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Komprimierte Informationen - gigantisch!
Zu allen Themenbereichen der Politik werden von verschiedenen Autoren mit profunder Sachkenntnis Artikel mit komprimierten Hintergrundinformationen angeboten. Die Artikel sind in sich abgeschlossen, so daß jeder Leser die Themen zuerst auswählen und lesen kann, die ihn am stärksten interessieren. Es sind jedoch alle angepackten Themen ausgesprochen...
Veröffentlicht am 19. Januar 2009 von A. Leonhardt
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16 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Man hätte es wissen können...
Vorweg: In der Bewertung dieses "Handbuches" stimme ich definitiv nicht mit meinen Vorrednern überein. Meine Erwartungen an das Buch waren vor dem Kauf sehr hoch. Ich erwartete eine Flut an Informationen, gebündelt von fachlich qualifizierten, neutralen Autoren, die in den normalen Massenmedien keine Verwendung finden. Der Eindruck hat sich nach...
Veröffentlicht am 21. Juni 2010 von XxX
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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Komprimierte Informationen - gigantisch!, 19. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Deutschland: Das Handbuch der vermissten Informationen (Gebundene Ausgabe)
Zu allen Themenbereichen der Politik werden von verschiedenen Autoren mit profunder Sachkenntnis Artikel mit komprimierten Hintergrundinformationen angeboten. Die Artikel sind in sich abgeschlossen, so daß jeder Leser die Themen zuerst auswählen und lesen kann, die ihn am stärksten interessieren. Es sind jedoch alle angepackten Themen ausgesprochen spannend zu lesen: Die Krise des Sozialstaates, des Rentensystems, Gesundheitssystems, der Staatsfinanzen, Bankenkrise, Außen- und Verteidigungspolitik, innere Sicherheit, Bildungspolitik, Föderalismusreform, EU-Verfassung u.v.a.m. Es wird die Vorgeschichte, die Entwicklung (und Fehlentwicklungen) sowie die treibenden Kräfte hinter den politischen Entscheidungen, also die Interessengruppen (Lobbyisten)und das Eigeninteresse der Politiker dargestellt. Jeder Artikel ist eine scharfe und für jeden Leser nachvollziehbare und verständliche Abrechnung mit dem degenerierten Parlamentarismus a la BRD, der mit dem Ideal "Demokratie" nicht mehr viel gemein hat. Oft enthalten die Nachrichten, über die in den Zeitungen entweder gar nicht berichtet wird oder die nur als kleine Randnotiz veröffentlicht werden, die wirklich wichtigen Informationen. Woher soll sie ein "normaler" Bürger bekommen, der mit Beruf, Familie und Hobby schon zeitlich ziemlich ausgelastet ist? Und wie soll er sie zu anderen Nachrichten in einen Zusammenhang bringen, der ihn die Hintergründe verstehen läßt? Diese Zeit kann kaum ein Mensch aufbringen. Dafür - so denken doch die meisten - haben wir die Medien. Wenn diese Massenmedien nun aber die Informationen so filtern, daß der Bürger auf der Suche nach wahrheitsgetreuen Informationen nicht mehr fündig werden kann? - (und das ist heute in der BRD ganz offensichtlich der Fall) - Dann bringt dieses Buch Abhilfe. Egal welcher politischen Coleur man anhängt, hier wird jeder fündig. Das Buch ist parteipolitisch neutral, die Autoren bemühen sich um Sachlichkeit und schonungslose Offenheit. Dieses Buch ist ein absolutes MUSS für jeden denkenden Menschen "in diesem unserem Lande"!
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Faktenreicher Überblick, 23. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Deutschland: Das Handbuch der vermissten Informationen (Gebundene Ausgabe)
Eine aktuelle Bestandsaufnahme zum sozialen, rechtlichen und kulturellen Zustand unseres Landes, die im Wahljahr dringend nötig ist. Die gut 30 Autoren zu den einzelnen Begriffen sind vom Fach und gut gewählt, unter ihnen viele Professoren, Richter und Gewerkschaftler. Ihre Beiträge sind meist mit vielen aktuellen Zahlen versehen. Überschneidungen sind sehr selten - wenn etwa die beim Stichwort "Medien" etwas knapp behandelte Presselandschaft auch unter "Kultur" auftaucht. Kein Kapitel setzt beim Lesen die Kenntnis der anderen voraus, das Buch lässt sich also kreuz und quer lesen. Bei der Lektüre habe ich mich über zwei Dinge geärgert: Zum einen, wie sehr uns Politiker, ob aus Absicht oder mangelndem eigenen Durchblick, viele Informationen vorenthalten. Zum anderen, dass es Meinungen und Fakten jenseits des neoliberalen Mainstream, wie sie dieses Werk versammelt, anderswo noch immer so schwer haben. Was im "Schwarzbuch Deutschland" steht, ist nicht geheim und auch anderswo zu finden - aber hier ist es in einem kompakten Handbuch mit Stichwortregister zusammengefasst. Das noch etwas handlicher wäre, hätte sich der Verlag für dünneres Papier entschieden. Wer mit Wahlkandidaten über Föderalismus, Mindestlöhne, Gesundheitswesen oder eines der anderen Stichwörter diskutieren will, ist mit diesem teils etwas trockenem, aber gut verständlichen Werk bestens vorbereitet.
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16 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Man hätte es wissen können..., 21. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Schwarzbuch Deutschland: Das Handbuch der vermissten Informationen (Gebundene Ausgabe)
Vorweg: In der Bewertung dieses "Handbuches" stimme ich definitiv nicht mit meinen Vorrednern überein. Meine Erwartungen an das Buch waren vor dem Kauf sehr hoch. Ich erwartete eine Flut an Informationen, gebündelt von fachlich qualifizierten, neutralen Autoren, die in den normalen Massenmedien keine Verwendung finden. Der Eindruck hat sich nach einigen Kapiteln in das komplette Gegenteil verkehrt, so dass ich das Buch nun als Fehlinvestition in die hinterste Ecke meines Bücherregals verbannt habe. Schon beim Vorwort fiel mir die merkwürdige Art und Weise auf, die mich eher an eine links-reaktionäre Streitschrift der Alt-68er erinnerte als an ein auf Fakten fußendes Buch. Die "Neutralität" fiel dann auch gleich auf der zweiten Seite mit dem Satz: "Die Parteien haben sich - bis auf eine Ausnahme - gegen ihre Wähler zusammengeschlossen, und entscheiden über Wahrnehmungen und Realitäten." Es roch schon stark nach einer Parteibroschüre der Linkspartei/SED, was sich dann auch in dem weiteren Verlauf bestätigte. Die Auswahl der Autoren reicht von Soziologen/Sozialwissenschaftler, über Gewerkschaftsfunktionäre, sowie Journalisten, bis hin zu den Globalisierungsgegnern von attac und den Schreibern der linken Zeitschrift Ossietzky. Dementsprechend waren auch die Artikel gefärbt. Ob die leidenschaftliche Forderung von Mindestlöhnen, die jeder Erstsemesterstudent der Wirtschaftswissenschaft in drei Sätzen entkräften kann, oder das Eintreten für die Unternehmenslenkung durch Gewerkschaften; die Deklarierung der Bundeswehr respektive NATO als Armee(verbund) der Angriffskriege, oder der Eintritt für unbeschränkte Migration in die deutschen bzw. europäischen Sozialsysteme: In wirklich jedem Artikel schwingt die linke, weltfremde Art mit, dass sich ja alles verbessern ließe, wenn man nur die Ursache bekämpfen würde. Für Erfahrene war die Antwort keine Überraschung: Der Kapitalismus bzw. die Marktwirtschaft sind an allem und jedem Missstand schuld Dass, wie in dem Kapitel über Armut und Reichtum, der Kapitalismus überhaupt soviel Wohlstand geschaffen hat, dass sich Menschen mit so einem hohem Lebensstandard in Deutschland überhaupt als "arm" bezeichnen können, fällt völlig unter den Tisch. Ebenso wird die Hypothekenkrise einzig dem System und den (privaten) Banken zugeschoben, den verantwortlichen Politikern (vor allem dem beschlossenen "Community Reinvestment Act" der Regierungen Carter & Clinton) jedoch nicht, was einer völligen Verdrehung von Ursache und Wirkung gleichkommt. Der "Markt" korrigiert nur die fehlerhaften Entscheidungen der Politiker und Staatsbanken. Diese Liste lässt sich beliebig fortführen. Einziger "Lichtblick" waren die Europa-Kapitel 2 und 3. Diese hatten nur die Schwäche in der Interpretation der Ablehnung der Iren, die nicht mehr sozialistischen Staat haben wollten, sondern mehr Freiheit. Wen wirklich nützliche Bücher über die wirtschaftlichen Zusammenhänge und Hintergründe in unserer Gesellschaft interessieren, der sollte sich bei Herrn Prof. Hans-Werner Sinn oder Hans Olaf Henkel umschauen, welche deutlich mehr wissenschaftliche Kompetenz und weniger parteipolitische und ideologische Kampfschriften bieten. Für den Grundsatz über Freiheit und die daraus resultierende Notwendigkeit des Kapitalismus sei jedem das Buch "Kapitalismus und Freiheit" von Milton Friedman ans Herz gelegt. Schlussendlich kann man eigentlich nur sagen, man hätte es wissen können. Wie sollte Gabriele Gillen, eine studierte Theaterwissenschaftlerin, auch nur halbwegs kompetente Aussagen über den Niedriglohnsektor machen? Bei Krankheit geht man zu einem studierten Arzt, in Wirtschaftsfragen zu einem Ökonom... und nicht zum einem journalistischen Bäcker.
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