verliert sich in den Sphären der eigenen Erwartungen, dass man im fremden Gegenüber niemand anderes als sich selbst erkennt. Das abgespaltene Ego. Das verunsicherte Selbst, der eigene Schatten, das Verdrängte in uns. Paul Auster hat dafür sehr eindrückliche Sprachbilder erschaffen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Lesevergnügen der besonderen Art., 30. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die New York-Trilogie (Broschiert)
Paul Auster führt den Leser seiner New York Trilogie ein wenig aufs Glatteis, Geschichten, die wie ein Krimi beginnen, enden unter Umständen im Nichts. So auch der Fall im ersten Teil, der "Stadt auf Glass", in der der Schriftsteller Quinn, der sich als Detektiv ausgibt einen Fall auflklären soll, was am Ende aber nicht zu der erwünschten Auflösung führt. Auster versteht es geschickt andere Texte in seine eigenen mit einfließen zu lassen, so schreibt er nicht nur über Don Quijote, sondern läßt den Namen des Autoren (Miguel de Cervantes Saavedra) in Form eines Nebencharakter dessen Name Michael Saavedra ist auftreten. In allen drei Büchern spielt Auster mit dem Verhältnis das Autor, Leser und Text zueinander haben und haben können. Die Bücher fordern dazu auf sich mit ihnen auseinanderzusetzen, und man wird hierbei auf einige erstaunliche Erkenntnisse kommen, die einen Literaturgenießer sicher ein ganz besonderes Lesevergnügen bescheren. Wer sich nicht auf diese Detektivgeschichten (die nicht immer ein Ende haben) einlassen möchte, sollte vielleicht erstmal den "Mond über Manhatten" probieren, der den Leser ebenfalls fasziniert, und auch ohne Hintergrundwissen ein Lesevergnügen bietet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bizarr und doch unvergesslich..., 13. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Die New York- Trilogie (Broschiert)
Die New York Trilogie hat mich fasziniert und lässt mich auch nach dem Lesen noch nicht wirklich los! Paul Auster schafft es, vor meinem inneren Auge New York lebendig werden zu lassen und mich völlig in die Figuren hinein zu verlieren. Jede Geschichte für sich ist eine Parabel über das Leben, die Suche nach dem Sinn, das Schicksal und die Zerbrechlichkeit von scheinbarer Normalität. Bizarr und doch brillant finde ich die immer wiederkehrenden "Accessoires" oder Personen in den einzelnen Geschichten, immer wieder aus einer anderen Ecke beleuchtet. Für mich sind am Ende viele Fragen offen geblieben, Fragen die mich beschäftigen. Paul Auster berührt mein Herz in eigenartiger Weise, die nicht zu erklären ist. Vielleicht ist es die verzweifelte Suche seiner Personen nach dem Sinn des Daseins, die mich mit einem schalen Beigeschmack zurücklässt und die Frage in meinem Kopf auftauchen lässt: "Welchen Sinn hat mein Leben eigentlich?". Wann denkt man schon einmal in all dem alltäglichen Trott über solche Dinge nach, wann hat man die Zeit dafür? Vielleicht ist es diese Nachdenklichkeit, für die ich Paul Auster liebe.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Restlos begeistert!, 20. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die New York-Trilogie (Broschiert)
Fünf Sterne sind zu wenig für dieses Meisterwerk!!! Unfaßbar, daß Paul Austers Trilogie 17(!) Mal abgelehnt wurde, bis er einen Verleger fand! Die drei, auf seltsame Art und Weise miteinander verwobenen Detektivgeschichten/Kurzromane haben mich nicht nur das Buch in einem Satz durchlesen lassen, sondern mich auch noch wochenlang beschäftigt. Die Kaspar-Hauser-ähnliche erste Geschichte, "Stadt aus Glas", ist verwirrend und spannend erzählt. Wie Quinn durch die Straßen New Yorks läuft und dabei ein Muster bzw. ein Wort entdeckt, ist einfach genial! Am besten hat mir die zweite Geschichte, "Schlagschatten" gefallen. Die Idee, den Personen Farben als Namen zu geben, finde ich klasse! Das bringt viele Assoziationen mit sich, und man fängt an, über die eigene Identität nachzudenken. "Verschlossene Türen" ist wieder eine eigenständige Geschichte voller Geheimnisse und Zauber, deren Ende mich (angenehm) verstört zurückließ. Außerdem ist Austers Stil einfach wunderbar! Seine knappen, einfachen Sätze bringen viel Atmosphäre rüber und lassen dem Leser einen Hauch New Yorker Luft um die Nase wehen. Ich kenne auch noch "Mr. Vertigo", "Leviathan" und "Musik des Zufalls" von Paul Auster und kann sie mit ebensolcher Begeisterung empfehlen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich spannend..., 4. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Die New York-Trilogie: Stadt aus Glas / Schlagschatten / Hinter verschlossenen Türen (Taschenbuch)
Ich habe mir die New-York-Triologie im Jahr 1997 gekauft und bis dato stand sie in meinem Bücherschrank. 1997 (knapp über'm Teeny-Alter)hab ich das Buch angelesen und es war... langweilig, verwirrend, nichtssagend.
2007 (ebenfalls knapp über'm Teeny-Alter doch mit mehr Verständnis für diverse Lebensangelegenheiten)nahm ich mir das Buch noch einmal zur Hand und war... restlos begeistert.
Ich denke, dass man für dieses Buch ein gewisses Maß an Ruhe und Aufmerksamkeit mitbringen sollte. Dazu sollte man Verständnis für scheiternde Existenzen und (harmlose) Situationen haben, die völlig außer Kontrolle geraten können.
Auster schafft es -trotz teilweise langatmiger Passagen- eine große Spannung aufzubauen, die begierig zum Lesen des Ausgangs der Geschichten drängt.
Meiner Meinung nach verlangen diese Geschichten auch eine gewisse Hingabe, die einen daran hindert diverse Szenen und Situationen andauernd zu hinterfragen und damit das Geschriebene zu zerpflücken.
Belohnt wird man dafür mit Spannung, die bis zum letzten Satz der Geschichten (die ziemlich abrupt enden)anhält und mit dem Wissen, dass eigentlich jedes beliebige Ende möglich gewesen wäre... und immer dieses (rote) Notizbuch... :-)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartige Trilogie, 29. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die New York-Trilogie: Stadt aus Glas / Schlagschatten / Hinter verschlossenen Türen (Taschenbuch)
Die drei Romane des Erfolgsautors paul Auster (u.a. "Von der Hand in den Mund") begründeten den Weltruhm des Amerikaners. Jeder einzelne Roman wirkt zunächst wie ein klassischer Krimi, bis zu dem zeitpunkt, an dem er eine völlig neue andere Richtung einschlägt. Mit Überraschungen für den Leser angereichert, gelingt es Paul Auster ein Verwirrspiel zu inzenieren, wie es in der heutigen Literatur leider nur noch selten anzufinden ist. Mit einer großartigen erzählerischen Tiefe wickelt der Autor den Leser in die Geschichte mit ein. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite bieten alle drei Romane etwas einzigartiges, das nicht beschrieben, sondern selbst gelesen werden sollte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer bin ich?, 25. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die New York-Trilogie: Stadt aus Glas / Schlagschatten / Hinter verschlossenen Türen (Taschenbuch)
Dieses Buch sind drei Bücher. Drei Bücher in einem und jedes für sich ist eine Kriminalgeschichte. Allerdings keine Kriminalgeschichte im eigentlichen Sinne. Jede für sich ist speziell, ungewöhnlich, kaum mit anderen vergleichbar - der Leser wird unweigerlich in eine Art Bann gezogen, der ihn nicht wieder losläßt, bis alle drei Bücher bzw. Texte gelesen, ja regelrecht verschlungen worden sind. Komplizierte Verwirrungen der Täter - und - Opfer - Verhältnisse innerhalb der Storyline sind genial, die Ergebnisse verworren und doch glaubhaft, schlicht als grandios zu bezeichnen. Text eins heißt Stadt aus Glas und beschreibt die Lebensgeschichte eines Kriminalautors namens Daniel Quinn der eines Abends einen Anruf bekommt, der eigentlich gar nicht für ihn bestimmt war. Seine Neugier obsiegt jedoch, also gibt er sich endlich als die Person aus, die der Anrufer zu sprechen wünscht und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Er soll jemanden suchen, begibt sich aber im Endeffekt nur auf die Suche nach sich selbst. Geschichte zwei sticht merklich hervor, weil die Charaktere sehr ungewöhnliche, weil farbige Namen haben. Sie heißt Schlagschatten und der Held hört auf den Namen Blue. Auch er soll jemanden beobachten und finden. Diese Aufgabe nimmt ihn so sehr ein, daß er, auch hier, an seiner eigenen Identität zu zweifeln beginnt. Hinter verschlossenen Türen ist die meiner Meinung nach stärkste Geschichte, die sich in diesem Buch findet. Der junge Schriftsteller Fanshawe verschwindet eines Tages, seine Frau steht allein da und heiratet seinen Freund aus früheren Tagen. Das neu geschaffene Ehepaar veröffentlicht nacheinander die Werke Fanshawes, die sehr erfolgreich sind. Fanshawe halten alle für tot, bis er sich eines Tages meldet. Ein wirklich großartiges Buch, das jeder gelesen haben sollte, der liest um Spaß zu haben und um sich in eine Geschichte hineinzuleben, nicht nur um des Lesens Willen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mehr als Detektivgeschichten, 3. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die New York-Trilogie: Stadt aus Glas / Schlagschatten / Hinter verschlossenen Türen (Taschenbuch)
Die New-York-Trilogie ist das Buch, mit dem Paul Auster bnekannt worden ist. Es besteht aus 3 Geschichten, die alle in New York spielen. Doch dies ist nicht die einzige Gemeinsamkeit. Es handelt sich bei allen Stücken vordergründig um Detektivgeschichten, wie man sie aus zahlreichen Büchern kennt. Doch arbeitet er nur mit diesen Versatzstücken. In Wirklichkeit werden aber die Detektive auf eine andere Suhe geschickt, nämlich der Suche nach ihrer eigenen Identität. Im einzelnen sind die Geschichten:
Stadt aus Glas : DANIEL QUINN, ein Kriminalautor, erält nachts einen Anruf für einen gewissen Paul Auster, einen Detektiv. So gerät er in eine Geschichte, die spannender ist als ales, was er bisher geschrieben hat.
Schlagschatten: White gibt Blue den Auftrag Balck zu beschatten. Aber ist das wirklich so?
Hinter verschlossenen Türen: Der Schriftsteller Fanshawe verschwindet eines Tages plötzlich. Ein Freund der Familie, der Ich-Erzähler, übernimmt die Rolle des Nachlaßverwalters und heiratet schließlich Fanshawes Frau, doch dann passiert eines Tages etwas Unerwartetes.
Mehr wird nicht verraten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als ein Kriminalroman, 9. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die New York-Trilogie: Stadt aus Glas / Schlagschatten / Hinter verschlossenen Türen (Taschenbuch)
Die Form der Kriminalgeschichte ist, so glaube ich, nur ein literarischer Aufhänger. Genau genommen, kann man hier gar nicht von einem solchen Genre sprechen: zuviel (beabsichtigte) Brüche verdrängen das herkömmliche Schema. Wichtiger ist, was Auster zwischen den Zeilen zu sagen hat, und das ist hier im bildlichen Sinne gemeint. Besonders aufschlussreich waren für mich die Ausführungen zum Verhältnis eines Schriftstellers zu seinem Pseudonym. Der Grenzgang zwischen Fiktion und Wirklichkeit bezieht auf meisterhaft sublime Art den Leser mit ein. Auf der Suche nach einer Auflösung, die der Gesamthandlung ihren Sinn verleiht, fühlt man sich genauso verladen wie die Protagonisten der Geschichten und glaubt, letztendlich immer wieder vor dem Nichts zu stehen. Der Versuch, die unaussprechliche Leere im Inneren eines Menschen dennoch greifbar zu machen, muss scheitern. Erst, wenn man fast auf der letzten Seite der dritten Geschichte angelangt ist, wird offenbar, worum es dem Schriftsteller zu gehen scheint. Dennoch bleiben mehr Fragen als zu Beginn der Lektüre. Und das ist gut so!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Die New York-Trilogie: Stadt aus Glas / Schlagschatten / Hinter verschlossenen Türen
Gebraucht & neu ab: EUR 0,12
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen