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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der stille Ton der Erinnerung...
Zum Einen sollte man nicht dem Fehler verfallen und dieses Buch mit seinem Vorgänger zu vergleichen, zum Anderen sollte man eben gerade, wenn der Vorgänger einen Preis erhielt, dem Autor eine neue Chance einräumen, vor allem dann, wenn er komplett etwas Neues versucht. Natürlich macht ein Autor immer neugierig, wenn sein Vorgänger wie hier den...
Vor 24 Monaten von A. Zanker veröffentlicht

versus
31 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen DIE FALSCHE KATZE
Eugen Ruges DDR-Familienroman habe ich gerne gelesen, er hat mir gerade auch sprachlich gefallen. Ich fand ihn angenehm unprätentiös geschrieben, mit trockenem Witz und Ironie.

„Cabo de Gata“ aber hat mich enttäuscht. Es ist ein schmales Buch, nur wenig drauf auf den Seiten. In solchen Fällen ist dann gern die Rede von...
Veröffentlicht am 16. Juni 2013 von Bücher-Bartleby


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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Hurz der modernen Literatur, 18. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Cabo de Gata (Gebundene Ausgabe)
Ich kannte noch nichts von Eugen Ruge - fand aber die Beschreibung sehr interessant sowie die Stimmen in den Medien, die vom "Meisterwerk des modernen Existentialismus geredet haben".
Leider hat sich Gabo de Gata als pure Zeit- und Geldverschwendung entpuppt - mag auch der Schreibstil des Autors noch fliessend und gut lesbar sein, ist der Leser ständig hin - und hergerissen, vor Langeweile zu sterben oder doch noch dem Buch eine Chance zu geben, bevor man es für immer weglegt.
Als die Katze auftaucht, hofft man, dass nun wenigstens fast gegen Ende des Buches die eigentliche Handlung beginnt - was aber leider nur ein Wunsch bleibt. Ich habe ehrlich gesagt, noch nie ein so langweiliges Buch mit so wenig Aussagekraft gelesen wie Gabo de Gata - schlichtweg, weil es keine wirkliche Handlung und Aussage hat - wer hier etwas hineininterpretiert, redet sprichwörtlich von Hape Kerkelings "Hurz" - nichts weiter.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen banal und langweilig, 15. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Cabo de Gata (Gebundene Ausgabe)
schade, das Thema hätte etwas hergegeben.
was der Autor daraus macht, hätte man allerdings noch auf 20 Seiten verdichten können, ohne dass die Intensität der Darstellung an Dichte verliert.
Literarisch auf dem Niveau der "Ein Jahr in Andalusien/Londen/Australien/..." - Reihe.

da die Literaturhinweise der Zeit inzw. anscheinend dem Niveau ihres derzeitigen Chefradakteurs entsprechen, werde ich sie in Zukunft sicher kritischer zur Kenntnis nehmen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen 200 Seiten Belanglosigkeiten, 13. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Cabo de Gata (Gebundene Ausgabe)
Warum habe ich dieses Buch gekauft und gelesen? Erstens, weil Eugen Ruge für sein ersten Roman (habe ich nicht gelesen) mit Preisen überhäuft wurde; er kann also kein schlechter Schriftsteller sein, oder?. Zweitens bin ich auf den Verlagstext eingefallen: "ein Glanzstück novelistischer Prosa" (selbst schuld). Drittens, weil ich in den letzten Tagen viel Zeit in Wartezimmern verbrinngen musste und was zu Lesen brauchte. Viertens, weil ich den Schauplatz des Romans, Spanien, liebe, allerdings, wie ich feststellen musste, nicht das Spanien Eugen Ruges, das von mürrischen Menschen bevölkert ist, die nicht mal guten Tag sagen können. Protagonist des Romans ist ein Schriftsteller mit Schreibblockade (wie originell!). Handelt es sich vielleicht um den Autor selbst? Jedenfalls schreibt Ruge in der ersten Person und bemüht sich, den Anschein zu erwecken, es handele sich um eigene, leider sehr lückenhafte, Erinnerungen, die viel später aufgeschrieben wurden (wohl nach Auflösung der Schreibblockade). Fast jeder vierter Satz fängt mit "Ich erinnere mich" an, aber manchmal versagt sein Gedächtnis: "Wie ich den Abend verbrachte, weiss ich nicht mehr." So geht es durch den ganzen Text, und das hat mich zumindest sehr genervt. Ansonstren ist das Buch nur langweilig, ohne inhaltlich oder sprachliche Höhepunkte.
Mehrwürdig finde ich das Spiel mit der Ahnungslosikeit des - fiktiven oder real existierenden - Schriftstellers, der, bis er nach Spanien kam, nicht gewusst haben soll, dass Andalusien existiert, oder dass Flamingos fliegen können. Versteckt sich hier vielleicht eine Kritik der Schulbildung in der DDR?
Das Schicksal der trächtigen ("schwangeren") Katze hat mich nicht wirklich bewegt, aber, da der Roman glücklicherweise nicht sehr lang ist, habe ich ihn trotzdem bis zum bitteren Ende, d.h. bis zum tragischen Tod des auf dem Rücken liegenden Baby-Rochens in der Salzwasserpfütze, gelesen. Die Katze wurde nie wieder gesehen, wie traurig!
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5.0 von 5 Sternen Der Sinn einer Auszeit, 4. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cabo de Gata (Kindle Edition)
Wenn man die Geschichte liest, könnte man sich fragen, warum wird so etwas aufgeschrieben? Warum soll man so etwas lesen? Es passiert doch nicht viel. Trotzdem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich habe sie mit großem Interesse gelesen. Sie zeigt, das man manchmal eine Auszeit braucht, um wieder zu sich selbst zu finden und dass das Leben dann doch weiter geht, erfolgreich weiter gehen kann. Es können andere Dinge wichtig sein, als die Statussymbole, nach denen in unserer Gesellschaft allgemein gestrebt wird. Ich nehme an, dass die Geschichte genau wie Eugen Ruges erstes Buch "In Zeiten des abnehmenden Lichts" autobiographische Züge trägt. Und Katzenliebhabern ist die Story sowieso zu empfehlen.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen langweilig und öde, 2. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Cabo de Gata (Gebundene Ausgabe)
Wie so oft, der Klappentext verspricht großartiges, dahinter verbirgt sich jedoch totaler Müll!
Die Katze taucht erst im letzten Viertel auf und bis dahin darf man sich mit recht belanglosen Material abgeben!
Interessant fängt das Buch schon an, jedoch ab Abreise wird es zunehmend öde und langweilig.
Die Schluss Sequenz ist überhaupt nicht nachvollziehbar und ärgert mich eigentlich mehr!
Ich persönlich empfinde es auch als zu verschachtelt und zu unmotiviert geschrieben.
Hat mit dem Titel eigentlich nichts gemein!
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13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Am Cap der Katzen ist es zeitlos, 14. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Cabo de Gata (Gebundene Ausgabe)
Ein Mann nimmt den Zug von Berlin nach Barcelona um von dort aus in's” Paradies mit einem Hauch von Afrika ” zu gelangen. Schon der Weg dahin ist steinig und beginnt mit einem mürrischen Busfahrer und rosa Plattenbauten die den Wegrand säumen. Der Protagonist hofft auf eine lange Busfahrt , denn nichts zeigt erste Anzeichen paradisischer Zustände. Cabo de Gata erweist sich als kleiner Ort mitten in Andalusien, scheinbar nur von Hunden bevölkert die zu jeder Tageszeit an der Promenade promenieren. /( hier erschliesst sich der Begriff Promenadenmischung) . Er findet eine Unterkunft und mietet sich ein um fortan das Dorfleben, 3 Fischer-eine Lahmende, eine Dickärschige, eine Witwe 2 Touristen zu beobachten und zu schreiben. Noch nicht mal warm ist es, denn der Hauch Afrikas weht kühl an der Küste und die Palmen sind zu mickrig um Hängematte mit Mensch zu tragen.

Das es außer den Hunden auch noch Katzen gibt, entdeckt er, als er eines Abends eine Postkarte zum Briefkasten bringt -nach Berlin-Prenzlauer Berg in sein erstes Leben.

Hier aber ist nicht Berlin sondern ein fast trist zu nennendes Dorf in Andalusien, das irgendjemand fälschlichweise zum Paradies deklariert hat. Oder vielleicht ist es doch nicht so falsch, denn die Zeitlosigkeit zeigt sich durchaus als ein Stück vom Himmel.

Außer den Hunden gibt es noch Flamingos und eine rotgestreifte Katze die sich an die Fersen des Protagonisten hängt. Er trifft sie jeden Abend und vermisst sie wenn sie einmal unzuverlässig ist.

Zu spät, da hat sie sich bereits bei iihm einquartiert, bemerkt er das sie trächtig ist und nach einer krallenfesten Auseinandersetzung verlässt sie ihn.

Nur wenig später bricht auch der Protagonist auf.

Die etwas schwermütige langsame Stimmung erinnert an die Atmosphäre in manchen argentinischen Filmen. Der geschichte haftet etwas mystisches an und scheint sich in zeitlupe zu entwickeln. Trotzdem oder gerade deshalb habe ich dieses Buch in einer Nacht durchgelesen. Das ist hohe Erzählkunst und ich würde mir dieses Buch von Eugen Ruge jederzeit noch einmal kaufen.

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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "Soweit ich mich erinnere" (Eugen Ruge) eine langwierige Erfahrung ohne bleibende Erinnerung, 18. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Cabo de Gata (Gebundene Ausgabe)
Eugen Ruges erster Romantitel ist gleichzeitig die Beschreibung meiner Leseerfahrung der "Katzenstätte". Ohne Ideen und unter Verwendung althergebrachter Klischees - das typische literarische Berlin des Prenzlauer Berges und das "kreative" Urlaubsziel Spanien mit den vermeintlichen typischen Charakteren und einem Megahintern (Ruge nennt ihn einfach "Arsch" - erlebt man einen ideenlosen Schriftsteller auf der Suche nach seinem Roman im fernen Andalusien - wohlgemerkt aus der Erinnerung aufgeschrieben - was Eugen Ruge auch auf jeder Seite mindestens einmal mit der Floskel - "Soweit ich mich erinnere" - manchmal auch in leicht abgeänderter Form - bemerkt. Da nützt die Bemerkung des amerikanischens Gastes auch nichts, dass ein Roman nicht immer einer Handlung bedarf, und hilft nicht über die mageren (Sprach)Bilder hinweg ...Aufgerüttelt nach dieser tiefgriefenden Erkenntnis hielt ich die 201 Seiten aus - ohne Belohnung, "Soweit ich mich erinnere".
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Völlig daneben, 17. August 2013
Von 
HZH "HZH" (Baden-Württemberg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Cabo de Gata (Kindle Edition)
Es ist erstaunlich und erschreckend was ein Verlag annimmt und druckt, wenn jemand erst einmal einen Namen hat. Das Buch ist weder interssant noch spannend oder witzig. Die Story, eine erfundene Person beschreibt drei Monate seines Lebens in einer Art Tagebuch, ist ungefähr so spannend wie die Beschreibung aus dem Leben einer Schnecke, die jeden Tag am selben Salatblatt frisst. Am Ende des Buches hatte ich eine Allergie auf das Wort "ich erinnere mich".
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fragwürdige Botschaft einer Katze, 11. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Cabo de Gata (Gebundene Ausgabe)
~*°..“Ich erinnere mich an die Verzweiflung und an die Wut, die ich dabei empfand, denn in Wirklichkeit (…) ging es darum, dass ich meine Gewohnheiten über den Haufen warf, dass ich ein unausweichliches Ritual durchkreuzte, dass ich im Begriff war, die mir selbst auferlegte Arbeitsverpflichtung zu schwänzen.” Zitat, Seite 11..°*~

Er lässt alles hinter sich. Seine Stadt, sein Land und sein bisheriges Leben. Er hat es satt, sich in den täglichen Wiederholungen seiner Gewohnheiten wiederzufinden und steigt in den Zug nach Süden. Im kalten Barcelona lässt er sich von seinem Bauchgefühl leiten und beschließt zum orangefarbensten Fleck auf der Wetterkarte weiterzuziehen: Cabo de Gata, einer Ortschaft im Südosten Andalusiens.

"Ungefähr auf halber Strecke am Wegrand, ein riesiges Schild, für dessen Übersetzung man eigentlich kein Wörterbuch braucht. Trotzdem schlage ich nach, weil ich nicht glaube, was ich da lese: PARQUE NACIONAL CABO DE GATA – EL ULTIMO PARAISO DE EUROPA - Von jetzt an beginne ich die Minuten zu zählen, die bleiben, bis zum Paradies.”

Zitat, Seite 67

An der Mittelmeerküste angekommen findet er nichts vor, dass auf das scheinbare Paradies hindeutet: karge Landschaften, kalte Temperaturen und eigenbrötlerische Einwohner. Doch irgendwas hält ihn dennoch im tristen Fischerdörfchen; lässt ihn verharren, in der einsamen Pension einer alten Witwe.

Eines Tages begegnet ihm eine Katze. Eine Katze, in der er ein Zeichen sieht und die, so hofft er es, ihm eine Botschaft überbringt. Eine essentielle Botschaft, durch die sein Leben endlich eine Wendung nimmt.

~*°..“So gehe ich, mit gesenktem Blick, such den Boden ab. Muschelkalk knirscht unter meinen Füßen. Hin und wieder tauchen kleine Kieselfelder auf. Ich darf nicht stehen bleiben, seltsame Regel. Langsam gehen ist erlaubt. Ich schreite weiter, die Kiesel kratschen. Über mir schlagen die Möwen Alarm. Ich höre sie, sehe sie aber nicht. Mein Blick ist zu Boden gerichtet. Ich suche, suche … Wenn nicht, dann … Was dann? … Das Meer kichert. Es schwatzt. Das Meer atmet. Das Meer ist plötzlich still, einen Moment lang und noch einen … nur der Wind, der auf meinen Ohren herumorgelt – und dann ist es wieder da, das Meer. Meldet sich zurück, als hätte es mich hereingelegt: mit einem prustenden Lachen. ” Zitat, Seite 142..°*~

Ich streiche sanft über den Buchdeckel und betrachte erneut das Cover. Ein schönes Cover, ein interessanter Titel, ja selbst ein interessanter Klappentext. Dinge, die mich zum Kauf des Buches bewegten und mich dennoch in die Irre geführt haben. Denn entweder wollte der Funke nicht überspringen oder ich habe den Moment des Entzündens verpasst. Herr Ruge lässt mich nach dem Lesen seines Romans “Cabo de Gata” irritiert und nachdenklich zurück, ja fast schon genervt, weil ich den Sinn dieser Geschichte nicht verstanden zu haben scheine.

Der Protagonist, dessen Name unbekannt bleibt, gelangt nach einer gescheiterten Beziehung und den eher kläglichen Versuchen als Schriftsteller Fuß zu fassen an einen Punkt in seinem Leben, der ihn zu einer radikalen Entscheidung treibt: alles hinter sich zu lassen. Er kündigt seine Wohnung in Berlin, verscherbelt seine Möbel und setzt sich mit kaum mehr Gepäck als einer Hängematte und ein paar Schreibheften in einen Zug Richtung Süden.

Von einem Bauchgefühl leitend lässt er sich im kalten und ungemütlichen Barcelona, seinem ersten Halt, ausgerechnet von einer Wetterkarte einer lokalen Zeitung ins scheinbar warme Cabo de Gata locken, dem Kap der Katzen – wie sich später herausstellt.
Obwohl der Ort an der Mittelmeerküste nicht annähernd das Paradies zu sein scheint, das er sich ausgemalt hat, beschließt er zu bleiben und findet sich schon nach kurzer Zeit in der Anhäufung kaum erwähnenswerter und täglich gleicher Verhaltensweisen wieder. Ein Aspekt, der seinem Leben nicht wirklich zu einem besseren verhilft.

Als er bei seinen täglichen Spaziergängen durch den Ort eines Tages einer rotgetigerten Katze mit grünen Augen begegnet, scheint ihm plötzlich alles daran zu liegen, sie zu seiner Wegbegleiterin zu machen. Denn er sieht in ihr ein Zeichen; vielmehr seine verstorbene Mutter, die ebenfalls rotgefärbte Haare und grüne Augen besaß und die ihm etwas mitteilen zu wollen scheint.
Die Katzenbotschaft, auch in Cabo de Gata nicht das zu finden, was er suche und vor allem es nicht während des bewussten Suchens zu finden, erscheint mir banal und kindlich. Soll das die große Botschaft des Autors sein? Benötigt Ruge tatsächlich eine über 203 Seiten lange Geschichte um zu dieser phänomenalen Einsicht zu gelangen? Ratlosigkeit macht sich breit. Ein weiterer Aspekt, mit dem ich mich ganz und gar nicht anfreunden konnte, ist der, dass 60% aller Sätze mit "Ich erinnere mich..." anfangen. So als wüsse Ruge die Geschichte nur mit deratigen Satzanfängen zu erzählen. Ist das nötig? Steckt da ein Sinn dahinter? Ich weiß es nicht.

Was ich dem Autor lassen muss, sind die liebevollen und lebendigen Zeilen von Naturschauspielen und die schrägen und durchaus amüsanten Schilderungen der Gedanken eines scheinbar rastlosen und in Cabo de Gata gestrandeten Mannes, die mich zumindest an der ein oder anderen Stelle gut unterhalten konnten. Was den Rest anbelangt muss ich passen. Ich vermute, dass ich es auch mithilfe mehrerer Anläufe nicht verstehen werde, was mir Eugen Ruge da eigentlich sagen wollte.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Mann auf der Suche nach sich selbst, 18. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Cabo de Gata (Gebundene Ausgabe)
Ich erinnere mich. Die drei Worte ziehen sich wie ein roter Faden durch die Erzählung. Ich erinner mich, d.h. ich bearbeite die eigene Lebensgeschichte, fasse Sie in Worte, verknüpfe disparate Ereignisse mit den mir eigenen Denk- und Gefühlskategorien und eigne sie mir an. Ich erinnere mich; der Ich-Erzähler Peter "Handke" (der Vorname stimmt, der Nachname ist auf S. 112 nur scherzhaft gemeint) ist sich seiner selbst so unsicher, ist so verloren, dass er immer wieder diese drei Worte braucht, diese beständige, tägliche Arbeit an der eigenen Lebensgeschichte, um zu sich selbst zu finden.

Was geschieht? Äußerlich nicht viel. Ein erfolgloser Schriftsteller mit Schreib-Blockade beschließt, nachdem sich seine Freundin von ihm getrennt hat, sein bisheriges Leben in Berlin hinter sich zu lassen und nach Süden zu fahren. Er landet zunächst für kurze Zeit in Barcelona, aber das ist es noch nicht; da hätte er nur die eine quirlige deutsche Großstadt in eine andere quirlige spanische Großstadt getauscht. Also fährt er weiter nach Andalusien in ein verschlafenes Fischernest namens Cabo de Gata. Dort, in der Einsamkeit, bei weiten Strandspaziergängen und vielen ereignislosen Tagen (S. 199 erfahren wir, dass es 123 Tage waren: Allegorisch noch schöner wäre es gewesen, wenn es 153 gewesen wären, wie die 153 Fische im Auferstehungskapitel Johannes 21 in der Bibel) - dort findet der Mann durch die Begegnung mit einer rotgetigerten Katze endlich zu sich selbst und in ein einigermaßen passables, sinnvolles Leben, in dem er 15 Jahre später im Flugzeug von Minneapolis nach Tokio sitzt und in ein Notebook diese Erzählung eintippt (S. 63).

Wie ich dieses Buch finde? Ulrich Schaffer schreibt:"Kennst du die Tage, an denen nichts hilft? Alles bleibt irgendwie leer. Durch nichts kannst du einen Wert herstellen. Auch das ist eine Form des Lebens. Auch diese Form, diese Gestalt des Lebens gilt es auszuhalten. Ich glaube, es ist ein Zeichen von Reife und innerer Stärke, diese Leere nicht eifrig mit einem uns bekannten Sinn zu füllen." Eugen Ruge nimmt mich in seiner Erzählung für ein paar Tage mit in eine ereignislose, leere andalusische Strandlandschaft im Winter. Es passiert fast nichts, es erklingt auch kein pädagogischer, kein philosophischer, kein missionarischer Ton. Das Buch ist einfach ein Angebot, dem Autor in die Leere zu folgen und es mit ihm ein paar Tage dort auszuhalten. Das tat mir gerade in der geschäftigen Adventshektik irgendwie gut, deshalb drei Sterne für dieses Buch.
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Cabo de Gata
Cabo de Gata von Eugen Ruge (Gebundene Ausgabe - 7. Juni 2013)
EUR 19,95
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