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5.0 von 5 Sternen "Es gibt in einer Krise nichts besseres, als Freunde, denen es richtig mies geht"
Ein toller Großstadt-Roman. Für mich ist das Literatur von heute, direkt, hart, witzig, unverkünstelt, schnell geschnitten und nah an den Helden, die man einfach lieben muss. Bei den Theken- und Küchendialogen musste ich im Zug laut lachen und zog die neugierigen Blicke der Mitreisenden auf mich. Nach drei Jahren endlich das zweite Buch von Lucy...
Veröffentlicht am 18. September 2010 von David

versus
3.0 von 5 Sternen mehr erwartet
Oh ja. Da habe ich mehr erwartet. Die Basis-Idee hörte sich einfach zu gut an. Die verschiedenen Varianten überzeugten nur im ersten Moment. Die Ausarbeitung war dann doch viel zu unausgereift, was wirklich schade war. Da steckt ein Potential drin, was gar nicht ausgeschöpft wurde. Auch das Zusammentreffen der vier Leute hätte noch einen ordentlichen...
Veröffentlicht am 12. Dezember 2011 von C. Voigt


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Es gibt in einer Krise nichts besseres, als Freunde, denen es richtig mies geht", 18. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich habe Freunde mitgebracht (Gebundene Ausgabe)
Ein toller Großstadt-Roman. Für mich ist das Literatur von heute, direkt, hart, witzig, unverkünstelt, schnell geschnitten und nah an den Helden, die man einfach lieben muss. Bei den Theken- und Küchendialogen musste ich im Zug laut lachen und zog die neugierigen Blicke der Mitreisenden auf mich. Nach drei Jahren endlich das zweite Buch von Lucy Fricke. Ich wünschte sie könnte so schnell schreiben wie ihre Bücher sind...
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und wir scheitern immer schöner, 23. Oktober 2010
Von 
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(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Ich habe Freunde mitgebracht (Gebundene Ausgabe)
Lucy Fricke ist ein sehr spezielles Buch gelungen. Ein Buch, das vielleicht einen Großteil der Leserschaft irgendwie unbefriedigt zurücklässt. Ich sehe das anders. Ich denke, dass der Unterschied zwischen Frickes Werk und thematisch ähnlichen Werken darin besteht, dass sie sich nicht anmaßt, uns Antworten aufzuzwingen. Für die Krisen, in denen sich die vier Hauptprotagonisten befinden mag es vielleicht auch überhaupt keine Antworten geben.

Selten habe ich ein Buch in der Hand gehalten, in der so gut das Dilemma unserer Generation wiedergegeben wird: Das Wollen und nicht Erreichenkönnen, das Hoffen und Glaubenverlieren, die Chance und die Ernüchterung. Wir lernen zu Beginn des Buches Martha kennen, die für einen Radiosender arbeitet. Martha, die 36 ist und immer wieder flieht, die seit 10 Jahren mit Henning zusammen lebt, der von der ganz großen Karriere als Comiczeichner träumt. Sie wünscht sich ein Kind, aber der Gedanke von einem Haus im Grünen, einem geregelten Leben, macht Martha Angst - und Henning erst. Dann sind da noch Jon und Betty. Jon ist erfolgloser Schauspieler, der die Chance seines Lebens bekommt - aber auch diese durch die Finger rinnen lässt, nicht ganz unschuldig. Und zum Schluss Betty, die auch beim Film ist, die als Scriptgirl völlig die Nerven verliert und deren Affäre endet, wie alles im Leben der vier irgendwann enden muss, obwohl es doch gerade erst begonnen. Lucy Fricke schreibt über Einsamkeit und Anonymität, über die Suche nach dem Glück und das Scheitern am Suchen. Sprachlich geschickt, mit leisen, ungezwungenen Pointen, vermittelt sie ein düsteres, erschütterndes Bild vom Erwachsenwerden, überhaupt: Ein Bild. Durch die szenenhaften Momentaufnahmen, hier merkt man deutlich, dass Lucy Fricke 1994 im Schneideraum begonnen hat, für viele Film- und Fernsehproduktionen gearbeitet hat, wirkt alles sehr temporeich, man kann sich in die Szenen hineinfühlen wie bei einem guten, schmerzhaften französischen Film. In diesen Szenen wird deutlich, was alle vier Hauptprotagonisten gemeinsam haben: Die Bodenhaftung haben sie längst verloren, ein Vor gibt es nicht und ein Zurück wollen sie sich nicht zugestehen. Es geht nicht weiter und deswegen enden sie am Meer, auf der Suche nach Antworten. Vielleicht ist die Antwort, dass es keine Antwort gibt. Vielleicht ist die Antwort, dass man andere Fragen stellen muss, um vielleicht ans Ziel zu kommen. Vielleicht ist die Antwort auch, dass man wenn man Freunde hat, die auch keine Antworten haben, gar nicht so schlecht dran ist.

Ich habe noch kein Buch gelesen, das mehr eine Liebeserklärung an "Und wir scheitern immer schöner war" ist. Ein Buch, das zwickt und vielleicht sogar ein bisschen wehtut, das zeigt, dass wir nicht alleine sind und es immer ein Weiter gibt, ein Weiter, aber nicht zwingend ein Besser. Dem Zitat 'Lucy Fricke zelebriert das Scheitern als Ehrensache' kann ich mich nur anschließen.

Allen, die nicht so genau wissen, ob sie Frickes Werk anspricht, empfehle ich, einfach mal in die Leseprobe reinzuschnuppern, die hier bei Amazon vorzufinden ist.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich habe Freunde mitgebracht, 8. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Ich habe Freunde mitgebracht (Gebundene Ausgabe)
Klappentext: Was tun, wenn's nicht mehr brennt?
Wenn Träume, Socken, Ziele und Liebhaber durcheinandergeraten, Erschöpfung die Wut ablöst und einem die Ausreden langsam ausgehen?

In einer Krise gibt es nichts Besseres als Freunde, denen es richtig mies geht. Dies ist ihre Geschichte.

<<Realisten wie Clemens Meyer und Lucy Fricke reißen mit dem Schaufelbagger tiefe Löcher in den Stadtasphalt und sind einfach nur begeisterungswürdig. Große Literatur zum Anschnallen.>> WDR
Inhalt: Henning liebt Martha, seit fast zehn Jahren schon. Wenn sie im Radio von Terroranschlägen und Bankenpleiten berichtet, hat ihn das noch immer beruhigt. Auch an ihre jährlichen Fluchten hat er sich gewöhnt. Doch dann wird Martha schwanger, und damit soll, muss alles anders werden. Plötzlich muss Struktur ins Leben, muss das Geld behalten werden und vorher auch noch verdient, man müsste, denkt Henning, eine Lebensversicherung abschließen, ein Haus kaufen, ein Bett, einen Kinderwagen, man müsste ' mal wieder mit Jon einen trinken gehen.

Jon ist Schauspieler, und er fürchtet Betty. So brutal, wie sie schweigen kann, wird er sich niemals prügeln können. Während Jon sich in der Rolle eines deutschen Dichters auf seinen Durchbruch vorbereitet, verliert Betty auf einem anderen Filmset die Beherrschung, ihren Job und ihren nicht mehr ganz so jungen Liebhaber. <<Sie hatten einen Nervenzusammenbruch>>, hört sie, <<und zwar nicht von schlechten Eltern.>> Genau so sagt es der Arzt, und Betty sieht ihn an, denkt, dass der von schlechten Eltern überhaupt keine Ahnung hat und seit wann die Ärzte eigentlich jünger sind als man selbst.

Keinesfalls absichtlich finden sich die vier im selben Fluchtauto wieder und eine kurze Strecke wird zur großen Fahrt.

Bewertung: Lucy Frickes Buch war Balsam für meine Seele. Sie zeigt hier, dass sie etwas von dem versteht, was sie da eigentlich tut. Sie schreibt so herzzerreißend wunderbar, dass einem dieses Buch gar nicht so recht wie ein Buch vorkommt. Eher wie eine schöne Melodie, die man immer und immer wieder hören kann.
<<Ja, er wusste schon, seit Jahren wusste er schon, Martha musste raus, und an diesem Satz blieb er hängen, jetzt, da sie offensichtlich den Zug zurück nicht genommen hatte, verpasst war ausgeschlossen, sie verpasste nie irgendetwas, erreichte alles immer in letzter Sekunde. Das führte dazu, dass sie ständig am Herumrennen war, selbst wenn sie saß. Martha kam nirgends an, auf jeden Fall nicht bei ihm, er war allenfalls die Station, an der sie sich ausruhte.>> S. 13

<<Herr M. hatte geredet und geredet und Betty das Handy durch das Fenster geworfen. Hauchdünnes Glas, im Winter fuhr der Wind durch die Rahmen, alles porös, alles defekt, Altbau mit Charme hatte damals in der Anzeige gestanden.>> S. 15

<<Aber die Kirchen, hieß es, schau dir die Kirchen an. Schlangen vor den Beichtstühlen, wie zu Hause am Ersten vor den Geldautomaten. Diskretionsabstand.>> S. 17
>Ich habe Freunde mitgebracht< ist erschreckend ehrlich und ein wenig, wie der Spiegel, den man vor die Nase gehalten bekommt. Schließlich kommen wir doch alle früher oder später in die Situation, in der uns die Flucht als die beste Möglichkeit erscheint.

Fazit: Tja, man kann es sich wohl schon denken. Ich bin hellauf begeistert von Lucy Frickes Werk. Es war nichts, was man in einem Rutsch verschlingt, weil es so spannend ist, dafür kann man es aber in kleinen Häppchen genießen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einen tucanblauen Umschlag hätte ich diesem Wunderbuch gewünscht!, 19. September 2010
Von 
Janie (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ich habe Freunde mitgebracht (Gebundene Ausgabe)
Hui... das mal wieder ein Buch, daß einen erst befremdet, dann fesselt, dann anrührt, verstört und letztlich legt man es weg und denkt: Wahnsinnsbuch!
Mit der Leseprobe hatte ich mich noch nicht so recht anfreunden können, wußte oder ahnte man doch nicht, wo diese vier Menschen hintreiben, was sie verbindet und wo sie letztlich enden, welche kleinen Dramen ihr Leben ausmachen und was sie aus der Bahn wirft.
Nach dem Buch, weiß man auch das nicht alles, aber man weiß, daß in einer Krise nichts besser hilft, als Freunde, denen es noch dreckiger geht.
Daß man sich zwar eine Markierung auf dem Lautstärkeregler der Anlage machen kann, die anzeigt, bis wo man die Toleranz des Nachbarn nicht überstrapaziert, daß es aber Situationen im Leben gibt, die einen die Markierung überschreiten lassen und daß die langbeinige Freundin des Nachbarn auch keine Markierung eingebaut hat, die ihre Lautstärle regelt.
Man erfährt, daß auch andere Frauen sich mit ihren Geschlechtsgenossinnen eher unsolidarisch zeigen und weder Balkonpflanzen pflegen, noch gesund leben und außerdem wenn sie werdende Mütter sind, sowieso alle von den werdenden Vätern im besten Fall im Puff betrogen werden.
Dieses Buch kommt gar nicht locker leicht daher, das will es auch gar nicht. Es ist dramatisch, es ist böse und es birgt Wahrheiten, die niemand hören will. Dramen, die niemand erleben will und menschliches Elend in dem man sich herrlich vergraben kann.
Außerdem birgt es kleine Fundstücke. Formulierungswunderbarkeiten, die mich, die ich nie irgendwas an einem Buch verknicke zu heftigen Eselsohren und Merkknicken verleitet haben.
So auch dieser Satz:
"Nicht ihr gemeinsames Leben hatte sich abgenutzt, sondern die Zweifel daran."
der zwar nur im Zusammenhang Sinn ergibt, den ich aber unheimlich treffend finde, auch ohne Zusammenhang.

Fazit:
Literarisch wertvoll, vielleicht nicht grad in der tiefsten Depression lesen, obwohl, vielleicht gerade dann?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen flauer Start und stete Steigerung, 4. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich habe Freunde mitgebracht (Gebundene Ausgabe)
Das Buch wurde mir empfohlen. Okay, wenn Sie in eine Buchhandlung gehen und fragen, Sie hätten gern einen Roman, der nicht gar zu traurig ist, wird es eh schwierig. Die Buchhändlerin empfahl mir Fricke und ich nahm das Buch einfach auf gut Glück mit. Zu Beginn des Lesens war ich ein wenig verärgert. Vier Depripersonen, die so gar nicht erwachsen werden wollen, ja regelrechte Verlierer, die nichts "auf die Kette" kriegen. Nachdem aber die Charakterskizzen abgeschlossen waren, entwickelte sich die Geschichte zunehmend. Der lockere, witzig-flotte Schreibstil von Lucy Fricke tat sein Übriges, die vier Freunde gewinnen an Überzeugungskraft, rücken näher zusammen, stützen sich gegenseitig auf humorvoll-ironische Art und Weise und entschließen sich schließlich zur gemeinsamen "Flucht", symbolisch auf engstem Raum und natürlich nicht sesshaft. Die Geschichte zeigt unverblümt einige Facetten unserer Gesellschaft, genauer die einer rastlosen und "heimatlosen" Generation, die in schwierigen und undankbaren Arbeitsverhältnissen stecken, obwohl oder auch weil sie nicht schlecht ausgebildet sind. Diese Facetten mit Humor zu zeichnen ist fast dreist, aber eben das ist auch der Verdienst von Lucy Fricke.
Viele Grüße
Stephan Peters
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prädikat "Krasse Alternative", 5. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich habe Freunde mitgebracht (Gebundene Ausgabe)
Den vier Protagonisten gelingt es nicht über die eigenen Retrospektiven eine Perspektive zu entwickeln. Und doch ist das Buch geeignet, den lesereigenen Horizont zu erweitern. Es befriedigt unser Bedürfnis, die Emotionen und Metaebenen zu durchleuchten, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Nähe und Distanz zu wahren und zu überraschen. Die Erzählung ist nicht mit Bildern überfrachtet und erlaubt dem Leser, die eigenen Erfahrungen und Phantasien in die Episoden einzubauen. Ich empfinde die Erzählung als Bereicherung. Dem offenen Schluss entnehme ich die Unsicherheit der Autorin, ihre eigenen Reflektionen und Projektionen in anderen Lebensaltern fortzuspinnen. Ich habe den offenen Handlungsbogen eher als "Aufforderung" verstanden, den Stillstand zu beenden und nicht den Gewohnheiten, die potentielle Risiken und Katastrophenszenarien in sich bergen, zu frönen. Eine schlichte Botschaft, die keiner bedarf, insbesondere keiner, der nicht weiß, wohin der nächste Tag ihn bringt. Frickes Erzählung ist faszinierendes, mitreißendes Kopfkino. Der Autorin gelingt es durch schlaglichtartiges Erzählen ein reichhaltiges Buffet auszurichten. Hat Lust auf mehr gemacht...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Midlife-Crisis Roman, 17. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich habe Freunde mitgebracht (Gebundene Ausgabe)
Im Großen und Ganzen dreht sich alles um vier Freunde, die sich seit Jahren kennen aber ein jeder doch sein eigenes Leben lebt und von den anderen nicht allzuviel weiß. Und wie es nun mal in einer Großstadt so ist, leben die Menschen doch aneinander vorbei. Es gibt Martha und Henning als ein Pärchen und Betty und Jon. Es wird immer viel Alkohol getrunken, bei allen geht es im Job drunter und drüber, mal steht alles auf der Kippe und dann wieder nicht. Keiner von den vieren hat Sicherheiten - kein groß angespartes Geld ... Martha ist schwanger von Henning, doch passt zu ihr ein Kind? Kann sie es versorgen? Sie freut sich, doch was wird Henning dazu sagen. Er - Henning - ist weniger begeistert von dem Kind. Die 10-jährige Beziehung der Beiden zeigt deutliche Risse. Betty, die eine steile Karriere im Showbusiness hingelegt hat, bekommt auch nichts mehr so richtig auf die Reihe. Sie schläft sich durch die Betten der Freunde. Jon, der immer eine Leiche gespielt hat, ist zum Casting geladen. Jeder der vier Freunde hat sein eigenes Schicksal, welches sie wieder zusammenbringen wird, denn sie haben einen gemeinsamen Traum.

Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und es springt die ganze Zeit zwischen den einzelnen Personen hin und her. Wenn man aber einmal angefangen hat zu lesen, dann kommt man auch in die Geschichte hinein. Eine bzw. vier Midlife-Crisis in witziger bzw. frecher Art dargestellt, die den Sinn der Freundschaft rüberbringen möchten und es bei mir auch geschafft haben. Freunde sind einfach da, dass man in schweren Zeiten zusammenhält und ein jeder für den anderen da sein soll.
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4.0 von 5 Sternen Gemeinsam überlebt besser, 16. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Ich habe Freunde mitgebracht (Gebundene Ausgabe)
Betty, Henning, Martha und Jon sind die Hauptdarsteller des Romans von Lucy Fricke. Allesamt illustre Persönlichkeiten, die auf ihrer Suche nach Erfolg und Lebensglück ihre individuellen Grenzen kennenlernen und stilvoll scheitern. Jede einzelne verfahrene Lebenssituation wird gefühlvoll geschildert und in Szene gesetzt.

Die Lage ist ernst mit Humor verfasst. Die Autorin trifft die wunden Punkte mit gelöster Dramatik und lässt ihre Figuren kurz vor dem Zusammenbruch immer wieder neu entstehen. Alle finden auf abstruse Art und Weise zusammen, nachdem Martha ihr Ungeborenes verliert. Nach und nach findet jeder im Zusammensein wieder neues Vertrauen und eine Realität. Gerl, die Mutter von Jon, und Hermann, der Automechaniker, der vielleicht auch Gerl's Liebhaber ist, sind Lebensretter, ohne es zu wissen. Die beiden sind unentbehrlich.

Lucy Fricke schafft mit ihrem klaren Stil eine wunderbare Geschichte. Trotz der dramatischen Personen wird das Buch nie schwer oder erhält eine depressiv gefärbte Stimmung. Hier weiß Frau Fricke mit überraschenden Dialogen, die so manche Lebensweisheit kundtun, Abhilfe zu schaffen. Der Leser schmunzelt und staunt, wie einfach es sein kann, das Leben auf die leichte Schulter zu nehmen, auch wenn erstmal nichts mehr geht.

Fazit für den Leserkreis, dem es mies geht: Fahrt an die Ostsee!

Für alle anderen: Absoluter Lesespaß mit dem Hinweis, dass Gemein- und Freundschaft doch das Allerwichtigste sind!
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3.0 von 5 Sternen mehr erwartet, 12. Dezember 2011
Von 
C. Voigt (Stanford/California) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ich habe Freunde mitgebracht (Gebundene Ausgabe)
Oh ja. Da habe ich mehr erwartet. Die Basis-Idee hörte sich einfach zu gut an. Die verschiedenen Varianten überzeugten nur im ersten Moment. Die Ausarbeitung war dann doch viel zu unausgereift, was wirklich schade war. Da steckt ein Potential drin, was gar nicht ausgeschöpft wurde. Auch das Zusammentreffen der vier Leute hätte noch einen ordentlichen Schuss mehr Kreativität vertragen können. Ebenso war der Humor nicht schwarz genug. Ach, ich hätte mir gewünscht, dass ein anderer Autor diese Geschichte umgesetzt hätte. Dann wäre es bestimmt ratz fatz verfilmt worden. Denn ich kann es mir so gut vorstellen.
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5.0 von 5 Sternen Klein und ausgesprochen fein!, 24. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Ich habe Freunde mitgebracht (Gebundene Ausgabe)
Jetzt ist es passiert. Volle Punktzahl! Lucy Fricke hat gehalten, was sie im Leseeindruck versprochen hat und die Geschichte zu einem runden Ganzen geformt. Gebt der Frau den Preis, dessen ich sie schon vor Wochen verdächtigt habe! Doch nicht mit der Tür ins Haus fallen...

"Ich habe Freunde mitgebracht" ist ein kleines, ausgesprochen feines Buch. Hier stimmt einfach alles: Erzählweise, Wortwahl, die Art, Bilder entstehen und für sich sprechen zu lassen. Kurz, präzise, mitreißend. Lucy Fricke hält unserem Alltag auf kunstvolle Weise den Spiegel vor. Dieses Buch atmet Zeitgeist. Die Figuren berühren, weil sie seltsam vertraut sind, jede auf ihre eigene Art. Ein bisschen wie Freunde, mit denen wir unsere eigene Geschichte teilen können, durch dick und dünn. Jon, Betty, Martha und Henning. Man möchte sie rütteln, mit ihnen lachen, weinen; man findet nicht alles gut, was sie tun, aber man findet sie! Vermutlich gleich um die Ecke. So ist das Leben. Nie ganz schwarz, nicht weiß. Und mit einer Prise trockenem Humor, weil man trotzdem lacht.
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Ich habe Freunde mitgebracht
Ich habe Freunde mitgebracht von Lucy Fricke (Gebundene Ausgabe - 17. September 2010)
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