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96 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und fundiert
Epigenetik ist ein Zweig der Wissenschaft, der erst in den vergangenen Jahren aufgekommen ist. Es ist deshalb an sich schon ein großer Verdienst, das auf den ersten Blick sperrige Thema in einem Buch ausführlich darzustellen. Ich war, als ich das Buch in die Hand nahm, skeptisch, ob der Wind, der gelegentlich um die Epigenetik gemacht wird, berechtigt ist,...
Veröffentlicht am 29. Juli 2009 von Christian Weymayr

versus
35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolles Thema, gutes Buch, aber nicht perfekt
JA, ein wirklich anregendes Buch zu einem ganz und gar spannenden Thema, was uns in den nächsten Jahren eher mehr als weniger beschäftigen wird. Wichtig an der Epigenetik ist doch die Erkenntnis, dass man auch gewisse Informationen von Generation zu Generation weitervererbt, obwohl sie nicht direkt in den Genen gespeichert sind, sondern viel eher deren...
Veröffentlicht am 13. August 2010 von HHvG


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96 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und fundiert, 29. Juli 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der zweite Code: Epigenetik - oder Wie wir unser Erbgut steuern können (Gebundene Ausgabe)
Epigenetik ist ein Zweig der Wissenschaft, der erst in den vergangenen Jahren aufgekommen ist. Es ist deshalb an sich schon ein großer Verdienst, das auf den ersten Blick sperrige Thema in einem Buch ausführlich darzustellen. Ich war, als ich das Buch in die Hand nahm, skeptisch, ob der Wind, der gelegentlich um die Epigenetik gemacht wird, berechtigt ist, schließlich sehe ich als Biologe natürlich, wie schlüssig die Evolutionslehre ist. Peter Spork hat mich davon überzeugt, welche wichtige Stellung die Epigenetik innerhalb der Evolution einnimmt und wie plausibel sie letztlich auch in biologischem Sinne ist. Spork ist deshalb so überzeugend, weil er die Sachverhalte sehr anschaulich darstellt und trotzdem sachlich bleibt. Man weiß bei ihm einfach, woran man ist: Er trennt immer klar zwischen Wissen und Spekulation. Das macht das Buch besonders wertvoll und hebt es aus der großen Masse der Sachbücher hervor. Ich wüsste nicht, was man daran verbessern könnte.
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35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolles Thema, gutes Buch, aber nicht perfekt, 13. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Der zweite Code: Epigenetik - oder Wie wir unser Erbgut steuern können (Gebundene Ausgabe)
JA, ein wirklich anregendes Buch zu einem ganz und gar spannenden Thema, was uns in den nächsten Jahren eher mehr als weniger beschäftigen wird. Wichtig an der Epigenetik ist doch die Erkenntnis, dass man auch gewisse Informationen von Generation zu Generation weitervererbt, obwohl sie nicht direkt in den Genen gespeichert sind, sondern viel eher deren Methylierungszustand betreffen. Was man von Vater und Mutter erbt, sind eben nicht nur die DNA, sondern auch die "Kabeltrommeln" (Histone), auf denen die DNA aufgeschnürt sind ... und die tragen auch Informationen. Eindrucksvolles Beispiel für ein epigenetischen Effekt: Fliegen, die während ihrer Entwicklung einem Hitzeschock ausgesetzt wurden, bekommen nicht weiße, sondern rote Augen, und sie bleiben auch in den Generationen danach rot. Das fügt einen ganz neuen, ganz wesentlichen Aspekt zu Darwins Evolutionstheorie hinzu, der in seiner Bedeutung kaum überschätzt werden kann. Sporks Buch ist am Anfang sehr gut und am Ende, wenn er über die Vererbung spricht. Er hat alle wichtigen Experimente im Buch, die man im Zusammenhang mit der Epigenetik so hört. Und er schreibt sehr eingängig. Ich war mir beim Lesen nicht immer ganz sicher, ob er den genauen Unterschied zwischen Genregulation und Epigenetik kennt. Bei Sprok wird im Zweifelfalle alles zu einer Frage der Epigenetik, das Wort wird ungebührlich weit ausgelegt und auch verwendet, wenn es sich nur um die Verwandlung von einer Larve in einen Schmetterling handelt. Mindestens drei Kapitel hätte man auf wenige Seiten runterkürzen können: da steht eigentlich nicht viel zur Epigenetik drinne und die Kapitel sind stattdessen vollgestopft mit Spekulationen und fast schon nervend häufigen Ermahnungen, sich richtig zu ernähren, Sport zu treiben und gut zu schlafen. Der Untertitel des Buches ("Wie wir unser Erbgut steuern können") ist ganz großer Käse. Wer sich gesund ernährt, steuert noch lange nicht sein Erbgut. Da wird manches doch ein wenig stark übertrieben. Und - ja! - das stört einen. Aber trotzdem: das Thema ist einfach gut und sehr faszinierend. Und diese Faszination, die der Autor ganz offensichtlich selbst verspürt hat, die kann er sehr gut an seine Leser weitergeben. Also: kaufen und lesen!
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40 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich ein Buch über Epigenetik!, 20. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Der zweite Code: Epigenetik - oder Wie wir unser Erbgut steuern können (Gebundene Ausgabe)
Darauf habe ich lange gewartet: Endlich ein Buch über Epigenetik. Sogar eines, das alle Aspekte dieses neuen Genetikbereichs umfasst: Von Waddington's epigenetischer Landschaft bis zum Imprinting. Von der Biopsychologie bis zur Stammzellforschung. Von der Prägung im Mutterleib bis zur Gerontologie. Von der Erklärung der DNA-Methylierung bis zum Epigenomprogramm. Alles sehr verständlich und flott geschrieben, aber dabei fachlich so korrekt, daß es sogar ein mir befreundeter Experte gelobt hat und seinen Studenten zur Lektüre empfiehlt.
Die Fehler, die bei einem so komplexen Thema zwangsläufig auftauchen, beziehen sich nur auf Randaspekte des Buchs, in denen der Autor Dinge noch anschaulicher mit Beispielen erklären möchte. Für das eigentliche Thema, nämlich die Darstellung der Epigenetik sind sie unbedeutend und ich verstehe nicht, dass sich einige Beurteiler hier so sehr darüber (künstlich?) aufregen.
Das eigentliche Thema (die Epigenetik) könnte kaum kompetenter und aktueller aufgearbeitet sein: Fast alle Topforscher werden zitiert und Ihre neuesten Studien werden vorgestellt. Positives Erstaunen deshalb auch über das Literaturverzeichnis: Fast nur Studien aus den letzten Jahren werden angeführt. Ganz viele stammen aus dem Jahr 2009. Und auch das 15 (!) Seiten lange Stichwortverzeichnis ist super. Es hilft enorm, wenn man später noch einmal etwas nachschlagen möchte.
Fazit: Dieses Buch ist beides: Spannende Populärwissenschaftslektüre, die einen Sog entfaltet (ich habe es in 2 Tagen durchgelesen). Und hinterher ein topaktuelles Nachschlagewerk für Epigenetik-Fans.
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ideale Einführung in die Epigenetik - und mehr!, 22. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Der zweite Code: Epigenetik - oder Wie wir unser Erbgut steuern können (Gebundene Ausgabe)
Ich bitte zunächst um Verständnis für mögliche inhaltliche Wiederholungen, da ich noch nicht die Zeit hatte, alle anderen Rezensionen zu lesen.

Als generell bei wissenschaftlichen Büchern "auch für Laien" erstmal skeptischer Mensch kann ich zu diesem Buch wirklich nur Positives sagen: Der Autor ist ein Fachmann, der im Gegensatz zu manch anderen Autoren im Themenbereich Epigenetik (ich habe da schon Einiges gelesen) viel Wissen und Erfahrung besitzt und in dieses Buch viel Zeit und Energie investiert hat, was sich auch in vielerlei Hinsicht bemerkbar macht. Aus den verschiedensten Quellen werden Forschungsergebnisse und Studien zitiert und dienen als Basis für durchaus provokative Thesen und Prognosen. Spork hat sich hierfür auch nicht auf sich selbst verlassen, sondern mit anderen spezialisierten Wissenschaftlern ausgetauscht. Und er gibt Prognosen ab, die wohl noch niemand gewagt hat, deren Basis man aber auch als Skeptiker als fundiert betrachten muss. Insofern sind mir einige weniger positive Rezensionen hier völlig schleierhaft und wirken auf mich geradezu böswillig. Das Buch ist definitiv eine wissenschaftlich fundierte und sehr angenehm lesbare Einführung in die Epigenetik.

Der eigentlich Clou des Buchs aber ist, dass man Alltagssituationen nach der Lektüre dieses Buches auf völlig neue Art sehen und verstehen wird. Letztlich bietet dieses Buch also viel mehr als nur einen Blick in die aktuelle Wissenschaft, es erneuert unser Blick auf das Leben und ist eine sehr nützliche Anleitung, wie wir es (auch für unsere ungeborenen Kinder ;-) besser führen können. Vielen Dank dem Autor!
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57 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geht so, 23. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Der zweite Code: Epigenetik - oder Wie wir unser Erbgut steuern können (Gebundene Ausgabe)
Das Buch von Peter Spork hat auf mich einen sehr zwiespältigen Eindruck gemacht.
Zum einen finde ich es gut, dass er aktuelle Arbeiten zum Thema Epigenetik vorstellt. Er fasst klar zusammen, aus was das epigenetische Programm einer Zelle besteht, also wann und welches Gen aktiv ist und benennt auch die Werkzeuge" dafür:
1. Methylgruppen an der DNA
2. chemische Veränderungen der Histone
3. Mikro RNA.
Wann und welche Schalter betätigt werden, hängt u.a. davon ab, wieviel der Mensch zu essen hat, ob er raucht oder ob er sich bewegt.
In vielen Forschungsdisziplinen (Krebs, Alter, Stammzellen) bringen die Ergebnisse der Epigenetik wichtige Impulse.
Auf der anderen Seite wirkt der Autor auf mich kurios (selbst einen promovierten Biologen wie mir passiert es, dass er in einem Hörsaal sitzt.. und vieles nicht versteht" oder: auch ich musste damals bei einem Interview..unbedarft nachfragen") und bei vielen Dingen, die Spork vorstellt, ist es nicht klar, ist das nun wichtig oder eher Spekulation (beispielhaft seine Aussage auf Seite 221: Lamarcks zielgerichtete Evolution vor einem Comeback? Das passt gar nicht in die Feierstimmung des Darwin Jahr 2009", Seite 222: Darwin habe zumindest ein wenig geirrt" Seite 223: Paro wiederholt dieses Experiment derzeit" - für mich klingt das eher wie aus einer Mücke einen Elefanten machen).
Auch die redundante Aufzählung der Lebenstipps oder seine - gefühlte - 10fache Erwähnung seiner Teilnahme an dem Genetik Kongress in Berlin im Jahr 2008 hätte gestrafft werden können.
Das Kapitel die epigentische Diät finde ich unseriös geschrieben; obwohl es keine aussagekräftigen Studien gibt (Spork erwähnt dies sehr wohl), suggeriert der Autor, dass Kurkuma, grüner Tee und Sojabohne eine besondere Wirkung auf unseren Körper hat" . Hier finde ich wäre eine klare Aussage wir wissen noch nicht, ob die drei Substanzen helfen" ehrlicher & besser gewesen.
Sporks Botschaft aus den vorhanden Arbeiten lautet: Tue so regelmäßig wie möglich immer wieder was für deine Gesundheit und deine Entspannung. Achte auf das, was du isst. Gönne deinem Körper die Bewegung, nach der er verlangt, und am besten noch ein wenig mehr. Behandle deine Kinder aufmerksam, ohne Aggressionen und fürsorglich und sorge dafür, dass dir dabei auch noch genügend Zeit für dich selbst bleibt." Na, diesem Motto können wir doch alle zustimmen....
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Epigenetik, einspannendes Thema, 4. Dezember 2011
Die Sachverhalte, um die es hier geht, werden in leicht verständlicher Form wiedergegeben. Man ist gespannt, wie es im jeweils neuen Kapitel weitergeht. Die Konsequenzen, die aus den erstaunlichen Forschungsergebnissen zum "zweiten Code"gezogen werden, lassen sich gut nachvollziehe. Es ist zu wünschen, dass das Buch möglichst zahlreiche Leser findet.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lohnenswerte Einführung in die Epigenetik, 31. Januar 2014
Peter Spork ist ein gutes und illustrativ geschriebenes Sachbuch gelungen.
Er nimmt uns mit auf eine Reise in das Innerste unser Zellen. Das populärwissenschaftliche Buch bietet dank seinem einfachen Stil auch für Laien eine lohnenswerte Einführung in die Lebenswissenschaften, speziell in die Genetik.

Unter Epigenetik verstehen wir die Veränderung von DNA-Bindungsstellen, so daß bestimmte Gensequenzen 'dauerhaft' abgeschaltet werden. Gene haben also Schalter, mit denen sie stillgelegt werden können. Dies geschieht im wesentlichen durch DNA-Methylierung, Veränderung der Histonkomplex-Proteine und RNA-Interferenz. Peter Spork zeigt uns einige plausible Möglichkeiten auf, warum solche Veränderungen geschehen.
Diese Veränderungen können durch psychische oder physische Einwirkung (von außen) geschehen.
Viele der mutmaßlichen Veränderungen wirken gar schon während der Embryonalentwicklung im Mutterleib und sie können an die nächste Generation weitergegeben werden, ohne daß das Erbgut selbst verändert wird.
Er betont mehrmals ausdrücklich, daß es sich dabei noch um experimentelle Thesen handelt, wenngleich diese Thesen zunehmend durch zahlreiche Forschungsergebnisse untermauert werden.
Er schlägt dabei ausdrücklich eine Bresche für die oft unsichtbare Grundlagenforschung:
„Auf eine wissenschaftliche Studie kommen Tausende, die weniger spannend für die Öffentlichkeit sind, ohne die Fortschritt aber undenkbar wäre.“ (S. 49)

Peter Spork gibt uns viele charmante und bestechende Beispiele warum Evolution auch ohne Veränderungen der Erbsubstanz -in viel schnelleren Zeiträumen- stattfinden kann. Auch der Unterschied des Menschen zum Schimpansen ist mit 1,3 % Abweichung der Erbsubstanz recht gering, die körperliche (phänotypische) Ausprägung dagegen unterscheidet sich stark.

Über große Passagen des Buches werden interessante Beispiele aus dem Alltag geschildert, wie jedeR Einzelne selbst einen aktiven Beitrag zu seinem Leben leissten kann. Die Botschaft, man möge sich doch positiv mit Sport, gesunden Nahrungsmitteln und einer psychisch gesunden Lebensführung auseinandersetzen, kommt auch bei Laien an.
Insbesondere das Gratis-Universalheilmittel 'Sport' wirkt präventiv gegen die sog. Volkskrankheiten, man kann es kaum genug betonen.

Im Schlusswort warnt er ganz unmissverständlich vor falschen Heilsversprechungen, Scharlatanerie und dubiosen Geschäftemachern.
Leider, und das ist ein echter Wermutstropfen, werden dies die zahllosen Laien, für die dieses Buch gedacht ist, m.E. nicht richtig einschätzen können. Wenngleich es zahllose Forschungsergebnisse im Labor und in der Zellkultur gibt, so heißt dies noch lange nicht, daß diese Erkenntnisse irgendeine Bedeutung für die Gesundheit von Menschen haben. Dieser bedeutende Unterschied ist falsch gewichtet bzw. verpackt.
Als Kritikpunkt ist beispielsweise zu nennen, daß Untersuchungen an 43 Patienten genannt werden – wo doch schon aus statistischen Gründen eher 43.000 benötigt werden.

Aufgefallen sind mir auch die ausschliesslich psychosomatischen Phänomene, wonach Störungen der Psyche sich auf den Körper auswirken können. Genausogut könnte es auch somato-psychische (genetische?) Krankheiten geben, die zu ernsten Gesundheits- und eben auch Wohlbefindlichkeits-Störungen führen. Viele Krankheiten werden eben, wie der Autor selbst schildert, zuallererst genetisch vererbt.
Die Proteomik, also die Ausprägung der genetischen Information und deren unglaublich viele potentielle Wechselwirkungen, sind naturgemäß noch unerforscht, obwohl 'wir alle' doch schon im Jahre 2000 fest mit der 'zweiten Mondlandung' gerechnet haben (S. 33 ff)

Dörfer, Inseln und Länder mit sehr vielen Hundertjährigen und deren jeweilige Lebens-Rezepte sind durchaus spaßig, aber kurzfristig kaum verifizierbar -und:
Unter 'Gesunder Ernährung' wird wahrscheinlich in der Öko-Szene was anderes verstanden als besispielsweise in Bayern und Baden-Württemberg; Flächenstaaten mit ländlichem (Bauernhof-, Tourismus-)Charme, mit vielen handwerklich geprägten Dorfmetzgereien, folglich vielen Übergewichtigen, hoher Lebenszufriedenheit und langer Lebenserwartung.

„Baden-Württemberg hat seit Beginn der 70er-Jahre im bundesweiten Vergleich regelmäßig die höchste Lebenserwartung Neugeborener“
[...]

Stilistisch empfinde ich die Hinweise auf 'renommierte' Forscher unangemessen. Dieses Adjektiv wird in gutgemeinter Absicht benutzt um der noch wenig fassbaren Grundlagenforschung eine seriöse Bedeutung zu verleihen und sich von der Scharlatan-Szene abzugrenzen. Leider zeigt die Geschichte, daß zahllose bahnbrechende Forscher, Tüftler und Erfinder von renommierten Autoritäten öffentlich verspottet wurden, so z.B. im Falle des Harald zur Hausen.

Insbesondere die letztgenannten Kritikpunkte sind ja streng genommen kein Widerspruch zu Peter Spork's Argumentation und sollen natürlich niemand abhalten ein amüsantes Buch über lebendige und praxisnahe Wissenschaft zu lesen. Im Gegenteil, um interessant für große Bevölkerungskreise zu sein braucht die (Natur-)Wissenschaft und die Grundlagenforschung einen Aufhänger im praktischen Alltag und mutige neuartige Thesen. Die Reproduzierbarkeit von innovativen Thesen ist immer ein Vabanque-Spiel, wir sollten jedoch auf die herausragenden Fähigkeiten der Naturwissenschaften vertrauen, die Reproduzierbarkeit schonungslos zu überprüfen.

Das Fachgebiet Epigenetik gewinnt an Interesse. Bernhard Kegel hat nahezu zeitgleich ein Buch über Epigentik geschrieben. Auch er warnt vor voreiligen Schlüssen aus spannenden Forschungsergebnissen. Beide Bücher haben ihre Zielgruppe. Zu unrecht werden sie medial gegenübergestellt, gar ausgespielt.
Peter Spork ist ein populärwissenschaftlich geschriebenes Buch mit ernstem wissenschaftlichen Hintergrund gelungen, das vor allem auch Laien erreicht, denen der Zugang zu wissenschaftlichen Themen oft versperrt bleibt.

EF, 27.01.14
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesen!!!, 14. Dezember 2011
Es sagt sich so einfach: auf jeden Fall lesen! Viel wichtiger ist aber, wer dieses Buch unbedingt mit vielen Bleistift-Anstrichen und Eselsohren zum Nachschlagen und Nochmallesen griffbereit im Regal haben sollte: Gesundheits- und Bildungspolitiker, Ärzte und Psychologen, Mütter und Väter, Erzieher und Lehrerinnen. Das Thema des Buchs ist eines der wichtigsten im Sachbuch-Bereich, und Sporks eingängige Arbeit unterstreicht das sehr überzeugend. Lesen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das auch Laien verstehen können: "Der zweite Code" von Peter Spork, 12. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gertrud Lederer
Hangweg 8
9311 Kraig
Österreich

Sehr klar und deutlich schwierige Zusammenhänge formuliert, flotter und sympathischer Stil, Kapitel aufeinander aufbauend!
Sehr gut zum Ausdruck gebracht, dass und wie unsre Gene auf Veränderungen der Lebenssituationen reagieren bzw. wie sie das Epigenom manipuliert und steuert. Die Aussicht auf mögliche Heilung bei Depressionen u.a. schweren Erkrankungen wird die weitere Erforschung des Gencodes bzw. des Epigenoms sicherlich beflügeln und lässt im Leser Hoffnung aufkommen.
Ein wirklich lesenswertes Buch!

Gertrud Lederer
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der zweite Code: Epigenetik oder: Wie wir unser Erbgut steuern können. Von Peter Spork, 21. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine sehr gut verständliche Darstellung der bisherigen Forschungsergebnisse in einem neuen Wissenschaftsbereich, der das Bild vom Menschen wesentlich verändern wird. Das sollten alle lesen, die sich öffentlich zu einer angeblich beherrschenden Rolle der Gene und dem damit verbundenen Begriff von Willensfreiheit äußern wollen!
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Der zweite Code: Epigenetik - oder Wie wir unser Erbgut steuern können
Der zweite Code: Epigenetik - oder Wie wir unser Erbgut steuern können von Peter Spork (Gebundene Ausgabe - 17. Juli 2009)
Gebraucht & neu ab: EUR 5,64
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