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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 19. Januar 2014
Ich kann mich den bisherigen begeisterten Rezensionen nicht bedingungslos anschließen. Leider. Warum?

Das Positive:
Charles C. Mann ist ein tolles Buch gelungen. Sein Verständnis für Sprache und seine Kunst des Erzählens machen die Geschichte der Entdeckungen zu einem spannenden und gut nachvollziehbaren Gesamtwerk. Anders als üblich geht es nicht den Weg des geringsten Widerstands und führt Verfehlungen um Verfehlungen der europäischen Mächte bei der Erkundung und Besiedlung der Welt auf, sondern betrachtet jedes Ereignis auf dem Blickwinkel des jeweiligen Zeitalters. Sklaverei war in Afrika weitverbreitet, wurde durch die Mameluken bis an die südenglische Küste getragen und war auch den Indianern alles andere als unbekannt. Konflikte zwischen Siedlern und Ureinwohnern kannten nur selten ein klares gut und böse. sondern waren stets von Eigeninteressen beider Seiten befeuert. Kirche und Pabst haben vehement politisch für die Rechte der nord- wie südamerikanischen Ureinwohner gekämpft und konnten zahlreiche Gesetze bei den weltlichen Herrschern durchsetzen, welche die Ureinwohner schützten.
Aber mit den Menschen kamen Krankheiten und mit den ein- wie ausgeführten Nutzpflanzen neue Arten von wirbellosen Tieren auf andere Kontinente, gegen die kein Kraut gewachsen war. Hundertausende Menschen siechten dahin, Landschaftsbilder wurden vereinheitlicht, kulturelle Eigenarten ausgelöscht. Aber oftmals nicht aus Zwang, sondern Vorteilsstreben aller Beteiligten. Aus Unwissenheit, Unbedarftheit und Gier. Die immer noch existierenden Parallelen zur moderne sind dabei unverkennbar.

Das Negative:
Im Original nennt sich dieses Werk "Uncovering the New World Columbus created". Und dies stellt den Inhalt des Buches sehr gut dar. Der deutsche Einband indes weißt den Schriftzug "Wie Menschen, Tiere, Pflanzen die Ozeane überquerten und die Welt von heute schufen" und dies trifft für rund 1/3 des Buches nicht mehr wirklich den Inhalt. Die langen Ausführungen zu Brasilien und den bis ins 20te Jahrhundert unbekannt und unerfasst lebenden indigenen Mischvölkern des Amazonas sind eine Herzensangelegenheit des Autors, weisen aber deutlich mehr an Detailgrad auf als die Kapitel zu vor. Auch sind rund 150 der 800 vorliegenden Seiten reiner Quellennachweis, was den Lesespaß für den verlangten hohen Preis doch deutlich reduziert. Dazu umgeht Charles C. Mann das Thema Islam & Sklaverei in Afrika fast gänzlich, streift es nur am Rande, obwohl es wesentlich war für die Entwicklungen des Sklavenhandels und -transports in Richtung Amerika. Es scheint, als wollte sich ein weiterer Autor davor drücken, dieses Thema einmal mit der gebührenden Tiefe anzusprechen.

Gesamt:
Trotz einiger Makel ein tolles Buch, ein Lesevergnügen, eine Geschichtsstunde wie sie sein sollte: spannen, farbenfroh, zum Weiterlesen animierend. Den hohen Preis rechtfertigt dies aber nicht. Jedenfalls nicht ganz.
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am 31. Dezember 2013
Nachdem mich dieser seitenstarke Wälzer unter dem Weihnachtsbaum überraschte, habe ich mich natürlich sofort draufgestürzt und mit dem Lesen angefangen. - Das Buch ist zu Recht zum Sachbuch des Jahres gekürt worden.

Der Autor Charles C. Mann folgt ab Colóns Eroberug der „Neuen Welt“ der Spur der Pflanzen und Gewürze, der Spur der Krankheiten und natürlich auch der Spur des Geldes, um die Auswirkungen des kolumbianischen Austauschs auf Ökologie und Ökonomie der gesamten Weltwirtschaft (heutzutage nennen wir sie die globalisierte Welt – aber sie war damals auf ihre Weise ebenso global wie heute) aufzuzeigen und vergißt dabei nicht, diese Auswirkungen auf das Leben des kleinen Mannes zu münzen.

Mir war unbekannt, dass Spanien um +/- 1500 in kurzer Abfolge einiger Jahre den Staatsbankrott gleich mehrfach erleiden musste. Man findet schnell die Parallelen zu unserer heutigen Situation, aber auch Unterschiede.

Ich habe mir schon manchmal gedacht, dass die Menschheit nicht so lernfähig ist, wie sie von sich selbst behauptet. Man könnte fast sagen: „Es ist alles schonmal dawegewesen.“ Aber in solchen Ausmaßen? Ich betrachte inzwischen die aktuellen Entwicklungen völlig anders. Die Geschichte natürlich auch. Wacher, teils auch humorvoller.

Der Autor ist ein ausgesprochen guter Erzähler, so dass sich die Seiten fast schon von alleine umblättern. ;-) Ich möchte noch die gute Recherche anmerken. Charles C. Mann hat wohl jeden der beschriebenen Ort selbst besucht und schafft es, dem Leser Eindrücke mitzuteilen. Ganz so, als befände man sich (einige Jahrhunderte zuvor) selbst vor Ort. Nicht wie in einem Roman, ganz und gar nicht, aber in einer lebendigen Welt, die sich nur wenig von der unseren unterscheidet. Aber ich wiederhole mich...

Was mir außerdem sehr gut gefällt: es wird viel mit Kartenmaterial gearbeitet. So ein gut recherchiertes Buch habe ich selten gelesen. Trotzdem ist es unterhatsam und fesselnd.

Um den Inhalt tatsächlich zu beschreiben, müsste ich selbst ein Buch schreiben (die anderen Rezensenten haben weitaus bessere beschreibungen geliefert), also belasse ich es dabei und spreche lediglich eine klare Kaufempfehlung aus.
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am 5. Juni 2016
Ursprünglich hatte mich lediglich der Ansatz fasziniert, dass es das Phänomen der viel gescholtenen tierischen oder pflanzlichen Einwanderer doch deutlich länger gibt, als es der meist historisch eher kurzfristige Ansatz von Naturschützern uns meinen lässt. Dass dieses Buch jedoch die Geschichte der Menschheit, wie wir sie hier aus unserem europazentrierten Blickwinkel kennen und überliefern, vom Kopf auf die Füße stellt, hatte ich nicht erwartet. Neben einigen Lektionen zur Bescheidenheit bietet Mann in einem stets gut und unterhaltsam erzählten Panoptikum unbeabsichtigter Nebenwirkungen gut gemeinter Aktionen viele neue Ansichten und Einsichten in die Vergangenheit, die zu weiterer Recherche anregen.
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am 23. Februar 2014
Das Original dieses Buches ist sehr anregend, umfangreich und sehr zu empfehlen.
Die deutsche Fassung ist extrem schlecht übersetzt. Es macht den Eindruck einer automatischen Übersetzung, die nicht nachgebessert wurde. Vielleicht mußte der Übersetzer so schnell übersetzen, daß er den Inhalt des Buches nicht erfassen konnte. Wenn so populärwissenschaftliche Bücher übersetzt werden, kann einem nur grauen.
Beispiele:
Überschrift "Seasoning" ist nicht übersetzt, bedeutet jedoch Akklimatisation (Akklimatisation bedeutet nicht nur Anpassung an ein fremdes Klima, sondern auch an eine andere Umwelt).
Es wird ausschließlich das Wort Vertragsdiener (servants) für Angestellte, Arbeiter auf dem Acker verwendet. In meinem Verständnis arbeiten Diener nicht auf den Feldern.
"League" kann man sinnvoll mit Reisestunde oder Wegstunde leicht übersetzen.
Es wird der Begriff "schlachttauglich" verwendet, anstelle von "kriegstauglich".
Die Überschrift "Verrückte Suppe" (Crazy Soup) macht keinen Sinn und ist direkt aus dem Englischen genommen.
Es wird übersetzt "in den Schlachten", besser wäre "in den Kriegen".
Seite 466, die Abbildung ist so verkleinert, daß sie nicht mehr lesbar ist. Abbildungen sind, wie im Original, generell auf alt getrimmt und desorientieren mehr, als informieren.
"Wald der Entlaufenen", im Englischen hat "Forest of ..." durchaus eine eigene Bedeutung, besser wäre wohl "Massenflucht" gewesen.
Seite 562, aus "fifty yard" im Original wird "fünfzehn Meter" in der Übersetzung.
Seite 563, falsche Berechnung von Gewichten (im Original ebenso).
Das sind nur einige Beispiele.
Diese Übersetzung ist nicht zu empfehlen.
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+

"Wie war die amerikanische Welt vor 1492?" fragte sich der Wissenschaftsjournalist Charles Mann. War der amerikanische Kontinent wirklich ein unberührtes, wildes Land, in dem isolierte Eingeborenenstämme ein rustikales Leben führten? Wie war die Zeit vor Kolumbus, als die Europäer plötzlich die Millionen Jahre andauerte Trennung der beiden Kontinente aufhoben?

Viele Geschichten ranken sich um die Überfahrt von Christoph Kolumbus und die anschließende Eroberung des amerikanischen Kontinentes durch die Europäer. Charles Mann führt in seinem ausgezeichnet recherchierten Geschichtsbuch an, dass der Kontinent vor 1492 bereits ein dicht besiedelter, organisierter Teil der Welt war. Die Indianer, Inkas, Azteken und Mayas hatten sich die Natur zu Nutze gemacht, nachhaltige Weidewirtschaft betrieben, Obstplantagen angelegt und eine wahre Kulturlandschaft geschaffen. Der Autor teilt das Buch in drei Teile - Nord-, Mittel- und Südamerika - und geht auf das Leben der Indianerstämme an der Ostküste ein, sowie auf die Hochkultur des Inkareiches Tawantinsuyu. Im nächsten Teil wird die Dreier-Allianz, Mexica-Azteken und Mayas beschrieben. Im dritten Teil geht es dann um die großen Indianerstämme Nordamerikas und den Indianervölkern am Amazonas.

Mann baut das Buch wissenschaftlich auf, geht auf seine neuen Theorien ein, erklärt sie und belegt sie. Hier ist er mehr akribischer Wissenschaftler als Wissenschaftsjournalist. Er beschreibt die Kulturen Amerikas als starke, autarke Sozialstrukturen, die nur durch die von den Europäern versehentlich eingeschleppten Pocken und Masern bezwungen werden konnten. Auch hat sich das Kräftegleichgewicht zwischen den damaligen wichtigen Ländern der Welt schlagartig verschoben. Asien wurde in seiner Entwicklung verlangsamt, Südeuropa erlebte einen steilen Aufstieg.

Dieses Buch bestätigt die wissenschaftliche Revision der Geschichte des amerikanischen Kontinentes, räumt mit vielen Vorurteilen auf und ist wirklich spannend zu lesen. Zahlreiche Anekdoten und Einzelschicksale lockern den Geschichtsstoff auf, der teilweise wirklich sehr in die Tiefe geht. Eine erfrischende, neue Sichtweise, ein tiefer, faszinierender Einblick in die Lebensweise der Ureinwohner Amerikas.

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am 9. März 2015
Dieses Buch enthält einige der verblüffendsten Thesen über den Lauf der Weltgeschichte, die ich je gelesen habe, und sie sind klar begründet.
Kostproben?
Die (nachgewiesene) Kleine Eiszeit zwischen 1550 und 1750 ist die Folge der nahezu vollständigen Ausrottung der (traditionell brandrodenden) indigenen Bevölkerung beider Amerika durch die (Seuchen der) Spanier.
Die Abschaffung der Sklaverei in den USA ist der Anopheles-Mücke zu verdanken, weil Lincoln sich erst zu diesem Zugeständnis entschloss, als die Sezessionskriege länger dauerten als erwartet, was vor allem Folge der Tatsache war, das weit mehr Soldaten der Nordstaaten an (in den Südstaaten endemischer) Malaria umkamen als durch die Soldaten der Südstaatenarmee (die, weil sie dort wohnten, resistenter waren).
Der Autor wirft u.a. einen ökologischen Blick auf die Folgen der "Entdeckung" Amerikas durch europäische Kolonisatoren. Nach seiner überzeugend dargelegten Auffassung haben der Austausch von Krankheitserregern, Pflanzen und Tieren einen weit stärkeren Einfluss auf die Geschichte der Welt (keineswegs nur Amerikas) gehabt als menschliches Tun. Vermeintlich lokale Ereignisse werden in ihrer Konsequenz für die gesamte Welt beschrieben, so etwa die finanzpolitischen, ökonomischen, ganze Reiche (de)stabilisierenden Auswirkungen des weltweiten Silberhandels, der zeitweise fast ausschließlich durch die Lieferungen eines einzigen Silberbergwerks in den Anden gespeist wurde.
Das Buch richtet sich an den aufmerksamen Laien, ist äußerst unterhaltsam und zudem gut lesbar geschrieben. Ein Hochgenuss, auch wenn man mancher These (eher aus Gewohnheit, als das man sie widerlegen könnte) nicht folgen mag.
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am 27. Dezember 2013
Stand 27.12.2013:

wer englisch lesen kann, dem empfehle ich die englische Kindle Version...
kostet nur 1,49, die deutsche Version ganze 29,99!

Stand 26.2:
War wohl ein Sonderangebot sind jetzt 9 Euro.

Buch ist sehr zu empfehlen!
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am 15. September 2015
Charles C. Mann schreibt als anerkannter Wissenschaftsjournalist präzise, aber so, dass man es versteht und gern liest. Die gewaltsame Eroberung Amerikas durch die Europäer (Portugiesen, Spanier, Holländer, Engländer, Franzosen, die vor allem) hatte böse Seiten. Aber es gibt auch positive Wirkungen: Tomate, Kakao,Kartoffel, Avocado, Gummi, Weihnachtsstern, Truthahn, Mais, Kürbis,und vieles mehr , kamen nach Europa und in den Rest der Welt. Die Eingeborenen bekam das Pferd zurück, das es früher mal gab , dann ausstarb und das wichtig wurde auch für das europäische Indianerbild. Die Ureinwohner konnten nur zu fuss gehen oder mit dem Kanu sich bewegen.Über diese spannenden Themen berichtet Mann, da wird uns klarer, was der Austausch auf beiden Seiten an radikalen Veränderungen der Lebensstile gebracht hat. Da gibt es viel Furchtbares, aber eben auch Entwicklungen, wie bei Ernährung und Technik, die auch viel zum Besseren veränderten. Ein gutes Buch.
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am 19. Februar 2014
Geniales Buch. Geschichtsunterricht mal nicht langweilig.
Ähnlich argumentiert Jared Diamond in dem Buch "Arm und Reich" (engl. Guns, Germs and Steel)
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am 10. November 2014
"So habe ich das noch nie gesehen"
.....
Es werden viele Zusammenhänge aufgezeigt und Fragen aufgeworfen, die ich mir so nie gestellt hatte.
Es hat mir eine völlig andere Sichtweise auf die präkolumbische Zeit eröffnet und wie unglaublich komplex die Zusammenhänge werden können.
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