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Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk, Band 1
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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Januar 2008
Jaja, der Schwejk... So oft passiert das ja nicht, dass eine literarische Figur zum Inbegriff eines bestimmten Menschentyps wird, zu Typen wie z.B. Don Quichotte, Odysseus, Faust, Hamlet, die auch außerhalb der Literatur zum Begriff wurden. Und an den Beispielen sieht man's schon, in welch illustre Gesellschaft der brave Josef Schwejk mit vollem Recht eindringt. Dabei ist er eine alles andere als vorbildliche Gestalt, ein Schlemil reinsten Wassers: Gelegenheits-Zuhälter und hauptberuflicher Hundefänger, versiert in der Kunst, Straßenkötern einträgliche, verkaufstaugliche Stammbäume hinzufrisieren.
Schwejk ist aber noch mehr als das, und das erst macht ihn einzigartig: Seine nicht gerade altruistische Klugheit verbirgt sich hinter der Maske des amtlich beglaubigten Trottels, der sich gleich im ersten Kapitel in all seiner nur scheinbar dummen Beredsamkeit präsentiert und der den k.u.k.-Spitzel Bretschneider schwindlig redet, der sich anlässlich der Ermordung des Thronfolgers in den Prager Kaschemmen der Kleinbürger umschaut: Was Schwejk denn vom Franz Ferdinand halte? -- Nun, dessen Tod in Sarajewo erinnere ihn an mehrere Ereignisse um Viehhändler und Waldhüter, nicht schad sei's um die gewesen... und freilich lasse der Ferdinand sich nicht "durch jeden beliebigen Trottel ersetzen"...
Und jetzt schwadroniert Schwejk dem regierungsamtlichen Spitzel beide Ohren ab und andersrum wieder dran. Zwar hilft ihm diese rhetorische Meisterleistung zunächst nichts; er wird des Hochverrats angeklagt und landet nach einigen satirischen Breitseiten auf jedwede Staatsgewalt schließlich im Irrenhaus, das sich wegen Schwejks allzu großer Dummheit für unzuständig erklärt. Aber jetzt geht's erst richtig los: Der "amtlich für einen notorischen Idioten" erklärte lässt sich, "Hurra!" rufend, im Rollstuhl zur Musterung fahren -- ein amtlicher Idiot kann sich das schließlich erlauben...
Und so geht's weiter; Schwejk führt die Dummdreistigkeit nicht nur des k.u.k.-Militärapparats vor, zunächst als Messdiener des selten nüchternen Feldkuraten Katz, dann unter der Kuratel des Oberleutnanten Lukasch, der ihn bezeichnenderweise beim Karteln gewonnen hat... Keiner scheint autoritätsgläubiger als der brave Soldat Schwejk, und eben diese scheinbare Autoritätsgläubigkeit offenbart die Beschränktheit, Dummheit und Menschenverachtung des Militärs und des Kriegs überhaupt vor aller Augen, denn Schwejk verbietet sich als braver Soldat jedes Denken und befolgt jeden Befehl wörtlich, unter unermüdlicher lautstarker Proklamierung patriotischen Unfugs.
Meisterhaft illustriert hat all das der große Josef Lada, dessen Umschlag-Gestaltung bis heute die Vorstellung vom Schwejk prägt.

Antikriegs-Literatur zum Scheckiglachen... Erst Jahrzehnte später schafften Chaplin und Lubitsch im Film vergleichbares, und schon wieder findet man also den Autor Jaroslav Hašek in allerbester Gesellschaft.

Dass "der Schwejk" auch hierzulande (und auch andernorts) ein Begriff ist, liegt an Grete Reiners kongenialer deutscher Übersetzung aus den 1920er Jahren -- möglicherweise ermöglichte sogar erst die Übersetzung in eine weiter verbreitete Sprache den weltweiten Ruhm von Hašeks Meisterwerk. Aber egal -- Übersetzungen bzw. Übersetzer dieses Kalibers fände man gern öfter...

Übrigens: Hierzulande kennt und lobt man ja fast ausschließlich die Verfilmung mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle, auch wenn m.E. Heinz Rühmann den Schwejk allzu liebenswürdig und ein wenig zu harmlos, nicht gemein genug darstellt... Wer eine so richtig gemeine, werktreue (und natürlich auch saukomische) Literaturverfilmung kennenlernen will, dem empfehle ich die ungleich gelungeneren tschechischen Verfilmungen "Der brave Soldat Schwejk in Prag" und "Melde gehorsamst - Der brave Soldat Schwejk" mit Rudolf Hrusínský sen. in der Titelrolle. Und wie man an den deutschen Verleih- bzw. DVD-Titeln erkennt, wurden die Originale synchronisiert. Tschechisch-Kenntnisse sind also nicht vonnöten, sondern nur eine ordentliche Portion Humor.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Januar 2008
Helmut Qualtinger, dem großen Genie der Sprache, zuzuhören wie er aus dem satirischen Roman von Jaroslav Hasek vorliest, ist ein herrlicher Genuss. Das Buch ist ja um ein Vielfaches tiefgründiger und hintersinniger als die "netten" Verfilmungen mit Heinz Rühmann und Peter Alexander einem nahelegen. Es ist ein Bilderbogen des alten Österreich unmittelbar vor Ausbruch des ersten Weltkrieges - und das aus der brillanten Sicht des "amtlich beglaubigten Idioten" Schwejk Josef, der meistens ohne viele Umwege der Wahrheit ins Herz sieht und Dinge sagt, die andere sich nicht mal zu denken trauen. Auch mehr als 70 Jahre nach seinem Erscheinen ist dieses Werk ein Hochgenuss der mitteleuropäischen Literatur - und gelesen vom "Quasi" einfach großartig!
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. April 2005
Jaroslav Haseks roman als geniale qualtinger interpretation gelesen zu bekommen ist ... ja ein genuss. nicht nur das qualtinger die verschiedenen dialekte (böhmisch, alt-wienerisch usw.) meisterhaft zu imitieren versteht - darin ist er ja bekanntlich ein meister - nein, hier ist er zudem noch bestens gelaunt und man merkt wie sehr es qualtinger selbst spaß macht den genial statirisch komischen text des schwejks zu lesen.
5 sterne und mehr.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Mai 2009
"Eine große Zeit erfordert große Menschen", so der Autor Jaroslav Hasek im Vorwort zur Geschichte rund um den gutmütigen, leicht vertrottelt erscheinenden Soldaten des österreichischen Heers im ersten großen Krieg des letzten Jahrhunderts. Dieser erste Band der Erzählung umfasst den Handlungsbogen von der Ermordung des österreichischen Thronfolgers, von welcher der Protagonist zu Beginn erfährt, bis zum Eintreffen unseres braven Soldaten an der Front. Die Geschichte umfasst ein Kompendium an teils kurios anmutenden aber ständig glaubhaften Geschichten rund um den Zustand des österreichischen Militärs und dessen Protagonisten im ersten Weltkrieg. Gleichsam wird die Kriegsführung als Ausfluß des unkoordinierten Machtstrebens weniger Handelnder mittels sokratischer Methoden, derer sich unser scheinbar einfältiger Schwejk bedient und die er mit kongenialen Erzählungen würzt, kritisiert und in ihrer lächerlichen und schamhaften Weise offenbart. So ist es genau jene angebliche Einfalt unseres Soldaten, welche ihn weitgehend unbeschädigt tief in die hässliche Maschinerie des Kriegswesens blicken lässt. Sich dabei genau in jener Gelassenheit zu üben, die unseren braven Schwejk charakterisiert, ist Zeichen der Überzeugung, der einst Helmut Qualtinger war, als er meinte, dass Toleranz letztlich die Erkenntnis sei, dass man ohnehin nichts ändern könne. Da die Geschichte unvollendet blieb, bleibt uns zu hoffen, dass sich Schwejk mit seinem Kameraden Woditschka "nachm Krieg, um sechs Uhr abend" im Gasthaus "Kelch" treffen konnte. Der Schwejk ist ein Stück Weltliteratur und sei allen empfohlen, die tatsächlich denken ein problematisches Leben zu führen.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. August 1999
„Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" gehören zu den größten Satiren der Weltliteratur und das nicht ohne Grund, denn Jaroslav Hasek hat mit diesem Werk eine Satire auf die gesamte Militärmaschinerie (damals der k.k. Monarchie), die seines gleichen sucht. Josef Schwejk ist von Beruf Hundehändler und gehört der untersten Volksschicht an. Des weiteren ist er laut amtlicher Bescheinigung schwachsinnig. Er wird zum Militär eingezogen und kämpft dort „den Kampf des kleinen Mannes". Mit entwaffnender Naivität und unbesiegbarer Blödheit bekundet Schwejk jederzeit überschwenglich seine Loyalität mit dem System und nimmt jeden Befehl buchstäblich. Genau so führt er ihn dann auch aus. Dadurch enthüllt er die gesamte Lächerlichkeit des Militärapparates einschließlich der patriotischen Parolen und wirft die Fragwürdigkeit der unbestrittenen Autorität auf. Schwejk ist heute aufgrund des gelockerten Umgangs in den europäischen Armeen vielleicht nicht mehr ganz so akut, aktuell ist er aber immer noch. Mindestens aber ist diese Satire wunderbar zu lesen und wahrhaft amüsant. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juni 2012
Eine Rezension für ein Werk der Weltliteratur zu verfassen, ist gewagt, wenn auch reizvoll.
Hinter der vordergründigen Blödelei des braven Soldaten Schwejk steht die tiefgründige Kritik des k.u.k. Militarismus, Feudalismus und Klerikalismus.
Österreich-Ungarn hat sich überlebt, weil die herrschenden Eliten nicht bereit waren, demokratische Reformen durchzuführen und allen Völkern der Monarchie die gleichen nationalen Rechte einzuräumen.
Typisch war es beispielsweise, daß Kaiser Franz Josef es ablehnte, zum Böhmischen König gekrönt zu werden, was eine Jahrhunderte alte Tradition war. Damit und durch andere kursichtige Bosheiten hat er die Tschechen vor den Kopf gestoßen. Kronprinz Rudolf wäre möglicherweise eine Alternative gewesen, der neuen Zeit aufgeklärt entgegenzutreten und sie positiv mitzugestalten. Sein gewaltsamer Tod ist bis heute nicht glaubhaft aufgeklärt worden. Eine Perversion war es beispielsweise, daß der Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand mit seiner Gattin, der Gräfin (später Fürstin)Chotsky öffentlich nicht auftreten durfte.
Die einzige, wenn auch letale Möglichkeit, hat sich erst und zuletzt in Sarajevo geboten - im annektierten Bosnien-Herzegowina.Der Rest ist bekannt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Januar 2013
Hat man das Buch erst mal in Händen, fällt sofort auf, dass es eigenartig verarbeitet ist. Weder Taschenbuch noch "regulär" gebunden. Aber man hat 800 Seiten Zeit sich daran zu gewöhnen und am Ende hat mir diese Art der Verarbeitung sogar besser gefallen. Sie passt sogar besser zum "Schwejk".

Aber nun zum Inhalt. Ich habe etwa 150 Seiten gebraucht, bis ich mich an die Sprache des Schwejk gewöhnt hatte, aber ab dann war es Lesegenuss pur. Die Handlung ist auf diesen ersten Seiten noch etwas sprunghaft (das Anekdotenhafte erinnerte mich eher an de Sades "Justine oder die Leiden der Tugend"), aber das bessert sich mit dem Lauf der Geschichte. Ich kann mich wirklich nicht erinnern, wann ich jemals bei einem Buch so viel und so laut gelacht habe. Hasek gelingt es, die Figuren - nicht nur den Schwejk, sondern auch Wanek, Baloun, Lukaschek, Dub, Biegler, Marek usw. - hervorragend zu beschreiben. Die Situationen in denen sich Schwejk oder der jeweilige Co-Protagonist befindet, sind unbeschreiblich komisch. Und das Beste, man kann sich in die Personen wirklich hineinfühlen.

Am besten das Buch sofort bestellen. Ich würde es am liebsten noch einmal lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. September 2013
Wer kennt sie nicht, die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk ???
Wer hat das Buch gelesen? Das sind sicher weniger …

Es ist aber auch ein dicker Wälzer …
Ich hab mich rangetraut …
… und ich bin belohnt worden – mit einem überaus spannenden Lesevergnügen, einem vielseitigen Lesevergnügen und mit lustigen und nachdenklichen Passagen.

Das Buch ist in 4 Teile gegliedert, die jeweils nochmals untergliedert sind.

Ich möchte euch berichten …

Wir befinden uns im 1. Weltkrieg und erfahren, dass der Amtsarzt den Schwejk als blöd bezeichnet und er deshalb dem Lukasch (Oberleutnant) zugeteilt wird – und zwar als Bursche. Was man erst einmal nicht ahnt, ist, dass Schwejk seine Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit erfüllt – besser erfüllt als erwartet, Ein Pflichtbewusstsein an den Tag legt, welches man ihm nicht zugetraut hätte. ..

Der kleine und brave Soldat Schwejk und der große 1. Weltkrieg – diese beiden Tatsachen vereint ergeben ein spannungsgeladenes Buch – dieses Buch ist ein Klassiker finde ich und es lohnt sich echt, ihn zu lesen.

Auf Grund der Art und Weise des Geschriebenen und der detaillierten Charakterisierungen kann man sich den Soldaten Schwejk bildhaft vorstellen, erst einmal überhaupt bezogen auf die äußere Erscheinung und dann auch bezüglich seiner Gefühlswelt und seines Charakters.

Leseprobe:
========

Der Korporal blickte siegesbewusst auf den Einjährigfreiwilligen und fuhr fort: „Er hat grad wegen seiner Intelligenz die Einjährigfreiwilligenstreifen verloren, weil er in die Zeitung über Soldatenmisshandlungen geschrieben hat. Aber wie soll man ihn nicht misshandeln, wenn so ein gebildeter Mensch nicht den Gewehrverschluß auseinandernehmen kann, nicht mal, wenn ich s ihm schon zum zehntenmal zeig, und wenn man sagt“ „Links schaut“, so dreht er seinen Schädel wie absichtlich nach rechts und schaut dabei drein wie ein Rage, und bei den Gewehrgriffen weiß er nicht, was er erst packen soll, ob den Riemen oder die Patronentasche, und glotzt Sie an wie ein kalb ein neues Tor, wenn Si ihm zeigen, wie die Hand am Riemen herunterfahren soll.

Art und Weise des Geschriebenen finde ich literarisch interessant. Außerdem gefiel mir während des Lesens im Gegensatz zum Film, dass man die Figur des Schwejk sehr gut begreifen kann. Sie wird detailliert dargestellt und in ihrer ganz eigenen Art und Weise als Typ Mensch dargestellt, der das Buch zu dem Klassiker machte und den man mit vielen anderen Typen Menschen vergleichen und in Zusammenhang bringen kann. Der eigentliche Blödmann oder Trottel, der doch tief in seinem Inneren ein kluger Mann ist, dieser Unterschied, das gerade macht für mich den tiefsinnigen Hintergrund des Klassikers aus, der mich faszinierte, der – so finde ich – der psychologische Aspekt ist, den das Buch verkörpert.

Außerdem ist das Buch kurzweilig, lustig und amüsant. Was will man mehr. Ich habe mich für diese Ausgabe entschieden, weil ich sie ansprechend finde in der Gestaltung und außerdem vom Format handlich, obgleich doch recht dick ob der fast 800 Seiten, vor denen man sich aber keinesfalls fürchten muss. Ein bisschen Respekt wäre angebracht, aber Angst, nein, die kann ich euch nehmen. Das Buch liest sich absolut kurzweilig und flüssig. Wenn man sich hineindenkt und mit den Gestalten und Handlung mitfiebert, dann ist das Buch überhaupt kein Problem im Gegenteil, es ist ein Vergnügen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Mai 2000
Kann es ein satirisches Kriegstagebuch geben? Zwingt nicht die Achtung vor dem Tod und dem Leid zahlloser Soldaten und ziviler Opfer zu einer anderen Art Auseinandersetzung, wie etwas bei E.M. Remarque, oder Arnold Zweig? Der tschechische Schriftsteller Jaroslav Hasek (sprich: Haschek - 1883-1923) hat mit seinem "braven Soldaten Schwejk" bewiesen, daß diese Art Satire geradezu notwendig sein kann, wenn es darum geht, den kleinen Mann in seiner Abwehr gegen die Auswüchse des Militarismus und falscher Obrigkeit darzustellen. Der Autor schildert die merkwürdigen Erlebnisse eines Prager Hundefängers, dem die k.u.k.-Behörden schon in Friedenszeiten amtlich Blödheit bestätigt haben - was sie aber nicht daran hindert, ihn bei Beginn des 1. Weltkriegs als Soldat einzuziehen. Daß er das militärische Debakel unbeschadet überlebt, hat er nicht zuletzt seiner listigen Einfalt zu verdanken, mit der er die sturen Vorgesetzten und den ganzen tyrannischen Militärapparat zum Scheitern bringt, indem er selbst die sinnlosestesn Befehle mit größtem Eifer wörtlich nimmt. So nutzt er seine scheinbare Trotteligkeit als Tarnung. Natürlich bietet der Roman kein realistisches Zeitbild. Die Wirklichkeit wird aber nicht verzeichnet, sondern nur nach einer Seite hin überbetont. Vor allem Nationalitätenprobleme, besonders der österreichischen Armee, werden in der Satire deutlich. In dem teilweise tief- und hintergründigen Witz weiß Hasek eine Nachdenklichkeit zu fördern, die hinter die Fassaden blicken kann. Übrigens: die erstklassige Verfilmung mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle gehört zu den Klassikern des deutschen Films und zählt zu Rühmanns besten Werken. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Juli 2012
schwejk's abenteuer bleiben immer direkt mit einem menschen zusammenhängend, jedoch immmer vor der handlung - dem krieg,der erhängung,etc.
natürlich ist es die einzige möglichkeit eine figur wie den braven soldaten leben und agieren zu lassen.
ein mit sicherheit nicht zu unterschätzendes, zeitloses buch mit der perfekten ausgeglichenheit aus witz und ernst.
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