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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Früher ein Grund für den Tod des Autors auf dem Scheiterhaufen
ALLGEMEINES

Reza Asnan (*1972) ist Religionswissenschaftler. Nach eigener Aussage ist er in einer Familie aufgewachsen (S. 4) „aus lauen Muslimen und dezidierten Atheisten“. Er war Muslim, konvertierte dann zum Christentum und wieder zurück zum Islam. Dieses Buch habe, so der Klappentet, in den USA für einen Skandal gesorgt. Wenn man es...
Vor 3 Monaten von Arnold Castor veröffentlicht

versus
71 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine typisch amerikanische Variante des Jesus von Nazareth
Dieses Buch habe ich gekauft, weil auf dem Schutzumschlag das Rezensions-Zitat aus der >Zeit< stand: Aslan zeigt, dass Religionsgeschichte unterhaltend sein kann... Er spricht aus, was vielen Theologen unaussprechlich ist.
Ich habe dieses Buch tatsächlich gelesen.
Dieses Buch ist ein Erzeugnis, dessen Haupttext man ohne Abstriche als unter den allseits...
Vor 4 Monaten von Kassandra 89 veröffentlicht


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71 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine typisch amerikanische Variante des Jesus von Nazareth, 13. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zelot: Jesus von Nazaret und seine Zeit (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch habe ich gekauft, weil auf dem Schutzumschlag das Rezensions-Zitat aus der >Zeit< stand: Aslan zeigt, dass Religionsgeschichte unterhaltend sein kann... Er spricht aus, was vielen Theologen unaussprechlich ist.
Ich habe dieses Buch tatsächlich gelesen.
Dieses Buch ist ein Erzeugnis, dessen Haupttext man ohne Abstriche als unter den allseits bekannten und einem sattsam zum Halse heraushängenden Regeln des amerikanischen kreativen Schreibens erzeugt bezeichnen kann.
Es ist auch für den Leser nicht immer von Vorteil, wenn er feststellt, welche geistigen Vorstellungen der Autor aus seiner eigenen Zeit und seiner persönlichen Erfahrungen auf die Vergangenheit zu übertragen versucht. So entsteht dann im Buch ein 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung in Palästina, von dem man annehmen könnte, dass Jesus, den man sich als patriotisch gesinnten amerikanischen Staatsbürger vorstellen muss, nach Palästina geschickt wurde, um dort endlich mal in Ordnung zu bringen, was dort von Römern und ihren Parteigängern so angerichtet wurde.
Der Autor will uns trotzdem in seiner abschließenden Danksagung den Inhalt als das Ergebnis von zwei Jahrzehnten Forschungsarbeit verkaufen. Die Bibliografie (das Literaturverzeichnis und das Verzeichnis der Aufsätze) entspricht durchaus diesem Anspruch, was aber unter Berücksichtigung, dass es sich vorwiegend um englischsprachige Quellen, dazu noch um wissenschaftliche Veröffentlichungen in Aufsatzform handelt, bei einem in deutscher Übersetzung vorliegendem Werk für den gedachten Leser nicht sehr hilfreich sein dürfte.
Der Haupttext des Buches selbst ist infolge seiner Kreativität, die auf Logik oft gern verzichtet, anscheinend nur für sehr unkritische Leser gedacht, die sich leicht von charismatischer Erzählweise übertölpeln lassen. Da wird infolge fehlender Informationen nicht selten frei phantasiert. (Sehr bezeichnend die Herleitung der Person Jesu als Bauernjunge aus Nazareth, der aus subsistenzwirtschaftlichen Verhältnissen gestammt habe und eventuell sogar Analphabet gewesen sei, worauf dann der ganze Inhalt des Buches aufgebaut wird.)
Jedem Kapitel des Buches ist nun eine >Anmerkung< beigefügt. Da kommen zu den 268 Seiten des Buches noch einmal 90 Seiten Text zusammen, in denen dann darauf verwiesen wird, woraus die entsprechenden Behauptungen im Text entwickelt wurden. Die dort teilweise haarspalterischen Beweisführungen in der weitscheifigen Auslegung der Äußerungen des als Bauerntölpel abqualifizierten Jesus haben mich dann sehr verwundert.
Was man dem Buch als positiv ankreiden muss: Es bringt eine gute Übersicht über die im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung im Heiligen Land unterwegs befindlichen bunten Vögel der Religions- und der Magier-, bzw. Esoterikszene und deren Praktiken. Da war mir einiges noch nicht so bekannt. Vor allem das Skandalöse ist gut herausgearbeitet. Man glaubt manchmal fast die damalige Bild-Zeitung zu lesen, falls es die damals schon gegeben hätte.
Was ich dem Autor ganz besonders verüble: Er klammert sich an das Neue Testament als heiligen Text und er nimmt jedes Wort als historische Tatsache. Gleichzeitig bestreitet er diese Historizität ganz pauschal. Die Idee, dass bereits damals politische Ziele mit Hilfe religiöser Argumente durchgesetzt wurden, und dass hinter irgendwelchen religiösen Bewegungen ganz vordergründige Machtinteressen steckten wird zwar angedeutet, aber eben nicht bewiesen.
Vor allem ignoriert er vollständig, dass man beispielsweise die Evangelien ganz gezielt als amtliche Verlautbarungen der Flavier erst nach dem Judäischen Krieg veröffentlichte (Evangelien waren offizielle Nachrichten der Kaiser!) und dass dieser Veröffentlichung ganz konkrete Ursachen zugrunde lagen, die sich im vordergründigen Pazifismus der Lehre Jesu niederschlugen (erwiesenermaßen nachträgliche Anhänge der Bergpredigt und der Feldpredigt) und auch finanzielle Gründe (Ausweitung der soeben eingeführten Judensteuer auf die Christen, welche sie anfangs verweigerten.). Jesus weist doch in allen synoptischen Evangelien darauf hin, dem Kaiser Steuern zu zahlen. Die Messiasdefinition der Evangelien umfasste im Bedarfsfall sogar den römischen Kaiser!
Dass Jesus im Machtgeflecht der miteinander im Clinch liegenden herrschenden judäischen Oberschicht mit der Administration des römischen Reiches ein Störfaktor war, der beseitigt werden musste, wird nicht klar. Der Prozess vor Pilatus wird als völlig unglaubwürdig verworfen, weil Pilatus sich doch nicht mit einem >unschuldigen jüdischen Bauern< (S. 191) abgegeben haben könnte.
Vor allem bleibt unbegreiflich, dass gerade die Bewegung des Jesus überlebte und sich zum Christentum entwickelte, den uns der Autor trotz seines Analphabetentums immer stärker zu einem Bauernführer mit utopisch-kommunistischen Vorstellungen herauszuarbeiten versucht.
Nach über 200 Seiten auf denen die Texte der Evangelien in sehr kreativer Form, dem Originaltext oft nur lose nachempfindbar, erzählerisch neu gefasst wurden, steht dann fest, dass >Die Geschichte des eifernden galiläischen Bauern und jüdischen Nationalisten, der die Rolle des Messias einnahm und eine tollkühne Rebellion gegen die korrupte Priesterschaft des Tempels und die grausame römische Besatzung anzettelte ...< von Anhängern umgeben war, die als Apostel denkbar ungeeignet waren, denn >Schließlich waren es Bauern und Fischer, sie konnten weder lesen noch schreiben.<.
Aus dieser geistigen Beerdigung der historischen Vorbilder des Personals der Evangelien wird nun die Auferstehung des Christentums ab Seite 218 aus der völlig zweckfreien und unbegründeten Initiative >einer neuen Liga gebildeter, städtischer, griechischsprachiger Diasporajuden< konstruiert. Wo mögen die wohl so plötzlich hergekommen sein, um sich die Finger an der Erstellung und Verbreitung aufwieglerischen Gedankengutes aufrührerischer Bauern und Fischer verbrennen zu wollen?
Wieso dann der Bruder des dummen Bauernjungen Jesus, Jakobus der Gerechte, noch ein eigenes ihn würdigendes Kapitel in diesem Buch bekam und seine Auseinandersetzung mit Paulus so theologisch und strategisch ausgewalzt wird, ist kaum noch verständlich. Selbst die Figur des Paulus als Einzelgänger ist nicht mehr nachvollziehbar. Zieht man dabei noch heran, welche radikale Umarbeitung und Ergänzungen speziell die Paulusbriefe in theologischer Hinsicht zur Zeit der Kirchenväter erfuhren, so dass sie erst da zu den theologischen Lehrbriefen wurden (Detering >Der gefälschte Paulus<), dann bricht auch noch der Rest der versuchten religiösen Beweisführung in sich zusammen.
Die Person des historischen Jesus ist tatsächlich für den christlichen Glauben nicht wirklich wichtig. Sogar für Paulus, auf dessen Theologie der christliche Glauben aufbaut, war nur der auferstandene Jesus der Christus, auf den wir hoffen sollen, von Interesse. Die hier vorgestellte fiktive Konstruktion eines Jesus aber jetzt ohne jeden Grund derartig zur Unperson herabzuwürdigen, geht wirklich an die Grenze des Zumutbaren.
Reza Aslan zieht zwar sehr umfangreiches Material des Flavius Josephus zur Illustration der Zustände im Heiligen Land heran, was ihm aber dabei, wie auch bisher den meisten Historikern entgeht, sind die Parallelen bestimmter Passagen des Josephus zur Apostelgeschichte, mit denen man Zugang zu den historisch belegbaren Identitäten einiger Jesusjünger bekommt, und dem, was die tatsächlich unternahmen, die uns Josephus damit historisch nachweist. Die Bedeutung und der historische Gehalt der >Vita< des Josephus wird heute immer noch total unterschätzt.
Es gibt eine große Anzahl sehr guter Veröffentlichungen deutscher Autoren zum historischen Jesus und seiner Zeit, die alle an einem kranken, dass sie bei aller versuchten historischen Objektivität die absolute Gottsohnschaft der Person des Jesus, die er selbst nie behauptet hat, uns um jeden Preis erhalten, oder sogar zementieren wollen. Auch dieses Buch erliegt diesem anscheinend unüberwindbaren Tabu. Es ist ein tatsächlich in der Wolle gefärbter amerikanischer Versuch, Jesus zu vereinnahmen. Man hätte sich die bestimmt sehr aufwendige Übersetzung ins Deutsche ersparen können.
Falls Sie also wirklich etwas darüber erfahren wollen, wer der historische Jesus tatsächlich war, in wessen Auftrag er unterwegs war, und im Brennpunkt welcher politischen Verwicklungen er mit seinem Anhang agierte, so dass man nicht darum herum kam, ihn bereits unmittelbar nach seiner Hinrichtung nachträglich auch theologisch sattelfest zum himmlischen Messias auszubauen, und damit im 1. Jahrhundert die Katastrophe eines Volkes um wenigstens 40 Jahre aufzuschieben, dann lesen Sie lieber von Georg Naundorfer >Das Projekt Jesus Christus<. Dort ist übrigens auch genau herausgearbeitet, auf welchen eklatanten Missverständnissen der Evangelientexte der Grund der angeblichen Judenfeindlichkeit der nachweisbar von Juden erstellten Evangelien beruht.
Selbst Peter de Rosas Buch >Der Jesusmythos<, welches 1991 erschien, und noch sehr stark katholisch geprägt war, ist mit Abstand besser, von den Autoren Karlheinz Deschner >Abermals krähte der Hahn< und Uta R%anke-Heinemann >Nein, und Amen< einmal ganz abgesehen.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Früher ein Grund für den Tod des Autors auf dem Scheiterhaufen, 8. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Zelot: Jesus von Nazaret und seine Zeit (Gebundene Ausgabe)
ALLGEMEINES

Reza Asnan (*1972) ist Religionswissenschaftler. Nach eigener Aussage ist er in einer Familie aufgewachsen (S. 4) „aus lauen Muslimen und dezidierten Atheisten“. Er war Muslim, konvertierte dann zum Christentum und wieder zurück zum Islam. Dieses Buch habe, so der Klappentet, in den USA für einen Skandal gesorgt. Wenn man es gelesen hat, kann man verstehen warum. Der Inhalt ist eine Fundgrube für all diejenigen, welche (auch) die christliche Religion als eine Sammlung von Mythen, Halbwahrheiten oder bewussten Fälschungen betrachten. Man sollte es nicht kurz vor Weihnachten lesen, wie der Rezensent. Die Gefahr besteht, dass auch der letzte irrationale Rest vom Glauben an das „Christkind“ erbarmungslos zerstört wird. Wer jedoch etwas über den „historischen Jesus“ erfahren möchte, für den ist das Buch eine gut lesbare aufschlussreiche Quelle. Zu jedem Kapitel gibt es zusätzlich im 89-seitigen (!) Anhang eine Diskussion der Quellen, aus denen Asnan geschöpft hat.

ZUM BUCH

Da das Buch sehr Faktenreich ist, sollen hier nur einige wenige Kernaussagen hervorgehoben werden. Gleich zu Beginn stellt Asnan fest (S. 22-23): „Es gibt keine Augenzeugenberichte über Jesu Worte und Taten…“ sondern „… die Evangelien erzählen von Jesus Christus, nicht vom Menschen Jesus.“ Den Autoren der Evangelien sei es nicht darum gegangen, (S. 64) „Fakten aufzudecken, sondern Wahrheiten zu enthüllen.“ Gemeint sind sogenannte Glaubenswahrheiten. Geschichtsschreibung im heutigen Sinne hätten sie nicht gekannt. Der historische Jesus (S. 147) „war einer von unzähligen Wahrsagern, Traumdeutern, Zauberern und Medizinmännern, die durch Judäa und Galiläa wanderten“ und (S. 146) „seine Rolle als Exorzist und Wunderheiler wurde nie angezweifelt, weder von seinen Anhängern noch von seinen Gegnern.“ Zudem habe sich (S. 163) „Jesus als unumstößlicher Friedensstifter … als reines Phantasieprodukt erwiesen.“

Jesu habe sich nach den bekannten Aufzeichnungen nie selbst „Sohn Gottes“ genannt. Dies sei zudem keine Bezeichnung für ein Vater-Sohn-Verhältnis gewesen, sondern (S. 180) „war vielmehr die traditionelle Bezeichnung der Könige Israels“. Asnan vergleicht sehr viele Aussagen aus den Evangelien mit den damals üblichen Gepflogenheiten und folgert, dass viele mit den historischen Fakten nicht übereinstimmen können. Beispielsweise hält er einen Prozess vor Pilatus gegen Jesu als sehr unwahrscheinlich. (S. 194) „Die Szene widerspricht jeglicher Logik“. Man könne ihn (S. 203) „als reine Phantasie abtun“. Die Auferstehung drei Tage nach dem grausamen Tod (S.221) „widerspricht ganz offensichtlich jeder Logik, aller Vernunft und dem gesunden Menschenverstand“. Sie sei kein historisches Ereignis aber dennoch für Christen (S. 223) „sogar die ultimative Glaubensprüfung.“ Gleiches gelte für das Dogma der Jungfräulichkeit Marias. Dem widerspreche schon die Erwähnung von Jakobus als Bruder Jesu.

Auch die Geschichte von der Bekehrung des Saulus zu Paulus sei nichts anderes als eine (S. 232) „propagandistische Legende aus der Feder des Evangelisten Lukas“. Paulus habe zudem keine Ahnung gehabt (S. 236) „wer der historische Jesus gewesen war“. Gerade deshalb sei jedoch mit Paulus erst das Christentum als neue Religion entstanden (S. 267) „befreit von der Autorität eines nicht mehr existierenden Tempels, nicht mehr belastet von einem längst irrelevanten Gesetz und abgekehrt vom Judentum, das zur Außenseiterreligion geworden war“.

GESAMTURTEIL

Das Buch ist sehr faktenreich geschrieben und dennoch gut lesbar. Nach Aussage des Autors habe er über zwei Jahrzehnte an diesem Thema gearbeitet. Zum Autor widersprechende Ansichten werden offen im Anhang erwähnt und gewürdigt (wenn auch der Anhang etwas mühsamer zu lesen ist). Es gibt ein ausführliches Literatur- und Sachwortregister. Damit wäre das Buch nicht nur ein Sachbuch für die Allgemeinheit sondern auch für Religionshistoriker sicherlich interessant.

Mit diesem Buch wäre Aslan im Mittelalter wahrscheinlich wegen Ketzerei und Gotteslästerei auf dem Scheiterhaufen gelandet. Dennoch ist es nicht nur für Atheisten eine Fundgrube zur Widerlegung religiöser Aussagen über Jesu. Auch gläubige Christen sollten es sich vielleicht vornehmen, um sich auf deren Argumente vorzubereiten. Insgesamt sehr empfehlenswert für alle, die sich für Jesu als historische Person und den Beginn des Christentums interessieren – gleichgültig aus welchen Motiven. 0b Reza Aslan wohl ein ähnliches Buch über Mohammed (also: Muhammad ibn ʿAbd Allāh ibn ʿAbd al-Muttalib ibn Hāschim ibn ʿAbd Manāf al-Qurasch) den Gründer, des Islam schreiben würde? Das wäre wohl ein zu riskantes Projekt mit unabsehbaren persönlichen Konsequenzen.
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5.0 von 5 Sternen Friedrich Ellinger, 25. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zelot: Jesus von Nazaret und seine Zeit (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr interessantes und aufschlussreiches Buch, das von einem kompetenten und unvoreingenommenen Autor geschrieben wurde. Es wird vermutlich einigen Christen nicht so sehr gefallen. Wer nur Unterhaltungslektüre bevorzugt, sollte dieses Buch nicht kaufen.
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5.0 von 5 Sternen eine ausgezeichnete wissenschaftliche Darstellung, 11. Dezember 2013
Von 
Jouvancourt (Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Zelot: Jesus von Nazaret und seine Zeit (Gebundene Ausgabe)
*
Der iranisch-amerikanische Theologieforscher Dr. Reza Aslan investierte sich 20 Jahre lang in detaillierte Nachforschungen, um sich ein Bild von Jesus von Nazaret machen zu können. In seinem Bestseller "Zelot" verbindet er Schulwissen und wissenschaftliche Forschung zu einem neuen Blick auf den "Mann Jesus".

Für wen ist dieses Buch geeignet? Sicher nicht für Menschen, die eine Bestätigung für ihren Glauben oder die Herrlichkeit Gottes haben wollen. Auch nicht für gläubige Leser, die hier erfahren wollen, dass Jesus der Sohn Gottes ist und ihr Gehirn unter dem Psalmensingen und dem Vater-Unser abgeschaltet haben. Noch weniger ist das Buch für Menschen gedacht, die einen gebürtigen Moslem als Christenhasser oder Zweifler entlarven wollen. Das trifft alles nicht den Nagel auf den Kopf. Dr. Aslan ist nach all seinen Forschungsarbeiten in Harvard dem wahren Jesus, dem Menschen hinter dem Glasfenster, noch näher gekommen und bezeichnet sich selbst als einen aufrichtigen Bewunderer des Jesus von Nazaret.

Dieses Buch bringt das Kunststück fertig, einen Spagat zwischen Glauben, neueste Forschungen und der Geschichte zu vollziehen. Es ist ein politisch korrektes Buch, das auch sehr sensible Themen mit Offenheit und Takt anspricht. Aslan setzt Jesus in den Kontext der Zeit und führt vor allem aus, dass es damals eine Weltuntergangsstimmung gab. Die Hegemonie des Römischen Reiches auf der einen Seite, die Auflehnung von vielen, meist selbsternannten Jüdischen Königen, Propheten oder Jünger Gottes, und der Zusammenfluss von vielen Religionsströmen auf der anderen Seite, die eine Gründung einer Weltreligion erst ermöglichten. Aslan forscht diesem Jesus von Nazaret, einem Juden unter vielen anderen, nach, erklärt die Welt, in die er hineingeboren wurde, erzählt auf spannende Weise sein kurzes Leben und seinen grausamen Tod. Hier hat er mehr als nur Schulwissen gefunden und aus belegten Quellen die Lebensumstände dieses Messias geschildert. Immer wieder füllt er im Buch weiße Flecken auf, bringt neue Informationen ein und versucht alles so klar und objektiv wie möglich darzustellen. Denn kaum eine Person in der Geschichte der Menschheit wurde so oft beschrieben, diese Beschreibungen wurden immer wieder kopiert, neu abgeschrieben, wissentlich oder unwissentlich verfälscht, so dass es nicht leicht ist, diese Nebel der letzten zweitausend Jahre zu lichten, um die wahren Quellen sehen zu können. Vieles werden wir nie erfahren und zu vielen Fragen kann auch dieses Buch keine Antworten geben.

Trotzdem ist es ein akademisch einwandfrei recherchiertes Buch, teils journalistisch-spannend aufbereitet, das dem Leser das Leben von Jesus näher und sympathischer herüberbringt, als alle bisherigen theologischen Texte.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zelot: Jesus von Nazaret und seine Zeit, von Reza Aslan, 17. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zelot: Jesus von Nazaret und seine Zeit (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist nicht das übliche Historienwerk, dazu ist die Quellenlage zu schwach. Dennoch vermittelt es, als gewissermaßen "gefühlte" Historie einen anschaulichen Einblick in die Zeit. Die Schilderung der Grausamkeit dieser Zeit, bedingt durch die innere Zerissenheit des jüdischen Staates und die Ausbeutung durch das Römische Reich, lassen denselben Eindruck zurück, den man auch bei der Betrachtung der neueren Europäischen Geschichte hat.
Dazu die Erscheinung der wandernden Prediger, der Zeloten Johannes der Täufer und Jesus, die als ein Novum den einen Gott und eine Gerechtigkeit verkünden. Die herrschenden Sanhedrin, die ihre Machtausübung geschmälert sehen, nehmen das als Anlass Jesus festzusetzen und den Römern zu überstellen.
Der Autor ist Religionswissenschaftler. Er hat durch jahrelange Studien die drängenden Fragen dieser Zeit exzellent erfasst, was Kritiker in den USA nicht davon abhielt, ihn als Muslem als ungeeignet oder gar als nicht berechtigt für die Ausarbeitung dieses Buches zu beschuldigen. Die Verkaufszahlen sprechen eine andere Sprache.
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante und höchst notwendige Sichtweise über Jesu., 2. Januar 2014
Von 
Franz Glogger (Neu-Ulm) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Wie sagt doch ein bekannter, wenn er nach seiner Religionszugehörigkeit gefragt wird: "Als kleines Kind wurde ich in eine Kirche getragen, und als ich herauskam, war ich Katholik." Soll wohl heißen: Es war keine bewusste Entscheidung. Was (mir) anschließend geboten wurde, war ein verklärtes Glaubensbild, das Zweifel keinen Raum ließ. Kirchen besuche ich seit meinem 12. Lebensjahr nur noch weil ich die Stimmung mag und die Kunst. Was irgendwann hängen blieb war der Satz, dass es nicht um wahr oder falsch der biblischen Darstellungen ginge, sondern um das, was Jesu gesagt hat.
Gesagt haben soll, möchte man nach der Lektüre von Reza Aslan sagen. Er zeichnet auf höchst unterhaltsame Weise ein Bild von Jesu, dass diesen als Menschen seiner Zeit zeigt und die Evangelien als lange nach seinem Tod verfasste Interpretationen; für mich fällt damit das ganze Brimborium von Wundern und Auferstehung, von keuscher Empfängnis Marias und verkündender Engel; lasst doch den Mann einen Menschen sein, der zu seiner Zeit etwas zu sagen hatte, die Evangelien gut gemeinte Hinweise auf ein gutes Leben zu ihrer Zeit; Reza Aslan ermöglicht damit einen Blick auf das Wesentliche: hier das Historische, dort unsere Entscheidung wie wir leben wollen; sofern ein Funken Ethik in uns steckt - und da glaub ich an das grundsätzlich Gute der Erdenbürger - treffen wir uns mit dem Ansinnen der Evangelien wieder; nur, dass wir selbständig entscheiden und damit eine wesentlich größere Verantwortung für unser Hiersein übernehmen. Sollte dann doch im Jenseits Rechenschaft abgelegt werden müssen, stünden wir gar nicht so schlecht da. Die fällige Standpauke für die Zweifel im Diesseits wird einen dann schon nicht das Leben kosten.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jesus als Mensch, 9. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Zelot: Jesus von Nazaret und seine Zeit (Gebundene Ausgabe)
Für mich stehen die entscheidenden Sätze diese Buches auf Seite 24: "Letztendlich gibt es nur zwei historische Fakten in Bezug auf Jesus von Nazareth, auf die wir uns verlassen können: zum einen das Jesus ein Jude war, der eine jüdische Volksbewegung...anführte und zum anderen, dass Rom ihn deshalb ans Kreuz schlug!"

Genau das ist das Problem des Buches: Aslan versucht den historischen Jesus zwischen all den christologischen "Verfremdungen" herauszuarbeiten. Er arbeitet sachlich, immer Quellenbezogen. Er verweist auch immer in seinen Anhängen auf andere und/oder Mehrheitsmeinungen. Er argumentiert gut, man kann seinen Argumentationssträngen folgen, ja er entwirft ein (gutes) Bild Palästinas zur Zeit des 1. Jahrhunderts n.Chr.(!), des Lebensweges Jesus und seiner Nachfolger...ABER es bleibt eben zu 99% Spekulation. Das Aslan dies gleich zu Anfang erklärt ehrt ihn, man sollte es eben bei der ganzen Lektüre nicht vergessen. Dann und nur dann ist dieses Buch ein Anreiz über den historischen Jesus nachzudenken...
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29 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen wenig origineller journalistischer "Zugang" zu Jesus, 16. Dezember 2013
Von 
W. Dietz (Mz.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Zelot: Jesus von Nazaret und seine Zeit (Gebundene Ausgabe)
Aus der Tatsache, dass Jesus als Zelot hingerichtet (d.h. gekreuzigt) wurde, wird gern geschlossen, Jesus sei auch wirklich Zelot gewesen. Prima vista kein dummer Schluss. Doch bereits die Seligpreisungen der Bergpredigt (Mt 5 par.) sprechen dagegen, nicht erst das Wort vom Zinsgroschen (Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist..), das die Programmatik der Zeloten/Sikarier (Steuer- und Tributverweigerung) im Kern untergräbt - vom Gebot der Feindesliebe und der Einkehr bei Zöllnern (also prorömischen Kollaborateuren!) einmal abgesehen; der Verzicht auf Gewalt und Widerstand - sei es auch durch Dritte, z.B. seine Jünger - , um die eigene Haut zu retten, führt - mehr oder weniger "freiwillig" - Jesus in den Tod (objektiv vermeidbar wie der des Sokrates, von dem die fast schon jesuanisch klingende These stammt, es sei besser Unrecht zu erleiden als es selber zu begehen). Die Auseinandersetzung mit Jesus ist weithin die Geschichte seiner Umbiegung & sensationsgerechten Zurechtlegung, hier einer Zurechtbiegung mit oberflächlich-journalistischen Mitteln. Amerikanischer Journalismus, der dabei das Niveau der uralten These von Jesus als Zeloten (entwickelt z.B. bei H.S. Reimarus, 1774), die 1929 von Robert Eisler "aufgewärmt" wurde, bei weitem nicht erreicht.
Die These, dass Jesus ein "Mann tiefgreifender Widersprüche" gewesen sei, ergibt sich aus der Nichtanwendung eines historisch-kritischen Zugangs (so wird z.B. aus Mt 28 ein "wohlwollender Universalismus" Jesu abgeleitet). Die Logik vom Vf. ist umwerfend: Wenn man das Bild des Gekreuzigten ansehe, seinen "blutbefleckten und gepeinigten Leib", werde einem klar, dass der hier Gekreuzigte kein "Mann des bedingungslosen Friedens" gewesen sein könne. Hä? Ja, das schreibt er im Ernst, nicht im Suff (oder?). Wenn einer hingerichtet wird, muss er irgendwie gewalttätig gewesen sein. Super Logik! Und so geht es durch das ganze Buch.
Vieles ist sachlich falsch (v.a. zur Gewalttendenz der Essener, zur Datierung des Jüdischen Aufstands - nicht im Jahr 66, sondern 66-70, bzw. -73!). Bibelstellen werden beliebig aus dem Zusammenhang gerissen, z.B. Lk 22,36 ohne v.38 interpretiert, so dass Jesus als Gewaltbefürworter herauskommt - quod erat exspectandum... So wird in die Texte hineingelesen, was der "Wissenschaftler" (Hut ab!) herauslesen will. Die Übersetzung ist sehr schlecht und holprig. Ein Lektor hätte nicht geschadet. Z.B. ist von "sogenannten (!) falschen (!) Messiassen" die Rede (was jetzt?). Viele Sätze sind grammatikalisch falsch, Relativpronomen werden oft groß- statt kleingeschrieben. Am Ende steht Jesus als ein "jüdischer Bauer und Revolutionär" dar, ein Befreiungskämpfer der "jüdischen Nation" (wie es ganz anachronistisch heisst), und mithilfe dieses vollendeten Schwachsinns wird der Rowohlt-Verlag gut Kasse machen. Fazit: Nur etwas für absolute Dünnpfiffliebhaber.
PS: In manchen englischsprachigen Buchhandlungen gibt es die zwei Hauptabteilungen "fiction" und "non-fiction". Ein Jesus-Roman (wie wir uns also Jesus zurechtdenken, d.h. ungeachtet der historischen Wirklichkeit ihn für uns "zurechtbasteln" und dabei unserer freien Phantasie ihren Lauf lassen) gehört klar in die erstere Abteilung. Aber: Es gibt eben gute und schlechte Romane; witzige und einfach nur dümmliche fiction. Und auch für einen phantasy-Roman gibt es schriftstellerische Qualitätsmerkmale (die das Original, aber auch die Übersetzungsleistung betreffen). Wer sich für die merkwürdige Gattung der Jesus-Romane interessiert, ist immer noch gut bedient mit Albert Schweitzers Geschichte der Leben Jesu Forschung (1906, 2.Aufl. 1913, viele Reprints, z.B. UTB) und R. Heiligenthal: Der verfälschte Jesus (1997/99/2006, bes.103ff u. 52-63). Die These, Jesus sei ungebildeter Mann vom Lande gewesen, ist übrigens auch nicht ganz neu. Ernest Renan hat sie in seinem Jesus-Roman vor exakt 150 Jahren "aufgetischt" (Vie de Jésus, 1863). Fazit: Die Figur Jesu war immer schon ein Katalysator unserer spekulativen Phantasie. Nichts Neues im Westen. Bleibt als einziger, historisch durchaus akzeptabler Kern der ganzen "Story", dass sich unter den Jüngern Jesu (Ex-)Zeloten befunden haben dürften (der Name Judas Iskarioth/Ischkarioth beinhaltet evtl. Sika/sica = Krummdolch, davon: "Sikarier"). Das stimmt vermutlich, den Rest kann man sich schenken.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zelot, 6. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
weil sie sehr stark geprägt ist von der persönlichen Genesis des Autors und seiner persönlichen religiösen Bindung. Zum anderen halte ich es für bedingt zweifelhaft, seine Erkenntnisse als die Richtigen darzustellen. Das mag in einigen Fällen berechtigt sein; in toto halte ich diese Vorgehensweise für falsch, da auch dem Autor historische Fehler und Einschätzungen unterfallen können, die ein weniger beflissener Leser als die unumstößlich Wahrheit interpretieren könnte. Das Buch sollte daher von einem zeitkritischen Leser gelesen werden, der die notwendige innere Distanz sich bewahrt hat.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Christus/Jesus von Nazaret, 12. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Zelot: Jesus von Nazaret und seine Zeit (Gebundene Ausgabe)
Das Buch, das ich als Geschenk erhalten habe, versprach vom Titel eine der "üblichen" Biographien über Jesus aus Galiläa zu sein. Während Theißen/Merz - lehrbuchmäßig - hin- und her abwägen, alle Spuren aufnehmen oder Crossan nicht auf den Punkt kommt und dadurch verwirrt, hat Aslan eine eigene klare Meinung über Jesus den Nasiräer - für die er stets eine Gegenmeinung aufführt. Seine iranischen Wurzeln verhalfen ihm offensichtlich zu dem Spürsinn, das über zwei Jahrtausende ziselierte Christentum, vom Ursprung einer Sekte bis zur "Erfindung" einer Religion durch Paulus, klarer unterscheiden zu können als andere Autoren.

Nun, was schreibt Aslan, was Andere nicht schon geschrieben haben ? Eigentlich nichts, doch in dieser Klarheit birgt das Buch Suchtgefahr: Gliederung, Schreibstil und Logik und mit den getrennten Anmerkungen in einem Rutsch zu lesen. Ein tolles Buch. Kann ich Jedem empfehlen, der die Hintergründe über den Menschensohn Jesus und die Entstehung des Christentums begreifen möchte. Für überzeugte Christen müsste auf dem Rückumschlag ein Disclaimer angebracht werden mit dem Satz: "Achtung, dieses Buch kann ihre Religionszugehörigkeit gefährden".
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Zelot: Jesus von Nazaret und seine Zeit
Zelot: Jesus von Nazaret und seine Zeit von Reza Aslan (Gebundene Ausgabe - 6. Dezember 2013)
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