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am 31. Juli 2014
Zunächst eine kleine Warnung ich werde etwas über die Geschichte erwähnen (Spoileralarm).

Ich persönlich empfand das Buch als wenig gelungen.

Der Schreibstil des Autors liest sich gut und hin und wieder gelingt es ihm auch Humor mit diesem zu transportieren, die Beschreibungen der Szenen sind gut gelungen nicht zu detailverspielt, aber auch nicht zu grobschlächtig.

Die Geschichte und hier fängt es an schlecht zu werden:

Mainplot hier wird die ganze Zeit der Dämonenkönig Orison und sein ewiger Erzfeind Turer erwähnt, es wird ein riesen Spannungsbogen ob dieser Feindschaft aufgbaut. Zugegeben das Treffen der beiden aufeinander ist überrascht, aber diese epische Feindschaft endet in einem einseitgen Dialog und ohne Kampf... A haut B mit einem Hieb kaputt.. na klasse!

Des weiteren was viele meiner Vorredner bereits bemängelt haben, dieses ständige herumgereitet auf den Heereszahlen. Hier sind 2000 Menschen übrig und 1500 Coldriner gefallen, die Dämonen haben noch 20.000 Mann... Es gibt Seiten auf denen gefühlt mehr Zahlen als Buchstaben sind. Dies zieht sich durch das ganze Buch und ist in meinen Augen komplett nutzlos. Hier einfach mal zu sagen:"Sie sind 1 zu 2 überlegen" oder "gößer" etc. hätte gereicht!

Weiterer Kritikpunkt in meinen Augen Nebenhandlungen. Es gibt sehr viele Nebenhandlungen die ich als komplett sinnlos interpretiere, hier werden Charaktere eingeführt, man erfährt etwas über Ihre Lebensgeschichte und 3 Seiten weiter sind sie tot, ohne etwas bewegt zu haben, oder auch nur irgendwie Einfluss auf die Geschichte genommen zu haben. Bsp.: der kleine Dämon der von Körper zu Körper hüpft, Der Berater von Tenemac II etc.

Ebenfalls kannn ich sehr viele Charaktere nicht verstehen weil deren Gedankengänge und Handlungen komplett unlogisch und idiotisch sind. Der Berater der Königing Taisser, fährt auf eine Insel um eine kleine Gruppe Soldaten auszubilden 50 Mann, um damit dem Dämonenheer in den Rücken zu fallen. Das Dämonenheer hat zu diesem Zeitpunkt weit über 50.000 Mann, zudem gibt sich der Autor ständig mühe zu erwähnen das ein Dämon 5-10 menschliche Männer aufwiegt in einem Kampf. Ja aber 50 Mann im Rücken dieses Dämonenheeres werden es schon reißen oder wie und Zeit sie in Ruhe auszubilden haben wir auch noch, obwohl der Krieg schon fast verloren ist... Dieser Nebenplot der Ausbildung und Interaktion der auszubildenden untereinander frisst dutzende Seite, um am Ende durch einen einzelnen Dämonen komplett ausgelöscht zu werden... sinnvoll?

Das Ende ist in meinen Augen das aller Schlimmste: Alles tot alles zerstört und auf eine komplett sinnlose Art. Niemand hat gewonnen alle haben verloren.

Wer dieThematik mag, oder den Schreibstil von Herrn Meißner, soll es lesen, ich hätte lieber meine Zeit und mein Geld zurück.
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am 14. Oktober 2010
Dies ist der zweite Teil der geplanten "Die Dämonen"-Trilogie von Tobias O Meißner. Es bleibt nach diesem Teil zu hoffen, dass Meißner die Trilogie zum Ende führen wird, denn dieser Teil überragt den ersten um Welten. Eigentlich kann man diese beiden Teile gar nicht miteinander vergleichen, weil sie sich stilistisch sehr unterscheiden, dennoch kann ich sagen, dass dieser zweite Teil spannender, abwechslungsreicher und der Humor im Vergleich zum Vorgänger authentischer wirkt. Während es im ersten Teil vorwiegend darum ging, welche Wandlungen Menschen durchleben können, und dabei durchaus Charakterstudien betrieben wurde, steht in diesem Teil eher der plastische Konflikt zwischen Mensch und Dämon im Vordergrund. Wer hier nach besonderem Tiefgang sucht, wie es bei Tobias O Meißner üblich ist, kann sicherlich auch hier etwas finden, doch ebensogut kann man sich mit bester Unterhaltungsgaratie einfach nur ins Buch fallen lassen, denn hier wird transparent, wie kurzlebig und überraschend das Leben manchmal sein kein, es wird erzählt, wie unterschiedlich die Innereien unterschiedlicher Dämonen sein können, nachdem man deren Körper aufgeschlitzt hat, wie schnell eine menschliche Armee aufgerieben werden kann, wenn sie nicht stark genug geführt wird, oder wie neugierig ein Dämon sein kann, indem er ein kleines Mädchen in Gewahrsam nimmt, um zu sehen, wie schnell sie wohl wachse und wie sie in welchen Situationen reagiere. Die Dämonen werden auch in ihrem Wesen sehr unterschiedlich dargestellt. Da gibt es intelligent, aggressive Dämonen, denkende und zweifelnde Dämonen, ängstliche Dämonen, die sich in anderen Dämonen verstecken oder auch ganz primitive, höhlköpfige Riesendämonen.
All das wird von Tobias O Meißner immer wieder mit einer Prise Humor erzählt hier ein Beispiel:

"Auch den Dämonen machte der einbrechende Winter zu schaffen.
Etliche erfroren. [...]
Andere wurden von Hagel, Eiszapfen oder anderen scharfkantigen Eissplittern verletzt und verendeten kläglich am Wegessaum.
Wieder andere jagten den Schneeflocken hinterher und verwundeten sich, indem sie wie tollwütig gegen etwas anderes prallten, oder versanken in tiefer Trauer, wenn ihnen die schönen kristallinen Formen in den Klauen schmolzen."

Die Atmosphäre passt zum Inhalt des Buches. Es ist winterlich kalt und der Himmel ist von dicken Wolken bedeckt, von Sonnenschein kann keine Rede sein. So erhält der Leser in den Schlachten ein noch intensiveres Gefühl von Trostlosigkeit, Leere, Grauen, Gewalt und Kälte bis hin zur absoluten Hoffnunglosigkeit.
Der Leser taucht in eine Welt die immer tiefer ins Schlamassel führt, die Menschen scheinen nichts gegen die heranrauschende Dämonenarmee entgegensetzen zu können, jeder Funke von Hoffnung für Charaktere, die dem Leser sympathisch geworden sind, scheint immer wieder im Keim erstickt zu werden. So bedarf es jedem Leser hier an Ausdauer, auf dass er die letzte Hoffnung nicht verliere. Doch ich garantiere, dass man auch ohne Ausdauer gut auskommt, da man einfach wissen möchte, wie diese Geschichte noch enden wird.

Ganz klar gehört dieses Buch zu einen der besten Werke von Tobias O Meißner, weil es rasant zu Werke geht, weil es spannend ist und weil der Autor außerordentlich ungewöhnliche Ideen umsetzt.
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am 3. März 2014
Nachdem es im ersten Band nur zwei Dämonen brauchte, um dem Land Orison und seinen Bewohner großen Schaden zuzufügen, konnte ich mir schon ungefähr vorstellen, wozu mehr als hunderttausend Dämonen in der Lage sind, die seit ewigen Zeit darauf warten, endlich in die Freiheit zurückzukehren, um das Land zu besetzen und die Menschen vom Erdboden zu tilgen. Dämonenkönig Orison will, daß das ganze Land systematisch erobert wird, was bei einer so unübersichtlichen Horde an Dämonen, die nicht viel für Disziplin und Ordnung übrig haben, sondern vielmehr endlich ihren Spaß haben wollen, nicht so ganz einfach ist.

Die Menschen schätzen die Gefahr, die aus dem Süden auf sie zukommt, anfangs falsch ein, ein fataler Fehler, wie sich bald rausstellt. Schnell befindet sich das Heer der Königing Lae I. in der Defensive, händeringend wird nach Strategien und möglichen Verbündeten gegen den übermächtigen Gegner gesucht. Die Menschen müssen sich beeilen, denn sie werden immer weniger, da sie oftmals in der Proviantversorgung der Dämonen enden.

Das Buch dreht sich hauptsächlich um die Truppenverschiebungen der Dämonen und den Rückzug der Menschen, ein wenig zieht sich das in die Länge, bis es zu einer überraschenden Allianz kommt und Mitstreiter auftauchen, mit deren Fähigkeiten ich nicht gerechnet hatte. Das Buch endet in einer großen Schlacht, in die alle Kräfte geworfen werden. Das Finale ist für mich sehr stimmig und hat mich auf den dritten Band neugierig werden lassen. Spannend fand ich, mehr über die Vergangenheit der Dämonen zu erfahren und warum Orison seinerzeit beschlossen hat, sie in der Dämonenschlucht mit Hilfe eines Zaubers zu binden.

Auf der Seite der Menschen treffen wir auf einige Bekannte aus dem ersten Band: neben der Königin Lae I. begegnen wir Taisser Sildien wieder, den Berater und Liebhaber der Königin. Als die Dämonen in Orison einfallen, bricht er auf, um seinen alten Weggefährten Minten Liago, den Dämonentöter, zu suchen, um ihn zu überreden, ihnen im Kampf gegen die Feinde beizustehen. Neben bekannten Gesichtern aus Orison begegnen wir auch wieder den Wolkenstreichler auf ihrem Gämsen und wie lernen die Bewohner des Landes Coldrin näher kennen. Hier wartet nicht nur auf den Leser eine Überraschung.

Eine weitere Attraktion sind die Töchter Benesands: 12 junge und gutaussehende Frauen, die sich knapp bekleidet, aber mit Stichwaffen und Pferden ausgerüstet, als bezahlte Söldnerinnen verdingen und ihrem großen Vorbild Faur Benesand nacheifern.

Auf der Seite der Dämonen wird der dreiköpfige Culcah von Orison als oberster Heeresführer ernannt, er soll die Eroberung aller neun Baronate koordinieren und anführen. Gar keine so einfache Aufgabe, eine Horde außer Rand und Band geratener Dämonen in einem Heer zusammenzuhalten. Etliche Dämonen hauen ab, um ihre eigenen Zielen zu verfolgen oder einfach um endlich ihre Freiheit zu geniessen und Spaß zu haben. Kein Wunder, daß Culcah manches Mal am Verzweifeln ist und „alles zum Kotzen“ findet, wenn er wieder und wieder seine Truppenstärke durchrechnen muß.

Am meisten nervt ihn der rote Hundedämon Orogontorogon, ein Mitglied des Dämonenrates, der auf Culcahs Militärgehabe pfeift und einfach nur seinen Spaß haben und Menschen plattmachen will.

Mir hat der zweite Teil gut gefallen, auch wenn er sich in der Mitte etwas in die Länge gezogen hat. Besonders schön fand ich das Zusammentreffen mit vielen Figuren aus dem ersten Band und deren Rolle, die sie in den letzten 21 Jahren übernommen haben. Die teilweise wieder skurrilen Beschreibungen des Hauens und Stechens sind ebenfalls wieder sehr gelungen.
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am 16. September 2012
Ich habe Buch 1 und 2 ziemlich schnell hintereinander gelesen. Und nachdem sich in Buch 1 der Autor noch die Mühe gemacht hat Charaktere zu erschaffen und diesen auch eine Geschichte zu verleihen, fällt das leider in Buch 2 fast gänzlich weg. Man pflügt quasi durch das Buch ohne irgendeine Bezugsperson mit ein wenig Tiefgang. Desweiteren zählt der Autor nur Fakten auf die er dann mit kurzen Erläuterungen untermauert, anstatt in kleinen Portionen Spannung aufzubauen. Es macht keinen Spass zu lesen das etwas passiert ist und dann kurz umrissen wird warum es passiert ist. Die Spannung ist weg. Der Ausgang steht bereits fest. Auch die Heereszüge der Dämonen lassen an Inhalt vermissen. Dann wurde Schloss x erobert mit y Verlusten. Sowas erwarte ich in Geschichtsbüchern und nicht in Romanen.
Von seinem ständigen Aufzählen von Heeresstärken ganz zu schweigen. Wörter wie: die Übrigen oder die Restlichen dürfen verwendet werden.
Aber ich will nicht nur schlechtes schreiben. Die Dämonen sind nett beschrieben und die Schlachtszenen sehr plastisch dargestellt.
Wer Fantasy mag kann es lesen, aber über die 8 €, die mich das Buch gekostet hat, habe ich mich schon geärgert.
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am 24. November 2011
Jedem der dieses Buch kaufen möchte empfehle ich stattdessen den ersten Teil. Jeder der den ersten Teil bereits kennt und wirklich gut findet. Viel Spaß.

Nach dem ersten Teil war ich Feuer und Flamme und bereit für den zweiten Teil. Allerdings war ich etwas enttäuscht und der erste Teil hat mir persönlich um einiges besser gefallen.

Im ersten Teil waren es nur zwei Dämonen über die der Autor detailliert schreiben konnte, was bei den Tausenden im zweiten Teil logischerweise nicht mehr so gut möglich ist. Es werden zwar vereinzelte Dämonen genauer beschrieben, aber irgendwie ist das beim Lesen alles nur befriedigend.

Die Story ist sehr geradlinig und wenn man den ersten Teil kennt auch ohne vielen Überraschungen. Wenn man den ersten Teil nicht kennt, bleibt einem, meiner Meinung nach, so Einiges verborgen und das ist dann echt schade.

Etwas nervig ist tatsächlich das ewige genaue rechnen und zählen der Truppen. In den x Schlössern stehen y Truppen das macht mit dem z Truppen unterwegs noch... oder die eigenen Truppen beziffern sich auf x Mann die der Gegner auf y und dessen Verstärkung z noch, dann ein Vorstoß jetzt sind es nur noch so viele eigene Truppen...

Das Ende muss ich sagen ist etwas sehr plötzlich und unbefriedigend. Ich nehme mal an, man müsste den dritten Teil auch noch lesen, aber das verschiebe ich persönlich erst mal auf unbestimmte Zeit.

Wenn du dich also zwischen dem ersten und dem zweiten Teil nicht entscheiden kannst und mit dem Argument: Tausende Dämonen sind besser als zwei, dir dieses Buch lesen möchtest, so rate ich dir davon ab und empfehle dir nachdrücklich dich mit zwei Dämonen zufrieden zu geben, die machen nämlich mehr als genug Ärger.

Fazit: Ein eher durchschnittliches Buch, welches dem Ersten nicht das Wasser reichen kann mit einem sehr enttäuschenden unbefriedigendem Ende. Ich nehme einfach mal an im dritten Teil wird es wieder besser :-). Mit wohlwollen noch gerade so 3 Sterne.
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Viele Jahre sind vergangen, seitdem die Dämonen Irathindur und Gäus aus dem Dämonenschlund entkamen, die Menschen gegeneinander in den Krieg führten und die Weltordnung aus den Fugen geriet. Als der ungewöhnliche Krieger Minten als einziger in der Lage war, die Dämonen zu vernichten, verschwand der Schrecken von der Erde nur zum Teil: Im Dämonenschlund kreiste und brodelte es weiter. Pläne wurden geschmiedet und nun ist es soweit: Eine riesige Armee von Dämonen erhebt sich und zieht in einen Vernichtungsfeldzug gegen die Menschen. Am Ende zählt nur: Freiheit oder Finsternis. Überleben oder Tod.

Tobias Meißner ist kein gewöhnlicher Autor. Er ist ein Künstler. Ein Magier. Und so zaubert nicht nur mit der Sprache, sondern auch mit den Empfindungen seiner Leser. Dämonen sind grausam, wild, blutrünstig, hässlich - und doch auch empfindsam oder von Minderwertigkeitskomplexen zerfressen. Doch unterscheiden sich die Dämonen dann wirklich so sehr von den Menschen?

Der Verlauf des Buches ist erfüllt von Krieg, Gefechten, Kampf und Metzelei - durch und durch deprimierend, weil Tobias Meißner nicht mal auf die Idee zu kommen scheint, den einen oder anderen zu verschonen. Er kennt keine Gnade. Mühevoll eingearbeitete Charatere werden genauso abgemurkst wie namenlose Dämonen, die im Schlachtengetümmel verloren gehen. Auch die Kapitelbezeichnungen (zwei bis zum Ende usw.) lassen einen düsteren Ausgang erahnen. Dennoch stirbt die Hoffnung zuletzt und damit die Leser nicht in schwere Depressionen verfallen, richtet sie Tobias Meißner mit spritzigen und oft schwarzhumorigen Dialogen wieder auf:

"Auf dem Arm trug der rote Orogontorogon ein bleiches Menschenkind, das wiederum auf dem Arm ein gelbes Stofftier trug. Orison versuchte zu erkennen, ob das Stofftier auch etwas noch Kleineres im Arm trug, aber außer Straßenstaub und Spucke konnte er nichts ausmachen."

Obwohl der Verlauf insgesamt sehr düster ist, leuchten immer wieder kleine Hoffnungsschimmer auf. Sie blitzen in der Dunkelheit wie Glühwürmchen, doch was ist ein Glühwürmchen gegen ein Heer von Dämonen? Bis zum Schluß hängt das Schicksal der Menschheit in der Schwebe.

Bei Tobias Meißner gibt es Häppchen mit Menscheninnereien und gezuckerte Menschennierchen anstatt des üblichen phantastischen Einheitsbreis. "Freiheit oder Finsternis" wirkte auf mich noch geschliffener und tiefgründiger als "Die Dämonen". Das schriftstellerische Talent des bereits von der FAZ als "begabtesten Mythenrecycler der jungen Deutschen" gelobten Autors scheint keine Grenzen zu haben. Es wäre wohl falsch zu behaupten, dass diese Geschichte "gefällt". Von "Gefallen" kann keine Rede sein, wenn etwas so düster und verstörend, grausam und blutrünstig ist - und dennoch ist es mit Abstand eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe.

Die Ausstattung des Buches erscheint etwas künstlich aufgebläht. Eine inhaltslosere Geschichte würde somit den Preis meiner Meinung nach nicht unbedingt rechtfertigen. Das Cover finde ich dagegen wieder sehr gelungen. Das Wissen aus dem ersten Teil ist für das Verständnis von "Freiheit oder Finsternis" nicht unbedingt nötig - es entgeht einem aber die eine oder andere Hintergrundinformation und ich empfehle deshalb trotzdem vorher die Lektüre von "Die Dämonen". Ein abschließender dritter Teil ist übrigens geplant.

"Und dennoch waren sich alle Geschichtsschreiber einig, dass dieser Krieg zwischen frei erfundenen Ländern mit seltsamen Namen wie Irathindurien und Helingerdiea ein Krieg der Menschen gewesen war, in dem die Dämonen, die am Grunde des Schlundes kreisten, sich still verhalten und allenfalls schadenfroh geraunt hatten. Ein Krieg der Menschen, der den Menschen die Menschlichkeit geraubt hatte. Ein Krieg der Ideen, die nichts mit Aufbau und Schönheit zu tun gehabt hatten, sondern ausschließlich mit Zerstörung, Willkür und Gier."

Großartig. Tobias Meißner in Höchstform!
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am 9. Februar 2014
Tobias O. Meißner kennt das Genre - und das tut dem Roman gut. Er bricht das typische Fantasy-Setting ironisch auf, macht ein Zählwerk aus den Schlachten und Kämpfen. Weiß, wie man Spannung aufbaut und streut Überraschungen gelungen ein. Hinter einer Fassade aus dunklem Humor und einer durchdachten Plotstruktur liegt aber ein durchaus postmodernes Erzählwerk, das nicht nur gängige Klischees immer wieder aufbricht. Ganz zu schweigen von einer Spiel mit der Arithmatik des Schreibens.
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am 1. Oktober 2010
Dass Tobias O. Meißner seine Leser ein zweites Mal nach Orison bringen würde, konnten diese bereits während der Lektüre von "Die Dämonen" erahnen und hoffen, war doch damals schon offensichtlich, dass die Zeit für die Dämonen bald gekommen wäre und sie endlich frei kämen.
Mit dem zweiten Dämonen-Band hat der Autor dies nun grausame Wahrheit werden lassen. Jedoch ist es wirklich so grausam, wie es auf den ersten Eindruck klingt? Ja, es kommt zu unglaublich monströsen, blutigen, menschenzerfetzenden Schlachten. Ja, die Dämonen laben sich gerne an Menschenfleisch. Ja, die Orisoner scheinen der Ausrottung entgegen zu sehen. Aber dieser Roman wäre kein echter Meißner, wenn alles so einfach, so schwarzweißmalerisch, so oberflächlich und einfach nur brutal wäre. Zunächst rennen die in ihren äußeren Erscheinungen vom Autor sehr phantasievoll gestalteten Dämonen einfach nur los und "fressen" sich durchs Land - schließlich waren sie Tausende von Jahren im Schlund eingesperrt und "genießen" jetzt auf dämonische Weise ihre so lange ersehnte Freiheit. Nach und nach deutet sich aber immer mehr an, dass die Dämonen mit der Zeit tatsächlich ebenso "enden" könnten wie die Menschen. All die Dinge, die sie an den Menschen nicht verstehen, würden sie vermutlich einholen - sollten die Menschen bald ausgerottet sein -, und sie die alleinigen Bewohner des Landes bleiben. So müssten sie vermutlich Getreide anbauen und Tiere züchten, um sich ernähren zu können. Sehr treffend zeigt dies ein Gedanke Culcahs, einer der dämonischen Heerführer:
"Wenn man den Dämonen lange genug ihre Freiheit ließe, würden sie wahrscheinlich ebenfalls bald damit beginnen, Bilder von sich an Wände zu hängen, zerbrechliches Geschirr zu horten und Bücher mit sinnlosen Gefühlen vollzukrakeln.".

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass Menschen immer dämonischer und Dämonen immer menschlicher werden - kann denn eine solche klare Charakterisierung überhaupt realistisch sein? Der Leser ist gefordert und der niemals langweilig werdenden Handlung ausgeliefert. Die Kunst, Poesie und Brutalität miteinander zu verbinden und dabei auch noch hintergründige und humorvolle Literatur zu verfassen, ist Tobias O. Meißner zu eigen und in all seinen Werken deutlich zu erkennen.

Für den Leser nicht nachvollziehbar ist, dass der Text nicht die Seiten ausnutzt. Drumherum ist relativ viel Platz, so gedruckt hätte der Text auch in ein kleineres Taschenbuchformat gepasst. Das verwendete Cover passt gut zum Inhalt, kann aber schnell einen falschen Eindruck vermitteln. Zusammengenommen mit der in der Umschlagklappe abgedruckten Kritikeraussage, es handele sich um ein von Videospielen und Blockbustern inspiriertes Actionspektakel, wird der Roman in eine Richtung geschoben, in die er nicht passt. Wer den Autor kennt, wird trotzdem nicht enttäuscht und kann sich auf ein aufwühlendes Buch freuen. Wer ihn noch nicht kennt, sollte ihn spätestens jetzt kennenlernen, gehört er doch zur Spitze der deutschen phantastischen Autoren und seine Bücher können im Allgemeinen viel mehr bieten als die meisten anderen auf dem Markt erhältlichen Fantasy-Romane.

Wer gerne bei der Lektüre überrascht und in seinen Gefühlen durchgerüttelt wird, findet in "Die Dämonen. Freiheit oder Finsternis" genau das Gewünschte. Den Vorgängerband zu kennen ist nicht unbedingt Bedingung, das Hintergrundwissen ist jedoch von Vorteil, um einige Wendungen nachvollziehen zu können.
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am 27. Oktober 2010
hallo, ich finde diesen zweiten teil besser als den ersten. es geht hier um dämonen welche auf die menschheit losgelassen werden und diese geradezu überrollen. die dämonen machen die ganze sache dann auch interessant für mich. sie haben die gleichen schwächen/stärken/eigenheiten/macken wie die menschen und lassen es nach jahrhunderten langem "weggesperrt" sein so richtig krachen. ich gebe es zu, ich bin auf der seite der dämonen und genau diese entlocken mir auch dann hier und da ein schmunzeln. die storyline ist spannend und es gibt einige wendungen und überraschungen. die sprache ist den dämonen angepasst, sprich "derbe" aber genau deshalb funktioniert das buch bei mir. ach ja und wie beim ersten teil ist das ende überraschend aber durchaus konsequent. für mich ein fantasybuch welches super zu lesen ist und daher von mir auch eine empfehlung bekommt:
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am 10. Juli 2011
Die Idee, alle Dämonen kommen frei ist toll !

Aber die Umsetzung ist grausam, die Hauptstory versteht man kaum.
Nebenhandlungen werden immer wieder nach kurzer Zeit plötzlich beendet.
Eine Erklärung zum großen und ganzen ist sehr dürftig.
Und dann das ewige Zählen von Gegnern, es sind jetzt noch genau so und so viel Dämonen und genau soviele Menschen.

Das Ende ist plötzlich und sehr unbefriedigend.

Klare NICHT kaufen Empfehlung.

2 Sterne nur für den Zeitvertreib.
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