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TOP 500 REZENSENTam 24. Oktober 2012
Stadtheilige von Köln war sie. Eigene Kirche mit riesiger Knochenkammer, Bilder von höchster Qualität in den Kölner Museen. Ursula hat Karriere gemacht ... ob es sie nun gab oder nicht (bei Jacobus von Voragine oder Beda Venerabilis ist sie ja zu finden). Nun hat Wahl-Kölner Ralf König ein Ursula-Buch mit neuen Wendungen erstellt - und im Kölner Stadtmuseum sind gerade alte Darstellungen und seine Knollennasen-Comics zu sehen. Und es lachten dort definitiv auch andere (heterosexuelle) Männer/Frauen laut auf.

Contra: Königs Fixierung auf (mehrheitlich homo-)sexuelle Szenen hascht leider nach der dergestalt billigen Zoten-Pointe. Wenn sich jemand wie anscheinend König zunächst über seine sexuelle Identität definieren möchte, "ess jede Jeck anders", dann sei es so. Ich zumindest hätte mir einen noch breiteres Themenfeld gewünscht.
Pro: er kennt aus Soester Zeiten seine Religion auch als harter Atheist noch gut genug, um sie witzig umzudrehen. Das sind die Juwelen der "könig-lichen" Ursula-Legende, daher auch noch vier Sterne.
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am 12. Dezember 2012
"Also... dat mit d'r hillijen Ursula, dat wor esu": So, in kölscher Mundart, beginnt Ralf Königs neues Comicbuch über die "Elftausend Jungfrauen".
Prinzessin Ursula aus Britannien reist im jahr 300 mit eben jenen 11.000 Jungfrauen nach Rom. Sie will keusch bleiben und nicht heiraten - vom Papst abgesegnet. Dummerweise kommen sie auf dem Rückweg in Colonia vorbei und treffen dort auf die Hunnen. Die haben schon lange keine Frau mehr, ähm, na ja, schon klar.

Setzte Comiczeichner König in "Prototyp" und "Archetyp" noch auf eine simple Geschichte in kleinem Rahmen, aber großem Bilder- und Wortwitz, ist es diesmal fast schon eine Massenstory. Sicherlich gibt es witzige Augenblicke, auch mit Verweisen auf die heutige Zeit, aber so richtig zündend ist das alles nicht. Zu langatmig, zu ausufernd ist seine Geschichte. Sexgags kommen hier eher mit dem Holzhammer. Die mitunter recht langen kölschen Passagen sind für Nicht-Kölner anstrengend zu lesen.
Nur für echte Fans.
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TOP 1000 REZENSENTam 13. April 2014
In Sachen religionskritischer Satire hat Ralf König in den vergangenen Jahren Beachtliches geleistet (»Prototyp« [2008], »Archetyp« [2009] und »Antityp« [2010]). Das war vom Meister der ironischen Beobachtung des schwulen Mikrokosmos nicht unbedingt zu erwarten gewesen, erwies sich aber trotzdem als folgerichtig. In der Mischung aus scharfsichtiger Aufklärung und sympathetischer Darstellung der Figuren blieb König sich jedenfalls treu. Und im Bereich christlicher Religion und Theologie bewies er eine bemerkenswerte Sachkenntnis. Das war großer Sport.

Die »Elftausend Jungfrauen« knüpfen thematisch an die Religionssatiren an, können ihnen aber ansonsten nicht das Wasser reichen. König nimmt sich die mittelalterliche Heiligenlegende um die Schutzpatronin der Stadt Köln vor. Die Legende auf ihren historischen Gehalt zu befragen ist eine naheliegende und deshalb nicht gerade originelle Entlarvungsstrategie. König variiert die Strategie deshalb dahingehend, dass er eine eigene ›Legende‹ erfindet, die sich im Wesentlichen um katholische Körper- und Sexualfeindlichkeit dreht. Nebenbei macht König natürlich auch noch über den katholischen Reliquienkult lustig, doch damit rennt er offene Türen ein. Selbst streng gläubige Protestanten können darin nichts anderes als Praktiken eines bizarren Aberglaubens erkennen.

Eine Geschichte, die über 180 Seiten trüge, ist dem Autor nicht eingefallen. Die Erzählung der Fahrt der Ursula und ihrer Begleitjungfrauen nach Rom und später nach Köln bildet so etwas wie eine lose Klammer für die disparaten Episoden um unterschiedliche Figuren. Dabei zündet längst nicht jede Pointe. An manchen Stellen misslingen König sogar die für ihn typischen Slowburner. Dann wird die betreffende Episode einfach nur lang und am Ende sogar langweilig. Gags wiederholen sich, und die satirische Absicht beginnt unter Redundanzen zu leiden. Den christlichen Flagellantismus in die Nähe sadomasochistischer Sexualpraktiken zu rücken ist zwar ganz witzig (aber auch nicht gerade neu), doch irgendwann hat auch der begriffsstutzigste Leser die Pointe erfasst und möchte nicht immer wieder aufs Neue damit behelligt werden.

Das Buch erweckt ein bisschen den Eindruck, als habe Ralf König nach der Arbeit an den anderen Religionssatiren noch einen Haufen unbenutzter Gags und Erzählelemente auf seinem Zeichentisch liegen gehabt, die er noch für verwertbar hielt. Eine schnell zusammengezimmerte Rahmenerzählung mit Regionalbezug – der momentan, wie das Beispiel der Vorabendkrimis zeigt, verkaufsfördernd wirkt – sollte dann die Reste aufnehmen und unters Volk bringen. Fazit: Hat nicht geklappt.
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Nachdem sich Ralf König zuletzt in drei Bänden (Prototyp, Archetyp und Antityp) wacker durch die Bibelgeschichte gekämpft hat, ist er dem Sujet einigermaßen treu geblieben und hat mit seinem neuen Band "Elftausend Jungfrauen" eine in Köln verortete christliche Legende in Comic-Panels gekleidet.

Die Legende der heiligen Ursula berichtet davon, wie diese zur Schutzheiligen der Stadt Köln wurde, da sie zu den (und schon hier gehen die Überlieferungen weit auseinander) elf oder eben elftausend Märtyrerinnen gehörte, die etwa im Jahre 300 nach Erlöser nach Rom pilgerten und auf der Rückreise vor den Toren Kölns ihr Martyrium erlebten.

Ralf König beginnt seine Version in Coelln im Jahre 1106, wo auf dem Marktplatz ein bizarrer Reliquienhandel regen Zuspruch erfährt. Hier gibt es einen Strohhalm der Krippe in Betlehem, dort ein Stück Leinenstoff mit Blutstropfen eines anderen Heiligen. Nur "Ursula ist aus und kommt auch nicht wieder rein!", wie ein Händler stoisch berichtet. Was erstaunlich ist, weil doch gerade die zahlreich ausgegrabenen Knochen vor den Stadttoren Kölns lange Zeit als Reliquien Ursulas und ihrer getreuen Jungfrauen gehandelt wurden, somit also genügen Nachschub vorhanden sein sollte...

König ist in "Elftausend Jungfrauen" ziemlich explizit, was erstaunt, wenn man bedenkt, dass sein neues Comic-Buch bei Rowohlt erscheint. Eigentlich waren die Comics im Männerschwarm-Verlag die sexuell deutlicheren, die bei Rowohlt erschienenen "massenkompatibler". Aber, nein, bei den Jungfrauen ist König komplett enthemmt - und nichts ist, wie es die Legendengläubigen bisher annehmen. Ursula, die gläubige pilgernde Jungfrau ist an Giuseppe, dem minderjährigen römischen Pizzabäcker, nicht uninteressiert, der Prinz, den sie zwangsehelichen soll, steht eher auf die Stallburschen, Ursulas Vater und auch der Papst sehen in den jungfräulichen Pigerinnen Freiwild, und auch die Klosterbrüder sind einer (Selbst-)Geiselung nicht nur aus Glaubensgründen nicht abgeneigt und werden raderdoll. Selbst die Hunnen, die Kölns Stadttore belagern feiern einen friedlichen CSD-Vorgänger nach dem Motto: "Hunne, Gote und Tartare - mer sin jeck wie de Barbare!"

Des öfteren wird in dem Band Kölsch gesprochen (siehe auch meine Überschrift), was für mich als Bayern die Lektüre manchesmal erschwerte. Ebenfalls etwas enttäuscht war ich davon, dass den neue Band nicht wie die Bibel-Trilogie vierfarbig, sondern nur noch zweifarbig gedruckt wurde. Witzig hingegen, wie Ralf König das Logo von "Klosterfrau Melissengeist" (der ja ebenfalls aus Köln stammt) in das Comic integrierte - und zu Comic-Leben erweckte.

Insgesamt von mir vier von fünf Sternen. "Elftausend Jungfrauen" ist enthemmte, unterhaltsame Ralf-König-Lektüre, wenngleich sie nicht zu meinen Lieblings-Comics von ihm zählt. Aber es kommt ja schon bald Nachschub mit "Götterspeise".
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am 24. Juni 2013
Als treuer Ralf König Leser wird natürlich auch diese Buch gekauft und gelesen. Na ja, immer noch netter als viele Comics anderer Autoren. Trotzdem gefallen mir die "schwuleren" Werke von König deutlich besser. Die spritzen oft nur so - natürlich vor Esprit und Witz - wohingegen ich die bibellastigen Sujets nett finde, aber mehr auch nicht.
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am 26. August 2013
Ralf König hat wieder einen religionskritischen, oder besser veralbernden Comic erschaffen, der den heiligen Irssinn des Mittelalters und der Spätantike auf "königliche" Weise behandelt.
Die eher schlicht wirkende Prinzessin Ursula soll den, ungeheuer schwulen, Sohn des Königs von Engeland ehelichen, und geht dazu auf Pilgerreise nach Rom, nicht alleine sondern, auf göttlichen Wunsch, im Zug mit 11.000 Jungfrauen, homosexuellen Mönchen, keuschen Nonnen, und lesbischen Matrosinen, und auf Befehl von ganz oben soll all dies in einem Martyrium durch Hunnenhand enden, doch die Hunnen haben andere Wünsche.

Unbedingt lesen!
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am 29. September 2012
König hat mit dem Thema Religion noch nicht abgeschlossen und das ist gut so. Diesem Umstand verdanken wir nämlich einen weiteren vergnüglichen Comicband, wenn auch nicht ganz so flott wie andere Werke von Ihm.
Die Heilige Ursula soll es diesmal sein und um diese Figur wird dann eine Rahmenhandlung gesponnen, in der die(katholische) Kirche mal wieder Ihr Fett weg kriegt.
Es beginnt mit dem absurdem Reliquien-Handel wie er u.a. auch schon bei "Luther" (Film) aufgegriffen wurde, geht über zur lustfeindlichen Kirchenmoral und Nonnen und Mönchen unter Hormonstau.
Was König da für ein Garn spinnt ist natürlich quatsch, aber eben auch nicht unglaubwürdiger als die angebliche Geschichte wie sie überliefert wurde. Es liest sich nicht ganz so flüssig wie andere Comics von Ihm, aber im Großem und Ganzem ist es ein gute Lektüre, die ich wohl in den nächsten Jahren öfters mal wieder lesen werde, wie auch andere Werke von Ihm.
Wer also zu viel Humor erwartet wird sicher etwas enttäuscht. Klar, man schmunzelt hier und da und freut sich über Wortspiele oder Gags, aber insgesamt ist das Thema schon ein wenig ernster. Hier wird eine Heiligenlegende entzaubert und das muß heute auch mal erlaubt sein. Es beginnt mit möglichen Übersetzungsfehlern, welche die Zahl auf 11.000 Jungfrauen hochschnellen läßt, ständig unterdrückter Sexualität und Doppelmoral. Auch der Kern der Legende selbst wird wird untersucht und dabei werden dann ganz interessante Fragen aufgeworfen, etwa warum 11.000 Frauen ein Martyrium erleiden sollen, nur damit eine Prinzessin die nicht heiraten will heilig gesprochen wird? Wo oder was ist da Gottes Plan?
So verkommt das ganze zu einer lächerlichen Geschichte. Zwei adelige Gören sollen gegen Ihren Willen verheiratet werden. Beide wollen nicht. Der Eine ist schwul, die Andere hat mit Männern nichts am Hut. Um Bedenkzeit zu haben wird eine Pilgerreise von Ursula gefordert, bei der Ihr nach zahlreichen desillusionierenden Erlebnissen mit Mönchen, Nonnen, dem Papst und gar nicht so keuschen Jungfrauen am Ende immerhin noch ein niedlicher Pizzabäcker winkt.
Nicht Königs bester Band, aber auf seine Art doch durchaus unterhaltend.
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am 3. September 2013
Nachdem es schon einige Zeit her ist, dass ich mir einen Ralf König bestellt habe und der neue Konrad und Paul Band nur Aufguss ist, hab ich mir die Jungfrauen schicken lassen. Und ich fand es wieder mal echt amüsant und so richtig "königlich" deftig. So wie man ihn eben mag. Der Plot ist wohl eher durchschnitt aber die Darstellung wieder top. Allerdings werden die Inhalte der Sprechblasen immer schwieriger zu lesen- vielleicht sollte man sich dazu doch etwas mehr Zeit nehmen. Aber 4 Sterne sind's allemal wert
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am 23. September 2012
Herrlich

Was für ein herrlicher Rundumschlag…alle bekommen ihr Fett weg…Heiden, Christen, Lesben, Schwule, Heteros…natürlich die katholische Kirche…und die Hunnen….seit langem nicht mehr so herzhaft gelacht und auf so hohem Niveau unterhalten worden…
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VINE-PRODUKTTESTERam 21. September 2012
Die Heiligie Ursula und ihre 11.000 Jungfrauen bieten ein gutes Thema, um sich ironisch oder satirisch über Kirche und Brauchtum auszulassen. Ralf König beschäftigt sich seit einiger Zeit mit religiösen Themen. Der Archetyp, der Prototyp und der Antityp waren gelungene Ergebnisse, wobei der Antityp schon etwas schwächelte. Die elftausend Jungfrauen sind wieder köstlich gezeichnet, es fängt auch gut an. Da wird der Reliquienkult aufs Korn genommen. Auch die köllschen Einlassungen machen Spaß. Allerdings bekommt die Geschichte von der heiligen Ursula keinen richtigen Drive. Zu sehr verliert sich Ralf König im Sex. Es gibt einige wirklich gute Dialoge und Abschnitte, doch es nervt, wenn man den Eindruck gewinnt, die Geschichte wird vor allem gezeichnet und geschrieben, um sich an der Sexualmoral der Kirche abzuarbeiten und seine Passion für Homosexualität darzustellen.
Dabei machen einige Seiten wirklich Spaß, man ist amüsiert, freut sich an den Zeichnungen und den karikierenden Überzeichnungen von Askese, kirchlicher Sexualmoral und überhaupt. Ein Zeichner muss auch keine theologische Abhandlung präsentieren, doch verliert man eine wenig die Lust, wenn der moralische Zeigefinger erhoben wird, der mich zu mehr Lust auffordert. Und es hindert die Lust, wenn das Ganze agitativ wird.
Es ist zu wünschen, dass Ralf König das mit den religiösen Themen in Zukunft sein lässt, denn da wird zu deutlich, dass er sich daran abarbeitet und sein Witz einen nervenden Zungenschlag bekommt.
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