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VINE-PRODUKTTESTERam 7. Januar 2012
Eigentlich müsste der Autor allein schon dafür einen Stern bekommen, dass er sich diesem stark vernachlässigten Thema gewidmet hat. Pflanzengallen sind Wucherungen an Pflanzen, die durch andere Organismen verursacht werden, um als Schutz oder Nahrungsquelle zu dienen und jeder, der mit offenen Augen durch die Natur wandert, wird, wenn er das eine oder andere Blatt umdreht, leicht auf sie stoßen. Insofern ist es erstaunlich, dass diese durchaus ästhetischen Erscheinungen im Grenzbereich zwischen Botanik und Zoologie bei den Naturführern so "stiefmütterlich" behandelt werden/wurden. Auch das in diesem Buch vorgelegte Literaturverzeichnis ist ziemlich überschaubar. Selbst in den Standardwerken wie der "Exkursionsfauna" oder in den (wenigen) Büchern, die sich mit Haut-, Zweiflüglern oder Milben beschäftigen, kommen sie oft zu kurz.

Das Buch beginnt mit einem kurzen Abriss über verschiedene Gallenformen und Anomalien an Pflanzen, die mit diesen verwechselt werden können. Diesem schließt sich eine über 12 seitige Beschreibung aller Organismen an, die Gallen bilden können. Auch Angaben zum Sammeln und Photographieren sind vorhanden.

Herzstück des Buches ist der Spezielle Teil, der auf 262 Seiten nicht weniger als 350 Gallen vorstellt! Dabei folgt - und das macht auch unbedingt Sinn - die Anordnung nicht der Taxonomie der "Verursacher", sondern orientiert sich an den betroffenen Pflanzengattungen, an denen diese Gebilde zu finden sind. Diese sind in alphabetischer Reihenfolge der wissenschaftlichen Namen angeordnet: von Acer (Ahorn) bis Zea (Mais). Betroffen ist besonders die Eiche (Quercus), für die nicht weniger als 64 Gallen vorgestellt werden (55 davon durch Gallwespen verursacht). Anders als in vorigen Büchern aus dieser Reihe sind nicht mehr Text und Bild auf eine Seite "gequetscht", sondern wie in anderen Naturführern auch stehen auf jeder Doppelseite dem links angeordneten Text rechts die entsprechenden photographischen Abbildungen gegenüber. Dadurch wurden diese Abbildungen erfreulicherweise deutlich großformatiger als in früheren Naturführern aus dem 'Quelle & Meyer'-Verlag. Im Mittel finden sich so auf einer Doppelseite 2 - 3 Gallearten. Der Text gliedert sich in einen ausführlichen Teil "Beschreibung" und anschließend dem "Vorkommen"; nicht selten sind noch sehr interessante Zusatzinformation in der Sektion "Anmerkungen" zu finden oder es wird auf ähnliche Galläpfelformen hingewiesen.

Dieses Buch umfasst die Gallenbildungen verschiedenster Tier-, Pflanzen- und Pilzgruppen, wobei naturgemäß die meisten der 350 Formen auf die Gallmücken (83), Gallwespen (73) und Gallmilben (72) entfallen. Aber auch Gallen durch Pilze (32), Pflanzenläuse (44), Käfer (9) oder Schmetterlinge (6) werden dargestellt. Der Text ist sehr ausführlich und wird durch durchweg ausgezeichnete, sehr aussagekräftige photographische Darstellungen untermalt.

Dies Buch ist eine echte Bereicherung unter den Naturführern, das einem für Naturwanderungen sicherlich die Schönheit dieser Gebilde zwischen Flora und Fauna näherbringen kann. Somit uneingeschränkt empfehlenswert!
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am 14. Januar 2012
Dieses neue Buch über Pflanzengallen ist meines Wissens das einzige derartig umfassende Bestimmungsbuch zu diesem Thema. Auf den ersten Blick wird man von der Fülle an Informationen und Bildern beinahe erschlagen, doch mit einem gewissen biologischen Grundwissen ist der Gebrauch unproblematisch. Im Index finden sich auch die betroffenen Pflanzenarten, so dass es für eine Bestimmung auch reicht, "nur" die befallene Pflanze zu kennen. Zugegeben, ein intensiver Praxistest steht noch aus, da das Buch mitten im Winter erschienen ist. Eine erste Kurzsuche nach den ananasförmigen Gallen von Fichtengallenläusen war aber problemlos.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass nicht nur "echte" Gallen, sondern auch gallenähnliche Erkrankungen vorgestellt werden, welche z.B. durch Pilze verursacht werden. Alle Arten sind abgebildet, was die Zuordnung weiter erleichtert.

Ein "Muss" für alle neugierigen Naturfreunde. Ich bin jedenfalls begeistert.
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am 27. September 2015
Großes Lob für den Autor und Illustrator, H. BELLMANN, sich dieser Materie anzunehmen. Durch die Anordnung nach Wirtspflanzen wird die Bestimmung ungemein erleichtert. Für jeden Interessierten ein Geschenk!
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am 8. Mai 2015
Aus aktuellem Anlass habe ich mehr wissen wollen über Pflanzengallen. In einer Ausgrabung fand sich ein erhalten gebliebenes Objekt, das ich als Galle interpretierte. Da mir im Winter kein Vergleichsmaterial zur Verfügung stand, versuchte ich mit Hilfe des Buches weiter zu kommen. Schnell und sehr leicht ist dies gelungen, die ausgezeichneten Abbildungen und Beschreibungen sind hervorragend!
Obwohl eigentlich ein Bestimmungsbuch, habe ich dieses gleich ganz durchgelesen, mich gefreut an den Abbildungen und den vielen Informationen über die Gallen erzeugenden Organismen. Geheimnisvolle Pflanzengallen ist der Titel des Buches - für mich hat der Autor des Buches viele Geheimnisse gelöst und das Buch wird auch in der nächsten Zeit mein häufiger Begleiter sein!
Das Buch ist sehr empfehlenswert, ausführliche Beschreibungen der Gallen, Angaben über den Verursacher und auf welchen Pflanzen die Gallen vorkommen ergänzen die auch ästhetisch schönen Bilder im Bestimmungsteil.
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