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am 21. Juli 2005
„Crossing California": 10 Stadtneurotiker auf der Suche nach sich selbst. 444 Tage lang in den Jahren zwischen 1979 und 1980. In der Zeit von Bands wie Nazareth, Foreigner, Foghat, Lynyrd Skynyrd, Journey, Styx. Zwischen Carter und Reagon. Und klar: schon damals war die Welt nicht (mehr) in Ordnung.
Im Grunde aber passiert gar nicht viel in Adam Langers' Chicago jener Jahre. Von den großen und winzigen Nichtigkeiten und Dramen, Triumphen und Tragödien des illustren Romanpersonals einmal abgesehen. Es geht um das Leben an sich. Um was auch sonst? Davon aber weiß Adam Langer viel zu erzählen. Manchmal fast zu viel. Der Stoff seines Debütromans hätte gereicht für mehrere Bücher. Das merkt man „Crossing California" mitunter auch an. Der Roman wirkt stellenweise - des Autors pingelige Beschreibungen des US-amerikanischen jüdischen Mittelstandes tun ihr übriges - recht überladen. Das Buch ist trotzdem lesenswert. Und zur Lektüre zu empfehlen.
Die Geschichte der Chicagoer Familien Rovner, Wasserstrom und Wills ist in einem leicht schnoddrigen Ton geschrieben. Die Lektüre schreitet zügig voran. Man liest und liest und liest. Und bedauert jede Unterbrechung. Allein an der Handlung kann das nicht liegen. Der Roman entfaltet eine merkwürdige Sogwirkung, der man sich nicht entziehen kann. Ein Phänomen, das spätestens seit den Lektüren der Werke von Jonathan Franzen und Jeffrey Euginedes bestens bekannt ist. In dieser Tradition steht auch Adam Langer. Und das auch gleich mit seinem ersten Roman. Dafür gebührt im aller Respekt.
Was ‚geht ab' im Chicago der 1970er und 80er Jahre? Die melancholische zwölfjährige Jill, deren nicht wesentlicher ältere (aber über Sex, Suff und Drogen bestens informierte) Schwester Michelle schlagen und winden sich mehr schlecht als recht durch die mannigfaltigen Irrungen und Wirrungen der Pubertät. An ihrer Seite Larry - Möchtegern-Rock-und-Fickstar (den besten Sex hat er stets nur mit sich selbst) - und dessen jüngere Schwester Lana von der befreundeten Familie Rovner. Der taffe Muley Wills hat's auch nicht besser. Die Eltern unserer „Jungstars" (und das sind sie natürlich alle) veröden in nervigen Ehen und verqueren Liebesabenteuern. Das mit der Liebe klappt sowieso nur selten östlich und westlich der California. Und trotzdem strampeln sich die Protagonisten kräftig ab für ein kleines bisschen Glück. Hin und wieder auch mit Erfolg. Aber nach all den Anstrengungen will sich wahre Freude darüber fast nicht mehr einstellen. Das Leben kann so schwer sein. Und geht trotzdem weiter.
Adam Langer beherrscht genau das, was auch an Franzen, Euginedes, Irving (und viele anderen US-Autoren) so bestechend ist: mit dem abgeklärten und treffsicheren Witz des Amerikaners schreiben. Und stimmungsvolle Szenen des amerikanischen Alltags liefern.
Seine Protagonisten in „Crossing California" wachsen uns dabei schnell ans Herz. Und wir fühlen uns mitunter an die eigene Jugendzeit erinnert. An unsere Sturm- und Drangzeit. War schön damals. Zumindest hin und wieder. Die durch „Crossing California" bei uns ausgelösten Erinnerungen zeigen: auch wir werden langsam alt. Und sind jetzt vielleicht genau so, wie wir als wild pubertierende Jugendliche haben niemals werden wollen. Wie unsere Eltern zum Beispiel. Haben Sie Kinder? Dann ist ja gut: die Revolte lebt weiter!
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TOP 500 REZENSENTam 18. September 2014
Die California Avenue im Süden Chicagos teilt die Stadt in zwei Hälften, in den reichen Westen und den bedürftigen Osten. Im Osten ist zwar keine Slumgegend, aber der Putz bröckelt von den Häuserwänden, manche Autos stehen mit eingeschlagenen Scheiben auf den Straßen, und viele Menschen leben in prekären Verhältnissen. Im Westen dominiert gutbürgerliches Ambiente mit Anwälten, Ärzten und Beamten, die in geräumigen Häusern residieren.
Im Osten der California lebt der etwas gehemmte, aber gutmütige Charlie Wassertrom mit seinen beiden Töchtern Jill und Michelle. Jill, die jüngere ist eine komplizierte Natur, die immer die Partei der Extreme vertritt und in den Monaten, in denen die amerikanischen Geiseln in Teheran gefangen gehalten werden in der Schule die Partei der Ayatollahs ergreift. Ihre ältere Schwester Michelle ist glänzend begabt, furchtlos und wild, sexuell promiskuitiv und streitbar, ein richtige Homonkula und genauso, wie sich ein amerikanischer Autor eine emanzipierte Frau vorstellen mag. Auf der anderen, der besseren Seite der California leben Michael und Ellen Rovner, ein Arzt und eine Psychologin, im finalen Stadium des ehelichen Zusammenbruchs. Ihr Sohn Larry ist ein ehrgeiziger Musiker, Zionist und Masturbator, seine jüngere Schwester Lana ist essgestört und kleptomanisch. Und schließlich ist da noch Muley Willis, ein schwarzer Oberstufenschüler, extrem begabt, zurückhaltend und kreativ, der seine allein erziehende Mutter Deidre bei ihrem Kampf um Studium und sozialen Aufstieg unterstützt.
Das sind im Wesentlichen die Hauptfiguren dieses voluminösen Romans, der Ende der Siebziger und Anfang der Achtziger Jahre spielt und beansprucht, eine literarisch fundiertes Portrait des urbanen Amerikas zu bieten. Sonderlich viel passiert aber nicht westlich und östlich der California Avenue: Ellen und Michael Rovner trennen sich tatsächlich, der alleinerziehenden Deidre gelingt der soziale Aufstieg, Charlie Wasserstrom gewinnt eine energische und wohlhabende frau und kann auf die bessere Seite der California umziehen, und die Angehörigen der jüngeren Generation bereiten sich darauf vor, nach der Schule ihre Positionen in den Startlöchern des Lebens einzutreten. Aber trägt das sage und schreibe 570 Seiten? Ja und nein. Ja, denn der Roman besitzt großartige Passagen, die tatsächlich an die Franzens "Korrekturen" erinnern (so die Behauptung auf dem Klappentext), vor allem die Ehegeschichte der Rovners ist brillant erzählt. Ebenfalls ja, wenn man die meisterhaft ausgearbeiteten Miniaturen aus dem Familien- und dem Schulleben und den überall obwaltenden zurückhaltenden Humor des Autors betrachtet. Aber Nein, im Hinblick auf die Länge des Romans. Es ist unverkennbar, dass "Crossing California" aus der Biographie des Autors erwachsen ist und dass ihm auch die kleinste Nebensächlichkeit derart am Herzen liegt, dass er sie dem Leser unbedingt mitteilen möchte. Das ermüdet und mindert die Leselust ganz beträchtlich. Schade, denn die Substanz des Romans, die Erzählkunst des Autors auf der halben Seitenlänge hätten ein Meisterwerk ergeben, so ist es ein ambitioniertes Werk, das an seiner Länge letztlich scheitert.
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am 13. Januar 2006
Adam Langer verlegt seine Geschichte in die 80er und nach Chikago und verwebt die Schicksale der Familien Rovner, Wasserstrom und Wills in schnell wechselnden Bildern ineinanander. Langsam und nach anfänglichen "Einlese"-Schwierigkeiten finden die Charaktere zusammen. Chaotische, aber liebenswerte Gestalten alle miteinander, mit Alltagsproblemen und ironisch und humorvoll betrachteten Marotten. Die California Avenue teilt die besser gestellten Stadtteile von den Lower-Class-Bezirken dieses Endes von Chikago, ohne dass deswegen keine Verflechtungen zwischen den Vierteln bestehen würden. Langer verfügt über die Gabe sowohl diese Zeit mit vielen Details wieder aufleben zu lassen als auch sich authentisch in die Haut von Teenagern zu versetzen. Ein bißchen erinnert das Buch an Woody Allens Plots, etwas wirre am Anfang, dann gut lesbar und immer mitreissender. In die Literaturgeschichte wird es nicht eingehen, aber man bereut sicher nicht, es gelesen zu haben.
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am 9. Juni 2005
Die lange Momentaufnahme eines Mikrokosmos: ein Stadtteil im Chicago der 70er und 80er Jahre. Wir erleben eine Handvoll Familien, skurril, jiddisch, reicher, ärmer, schwarz, weiß. Bilder, die sich langsam entwickeln und vom Leser Geduld, Konzentration und die Bereitschaft verlangen, sich dem Autor an die Hand zu geben. Wer das tut, schwebt über Personen und Schauplätzen, sieht, hört und weiß alles, ohne sich zugleich wie ein Voyeur zu fühlen. Lesen und hoffen, dass Langers nächstes Buch ebenso gut werden möge.
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am 16. April 2005
Wunderbar und doch verwirrend. Wer es schafft sich über die ersten 150 Seiten zu retten wird belohnt. Die Geschichte von Muley, Jill und ihrer Schwester Michelle, Lana und ihrem Bruder Larry ist am Anfang etwas schwierig. Wohl auch weil Adam Langer versucht uns Chicago und die verschiedenartigkeit seiner Einwohner nahezubringen. Am Anfang hat man noch so seine Probleme die vielen verschiedenen Straßen und deren Rangordnungen in die Geschichte einzuordnen, doch nachdem man die Personen besser kennengelernt hat spielen die räumlichen Verhätnisse nur noch eine untergeordnete Rolle.
Eine wunderbare Geschichte des Erwachsenwerdens einiger Jugendlicher verschiedener Rassen und Religionen im Chicago der späten 70er.
Es lohnt sich in jedem Fall.
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. August 2008
Richtig langweilig ist diese Geschichte über Jugendliche, die in einem Viertel Chicagos aufwachsen nicht, aber gepackt hat mich dieser Roman auch nicht. Es plätschert 580 Seiten vor sich hin. Eine Handlung gibt es nicht. Es geht so um das Leben an sich. Das wäre dann aufregend, wenn sich die Figuren ein wenig weiter entwickeln würden. Die bleiben aber recht starr in ihren Klischees verhaftet. Den Vergleich mit Woody Allen, den einige Vor-Rezensenten ziehen, kann ich nicht nachvollziehen. Denn bei Allen sind die Figuren durchweg ironisch-gebrochen. Das ist hier nicht der Fall. Stilistisch routiniert geschrieben - halt gekonnter amerikanischer Main-Stream. Kann man lesen, man kanns auch sein lassen....
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am 8. April 2005
...Jill, Lana, Muley ,Michelle ,Larry, aber auch ihre Eltern, die mir in der letzten Woche ans Herz gewachsen sind. Selten hatte ich bei einem Buch so schnell genaue Vorstellung von den einzelnen Persönlichkeiten. Es ist sehr gefühlvoll und amüsant geschrieben und man möchte es gar nicht mehr weglegen. Auf 579 Seiten gelingt es Langer nicht ganz an Jonathan Franzen oder Jeffrey Eugenides haranzureichen, aber mit seinem fesselnden Erzählstil wird er so manchen Leser begeistern und auf das nächste Werk hoffen lassen...oder auch auf die Fortsetzung.
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am 23. Februar 2007
Lebst du auf der Westseite, haben es deine Eltern geschafft - lebst du auf der Ostseite, wirst du deinen Weg selbst finden!

Egal ob im Osten oder Westen der Gesellschafts-definierenden "California" sind die Charaktere - von ihrer Jugend geplagte Teenager und ihre Eltern - ebenso beschäftigt mit sich selbst, mit beginnender oder bereits begonnener Abnabelung von zuhause, aufkeimenden Liebschaften und unaufhaltbar zerbröckelnden Luftschlössern.

Aus wechselnder Perspektive werden uns eineinhalb Jahre Alltag von 1979 bis 1981 dreier Familien in Chicago erzählt - die Feder führen Jugendliche wie Eltern, Schwarze wie Weiße, Überlebenskämpfer wie Aussteigen auf der verwinkelten Suche nach Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Ein schöner Roman über das Erwachsenwerden, über Probleme wie Lichtblicke und Veränderungen, die womöglich alte Gewohnheiten ins andere, neue Leben mitschleifen.

Unbedeutend auf welcher Seite - des Ozeans, jenseits oder diesseits der Volljährigkeit, lieblich oder biestig, wohlhabender oder bedürftiger, im Osten oder Westen einer Straße - wir stehen, haben wir Leser allein die Erlaubnis einen Blick darüber zu werfen.

Am besten ganz leise hineinhören und mit Wachsamkeit beobachten!
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am 2. März 2005
Der Titel hält was er verspricht!!!! Für mich eigentlich eine Überraschung. Sehr gut geschrieben und teilweise fast zu realistisch!!!
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