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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise durch Polen
Ich kannte den Autor bisher noch nicht. Wenn es also Überschneidungen mit seinem anderen Buch gibt, sind mir diese nicht bekannt. Nach der Lektüre dieses Buches hat man direkt Lust, selbst eine Reise durch Polen zu starten.

In diesem Buch lädt der Autor in 10 Etappen zu einer Reise von Berlin nach Warschau ein. Eine Karte zu Anfang und Ende des...
Veröffentlicht am 4. August 2012 von arwen008

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wenn einer eine Reise tut, oder: Wie ein Klischee mit Klischees erschlagen wurde
Wofür das Herz Steffen Möllers schlägt, wo er zu Hause ist und sich vor allem zu Hause fühlt, steht nach der Lektüre seines Buches EXPEDITION ZU DEN POLEN zweifelsfrei fest, nämlich genau dort. Nicht erst seit der EM 2012 wissen wir, dass Polen ein wunderschönes Land ist, also kann man nur Verständnis dafür haben.
Die Idee...
Veröffentlicht am 18. August 2012 von Heike Werner


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise durch Polen, 4. August 2012
Von 
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich kannte den Autor bisher noch nicht. Wenn es also Überschneidungen mit seinem anderen Buch gibt, sind mir diese nicht bekannt. Nach der Lektüre dieses Buches hat man direkt Lust, selbst eine Reise durch Polen zu starten.

In diesem Buch lädt der Autor in 10 Etappen zu einer Reise von Berlin nach Warschau ein. Eine Karte zu Anfang und Ende des Buches verdeutlicht die Strecke, die man dabei zurücklegt. Der Autor pendelt allmonatlich diese Strecke im Zug und hat wohl einige seiner Beobachtungen zusammengetragen. Durchwegs unterhaltsam lässt sich dieses Buch wunderbar lesen, man erfährt eine Menge über unsere Nachbarn. Manches hat man vielleicht schon gehört, anderes ist neu. So lernt man Daten aus der polnischen Geschichte, etwas über die Teekultur und die Fronleichnamsprozessionen in Polen, über Behemoth, die polnische Death Metal Band,über Rußland und Polen, ein paar polnische Wörter und die Autokennzeichen und vieles, vieles mehr.

Sollte ich je nach Polen reisen, werde ich dieses Buch bestimmt mitnehmen und vergleichen. Am liebsten aber würde ich mich aber mal mit einer Polin/einem Polen unterhalten, was er/sie dazu sagt. Bestimmt interessant wäre in diesem Zusammenhang ein Buch der Polen und ihrer Sicht von Deutschland.

Ein tolles Buch für alle, die sich für das Land Polen und die Leute dort interessieren.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weg mit den Klischees und Vorurteilen, 8. Juli 2012
Von 
Schnucke68 "Fee" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Zu Beginn der Lektüre zweifelte ich, ob ich als Seiteneinsteigerin (d.h. ohne Vorkenntnisse in Bezug auf S. Möllers Werk "Viva Polonia") den rechten Zugang zu seinem Neuling überhaupt würde finden können. Da es sich jedoch um keine Fortsetzung handelt, ging es doch problemlos.

Möllers Exkurs in das "Land der Putzfrauen und Autodiebe" ist eine herrliche Mixtur aus politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen, sehr humorvoll und geistreich unterlegt, leider aber auch manchmal etwas detailverloren. Eines merkt man jedoch deutlich: Steffen Möller liebt sowohl Land als auch Leute. Nicht umsonst lebte und arbeitete er dort eine kleine Ewigkeit.

Das eine oder andere Klischee sowie Polenwitze dürfen auch in diesem Buch, das weder Reisebericht noch Roman sein will, nicht fehlen. "Expedition zwischen den Polen" hat mich jedenfalls bestens unterhalten, amüsiert und auch aufgeklärt über eine Nation, die wohl schon seit Jahren zu Unrecht unterschätzt wird. Es geht mir wie so manchem Mitrezensenten: Bin geistig am Kofferpacken ;-)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bardzo dobra ksiazka, 17. Februar 2013
Von 
Ich hatte die Befürchtung, dass Steffen Möller zum wiederholtenmale seine Anfänge in Polen heroisiert. Sicher, ein paar Verweise darauf finden sich auch in seinem neuen Buch. Aber sie fügen sich sehr charmant in ein leicht zu lesendes und witziges Buch ein.
Ich bin selbst oft in Polen, bin auch schon die Strecke gefahren, die im Buch beschrieben wird, so dass ich viele seiner Schilderungen gut nachvollziehen kann. Trotzdem konnte auch ich viel Neues erfahren, sei es Geschichtliches oder Zwischenmenschliches.

Steffen Möller ist sicher kein großer Schriftsteller. Trotzdem gelingt es ihm, die Protagonisten der Handlung - also die Fahrgäste im Zug von Berlin nach Warschau - einem vertraut und symphatisch zu machen. Die dann doch an der einen oder anderen Stelle deutlich werdende fehlende schriftstellerische Erfahrung macht er wett durch seine sehr guten Kenntnisse über das Land und die Menschen, die in ihm leben oder zu Gast sind. Auf jeder Seite des Buches spürt man seine aufrichtige Liebe zu unseren polnischen Nachbarn.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klug und unterhaltsam, 3. Juli 2012
Von 
Konrad Lehmann - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Dass Kabarettisten launige Ratgeber über irgendwas schreiben, ist ja epidemisch. Aber im Gegensatz zu den Herren Hirschhausen und Nuhr hat Möller ein Thema, bei dem er sich wirklich auskennt, und zu dem er dementsprechend auch wirklich was zu sagen hat. Er hat über 14 Jahre in Polen gearbeitet, erst als Deutschlehrer, dann als Schauspieler, und darf wohl von sich behaupten, das Land zu kennen. Und er liebt es. Und das möchte er gerne weitergeben.
Ich würde sagen, es gelingt ihm. Bislang hatte ich keine sonderliche Beziehung zu Polen, auch wenn meine Vorfahren von dort kommen (aber sie nennen es natürlich "Schlesien", und sich selbst nicht "Polen"). Das Buch hat mir einen soliden, breiten Überblick über die Kultur und Gesellschaft des Landes vermittelt, ähnlich wie ein guter Reiseführer, aber erheblich unterhaltsamer. Die jüngere Geschichte Polens, die Beziehung zu Russland, die kulturellen Fettnäpfchen für deutsche Besucher etc. werden quasi nebenbei abgehandelt und bleiben erstaunlich gut hängen.
Möller kleidet seine Unterrichtseinheiten in die Geschichte einer Bahnfahrt von Berlin nach Warszawa. Anhand scheinbar zufälliger Beobachtungen im Zug und an der Strecke erläutert er die polnischen Eigenheiten. Das klappt recht gut, aber andererseits liegt hier auch eine kleine Schwäche des Buches. Denn Möller führt etliche Personen ein, als wäre es ein Roman, nutzt die Personen dann aber nicht entsprechend. Manche tauchen auf und verschwinden, ohne dass man wüsste, warum (z.B. die apathische Mutter). Damit werden sie belanglos. Belanglos ist es auch, wenn er zu Beginn den Teppichboden im Speisewagen beschreibt . . . Manchmal verliert er sich in solchen Details. Aber je mehr der Zug an Fahrt gewinnt, desto seltener passiert das, so dass der Lesefluss nicht mehr gestört wird.
Angenehm ist auch das Bild des Erzählers und Autors, das man bei der Lektüre gewinnt. Möller ist bescheiden, sensibel und sehr gebildet. Man hört ihm gerne zu. Und er hat die Fähigkeit, intelligente Beobachtungen zu kulturellen Unterschieden und Prozessen zu machen. Wer allerdings ein lustiges Buch voller Brüller erwartet, täuscht sich. "Expedition zu den Polen" ist ein geistreiches, charmantes und manchmal augenzwinkerndes Buch; da und dort werden Polenwitze eingestreut; aber ein Comedy-Schenkelklopfer ist es (zum Glück) nicht.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorsicht - dieses Buch überträgt Rajzefiber, 1. Juli 2012
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Steffen Möller, die von ihm gewählte Banhstrecke und nicht zuletzt das Ziel seiner interessanten Reise waren mir bis vor 288 Seiten gänzlich fremd - im Windschatten der Fußball EM 2012 bin ich dem Autor vom ersten Kapitel an sehr gerne auf seiner Reise in Richtung Osten gefolgt.

Direkt hinter dem Buchdeckel hält einem der Autor vor Augen, wohin die Reise gehen wird - eine Landkarte - mit eingezeichneter Bahnstrecke stimmt auf die bevorstehenden Stationen ein.

Möller kennt scheint sich auszukennen mit den vor den Fenstern des Zuges vorbeiziehenden Regionen - er erzählt von den Bräuchen und Eigenheiten der Bewohner, schildert landschaftliche und bauliche Besonderheiten, man wird als Leser angenehm unterhalten, erhält dabei interessante Informationen und Anregungen, z.B. Buchtipps und weiterführende Links für vertiefende Ausflüge im Internet.

Auch die Menschen innerhalb des Zuges - aus dem eigenen Abteil und dem Speisewagen - werden nicht vergessen - die innerhalb des Zuges gewonnenen Eindrücke des Schriftstellers fördern Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Deutschen und Polen ans Tageslicht.

Mit einem Augenzwinkern gesteht Möller hier seine Liebe zu Polen - mag sein dass er, ganz Kabarettist, manches Klischee bedient und Fettnäpfchen präsentiert, seinen besonderen "Reiseführer" hält er, nicht zuletzt wegen der unterhaltsamen und zugleich lehrreichen Anekdoten, gekonnt aus der nervigen Kitschecke fern - weit vor dem letzten Kapitel hatte er mich am Haken - Neugierde und "Rajzefiber" in mir geweckt - sein Vorgängerbuch "Viva Polonia" ist bereits bestellt - wieviele Bücher zu unseren östlichen Nachbarn zwischen mir und einer vergleichbaren Expedition wohl noch stehen werden? :-)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer interessiert sich für die Polen?, 9. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Beschreibung zu dem Buch hat mich neugierig gemacht. Man hat es sehr oft mit polnischen Landsleuten auf der Arbeit zu tun, aber ihre Geschichte kennt man nicht. Zu den meisten EU-Länder habe ich mir ein Bild gemacht und zu den Polen fallen einem nur Vorurteile ein.
Und deshalb unbedingt lesen! Das Buch beschreibt unterhaltsam den Unterschied zwischen Deutschen und den Polen. Auch auf die Vorurteile zwischen Polen und Deutsch geht der Autor ein.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert - auch für Leute, die noch nie in Polen waren!, 25. Mai 2012
Nachdem ich 25% des Buches gelesen habe, fragte ich mich wo überhaupt der Mehrwert dieses Buches im Vergleich zu Viva Polonia liegt, welches ich auch gelesen habe, da vieles zumindest im Ansatz wiederholt wird. In den folgenden 75% entwickelt sich das Buch jedoch und bleibt auch für "Viva-Polonia-Kenner" nicht langweilig. Wahrscheinlich waren diese 25% für diejenigen gedacht, die Viva Polonia nicht gelesen haben und somit leichter in das Thema einsteigen können - es handelt sich ja auch nicht um eine Fortsetzung.
Letztendlich werden viele gesellschaftliche und auch politische Themen angesprochen, die selbst mir als "Halbpolin" in dem Umfang nicht bekannt waren. Sicherlich darf man sich insb. bei vielen Behauptungen fragen, ob alles auch so stimmt (insb. was die Bedienung von Klischees betrifft), aber diese Gedanken kann sich jeder selber machen und sollte keine wissenschaftliche Ausarbeitung erwarten.
Das Buch ist kein Roman, aber auch kein Sachbuch oder nur ein Reisebericht ... es ist irgendwie alles in einem und liest sich ganz gut zwischendurch. Es ist sowohl für Einsteiger in der Thema Polen sowie angebliche Polenkenner geeignet, die sicher etwas kritischere Leser sind. Alles in Allem: Empfehlenswert - auch für Leute, die noch nie in Polen waren und vielleicht durch die EM auf den Geschmack gekommen sind ;-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wenn einer eine Reise tut, oder: Wie ein Klischee mit Klischees erschlagen wurde, 18. August 2012
Von 
Heike Werner (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wofür das Herz Steffen Möllers schlägt, wo er zu Hause ist und sich vor allem zu Hause fühlt, steht nach der Lektüre seines Buches EXPEDITION ZU DEN POLEN zweifelsfrei fest, nämlich genau dort. Nicht erst seit der EM 2012 wissen wir, dass Polen ein wunderschönes Land ist, also kann man nur Verständnis dafür haben.
Die Idee zum Roman, als Aufhänger für den Forschungstrip des Lesers eine Zugreise mit dem Eurocity Berlin-Warschau zu nehmen, finde ich gelungen und charmant. Vorurteile und Fettnäpfchen finden sich offensichtlich auf beiden Seiten und die Existenz von Planeritis oder Konsequenzeritis ist unbestritten. Das ständige Festhalten an vermeintlichem deutschen Geiz, Ossi-Wessi-Gezänke, fehlender emotionaler Intelligenz auf deutscher Seite wirkt mit fortschreitender Lektüre seitens des Autors dagegen etwas verbissen.

Wofür ich allerdings kein Verständnis habe, ist das als Fakten aufbereitete geballte Halbwissen in diesem Buch, vor allem folgendes Zitat von S. 136:
"Im Nachkriegsdeutschland gab es zwei Extreme. Während konservative BRD-Kreise eisern von 'Breslau' oder 'Danzig' sprachen, wurden in der DDR nur die polnischen Namen verwendet. Das sah vordergründig nett aus, doch dahinter steckte mindestens die gleiche Gehässigkeit. Denn die DDR kappte bekanntlich mit der sprachlichen Tilgung der deutschen Vergangenheit auch jegliche Folgeverantwortung für die Nazi-Verbrechen in Polen. Sämtliche Regress-Ansprüche wurden der BRD zugeschoben. Das brachte die Polen mindestens genauso in Rage wie das westdeutsche Ignorieren der polnischen Namen."
Woher stammt diese Weisheit? Warum keine genauere Recherche?
Im Potsdamer Abkommen vom 2.8.1945 war glasklar geregelt worden, dass Reparationen jeweils aus der eigenen Besatzungszone zu holen sind. Vom damaligen großen roten Bruder wurden in der DDR min. 2000 Betriebe rückgebaut sowie u.a. mit 10800 km Eisenbahnschienen (48 % des Streckennetzes) in die Sowjetunion abtransportiert, gefolgt von unzähligen Entnahmen aus laufender Produktion. (vgl. Vor dem Mauerbau: Politik und Gesellschaft in der DDR der fünfziger Jahre, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2003]
Auf Verteilung und Verwendung hatte die damalige DDR keinen Einfluss.

In der Tourenplanung zu Ihrer Liveshow 2012 (allein die Tatsache, dass diese schon so weit im voraus feststeht, versöhnt mich dann wieder) findet sich im November auch ein Termin in Leipzig im Gewandhaus. Vielleicht ergibt sich die Möglichkeit, die Anfahrt mit dem Zug zu erledigen...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwei Seelen wohnen, ach, in seiner Brust, 1. Juli 2012
Von 
T. Jannusch "rumble-bee" (Velbert) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Der Autor dieses Buches, Steffen Möller, war mir vor der Lektüre völlig unbekannt. Daher informierte ich mich; er hat, nach einem Philosophiestudium, offenbar lange in Polen gelebt, war dort Deutschlehrer, um anschließend auf eine Laufbahn als Kabarettist, unterwegs in der Mission der Völkerverständigung, umzuschwenken. Genau diesen Zwiespalt merkte man diesem Buch auch an. Ich konnte nicht genau eruieren, ob es nun eher vom Lehrer oder vom Kabarettisten Steffen Möller geschrieben wurde. Beide sind deutlich zu erkennen, und trotz der durchweg guten und unterhaltsamen Lesbarkeit hat mich dies auch ein wenig verstört.

Zuerst einmal: die Idee, das Ganze in die Gestalt einer Zugreise zu kleiden, halte ich für originell. Von Berlin ausgehend, beschreibt er, von Station zu Station, seine Fahrt nach Warschau. Mit sicherem Blick entlarvt er die zahlreichen Fettnäpfchen, in die seine Mitreisenden im interkulturellen Austausch tappen; er porträtiert humorvoll sowohl deutsche und internationale Geschäftsleute, gemischt-kulturelle Paare, Stars und Sternchen, Studenten, als auch Rentnerinnen und daheim wartende Angehörige. Hätte er es nur dabei belassen, dann wäre das Buch perfekt gewesen.

Doch leider krankt das Buch ein wenig daran, dass eben auch der Kabarettist Möller, im Gegensatz zum Lehrer, seinen Anteil einforderte. Wie der Autor in einem Amazon-Video auch zugibt, hatte er nach seinem vorhergehenden Bestseller "Viva Polonia" noch viele Notizen übrig, noch viele Dinge, die er außerdem über Polen mitzuteilen hatte. Und die wollte er partout in dieses Buch einarbeiten. Ich würde nun nicht sagen, dass dies in die Hose gegangen sei - dennoch merkt man das ein wenig Bemühte, Angestrengte an diesem Buch.

Manchmal ist es einfach nicht logisch - zwischen zwei Stationen liegen manches Mal kaum ein paar Kilometer, doch prompt wird ein eigenes Kapitel draus, und es werden, mehr schlecht als recht thematisch begründet, etliche Informationen hineingestopft. Man konnte so manches Mal förmlich riechen, dass der Autor mit einem seiner "Notizzettel" am Schreibtisch saß, und sich fragte, in welches Kapitel er diese Anekdote oder jene Information noch packen sollte. Wie gesagt, ich finde diese Technik nun nicht misslungen - aber einfach unelegant. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, er hätte sich eindeutig zwischen Reise-Sachbuch oder Anekdotensammlung entschieden.

Den Inhalt des Buches allerdings, des Autors Sicht auf die Polen und ihre Eigenheiten, kann ich nicht anders als liebevoll, tiefschürfend und herrlich entlarvend nennen. Ich habe mich durchweg köstlich amüsiert! Auch meinem Mann, der einige polnische Arbeitskollegen hat, habe ich ein paar Stellen vorgelesen, und er hat das meiste bestätigen können. Der Autor deckt eine beeindruckende thematische Breite ab; da geht es von der Sprache über charakterliche Merkmale bis hin zum Verhalten in der Familie und zur Politik. Und das Beste ist, er nimmt sich und uns als Deutsche mit ins Boot. Auch unsere Eigenheiten werden denen der Polen gegenüber gestellt, so dass sich jeder ein eigenes Bild machen kann, wer nun "verrückter" ist - oder auch nicht.

Insgesamt würde ich das Buch als recht gelungene Unterhaltung bezeichnen, die allerdings weniger Anspruch auf Gründlichkeit rechtfertigt, wie man es von einem Sachbuch eigentlich erwarten könnte. Das Buch balanciert auf sämtlichen Graten zwischen den Genres. Dennoch erschien es im Malik-Verlag, der ja auch die Pilgerreise eines anderen, bekannten deutschen Unterhalters herausbrachte. Vielleicht gibt uns dies einen Hinweis darauf, wie der Autor sein Buch verstanden haben möchte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ebenso witzige wie lehrreiche "Expedition" zu unseren Nachbarn im Osten - köstlich!, 15. Juni 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Steffen Möller, Autor, Schauspieler und Entertainer, hat 14 Jahre lang in Warschau gelebt und gehört zu den bekanntesten Deutschen in Polen; außerdem wurde er für seine Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Ideale Voraussetzungen, um dem ganz normalen uninformierten Deutschen unsere Nachbarn im Osten ein wenig näher zu bringen.
Bereits der Titel seines neuen Buches "Expedition zu den Polen" ist ebenso spaßig-entlarvend wie seine rund 270 Seiten langen Ergüsse, stellt man sich unter einer "Expedition" doch gemeinhin eher eine beschwerliche Reise in ferne Länder vor - eine eigentlich unsinnige Bezeichnung für eine Reise ins praktisch "vor der Tür" liegende Nachbarland, über das viele von uns jedoch tatsächlich erheblich weniger wissen dürften als über deutlich entfernter liegende Länder.
Als Aufhänger für seine ebenso heiteren wie lehrreichen Betrachtungen über sein zweites Heimatland benutzt Möller eine Fahrt mit dem Berlin-Warschau-Express.
Hierbei verknüpft er auf ausgesprochen gelungene und kurzweilige Art Elemente des Unterhaltungsromanes mit solchen eines Reiseberichtes, selbst erlebten Anekdoten und durchaus fundierten Informationen.
So schnappt man zum Beispiel ganz nebenbei ein paar Brocken Polnisch auf, lernt, daß die polnischen Toiletten mit einem Dreieck für Herren und einem Kreis für Damen gekennzeichnet sind, staunt über Eigenarten der polnischen Sprache und Grammatik sowie über Preisvergleiche von Alltagswaren und vieles mehr.
Vor allem aber bietet das Buch jede Menge Stoff zum Schmunzeln und Lachen, wobei der Autor erfrischenderweise kein Blatt vor den Mund nimmt und jede Seite (nicht immer "politisch korrekt", aber dafür um so erheiternder) ihr Fett wegbekommt.
So ist vom "Land der Putzfrauen und Autodiebe" ebenso die Rede wie vom "Land, in dem die Kühe schöner sind als die Frauen" - wobei der Legende über die Autodiebe gleich die Tatsache entgegengestellt wird, daß die Zahl der gemeldeten Autodiebstähle in Polen in den vergangenen zehn Jahren um 75% zurückgegangen ist und die Kriminalität in Polen ohnehin nie so hoch war wie in Deutschland.
Ich für meinen Teil habe mich wunderbar unterhalten gefühlt, viel gelernt, gestaunt und gelacht, mich teilweise an Wladimir Kaminer erinnert gefühlt und wäre nach der Lektüre am liebsten gleich selber in den Berlin-Warschau-Express eingestiegen, um unseren Nachbarn im Osten einen Besuch abzustatten.
Das Buch kann ich daher - vollkommen unabhängig davon, ob man tatsächlich eine Polen-Reise plant oder nicht - nur wärmstens empfehlen.
Zusätzlich ist das Buch auch sehr hübsch aufgemacht:
Die einzelnen Kapitel entsprechen den jeweiligen Etappen der Zugfahrt, werden mit einer dementsprechenden Zeichnung eines Zuges, Entfernungs- und Zeitangaben eingeleitet und sind in jeweils mehrere kleinere Unterkapitel unterteilt.
Dazu gibt es diverse kleinere Schwarz-Weiß-Fotos.
Als kleine Zugabe gibt es ein Lesezeichen mit Steffen Möllers diesjährigen Tour-Terminen und dem "Bigos-Rap", der mich auf den Gedanken gebracht hat, daß es das I-Tüpfelchen für das so rundum gelungene Buch gewesen wäre, noch einen kleinen Anhang mit einigen typisch polnischen Rezepten aufzunehmen.
Eventuell eine Idee für das nächste Buch?
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Expedition zu den Polen: Eine Reise mit dem Berlin-Warszawa-Express
Expedition zu den Polen: Eine Reise mit dem Berlin-Warszawa-Expres
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von Steffen Möller (Taschenbuch - 11. Juni 2013)
EUR 9,99
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