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am 23. Dezember 2008
Meine Rezension bezieht sich auf die Gesamtausgabe, deren Einzelbände ich nach und nach anschaffe und lese. Die Ausgabe ist sehr schön, auf leichtem und stabilem Papier gedruckt, die Anmerkungen von Dieter E. Zimmer sind umfassend informativ.
Zugegeben, alles verstehe ich ohne das Studium der Kommentare nicht. Zu viele Joyce'sche Verdrehungen, viel intellektuelles Gewimmel, kühle Überlegenheit der reinen Intelligenz, die sich, vergewissern Sie sich, zur Lebensmitte hin in der ihr fremden englischen Sprache artikuliert: Würde ein zukünftiger Computer der Geisteswissenschaften nicht so schreiben? Literatur, derart sauber und perfekt aus dem Wortklotz gehauen, daß dir angst und bange wird, so überlegen, so kaltschnäuzig, und doch voller Humor, voller Hingabe. Die ersten Romane funktionieren noch wie realistische Filme (er liebte das Kino und haßte Radio): Nabokov, nachdem er uns im Vorwort die korrekte Aussprache des russischen Namens, eines Namens in der von ihm so geliebten Sprache beigebracht hat, beschleunigt, versetzt Geschehnisse in die Zeitlupe, er ist das Genie der letzten fünfhuntert, ja tausend Jahre, er steht in einer Reihe mit Shakespeare, Joyce, Broch, Jahnn, Beckett, Goethe. Die späteren Romane lösen sich noch mehr von jeder textuellen Konvention, werden freier, träumerischer, gehen in Richtung Bulgakow. Wer wirklich lesen will, wer denken will, wer Herausforderungen braucht, wem Normalmaß ein Greuel ist, wer Mahler liebt, wer sich in einen Ransmayer'schen Strom begeben will, wer jenseits der Grenzen ideologisch-eingeschränkten Denkens lesen will und sich immer wieder wundern möchte, wie man so schreiben kann, ohne dem Teufel seine Seele angedient zu haben, der muß Nabokov lesen bevor es zu spät ist. Meinen grüßten Hut ziehe ich von Dieter E. Zimmer, dem kongenialen Herausgeber und Sprachmeister. Nichts fürs Kopfkissen!
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