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Glaubt man der Autorin dieses Buches, dann möchte jede Frau wenigstens einmal in ihrem Leben Prinzessin sein. Gewöhnlich bietet sich dazu nur eine wirkliche Chance, nämlich die eigene (erste) Hochzeit. Wenn man die Vorgänger-Bücher der Autorin gelesen hat, dann muss man einfach ahnen, dass sie mit solchen Sachen nichts am Hut hat. Doch als sie eines schönen Tages beim Bäcker ihren Frühstückskaffee schlürft, macht ihr ihr Freund nebenbei einen unerwarteten Heiratsantrag. Ob sie will oder nicht: nun ist sie gezwungen, ihm eine Antwort zu geben. Und die fällt nach einer gefühlten Ewigkeit zustimmend aus.

Vielleicht lag in dieser Zeit die Geburtsstunde für die Idee zu diesem Buch, vielleicht aber gab es diese Idee bereits und die Geschichte ist erfunden. Egal, nun jedenfalls berichtet Rebecca Niazi-Shahabi dem Leser auf zwei Ebenen. Zum einen über ihr weiteres Vorgehen und die Reaktionen und Diskussionen in ihrem Freundeskreis und zum anderen über all das, was da so auf Heiratswillige zukommt, worüber man sich Gedanken machen muss und welche sonderbaren Rituale, Spielchen, Gepflogenheiten und Unglücksfälle es bei Hochzeitsfeiern so gibt. Natürlich lernt man in jedem Fall ihre überaus rationale Haltung dazu kennen. Und genau das macht den Reiz dieses witzigen Buches aus.

Ob allerdings jeder diesen Text lustig finden wird, mag man bezweifeln, denn die Autorin hält jedwede Romantik beim Heiraten für aufgesetzt. Sie schreibt (S.97): "Zwei Menschen beschließen, sich von offizieller Seite absegnen zu lassen, dass sie - aus welchen Gründen auch immer - nur noch mit dem Partner sexuell verkehren und außerdem mit ihm zusammenleben wollen. (Eine durchaus fragwürdige Entscheidung, da das Zusammenleben nachweisbar die sexuelle Spannung zwischen den beteiligten beeinträchtigt.) ... Dies ist der Hintergrund jeder Hochzeit, und um diesen zu überdecken veranstalten selbst langjährige Paare gerne eine romantische Feier."

Man solle eben an diesem Tag keinen Gedanken an Sex aufkommen lassen. Hochzeitsgäste würde diese Stimmung jedoch gerne konterkarieren, indem sie anzügliche Spiele veranstalten würden, etwa solche, bei denen das Brautpaar den Ehepartner bei der "Wadenkontrolle" oder beim "Küsseraten" eindeutig identifizieren soll. Man sieht allein an diesem kleinen Textauszug, wie die Autorin denkt. Sie begreift das Schauspiel des Lebens, bei dem jeder glaubt, dem anderen etwas vormachen zu können, sehr wohl und beschreibt es mit kühl distanzierter Rationalität, Ironie und gelegentlichem Sarkasmus.

Wie macht man einen Antrag ("Wenn Menschen zu Idioten mutieren"), wo macht man ihn, wie und wo heiratet man, wen muss man einladen, oder soll man lieber heimlich heiraten? Und wenn ja, wozu heiratet man dann eigentlich? Wie heiraten die meisten Menschen und welche Abscheulichkeiten müssen Paare dabei über sich ergehen lassen? Das alles wird witzig kommentiert und macht das Lesen dieses Buches zu einer wirklichen Unterhaltung. Allerdings darf man nicht besonders romantisch veranlagt sein und muss eine gewissen Hang zur Rationalität besitzen.

Ist dieser Text über den Hochzeitsirrsinn also nur etwas für überzeugte Singles oder unromantische Frauen? Die ganze Zeit habe ich mich beim Lesen gefragt, wie die Autorin sich am Ende aus dieser Nummer herausschreiben wird. Denn dass sie nicht heiraten werden würde, war schon nach wenigen Seiten klar, obwohl sie dort noch das Gegenteil behauptete. Ihre Abneigung konnte man förmlich greifen.

Diesmal kamen immerhin die Produkte des Enddarms nicht im Titel ihres Buches vor, wenngleich sie sie mit dem Thema wohl doch verbindet. Aber das wäre dann wohl zu viel des Guten gewesen. Das traut sich nicht einmal Rebecca Niazi-Shahabi.

So witzig und erfrischend ihr jüngstes Buch in der Tat ist, am Ende kommt dann doch wieder ihr ganz eigener Nihilismus durch. Sie führt durch den ganzen Text eine Art statistischen Beweis dafür, dass Heiraten wie so vieles andere auch irgendwie Mist ist. Doch das werden nicht alle so sehen. Beispielsweise lässt die Autorin im Buch eine ihrer Bekannten auftreten und ihr vorwerfen: "Du äußerst dich immer so abfällig über die Beziehungen anderer Menschen, ist dir das eigentlich schon einmal aufgefallen?"

Auch wenn Rebecca Niazi-Shahabi mit fast allem in diesem Buch recht hat, so sollte sie doch anderen Menschen die Freiheit zum Träumen nicht nehmen. Und überhaupt: Ein statistischer Beweis sagt rein gar nichts über Einzelfälle aus. Schließlich soll es ja auch glückliche Ehen geben. Oder Menschen, die nicht ständig neue Reize brauchen, weil sie in ihrer Beziehung eine Befriedigung auf einer Ebene erreichen, die Vertrauen voraussetzt, das nur über eine lange Zeit wachsen kann. Ausnahmen bestätigen eben die Regel, würde wohl der Volksmund sagen. Und warum sollte man Menschen die Hoffnung nehmen, gerade diese Ausnahme zu erwischen?
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Vom Witz der Autorin durch andere Werke voreingenommen, bestellte ich dieses Buch, welches mich aber nicht hingerissen und auch nicht amüsiert hat. Es ist wohl nicht mein Thema. Zwar beschreibt Rebecca Niazi-Shahabi zwischendurch auch treffende psychologische Heiratsgründe jenseits der "großen Liebe" (z.B. Isolation in einer Gesellschaft der Paarbeziehungen), doch insgesamt habe ich mich durch die vielen Beispiele großer Hochzeits-Feierlichkeiten hindurch gelangweilt. In welcher Lokalität welche Gesellschaftsspiele mit Hunderten von Gästen empfehlenswert sind oder nicht...
Immerhin: Der Schluss des Buches ist überraschend. Vielleicht hätte sich das Thema mehr für eine Kurzgeschichte geeignet ohne die seitenfüllenden Empfehlungen zum Heiraten.
Ganz glaubwürdig ist das Ende m.E. aber auch nicht, denn - aufgeschoben ist eben doch oft aufgehoben.

Doch Leuten, die ein rauschendes Fest feiern wollen und auch das nötige Kleingeld dazu haben, mag dieses Buch dazu als Ratgeber dienen.
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am 25. April 2014
Als ihr Freund niederkniet, glaubt Rebecca erst, er hat Rücken. Doch: das war ein Heiratsantrag! Mit dem Ja-Wort stellen sich dem Paar plötzlich Tausende Fragen: Was sind die fünfzig schlimmsten Hochzeitssongs? Wie vermeidet man, dass in jeder Rede der „Kleine Prinz“ zitiert wird? Wer sitzt neben Tante Gudrun – und warum in aller Welt tragen Standesbeamte immer Motivkrawatten? Aus erster Hand berichtet diese Braut, die sich eine ganze Menge traut, von ihrer nicht immer ganz schmerzfreien Mission: der coolsten Hochzeit der Welt. 
 
 
Es ist kein Buch zum Träumen, kein Buch das unbedingt Hoffnung auf eine fantastische Ehe macht.
Die Autorin bekommt ohne jegliche Vorahnung einen Heiratsantrag und dann geht s los, dass abwägen, das für und wieder bis sie sich endlich zu einem Ja durchringen kann.
Damit ist aber nicht getan, nun fängt eine Diskussion in ihrem Freundeskreis an. Ob es richtig ist, an was man alles denken sollte.
Wie die Hochzeit ablaufen sollte, welche Spiele gespielt werden sollte, was diese bezwecken. Eines ist sicher, sicher ist die Hochzeit noch nicht…
 
 
Was möchte uns die Autorin mit diesem Buch sagen? Lasst die Finger von der Ehe, macht es bloß nicht, Romantik gibt es nicht und Träume erst recht nicht?
Es mag ja sein, dass die ein oder andere Theorie stimmt, dass nicht alles glatt geht aber wer weiß das schon vorher? Auf mich und meinen Mann trifft dieses Buch überhaupt nicht zu und auf eine Vielzahl von anderen Paaren auch nicht. Also lasst Euch die Ehe nicht durch Statistiken nicht madig machen.
Lest dies Buch freut Euch und denkt, puh wie gut dass es mir nicht so ergangen ist und ich einfach Spaß habe. Oder diskutiert genau so witzig mit euren Freunden und Verwandten über das Thema Ehe und Beziehung.
 
Dies war mein erstes Buch von Rebecca Niazi-Shahabi und kannte ihren doch speziellen Schreibstil nicht. Es ist einerseits witzig aber auch manchmal zum Kopfschütteln geschrieben, dies ist nicht negativ gemeint aber über was sich die Autorin alles so Gedanken macht!
Genießt es und habt auch Eure Freude daran!
 
 
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am 22. März 2014
Ich habe jetzt schon alle Selbsthilfebuecher von Rebecca Niazi-Shahabi gelesen und war jedesmal begeistert. So begeistert dass ich mir ihre Buecher nach Australien, meinen neuen Wohnsitz kommen lasse.
Dieses Buch schafft es wie alle ihre anderen Bucher eine voellig neue, moderne Sicht auf ein Thema, diesmal "Hochzeit" zu bringen. Koestlich witzig, aber auch beruehrend persoenlich diskutiert Rebecca warum die meisten Hochzeiten und die damit verbundenen Gebraeuche schon laengst altmodisch und nicht ganz "politically correct" sind. Gemeinsam mit ihrem Freundeskreis, der ein bisschen an "Sex and the City" erinnert, durchleuchtet sie das Thema "Hochzeit" und plant ihre eigene. Mit einem Ende dass ich unmoeglich vorhersagen konnte.
Absolut lesenswert.
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