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am 29. Oktober 2001
So wenig bekannt die Lyrikerin Mascha Kaléko heute noch ist, so sehr haben doch ihre Gedichte überlebt. Ihre Themen, der Alltag in der Großstadt Berlin, die melancholische Suche nach dem "sogenannten Glück" und immer wieder die Liebe und deren Scheitern, haben trotz der Zeitbezogenheit ihrer Gedichte nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Ihr Ton erinnert an Kästner, heiter-melancholisch, ironisch durchbrochen, und doch ist er vielleicht poetischer, wehmütiger, insbesondere im Exil verzweifelter als der des "sachlichen Romantikers".
In diesem Sammelband sind die ersten beiden Gedichtbände Maschas zusammegefaßt, die in den 30er Jahren noch vor ihrer Emigration in Berlin entstanden, vielleicht ihre schönsten, leichtesten und bei aller Melancholie unbeschwertesten.
Aus dem "Kurzen Epilog":
Gleich als du fort warst, fing es an zu regnen.
- Ich wußte, daß ein Ende so beginnt.
Weil wir nie wieder denen begegnen,
die für uns ausersehen sind.
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am 21. Mai 2007
Dem Verlag Rowohlt gebührt der grosse Dank, dass er es wagte, in den Jahren 1933 - 1935 die beiden Gedichtbändchen "Das lyrische Stenogrammheft" und "Kleines Lesebuch für Grosse" herauszugeben, und dies, jedenfalls was das "Stenogrammheft" angeht, sogar in einer zweiten Auflage, obwohl Hitler an der Macht und Mascha Kaléko Jüdin waren. Dem Verlag gebührt auch der Dank, dass er ab 1956 immer wieder die beiden Bändchen, nunmehr vereinigt in einem Band, neu auflegte. Inzwischen sind eine Vielzahl von Gedichten Mascha Kalékos erschienen, teilweise erst postum, nach ihrem Tod im Januar 1975. Doch Höhepunkt ihres Schaffens bilden die Werke aus dem "Romanischen Café" des Berlins der 20er und anfangs 30er-Jahre. Und diese legte Mascha Kaléko ihrem Publikum repräsentativ eben im "Stenogrammheft" und im "Lesebuch" vor. Die wunderbare Verbindung von Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit der Schreibweise Mascha Kalékos faszinieren auch heute, und es ist bedauerlich, dass die Dichterin heute als Geheimtipp gehandelt und der breiten Öffentlichkeit kaum mehr bekannt ist. Ob der hundertste Geburtstag am 7. Juni 2007 daran etwas zu ändern vermögen wird, ist fraglich. Jedenfalls ist das vorliegende Gedichtsbändchen jedem eine gepflegte und doch ausdrucksstarke deutsche Sprache liebenden Menschen zur Lektüre empfohlen.
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am 18. Dezember 2008
Fassungslosigkeit. Blankes Entsetzen ergriff mich, als ich das erste Mal Gedichte Mascha Kalekos las: ich konnte es einfach nicht fassen, zuvor nie etwas von ihr gehört zu haben. Als Liebhaber der Neuen Sachlichkeit per se fand ich hier endlich, wonach ich so lange gesucht hatte: den - wenn man so will - weiblichen Erich Kästner.

Wer bitte ist diese Mascha Kaleko?
Im Berlin der dreißiger Jahre gehörte sie zum Kreis der schöpferischen Bohème, traf Literaten wie Tucholsky, Ringelnatz und Else Lasker-Schüler und erlangte schnell Berühmtheit. Es war ihre Kunst, mit einem Minimum an Sprache ein Maximum an Bedeutung zu transportieren, die den Zeitgeist traf und auch heute noch beeindruckt.

Ihren stets nüchternen Blick auf Liebesbeziehungen, die zum Scheitern verurteilt sind, gepaart mit augenzwinkernder Sentimentalität und zynischer Ernüchterung - all das meinte wohl Thomas Mann, als er die "aufgeräumte Melancholie" der Kaléko lobte.

Und wirklich, ihre geschaffene Vereinigung von Witz, Ironie und Melancholie erinnert an Erich Kästners Sarkasmus (Zur Erinnerung Kästners Kleines Solo: "Einsam bist du sehr alleine. Aus der Wanduhr tropft die Zeit. Stehst am Fenster. Starrst auf Steine. Träumst von Liebe. Glaubst an keine. Kennst das Leben. Weißt Bescheid..."). Bei Kaleko klingt das dann folgendermaßen:

"Wenn einer fortfährt, geht das Herz auf Reisen. Und treibt sich irgendwo allein herum. Es ist schon manchmal schwer, nicht zu entgleisen. Die klügste Art zu reden bleibt doch: stumm. Wenn einer fortging, kann man nichts vergessen, Und jeder Tag ist ein Erinnerungsblatt. Wenn einer fortgeht, braucht man nichts zu essen, Man wird vom Tränenschlucken satt".

Ich muss mit Reich-Ranicki d'accord gehen, wenn er konstatiert, Kaleko schreibe, wie ihr der Schnabel gewachsen sei. Und genau das ist es, was ich zu schätzen weiß. ("Mir ist so kognakfroh zumut! Schon tanzen Wand und Schränke. Ich sag dem Tischherrn, was ich von ihm denke Und schließe daraus: der Schnaps war gut...").

In diesem Sammelband sind die ersten beiden Gedichtbände der Kaleko, die in den 30er Jahren noch vor ihrer Emigration in Berlin entstanden und der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen zum Opfer fielen, zusammengefasst.
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am 26. Juli 1999
Mascha Kaléko wäre nach meiner Überzeugung die berühmteste deutsche Lyrikerin dieses Jahrhunderts geworden, wenn es nicht das sog. "Dritte Reich" und seinen Rassenwahn gegeben hätte. Bis 1938 hatte sie mit ihren fabelhaften Gedichten in Berlin und Umgebung eine derartige Berühmtheit erlangt, daß ihre melancholischen Liebesgedichte, ihre sozialkritischen Gedichte und ihre manchmal auch "kindlich-fröhliche Gebrauchslyrik" mit Heine, Brecht, Kästner, Ringelnatz und Tucholsky verglichen wurden. Zu den Menschen, die ihr Talent bewunderten, gehörten u.a. Thomas Mann und Hermann Hesse. Ihr "Lyrisches Stenogrammheft" hatte sich schon damals, aber auch in der Neuauflage nach dem Krieg so gut verkauft, daß es auf der Verkaufsliste deutschsprachiger Gedichte bis in die 90er Jahre hinein gleich nach einer Reclamausgabe von Gedichten Goethes rangierte. Unglaublich, wenn man den Namen Kaléko noch nie gehört hat, nicht? Noch unglaublicher: ihre Sprachbeherrschung muß äußerst erstaunlich gewesen sein, denn einige der hinreißenden Gedichte in diesem Band sollen innerhalb weniger Minuten "aus dem Stand" geschrieben worden sein, ähnlich schnell wie Mozart Musikstücke komponiert haben soll. Dabei war sie am äußersten Rand der Donaumonarchie geboren, Kind einer österreichisch-russischen Familie aus dem heute polnischen Chrzanow in Galizien. Leider mußte die jüdische Dichterin 1938 nach New York emigrieren, wo der Bedarf an deutscher Lyrik im darauffolgenden Jahrzehnt verständlicherweise sehr gering war. Wie ihre Lebensgeschichte eigentlich anfing, weiterging, was die Dichterin selbst darüber dachte und wie alles aufhört, lesen Sie dann am besten selbst, indem Sie gleich zwei oder drei Gedichtbände von Mascha Kaléko kaufen. Es lohnt sich wirklich! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 26. Dezember 2000
Immer, wenn ich weiß, daß jemand im Krankenhaus liegt, Kummer hat oder gute Literatur liebt, dann verschenke ich das Buch von Mascha Kaleko. Es ist eine Schreibweise, von der man glaubt, man erlebt es gerade selbst. Ich liebe diese Texte der Mascha und hoffe, daß viele dieser Autorin noch näher kommen werden. Immer empfehlenswert!!
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am 2. Dezember 2006
Ein wirklicher Genuß! Außer aus wohlunterrichteter Quelle gerade einen Schnipsel, kannte ich nichts von Mascha Kaleko, ja, hatte nicht einmal von ihr gehört. Doch dieser Schnipsel (es war Memento) hat gereicht, mehr von ihr lesen zu wollen.

Sie erinnert in ihren Bildern und Rhythmen oftmals an Kästner. Doch sie ist da, wo er manchmal sarkastisch wird, eher verwundert. Es wirkt leicht. Und so tief. Und so treffend. Und so zart. Und dabei distanciert.

Leichte Abzüge von mir in der Prosa. Die ist zwar auch nicht zu verachten, kann aber mit der Lyrik nicht mithalten.
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am 27. Januar 2012
Sie sei der weibliche Kästner, las ich irgendwo. Stimmt einerseits; Mascha Kalékos Gedichte haben oft einen ähnlichen Tonfall, sind ähnlich wie Kästners Gedichte immun gegen plakatives Gefühlsleben, widmen sich dem scheinbar Unscheinbaren in nur scheinbar unscheinbarer Sprache. Aber ein klein wenig anders klingen sie doch -- klar doch, sonst hätte sie sich die Mühe des Dichtens sparen können.
Kalékos Gedichte erinnern oft an Genrebilder, oder, damit das Etikett auch schön zum Schubladenetikett "Neue Sachlichkeit" passt: Die Gedichte erinnern an Momentaufnahmen, an wortgewordene Schwarzweiß-Fotos jener Art, die ganze Geschichten erzählen können. Die Buchtitel "Lyrisches Stenogrammheft" und "Kleines Lesebuch für Große" hat sie bestimmt nicht aus der Laune des Augenblicks heraus gewählt: Kalékos Gedichtsammlungen enthalten tatsächlich das lyrische Handwerkzeug der Tippfräuleins und der anderen Erniedrigten und Beleidigten in der beginnenden Moderne.

Wie Kästner zeigt auch Kaléko die unvergoldete Kehrseite nicht nur der Goldenen Zwanziger; in ihren Gedichten geht es meist um Alltägliches. Diese Dichterin liebt die Zwischentöne; es sind oft die schlafwandlerisch treffsicheren Worte und Szenen, die das Leben der Unscheinbaren ohne romantische Verklärung würdigen. Keine Fanfaren, keine interpretationsdürstende Nabelschau; das können sich die Kleinen Leute nicht leisten. Sie müssen sich mit ihrem Alltagsdeutsch durchs Leben plagen, und wenn Kaléko ihnen das Wort gibt, dann merkt man, wieviel Witz darin verborgen ist, und wieviel sich mit dem Wort sagen lässt, wie fein nuanciert das Alltägliche gezeichnet sein will. Aber wenn man dem scheinbar Unscheinbaren diese feinen Nuancen zugesteht, dann kann man feststellen, wieviel Poesie sich im scheinbar Rauhen verbirgt. Poesie kämpft sich jetzt erstrecht hervor -- und reichlich hinterhältiger Witz. Witz, der allem Klischee Paroli bietet.
Große ambitionsstrotzende Worte können schnell mal ins Peinliche abrutschen, und schon ist der Kaiser nackt. Aber Kalékos Gedichte sind immer angezogen, auch wenn der Kragen fadenscheinig ist und die Saumnähte abgescheuert. Wer aber wie Mascha Kaléko fadenscheinigen Krägen und durchscheuerten Nähten jedweder Art solche Gedichte widmen kann, der kann's tatsächlich.

Scheinbar illusionslos kommen Kalékos Gedichte daher, und doch blinzelt zwischen den Zeilen, ach was, zwischen den Buchstaben eine Würdigung jenes Glücks hervor, das der Misere abgetrotzt wird. Anlass für Optimismus ist keiner in Sicht: Kampfansagen gegen den idyllhungrigen Kunstsinn der Satten sind das, etwa wenn es im "Nekrolog auf ein Jahr" heißt: "Wer Hunger hat, schwärmt selten für Natur." Die Jahresbilanz fällt nicht eben günstig aus, aber eine Mascha Kaléko hindert sowas nicht am Dichten. Und bei aller Wut bewahren ihre Gedichte sich die Würde, belästigen den Leser nicht mit enervierender Nabelschau. Wenn man dann noch bedenkt, dass "Das lyrische Stenogrammheft" 1933 und das "Kleine Lesebuch für Große" 1935 in Berlin erschienen sind, von einer jüdischen Dichterin verfasst und von einem nicht gerade feigen Verleger (Ernst Rowohlt) herausgegeben...
Pflegeleicht ist das nicht, was man da zu lesen bekommt, und wenn man Kalékos Gedichte leutselig streicheln und dabei vielleicht gar noch ein großzügiges "Welche Begabung!" spendieren will, dann knurren sie. Selten ließ ich mich so gern von Gedichten beißen wie hier...
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am 30. August 1999
Ganz zufällig bin ich auf die unverständlicherweise recht unbekannte Mascha Kaleko gestoßen. Sie wurde zwar in Polen (als Tochter eines Russen und einer Österreicherin) geboren, lebte aber in den 30er Jahren in Berlin. 1938 emigrierte sie in die USA und starb 1975 in der Schweiz. Soviel zu ihrer Person. Auch wenn die Künslerin schon lange tot ist, so wirken ihre Werke doch erstaunlich lebendig und gar nicht angestaubt. Ihre Ironie und eine gute Portion Frechheit sind auch heute noch ein Genuß, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Ein kleiner Vorgeschmack: Langschläfers Morgenlied: Der Wecker surrt. Das alberne Geknatter reißt mir das schönste Stück Traum entzwei. Ein fleißig Radio übt schon sein Geschnatter. Pitt äußert, daß es Zeit zum Aufstehn sei.
Mir ist vor Frühaufstehern immer bange...Das können keine wackern Männer sein: Ein guter Mensch schläft meistens gern und lange. - ich bild mir diesbezüglich etwas ein... ... ... Dieser erste Eindruck sollte nur einen kleinen Ausschnitt darstellen und keinesfalls als repräsentativ für das ganze Werk gesehen werden! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 30. August 1999
Daß Mascha Kaleko auch heute noch relativ unbekannt ist, ist eigentlich unverständlich. Besonders ihre Beschreibungen der Großstadt (Berlin) sind zwar natürlich alt, aber wirken doch ungleich neuer. Als Berliner oder Berliner ist es sicher besonders interessant, zu versuchen Unterschiede der Zeiten auszumachen, aber Kalekos Beschreibungen allgemeiner und alltäglicher Dinge dürften Jeden und Jede begeistern können. Oder kennen Sie nicht den "nächsten Morgen"? Wir wachten auf, die Sonne schien nur spärlich, Durch schmale Ritzen grauer Jalousien. Du gähntest tief. Und ich gestehe ehrlich: Es klang nicht schön.- Mir schien es jetzt erklärlich, Daß Eheleute nicht in Liebe glühn. ... Beim Früstück schwiegst Du. (Widmend Dich den Schrippen.) Das ist hygienisch aber nicht sehr schön. Ich sah das Fruchtgelee auf deinen Lippen Und sah Dich Butterbrot in Kaffee stippen - Und sowas kann ich auf den Tod nicht sehn!
Ich zog mich an, Du prüftest meine Beine. Es roch nach längst getrunkenem Kaffee. Ich ging zur Tür. Mein Dienst begann um neune. Mir ahnte viel-. Doch sagt ich nur das eine: <Nun ist es aber höchste Zeit! Ich geh...> (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 6. August 2013
Bin im Urlaub auf Bilder gestossen,auf denen ich einzelne Verse von Mascha Kaleko gefunden habe.die mich sehr berührten.
Bei der anschliessenden Recherche über Kaleko bin ich dann auf dieses Buch gestossen.
Diese Frau und ihr Schicksal haben mich sehr beeindruckt.
Werde weiteres von ihr lesen...
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