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67 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die erdabgwandte Seite des Gehirns
Schon der Titel dieses Buches ist doch ein Wurf, oder? „Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte". Oliver Sacks, Professor für Klinische Neurologie, legt uns damit eine Sammlung von Menschenschicksalen vor, deren Schilderung sowohl durch fachliche Genauigkeit als auch durch - bei einem Naturwissenschaftler nicht unbedingt selbstverständliche -...
Am 28. April 2000 veröffentlicht

versus
28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Normale Verrückte
Der Psychiater Oliver Sacks praktiziert in diesem Beruf und schreibt über seine Erlebnisse und Erfahrungen in der Psychiatrie seine Bücher.
So ist dieses Buch eine Ansammlung einzelner Geschichten und Beobachtungen - anhand dieser Einzelfallbeschreibungen formuliert Sacks im Anschluss jeweils allgemeine neurologische Überlegungen, diskutiert die...
Veröffentlicht am 29. März 2002 von Amazon Customer


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67 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die erdabgwandte Seite des Gehirns, 28. April 2000
Von Ein Kunde
Schon der Titel dieses Buches ist doch ein Wurf, oder? „Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte". Oliver Sacks, Professor für Klinische Neurologie, legt uns damit eine Sammlung von Menschenschicksalen vor, deren Schilderung sowohl durch fachliche Genauigkeit als auch durch - bei einem Naturwissenschaftler nicht unbedingt selbstverständliche - menschliche Wärme besticht. Allesamt sind diese Menschen durch Krankheit oder Unfall aus der „normalen" Wirklichkeit herausgefallen, verfügen plötzlich über enorme Gedächtniskräfte, Wahrnehmungsfähigkeiten und künstlerische Begabungen oder sind auch sozusagen über Nacht Opfer des Ausfalls eines Sinnes geworden: können kein Gleichgewicht mehr halten, keine lebendigen Strukturen erkennen, keine Erinnerungen bewahren.
Auch wenn die amerikanische Originalausgabe schon 1985 erschien hat das Buch nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil: Gerade auf dem Hintergrund der Ergebnisse der neueren Hirnforschung beispielsweise eines Sir John Eccles bekommen viele der hier aufgeworfenen Fragen eine neue, nahezu dramatische Dimension. Wird ein Mensch wirklich nur durch seine intellektuellen Fähigkeiten zum Menschen? Oder gibt es da noch ganz andere, von der Wissenschaft bisher eher stiefmütterlich behandelte Bereiche? - Diesen Fragen spürt Sacks in seiner „Fallsammlung" mit viel Humor, mit beeindruckendem Einfühlungsvermögen nach - und lässt uns teilhaben an der Entdeckung der „erdabgewandten Seite unseres Gehirns", der rechten Hirnhälfte, die in ihren Defekten wie in ihren Überschüssen weit schwieriger zugänglich ist als die linke, Heimstatt von Ratio und Kalkül.
Das beeindruckendste Kapitel hebt Sacks sich bis zum Schluss auf. Dort spricht er von den „Einfältigen", den geistig Zurückgebliebenen, wie sie gemeinhin genannt werden. Und wir begreifen, dass das jüdische Mädchen Rebecca, die zwar nicht zählen, aber begnadet Theater spielen kann, dass auch die Zwillinge, die nicht addieren oder subtrahieren können, aber mit 20stelligen Primzahlen jonglieren als wären es Bauklötzchen, dass diese Menschen uns nötigen, eine Perspektivenkorrektur vorzunehmen: „Normal" ist eine sehr fragwürdige Schublade, und wir können sie vermeiden, indem wir nicht fragen, was diesen Menschen fehlt, sondern was sie uns voraus haben.
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56 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jenseits der Diagnose, 29. Juni 2001
Von Ein Kunde
Wer dieses Buch aus der rein medizinischen Perspektive lesen will, wer sich Wissen aneignen will über neuropsychiatrische Störungen, wer eine Art Lehrbuch der Neurologie sucht, der ist mit "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte" schlecht bedient.
Dieses Werk will weniger als streng wissenschaftliche Abhandlung über die Funktionen oder als Auflistung der Dysfunktionen des menschlichen Gehirns, denn vielmehr als ein kleiner Einblick in die ganz persönlichen Lebenswelten von Menschen verstanden werden, deren Gehirn auf die ein oder andere Weise ein wenig anders arbeitet als das der meisten Menschen, der "Normalen". Diese Menschen werden nicht als die bloße Summe der Symptome ihrer Krankheit, sondern als einzigartige Individuen porträtiert. Dabei ist ihre "Störung" nur ein Aspekt ihres Lebens und ihrer Persönlichkeit. Diese Lebensweisen aufzudecken und nachempfindbar zu machen (wobei es freilich letztlich nur bei dem Versuch des Nachempfindens bleiben kann) ist der Sinn des Werkes. Weil es ein Leben gibt jenseits der Diagnose.
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67 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neuropsychologie für Laien als Einstieg, 14. Mai 2001
"Der Neuropsychologe Oliver Sacks erzählt 20 Geschichten von Menschen, die aus der "Normalität" gefallen sind."
Die Neuroanatomie befasst sich nicht mit rein psychischen Problemen, sondern mit Störungen, die aufgrund von z.B. Verletzungen, Ausfälle im Gehirn usw. hervorgerufen wurden. "Eine winzige Hirnverletzung, ein kleiner Tumult in der cerebralen Chemie - und wir geraten in eine andere Welt."
Das Buch ist dabei so geschrieben, dass man es auch verstehen kann, wenn man sich noch nie mit Medizin, Neurologie oder Psychiatrie befasst hat. Es geht dabei auch nicht um den medizinischen Aspekt, sondern um die Darstellung der "Welt" in der diese Menschen leben. Dieses Buch macht klar, dass unsere Wahrnehmung alleine vom Gehirn abhängt, dass sich unsere Realität im Kopf abspielt. Für uns "Normale" ist es z.B. unvorstellbar, wie ein Mann seine Frau mit einen Hut verwechseln kann, dass dieser Patient zwar Dinge sieht, sie aber nicht beim Namen nennen kann. Eine Rose identifiziert er z.B. als "rotes, gefaltetes Gebilde mit einem geraden grünen Anhängsel". Diese Geschichten erscheinen also in erster Linie wie teils lustige, teils traurige Geschichten, zeigen aber gleichzeitig zu was das menschliche Gehirn fähig ist, wie schnell man seine "Realität" verlieren kann und was letztendlich die Persönlichkeit ausmacht...
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Funktioniert das Gehirn wie ein Computer?, 21. November 1998
Von Ein Kunde
Funktioniert das Gehirn wie ein Computer? Die klare Antwort, die Oliver Sacks gibt: NEIN, denn dem Computer fehlt nicht nur die integrierende rechte Gehirnhälfte, sondern noch viel mehr.
In 14 Geschichten, die dem Leser unter die Haut gehen, versucht er das so schwer zu Greifende zu beschreiben, was die eigene Persönlichkeit ausmacht. Uns "Normalen" ist das reibungslose Funktionieren von Teilen des Gehirns am besten klarzumachen, wenn etwas fehlt. In der medizinischen Sprache sind das alles Wörter mit "A" wie Aphasie, Agnosie, Amnesie.. Oliver Sacks beschreibt mit beängstigender Einfühlsamkeit die Welt von Leuten, deren Wirklichkeit sich grundlegend durch diese Verluste geändert hat.
In der Geschichte: "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte" wird jedem klar, wieviele Schaltstellen im Gehirn einwandfrei zusammenspielen müssen, damit unsere Bilderkennung überhaupt funktioniert, auch wenn unsere Augen voll funktionstüchtig sind. Ein Testmuster beschreibt der Patient so: "Eine durchgehende Oberfläche, die eine Umhüllung bildet... die fünf Ausstülpungen zu haben scheint... eine Art Behälter". Die Abstraktionsarbeit für das ikonische Erkennen, die unsere rechte Gehinhälfte leistet, wenn sie solches Datenmaterial von der linken geliefert bekommt, ist uns Normalen gar nicht klar; wir würden diese Daten sofort als Handschuh "sehen".
In der Geschichte: "Die körperlose Frau" beschreibt er den Fall, wie dem Gehirn dieser Frau die Fähigkeit verloren gegangen ist, die Rückmeldungen Ihrer eigenen Extremitäten zu verarbeiten: sie hat ihren Körper "verloren". Ihr Gehirn schafft es später, durch Kompensation mit andern Sinnesorganen wie dem Gehör ein "visuelles Bild des Körpers" zu schaffen, mit dem sie einigermaßen leben kann.
"Die Ansprache des Präsidenten" entlarvt jeder Patient mit Verlust des Sprachverständnisses als die reine Lüge, während bei den "Normalen" die gesprochene Sprache die Körpersprache des Präsidenten übertönt.
Wie kommen "Die Zwillinge" dazu, sich stundenlang mit dem Erzeugen von bis zu 10stelligen Primzahlen (ohne jedes Hilfsmittel) zu unterhalten, obwohl sie völlig debil sind? Was haben Sie für ein Zahlenverständnis, wenn sie Primzahlen so bilden können, wie wir "Normale" vielleicht Gesichter wahrnehmen, wiedererkennen und ihnen einen bekannten Namen zuordnen?
Oliver Sacks ist Professor für klinische Neureologie am Albert Einstein College of Medicine in New York. Er wurde 1933 in in England geboren und hat seine Beobachtungen von Patienten seit 1970 in Fachzeitschriften und Büchern veröffentlicht. Hier hat er 6 Kapitel daraus zusammengefaßt und 7 neu geschrieben. Seine klare Sprache und das ausführliche Glossar am Ende des Buches machen es auch für einen Neueinsteiger, der sich "nur" für einige Funktionen des Gehirns interessiert, zu einem faszinierenden Buch.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was wenn unser Gerin nicht mehr so mitspielt wie es soll?, 26. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Oliver Sacks ist Neurologe an der Universität von New York. In dem Buch „Der Mann der seine Frau mit einem Hut verwechselte" schildert er 24 spannende Fälle aus seiner Praxis als Neurologe. Das Buch unterteilt nach Art der neurologischen Störung - Ausfälle, Überschüsse, Reisen, Die Welt der Einfältigen. Zu jedem Teil gibt es eine Geschichte, zum Beispiel die von „dem Mann der seine Frau mit einem Hut verwechselte" Beim einem Termin bei Dr. Sacks zur Untersuchung kann der Mann zwar alle Objekte unterscheiden, aber er kann sie nicht richtig erkennen und beschreiben, er weiß nicht, was was ist; Frau - Hut wo ist da bitte der Unterschied? Gerade durch die vielen verschieden möglichen „Defekte" des Menschlichen Gehirns bekommt man eine Gefühl dafür welche komplexen Aufgaben unser Gehirn zu bewältigen hat und wie es funktioniert. Es ist auch für nicht-Mediziner verständlich, fast auf allen Seiten gibt es Anmerkungen und Erklärungen, auch gibt es Hinweise auf weiterführende Literatur .es ist halt ein Sachbuch - aber es ist auch eine sehr spannende unterhaltsame und faszinierende Lektüre. Ich kann es nur empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sonderlinge ?, 20. Juli 1999
Von Ein Kunde
Als mir mein Psychologieprofessor dieses Buch als Lektüre „für nebenbei" empfahl, gingen meine Gedanken sehr schnell in die Richtung: „wieder so'n halbwissenschaftliches blablabla". Das ich es mir dann doch kaufte, sollte meine Meinung jedoch sehr schnell ändern. Als doch recht rational eingestelltem Mensch öffnete mir das Buch die Augen, welch komplexes Stück "Maschinerie" sich doch hinter unserem Gehirn versteckt. Sacks Sammelsurium an interessanten und spektakulären Fällen aus der neuropsychologischen Praxis fasziniert vom ersten Augenblick an und zieht den Leser magisch in seinen Bann. Ich wurde besonders von einem der Kapitel fasziniert, nämlich der Fallgeschichte, die im Kapitel " Der verlorene Seefahrer " diskutiert wird. Ein Mann kann sich an nichts für mehr als einige Sekunden erinnern. Sein ganzes Leben, all seine Erfahrungen sind verloren, sobald sie vergangen sind. Er ist ein Mann ohne Vergangenheit, gefangen in einem Universum der „unbedeutenden Momente". Die aufgeworfene Frage, „Hat dieser Mann eine Seele?", beschäftigte mich mehrere Tage. Eine Antwort ist noch nicht gelungen... Aber auch die anderen vorgestellten „Behinderten" schleichen ins Herz des Lesers und führen einem die Tatsache der Zerbrechlichkeit unserer „normalen" Welt immer wieder auf's Neue vor's Auge. Sehr empfehlenswert.. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 20 interessante Fälle aus der Neuropsychologie, 6. August 2010
Das Buch "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte" erzählt 20 verschiedene Fälle von Patienten mit visueller Agnosie (vor allem Prosopagnosie, also die Unfähigkeit, Gesichter zu erkennen), Autismus, Tourette-Syndrom, Amnesie (vor allem anterograder Amnesie, also die Unfähigkeit, nach einem Ereignis neue Erinnerungen zu formen), Verlust der Propriozeption (also der Wahrnehmung von Körperbewegungen und Körperlage) und vielen mehr.

Als ich das Buch das erste Mal las, haben mich die Geschichten der Patienten - die Symptomatik der Krankheiten und Defizite - 'sehr fasziniert und gleichzeitig auch oft erschreckt. Mit Amnesie und Autismus kannte ich mich bestens aus, aber wer kennt schon visuelle oder auditive Agnosie?

Andererseits haben mich vor allem Sacks' neurbiologischen Befunde nicht mehr als milde interessiert. Öfters habe ich mich sogar dabei erwischt, eben diese Teile zu überspringen und nur die Geschichten an sich zu lesen.

Nachdem ich mich nun aber dank meines Studiums mehr mit Neurobiologie und Neuropsychologie befasst habe '- mich intensiv mit Prosopagnosie, Tourette-Syndrom, Autismus und auch den meisten anderen Fällen beschäftigt habe '- kramte ich das Buch nochmal heraus und las mir auch die neurologischen Erklärungen durch und muss dazu sagen, dass es mir einfacher fiel, diese nachzuvollziehen und zu verstehen, nachdem ich schon etwas Wissen über das Gehirn als solches gesammelt hatte.

Im Ganzen vermittelt das Buch aber einen guten Einblick in die verschiedensten neurologischen Fälle, manche regen zum Nachdenken an, manche vielleicht zum Schmunzeln und manch andere Schicksale sind traurig oder erschreckend.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Philanthrop unter den Ärzten..., 29. Juni 2006
Von 
Kankin Gawain "Bis übermorgen dann..." (Eutopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sacks ist nicht nur Arzt sondern auch Humanist und praktizierender Menschenfreund. Jedenfalls wird beim Lesen seines Buches deutlich, wie intensiv und aufrichtig er sich um das Wohlergehen seiner Patienten bemüht, auch wenn die Medizin bei schweren Hirnschädigungen bis heute nur wenig Hilfe leisten kann. Die neurologischen Rätsel, die ihm seine Patienten aufgeben, nimmt sich Sack zum Anlass über die Welt, das Menschsein und das Glück zu philosophieren. Dabei schöpft der Autor aus einem großen - und für viele Ärzte wohl eher untypischen - Schatz an Allgemeinbildung. Diese Vernetzung verschiedenster Wissensbereiche, dazu der von herzlicher Menschenliebe getragene Blick auf das Schicksal seiner Patienten, macht die Lektüre zu einer echten Bereicherung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch für Laien geeignet!, 20. Dezember 1998
Von Ein Kunde
Seit ich das erste Mal durch eine Rezension im STERN auf Oliver Sacks gestossen bin, hat mich immer wieder seine Fähigkeit fasziniert, in einer verständlichen und doch wissenschaftlich exakten Sprache seinen Lesern sein Fachgebiet, die Neuropsychologie, nahezubringen. Ich warte seither immer gespannt auf Neuerscheinungen dieses Autors. In den vorliegenden beiden Bänden beschreibt Sacks in zahlreichen Kurzgeschichten Fälle, die dem Nichtbeteiligten zunächst kurios erscheinen, aber zunehmend Betroffenheit auslösen. Zudem machen sie aufmerksam auf Abweichungen im Verhalten von Betroffenen, die vielleicht noch gar nichts von ihrer Erkrankung bemerkt haben. So hat beispielsweise eine Veröffentlichung von Sacks erst dazu geführt, daß Menschen über ihre "Tics" -oder die ihrer Bekannten- nachdachten und zu der Erkenntnis kamen, daß evtl. eine Krankheit (das Tourett'sche Syndrom) vorliegen könnte. Sehr eindrucksvoll war für mich auch die Erkenntnis, daß von einigen Betroffenen ihr "Anderssein" durchaus nicht als Krankheit oder Manko angesehen wird, sondern als Ausdruck ihrer ganz eigenen Persönlichkeit. Prädikat : Wirklich lesenswert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als bloße Unterhaltung, 1. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sachlich und doch vollkommen verständlich für Nichtfachleute und unterhaltsam sowie mit menschlichem Mitgefühl für seine Patienten schildert Oliver Sachs in diesem und noch in weiteren Büchern, welche merkwürdigen Auswirkungen bestimmte Gehirnverletzungen oder Krankheiten auf die Wahrnehmung der Welt, seiner selbst und das Erkenntnisvermögen der Betreffenden haben können. Es handelt sich aber keineswegs um eine bloße Sammlung von Kuriositäten aus der psychiatrischen Praxis. Die Fälle, die der amerikanische Neurologe aus seiner Erfahrung beschreibt, sind nicht nur aufschlußreich für neurologische oder psychologische Forschung, die nach seiner Aussage bis jetzt von einem allzu mechanistischen Weltbild beherrscht ist. Sie können auch für die oft nur in ihren eigenen Ausgangspunkten und Grundsätzen verhaftete Erkenntnistheorie von weitreichender Bedeutung sein.
Das Buch ist gut geschrieben, spannend und anregend für jedermann, für Interessierte aus dem Bereich Medizin, Neurologie und Gehirnforschung, aber auch Psychologie und Philosophie, besonders empfehlenswert.
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Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte
Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte von Oliver Sacks (Gebundene Ausgabe - Juli 1991)
Gebraucht & neu ab: EUR 4,94
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