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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gott des Gemetzels
Es ist zur lieben Gewohnheit des Feuilletons geworden, immer dann, wenn in einem Roman die Fassade einer vermeintlich intakten Familie zerlegt wird, den Hl. Jonathan als Referenz anzurufen: Peter Buwalda sei die niederländische, nein, die europäische Antwort auf den großen Franzen. Weder dem einen noch dem anderen wird man damit gerecht. Der eine ist...
Vor 17 Monaten von Felix Richter veröffentlicht

versus
41 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der niederländische FRANZEN? Wohl doch nicht…
Zu meinen Leseerlebnissen der letzten Jahre gehören die Romane J. Franzens, insbesondere „Die Korrekturen“. Da habe ich natürlich aufgehorcht, als jetzt „Bonita Avenue“ als niederländische oder gar europäische „Antwort auf Franzen“ angepriesen wurde. Immer her damit!

Diesen Vergleich im Kopf, gestaltete...
Vor 17 Monaten von Bücher-Bartleby veröffentlicht


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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wortgewaltiges Debut mit Kreissäge, 24. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Bonita Avenue (Gebundene Ausgabe)
Buwalda beschreibt eine niederländische Familiengeschichte, in deren Mittelpunkt der Mathematiker und Judoka Siem Sigerius steht. Im Laufe der Geschichte merkt der Leser, dass diese Familie nicht die Bilderbuchfamilie ist, die sie zu sein scheint und mit aller Kraft ohne Rücksicht auf Verluste verteidigt wird.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, da der Autor die Kunst beherrscht, dem Leser häppchenweise und in nicht chronologischer Form Informationen über die Protagonisten zu präsentieren. Anfangs war ich sehr verwirrt über die vielen Zeitsprünge und unterschiedlichen Erzählperspektiven, aber nach und nach fügte sich ein Gesamtbild zusammen. Erzähltechnisch finde ich den Roman absolut gelungen, Buwalda ist ein Meister darin, zwischen unterschiedlichen Settings, Ich- und auktorialem Erzähler und unterschiedlichen Charakteren zu springen.

Der oft mit Franzen verglichene Autor ist allerdings weniger subtil als Franzen, so wird es am Ende richtig blutrünstig-auf den 640 Seiten kommt keine Langeweile auf.

Ich bin gespannt auf die weiteren Werke des vielversprechenden Autors und kann diesen Roman absolut empfehlen!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Topautor! Leseentdeckung 2013!, 1. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Bonita Avenue (Gebundene Ausgabe)
So geht Belletristik! Genau so! Bonita Avenue, Berkeley, USA, ist in seiner produktivsten Phase der Wohnsitz des Mathematikers und Uniprofs Siem Sigerius und seiner Familie.

Wie der Arc de Triomphe steht Sigerius im Mittelpunkt dieses sprachgewaltigen Romans, auf den die gewichtigen Strassen bzw. Protagonisten zulaufen. Von seiner Persönlichkeit, erdrückend und prägend, vital, ehrgeizig und unter der Oberfläche doch labil, sind alle angezogen, werden belebt oder zerbrochen, je nach deren eigener Charakterbeschaffenheit. Nach einem frühen Umbruch in Sigerius Vita hat das Leben ihm neue Trumpfkarten in die Hand gegeben, allerdings ist da irgendwo auch ein Schwarzer Peter daruntergemischt ... wie ärgerlich!

Ein Roman wie aus dem Lehr- und Bilderbuch, spannend, bildhaft, kraftvoll, zeichnend und meißelnd, mit exakter und kreativer Handhabung der Sprache, ein Autor, der alles herausholt was herauszuholen ist, und der ganz nebenbei den Unibetrieb aufs Korn und mit ins Visier nimmt, so dass das vorliegende Familienepos eine besonders elegante Note bekommt wie bei einem guten Wein das Buquett. Zu Recht wurde Peter Buwalda für sein Werk, erschienen erstmals 2010 in den Niederlanden mehrfach in seiner Heimat ausgezeichnet.

Fazit: Ein Lesevergnügen für alle, die schwerere Kost mit leichter Hand serviert bekommen möchten und bisher meine persönliche Leseentdeckung des Jahres 2013.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familie und andere Katastrophen, 2. September 2013
Von 
Amazon Customer - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Bonita Avenue (Gebundene Ausgabe)
Peter Buwalda lässt den Leser aus drei unterschiedlichen Perspektiven am Auseinanderfallen einer Familie teilhaben. Eine sich mehr und mehr steigernde Abfolge von Ereignissen, die ihre explosive, zerstörerische Kraft durch die Geheimnisse die die Protagonisten voreinander haben erhalten. Die Versuche das Gesicht zu wahren, sich selbst und die anderen vor der Wahrheit zu schützen, schaden am Ende mehr als das sie helfen.
Der Autor lässt Siem Sigerius, Mathematiker und Universitätsdirektor, dessen Stieftochter Joni sowie deren Freund Aaron ihre Sicht der Ereignisse schildern. Joni und Aaron verbindet nicht nur, zumindest zunächst, ihre Liebe, sondern vor allem eine etwas heikle, aber sehr erfolgreiche Geschäftsidee, die aber unter allen Umständen geheim bleiben muss. Das Siem irgendwann diese Geheimnis durchschaut wäre nicht so tragisch, wenn es ihn nicht selbst kompromittieren würde. Siems Sohn aus erster Ehe, das schwarze Schaf der Familie, gerade aus dem Gefängnis entlassen, trägt dazu bei das die Dinge eskalieren.

Die Erzählstränge wechseln nicht nur zwischen den drei Figuren, sondern auch in der Zeit. Immer wieder werden längst vergangene Ereignisse und Erinnerungen eingeflochten. Erst nach und nach erschließt sich der Lauf der Ereignisse, werden die Geheimnisse gelüftet und offenbart wer was gemacht hat und welche Konsequenzen sich schließlich daraus ergeben. Stets erhält der Leser weitere Einblicke, wird der Blick auf etwas Neues gelenkt und Erklärungen und frische Perspektiven tun sich auf. Dadurch dass der Leser den Blickwinkel jeder Hauptfigur einnimmt, kann deren jeweiliger Logik gefolgt und erlebt werden, wie alle dazu beitragen, dass die vermeintliche Idylle zum Albtraum wird. Die Charaktere sind plastisch und glaubwürdig, haben Stärken und Schwächen, rechtfertigen die eigenen Handlungen und sind dabei nur allzu menschlich.
Die Sprache ist kraftvoll, sehr lebendig und zeichnet interessante Bilder. Die Ereignisse steigern sich mehr und mehr, subtil ist das was hier verborgen werden soll gerade nicht. Buwalda scheut sich nicht schlimmstmögliches geschehen zu lassen, um dann noch nachzulegen. Sicher nicht die üblichen Familienkleinigkeiten die unter dem Deckel gehalten werden sollen. Das aber macht den Reiz des Romans aus und die innere Logik der Geschichte ist nachvollziehbar.

Geheimnisse, Lügen und Halbwahrheiten ziehen sich durch die Lebensgeschichte der Figuren. Doch wo wäre für jeden Einzelnen Offenheit und Ehrlichkeit besser gewesen? Wo wurde der Punkt überschritten an dem es kein Zurück zur Wahrheit mehr gab?
Siems Sohn, der Kriminelle, das schwarze Schaf, ist im Gegensatz zu den Anderen aufrichtig. Sagt was Sache ist und bedroht damit die heile Welt. Das gerade dieser unsympathische, gefährliche, Kerl der Einzige Ehrliche ist, ist eine böse Pointe des Autors. Zumal es Buwalda gelingt dem Leser zu zeigen, dass der Junge durchaus Grund zu Hass und Wut hat.

Kein Familienroman der die üblichen Nicklichkeiten verhandelt. Ehrlich, drastisch, voll prallem Leben. Ein Roman der durch die kluge, gekonnt verschachtelte Erzählweise immer interessant bleibt. Erfordert Konzentration, entwickelt aber einen Sog dem ich mich nicht entziehen konnte.
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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wer die Korrekturen liebte..., 22. Februar 2013
Von 
Eskalina (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Bonita Avenue (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch wird als „niederländische Antwort“ auf Jonathan Franzen bezeichnet und beworben. Natürlich sind die Parallelen sehr deutlich zu sehen, denn auch Buwalda erarbeitet, nein seziert auf intensive Weise die unterschiedlichen Beziehungsgeflechte seiner Figuren und zeigt eine Chronologie ihres gemeinsamen Scheiterns auf. Mit einem gigantischen Knall explodiert nicht nur die Feuerwerksfabrik in Enschede, sondern auch das bisherige Leben von Siem Sigerius. Gut gewählt ist dieser Zeitpunkt von Buwalda, denn obwohl keine tatsächliche Kausalität mit diesem Unglück besteht, so ist es doch als Wendepunkt im Leben aller Beteiligten anzusehen. Zitat:"Eine physikalische Katastrophe wie die Explosion der Feuerwerksfabrik ist ein Kreißsaal, in dem neue Katastrophen geboren werden."

Der ruhige unaufgeregte Schreibstil könnte von manchem Leser als langweilig empfunden werden und doch lauern auf den über 600 Seiten Mord und Totschlag und moralische Verfehlungen. Der Sohn von Siem ist ein Mörder, der immer wieder in das Leben seines Vaters drängt, seine Stieftochter ist ins Internetpornogeschäft eingestiegen und er, der Vater, sieht quasi hilflos zu, wie das alles seiner Reputation Schaden zufügen wird.

Buwalda setzt den Focus in jedem Kapitel auf ein anders Familienmitglied. Als Ich-Erzählerin fungiert teilweise Joni, die zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin- und her springt.

Oft wird den Geschehnissen schon vorgegriffen, weiß man schon, was geschehen wird, doch das mindert nicht das Interesse, das durch den beeindruckenden Stil des Autors über die gesamte Länge des Buches aufrecht erhalten wird.

Man kann sicher verschiedene Interpretationsansätze heranziehen – für mich zeigt das Buch deutlich den Konflikt zweier Generationen, die mit den Werten der jeweils anderen Generation hadern und versuchen ihren eigenen Weg zu gehen. Gewinner sucht man allerdings vergebens.

Mein Fazit: Sein kluger Handlungsaufbau, die intelligente Sprache und ein beeindruckender Stil machen dieses Buch zu einem lohnenswerten Lesevergnügen. Für alle, die das Buch "Die Korrekturen" von Jonathan Franzen gern gelesen haben.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Höllenrittiges Familiendrama..., 3. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bonita Avenue (Kindle Edition)
In der ZEIT übedurchschnittlich gut rezensiert, war ich sehr gespannt, ob Bonita Avenue auch hält, was es verspricht - in der Tat spinnt Peter Buwalda für ein Erstlingswerk eine überraschend fesselnde Geschichte. Vor allem die wechselnden Erzählperspektiven und der Sprung zwischen Gegenwart und Retrospektive lassen ein interessantes Leseerlebnis entstehen. Zum Ende des Romans wird mir persönlich die Handlung dann aber doch zu brutal und verworren um die vollen 5 Punkte zu geben. Alles in allem aber ein durchauch empfehlenswertes Buch...
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende Famliengeschichte, 11. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bonita Avenue (Kindle Edition)
Sehr unterhaltsam. Einzig das Ende ist für diesen sonst in allen Bereichen ins Detail gehenden Roman nicht so rund und schlüssig. Wie kommt der Vater auf das Boot????
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Explodierende Idylle, 5. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Bonita Avenue (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist einfach grandios! Es ist fantastisch geschrieben, in einer einfachen Sprache, doch mit starken Bildern. Immer wieder habe ich einzelne Stellen mehrmals gelesen, weil mir die detaillierte Schilderungen einzelner Szenen so gut gefallen hat. Die Rahmenhandlung ist schnell beschrieben:

Siem Sigerius, ehemaliger Judo-Meister, Mathematik-Genie und Rektor der Universität von Enschede, hat sein Leben im Griff. Mit seiner Patchworkfamilie lebt er in einem schönen Bauernhaus, seine Ehe ist nicht mehr prickelnd, aber gut, seine Stieftöcher sind schön und begabt, ein Ministerposten steht in Aussicht.

Doch in einem heißen Sommer beginnt die Idylle zu bröckeln: In Form seines missratenen Sohnes aus erster Ehe holt Sigerius die verdrängte Vergangenheit ein, Joni, seine über alles geliebte älteste Stieftochter, geht zusammen mit ihrem Freund Aaron Wege, die er nicht gutheißen kann und in Enschede fliegt eine Feuerwerksfabrik in die Luft - Auslöser für eine Reihe von Ereignissen, die zur Auflösung der Familie Sigerius führen.

Neben der bildhaften Sprache liegt die Stärke des Romans in der Entwicklung der Charaktere. Alle handelnden Personen wollen gute Menschen sein, haben zwar ihre Fehler, aber auch ihre moralischen Standards. Jede Person für sich hätte wohl ein durchschnittliches Leben mit normalen Höhen und Tiefen gelebt. Jede einzelne ihrer Handlungen und Entscheidungen ist - für sich betrachtet - fast belanglos, logisch, in sich stimmig und nachvollziehbar. Doch im Zusammenspiel des Handelns entsteht eine knisternde und explosive Atmosphäre, in der das Leben der Handelnden völlig aus der Bahn gerät.

Die Grundhandlung des Romans spielt in dem Sommer, in dem die Feuerwerksfabrik ebenso wie das Leben der Familie Sigerius explodiert. Um die Charaktere zu entwickeln und um zu erklären, warum sie so und nicht anders handeln, führt Buwalda den Leser in die Vergangenheit, die Kindheit und Jugend der einzelnen Figuren. Auf einer anderen Zeitebene blicken Joni und ihr Freund Aaron zurück auf jenen schicksalhaften Sommer, der ihr ganzes Leben veränderte. - Die geschickt miteinander verwobenen verschiedenen Zeitebenen sind mitunter zwar verwirrend, tragen aber dazu bei, die Spannung zu erhöhen und die Erzählung zu verdichten.
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5.0 von 5 Sternen Ein brutales Epos, 13. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Bonita Avenue (Gebundene Ausgabe)
Peter Buwaldas Familienroman Bonita Avenue ist ein rasant an Fahrt gewinnender Schocker. Es ist, als würde man zusehen, wie jemand aus dem zehnten Stockwerk eines Hochhauses springt.

In zerklüfteten "Textinseln" erleben wir den Aufstieg einer holländischen Familie bis es gesellschaftlich gesehen nicht mehr weiter nach oben geht. Doch steht der Erfolg sozusagen auf morschem Funndament: Es gibt einen Sohn aus erster Ehe, der sein Dasein in einem Gefängnis fristet.
Irgendwann fängt das Fundament des Erfolges an zu bröckeln, ein gnadenloser Sturz ist die Folge.
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5.0 von 5 Sternen Ungewöhnlicher Aufbau,mitreissende Geschichte, 7. September 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Bonita Avenue (Gebundene Ausgabe)
Mir hat das Buch sehr gut gefallen.Aber! Andere Leser,die ich kenne,sind mit dem Aufbau des Romans nicht klar gekommen.
Es gibt 3 Hauptpersonen,Siem Siberius,der Matheprofessor und Minister,seine Stieftochter Joni und deren Partner Aaron.Alle drei treten umeinander in verschiedenen Kapiteln auf,manchmal im Präsens,meistens im Imperfekt.Die Geschichte wirkt auch zerschnipselt und neu zusammengesetzt,nicht historisch,sodass zum Beispiel Siems Schicksal schnell bekannt wird.
Wem solch ein Aufbau nicht liegt,wird an dem Buch wohl wenig Freude haben.
Mir gefällt dieser Aufbau,ich blieb ständig neugierig auf die schwarzen Stellen der Erzählung,und wie es so und soweit kommen konnte.
Die Handlung ist im Vergleich zu anderen Familiendramen recht heftig.
Siem ist begnadeter Mathematiker von Weltruf,wird sogar Minister.
Sein leiblicher Sohn ist ein Dauerkrimineller,der lange als"Hammermörder"im Gefängnis sitzt.
Die Stieftochter Joni zieht mit Aaron eine Internetseite auf,wo pornografische Fotos von ihr verkauft werden,die sie auf dem Dachboden ihrer Wohnung machen.sie verdienen damit ein verheimlichtes Vermögen.Wie sie dazu kommen und wie Joni es später schafft,in den USA ein Pornoimperium aufzuziehen,wird nicht erklärt,ebensowenig die Kriminalität des Sohnes Wilbert.
Dafür wird die Karriere des Pornostars Sasha Grey in die Handlung eingeflochten,was mit der sonstigen Handlung nichts zu tun hat.
Dennoch habe ich den"Wälzer"mit Freude und Genuss gelesen,die Personen wirkten trotz extremer Lebensweise recht authentisch und wirkten bis auf Joni sehr plastisch auf mich.
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4.0 von 5 Sternen großer Roman, 19. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bonita Avenue (Gebundene Ausgabe)
Peter Buwaldas Roman muss den Vergleich mit den "Korrekturen" von Franzen nicht scheuen, er ist eine Klasse für sich - verstörend, fesselnd, packend.
Besonderer Dank gebührt dem Übersetzer für die gelungene Übertragung ins Deutsche!
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Bonita Avenue
Bonita Avenue von Peter Buwalda (Gebundene Ausgabe - 22. Februar 2013)
EUR 24,95
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