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HALL OF FAMEam 27. Mai 2004
wie man sich fühlen kann, wenn man auf der unterhose OTTO KERN stehen hat (nämlich wie einer, der die wäsche eines toten aufbraucht), was von kleinen lädchen zu halten ist, die nur peruanische selbstgestrickte mützen verkaufen, warum die pfeffermühlen immer größer werden, warum arbeitslose büglerinnen oft "überraucht" aussehen und welche geheimnisse die finnische sprache für uns bereithält (wörter mit vielen y zum beispiel) - dem ist mit diesem dicken buch, das schwer wie ein lexikon wiegt, geholfen. er wird allerdings nicht über das an der oberfläche liegende belehrt, sondern eher über komplizierte dinge: wie homosexuelle über gießkannen am morgen denken und wozu sie sie nicht gebrauchen können, man erfährt komplett die namen von 21 verhungerten katzen, die auf dem bett ihres längst verwesten frauchens entdeckt wurden, man kann mit darüber brüten, ob tod und sexualität irgendetwas miteinander gemeinsam haben und man entdeckt mitteilungen darüber, was sich für ein belag in kellern von kneipen auf bierflaschen bilden kann - weshalb dringend davon abzuraten ist, den bierflaschenkelch beim glasfüllen mit jener flüssigkeit in berührung kommen zu lassen, die man hinterher trinken will. man wird belehrt, dass goldt manchmal nachvollziehen kann, dass fernreisende zuweilen aus frustration ganze völker unterjochen möchten, dass sie andererseits oft in paris gerade daran als deutsche zu erkennen sind, dass sie mit um die hüfte gebundenem pullover vor straßenmusikanten tanzen, als ob sie im senegal aufgewachsen wären. es wird im besonnen konzipierten nachschlagewerk von max goldt diskutiert, ob man babys besser mit kuh-tips oder mit fischstäbchen reinigt, man wird mit dem autoren darüber zutiefst traurig, dass viereinhalb millionen menschen "nachts raus" müssen ... goldt ist eigentlich in jedem deutschen haushalt unersetzlich - und vielleicht meldet man sich nach der lektüre des wälzers auch nicht mehr mit dem nachnamen am telefon - weil man das eigentlich nur in militär-diktaturen tut ...
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am 13. April 2012
Sie kennen den Unterschied zwischen Sarkasmus und Zynismus nicht? Dann sollten Sie Max Goldt lesen. Die Kurzgeschichten von Max Goldt erinnern mich persönlich latent an die amerikanischen von Charles Bukowski. Vielleicht kommt es daher, dass die Geschichten beider Herren polarisieren. Entweder man hasst sie oder man liebt sie. Dazwischen gibt es nichts. Wobei Bukowski eher zum Zynismus neigt. Aber lesen Sie selbst! Sie erwartet ein unvergleichliches Lesevergnügen mit detaillierten Beschreibungen wie sie nur aus der Feder von Max Goldt fließen können.
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am 26. Januar 2004
Lesungen von Max Goldt lohnen sich eigentlich immer, da es kaum einen Autor gibt, der seine Stimme dermaßen gut einsetzen kann. Viele der ohnehin schon sehr guten Texte gewinnen dadurch noch einmal außerordentlich - teilweise habe ich Gags mitbekommen, die ich beim bloßen Lesen gar nicht entdeckt hatte. In der vorliegenden Best - Of - Sammlung wird der Kenner einige neue Varianten entdecken, da alte Sachen teilweise recht umfangreich aufpoliert (wenn auch nicht immer verbessert) worden sind.
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am 8. Januar 2004
Man kennt das ja aus der Musik. Meist sind Best Of-Alben mehr schlecht als recht aus den Hits der betreffende Kappelle von der Plattenfirma zurechtgeschustert. Selten mal echte Highlights drauf. Und insgesamt auch recht uncool für Fans, sich solche Scheiben zum Verstauben ins Regal zu stellen.
Anders bei Max Goldt. Wer die bisherigen Best-Of-Bücher mit seinen besten Kolumnen (meist aus der Titanic)kennt, entdeckt hier trotzdem noch echte Perlen. Alte Texte wurden vom Autor nochmals extra restauriert und mit echter Fingerfarbe verschönert. Unter den vielen vielen Texten dieses Best-Of Best-Of gibt es sogar einige bisher unveröffentlichte Texte, die man höchstens mal auf ner Lesung oder einer CD hören musste/durfte. Und da man ja immer meint: die schönsten Geschichten schreibt das Leben selbst, gibts dann auch noch einige Tagebucheinträge (teilweise aus "Wenn man einen weißen Anzug anhat" und "Der Krapfen auf dem Sims")frei Haus.
Von der Qualität dieses Werks jemanden überzeugen zu wollen ist sowieso sinnlos. Goldt-Fans geben sich ihrem Messias sowieso kritiklos hin. Wer noch nichts von Goldt gelesen hat, ist mit diesem Best-Of-Werk auch sehr gut bedient und wird sich nach der Lektüre einfach ALLES nochmals kaufen wollen.
Zuletzt sei noch ein kleines Schmankerl erwähnt: die genialen Cartoons von Katz und Goldt, die in Unregelmäßigkeit über das ganze Buch verstreut sind.
Ganz, ganz großes Kopfkino!!!
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Bevor ich zum ersten Mal dieses Buch von Max Goldt gelesen habe, kannte ich bereits ähnliche Bücher von Harald Schmidt und Dietmar Wischmeyer. Schmidt nennt seine Bücher z.B. „Wohin?", Wischmeyer „Eine Reise durch das Land der Bekloppten und Bescheuerten". Max Goldt ist anders, als die eben genannten Zyniker. Das deuten bereits die Titel seiner Werke an. „Für Nächte am offenen Fenster"; zuerst dachte ich, daß sich Goldt mit diesem Titel über die ernsthafte Literatur lustig machen will. Nachdem ich mit dem Buch durch bin, weiß ich, daß Goldt das Zeug hat, selbst zu den Großen der Weltliteratur zu gehören. Im Gegensatz zu Schmidt und den unzähligen Fernsehkomikern, ist Goldt nämlich nicht nur witzig und pseudo-intellektuell, sondern auch sehr geübt im Umgang mit der deutschen Sprache. Manche seiner Geschichten sind stellenweise überhaupt nicht witzig, sondern nachdenklich und sehr klug. „Für Nächte" enthält keine Schnellschüße! Jeder Satz ist wohlüberlegt, alles fügt sich sehr schön zusammen. Das sind keine Fastfood-Geschichten, sondern Literatur für Gourmets.
Das Rezept ist eigentlich simpel. Goldt erzählt Alltagsgeschichten und plötzlich bringt er den Leser mit absurden Gags zum Lachen. Selten habe ich bei einem Buch so oft und so laut gelacht. Manche Gags sind so brillant, daß ich sie nachdem ich darüber gelacht hatte, noch mal las, nur um noch lauter zu lachen.
Einziger Makel ist, daß sich über die Distanz der mehr als 500 Seiten vieles wiederholt. Wenn man die Masche erst mal kennt, wird es zwar nicht langweilig, denn Goldt überrascht mit jeder Geschichte immer wieder aufs neue. Aber die plötzlichen Wendungen in der Handlungen wirken weniger originell. Das trübt den Spaß an diesem großartigen Buch allerdings nicht wirklich. Jetzt habe ich große Lust einen kompletten Roman von Max Goldt zu lesen. Und der sollte bitte ernst, traurig und lustig sein - so wie das richtige Leben eben. Max Goldt ist zu schade um ein Gag-Fließbandarbeiter zu sein. Immer lustig sein zu müssen ist fatal für ihn, denn damit würde er hinter seinen Möglichkeiten zurückbleiben. Goldt ist ein sehr feinsinniger Beobachter, ein Menschenfreund. Max Goldt ist ein ganz großartiger Autor!
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am 25. Dezember 2003
Max Goldt versteht es meisterhaft, die Drögheit des Alltags genüsslich zu sezieren und die Absurdität des Normalen zu entblößen. "Für Nächte am offenen Fenster" ist eine Sammlung seiner besten Texte von 1988-2002, wobei er sich nicht nur auf die Betrachtung beutelloser Staubsauger, U-Bahn-Fahrgästen mit Marschmusik im Kopfhörer und die Namen der unerträglichen Freundinnen bester Freunde beschränkt, sondern ganze Kosmen weiterer Skurrilitäten Erwähnung finden. Nie wird es langweilig, gemächlich belehrt uns der Autor über die Ursachen des Bartschattenneides und das Verhalten der Mittwochsmemmen, dabei wird sein beißender Zynismus häufig ganz freundlich und beiläufig serviert, die Faust im Samthandschuh sozusagen. Sehr fein ist dieses Buch, und gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln lachen diejenigen ungeachtet der dumpfen Verdrossenheit ihrer Umgebung am lautesten, die in Max Goldt-Büchern schmökern. Wer auf der Suche nach erlesenem Humor ist, der teutonische Eigenheiten brilliant unaufgeregt präsentiert, sollte einmal einen Blick werfen, alle anderen auch.
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am 9. Mai 2013
Wieder einmal nimmt uns der Titanic- Kolumnist, ehemalige Foyer des Arts Sänger und Lebensbeobachter vor dem Herrn, mit auf einen satirischen Ritt durch ein buntes Allerlei des Alltags. Sehr kurzweilig und ein anregendes Mittel für manche Gesichtsmuskeln.
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am 18. August 2009
Einfach ein tolles Buch. Erfrischend intelligent in Stil und Inhalt. Hatte Tränen in Augen - vom lachen. Muß man haben! Der perfekte Weg aus der Depression! Da brauche ich mich nicht lange auslassen. Das Buch spricht für sich und der Autor ist genial!
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am 16. Januar 2016
Wer da nicht lachen kann, ist vermutlich tot. Amazon möchte, dass ich noch zwölf Wörter schreibe, bevor ich diese Rezension veröffentlichen kann - mehr gibt es aber nicht zu sagen (und damit sind die Wörter ausreichend).
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ein wenig ein jammer mit max goldt's wunderbaren büchern ist, dass es sich zumeist um zusammenstellungen handelt und es daher immer wieder zu überschneidungen kommt.

bei der qualität des gebotenen kann man darüber aber durchaus hinwegsehen, denn wenn man beim lesen einer goldt'schen neuerwerbung zwischendurch auf altbekanntes stößt, wird dieses dann auch wieder erfreut und gerne gelesen.

zu schwer wiedersetzt man sich dem geradezu magischen wortfluß des sprachmeisters der ironie.

dass sein oeuvre großteils komisch ist, weiß ja nun bald jeder kulturinteressierte mensch zwischen scheibbs und nebraska. es gilt aber auch zu erkennen, wie raffiniert gesponnen, wie subtil gearbeitet seine werke sind und dass diese zum allerfeinsten der deutschsprachigen literatur gehören! es sind wahre wunder an poetischer eleganz und unter der dünnen und ausgewalzten haut seiner satzgebilde verbirgt sich eine untadelige moralische instanz.

max goldt gehört gelesen, seine literarische intelligenz muß erkannt werden, dieser mensch gehört gepriesen, ausgezeichnet und geehrt!

so ziemlich das wichtigste aus seinem gesamtwerk ist in diesem buch versammelt, ein schatzkästlein aus pointen und feinsinnigen betrachtungen, ein vergnügen von der ersten bis zur letzten seite!

hier könnte man locker eine "geld zurück" garantie abgeben, ich kann mir nicht vorstellen, dass es viele gibt, die dieses buch zurückgeben würden.
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