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4.0 von 5 Sternen Kein Fantasy, aber spannende Unterhaltung!
Stenrei ist in seinem kleinen Heimatdorf aufgewachsen und hat in seinen 16 Lebensjahren noch nicht viel von der Welt außerhalb der Dorfgrenzen gesehen, doch er träumt von Abenteuern und der großen weiten Welt.

Eines Tages kommt die Schwertkämpferin Erenis in sein Dorf. Sie fordert den stärksten Kämpfer heraus und bietet ihm einen...
Vor 17 Monaten von Daniela U. veröffentlicht

versus
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2.0 von 5 Sternen liest sich flott...
...aber bei weitem nicht so genial wie "Paradies der Schwerter", welches ein ähnliches Setting besitzt. Stilistisch und sprachlich natürlich wie immer virtuos und solide. Der Storyverlauf ist allerdings nicht sonderlich originell. Im Prinzip tingeln die beiden durch die Lande, am Ende etwas wie ein kleiner Show-Down, naja. Der Schluss wirkt relativ...
Vor 14 Monaten von Nicolai Jurisch veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Fantasy, aber spannende Unterhaltung!, 7. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Klingenfieber: Roman (Broschiert)
Stenrei ist in seinem kleinen Heimatdorf aufgewachsen und hat in seinen 16 Lebensjahren noch nicht viel von der Welt außerhalb der Dorfgrenzen gesehen, doch er träumt von Abenteuern und der großen weiten Welt.

Eines Tages kommt die Schwertkämpferin Erenis in sein Dorf. Sie fordert den stärksten Kämpfer heraus und bietet ihm einen Beutel voll Goldmünzen, wenn er sie im Kampf besiegt. Eine Gegenleistung, falls sie gewinnt, fordert sie nicht, es scheint ihr nur um den Kampf selbst zu gehen.
Stenrei ist fasziniert von der fremden Frau und will sich ihr anschließen. Doch Erenis weist ihn zurück, sie hat keinen Bedarf an einem Jüngling, der sie nur aufhalten und behindern würde. Stenrei allerdings ist fest entschlossen, ihr zu beweisen, dass er ihr nützlich sein kann und heftet sich an ihre Fersen, um ihr Vertrauen zu erwerben und hinter ihre Geheimnisse zu kommen. Inbesondere die Frage nach den Gründen für ihre Kämpfe von Dorf zu Dorf brennt ihm hierbei auf der Seele!

Ich muss gestehen, ich bin mit anderen Erwartungen an das Buch herangegangen. Von Tobias O. Meißner hatte ich einen Fantasy-Roman erwartet, auch das Cover deutete für mich in diese Richtung.
Die Handlung ist dann aber eine ganz andere, spielt zwar in einer fiktiven Welt, weist aber ansonsten keine phantastische Elemente auf.

Dennoch fand ich das Buch durchaus spannend. Stenrei und Erenis sind zwei völlig unterschiedliche Figuren und die Entwicklung ihres Zusammenspiels wurde nach einem langsamen, ausführlichen Beginn immer interessanter, je mehr Stenrei und der Leser über Erenis erfahren. Später kommt mit dem Rittrichter Vardrenken noch eine weitere Figur ins Spiel, der sich als unerbittlicher Verfolger von Erenis entpuppt und so ebenfalls eine große Rolle für den weiteren Verlauf spielt.

Ich kenne noch nicht viele Bücher des Autors, so fehlt mir der Vergleich zu anderen Werken, Klingenfieber hat mich aber trotz des eher ruhigen Handlungsverlaufs gut unterhalten und mir spannende Leserunden beschert.
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5.0 von 5 Sternen Die Geschichte einer Klingentänzerin, 7. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Klingenfieber: Roman (Broschiert)
Bei „Klingenfieber“ handelt es sich um ein eher ruhigeres Buch, das ohne gewaltige Schlachtszenen oder phantastische Geschöpfe auskommt. Seine Stärke liegt vielmehr in der bildhaften Sprache des Autors, der es mühelos schafft, ganze Bilder und Stimmungen in wenigen Worten aufleben zu lassen. Selten habe ich es erlebt, daß die Stimmung eines Ortes, in dem Festspielatmosphäre herrscht, in nur einem Satz derart lebendig beschrieben wird.

Das Ende des Buches ist meiner Meinung nach ungewöhnlich für den Autor, damit hatte ich nicht gerechnet, möchte aber nicht weiter darauf eingehen, um nicht zuviel zu verrraten.

Die Charaktere haben mir gut gefallen, vorallem Stenrei und Erenis. Stenrei ist ein Jugendlicher, der von einem Leben voller Abenteuer außerhalb seines Dorfes träumt; sein Heimatdorf und seine Eltern kommen ihm langweilig und einengend vor. Kein Wunder, daß er von Erenis' Ausstrahlung und Schönheit, die sich von den Dorfmädchen abhebt, fasziniert ist und angezogen wird, wie die Motte vom Licht.

Aber nicht nur Steinrei ist von ihr fasziniert, auch mich als Leserin hat sie direkt eingenommen, auch wenn sie bei ihrer einsamen Wanderung durch die Dörfer eine blutige Spur aus toten Männern hinterlässt. Woher kommt sie, wohin geht sie und woher rührt ihr alles verschlingender Hass auf Männer? Nach und nach erfährt der Leser ihre Geschichte und versteht, von welchem Fieber sie ergriffen ist. Ebenso hat mich ihre Art zu kämpfen fasziniert: es ist kein brachiales Töten, sondern ein kunstvoller Tanz mit dem Schwert, hinter dem eine knallharte Ausbildung steht. Als Erenis von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, hat sie ein neues Ziel.

Eine weitere Figur, die den Leser durch das Buch begleitet, ist der Rittrichter Vardrenken, der die Verfolgung von Erenis zu seiner Aufgabe gemacht hat. Ich kann nicht behaupten, daß er mir sehr sympathisch war, im Gegenteil, ihm habe ich ohne mit der Wimper zu zucken, den Tod an den Hals gewünscht.

Mir hat „Klingenfieber“ sehr gut gefallen, auch wenn es im Gegensatz zu früheren Büchern des Autors eher ruhiger ausgefallen ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders als erwartet, aber nicht schlechter. :D, 2. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Klingenfieber: Roman (Broschiert)
Klingenfieber weiß nicht nur mit seinem Cover zu imponieren, sondern auch mit seinem Inhalt zu punkten. Dennoch ist es leider wieder einmal enttäuschend zu sehen wie sehr Kurzbeschreibungen im Internet, Klapptext und Text in der Innenseite des Buches den Inhalt verdrehen oder gar überhaupt nicht entsprechen. Es ist lediglich die Rede von Erenis und ihren vermeidlichen Zielen, sie sei eine Amazonde und doch ist es ganz anders:

Erenis ist eine Schwertkämpferin. Ausgebildet als eine der besten und angesehen als eine der begehrenswertesten Frauen wo auch immer sie hin kommt. So wird sie von Männern unterschätzt - nicht ernst genommen - und so bringt sie ihnen mehr und mehr den Tod. Ihr Hass gegenüber Männern lässt sie von Dorf zu Dorf ziehen um dort einen herauszufordern, den stärksten. Als die schöne Klingentänzerin im Dorf des jungen Stenrei auftaucht, ist dieser verzaubert und erschrocken zugleich. Dennoch entschließt er auszubrechen aus dem ewigen Dorftrott und stupider Langeweile und zieht aus um ein Mann und Kämpfer zu werden, sich das Vertrauen der kalten Klingentänzerin zu verdienen und seine Erfahrungen zu machen.

Hinter Klingenfieber steckt in erster Linie etwas ganz anderes als der Leser zunächst erwartet. Es ist die Sprache von einem Fantasyroman, doch es sind keinerlei Mythen oder Sagen zu finden, keine Fiktion in Form von Magie oder ähnlichem. Es handelt sich schlicht und einfach um einen Roman, in ruhigem Ton erzählt, welcher schätzungsweise im Mittelalter spielt. Einzig fiktiv sind wohl die Dörfer und Charaktere, denn es denn es handelt sich um einen nicht auf Tatsachen beruhender Roman. Des weiteren wird Klingenfieber ungewohnt ruhig erzählt und obwohl die Geschehen blutig, brutal und die Geschichten der Protagonisten sehr spannend sind, bleibt der Erzählfluss immer der selbe - ganz ohne langweilig zu werden. Ganz im Gegenteil wird die Aufmerksamkeit des Lesers weiter gebannt.

Die Protagonisten Stenrei und Erenis sind vor allem unglaublich unterschiedlich. So ist Stenrei der nette Dorfjunge, welcher seine Lebenserfahrung noch sammeln muss und ungewollt mit dem Schrecken des Lebens konfrontiert wird. Der Leser erlebt zunächst die Geschichte aus seiner Sichtweise, befindet sich in seinem Kopf und sieht und empfindet was Stenrei erlebt. Erst viel später werden Erenis Gedanken offener und greifbarer. Die kalte Kämpferin hat in ihren noch recht jungen Jahren eine Menge erlebt. Ausgebildet zu einer hervorragenden Kämpferin meistert sie jede Herausforderung mit Bravur. Und doch schwelen Hass und Schuld in ihr, welche hervorbrechen als die beiden auf ihrer Reise eine überraschende und zugleich - für Erenis - schockierende Entdeckung machen.

Etwas enttäuschend ist hier nur das ein wenig schnell abgehandelte Ende. Die Ereignisse kommen Schlag auf Schlag ohne, dass das Tempo der Erzählweise sich verändert. Und doch wirkt alles vollgestopft mit unnötigen Details, so dass die Seiten zwischen Geschehen A und B einfach unnötig lang wirken. Ein Widerspruch in sich und deshalb umso verwirrender, ärgerlicher.

Klingenfieber ist eine Reise durch das Land, eine Reise zu sich selbst und in die Freiheit. Mit ungewohntem ruhigen Tempo führt Tobias O. Meißner den Leser durch die Geschichte der Klingentänzerinnen und öffnet somit eine neue, blutige Welt.
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4.0 von 5 Sternen Eine starke Klingetänerin !, 19. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Klingenfieber: Roman (Broschiert)
Der Junge Stenrei trifft abseits seines kleinen Dorfes auf die Schwertkämpferin Erenis und ist sofort fasziniert von ihr. Als sie ihn entdeckt, wie er im Wald hockt und ihr folgt, fragt sie ihn ob er sie in sein Dorf bringt. Freudig stimmt der Junge zu nichtsahnend, was auf sein Dorf zukommen wird. Denn dort angekommen fordert Erenis die stärksten Mann des Dorfes heraus auf einen Kampf um Leben und Tod, mit der Aussicht sich 200 Golfmünzen verdienen zu können, wenn er sie besiegt... mit dem Ende, dass Erenis wieder einmal nicht besiegt werden kann, denn sie ist eine ausgebildete Klingentänzerin, eine ausgebildete Schwertkämpferin, die durch die Lande zieht und ihre blutigen Spuren hinterlässt... Stenrei jedoch folgt ihr auch nach dem blutigen Ausgang in seinem Dorf weiter und bittet sie sich ihr anschließen zu dürfen. Sie stellt ihn auf eine Probe um sich beweisen zu können, denn eigentlich sind ihr Anhänger lästig,...

Schon bald erfährt sie auf ihrer blutigen Reise von weiteren Schwestern ihrer Klingentänzerausbildung und hat von nun an das Ziel diese zu finden...

Tobias Meißner hat mit Elena eine starke toughe Heldin geschaffen, der man eine Assassine oder besser Schwertkämpferin, da sie nicht im Auftrag anderer handelt, sehr gut abkaufen kann. Doch gleichzeitig hat sie nicht nur ihre harte Seiten, sondern auch weiche, bedenkt man ihre Vergangenheit, die in der Geschichte nach und nach enthüllt wird.

Der Schreibstil ist locker und gut, die Seiten fließen schnell dahin und man ist direkt in die Geschichte hineingezogen worden. Bis zur Hälfte wird die Geschichte ausschließlich in der dritten Person aus Stenreis Sicht erzählt, dass es im ersten Moment plötzlich seltsam anmutet plötzlich aus anderen Blickwinkeln, wie Eneris die Geschichte kurzzeitig zu verfolgen.

Auch der Klappentext ist ein wenig irreführend, wenn man dort von "Feindinnen" liest, die sie ausfindig machen und bekämpfen will, wenn man der Geschichte folgt, so wird einem klar, dass das nicht ausschließlich so ist, auch wenn die Klingentänzerinnen untereinander Rivalinnen sind, so sind síe doch auch "Schwestern"...

Doch das fällt nicht großartig negativ ins Auge, stört die Geschichte rein gar nicht. Einzig was mir negativ ins Auge fiel sind die stellenweise starken sexuellen Anspielungen, die teils "verständlich" sind, wenn man die Anreiz einer Frau für einen Mann bedenkt, doch auch teilweise hinsichtlich von einer Vergewaltigung auch starke grenzwertig sind.

Die Geschichte an sich ist großartig und spannend, es macht Spaß einer starken Kämpferin durch die Lande zu folgen, den eigentlichen "Showdown" hätte ich mir dann noch ein wenig spektakulärer gewünscht, da ich mir das auftauchen einiger Personen doch anders vorgestellt habe anstatt in einem gewissen Zustand (ich mag hier nicht ins Detail gehen um nicht zu spoilern). Tut aber der Geschichte keinen Abbruch, ist das eigentliche Ende der Geschichte damit noch nicht erreicht und es folgen noch andere Szenen, die wiederum schön sind für die Geschichte der Klingentänzerinnen.

Mein Interesse an weiteren Geschichten dieser Art ist hiermit nun deutlich geweckt :)
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4.0 von 5 Sternen Sehr Detailverliebt, 1. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Klingenfieber: Roman (Broschiert)
Ich habe bisher keines der anderen Bücher von Tobias O. Meißner gelesen und auch auf dieses wurde ich zunächst allein durch das Cover aufmerksam. Ich finde es einfach gradios und es ist einfach ein super Hingucker - wirklich mehr als gelungen. Mit dem Klappentext stand dann auch fest, dass ich dieses Buch lesen wollte. Er macht einfach nur neugierig und klingt in meinen Augen ungemein spannend.

Der Einstieg in die Handlung hat mir gleich gefallen. Man wird als Leser nicht gleich erschlagen und durch den ruhigen Schreibstil ist es auch entspannt zu lesen. Im weiteren Verlauf fällt zudem die große Detailverliebtheit auf. Insbesondere im Hinblick auf die Protagonisten finde ich das sehr gut, da ich es immer etwas schade finde, wenn man in Büchern fadenscheinige Figuren gefühlt hingeworfen bekommt. Das ist bei Meißner definitiv nicht so.

Allerdings finde ich es etwas schade, dass er das Spannungspotenzial des Handlungsansatzes irgendwie nicht ganz ausgenutzt hat. Der Klappentext klang nach Abendteuer und Spannung. Ich bin mit dieser Erwartung an das Buch herangegangen und wurde letztlich enttäuscht. Der ruhige Stil zieht sich durch das Buch und wird nur von einigen aufregenderen Momenten unterbrochen. Dafür würde ich eigentlich 3 Sterne geben, doch die Genauigkeit und Tiefe der Figuren sowie der Ausarbeitung der Gesellschaft und Hintergründe in diesem Buch, lassen mir die 4 Sterne deutlich passender erscheinen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Fantasy auch für Leser der "alten Schule", 29. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Klingenfieber: Roman (Broschiert)
Das Cover von “Klingenfieber” zeigt die in blutroten und schwarzen Tönen dargestellte Silhouette einer Schwertkämpferin, umgeben von weißem Rauch. Ich finde das Cover ziemlich gut getroffen, bringt die Kriegerin dieser Geschichte doch nichts als Blut und Tod – und ist dabei fast so unangreifbar wie weißer Rauch.

Mit dem ersten Blick, den der junge Stenrei auf die Schwerttänzerin Erenis wirft, ist er ihr verfallen. An seiner Seite betritt sie sein Heimatdorf und als sie geht, liegt einer der Dorfbewohner blutend im Staub. Von Dorf zu Dorf führt sie ihre Reise und nicht selten ist das Dorf nach ihrer Abreise um einen Mann ärmer. Wohin sie ihre Reise führen wird, ist für Stenrei allerdings ebenso ungewiss wie für Erenis selbst.

In “Klingenfieber” sind es zunächst die Augen eines anderen, die den Leser die “Heldin” der Geschichte erblicken lassen. Der junge Stenrei beobachtet die Schwertkämpferin bei ihrem Bad in einem Bach. Nur sein junges Alter rettet ihn vor dem unweigerlichen Tod. Diesen bringt er durch sie dann in sein Dorf, um dann nicht jedoch zu verzweifeln, sondern ihr zu folgen. Sowohl ihre Schwertkunst als auch ihr Körper haben den Jungen in ihren Bann geschlagen.

Und während Stenrei Erenis Spuren folgt, webt der Autor den Leser immer dichter in sein Erzählgespinnst. Von keiner Kapiteltrennung oder Überschrift gebremst verliert sich der Leser langsam aber sicher in Eneris Geschichte. Und während sie sich langsam an den anfangs noch lästigen Jungen gewöhnt und Vertrauen fasst, bekommen er und der Leser einen Einblick in die Vergangenheit der Klingentänzerin und dem, was sie zu der Frau machte, die sie heute ist. Und auch wenn dem Leser ebenso wie Stenrei Zweifel ob der Rechtmäßigkeit ihres Handelns kommen, kann man sich wie auch Stenrei ihrem Bann nicht entziehen.

Allein diese zwei Protagonisten und ihr Zusammenspiel würden ausreichen, die Seiten des Buches zu füllen und die Aufmerksamkeit des Lesers zu halten. Mit der steigenden Anzahl toter Männer kommt jedoch eine weitere Figur ins Spiel: Der Rittrichter Vardrenken. Emsig verfolgt er die Spur der Klingentänzerin – es ist jedoch nicht die Suche nach Gerechtigkeit, die ihn antreibt. Und auch, wenn es die Klingentänzerin ist, die Blut und Tod Über die Dörfer bringt, ist es der Rittrichter, den man in dieser Geschichte als Bösewicht erkennt.

Emsig folgt Vardrenken Eneris und Stenrei erst durch die Dörfer, dann auf den Spuren von Eneris Vergangenheit. Denn auch wenn der Beginn anderes vermuten lässt, ist ihre Vergangenheit längst nicht abgeschlossen. Für sie bleibt mehr als nur der tödliche Kampf Frau gegen Mann, auch wenn der Tod ihr unmittelbar folgt.

Das Ende ist ebenso vorhersehbar wie ungewöhnlich. Mit dem letzten Tod wird ein Neuanfang eingeläutet – nicht nur für Eneris. Und spätestens mit dem Prolog, der die Geschichte beendet und dabei gleichzeitig den Bogen zum Anfang schließt, ist die Geschichte der Klingentänzerin Eneris beendet. Mir hat sie gefallen.

“Klingenfieber” ist vor allem eine ungewöhnliche Geschichte, auch wenn sie auf den ersten Blick (und nur dann) an die in der Widmung erwähnten “alten” Heldinnen wie die Rote Sonja oder gar an Conan den Barbar erinnert. Schon mit den ersten Seiten wird man eines besseren belehrt, Tobias O. Meißner hat eine neue Geschichte geschrieben, die allerdings auch Leser der “alten Schule” überzeugen dürfte: Spannende (und blutige) Duelle und eine Queste, die sich erst im Laufe der Geschichte offenbart, dürften so manchen Leser in den Bann schlagen. Und spätestens mit dem Ende, das die Geschichte gekonnt abrundet ohne ihr das Geringste von ihrem Charme zu nehmen, sollte jeder Leser von ihr überzeugt sein. Ich jedenfalls bin es.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von unbändiger Frauenemanzipation und triebhaftem Wahnsinn, 23. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Klingenfieber: Roman (Broschiert)
Ich kann mir wieder einmal nicht erklären, was sich Lektoren und Verleger dabei denken, wenn sie Klappentexte zu Romanen verfassen. Für dieses Buch liest sich das so an, als würde eine Amazone auf einem blutigen Feldzug drei ihrer Feindinnen zum Kampfe stellen wollen und dann noch Größeres, Ungeahntes erwarte.
Im Grunde stimmt der Beginn: Ja, eine weibliche Schönheit, die mit dem Schwert umzugehen weiß, ist auf Reise und hinterlässt eine blutige Spur hinter sich, mit der einzigen Motivation, ihre Ablehnung – ihren Hass vielmehr – gegenüber Männern und deren HERRschaften auf resolute, konsequente Weise zum Ausdruck zu bringen. Ihr weiteres Vorgehen, nachdem sie davon erfährt, dass ihre drei „Rivalinnen“ doch noch am Leben zu sein scheinen, ist mitnichten von Kampfeslust oder dergleichen geprägt. Mehr hierzu wird aber aus Spoilergründen nicht erwähnt.
Und es wäre eben kein Meißner, wenn es denn keine verkleideten Realitätsbezüge oder anderweitige Besonderheiten gäbe. Und eine Besonderheit ist sicherlich auch eine Novität: Tobias O Meißner bringt dem Fantasyroman einen Hauch von subtiler Erotik ein, dieser Hauch legt sich während des Lesens in die Luft, ist immer wieder präsent wird dabei aber nie zu aufdringlich oder gar belästigend.
Dazu beitragen tut auch das – endlich einmal – gut gelungene Cover. Ganz im Gegensatz zum eher plump wirkenden Cover von Barbarendämmerung, dem Vorgängerroman, der (zeitgleich) in der gleichen Welt angesiedelt ist. Wie passend zu diesem Gegensatz sind weitere Gegensätze festzustellen, denn während Barbarendämmerung eine Ansammlung von chronologisch angeordneten Kurzgeschichten mit je unterschiedlichen Erzählstilen ist, hat Klingenfieber gar keine Kapitel, die gesamte Geschichte ist wie in einem Fluss geschrieben. Außerdem hat dieser Roman eine Frau als Hauptprotagonistin und keinen schweigenden Barbaren.
Neben dieser Amazone, mit dem Namen Erenis, stehen noch zwei weitere Charaktere im Rampenlicht. Zunächst ist da Stenrei, ein sechzehnjähriger, der damit von Glück sagen kann, noch kein Mann zu sein, da er sonst mit Erenis ganz und gar schlechte Karten gehabt hätte. Man taucht in den Roman ein und begleitet zunächst die Erlebnisse von diesem Knaben. Er beobachtet zufällig Erenis beim Baden an einem Fluss, worauf in ihm ein Feuer gezündet wird. Von nun an schwärmt er nur noch von dieser Frau, was dazu führt, dass er am liebsten ganz nahe bei ihr sein möchte. Und so wird er stets vor ein Dilemma gestellt: Auf der einen Seite möchte er bei ihr gut Wetter machen und auf der anderen Seite hat er ein Problem damit, was sie nahezu tagtäglich macht, nämlich Männer zum Kampf herausfordern um diese dann zu töten.
Später tritt dann noch eine weitere Figur in Erscheinung, deren Entwicklung meiner Meinung nach die interessanteste ist. Der Autor hat es in wunderbarer Weise geschafft, dem Leser Stückchen für Stückchen vor Augen zu führen wie ein Mann durch eine schier unnahbare Frau wahrlich in den Wahnsinn getrieben werden kann.
Hier sind die Rollen ganz hervorragend ausgearbeitet, von einer Frau, die sich von der Herrschaft entsagt und radikal handelt, sich von dieser befreien will und dabei zu töten bereit ist, von einem heranwachsenden Jugendlichen, der alsbald auch ein Mann wird, der schwärmt und wohl alles tut, um seiner Traumfrau möglichst nahe zu kommen; und von eben jenem schicksalhaftem zweiten Mann.
Dieser Fantasyroman, der im Übrigen zu 99% ohne Fantasyelemente auskommt, ist ein Lesevergnügen. Wieder einmal konnte ich mich kaum vom (Meißner-)Buch lossagen, zumal wurde dies dadurch erschwert, dass es keine Kapitel gibt. Ich empfehle dieses Buch allen, die gerne in die Tiefe gehen, welche sich für die Gegenüberstellung der Rollen von Frau und Mann interessieren, die auch mal einen Sinn für Details haben, wie in eben jenen zwar raren aber dafür sehr wertvollen und tiefgründigen Szenen in denen aufblitzt, wie die Dominanz und der Glanz des Mannes gegenüber der zu gehorchenden Frau häufig nur Schein ist, in denen zu erkennen ist, wie stark eine Frau in Wahrheit ist, wenn sie beschützt oder es versteht, soziale Bindungen zusammen zu halten.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klingenfieber, 23. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Klingenfieber: Roman (Broschiert)
Vorab, ich vermeide es so weit es geht zuviel vom Inhalt zu verraten.

Der Rückentext des Buches vermittelt leider einen leicht falschen Eindruck vom Inhalt. Der Klappentext (Innenseite des Umschlags) ist stellenweise sogar völlig falsch und führt in die Irre!

Tatsächlich dreht sich das Buch wie beschrieben um die schöne Schwertkämpferin Erenis und ihren recht blutigen Weg durch eine Welt, über die der Leser nur das nötigste erfährt. Das Ziel dieser Reise bleibt dem Leser lange verborgen. Laut Klappentext müssen ihre drei Schwestern sterben. Dem ist ganz und garnicht so und dies ist auch nicht das erklärte Ziel der Reise. Mehr möchte jedoch nicht verraten, den diese Reise ist tatsächlich sehr fesselnd. Die Geschichte dreht sich nur um eine geringe Anzahl von Protagonisten und ist sehr eingängig geschrieben. Ein Kampf jagd den nächsten, ohne das es eintönig wird. Dazwischen wird auch gerne etwas Erotik der manchmal etwas gewöhnungsbedürftigen Art gestreut. Die Geschichte bleibt fast bis zum Schluss spannend und bietet zahlreiche Höhepunkte bei denen ich mitgefiebert habe. Der Schluss allerdings... Das Ende enttäuscht und fällt weit weniger spektakulär aus, als es die Geschichte vermuten lässt. Trotzdem, wer kämpferische Heldinnen und Bücher mit vielen Kämpfen mag, kann hier getrost zugreifen und wird sich sicher so manches mal nur schwer wieder losreißen können.

Bewertung in der Übersicht:

Geschichte: 5*
sehr packend, reich an Action und einem Hauch Erotik. Eine tolle Mischung. Enthält nur ein paar kleine unbedeutende Fehler und 1-2 Geschmacklosigkeiten

Charaktere: 5*
Schlüssige Figuren mit stimmigen Geschichten

Der Showdown: 3*
Leider enttäuschend (möchte das hier wirklich niemandem vorweg nehmen)

Schreibstil: 4*
Zuerst sehr seltsam, normalisiert sich aber schon nach wenigen Seiten. Ansonsten sehr gut mit nur wenigen Fehlern und seltsamen Formulierungen

Fazit: 4*
Trotz kleinerer Enttäuschungen ein tolles Buch, das ich absolut empfehlen kann
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für verregnetes Wochenende, 24. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Klingenfieber: Roman (Broschiert)
Wieder einmal hat die Meißner Fantasy-Manufaktur Zellulose, Tintenschwärze und Schreibkraft zusammengefügt um ein Kunstwerk der Unterhaltung zu schaffen. Ist es eine würdige Meisterarbeit geworden vergleichbar mit der Beständigkeit des Porzellans mit den gekreuzten Schwertern oder vergänglich wie der versickernde Lebenssaft der gefallenden und zerbrochenen Herausforderer von Erenis der Klingentänzerin mit dem Blutschwert?

Seit Kindheitstagen wurde sie als Sklavin gehalten und ausgebildet von einen Mann um den Männern in deren Domäne – den Schwertkampfduell – zu gefallen und doch überlegen zu sein. Nach ihrer Flucht von dem Kriegslehrer zieht die Klingentänzerin Erenis durch die Dörfer ihrer Welt um sich an den Männern zu rächen.

Gehofft hatte ich auf einen eigenständigen Roman der sich wieder auf dem Kontinent des Mammuts ereignet; vergleichbar mit Die Soldaten: Roman um eventuell weitere Einsichten in die Machenschaften der Affenmenschen oder des Bienenmagiers zu bekommen. Klingenfieber ist wie der Babar in einer unabhängigen Welt ohne Bezug zu des Mammuts großer Insel, allerdings mit mehr Dialogen und einen durchlaufenden Handlungsstrang ohne einzelne Kapitel, also keine Sagensammlung über die Amazone.

Nach einen langsamen Start der ersten hundert Seiten nimmt die Geschichte einen unterhaltsamen Verlauf um im den letzten Viertel des Buches noch einige Überraschungen zu präsentieren. Auch wenn meine Hoffnung nicht erfüllt wurde handelt es sich bei Klingenfieber um ein gut lesbares Buch, nicht von der Genialität Das Paradies der Schwerter: Eine Geschichte über Kampf, Zufall und das Gegenteil von Nichts oder Hiobs Spiel aber dennoch gut genug um damit ein verregnetes Wochenende zu verbringen. Aber wie jedes andere Werk von Tobias Meißner leider zu schnell vorbei.

---

Würde ich nicht den Inhalt von Tobias Meißner sondern das Layout des Pieper Verlags bewerten, bekäme das Buch 1 von 5 Sternen. Zu große Schrift und Seitenränder. Wenn schon FSC zertifiziertes Papier benutzt wird, sollte damit auch Ressourcen-schonend umgegangen werden. Es drängt sich jedoch der Verdacht auf, dass Piper Klingenfieber auf die Größe und Dicke von Dämonen, Orks, Zwerg und vergleichbaren Reihen mit allen Mitteln zwingen wollte.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen liest sich flott..., 28. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Klingenfieber: Roman (Broschiert)
...aber bei weitem nicht so genial wie "Paradies der Schwerter", welches ein ähnliches Setting besitzt. Stilistisch und sprachlich natürlich wie immer virtuos und solide. Der Storyverlauf ist allerdings nicht sonderlich originell. Im Prinzip tingeln die beiden durch die Lande, am Ende etwas wie ein kleiner Show-Down, naja. Der Schluss wirkt relativ lieblos zumal man festhalten muss: eigentlich spielt es keine Rolle, ob Stenrei bei der "Reise" nun dabei war oder nicht. Für einen Protagonisten zuwenig Substanz. Der Ansatz, zwei völlig unterschiedliche Personen ins Rennen zu schicken - zudem noch die erfrischende, weil zu seltene Geschlechterkombination "schwacher Mann/starke Frau"- war interessant. Leider agierten die beiden oftmals sehr unglaubwürdig. Dennoch: das Potential der Klingentänzerinnen wurde nicht genutzt. Vergleicht man Erenis' Charakter mit den Facetten eines von Selbstzweifeln behafteten Rodraeg Talavessa Delbane (Mammut-Reihe), denen des lebensmüden aber dennoch moraldürstenden Eremith Fenna (Soldaten), ganz zu schweigen eines durch und durch unberechenbaren und völlig ausser Kontrolle geratenen Hiob Montag, verliert diese leider dagegen haushoch. Überhaupt wird es Zeit, mal wieder ein richtig gutes Buch abzuliefern, Herr Meißner. Die "Dämonen"-Reihe war nicht so meins, zu krawallig, aber dennoch irgendwie episch und voller origineller Ideen. "Barbarendämmerung" zu konstruiert, anstrengend aber immerhin mit einem tieferen Sinn versehen (und der Herausforderung, den Protagonisten nicht sprechen zu lassen). Bei Klingenfieber fehlte mir persönlich leider vieles: Spannung, Charaktere, Hintergrund, Tiefe. Hoffentlich geht es bald mit Hiob oder dem Mammut weiter...
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Klingenfieber: Roman
Klingenfieber: Roman von Tobias O. Meißner (Broschiert - 12. November 2013)
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