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am 3. Oktober 2009
Edison Frimm heißt so, weil seine Mutter an den Erfinder der Glühlampe dachte, als sie ihren Sohn während eines Erdbebens am Küchenboden liegend zur Welt brachte. Und so ungewöhnlich seine Geburt war, so ungewöhnlich sind die Zusammenhänge, die der Autor in seinem Buch spinnt. Da gibt es einen japanischen Gärtner der zur Geburtsstunde von Edison seine Familie verloren hat, da gibt es einen Jungen in Deutschland der zur selben Zeit in das beginnende Dritte Reich geboren wird, das wiederum der junge Edison in einem Bomber sitzend in 16 Jahren angreifen wird.
Als Leser ist es nicht leicht die vielen Erzählstränge zu verfolgen und auch den einen oder anderen Zusammenhang zu erkennen. Man schwebt wie ein Vogel über der Geschichte, die 1923 beginnt und im Heute endet.
Wie ein Film läuft das Leben des Edison Frimm ab, man ist Beobachter, geht mit ihm mit, ist seltsam unberührt und doch betroffen. Aber gerade das macht vermutlich die Qualität des Buches aus! Von der ersten Zeile weg ist man gefangen ist einem Leben, das viele Personen umfasst - in einer Epoche - in einer Geschichte, die im Grunde "alltäglich" ist und gerade deshalb so reizvoll.
Ich würde dieses Buch als gehobene Literatur einstufen, der Erzählstil ist fesselnd, die Wortwahl geschliffen, die Sätze genauso wie sie sein müssen: Kurz, wenn es nicht mehr zu sagen gibt und länger, wenn eine Menge Gedanken hineinspielen.
Das Buch werden jene Menschen mögen, die sich gerne auf Ungewöhnliches einlassen. Man darf sich weder "Action" noch "Spannung" im klassischen Sinn erwarten. Dafür bekommt man eine Geschichte geliefert wie sie eine von vielen ist - und wie sie nur das Leben schreiben kann.
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am 4. September 2009
"Einer von Vielen" ist ein dickes Buch. Aber vor allem ist es ein großes Buch.

Braucht es anfangs etwas Konzentration, um die vielen Erzählstränge verfolgen zu können, wird man nach einigen Seiten belohnt, wie schon lange nicht mehr in der deutschsprachigen Literatur der letzten Jahre. Lebensprall und fantasievoll, humorvoll und rasant ist Zähringers Roman. Im Laufe der Kapitel erhöht sich das Tempo, werden die einzelnen Geschichten und Figuren auf aberwitzige, unterhaltende Weise miteinander verbunden und ineinander verschlungen. Der Roman umfasst ein ganzes Jahrhundert und schreibt sich - über Zeiten und Orte hinweg Geschichte schreibend, selbst in die Geschichte ein.

Zähringer hat ein trauriges Buch geschrieben, ohne dabei in den üblichen Betroffenheitskitsch abzusacken. Hier gibt es immer was zu lachen. Gleichzeitig ist das Buch komplex konstruiert, gebaut wie ein Labyrinth ohne Zentrum, mitten hinein in die Kathedrale des 20ten Jahrhunderts, der die Kriege das Dach, den Glauben und die Hoffnung weggebombt haben. Von den grotesken Tragödien der letzten hundert Jahre derart angemessen und unterhaltend, derart emotional und anspruchsvoll zu erzählen, ist eine Meisterleistung - und ein Genuss für den Leser.

Zähringers Roman ist einer von vielen Romanen, die dieses Jahr erscheinen.
Aber er ist einer der Besten.
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am 24. Februar 2010
Der 1. September 1923 ist der Ausgangspunkt von Norbert Zähringers Roman "Einer von vielen". In Kalifornien und Japan bebt die Erde, im Berlin der unruhigen Weimarer Jahre auch, allerdings ohne Zutun der Natur. Edison Frimm erblickt in der kalifornischen Mojave-Wüste, genaugenommen unter einem Tisch der Möbelfrabrik Raabe aus Berlin, das Licht der Welt. Zur gleichen Zeit wird in Berlin Siegfried Heinze geboren, uneheliches Kind des Juniorchefs besagter Möbelfabrik. Währenddessen steht der Polizist Koga in den Trümmern seiner Heimatstadt Tokio, als einziger Überlebender seiner Familie und ohne jegliches Erinnerungsstück an sein bisheriges Leben.

Die Lebenswege von Frimm, Heinze und Koga werden sich in den dramatischen Jahren zwischen 1923 und 1945 kreuzen, besonders zugespitzt diejenigen von Heinze und Frimm in den Trümmern der untergehenden Reichshauptstadt Berlin. Der erzählerische Rückblick aus dem Jahr 2003, in dem Heinze und Frimm wieder zurück in ihrer jeweiligen Heimat auf die Wendungen Ihrer Jugend zurückschauen, erschafft eine zusätzliche Lesedimension.

Norbert Zähringer hat ein ganzes Panoptikum an Personen erschaffen, deren Lebenswege mal kürzer mal länger das Leben der drei Hauptprotagonisten begleiten, beeinflussen oder auch nur ganz kurz kreuzen. Die Personenvielfalt ist so groß, dass der Verlag sicherheitshalber ein Diagramm in den Einband des Romans drucken ließ. Die erzählerische Klasse Zähringers wird aber genau darin deutlich, dass diese optische Erinnerungshilfe gar nicht notwendig gewesen wäre, da Zähringers zahlreiche Romanfiguren so lebendig sind, dass der Leser sich unweigerlich an sie erinnern wird.

Der Erzählstil Zähringers erinnerte mich beim Lesen stark an Joseph Heller ("Catch 22", "Closing Time"). Mit einer Mischung aus Lakonik und spöttischem Augenzwinken gelingt es Zähringer selbst historische Ereignisse von apokalyptischen Dimensionen in erzählerische Leichtigkeit umzusetzen.

Warum ich trotzdem nur 4 von 5 Sternen vergebe liegt daran, dass in der schieren Masse der Erzählstränge der Roman Gefahr läuft auszufransen. Gerade auf den letzten 200 Seiten des Buches habe ich zunehmend Schwierigkeiten gehabt, mich daran zu erinnern, einen Roman zu lesen und nicht einen Erzählband mit vielen lose verbundenen Einzelerzählungen. Vielleicht wäre etwas Weniger Mehr gewesen. Insbesondere der Abschluß der Rahmenhandlung im Jahr 2003 wirkte auf mich blutleer und viel zu plötzlich.

Alles in allem dennoch ein sehr empfehlenswerter Roman.
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"Was macht die Zeit mit uns, und was machen wir mit der Zeit, die uns durchdringt?", fragt sich Edison Frimm in Norbert Zähringers für den Deutschen Buchpreis 2009 nominierten Roman "Einer von Vielen". Und genau dies ist das Kernthema des Buches, das einen wahrhaft weiten zeitlichen und auch örtlichen Rahmen umspannt.

Verschiedene Protagonisten "bevölkern" Zähringers auktorial erzählten Roman. Zwei davon entwickeln den Haupterzählstrang. Das ist zum einen eben jener Edison Frimm und zum anderen Siegfried Heinze. Beide Männer werden am selben Tag, dem 1. September 1923, geboren. Ersterer in einer Aussteiger-Siedlung in der Mojave-Wüste, der andere in Berlin. Und genau dort, in den letzen Kriegstagen, kommt es beinahe zu einem Zusammentreffen. Doch ihrer beider Schicksale haben die Form von zwei Parallelen, die sich nie berühren werden, auch wenn sie im Roman beinahe kontrapunktisch aufeinander bezogen sind.
Zähringer erzählt von Menschen, die vom aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland fliehen und in Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, ihre Träume wahr werden lassen wollen, letztendlich aber doch nur ihr Sein an einem anderen Ort weiterleben, dann wieder von anderen, die nach Fehlschlägen und einer beinahe zum Stillstand gekommenen Existenz, letztendlich so etwas wie das kleine, große Glück finden.

Der Autor nimmt den Leser auf eine große Reise mit, die im Jahr 1923 ihren Ursprung hat und gleichsam das ganze zwanzigste Jahrhundert überspannt. Sie führt nach Japan, die USA, Deutschland und Großbritannien. Das kann leicht verwirren oder den Überblick verlieren lassen. Doch Norbert Zähringer schafft es mit geradezu faszinierender Manier, die verschiedenen Handlungsfäden geschickt abzurollen, sie dabei jedoch immer straff gespannt zu halten. Auf nahezu magische Art und Weise hängt alles mit allem zusammen. Subtil deckt er verborgene Verbindungen auf und schafft immer wieder überraschende Erkennungsmomente. Raffiniert steigt er aus einer Situation aus oder in sie ein "wie in einen Spiegel, um auf der anderen Seite, in einer anderen Welt herauszukommen".

Eine geradezu unermessliche Landschaft der Erinnerung breitet der 1967 in Stuttgart geborene, in Wiesbaden aufgewachsene und heute in Berlin lebende Autor, vor dem Leser aus. Man könnte seinen Roman fast mathematisch nennen, denn "Einer von Vielen" bietet immer wieder unerwartete Lösungen, das eine greift in das andere und selbst der Zufall bekommt mitunter eine Ordnung. "Man darf nicht versuchen, inmitten eines Albtraums aufzuwachen. Damit er nie mehr wiederkehrt (...) muss man ihn ganz zu Ende träumen." Norbert Zähringer tut dies auf beeindruckende Art und Weise und vermittelt auf all seinen knapp 500 Seiten "mathematische" Schönheit und Perfektion.

Fazit:
Norbert Zähringers Roman "Einer von Vielen" ist eine kluge und unterhaltsame Geschichte, eine Komposition von unzähligen ineinander verwickelten, zum Teil wundersamen Episoden. Sie handelt vom Leben und dem Tod sowie dem Erinnern und dem Vergessen, "weil nichts uns das Vergangene zurückbringen kann und es endgültig verschwunden sein wird, von dem Moment an, da sich niemand mehr daran erinnert."
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am 11. Juli 2012
Die FAZ bezeichnet Zähringer als ''unseren amerikanischsten Erzähler''. Nun ist in dieser Zeitung viel Blödsinn zu lesen, aber mit der lobenden Wertung liegt sie doch einmal goldrichtig: Wohl kein anderer Autor in der deutschsprachigen Literatur (Clemens Setz vielleicht ausgenommen, aber der muss das in längerer Prosa noch beweisen) hat eine so überbordendes erzählerisches Talent und so bunte Erzählgeflechte aufzuweisen. Und immer, wenn man denkt, dass jetzt wirklich der Gaul mit ihm durchgegangen ist, kommt Zähringer mit einem kongenialen Haken wieder zu seiner eigentlichen Geschichte zurück.
''Einer von vielen'' erzählt von menschlichen Schicksalen, die sich auf wundersame Weise berühren. Zwei Männer, die am selben Tag zur Welt kommen, der eine als Kind einer Aussteigermutter in den USA, der andere im politisch aufgewühlten Berlin der frühen 20er Jahre. Sie begegnen sich bei einer durch die SS durchgeführten Massenexekution, und spätestens von da an gibt es eine Art magnetische Verbindung der zwei Leben. Die zahlreichen Seitenfiguren, deren Geschichten eine Art Roman im Roman darstellen, folgen diesem Beispiel. Jeder scheint einen Gegenpart zu haben, sie begegnen sich, aber sie berühren sich nie.
Zwischen ''Einer von vielen'' und ''Als ich schlief'', seinem Vorgängerroman, gibt es jede Menge Berührungspunkte. Beide Geschichten umspannen das ganze 20. Jahrhundert und mehrere Kontinente, einzelne Personen des neuen Buchs scheinen sich aus ''Als ich schlief'' herübergerettet zu haben, sie sind vielleicht auch nur wesensverwandt, das lässt der Autor offen. Sicher ist für mich, dass dieser Autor von Buch zu Buch wächst. Dieser Roman ist ein wunderbares Geschenk an die lesende Welt. Und ich freue mich jetzt schon auf sein neuestes Buch ''Bis zum Ende der Welt'', das von Rowohlt für Juli 2012 angekündigt ist.
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TOP 500 REZENSENTam 9. September 2013
Um es vorweg zu nehmen, so ganz schlau bin ich aus dem Roman und seiner komplexen Erzählstruktur nicht geworden. Zähringer löst die angefangenen Geschichten auf - weitestgehend jedenfalls -, verknüpft diese auch, wenngleich in der Hauptsache nur sehr lose. Zwei 1923 geborene Männer stehen im Mittelpunkt, allen voran der Amerikaner Edison Frimm, auf die Welt gekommen während des großen Erdbebens an der Westküste Amerikas. Der andere ist Siegfried, geboren in Berlin, dessen Vater noch am Abend von Siggis Geburt ums Leben kommt. So wachsen beiden ohne Vater auf.

Zähringer entwickelt ein Gewirr an Geschichten, die er mit unzähligen Menschen füllt. Schauspieler, Filmsternchen, Kommissare, Produzenten, japanische Zen-Meister, Multimillionäre, Soldaten und viele andere mehr. Ein Blick auf die handschriftliche Skizze zu Beginn des Buches verschafft darüber eine Übersicht, aber keinen Überblick. Immer wieder wechseln Zeitebenen, Orte, Erzählstränge und man muss als Leser konzentriert bei der Sache bleiben, um nicht verloren zu gehen. Das scheint die ury des Deutschen Buchpreises überzeugt zu haben, so dass es der Roman auf die Longlist im Jahr 2009 geschafft hat.

Viele schön zu lesende Sequenzen führen bei mir zu vier Sternen, für fünf ist mir das Ganze am Ende doch ein wenig zu wirr.
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am 24. August 2009
Zwei Männer werden am selben Tag geboren, einer in Amerika, der andere in Deutschland. Die Handlung springt fortan hin und her über den Atlantik. Folgt mal Frimm, nach dessen Geburt in der Mojawe-Wüste nach Hollywood, mal Siggi, dessen Vater als glühender Anhänger der Nazis von einem geheimnisvollen Serienmörder ermordet wird. Ein Berliner Polizist bleibt dem Killer jahrzehntelang auf der Spur.
Ein Piratenfilm, der in einem Swimming-Pool in Hollywood gedreht wurde, taucht immer wieder auf. Frimm reinigt diesen Pool, Siggi sieht den Film im Kino. Während des Zweiten Weltkrieges wird Frimm mit dem Hauptdarsteller des Films, einem abgewrackten Stummfilmhelden, nach Deutschland reisen, um Spielszenen für die Wochenschauen zu drehen. Sie werden abgeschossen und müssen sich in den letzten Kriegstagen durch Berlin schlagen. Bei ihnen der Armenier Bebo, der an Bord eines Flüchtlingsschiff aus Deutschland entkam, in Los Angeles zufällig auf Frimm traf und mit ihm nach Berlin zurückkehrte. Spätestens bei der Ankunft in Berlin schlägt der Ton des Buches um und wird schärfer, wenn Zähringer in drastischen Szenen die Absurdität des Krieges beschreibt.
Zähringer spinnt ein feines Netz aus Haupt- und Nebenfiguren, die auf vielfältigste Art miteinander verbunden sind und durch eine schier unglaubliche Abfolge von Zufällen. Über Wahrscheinlichkeit sollte man besser nicht spekulieren und stattdessen die ironischen Wendungen genießen. Der Roman hat keine stringente Handlung und der Verlauf wirkt völlig willkürlich. Er ist unvorhersehbar und könnte sich jeder Zeit in jede Richtung entwickeln. Gerade dieser Umstand macht das Buch so unglaublich fesselnd und am Ende angelangt, hätte man diesen Geschichten und diesem Autor gerne noch länger zugehört.
Einer von vielen ist ein postmoderner Roman auf hohem sprachlichem Niveau und mit einer hochkonzentrierten Handlung, die einen ebensolchen Leser erfordert. Humorvoll, verspielt, abenteuerlich und fernab der gängigen Konventionen und Lesegewohnheiten. Zähringers erste Romane So und Als ich schlief haben mir schon sehr gut gefallen, aber sein drittes Buch ist sein bisheriges Meisterwerk. Eine perfekte Mischung aus Thomas Pynchon und dem frühen T.C. Boyle. Für mich schon jetzt einer der besten Romane des Jahres.
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am 2. Juni 2013
gewöhnungsbedürftig, man muß sich erst einlesen, die zeitsprünge verwirren manchmal, die abläufe sind sehr geschickt montiert und manchmal auf verblüffende weise verbunden
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