Kundenrezensionen


45 Rezensionen
5 Sterne:
 (4)
4 Sterne:
 (13)
3 Sterne:
 (19)
2 Sterne:
 (8)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Düsteres, mysteriöses London
Das Albtraumreich des Edward Moon" ist ein fantastischer, bizarrer und mysteriöser Roman, der im viktorianischen England spielt. Hauptplatz des Geschehens ist die Kloake London, in der sich all die widerwärtigen und elenden Gestalten der Geschichte tummeln. Schon die Hauptfigur, der Bühnenmagier Edward Moon, ist eine sehr absonderliche Gestalt, doch die...
Veröffentlicht am 10. Mai 2008 von Media-Mania

versus
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle skurrile Figuren, aber die Story ist zu flach...
Dieses Buch lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück. Einerseits bin ich ziemlich fasziniert von all den seltsamen Figuren, die mir bei der Lektüre begegneten, denn neben der Hauptfigur Edward Moon, die an sich schon recht schrullig ist, sind da noch sein Assistent, der milchsüchtige und unverwundbare Riese namens Schlafwandler, eine bärtige...
Veröffentlicht am 2. Januar 2009 von S. Kapper


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältiges Leseerlebnis, 29. Mai 2009
Von 
Roland Mueller (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Albtraumreich des Edward Moon: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wie bei vielen Rezensenten hat das Buch auch bei mir einen sehr zwiespäligen Eindruck hinterlasen. Einerseits hat der Autor durchaus einen guten Schreibstil und viele skurille Ideen für Ereignisse und bizarre Gestalten, mit denen er das viktorianische London zum Leben erweckt. Doch nach einem fantastischen Start kommt die Story überhaupt nicht in die Gänge, es wird in einer Tour um den heißen Brei herumgeredet. Und der angeblich brillante Detektiv Mister Moon kommt in seinem Bestreben, einen Kriminalfall zu lösen und die permanent zitierte schlimme Bedrohung abzuwenden, keine Schritt weiter, sondern stolpert nur von einer fruchtlosen Unterhaltung zur nächsten.
Zudem kommt wenig Spannung auf, da alle Figuren sehr distanziert und mit wenig ausgefeilter Charakterisierung beschrieben werden. Es sind eher skurille Abziehbilder ohne Innenleben, die herumlaufen und agieren, sympathisch wird einem niemand. Das große Finale ist dann zwar ganz nett, doch löst sich irgendwie alles auch in Wohlgefallen auf; irgendwie hätte man sich doch etwas mehr erwartet.
Schade drum, denn gute Ansätze sind in dem Buch durchaus vorhanden. So wurden viele sehr gute Ideen und viel Fantasie in einen schwachen Plot investiert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Atmosphärisch gut, Handlung zerfahren, 22. Mai 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Albtraumreich des Edward Moon: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Handlung dieses Buches kann man getrost vergessen, denn sie ist reichlich verworren und kaum in allen Details nachzuvollziehen. Wichtig an Jonathan Barnes' Debütroman "Das Albtraumreich des Edward Moon" ist allein die Atmosphäre - und die ist für alle Leser richtig gut, die auf Nebel, verlassene U-Bahn-Schächte, unergründliche Hellseherinnen und schaurige Verliese stehen.

Zentrale Figuren sind der Varietézauberer Edward Moon und sein Gehilfe, der Schlafwandler. Im London des Jahres 1901 helfen die beiden der Polizei bei den Ermittlungen in zwei Mordfällen, bei denen die Opfer von einem seltsamen Fliegenmenschen, der Fassaden erklimmen kann, getötet wurden. Die beiden Hobbydetektive geraten schließlich auf die Spur einer Verschwörung, die die Zerstörung ganz Londons zum Ziel hat.

"Das Albtraumreich des Edward Moon" wird bevölkert von allerlei skurrilen, manchmal sogar grotesken Gestalten. Das fängt schon beim Detektivgehilfen, dem stummen "Schlafwandler", an. Ein Mensch kann er nicht sein, denn er lässt sich allabendlich auf Edward Moons Zaubererbühne von mehreren Schwertern durchbohren, ohne dass ihm diese Behandlung etwas ausmachen oder ein Tropfen Blut fließen würde. Ein Zeitreisender, dessen genaue Funktion im Rahmen der Geschichte nie ganz klar wird, und ein Dichter, der unter Zuhilfenahme von einigen menschlichen Ersatzteilen in einem Flüssigkeiten-Tank wieder zum Leben erweckt wird, sind weitere Beispiele.

Fazit: Wer einen leicht altmodischen Gothic-Grusel im Stile Frankensteins mag, wird von diesem Buch sicherlich nicht enttäuscht sein und über die Schwächen im Handlungsaufbau hinwegsehen können.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön schräg: Tim Burton lässt grüßen!, 30. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Albtraumreich des Edward Moon: Roman (Gebundene Ausgabe)
Erst einmal: Gut, dass ich in der Buchhandlung und nicht bei amazon auf das Buch gestoßen bin. Die Online-Rezensionen sind teilweise so negativ, dass ich dieses Werk vielleicht nicht gekauft und damit echt etwas verpasst hätte! Ich kann den Vorwurf, die Geschichte sei verwirrend und viele Dinge blieben offen, nicht ganz nachvollziehen. Gut, der Handlungsstrang ist nicht vorhersehbar - wie erfrischend! Nicht jedes Rätsel
wird beantwortet - ist doch auch im normalen Leben so!!!

Apropos normales Leben: Davon ist im Roman nicht viel zu spüren. Ist ja auch so etwas wie ein viktorianischer Fantasyroman. Die Figuren sind dermaßen abgedreht, als wären sie direkt einem Tim Burton Film entsprungen! Ich bin sicher, er hätte seine wahre Freude an dem Buch: eine sehr düstere Mischung irgendwo zwischen Sherlock Holmes und Les Miserables angesiedelt. Sprachlich ist der Roman ein Genuss mit einem ironischen Unterton. Beispiel: "Honeyman war ein feister schwerfälliger Mensch, der andauernd schwitzte und dessen Hängebacken beim Gehen bebten und flatterten. Nur wenige Seiten trennen uns von seinem Tod. Also hängen Sie Ihr Herz bitte nicht an seine Person." Genial!

Einziger Schwachpunkt ist die Figur Edward Moon selbst. Neben den schillernden und skurrilen Nebenfiguren wirkt er blass und vom Typ her schlecht greifbar. Als gelangweilter, etwas in die Jahre gekommener Dandy überzeugt er genauso wenig wie als gewiefter Zauberkünstler. Der Charakter ist nicht gut gelungen. Das Gleiche gilt für den Schlafwandler. Auch so eine Figur, deren Sinn sich nicht wirklich erschließt. Dennoch bietet "Das Albtraumreich von Edward Moon" unvergessliche Bilder und jede Menge Überraschungsmomente. Und ich werde nicht müde, es zu wiederholen. Hier ist nichts vorhersehbar. Wie schön!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Krimi aus dem Gruselkabinett, 9. Juli 2009
Jonathan Barnes entführt uns in eine Zeit, in der noch Pferdekutschen die Straßen Londons befuhren und kein ordentlicher Bürger sich des Nachts auf die Straße traute. Denn sobald der Vorhang des Tages fällt bevölkern ganz andere Gestalten die Straßen und die Tür in ein Gruselkabinett öffnet sich. Edward Moon, Magier und Detektiv gerät gemeinsam mit seinem Begleiter, der den geheimnisvollen Namen "Schlafwandler" trägt in eine haarsträubende Geschichte. Mord und Totschlag, Wesen, die an Wänden hochklettern, eine geheimnisvolle Staatsinstitution mit Namen "Das Direktorium", ein Albino und nicht zuletzt ein größenwahnsinniger Bösewicht, der das Böse über die Stadt schickt wie eine Seuche ... Die Geschichte ist bizarr, verwirrend, manchmal abstoßend, mäßig unterhaltsam und wäre da nicht der ausgezeichnete Schreibstil des Autors - ich dürfte nur 2 Sterne vergeben.

Das Buch wird jenen gefallen, die bizarre Gestalten in einer fantastisch-verzerrten Gruselgeschichte mögen und denen eine gewissen Morbidität sympathisch ist. Die Geschichte selbst ist so dunkel und undurchsichtig wie London bei Nacht und Nebel.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein etwas anderer Krimi, 5. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Albtraumreich des Edward Moon: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich lese gern Krimis und gern Fantasy-Bücher. Ich finde, dass es bei Krimis schwer ist, mal etwas zu finden, dass nicht ganz dem "Standard" entspricht, da sich viele Handlungen wiederholen bzw. sehr ähnlich sind. Meine Freundin schenkte mir dieses Buch und ich finde es wirklich gelungen. Es ist für mich ein etwas anderer Krimi gemischt mit "dunkler Fantasy". Es gibt Morde, Verschwörungen und den Detektiv Moon mit seinem etwas anderem Assistenten. Es gibt viele kuriose Gestalten und Charaktere. Ich finde die Geschichte und auch den Erzählstil sehr interessant. Es ist gut und einfach zu lesen und das Ende war - jedenfalls für mich - sehr überraschend.

Ich gebe dem Buch nur 4 statt 5 Sterne gegeben, weil es mich nicht richtig gefesselt hat. Ich bin wie gesagt sehr begeistert von dem Buch und es ist durchweg gut geschrieben, allerdings war es - für mich - an keiner Stelle wirklich fesselnd. Man wollte immer wissen, wie es weitergeht, aber mir hat es auch gereicht, erst am nächsten Tag weiterzulesen.

Fazit: Für mich ist es ein schönes Buch für zwischendurch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen harter Tobak, 13. September 2009
Die Geschichte spielt im Nebelumwaberten London zur Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Es ist eine Mischung aus Krimi und Fantasyroman. Die Figur des Edward Moon fand ich sehr interessant. Seine Besuche in der örtlichen Irrenanstalt um einen Insassen bezüglich eines Falls zu konsultierenn erinnerten mich ein bischen an Schweigen der Lämmer. Der Roman läßt immer wieder Spannung aufkommen, flaut dann aber meist schnell wieder ab um sich in Seitenlangen etwas verwirrenden Handlungssträngen zu verlieren. Von der Grundidee eine tolle Geschichte aber leider etwas verworren und teilweise anstrengend zu lesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hmmm, 14. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Albtraumreich des Edward Moon: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich geb's zu, ich hab mich auf den Holzweg führen lassen.

"Betörendes geisterhaftes und geistreiches Kabinett der Kuriositäten" und was der Lobeshymnen mehr sind, sowie ein Querverweis zu Jasper Fforde (einer meiner Alltime-Favoriten in bezug auf Witz und Fantasie) verführten mich zum Kauf von diesem Werk. Ähnlichkeiten zu Ffordes Schreibkunst konnte ich leider kaum feststellen. Ffordes Geschichten haben Witz, Charme und Drive, sind schräg und absolut lustig - Barnes Geschichte ist schräg, teilweise skurril, bevölkert von einem Figurenkabinett, welches jeder Freakshow zur Ehre gereichen würde - aber Witz, Drive und Charme hab' ich keinen gesehen.

Düster und dunkel kommt die Geschichte daher und Barnes zeichnet ein London, welches wie geschaffen scheint, um Unholde wie Jack the Ripper und andere Monstrositäten zu beherbergen. In dieser Beziehung herrscht hier auch kein Mangel, und es tauchen tatsächlich einige ganz eigenartig-originelle Figuren auf. Atmosphärisch erinnert "Das Albtraumreich" an Edgar Allen Poe, ohne jedoch die Dichte und Spannung seiner Geschichten zu erreichen. Ebenso finde ich, dass Barnes zu wenig Sorgfalt in die Figurenzeichnung investiert, und seine Protagonisten bleiben blass und unpersönlich. Und genau das verhindert das Wichtigste, um mit Romanfiguren in Verbindung treten und sich für sie interessieren zu können: Man baut keine Beziehung zu ihnen auf - nicht zu den Hauptfiguren und zu den Nebenfiguren erst recht nicht.

Der Geschichte entwickelt dennoch einen eigenen Reiz und mehr als einmal fragt man sich, wie sich das ganze Mysterium wohl auflösen wird. Leider werden die Erwartungen an ein sinnvolles, originelles Ende in jeder Beziehung enttäuscht. Was erst skurril, schräg und im positiven Sinne eigenartig daherkommt, kippt irgendwann, wirkt bemüht und lächerlich und hinterliess in mir ein Gefühl von Frustration. Statt einem furiosen Finale ergab sich bei mir nur ein furioses "WAS WAR DENN DAS?"

Das Ganze kommt mir vor wie ein gross angepriesenes 5-Gang-Menue, wo die ersten 2 Gänge goutierbar daherkommen, den Gaumen kitzeln, einen akzeptablen Genuss darstellen. Der Rest bleibt dann leider fast im Hals stecken und wenn man diesen dann endlich hinuntergewürgt hat, liegt er einem schwer im Magen und entpuppt sich als äusserst schwer verdaulich.

Gibt 2 von 5 Gault-Millau-Punkten, und ich verspür keinen grossen Appetit auf die nächsten Gerichte von Herrn Barnes.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alptraumreiche sehen anders aus!, 2. Mai 2011
Durch den Buchtitel, die Covergestaltung und die Buchbeschreibung angelockt entschied ich mich für einen Spontankauf und wurde teilweise doch recht enttäuscht. Während ich zum Einlesen in die Handlung einige Seiten brauchte (der Schreibstil ist wohl nicht jedermanns Sache) und es schon beiseite legen wollte, fand ich den Mittelteil der Handlung, die eigentliche Spurensuche und Schnipseljagd in der viktorianischen Zeit doch recht interessant.
Magier Edward Moon und sein schwerterwiederstehender Gefährte auf der Jagd nach einem geheimnisvollen Mörder...
Die Beschreibung der Handlungsplätze ist gut gelungen, der Figuren nicht immer. Viele interessant erscheinende Fäden werden dem Leser vorgeworfen und nicht weitergeführt. So z.B. Moons Vorliebe für skurrile Bettgefährtinnen. Der Mann hat also seine Bedürfnisse und das war es dann!? Das bringt die Handlung nicht weiter, zumal die involvierte Person später noch einmal auftaucht, aber als nichtssagende Randfigur. Die Liste an Fäden, die heillos wirr am Ende zappeln, lässt sich fortsetzen.
Das Finale der Geschichte, das mit einem hohen Bodycount, viel Action und Blut glänzt, ist zwar unterhaltsam, aber mag das Ruder nicht mehr herumreissen, zumal es irgendwo ZUVIEL des Guten ist.

Die Handlung hatte für mich einige Überraschungen zu bieten, war stellenweise recht unterhaltsam und deswegen kein völliger Fehlgriff. Insgesamt gesehen aber leider mehr Schein als Sein. Wie das Buch es allerdings zu einer Hardcoverausgabe geschafft hat, bleibt mir ein Rätsel. Da gibt es ganz andere Autoren und deren Romane, die es mehr verdient hätten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kann man lesen... muss man aber nicht, 17. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Albtraumreich des Edward Moon: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nun, was gibt es zu diesem Buch noch mehr zu sagen, als die 33 Schreiber vor mir nicht schon gesagt hätten? Eigentlich nichts, aber ich versuch es trotzdem.

Ganz generell ist das Buch nicht sooo schlecht. Es lässt sich lesen und hat ein paar nette Einfälle.

Vielleicht liegt es daran, dass ich das Buch über einen recht großen Zeitraum verteilt gelesen habe (grundsätzlich kein gutes Zeichen, für kein Buch), aber hin und wieder erschienen mir die Charaktere etwas untypisch, also 'out of character' zu agieren... generell fand ich sie nicht allzu überzeugend. Allen voran Titelheld Edward Moon, der mir nicht gerade übermäßig clever erschien. Im Grunde hat er nichts selbst herausgefunden sondern ist nur von einer Situation zur nächsten gestolpert.

Auch das Ende hat mich nicht unbedingt überzeugt. (Nein, keine Angst, ich verrate es natürlich nicht)

Während alles andere sich noch irgendwie in einem... nun ja, imaginären Rahmen hielt, fällt das Ende durch ziemliche Absurdität auf. Versteht mich nicht falsch, die Geschichte KANN so enden. Es fügt sich alles zusammen, aber ich hab halt irgendwie was anderes erwartet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, aber nicht der angepriesene geistreiche Geniestreich, 13. Juli 2009
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Albtraumreich des Edward Moon: Roman (Gebundene Ausgabe)
Edward Moons beste Zeiten sind vorbei. "Einst war Moon die personifizierte Eleganz gewesen, der fleischgewordene Stil und gute Geschmack. Doch nun über vierzig [...] schien seine Ausstrahlung [...] zu verblassen." (S. 19) Er und sein stummer, milchsüchtiger, über zwei Meter großer Partner, der 'Schlafwandler' arbeiten als Zauberkünstler im "Theater des Unglaublichen" und bewohnen dessen Untergeschoss. "Edward Moon war Zauberkünstler von Beruf und Detektiv aus Leidenschaft (S. 24)" und derzeitig langweilt er sich zu Tode.
Als er von der Polizei Londons zum kuriosen Mordfall Honeymann hinzugezogen wird, erkennt Moon sofort, dass es bei diesem Mord nicht mit rechten Dingen zuging und wohl Übernatürliche Phänomene Einfluss auf das dahinscheiden des Mr. Honeymann hatten.
Bald steckt Moon zwischen den Fronten sich bekämpfender Geheimorganisationen, von deren Existenz kaum einer je gehört hat. "Das Direktorium" jedoch hat eine besonders perfide Methode sich Moons Hilfe zu versichern. Sein Partner "der Schlafwandler" scheint deutlich mehr zu wissen, da er sich jedoch nur mittels einer Tafel verständigen kann, ist es ihm ein Leichtes Moon vieles zu verschweigen und mit einem Achselzucken abzutun.
Als Moon den einzigen Mensch verliert, den er je liebte und durch seine Schuld seine Schwester Charlotte in Lebensgefahr gerät, beginnt ihm die Zeit davonzulaufen, denn der Countdown läuft und eine Weissagerin hat prophezeit, dass in wenigen Tagen London dem Bösen anheimfallen wird.

"Seien Sie gewarnt. Dieses Buch besitzt keinen wie auch immer gearteten Literarischen Wert. Dieser Roman ist ein grässliches Konvolut von Unsinnigkeiten, bevölkert von wenig überzeugenden Charakteren, geschrieben in öder Prosa, oft genug lächerlich und durchweg bizarr. (S. 7)" Teils muss ich dem Autor in dieser Hinsicht leider Recht geben. Mit diesem witzigen Anfang und noch einigen anderen witzigen Wortexplosionen zu Anfang des Buches hat sich der Wortwitz leider sehr schnell aufgebraucht. Die skurrilen Personen, die dieses Buch bevölkern sind einfach nur das: Skurril. Neben dem Schlafwandler, einem Fliegenmenschen, einer bärtigen Hure, Mördern in Schuluniformen und dergleichen gibt es noch den James Bond typischen Überbösewicht in der Art von Dr. No oder Dr. Evil, während Edward Moon einen in die Jahre gekommenen James Bond verkörpert.
Den Figuren fehlt die Tiefe, sie bleiben zweidimensional. Der Autor spielt mit der Idee des von Samuel Taylor Coleridge und Robert Southey entwickelten Pantisokratie. Die Dichter wollten eine utopische Gemeinschaft an den Ufern des Susquehanna Flusses in den USA errichten scheiterten jedoch in ihrem Projekt.
Das Buch wird von einem Erzähler, der die Ereignisse miterlebt hat erzählt. Teils wendet sich der Erzähler auch direkt an den Leser und revidiert einiges, was er gerade erzählt hat, bis irgendwann die Perspektive kippt und der Erzähler Teil der Geschichte wird, was teilweise recht irritierend wirkt.
Die Erzählung wirkt teilweise sprunghaft, unfertig und irritierend und weniger mysteriös oder unheimlich. Handlungsstränge brechen ab, Vieles wird nicht aufgelöst und die Rolle des Schlafwandlers bleibt unklar bis zum Ende, obwohl das Buch im Orginal "The Somnambulist" also "Der Schlafwandler" heißt und wohl er die Hauptperson sein sollte. Selbst die bösen Zwillinge schaffen es nicht einen einzigen Schauer über den Rücken des Lesers zu jagen. Dies schaffen eher die teils sehr drastischen Darstellungen von Gewalt "Boon stieß den Schirm mit aller Kraft in Trotmanns Brust, die Spitze bohrte sich in seinen Körper und mit einem leisen Plop" in sein Herz. [...] Gackernd vor Entzücken trieb Boon den Schirm so weit in den Leib seines Opfers, dass die Spitze am Rücken wieder zum Vorschein kam, ehe er das Din Zwang, sich zu öffnen" (S. 372)
Was das Titelbild angeht, so stellt sich mir auch nach Ende des Buches die Frage wen es darstellt. Mr. Cribb oder den Schlafwandler? Ich tendiere zu Mr. Cribb, da der Schlafwandler nie einen Monokel trug.
Unterhaltsam, aber nicht der vom "Oberserver" angepriesene geistreiche Geniestreich. An Pratchett oder Fforde kommt es leider nicht annähernd heran.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Das Albtraumreich des Edward Moon: Roman
Das Albtraumreich des Edward Moon: Roman von Jonathan Barnes (Gebundene Ausgabe - August 2008)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,01
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen