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159 von 170 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neu übersetzt
"The Catcher in the Rye" aus dem Jahr 1951 ist ein absolutes Kultbuch. Das hat nicht nur mit dem Buch selbst zu tun, sondern auch mit J. D. Salinger, der um seine Person ein grosses Geheimnis macht und folglich ein grosser Unbekannter ist. Auch ist sein Werk äusserst schmal. Der Fänger im Roggen war lange in der Übersetzung von Muelon/Böll (1954/62)...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2004 von zueribueb

versus
37 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen DIE EMPATHIE DES LESENS.
Jeronime D. Salingers Geschichte, die bei der Publikation im Jahr 1951 heftige Kontroversen auslöste, figuriert heute auf zahlreichen Hitlisten des 20. Jahrhunderts und steht als Prototyp des Adoleszenzromans auf jeder Matura-Buchliste. Etwas verspätet hab ich nun dieses Kultbuch mit seiner phänomenalen Wirkung auf die rebellische 68-Jugend ebenfalls...
Veröffentlicht am 22. Februar 2006 von Favre Robert


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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hoher Anspruch, 10. Juni 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
Gut ist nur, wer selbstlos hilft. Schlecht ist die grosse Mehrheit, die egozentrisch und verlogen ein fehlerhaftes, verachtenswertes Ideal verfolgt. So einen entschiedenen, existentiellen, separierenden und hohen Anspruch hält nur ein Jugendlicher in seiner Revolte durch. Erst ganz am Schluss entdeckt der Protagonist, dass es befriedigend ist, nachzugeben, sich um eine Beziehung zu bemühen.

Kann es interessant sein, einem Halbwüchsigen drei Tage und Nächte zu folgen? Nicht a priori, aber bei Salinger schon. Natürlich erleichtert die Lektüre, dass wir alle, zumindest alle, die das Geschlecht des Protagonisten teilen, diese Lebensphase mit diesen Aspekten kennen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Die Hölle, das sind die andern", 17. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
Salinger erzählt. Aber es scheint, als erzähle jemand Anderer. Ein nordamerikanischer Jugendlicher namens Holden Caulfield scheint zu erzählen. Dieser sechzehnjährige Schüler richtet sich mit seiner von übelen Worten durchsetzten rücksichtslosen Sprache an solche Jünglinge, wie er einer gegen Ende der Vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts ist. Er gebraucht zahllose Male Worte wie 'goddam' (= "gottverdammt") oder 'as hell' (= "wie Hölle") und geniert sich nicht, die eine oder andere Figur des Romans ihn gemahnen zu lassen, Acht auf seine Sprache zu geben, und dies dennoch zu unterlassen. Man mag diese Menge der "Gottverdammnis" (auf manchen Seiten bis zu acht Mal!) auf den damaligen Idiolekt in New York und Umgebung zurückführen, aber wenn es eine literarische Function ausübt, dann muss es etwas symbolisieren oder aussagen. Es könnte andeuten, dass der atheistische (! Gottverfluchtheit ohne Gott?) Jugendliche an eine Art Fluch glaubt, der auf dem Leben liege, nämlich das Erwachsenwerden, ohne in die Welt der Erwachsenen eintreten zu wollen. Aber in der Welt seiner jugendlichen Mitschüler wünscht er eben so wenig zu bleiben! Diese unmögliche Leidenslage erinnert an Tantalus-Qualen, nur dass diese hier eher von den verlogenen, dämlichen Mitmenschen ausgehen.
Dieser Holden Caulfield ist Mitte Dezember aus dem College geworfen worden, weil er in vieren der fünf Fächer durchfiel. Statt bis zu der regulären Heimfahrtszeit zu warten, verlässt er das Internat schon ein paar Tage früher, jedoch nicht, um nach Hause nach New York zu den Eltern zu fahren, sondern um einen Hauch der Freiheit ohne Lehrer und Eltern und deren Gebote und Strafen zu atmen. Er ist einsam und sehnt sich nach Freunden. Aber er kennt keine Freunde, sondern nur Gauner, Lügner, Schwindler ('phonies') und Dummköpfe, die blöde Fragen stellen ('dopey questions'). Auch die Mädchen seines Alters, deren Gegenwart er erträumt, empfindet er als verlogen oder dumm. Einzig seine jüngere Schwester Phoebe hält seinen strengen Maßstäben der Qualitäten des lobenswerten Menschen stand; zu ihr hin träumt er sich, nachdem er in New York nur deprimierende Begegnungen mit diesem oder jenem enttäuschenden Bekannten erlebte. Dieser etwa zehnjährigen Schwester erzählt er einen Traum, der den Titel des Romans erklärt. Er entnahm zwei Verse aus einem Gedicht des schottischen Dichters Robert Burns (1759 - 1796), verfälschte ein Wort und verwendete es als Grundlage eines symbolischen Traumes.
Aus dem originalen "If a body meet a body comin' thro' the rye" wird "If a body catch a body coming through the rye", also statt schierer Begegnung geschieht ein Fangen im Roggen. Holden träumt zahlloser Kinder, die in einem Roggenfeld am Abgrunde spielen, die er als der den Titel gebende "Fänger im Roggen" einfange, auf dass sie nicht in den Abgrund stürzen.
Sollte dieser Wunsch des Beschützens ihn zwar zu träumen bewegen, so tut er außerhalb des Traumes nichts, seine Mitschüler oder jüngere Mitmenschen vor etwas zu bewahren. Statt dessen verbringt er seine Zeit mit Rauchen, Trinken, Schimpfen, Labern, Taxifahren, bis sein Geld verbraucht ist. Nun träumt er nurmehr, per Anhalter in den Westen zu fahren, dort als ungelernter Arbeiter irgend eine Maloche auszuüben und sich eine Hütte an einsamem Waldesrande zu erbauen. Erst als seine Schwester Phoebe mit ihm mitzureisen wünscht und bereit ist, von zu Hause auszureißen, giebt er um ihretwillen seinen Plan auf und geht mit ihr heim zu den Eltern.
Wenn man die Ausführungen des Misanthropen Holden Caulfield ernst nähme, müsste man denken, in den Vereinigten Staaten jener Zeit wohnten ausschließlich verlogene Idioten und durchtriebene Perverse aller Couleur. An keinem Menschen wird ein echtes gutes Haar gelassen, außer an seiner Schwester Phoebe. Kann das überzeugen? Wie konnte dies Buch zu einem Kultbuch werden? Ich vermute, die unglücklichen Jugendlichen aus allen möglichen westlichen Ländern seit Anfang der Fünfziger Jahre, die unter Schulzwang, Erwachsenwerden und missliebigen Zeitgenossen litten und leiden, gaben und geben sich ein Stelldichein im Club der Holden-Caulfield-Fans. Die große Menge dieser Anhänger müsste allerdings die Frage aufgeworfen haben, ob eine Zusammenkunft solchen Ausmaßes im Sinne des Autoren geschehen sei? Dies ist eine der vielen Fragen, die das Buch offen lässt. Im Ganzen bietet der Roman eine sonderbare Sehnsucht aus der Hölle hinaus, die à la Sartre "die Anderen" sind, gegen die weder Kraut noch Roggen gewachsen sind.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Buch, veraltete Übersetzung, 11. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
In kaum einem anderen Buch fällt die Identifikation mit dem Protagonisten so leicht wie in diesem. Kein Wunder, haben wir es hier doch mit der Spezies Mensch zu tun, die nicht in ein vorgefertigtes Schema gepresst werden will. Ein Mensch der fühlt, der denkt und vor allem ein Mensch, der sich nicht durch die Konventionen anderer gezwungen fühlt, wie ein Lemming zu handeln, denn Holden ist ein verstörter Idealist, schnurstracks auf dem Weg zur Selbstzerstörung, aber seine Motive dafür sind allemal überzeugend. Was uns aber wirklich bindet, ist vor allem seine Unsicherheit, die uns nur allzu bekannt erscheint, und sein Mut Neuland zu betreten...
Genau darum ist dieses Werk seit über 50 Jahren noch immer aktuell und wird es wohl noch lange bleiben, solange es Leute geben wird, die zu Bücher greifen.
Bleibt nur eines noch zu sagen: Die Böll-Übersetzung lässt sehr zu wünschen übrig. Mein Tipp also, entweder zum englischen Original greifen oder die Schönfeld-Übersetzung kaufen
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zeitlose Thematik, 26. Juni 2001
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
Salingers "Catcher in The Rye" hat schon Generationen von vokabelschwachen Englischschülern zum Wahnsinn getrieben - oder aber zum Kauf der deutschen Ausgabe... Fakt ist, dass das Buch, die einzige nennenswerte Publikation des Autors, es wie kaum ein anderes schafft, den Nerv von Jugendlichen in der Pubertät oder Post-Pubertät zu treffen. Holden ist dabei durchaus keiner, dem die ungeteilte Sympathie des Lesers gebührt. Wenn er sich über alles und jeden mokiert und alles - neudeutsch -"ätzend" findet, vor allem die Erwachsenen, dürfte sich aber so mancher Jugendliche in ihm wiederfinden. Salingers meisterhaft eingesetztes Stilmittel, um diese Wirkung zu erzielen, ist die kompromißlos an die Optik des Jugendlichen angepaßte Sprache: kurz, prägnant, zeitweise vulgär. Salingers Buch ist längst ein Klassiker geworden, und Einflüsse selbst auf die deutschsprachige Literatur der Gegenwart sind unverkennbar, am deutlichsten vielleicht bei Leberts "Crazy" und Didiers "König ohne Krone", zwei Werken, die allerdings sprachlich noch extremere Wege beschreiten.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kritischer Blick hinter die Kulissen, 21. April 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
Holden Caulfield, der Protagonist und Erzähler in J. D. Salingers "Der Fänger im Roggen", von etlichen Schulen geflogen und auch sonst kein Musterknabe - doch nicht, weil er nichts versteht, sondern eben weil er versteht.

Konsequent reflektiert er sich selbst und die Gesellschaft, durchbricht die verlogene Oberflächlichkeit und enttarnt sie als Heuchelei. Angewidert von eben dieser, findet er sich nicht zurecht in der Gesellschaft, findet seinen Platz nicht, oder besser: ist nicht bereit irgend eine konventionelle Position einzunehmen und fürchtet sich davor, es früher oder später doch tun zu müssen, fürchtet sich davor, früher oder später selbst zu einem dieser Heuchler zu werden. Flucht scheint ihm der einzige Ausweg; weit weg, fort von dieser Affektiertheit. Und einen Beruf für sich hat er auch schon im Auge: Ein "Fänger im Roggen" will er werden, die Kinder zu schützen vor ihrem potentiellen Heuchlertum...

Eine wirklich schöne, vielleicht auch lehrreiche Erzählung, die im Plauderton daherkommt und sich flüssig und mit Freude lesen lässt. Empfehlenswert!
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22 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absolutes Muß für Liebhaber guter Werke,immer wieder!, 30. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
Der Fänger im Roggen...
So gut wie jeder an meiner Schule mußte dieses Buch lesen. Ich kam mir fast schon verdamt vor, da keiner meiner Lehrer MICH dazu aufforderte. War das gut? Der Titel klang zumindest strange. Nachdem mir aber sogar Literatur-Hasser versicherten, daß es "gar nicht mal so schlecht", ja fast als gut zu bezeichnen war, war mein Interesse ernsthaft geweckt! Um so mehr freute ich mich als irgendwann doch einmal der Tag kam, an dem uns unsere ENG.-LK- Lehrerin eröffnete, daß das unsere neue Lektüre werden würde.
Voller Eifer machte ich mich ans Werk und wurde nicht enttäuscht! Au contraire...
Trotzdem mein Englisch nicht besonders war, verschlang ich dieses gute Stück geradezu und verliebte mich auf Anhieb in Holden!
Die Art und Weise wie Salinger ihn beschreibt, die Sprache die er dazu benutzt ( und daß obwohl der Roman ja schon einige Jahre auf dem Buckel hat), sowie Holdens Art mit Menschen, seien sie ihm nun verhasst oder nicht,umzugehen, hat mir so manche Träne ins Auge gedrückt.
Holden ist mein Seelenfreund, ich kann ihm so gut nachfühlen: seine imense Faulheit, Wortgewandheit, (fast) krankafte Phantasie- eine meiner Lieblingsstellen ist die, in der er "angeschossen" durch's Hotel tigert- seine Art wie er Leute betitelt: " mein Prinz", wie er sie beschreibt, ihnen begegnet, daß kommt mir alles sehr bekannt vor,...
Trotz der oberflächlich- witzig erscheinenden Handlung, liegt doch ein tiefer Sinn in seinem Tun und Handeln. Er befindet sich an der Schwelle zum Erwachsenwerden und wehrt sich anfänglich. Aber die Art und Weise wie er damit umgeht und sich auseinandersetzt- sein Traumjob ist: ein "Fänger im Roggen" zu sein- machen ihn so sympathisch, daß man gar nicht anders kann, als ihn zu lieben.
Ich wünschte mir von ganzen Herzen, einen Holden Caulfield zu kennen, der mir die Welt durch seine Augen erklärt und muß gestehen, daß er für mich, auch noch x Jahre nachdem ich ihn zum ersten Mal "kennengelernt" habe- denn mittlerweile habe ich das Meisterstück diverse Male gelesen- immer noch MEIN PRINZ ist!
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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein zeitloser Klassiker, 25. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
In dem Buch „Der Fänger im Roggen“ setzt sich der Protagonist mit der Gesellschaft auseinander. Als Instrument der gesellschaftlichen Kritik benutzt der Autor die Figur des jugendlichen Holden Caulfield, dem es große Schwierigkeiten bereitet, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden.

Holdens Mentalität ist durch große emotionale Stimmungsschwankungen bestimmt, - auf den Leser wirkt er durch seinen ständigen Missmut sehr melancholisch. Er tritt der Gesellschaft mit großer Skepsis gegenüber, was sich darin ausdrückt, dass er introvertiert auftritt und keine Beziehungen aufbauen kann.

Insgeheim sehnt sich Holden nach einem harmonischen Leben, das frei von Lügen, Zwang und heuchlerischer Moral ist. In seinen Bemühungen, die Idee des besseren Lebens umzusetzen, verliert sich der junge Mann aber in einer Planlosigkeit, aus der er sich nicht befreien kann.

Eine besonders große Rolle fällt in Salingers Roman dem Sprachgebrauch des Protagonisten zu. Holdens Abscheu gegenüber der Gesellschaft äußert sich im häufigen Gebrauch von Flüchen. Salingers Buch wird 1951 zu einer Zeit veröffentlicht, in der Flüche in der prüden amerikanischen Gesellschaft noch stärker verpönt sind, so werden Worte wie „goddamn“ oder „fucking“ regelrecht geächtet und gelten als moralisch verwerflich. Das interessiert den Protagonisten nicht: Er zieht durch seine verwerfliche Wortwahl eine imaginäre Grenze zwischen die Gesellschaft und sich. Dadurch wertet er bestehende moralische Wertevorstellungen ab. Letztendlich spiegelt Holdens Hang zum Fluchen seine Unzufriedenheit mit der bestehenden Situation wider, er sieht sich als Außenseiter.

Salingers Roman entspricht in vielen Punkten nicht dem Erwartungsmuster, das der Leser an einen Roman stellt. Ein Spannungsbogen vermisst der Leser, die Erzählung verläuft schlichtweg chronologisch. Im Vordergrund stellt Salinger die Thematik der Auseinandersetzung zwischen Protagonist und dem Prozess des Erwachsenwerdens.

Wie bereits deutlich gemacht, entspricht die Sprache nicht den moralischen Wertevorstellungen des damaligen Amerikas. Allerdings ist zu sagen, dass sich Sprache und Thematik hervorragend ergänzen und wahrlich eine Einheit bilden.

Der Roman greift ein „zeitloses“ Thema auf. Jede Generation, die auf dem Sprung zum Erwachsenwerden steht, sieht sich mit bestimmten Problemen konfrontiert, die das Leben keineswegs einfach machen. Salinger bringt diese Thematik in seinem Roman auf den Punkt, sie wird durch Holden Caulfield personifiziert. Ein großer Teil der Leser wird in der Lage sein, sich ein Stück mit Holden Caulfield zu identifizieren. Daraus lässt sich auch der große Erfolg des Romans erklären.

Salingers private Biographie und die Biographie seines Protagonisten weisen unverkennbare Ähnlichkeiten zu. Der Autor drückt seine ganze Abneigung gegenüber der „verlogenen“ Gesellschaft in den Erzählungen Holden Caulfields aus. Daraus ergibt sich die These, dass Salinger und Holden eine Person sind, Salinger scheint das Leben seines „Romanhelden“ persönlich weiterzuleben.

Abschließend kann man behaupten, dass es für den Roman zwei Arten von Lesern gibt. Diejenigen, die einen Hauch Revolution in sich verspüren, werden „Den Fänger im Roggen“ lieben. Der andere Teil der Leser dagegen – der Teil, der die moralischen Wertevorstellungen der Gesellschaft verteidigt, wird den Roman eher verbieten lassen wollen.

Ich persönlich habe das Buch sehr gerne gelesen. Insbesondere die deutliche Nähe des Autors zu seinem Roman finde ich faszinierend. Die Thematik ist meiner Meinung nach sehr gut gewählt, insbesondere die Einheit von Sprache und Thematik ist sensationell. Das Buch wird nicht jedem gefallen, doch ein großer Teil der Leserschaft wird sich in Holden hineinversetzen können. Viele werden sich Gedanken darüber machen, ob wir wirklich in einer falschen Gesellschaft leben. Die Antwort aber, bleibt jedem selbst überlassen. Meiner Meinung nach sollte sich jeder die Zeit nehmen, Salingers Roman zu lesen und sich ein eigenes Urteil zu bilden.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie wenn ich es selbst wäre !, 8. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
In all dieser Erregung die dem Leben in einem 16 Jährigen mit all seinen Wirrnisssen und Erkenntnissen begegnen ,erkenne ich mich sehr oft in diesem Roman wieder. Wild , liebend , sorgsam und ungestüm , die ganze Welt offen und doch darauf bedacht behütet zu werden. Jeder hat in dem Alter ähnliches oder gleiches erlebt und so empfunden. Einer hat es zu Papier gebracht.Großartig in der deutschen Übersetzung von Eike Schönfeld.
Heute bin ich 50 +,habe das Buch zum erstenmal gelesen ....und es ist geschrieben, so wie ich damals als 16 jähriger sprach und agierte !!
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ja was jetzt, Meisterwerk oder nur ein weiterer Roman?, 5. April 2010
Von 
U. Moll "MusikWurm" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen. (Gebundene Ausgabe)
Aus Anlaß des Todes von J.D.Salinger hatte ich mir das Taschenbuch in der Übersetzung von Eike Schönfeld aus 2004 zugelegt, hatte es im Englisch Unterricht in der Oberstufe vor gut 30 Jahren erstmals gelesen oder so.

Zum Inhalt gibt es nichts weiter zu sagen, das ist überreichlich beschrieben und diskutiert.

Deshalb meine persönliche Einschätzung.

1. Damals in der 11. Klasse hatte das Buch Relevanz und Bedeutung, wir konnten uns mit Holden identifizieren. Kann man 5 Sterne geben.

2. Ich selber war im Jahre 2010 ab dem 6-7. Kapitel ziemlich angenervt, und habe das Buch nur aus verlogenem Interesse weitergelesen oder so. Jedenfalls hat es mich ziemlich deprimiert. Leider nur 2 Sterne, das Buch stammt aus den 50er Jahren, dort gehört es auch hin. Altersgemäße Relevanz hat es jetzt auch kaum mehr. Aber ich will nicht so ein, es gibt auch ein paar nette Szenen, z.B. immer wenn Holden von seiner Schwester redet.

3. Der ein oder andere Schüler der heutigen Generation wäre vermutlich auch eher genervt. Hey, von Schulen fliegen ist doch nicht besonders cool. Und das pubertäre Geflenne bei angeblich 1.85 Größe und gefühltem Alter von 18, genauso uncool.

4. Zur Übersetzung: leider nur 2 Sterne. Warum? Hey, die Übersetzung stammt aus dem Jahr 2004.
- "Und so" hätte man mindestens in der Hälfte der Fälle weglassen können
- phoney d.h. z.B. verlogen hätte in einer Fußnote Erläuterung finden müssen, als zentrales Thema des Buches
- das Wort "piefig" nervt ab der dritten Verwendung, ist noch nicht so schwer, einfach mal spießig zu verwenden
- ein Pimp ist halt mal ein Zuhälter, gibt es irgendjemanden der das Wort Lude verwendet, oder gar ludenartig?
- gibt noch viele andere Beispiele, wie "Goddam" oder "f..k".
Das macht mich ziemlich fertig.

Zitat
"In der alten Übersetzung wird gepflegtes Hochdeutsch kurz vor der Pensionsgrenze benutzt, in der neuen prasseln die Sätze der Gegenwart in maximaler Kürze und Intensität aufs Papier" (Paul Ingendaay in der FAZ vom 26.02.2003). Nein, das sind keine Sätze der Gegenwart. Und Bohlen und so ist nicht der Maßstab.

5. Zur Ausgabe: auch nur 1 Stern. Warum? Hey, das Buch ist oder soll Weltliteratur sein. Da kann sich der Verlag, Übersetzer oder Lektor doch bemühen ein kleines Vorwort zur literaturgeschichtlichen Einordnung zu schreiben. Und bitte an die Übersetzung wissenschaftlich herangehen, z.B. mit Fußnoten, wo die Übersetzung z.B. auch in Abweichung der älternen Versionen erklärt wird (eben das Wort "phoney").

Also, damals vor 30 Jahren in der engl. Version, 5 Sterne.
Heute in der deutschen Version, knappe 2 Sterne.
Im gewichteten Mittel 3 Sterne.

Meiner Meinung nach überschätzt, hat seine Bedeutung verloren. Kein Buch für eine einsame Insel, wenn man nur 100 mitnehmen darf oder so. Und ja, ihr dürft es ruhig weiter erzählen, die Gefahr den unreifen Holden oder den pickligen Ashley zu vermissen hält sich dann doch in Grenzen.
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17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach ein weises Buch, 17. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
Meine subjektive Bewertung zu „Der Fänger im Roggen“ (“The Catcher in the Rye“) von J.D.Salinger
Ich denke, dass dieses Buch eines der Besten Bücher ist, das ist je gelesen habe. Jener Holden Caulfield ist der, Junge, der das, was uns allen an der Welt nicht gefällt, auf den Punkt bringt: Heuchelei. Seine Gedanken sind klar niedergeschrieben. Das Wesentliche an diesem Buch sind nicht die Abenteuer sondern die Perspektive dieses Jungens. Das Buch ist wie ein Tagebuch geschrieben und meiner Meinung nach gehört auch genau dies in ein Tagebuch hinein. Das ist vielleicht auch der Grund, warum andere so negativ über dieses Buch denken, nämlich, weil es so realistisch geschrieben ist: Es kaschiert nicht die Gedanken hinter der Handlung, sondern beschreibt, wie sich die Handlung auf die Gedanken auswirkt. Dies macht einen Menschen aus, charakterisiert ihn, lässt ihn sympathisch erscheinen, nicht was er tut, oder welche Heldentaten er vollbringt. Außerdem zeigt es, wie einfache Vorstellungen, wie mit Kindern auf einer Wiese zu spielen und auf sie aufzupassen, schöner sein können, als zu einer gehobenen Gesellschaft zu gehören und die besten Schulen zu besuchen. Das Buch deckt die Schattenseiten unserer Scheinwelt auf, wo jeder nur darauf bedacht ist möglichst sich in bestes Licht zu stellen/lügen, seine äußere „Coolness“ zu bewahren und keine Emotionen zu zeigen. Ich finde, dass jeder, dem dieses Buch nicht gefällt, schon zu gefangen in der heutigen Gesellschaft ist, sich so an diese Scheinwelt gewöhnt hat und nicht mehr bereit ist auf das Wesentliche im Leben zu achten und vermutlich auch keine Visionen von einer besseren, ehrlicheren Welt hat. Mir persönlich hat das Buch sehr geholfen viele Dinge einfach klarer zu sehen und ich es nur jedem empfehlen, es zu lesen. Man sollte sich auch nicht von der etwas saloppen Sprache irritieren lassen, die gehört einfach zu Holdens Weltanschauung dazu.
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Der Fänger im Roggen
Der Fänger im Roggen von Jerome D. Salinger (Taschenbuch - 2001)
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