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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnetes Kompendium, 11. September 2013
Von 
Tirana "morla" (bei Kiel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Säugetiere Deutschlands: Beobachten und Bestimmen (Gebundene Ausgabe)
Vergleicht man das publizistische Interesse an Säugetieren mit dem an Vögeln, so kommen erstere bei weitem schlechter weg. Gute Bestimmungsschlüssel mit gutem Bildmaterial und Hintergrundinformationen zu europäischen oder auch nur mitteleuropäischen Arten sind selten. Lange Zeit war das bereits 1957 erschienene Buch von VAN DEN BRINK das einzig nennenswerte deutschsprachige Buch zu diesem Thema, wurde weitgehend unverändert bis in die 80 er Jahre hin verlegt. 1982 brachte der gleiche Verlag (Parey) OVENDENs Buch auf den Markt, das auch ich über viele Jahre hinweg als relativ bestes Bestimmungsbuch nutzte. Es folgten noch (wenige) weitere Bücher, die sich diesem Thema verschrieben, so z. B. das sehr reizvoll illustrierte Buch von GÖRNER (1987) oder das von REICHHOLF bei Steinbach mit fotografischen Abbildungen aus dem Jahr 1996 und andere, oft nicht vollständige (was die Arten angeht) Publikationen. Eines der letzten, das 2009 erschienene Buch von AULAGNIER et. al. fand aufgrund seiner Abbildungen ein geteiltes Echo. Maßstäbe für die mitteleuropäische Säugetier-Fauna setzte sicherlich das Buch von BRAUN et al., die in 2 ausgezeichneten Bänden (2003 und 2005) eine Bestandsaufnahme für Baden-Württemberg vorlegte und das bis heute „Gold-Standard“ für die Darstellung der heimischen Säugetierwelt sein dürfte (die Regional-Fauna von BORKENHAGEN über die Schleswig-Holsteinischen Säugetiere aus dem Jahre 2011 ist zwar sehr aktuell, kommt aber – da Bestandsaufnahme und kein Feldführer - ohne Bestimmungsschlüssel daher)

So war es dem Autoren dieses Buches zu verdanken, eine aktuelle Gesamtübersicht der heimischen Säugetiere vorzulegen (nachdem er bereits ein reichhaltig illustriertes Handbuch über die gesamt-europäische Säugetier-Fauna 2009 und zahlreiche Bücher über die Fledermäuse Europas veröffentlicht hat) – und das in einem „exkursions-tauglichen“ Format.

Nach einem kurzen Abriss zur allgemeinen Charakterisierung der Säugetiere folgt eine kurze Zusammenstellung der Möglichkeiten, Säugetieren auf die Spur zu kommen. Denn anders als bei den auffälligen, oft bunten, vor allem aber tagaktiven und „lautstarken“ Vögeln ist das Auffinden von Säugern ungleich schwerer: sie leben versteckter, verfügen nur ausnahmsweise über Lautäußerungen (sofern hörbar), sind überwiegend nachtaktiv und durch eine meist unscheinbare Färbung gekennzeichnet. Also bedarf es anderer Möglichkeiten, wie z. B. den Fallenfang, das Aufspüren der Fledermaus-Ultraschalllaute über ‚Batdetektoren’ oder das Auffinden von „Spuren im weitesten Sinne“: z. B. Skelett-Reste, in Eulen-Gewöllen, über Trittsiegel, Bissspuren, Losungen oder anderem. GRIMMBERGER spricht all diese Optionen kurz an – ohne allzu sehr ins Detail zu gehen (zur Gewölle-Analyse möchte ich auf das Buch von JENRICH et al. (2012) aus diesem Verlag verweisen). Selbstverständlich muss ein solches Thema auch das Verhältnis von Tier und Mensch ansprechen: sind doch gerade die Säugetiere als Haustiere, Jagdwild, Krankheitsüberträger (es spricht für die Aktualität des Autors, dass er sogar auf das erst in jüngster Zeit in Deutschland um sich greifende und von Nagern übertragene Hanta-Virus eingeht).

Nach einem kurzen, aber reichlich illustrierten „Benutzungshinweis“ leitet er über zum Speziellen Teil, in dem auf 464 Seiten alle 103 für Deutschland als heimisch angesehenen Arten vorstellt werden. Die Anordnung folgt dabei der systematischen Reihe – wenn auch nicht der gegenwärtig meist favorisierten taxonomischen Anordnung nach WILSON & REEDER (2005). Jedes Kapitel beginnt mit einer ausführlichen Beschreibung der „Merkmale“ (incl. detaillierter Größenangabe), untermauert durch zahlreiche hervorragende fotografische Abbildungen, die auch die Details gesondert herausarbeiten. Dabei wird primär Wert auf die Kennzeichen am ‚lebenden Objekt’ im Feld gelegt; es folgen genauere Angaben zur Diagnostik ‚in der Hand’ wie z. B. Gebiss, Kennzeichen an den Ohrmuscheln (Fledermäuse) oder Gliedmaßen (Nagetiere, Fledermäuse), o. a. Wenn auch die ‚in vivo’- Merkmale im Vordergrund stehen, werden dennoch Angaben zum Schädel und Gebiss gemacht, um auch solche fragmentarischen Funde (z. B. in Gewöllen) identifizieren zu können. Im folgenden Abschnitt wird auf die Abgrenzung „Ähnlicher Arten“ hingewiesen. Dies kann sich u. U. schwierig gestalten und in besonders problematischen Fällen werden Extra-Abschnitte zur Gegenüberstellung eingefügt: z. B. für die Bartfledermäuse, Wühl- und Langschwanzmäuse. Hier ist die Differenzierung selbst bei genauester Betrachtung gefangener Tiere nicht einfach. Stets werden diese Bestimmungshilfen untermauert durch eine Fülle ausgezeichneter Abbildungen, die das Gelesene leicht nachvollziehbar machen lassen. Es folgen die Abschnitte „Verbreitung“ – in den meisten Fällen ergänzt um eine ausreichend große Verbreitungskarte – ,„Lebensraum und Lebensweise“ und „Bemerkungen“. Gerade diesen Abschnitten ist besondere Sorgfalt gewidmet worden und steckt voller hochinteressanter Zusatz-Informationen, die dies Buch den Rahmen eines ‚reinen’ Bestimmungsbuches sprengen lassen. Ein abschließendes Wort zum „Schutz“ darf nicht fehlen – zumal der Großteil der heimischen Säuger auf der ‚Roten Liste’ steht oder schon ausgestorben ist (zu den 103 Vorgestellten zählen beispielsweise auch die bereits verschollenen Elch, Wolf, Braunbär oder Auerochse; aber auch die in diesem Jahr durchgeführte Wieder-Ansiedlung des Wisents im Rothaargebirge fand hier schon Erwähnung!). Damit nicht genug, folgt diesem Teil eine Zusammenstellung der Irrgäste für Deutschland – vielfach marine Arten, aber auch Bulldoggfledermaus, Ginsterkatze und Goldschakal – daneben aber 5 Robben- und 13 (!) Walarten. Den Abschluss bilden Kurzporträts von „potenziellen Zuwanderern“, „Haltungsflüchtlingen“ und „Landschaftspflegern“ (gemeint sind freiland-gehaltene Haustiere).

Säugetiere: das sind nicht nur die „Großen“ wie Hirsch, Gämse oder Rotfuchs, sondern insbesondere die zahlreichen sog. ‚Kleinsäuger’ und so sind von den 103 vorgestellten Arten nicht weniger als 31 Nagetiere, 25 Fledermäuse und 12 „Insektenfresser“ (neuerdings in Igel und Spitzmäuse geteilt). Diese zu unterscheiden ist teilweise äußerst schwierig (und bei einigen Arten auch erst vor wenigen Jahren gelungen). Auf diese Schwierigkeiten geht GRIMMBERGER detailliert ein und spricht offen an, wenn es mit gängigen Mitteln schlichtweg nicht möglich ist, trotz genauester Untersuchung eine Unterscheidung vorzunehmen. Zusätzliche Informationen, die in diesen Fällen wichtig sind, wie z. B. über die über Detektor hörbar machbaren Laute der Fledermäuse, Losungen (mit Bild!), Fraßspuren, Fährten u. a., werden in großer Ausführlichkeit vorgestellt.

Die Abbildungen sind sämtlich erstklassig und erlauben es dem Leser, Text und Bild gut ‚überein zu bekommen’. Dabei fällt einem dann auch die Problematik ins Auge (wenn man am ‚natürlichen Objekt’ Feld- und Erdmaus, Mücken- und Zwergfledermaus, Weißbrust- und Braunbrustigel trennen soll), wie z. T. schwierig, aber auch wie interessant die Materie sein kann.

GRIMMBERGER hat mit diesem Buch ein wirklich faszinierendes Buch aufgelegt, das allen Ansprüchen gerecht werden kann und sich in Text und Bild durchaus mit dem „Gold-Standard“, „Die Säugetiere Baden-Württembergs“ (s. oben) messen lassen kann. Die Bestimmungshilfen sind klar verständlich, nachvollziehbar und untermauert durch aussagekräftige Abbildungen. Aber dies Buch ist durchaus mehr: besonders die Hinweise zur Lebensweise bzw. die „Bemerkungen“ beinhalten viel Wissenswertes. Wenn es auch zu einzelnen Gruppen (z. B. den marinen Säugetieren oder den Fledermäusen) schon etwas umfangreichere Literatur gibt, so fasst dies Buch alles in einem kompakten Taschenbuch-Format zusammen und erlaubt es, im „Außeneinsatz“ ein entsprechendes Bestimmungsbuch, das alle Säugetiere abbildet, dabei zu haben. Das ganze in robustem, festen Einband und zu einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis.

Kurzum: sehr zu empfehlen.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Bestimmungsbuch und Nachschlagewerk, 16. September 2013
Von 
Buchfink "Buchfink" (Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Säugetiere Deutschlands: Beobachten und Bestimmen (Gebundene Ausgabe)
Schon die Vorankündigung des Verlags für dieses Buch hat mich neugierig gemacht. Denn gute Literatur zur Gruppe der Säugetiere, speziell zu den in Deutschland heimischen Arten, ist doch eher selten. Habe mir also ein Exemplar des Buchs "gesichert" und möchte meinen ersten Eindruck hier schildern.

Das vorliegende Buch ist von der Konzeption her als Bestimmungsbuch gedacht, und erfüllt diesen Zweck in vorbildlicher Weise. Es dient aber gleichzeitig auch als Nachschlagewerk, und auch dies in hervorhebenswerter Qualität. Der überaus positiven Rezension des Mitrezensenten Tirana schließe ich mich daher vollumfänglich an.

Aber zunächst zum Aufbau und Inhalt des Buchs.

Das Buch enthält zunächst einige kurze einführende Kapitel, u. a. zur Beobachtung von Säugetieren und Säugetierforschung, zum Verhältnis Säugetiere und Mensch und zum Schutz der Tiere.

Dann folgen kurze Erläuterungen zum Gebrauch des Buchs, ein Abkürzungsverzeichnis, und mit Hilfe von Fotos reich illustrierte Erläuterungen zu den zur Bestimmung wichtigen Messstrecken, Zahnbezeichnungen und Schädelmerkmalen.

Auf ca. 460 Seiten folgen die Artenprofile der 103 in Deutschland heimischen, wild lebenden Säugetiere. Die Artenprofile umfassen in der Regel jeweils ca. 3 bis 6 Seiten. Die textlichen Beschreibungen beginnen mit dem Aspekt "Merkmale". Darunter sind detaillierte Größen- und Gewichtsangaben der Tiere und ihrer bestimmungsrelevanten Körperteile enthalten sowie ausführliche Beschreibungen der äußeren Kennzeichen, Färbungen, Geschlechtsunterschiede, und auch Lautäußerungen werden beschrieben. Die Angaben sind sehr ausführlich und zur Bestimmung der Arten wesentlich.

Es folgt der Aspekt "Ähnliche Arten und Verwechslungsmöglichkeiten". Dann wird die Verbreitung der Art sehr ausführlich geschildert, auch unter Berücksichtigung der Veränderungen des Verbreitungsgebiets in historischer und in jüngster Zeit. Die Verbreitung in Deutschland wird, soweit dies erforderlich ist, jeweils mittels einer sehr präzisen Verbreitungskarte graphisch dargestellt. Grundlage der kartografischen Darstellung sind die Bundeslandgrenzen und das System der größeren Flüsse. Diese Karten sind ausreichend groß, farbig, und sehr gut erkennbar. Sie erfüllen somit ihren Zweck in vorbildlicher Weise.

Unter den Stichworten "Lebensraum und Lebensweise" werden wiederum sehr ausführlich die Habitate, Lebensstätten wie Nester oder Quartiere, das Verhalten, die Nahrung, die Fortpflanzungsbiologie, Nachwuchspflege sowie die Entwicklung vom Jungtier zum Adulten, und das Alter der Tiere - in Gefangenschaft und in Freiheit - beschrieben. Es folgt ein Absatz zum Schutzstatus und zur Gefährdung der jeweiligen Art. Dabei ist auffällig, dass sich eine große Zahl der Arten auf der Roten Liste der gefährdeten Arten findet!

Unter dem Stichwort "Bemerkungen" werden schließlich höchst interessante Zusatzinformationen über die Arten gegeben, die über die reinen Bestimmungsmerkmale und -kriterien weit hinaus gehen.

Die textlichen Beschreibungen sind stichwortartig verfasst. Sie sind verständlich, umfassend, spannend und sehr gut zu lesen. Es gibt eigentlich kaum eine Information, die man vermissen würde.

Die Artkapitel enthalten jeweils eine Vielzahl von sehr guten Fotos der Tiere. So sind die adulten Tiere, aber auch Jungtiere abgebildet, meistens werden auch Habitate, Nester bzw. Quartiere gezeigt. Auch Schädel und Zähne, sowie einzelne, besondere bestimmungsrelevante Körperteile werden im Foto im Detail abgebildet. Außerdem werden Spuren und Losungen im Bild dargestellt. Auf diese Weise wird die Bestimmung erleichtert bzw. erst ermöglicht. Es wird eben nicht nur - wie in der Säugetier-Bestimmungsliteratur oft üblich - ein adultes Tier dargestellt, sondern auch Lebensspuren und Verhaltensweisen werden erkennbar. Die Fotos sind durchweg sehr aussagefähig und von sehr guter Qualität.

Auffällig ist die sehr detaillierte Bearbeitung der Artengruppe der Fledertiere. Auffällig auch insofern, als dass die Fledermäuse in - populärwissenschaftlichen - Bestimmungsbüchern oft etwas "stiefmütterlich" behandelt werden. E. Grimmberger ist nun ein anerkannter Fledermaus-Experte. U. a. hat er den "Kosmos-Naturführer - Die Fledermäuse Europas" mit verfasst. Und so hat er die Artengruppe im vorliegenden Buch sehr umfassend beschrieben. Dabei geht E. Grimmberger hier besonders ein auf die Ansprüche an die Ausstattung der unterschiedlichen Quartiere, nach Art, Größe, Material, Temperatur und Luftfeuchte im Winter- und im Sommerquartier sowie in den Wochenstuben, die Besatzzahlen, Wanderungen zwischen den Quartieren, soziales Verhalten der Tiere, Nahrung, Jagdweise und Jagdhabitate, und vieles mehr. Auch werden detaillierte Hinweise zum Schutz der Fledermäuse gegeben, aber auch z. B. zum richtigen Verhalten von Betroffenen, wenn Fledermäuse Privatwohnungen als Quartier nutzen! Das alles geht weit über den Umfang eines reinen Bestimmungsführers hinaus. Insbesondere ist auch die Zahl der Fotos in diesen Artkapiteln über die Fledermäuse bemerkenswert groß.

Insgesamt umfasst das Buch 132 Artenkapitel. Darin werden, wie gesagt, 103 Arten als heimisch beschrieben, unter anderem werden auch die heimischen Robben und Wale vorgestellt. In weiteren 12 Kapiteln werden Irrgäste (wie z. B. Riesenabendsegler, Sattelrobe oder Weißwedelhirsch) beschrieben, drei potenzielle Zuwanderer (Grauhörnchen, Alpenlangohr, Kleines Mausohr), neun Haltungsflüchtlinge (u. a. Goldhamster, Eisfuchs, Frettchen) und so genannte "Landschaftspfleger", also Haustiere wie verschiedene Rinderrassen, Pferde, Schafe, Ziegen und Wollschwein.

Die Artenprofile sind erfreulicherweise systematisch gegliedert, und nicht - wie zuletzt üblich bei Veröffentlichungen aus dem Quelle & Meyer Verlag - alphabetisch.

Kleine Bemerkung nebenbei: in diesem Buch ist auch Platz für Humor. So beschreibt E. Grimmberger in einem Absatz einschließlich Foto den "Wolpertinger" - eine besondere Unterart des Feldhasen...

Ein Literaturverzeichnis, Erläuterungen von Fachausdrücken und ein Register stehen am Schluss des Buches.

Die Beschränkung auf die in Deutschland vorkommenden Arten finde ich persönlich sehr angenehm. Die in meiner "Heimat" vorkommenden Arten werden hier nämlich viel ausführlicher dargestellt, als das in den Naturführern mit europäischem Bezugsraum - oder gar bis Nordafrika und den Nahen Osten - der Fall ist. Mal ganz abgesehen davon, dass das Angebot an aktuellen Naturführern zu den Säugetieren Europas bzw. Deutschlands eher begrenzt ist. Die recht aktuellen regionalen Säugetierfaunen Schleswig-Holsteins (2011) oder Baden-Württembergs (2003/2005) sind zwar unglaublich reich an Informationen über die jeweiligen Arten, gehören aber nicht zur Bestimmungsliteratur im eigentlichen Sinne. Sie sind vielmehr Grundlage für Artenschutzprogramme der Länder. An aktuellen Naturführern sind mir "Die Säugetiere Europas, Nordafrikas und Vorderasiens: Der Bestimmungsführer" aus dem Haupt-Verlag (2009), der "Atlas der Säugetiere Europas, Nordafrikas und Vorderasiens" aus dem NTV Verlag (2009) - ebenfalls von E. Grimmberger - und "Steinbachs Naturführer Säugetiere" aus dem Ulmer-Verlag (2010), der aber hier keine wirkliche Konkurrenz darstellt. Bezüglich guter Bestimmungsliteratur für Säugetiere möchte ich auch auf die Rezension von "Tirana" verweisen. Das vorliegende Buch muss unter den genannten unbedingt hervorgehoben werden, da es in kompakter Form sowohl dem Anspruch eines (sehr!) guten Bestimmungsbuchs wie auch dem eines ausführlichen Nachschlagewerks gerecht wird. Vorbildlich!

Man merkt deutlich, dass der Autor hier nicht nur einen Auftrag erledigt hat, sondern dass er offensichtlich die Absicht hatte, seine Begeisterung und seine umfassenden Kenntnisse über die Säugetiere in sympathischer und verständlicher Form einem interessierten Leserkreis weiterzugeben, um hier wiederum Begeisterung und Interesse zu wecken.

Insgesamt liegt hier wegen seiner bemerkenswerten Ausführlichkeit und Detailliertheit, seiner Aktualität, und wegen der sehr guten, vielfältigen und aussagefähigen Fotos ein sehr schönes, wertvolles und höchst informatives Büchlein vor, das sowohl zur Bestimmung als auch als Nachschlagewerk über die Säugetiere Deutschlands hervorragend geeignet ist, und das ich uneingeschränkt jedem empfehlen möchte, der sich für die heimische Säugetierwelt interessiert.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig!, 23. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Säugetiere Deutschlands: Beobachten und Bestimmen (Gebundene Ausgabe)
Andere Rezensenten haben das neue Werk von E. Grimmberger hier auf Amazon bereits umfassend vorgestellt. Ihren sehr positiven Bewertungen stimme ich voll zu (5 Sterne). Auf zusätzliches Lob verzichtend nenne ich stattdessen zwei Punkte, die das Buch aus meiner Sicht noch etwas besser gemacht hätten.
1. Die ergänzenden Kapitel "Säugetiere und Mensch" sowie "Landschaftspfleger" erwähnen mehr oder weniger ausführlich auch Säugetiere, die als Haustiere gehalten werden, also Hunde, Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen.... Aber an keiner Stelle findet man den durchaus auch in der Landschaftspflege eingesetzten Esel.
2. Der Verfasser nennt in seiner Einleitung als seiner Ziele: "Die Zuordnung eines beobachteten oder gefangenen Säugetiers zu einer Gattung oder auch zu einer Art, sollte mit Hilfe dieses Buches in der Regel möglich sein". Gemeint sind hier natürlich vor allem die Ordnungen und Familien der nicht leicht zu bestimmenden Kleinsäuger (Spitzmäuse, Fledermäuse, Wühlmäuse, Echte Mäuse...). Leser mit hinreichenden Vorkenntnissen dürften das vom Verfasser gesteckte Ziel mit Hilfe der pro Art ausführlichen Angaben ("Merkmale", "Ähnliche Arten), ergänzt um instruktive und gut beschriftete Fotos, auch erreichen können. Der interessierte Laie wird dagegen Übersichtstafeln vermissen, auf denen verwandte Arten - wie in vielen Bestimmungsbüchern üblich - mit ihren besonderen Merkmalen vergleichend abgebildet sind.
Aber zurück zum ansonsten durchweg positiven Eindruck: Wer sich für Säugetiere interessiert, sollte E. Grimmbergers Buch unbedingt kaufen - möglichst noch zum Einführungspreis.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Lob, 7. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Säugetiere Deutschlands: Beobachten und Bestimmen (Gebundene Ausgabe)
Eckhard Grimmberger hat sehr gute Arbeit geleistet. Hervorragende Abbildungen und natürlich "seine" Fledermäuse sind beachtenwert. Das Buch ist nicht für Einsteiger eine wertvolle Hilfe.
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Die Säugetiere Deutschlands: Beobachten und Bestimmen
Die Säugetiere Deutschlands: Beobachten und Bestimmen von Eckhard Grimmberger (Gebundene Ausgabe - August 2013)
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